Marktgemeinde freut sich 2025 auf „Neue Mitte“

Hofkirchen

Harmonisch wie das ganze Jahr war auch die letzte Sitzung des Marktgemeinderates am Dienstagabend im Rathaus. Dem überlieferten Ritus gemäß erteilte Bürgermeister Josef Kufner (CSU) abschließend den Fraktionssprechern das Wort. „Wir können mit der Arbeit für 2024 zufrieden sein“, lautete etwa das Fazit von Christian Pauli (SPD).

Den Anfang gemacht hatte Georg Stelzer (ÜW), der von einem sehr ereignisreichen Jahr sprach, wie in den Bürgerversammlungen im Herbst bereits dargestellt. Es seien viele zukunftsträchtige Maßnahmen angestoßen und auch Projekte beendet worden – beispielsweise die Freibad-Sanierung in Hofkirchen und die Erneuerung des Umfeldes der Freizeiteinrichtung mit dem Parkplatz. In Erinnerung rief der Dritte Bürgermeister den verheerenden Großbrand im Zentrum Hofkirchens am Ostermontag, 1. April. „Er hat das Ortsbild wirklich verändert“, konstatierte Stelzer, der allerdings den Fortschritt beim Wiederaufbau der betroffenen Häuser lobte. Eines davon sei bereits im Rohbau fertig, für ein anderes habe in der Dezember-Sitzung schon der Bauantrag vorgelegen.

Am Beispiel des ebenfalls renovierten Freibades in Garham – mit sehr überschaubarem finanziellen Aufwand – schwärmte Stelzer von einem „Riesen-Stück an Lebensqualität“ für die Besucher. Diese Investitionen sprächen für den Marktrat, untermauert von der „gigantischen Gästezahl von über 22 000 in der zurückliegenden Badesaison in Hofkirchen sowie den exakt 6871 registrierten Spaß- und Erholungssuchenden in Garham“. Der Dank Stelzers galt allen Ratskollegen für die stets konstruktiven Diskussionen, der Verwaltung mit Geschäftsleiter Gerhard Deser an der Spitze für die Zusammenarbeit.

„Einiges passiert“ ist nach Überzeugung von Christian Pauli in der Kommune. Der SPD-Fraktionssprecher sprach die Vorfreude auf die Fertigstellung der sogenannten Neuen Mitte Hofkirchens an. Dies soll – so war am Rande der Sitzung zu erfahren – bereits Ende März 2025 gefeiert werden. Nicht zuletzt durch den Brand im Zentrum habe sich das Ortsbild „schwer verändert“, zumal die neuen Häuser höher würden. Lob gab es von Pauli ebenso für die Sanierung der beiden Freibäder – in Hofkirchen mit dem schönen, aber wahrscheinlich auch teuersten Parkplatz in ganz Bayern.

Kritisch äußerte sich Pauli hingegen über „die dauernde Verzögerung“ beim Projekt Deggendorfer Straße 21, die er als bedauerlich empfand. „Da muss endlich was passieren, wir brauchen die Tagespflege“, unterstrich er. Gedanken machen müsse sich das Gremium auch über das von der Kommune gekaufte Gebäude Deggendorfer Straße 5, wo man nicht einfach tatenlos zusehen dürfe, wie es langsam verfalle. Nicht aus den Augen verloren werden sollte die Nahversorgung der Bevölkerung in Garham. „Das müssen wir auf der Hut sein“, bekundete Pauli, der laut darüber nachdachte, warum dort nicht so etwas wie ein Edeka in Hofkirchen geschaffen werden könne. Hoffnungsvolle Worte aus seinem Mund zielten auf eine rasche Realisierung der Glasfaser-Lösung für schnelles nternet.

Respekt zollte Christian Pritzl (CSU) den Brandleidern in der Hofkirchener Ortsmitte, die sich durch die Katastrophe nicht unterkriegen hätten lassen und ihre von den Flammen vernichteten Häuser wieder aufbauten. In diesem Zusammenhang würdigte er die große Hilfsbereitschaft der Bevölkerung. Einige andere Bauvorhaben seien abgeschlossen, wie das Hofkirchener Freibad, andere in Arbeit, bilanzierte Pritzl, der konkret an die Feierlichkeiten zum Jubiläum 60 Jahre Grundschule Garham und an das Richtfest zur „Neuen Mitte“ erinnerte. Sein Dank galt neben den Ratskollegen vor allem dem Bauhof und der Verwaltung für die gute Zusammenarbeit.

