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Initiatoren


Versorgungslücke wird geschlossen


Strahlende Gesichter unter den Schutzhelmen des Bauunternehmens „HERO BAU“ mit Sitz in Vilshofen am Projekt-Standort an der Deggendorfer Straße in Hofkirchen: v.l. Hofkirchens Bürgermeister Josef Kufner, Julia Lindmeyer vom Pflege-Unternehmen Plank für den künftigen „Curare Seniorengarten“, Geschäftsführer Dr. Georg Tüller von „HERO BAU“, Julia Kroneder und Investor Stephan Kroneder, Abbruch-Unternehmer Andreas Scheid und Margit Cruchten, Büroleiterin von „HERO BAU“. −Foto: Brunner

 


Hofkirchen

Die Tatsache, dass es in der Marktgemeinde bisher kein Angebot für Senioren gibt, ist Bürgermeister Josef Kufner schon lange ein Dorn im Auge. Bereits während der Phase seiner Bewerbung um den Chefsessel im Rathaus hat er dieses Thema energisch aufgegriffen. Umso mehr freut er sich jetzt über ein Konzept des in Vilshofen ansässigen Bauunternehmens „HERO BAU“ für einen Neubau an der Deggendorfer Straße mit integrierter Tagespflege-Einrichtung. „Damit wird eine Versorgungslücke geschlossen“, betont Kufner.

Mitte vergangenen Jahres war der wenige Wochen zuvor neu gewählte Hofkirchener Bürgermeister mit Investor Stephan Kroneder aus Vilshofen ins Gespräch gekommen, wobei die bis dato prekäre Situation auf dem Sektor Senioren thematisiert wurde. Weder einen Treff noch Angebote für Pflege beziehungsweise Tagespflege existieren bislang in der Kommune, wie Kufner mit Bedauern feststellte. Kroneder stellte sich daraufhin dem Marktgemeinderat vor, der sich nach den Worten des Bürgermeisters für das Projekt mit einer Art Zentrum zur Erfüllung der Bedürfnisse der älteren Generation begeistern hat lassen.

„Zum Jahreswechsel haben wir den Grunderwerb vollzogen“, erklärt Josef Kufner, laut dessen Aussage sich das leerstehende Gebäude am Standort für den vorgesehen Neubau-Komplex bereits im Eigentum der Marktgemeinde befunden hat. Dieses Anwesen habe man unter anderem aus städtebaulichen Aspekten erworben, fügt der Bürgermeister hinzu. Inzwischen ist das auf Erd- und Abbrucharbeiten spezialisierte Unternehmen Andreas Scheid aus Hebertsfelden im Landkreis Rottal-Inn, das auch schon die Beseitigung des baufälligen Gebäudes am Rathausvorplatz erledigt hat, mit dem Abriss an der Deggendorfer Straße beschäftigt.

Im Erdgeschoss des Neubaus soll eine teilstationäre solitäre Tagespflege-Einrichtung entstehen, die Herbert Plank mit seinem in Fürstenzell beheimateten und 1999 gegründeten Pflege-Unternehmen betreiben wird. Wie die bereits in Fürstenzell, Ruhstorf und Ortenburg bestehenden Tagespflege-Standorte soll auch Hofkirchen als vierter den Namen „Curare Seniorengarten“ tragen.

Plank führt ebenso einen privaten ambulanten Pflegedienst mit Sitz in Fürstenzell. Rund 80 Mitarbeiter kümmern sich um gegenwärtig knapp 250 Kunden beziehungsweise Pflegepatienten. „Der Mensch steht im Mittelpunkt“, unterstreicht Planks Tochter Julia Lindmeyer das Prinzip der Arbeitsweise des Familienbetriebs.

In den „Curare Seniorengärten“ findet eine umfassende und individuelle Betreuung statt, wie die Vertreterin des Tagespflege-Betreibers hervorhebt. Ziel sei es, in gemütlich gestalteten Räumen soziale Kontakte aufrecht zu erhalten und pflegende Angehörige zu unterstützen. Die Tagespflege stehe von 8 bis 17 Uhr zur Verfügung. Dazu könne der hauseigene Fahrdienst in Anspruch genommen werden.

Julia Lindmeyer verweist auf die langjährige Erfahrung des Unternehmens im Landkreis Passau. Das Pflegeteam bestehe aus fachlich qualifizierten und engagierten Mitarbeitern, „die unser Pflegeprinzip teilen und nach außen tragen“, so die Tochter des Inhabers. Der Aufenthalt in der Tagespflege-Einrichtung ist laut ihrer Aussage unabhängig von einer ambulanten Pflege oder einer Pflegeperson. Zur Finanzierung stünden ohne Kürzung des Pflegegeldes die vollen Sachleistungen des jeweiligen Pflegegrades zur Verfügung, merkt Julia Lindmeyer an.

Wie Investor Kroneder mitteilt, geht es nach dem Abbruch des Bestandsgebäudes in die Planungs- und Genehmigungsphase für den Neubau. Mit dem Baubeginn rechnet der Geschäftsführer der „HERO BAU“, Dr. Georg Tüller, für den Zeitraum 2022/23. Veranschlagt sei eine Bauzeit von etwa einem Jahr.

Im ersten Obergeschoss sind Seminarräume vorgesehen, die durch das Kolping-Bildungswerk Passau gemietet und für dessen Schulungsangebote genutzt werden sollen. Das zweite Obergeschoss soll nach dem bisherigen Planungsstand zwei qualitativ hochwertige und ökologisch nach dem neuesten Stand der Technik konzipierte Wohnungen beherbergen, die ebenfalls in die Vermietung gehen werden.   —Bernhard Brunner

 

 

Quelle: pluspnp.de   —−-Bernhard Brunner

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