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Im Corona-Dornröschenschlaf


Die Burgruine Hilgartsberg hoch über der Donau bei Vilshofen gehört zu den beeindruckendsten Baudenkmälern der Region, liegt aber aktuell was Veranstaltungen angeht im Dornröschenschlaf. Grund dafür ist die Coronakrise. −Foto: landkreis-passau.de

 

Hilgartsberg

Geheim daheim: Die mystische Walpurgisnacht musste schon zum 1. Mai ausfallen, die für Juli geplanten Burgfestspiele mit den Theaterfreunden Pleinting sind bereits abgesagt, ein Open-Air-Konzert der Kreismusikschule steht noch offen – irgendwie hat das Corona-Virus die ohnehin nur wenige Tage im Jahr belebte Burgruine Hilgartsberg hoch über der Donau nahe Hofkirchen zurück in den Dornröschenschlaf versetzt. Doch auch ohne große Veranstaltungen sind die Reste der einst stolzen, vermutlich im 12. Jahrhundert erbauten Burganlage allemal einen Abstecher wert – schon ihrer abenteuerlichen Geschichte wegen.

Einst nach der Schenkung von Kaiser Heinrich II. an das Bistum Bamberg zur Festung gegen die Ungarn ausgebaut, diente die Trutzburg an den linksseitig steilen Donauhängen oberhalb Vilshofens im Mittelalter auch dem blühenden Raubrittertum. Als berüchtigt galten die „Hilkersberger“ und „Puchberger“, die Schiffsraub auf der Donau betrieben und zu diesem Zweck einen unterirdischen Gang von der Burg an den Fluss unterhielten. Im Österreichischen Erbfolgekrieg wurde die Burg 1742 restlos vernichtet, die Ruine dann anno 1822 durch den Staat übernommen. 1995 übernahm der Markt Hofkirchen die Ruine.

Besucher aus nah und fern kennen die Ruine von der traditionellen Hilgartsberger Burgweihnacht, die der rührige „Burgförderverein Hilgartsberg“ seit 1995 jeweils für ein langes Adventswochenende veranstaltet. Heuer soll die Ruine wieder vom 11. bis 13. Dezember (Freitag bis Sonntag) als malerische Kulisse für viele Standl mit Handwerkskunst und weihnachtlichen Schmankerln dienen – sofern Corona es zulässt. Die Anlage ist indes laut Homepage (burgverein-hilgartsberg.de) auch ohne Events jederzeit zugänglich. Nach 19 Uhr abends allerdings gilt ein Betretungsverbot.   —Werner Schötz

 

Quelle: pluspnp.de   —Werner Schötz

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