Zwei Wünsche: Gerätehaus-Anbau und neues Auto
Auf ein erfolgreiches Jahr hat die Feuerwehr Hilgartsberg zurückgeblickt. Einsätze mit zwei Großbränden und eine erfolgreiche Ausbildungsarbeit prägten neben den gesellschaftlichen Veranstaltungen die Wehr.
Vorsitzender Josef Käser begrüßte im Gasthaus Stanek Bürgermeister Josef Kufner, seinen Stellvertreter Alois Wenninger, Kreisbrandinspektor Christian Schneider, Kreisbrandmeister Georg Stelzer, Fahnenmutter Maria Wenninger und die Ehrenmitglieder Helmut Meister, Hans und Erich Feilmeier. Mit einer Gedenkminute wurde an den 2024 verstorbenen Josef Gaißinger erinnert.
Ob Baum über der Straße, Brände oder schwerer Verkehrsunfall – die Feuerwehr Hilgartsberg hatte im vergangenen Jahr wieder allerhand zu tun. Und sie bewältigte die Aufgabe sehr gut, so Kommandant Thomas Heider in seinem Tätigkeitsbericht. Zu 32 Einsätzen mit 316 freiwillig geleisteten Arbeitsstunden wurde die Wehr 2024 gerufen, darunter waren 27 Technische Hilfeleistungen und fünf Brände. Bezeichnend seien die Großbrände in der Westernstadt Pullman City und in der Ortsmitte von Hofkirchen.
Zahlreiche Lehrgänge wurden absolviert. So berichtet Thomas Heider über Teilnahme von Stefanie und Tobias Doppelhammer am Truppführerlehrgang in Tittling. Den Gruppenführerlehrgang an der Feuerwehrschule in Regensburg absolvierten Joseph Wenninger und Johannes Käser. Aktuell hat Tobias Doppelhammer den Maschinistenlehrgang in Haselbach abgeschlossen. Stefanie Doppelhammer lernte bei einem für Frauen veranstalteten Kurs bei der Feuerwehr Möslberg bei Wegscheid den richtigen Umgang mit der Motorsäge. Erfolgreich bei diesem Lehrgang waren auch Elena Hagen und Natalie Schöfberger von der Garhamer Nachbarwehr. Mit der Errichtung einer Löschwasserzisterne im Bereich Edt/Niederndorf wurde die Löschwasserversorgung erheblich verbessert, so der Kommandant.
Im Bericht des Vorsitzenden wurde auf die sehr gute Beteiligung bei der Bootsweihe des Patenvereins der Feuerwehr Hofkirchen und bei den 150. Gründungsfesten der Feuerwehren Otterskirchen und Aicha v.W. erinnert. Eine Delegation war bei der Verabschiedung des jetzigen Ehrenkreisbrandinspektors Alois Fischl in Kirchberg v.W. dabei. Der Vereinsausflug führte nach Krumau. Die Haussammlung wurde von der Bevölkerung gut angenommen. Heuer feiert die Feuerwehr Nammering ihr 100. Jubiläum, Josef Käser bat auch hier um rege Beteiligung.
Jugendwart Andreas Eiglmeier informierte über die geleistete Arbeit in der Jugendfeuerwehr. Derzeit gehören ihr ein Mädchen und zehn Jungen an. Markus und Steffi Doppelhammer, Tobias Zitzelsberger, Laurenz Aschenbrenner und Vincent Habereder waren in Otterskirchen bei der Abnahme der Deutschen Jugendleistungsspange erfolgreich. Beim Wissenstest in Kirchberg v.W. machten sieben Teilnehmer mit. Ein Highlight war die überörtliche Jugendübung im eigenen Schutzbereich beim Autohaus Berger in Pirka. Eine weitere große Jugendgemeinschaftsübung wurde in Albersdorf bei der Firma Paul Nutzungsfahrzeuge absolviert.
Die wichtigsten Veranstaltungen zeigte Schriftführerin Uta Linne in ihrer Bildpräsentation auf. Der Mitgliederstand von 126 Personen splittet sich auf in 79 Aktive, elf Jugendfeuerwehranwärter, 16 Passive und 20 Fördernde.
Der Kassenbericht von Ludwig Hauzenberger weist eine stabile finanzielle Lage der Wehr aus. Die Kassenprüfer Uwe Kramer und Erich Feilmeier lobten die gute Kassenführung.
Diskutiert wurde ein möglicher Anbau an das bestehende Gerätehaus in Zaundorf, um die bestehende Raumnot zu lindern. Wie die Lösung ausschauen könnte, wurde mit einer Visualisierung veranschaulicht. Mit der Anschaffung eines Mehrzweckfahrzeuges könnte ein weiteres Problem gelöst werden. Die Feuerwehr Hilgartsberg wird häufig für Einsätze auf der A 3 alarmiert. Derzeit gibt es nur ein Einsatzfahrzeug. Ein zweites würde diese Einsätze vereinfachen. Ehrenvorsitzender Alois Wenninger meinte dazu: „Die Feuerwehr Hilgartsberg wird in fünf Jahren 125 Jahre alt. Es wäre schön, wenn diese Maßnahmen bis dahin erfolgreich abgeschlossen werden könnten.“
Bürgermeister Josef Kufner und Kreisbrandinspektor Christian Schneider zeigten sich beeindruckt von den umfangreichen Berichten. Sie lobten die erfolgreiche Jugendarbeit und die gute Zusammenarbeit der drei Gemeindefeuerwehren. Kufner freute sich besonders über den aktiven Verein und betonte den Stellenwert der Feuerwehren im gesellschaftlichen Leben der Gemeinde. Schneider informierte über die anstehenden Neuerungen aus Sicht des Kreisfeuerwehrverbandes. Thematisiert wurde besonders die anstehende Umstellung auf die digitale Alarmierung. Zug um Zug werden die digitalen Pager an die Feuerwehren ausgeliefert und in Betrieb genommen. Parallel werden die Sirenen umgerüstet. Der echte Wirkbetrieb solle 2027 starten.
EHRUNGEN
20 Jahre sind Florian Duschl, Karina Krieger, Julia Lenz, Anita Penzenstadler und Romana Scheibinger beim Feuerwehrverein. Auf 30 Jahre bringen es 2. Kommandant Alois Zitzelsberger und Hans Vogl sen. 50 Jahre hält Xaver Schober dem Verein die Treue.
Mit dem staatlichen Ehrenzeichen in Silber für 25 Jahr aktive Dienstzeit wurde nachträglich Christian Rimböck ausgezeichnet.
VERABSCHIEDET
Wegen dem Erreichen der Altersgrenze wurden Helmut Amber, Hilde Feilmeier und Ehrenvorstand Alois Wenninger aus dem aktiven Feuerwehrdienst verabschiedet.
Quelle: pnp.de —Franz X. Eder
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