Erfreulich auch die Bilanz des Bürgermeisters: „Ein ereignisreiches und oft herausforderndes Jahr liegt hinter uns. Wir haben viel erreicht, aber es gibt auch noch viel zu tun.“ Diesen Aufgaben müsse man sich gemeinsam stellen, um den Markt weiter voranzubringen. „Das ist das Ziel, das uns eint“, fügte Kufner hinzu, der Geschäftsleiter Gerhard Deser für den guten Austausch dankte und seinen beiden Stellvertretern Alois Wenninger und Georg Stelzer für die enge Abstimmung.

Nahezu perfekt ins Bild passte die Präsentation der Jahresrechnung 2023 der Marktgemeinde mit einer gewaltigen Zahl, wie Kufner angesichts des Gesamtvolumens von 14 968 394,43 Euro als Summe der bereinigten Soll-Einnahmen und -ausgaben betonte. „Eine erfreuliche Entwicklung, würde ich sagen“, fügte Josef Kufner zufrieden hinzu. Für den Verwaltungshaushalt mit den laufenden Kosten skizzierte er einen Betrag von 10 741 636,11 Euro, für den Vermögensetat mit den Investitionen genau 4 226 758,32 Euro – jeweils in Einnahmen und Ausgaben. Die Zuführung vom Verwaltungs- zum Vermögenshaushalt bezifferte er auf 3 208 164,92 Euro. In die allgemeine Rücklage sind nach seinen Worten 712 380,47 Euro geflossen. Die Entnahme aus diesem Topf lag bei null. Die Entlastung erfolgte einstimmig

 

Quelle: pnp.de —Bernhard Brunner

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Es soll ein „Ort der Begegnung“ werden: Richtfest in der „Neuen Mitte“ in Hofkirchen


23 barrierefreie Eigentumswohnungen, erreichbar mit drei Liften, entstehen in der „Neuen Mitte“. In Erdgeschoss kommen drei Ladeneinheiten und ein Restaurant. Geparkt werden kann hinter dem Gebäude.  − Fotos: Katja Elsberger
Hofkirchen

Berlin, Stuttgart, Konstanz – und jetzt Hofkirchen. Mit der „Neuen Mitte“ in der Marktgemeinde realisiert Investor Rainer Neumann erstmals ein Projekt in Bayern. „Wir hätten noch höher bauen können, aber das wurde uns nicht genehmigt“, sagt Rainer Neumann augenzwinkernd in die Menge aus Handwerkern und Ehrengästen blickend. „Aber wir sind noch tiefer als der Kirchturm.“

Das war natürlich nur scherzhaft gemeint, denn der Investor ist mehr als zufrieden mit dem Baufortschritt in der „Neuen Mitte“ in Hofkirchen. Verwirklicht wird das Projekt auf 1283 Quadratmetern. Es entstehen 23 barrierefreie Eigentumswohnungen (zwischen 50 und 150 qm), drei Gewerbeeinheiten, einschließlich einer Fläche für Gastronomie.

Am Donnerstag war das Richtfest angesagt, bei dem Pfarrer Joseph Peedikaparambil dem Gebäude den Segen gab. „Dieses Projekt ist ein Segen für Hofkirchen“, sagte der Pfarrer und sprach damit Bürgermeister Josef Kufner aus dem Herzen: „Ich bedanke mich bei allen, die dieses Projekt vorantreiben.“ Bürgermeister wie Investor loben die konstruktive Zusammenarbeit. „Hier herrscht ein hohes Maß an Flexibilität. Hier wird nicht nur geredet, auch kurzfristige Entscheidungen sind möglich“, hob der Investor hervor. Man liege innerhalb des Zeitplans. Ende des Jahres soll das Gröbste erledigt sein, im Mai 2025 sei die Fertigstellung geplant.

Wie es die Tradition verlangt, trugen die Zimmerer Alois Luger und Marcel Wagner ein Bäumchen aufs Dach. Die beiden tranken auf das Wohl des Hausbesitzers und warfen das Glas vom Dach.

