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Maskenpflicht im Gemeinderat Hofkirchen


Als kleine Aufmerksamkeit überreichte Bürgermeister Josef Kufner (l.) seinem Amtsvorgänger Willi Wagenpfeil, treuer Zuhörer bei den Marktgemeinderatssitzungen in Hofkirchen, eine spezielle FFP2-Corona-Schutzmaske mit aufgedrucktem Marktwappen. −Foto: Brunner

 

Hofkirchen.

Auf Nummer sicher geht der Marktgemeinderat angesichts der Covid-19-Pandemie. Bei der öffentlichen Sitzung am Dienstagabend trugen alle Gemeinderäte und die knapp ein Dutzend Zuhörer ausnahmslos Mund-Nasen-Masken. Spezielle Exemplare nach FFP2-Standard mit aufgedruckten Marktwappen auf schwarzem Stoff hat Bürgermeister Josef Kufner (CSU) für das Gremium anfertigen lassen – als „kleine Aufmerksamkeit“, wie er meinte. Eines davon überreichte er seinem Amtsvorgänger Willi Wagenpfeil (SPD) im neuen Sitzungssaal des Rathauses.

Eingangs hatte Kufner auf die verschärften Corona-Regeln der Bundes- und der Bayerischen Staatsregierung verwiesen und damit die Pflicht begründet, ab sofort während der gesamten Sitzung Masken zu tragen. Bisher war es lediglich beim Zugang in den Saal zum jeweiligen Stuhl erforderlich gewesen, Mund und Nase zu bedecken. Am Platz durfte die Maske abgenommen werden.

Nach Ausbruch der Pandemie im Frühjahr hatte das Gremium bis zum Beginn der neuen Amtsperiode aus Sicherheitsgründen nur noch als verkleinerter Ferienausschuss im Rathaus getagt, danach als Plenum im Saal des Gasthauses Reischer am Marktplatz. Der Saal steht allerdings wegen Umbauarbeiten nicht mehr zur Verfügung. Man fand eine Lösung im neuen Sitzungssaal: Man änderte die Sitzordnung und baute Plexiglasscheiben ein.

Die Hofkirchen-Masken werden auch allen Rathaus-Mitarbeitern und dem gemeindlichen Bauhof zur Verfügung gestellt. Der ehemalige Bürgermeister Wagenpfeil – von die Überreichung eines Exemplars sichtlich überrascht – tauschte seine mitgebrachte private Einweg-Maske sofort gegen die Version mit dem Marktwappen und eingearbeitetem Filter. Auch die Mehrheit der Gemeinderäte wechselte sofort auf die originell gestalteten FFP2-Ausführungen. Trotz der Maske war jeder Redner gut zu verstehen.

Das war aber noch nicht alles rund ums Thema Corona. Der Bürgermeister informierte, dass alle Veranstaltungen anlässlich des Volkstrauertages am Sonntag im Bereich der Marktgemeinde abgesagt worden sind. Es gebe lediglich Kranzniederlegungen offizieller Delegationen unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Betroffen davon ist auch das alljährlich vom Landkreis Passau ausgerichtete traditionelle Gedenken an die Opfer von Krieg und Gewalt am Ehrenfriedhof in Leithen, wo Landrat Raimund Kneidinger einen Kranz niederlegen wird.

Coronabedingt finden in diesem Jahr auch keine Bürgerversammlungen statt. Der Rechenschaftsbericht 2020 wird ausgehängt und digital zur Verfügung gestellt. Die markantesten Daten führte Kufner in der Sitzung an. Demnach steigt die Einwohnerzahl Hofkirchens stetig. Sie liegt mit Stand 1. November 2020 bei 3810 Bürgern mit Erstwohnsitz. Mit 63 Bauanträgen seien im laufenden Jahr so viele gestellt worden wie im Schnitt seit 2015 nicht mehr, dazu auch zunehmend Bauvoranfragen.

Bürgermeister Kufner machte auf hohe Investitionen in den Nachwuchs – sprich in die Kindergärten und Schulen – aufmerksam. „Wir waren positiv überrascht“, bekundete er mit Blick auf die Gewerbesteuer-Einnahmen, mit denen man nach den gegenwärtigen Hochrechnungen nur knapp am bisherigen Höchstwert von 2018 vorbeischramme. Die Übersicht im Rechenschaftsbericht weist auf dieser Position eine Summe von 2,7 Millionen Euro aus. Der Rekordwert lag bei 2,71 Millionen Euro. Die Umlagekraft Hofkirchens – sie bemisst sich nach den Steuereinnahmen der Gemeinde und aus 80 Prozent der staatlichen Schlüsselzuweisungen auf Basis der Vorjahresergebnisse – hat sich in den zurückliegenden fünf Jahren auf jetzt über 4,5 Millionen Euro verdoppelt.

Trotz der Corona-Krise zog der Bürgermeister ein erfreuliches Fazit. „Der Markt Hofkirchen ist weiter wirtschaftlich stabil.“ Nach wie vor habe die Kommune keine Schulden. „Und das soll auch so bleiben“, sagte Kufner. Nicht ohne Stolz nannte er die Summe der Investitionen im laufenden Jahr, nämlich 2,9 Millionen Euro. Kufner, seit 1. Mai im Amt, zeigte sich zufrieden: „Wir sind gewerblich gut aufgestellt.“ Kufner deutete an, dass Betriebe zwar unter den Covid-19-Folgen zu leiden haben, es jedoch auch Unternehmen gibt, die einen Nutzen daraus ziehen könnten.   —Bernhard Brunner

 

Quelle: pluspnp.de   —− Bernhard Brunner

Mehr im Vilshofener Anzeiger vom 12.11.2020 oder unter PNP Plus nach einer kurzen Registrierung

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