Die Vorgeschichte der „Neuen Mitte“: Die Gemeinde hat sechs Grundstücke, auf denen fünf Gebäude standen, erworben und sie dann für das Projekt „Neue Mitte“ angeboten. Den Zuschlag hat damals Rainer Neumann bekommen. Er war bereit zwischen 8,5 und 9,5 Millionen Euro zu investieren. Der Stuttgarter, der inzwischen in Berlin wohnt, baut bundesweit Wohn- und Geschäftshäuser ab zehn Einheiten (Firmenname: pro-contact)

Die Gastrofläche im Ergeschoss, insgesamt 200 Quadratmeter (einschließlich Küche und Personalräume), werde offen mit einem Wintergarten und einer Terrasse gestaltet, erläutert Bauherrenvertreter Jochen Reckzeh. „Es ist der perfekte Platz. Hier gibt es morgens bis abends Sonne“, so Reckzeh, der die „Neue Mitte“ als vorbildliches Beispiel für Innenverdichtung bezeichnet.

Bürgermeister Josef Kufner hofft, dass ein „Ort der Begegnung“ entsteht. „Es liegt zentral, so gut wie alles, was man braucht, ist in der Nähe.“ In Gehweite liegen unter andrem ein Supermarkt, Ärzte, Banken und die Bäckerei. Die Gemeinde werde die Gastro-Fläche verpachten. „Gespräche mit Interessenten laufen“, verrät Kufner, der auf eine langfristige Lösung hofft, „damit Beständigkeit da ist“.

Für den Bürgermeister ist es ein Trostpflaster, dass es in der „Neuen Mitte“ vorangeht. Denn Luftlinie 50 Meter weiter ereignete sich am Ostermontag ein schwerer Brand, der fünf Häuser zerstörte. Den ersten Antrag für einen Wiederaufbau hat der Marktrat kürzlich bewilligt.

 

 

 


Investor Rainer Neumann mit Bürgermeister Josef Kufner (.) und Pfarrer Joseph (r.), der den Segen gab.

 

Die Zimmerer Alois Luger und Marcel Wagner brachten das Bäumchen aufs Dach und warfen ein Weinglas herunter – das soll Glück bringen.

 

 

Quelle: pnp.de — Katja Elsberger

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Neue Mitte von Hofkirchen nimmt Gestalt an – Planer: – „Öffentliche Zweifel verunsichern potenzielle Käufer“


Ladeneinheiten und Gastronomie im Erdgeschoss kann man bereits erahnen, auch die ersten Wohneinheiten im Stockwerk darüber sind bereits im Rohbau erstellt, teilt der Planer mit. − Foto: Jörg Klotzek

Hofkirchen

Peter Kemper, Passauer Architekt und Vertreter des Bauherrn in der so genannten Neuen Mitte von Hofkirchen, zeigt sich zufrieden über den bisherigen Bauverlauf und berichtet in einer Pressemitteilung über das bislang Erreichte sowie das weitere Vorgehen.

Anlass waren kritische Fragen der SPD-Fraktion zu der Baumaßnahme. Kemper teilte nun mit. dass „auf der Rückseite des Gebäudes im letzten Jahr bereits unter aufwendigen Stemmarbeiten die Grube für 24 PKW-Stellplätze“ entstanden sei. Im Erdgeschoss entlang der Vilshofener Straße seien bereits die drei künftigen Ladeneinheiten zu erkennen.

Auf der Marktplatzseite sehe man zudem bereits die Räumlichkeiten der geplanten Gastronomie. Darüber, im ersten Obergeschoss, seien die ersten Wohneinheiten erkennbar. Insgesamt 23 Wohnungen sollen es werden. „Sobald es die Witterung zulässt, zieht wieder Leben ein in die Baustelle“, berichtet Peter Kemper, der in Passau das Planungsbüro „Stadt-Land-Leben“ betreibt.

Im Herbst dieses Jahres woll man mit dem Vertrieb der Räumlichkeiten starten. Merklich verstimmt äußert sich der Vertreter des Investors „Pro Contact Donaumarkt GmbH & Co. KG“ über kritische Nachfragen der Hofkirchener SPD, welche Absichten der Investor verfolge (VA vom 12. Januar). „Die Absichten des Investors sind unverändert, die Nutzungen ist klar definiert und (…) unberührt von anderen Vorhaben“, teilt Architekt Kemper dazu mit.

„Die Kritik am Verkauf eines Grundstücks an einen Investor, der selbst nicht die Absicht habe zu investieren, ist nicht nur ein Widerspruch in sich, sie beschreibt auch einen Sinneswandel der SPD-Fraktion. Denn hinsichtlich der Konzeption des Bauherrn wurde ursprünglich ein einstimmiger Beschluss des Gemeinderats gefasst“, so Kemper weiter.

„Die öffentlich ausgesprochenen Zweifel verunsichern unter Umständen potenzielle Käufer. Wir haben uns entschieden, zuerst zu bauen und dann in den Vertrieb zu gehen“, schreibt der Passauer Architekt weiter. Diese Vorgehensweise zeuge nicht nur von wirtschaftlicher Stärke, sondern ermögliche zudem eine Objektbesichtigung. „Wir werden Wort halten“, gibt sich Kemper überzeugt. „Hofkirchen kann sich bis spätestens Mitte 2025 auf ein überzeugendes Bauwerk freuen“.

− jkl


So soll es 2025 aussehen, wenn die Neue Mitte von Hofkirchen fertig ist. Man werde erst bauen, ehe man in den Vertrieb geht, um Käufern etwas zeigen zu können, so der Architekt. − Plan: Stadt-Land-Leben

 

Quelle: pnp.de —− jkl

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Investor muss Spielplatzablöse zahlen


Es tut sich was bei der Realisierung der sogenannten Neuen Mitte von Hofkirchen, wo einige alte und nicht mehr sanierungswürdige Häuser abgebrochen worden sind. Für ein Mehrfamilienhaus-Projekt mit 23 Wohnungen, Gastronomie und drei Läden ist jetzt eine Spielplatzablösevereinbarung als Grundlage zur Baugenehmigung beschlossen worden. −Foto: Brunner

 

Hofkirchen

Mit einer neuen Situation konfrontiert gewesen ist die Marktgemeinde im Zusammenhang mit dem Neubau eines Mehrfamilienhauses mit 23 Wohnungen, sogenannten Duplex-Parkern, einer Gastronomie-Einheit und drei Ladeneinheiten in Hofkirchen an der Vilshofener Straße. Da auf dem Grundstück des privaten Investors kein Spielplatz vorgesehen ist und technisch auch nicht realisiert werden kann, ist eine Spielplatzablöse – ähnlich der Vorgehensweise bei nicht nachweisbaren Kfz-Stellplätzen – von der Pro Contact Donaumarkt GmbH & Co. KG fällig.

„Das ist tatsächlich das erste Mal“, betonte Bürgermeister Josef Kufner (CSU) in der Sitzung des Marktgemeinderates am Dienstagabend zu dem noch nie dagewesenen Sachverhalt. Seine Ratskollegin Katrin Wagenpfeil (SPD) erkundigte sich danach, ob dann die vorhandenen öffentlichen Spielplätze entsprechend aufgehübscht würden. Kufner bejahte diese Frage. Die vom Bauwerber zu leistenden Gelder müssen gemäß der Spielplatzablösevereinbarung mit der Kommune zweckgebunden verwendet werden, wie auch Rathaus-Geschäftsleiter Gerhard Deser bestätigte. „Wir suchen uns das Passende für unsere Spielplätze raus“, versicherte der Bürgermeister.

Eingangs hatte Kufner das Ratsgremium dahingehend informiert, dass in unmittelbarer Nähe zu dem geplanten Gebäudekomplex – in einer Entfernung von unter 500 Metern – ausreichend Spiel- und Jugendfreizeiteinrichtungen vorhanden sind. Konkret genannt wurden der Spiel- und Bolzplatz hinter der Turnhalle und der Spielplatz in der Hans-Carossa-Straße. Damit sind die Grundlagen für den Abschluss einer Spielplatzablösevereinbarung zwischen dem Investor und der Marktgemeinde Hofkirchen gegeben, wie die Ratsmitglieder erfuhren. Angestoßen hatte das Landratsamt das Thema im Zuge des Baugenehmigungsverfahrens, indem es auf die Erfüllung der Spielplatzpflicht pochte.

Hinsichtlich der rechtlichen Rahmenbedingungen wurde seitens der Marktgemeindeverwaltung auf den Aufsatz von Stefan Kraus, Leitender Ministerialrat am Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr in München, verwiesen, der im Fachblatt „Kommunalpraxis“, Ausgabe 01/2022, veröffentlicht ist. Demnach sei der Abschluss einer Spielplatzablösevereinbarung eine rechtlich zulässige Möglichkeit, soweit Spielplätze seitens des Bauwerbers nicht auf dem eigenen Baugrundstück oder in dessen Nähe errichtet werden könnten. Michael Heudecker (CSU) hielt dieses Vorgehen für einen gangbaren Weg, damit das Bauprojekt zügig umgesetzt werden könne.

Die „Vereinbarung über die Spielplatzablöse“, so der offizielle Titel des dreiseitigen Schriftstücks, wurde vom Marktgemeinderat ohne weitere Diskussion einstimmig beschlossen. Unterzeichner sind Bürgermeister Josef Kufner und Rainer Neumann für die Pro Contact Donaumarkt GmbH & Co. KG mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen. Darin ist zu lesen, dass die Bauträgerfirma die Kosten für die Herstellung des notwendigen Spielplatzes zu dem Bauvorhaben durch Zahlung des Ablösebetrags übernimmt. Errechnet worden ist auf Basis des Bodenrichtwerts des Baugrundstückes, der Herstellungskosten für den Kinderspielplatz und der erforderlichen Größe auf Grundlage einer anrechenbaren Grundstücksfläche von 1250 Quadratmetern – das entspricht 75 Quadratmetern Spielplatzfläche – ein Ablösebetrag von 12375 Euro.

Am Ende der Marktgemeinderatssitzung gab Bürgermeister Kufner bekannt, dass die Regierung von Niederbayern die Erstellung des Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes – kurz ISEK – für Hofkirchen, wofür 27.103 Euro bezahlt worden sind, zwischenzeitlich mit einem Betrag von 15.600 Euro gefördert hat. Dies entspreche einer Zuschussquote von 57 Prozent. Außerdem sei die Zustimmung zum vorzeitigen Maßnahmenbeginn für das Freibad-Umfeld in Hofkirchen als nächsten Bauabschnitt im Rahmen der Städtebauförderungsmaßnahmen erteilt worden. Das Fazit laut Kufner: „Die Arbeiten können jetzt ausgeschrieben und vergeben werden.“   —Bernhard Brunner

Quelle: plus.pnp.de –Bernhard Brunner

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„Neue Mitte“: Bauantrag für 23 Wohneinheiten, Gastronomie und drei Läden befürwortet


Eine große Lücke klafft im Ortskern des Marktes Hofkirchen, nachdem eine Reihe alter Häuser – darunter auch der Standort des ehemaligen griechischen Speiselokals an der Ecke und ein abgebranntes Gebäude – abgebrochen worden sind. −Foto: Brunner

 

Hofkirchen

Ganze Arbeit geleistet haben die Abbruchbagger bereits im Ortskern von Hofkirchen. Jetzt bekommt die „Neue Mitte“ von Hofkirchen allmählich ein Gesicht.

23 Wohneinheiten mit sogenannten Duplex-Parkern, einer Gastronomie-Einheit und drei Ladeneinheiten umfasst der Bauantrag der Pro Contact Donaumarkt GmbH & Co. KG Rainer Neumann, den der Marktgemeinderat am Dienstagabend einstimmig befürwortet hat.

„Das entspricht dem, was das Gremium aus den Konzepten bereits kennt“, betonte Bürgermeister Josef Kufner (CSU).

Wie es von Seiten Kufners weiter hieß, ist zu dem Projekt bereits eine Absprache mit dem Landratsamt Passau erfolgt. Die baurechtliche Grundlage stellt demnach der Paragraph 34 des Baugesetzbuches mit der Regelung innerhalb zusammenhängender Bebauung dar. Als tagesaktuelle Information fügte der Bürgermeister hinzu, dass die Traufhöhe der geplanten Gebäude angepasst worden sei. An einer Stelle gebe es nun ein Walmdach.

Einer der beiden als Zuhörer im Rathaus anwesenden Sprecher des Bauträgers merkte ergänzend an, dass die Gastronomie für ungefähr 72 Sitzplätze ausgelegt sei. Der Bürgersteig vor dem Baukörper mit fünf Giebeln werde durchlaufend rund 1,60 Meter breit und weise keinerlei Sprünge auf, wurde versichert.

Sicherheitstechnische Bedenken meldete Marktratsmitglied Christian Pauli (SPD) an, was die vorgesehenen Glaswände vor den Freisitzplätzen vor der Gastronomie betrifft. Die Befürchtungen äußerte er im Zusammenhang mit dem alljährlich mehrere tausend Zuschauer anlockenden Faschingszug in Hofkirchen.

Pauli warnte vor Glasbruchschäden und den damit verbundenen Folgen, wenn die Besucher der närrischen Großveranstaltung zu stark gegen die Scheiben drücken würden. Ein Vertreter der Firma Pro Contact Donaumarkt versuchte die Ängste zu zerstreuen, indem er ankündigte, dass entlang des Restaurantbetriebs Sicherheitsglas montiert werde.

Zur Frage aus der Zuhörerschaft, ob es stimme, dass die Kommune beabsichtigt, den Gastrobereich zu erwerben, wollte sich der Bürgermeister zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht näher äußern.

Nach kurzer Rücksprache mit Rathaus-Geschäftsleiter Gerhard Deser bekundete Josef Kufner lediglich, dass noch keine notarielle Verbriefung in der Angelegenheit erfolgt ist.

 

 

Quelle: plus.pnp.de — Bernhard Brunner

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Zwei Bagger erledigen den Rückbau von fünf Gebäuden in der Hofkirchener Ortsmitte


Relativ geräuscharm erledigen zwei Bagger die Arbeiten am Marktplatz bzw. in der Vilshofener Straße in Hofkirchen. Zwei Gebäude – davon der ehemalige Grieche an der Ecke – werden zurückgebaut. Was wiederverwertet werden kann, landet in einem der fünf Container. Bis Mitte August sollen die Altbauten verschwunden sein. −Foto: Rücker

 

Hofkirchen

In der Dorfmitte von Hofkirchen haben die Abrissarbeiten für die Neue Mitte begonnen. Ein Passauer Abbruch-Unternehmen ist mit einem zusätzlich angemieteten Bagger dabei, die fünf Gebäude zurückzubauen, die weichen müssen, damit ein neuer Gebäudekomplex mit 23 Wohnungen entstehen kann.

Begonnen wurde am Montag an der Ecke gegenüber der Volksbank-Raiffeisenbank, beim ehemaligen Griechen. Der Pächter war in Ruhestand gegangen und verbringt die meiste Zeit in seiner alten Heimat Griechenland.

Die Gemeinde nutzte vor rund drei Jahren die Gelegenheit und erwarb das Anwesen mit dem Hintergedanken, etwas Neues schaffen zu können.

Nach und nach wurde ein Anwesen nach dem anderen gekauft. In einem Haus waren die Bewohner verstorben, ein anderes hatte nach einem Feuer einen erheblichen Brandschaden, aus einem weiteren Haus zogen die Mieter nach Vilshofen, so dass es der Gemeinde möglich war, die ganze Reihe zu erwerben. Die Vision, eine Neue Mitte entstehen zu lassen, geht auf den ehemaligen Bürgermeister Willi Wagenpfeil zurück. Die Städtebauförderung an der Regierung von Niederbayern unterstützt die Pläne.

Über das Netzwerk des Hofkircheners Jochen Reckzeh gelang es, einen Investor zu finden, der bereit ist, zwischen 8,5 und 9,5 Millionen Euro zu investieren. Es handelt sich dabei um Rainer Neumann. Der 58-Jährige hatte sich Ende Juni im Rathaus vorgestellt. Bürgermeister Josef Kufner und Rainer Neumann setzten ihre Unterschrift unter den städtebaulichen Vertrag. Die Gemeinde hat sechs Grundstücke verkauft.

Entstehen sollen vier Gewerbe-Einheiten im Bereich des Erdgeschoss sowie 23 Wohnungen in den oberen Stockwerken. Highlight werden sicherlich die zur Donau gewandten Wohnungen mit verglasten Fronten und Terrassen. Die Wohnungen in den üblichen Größen sollen vermarktet werden. Damit ist jedoch noch nicht begonnen worden.

Zurück zum Abriss. Die Zeiten, in denen eine Abrissbirne ganze Gebäude zusammenschlug und das Material dann auf irgendeine Deponie gekippt wurde, sind vorbei. Das Material wird sortiert und in Containern gesammelt. Immer wieder bleiben Passanten stehen und beobachten, wie feinfühlig die Greifzangen der Bagger das Material auseinanderdividieren.

Fertigstellungstermin des Projekts ist der 31. März 2024 – „wenn nichts dazwischen kommt“, hieß es bei der Präsentation der Pläne. Architekt Peter Kemper aus Passau sitzt gegenwärtig über der Detailplanung.   —Helmuth Rücker

 

Quelle: plus.pnp.de —Helmuth Rücker

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