Gut aufgestellt für die Zukunft

Garham

Rund 80 Mitglieder sind zur Jahreshauptversammlung des SV Garham gekommen. Ebenso zahlreiche Ehrengäste, darunter Bürgermeister Josef Kufner und sein Stellvertreter r Alois Wenninger, Ehrenvorsitzender Josef Stöger und Ehrenmitglied Xaver Birkeneder.
Nach einer Gedenkminute für die verstorbenen Mitglieder Michael Schöfberger, Karl-Heinz Bartl und Dora Stiller blickte Vorsitzender Josef Leizinger auf die wichtigsten Ereignisse des vergangenen Vereinsjahres zurück. Erneut gab es einen Mitgliederzuwachs: aktuell zählt der Verein 606 Mitglieder, darunter 166 Kinder und Jugendliche, die aktiv am Spielbetrieb teilnehmen.
Josef Leizinger ließ das vergangene Sportjahr, in dem 14 Vorstandssitzungen abgehalten wurden, Revue passieren, hob unter anderem das Relegationsspiel am zwischen FC Salzweg und SpVgg Niederalteich mit etwa 1300 Zuschauern sowie das viertägige Vorwaldfest als Großereignisse hervor. Das Vorwaldfest mit dem Auftritt von Tom & Basti und Schleudergang, der Einweihung des Kunstrasenplatzes und das Oldtimertreffen mit über 200 Fahrzeugen und mehr als 1000 Mittagstisch-Besuchern waren dabei die Höhepunkte.
Der Vorsitzende wies daraufhin, dass heuer das Vorwaldfest zum 50. Mal stattfindet. Es wird die Antenne-Bayern Rock-Band auftreten. Dazu rechnet der SV Garham mit rund 1000 Gästen.
Im vergangenen Jahr wurde beim SV Garham ein Kassenhäuschen errichtet und die Aufschotterung des Parkplatzes vor dem Vereinsgelände vorgenommen. Heuer steht die Parkplatz-Gestaltung mit einer Gabionenmauer sowie die Erweiterung der Rasenfläche verbunden mit einer neuen Zaunanlage zum Parkplatz geplant .
Abteilungsleiter Alois Eimannsberger stellte die sportliche Bilanz vor. Die 1. Mannschaft hat nach dem Aufstieg in die Bezirksliga Ost (BZL) den Klassenerhalt geschafft und belegt derzeit den 9. Tabellenplatz. Herausforderndes Ziel bleibt der Ligaverbleib. Sein besonderer Dank galt den Interimstrainern Hans Fischl und Anton Hauzenberger, die das Team im Oktober 2024 übernommen haben.
Die 2. Mannschaft (SV Garham II) steht in der A-Klasse Vilshofen aktuell auf Platz 7 und strebt eine weitere Verbesserung in der kommenden Saison an.
Ab der Saison 2025/2026 übernimmt dann Holger Stemplinger das Amt des Cheftrainers der BZL-Mannschaft.
Tobias Eder berichtete über die Altherren-Mannschaft (AH) und gab einen kurzen Überblick über die geplanten Spiele für 2025.
Die Junioren-Abteilungsleiter Ernst Wallner und Alex Pena informierten über verschiedene Jugend-Aktionen, darunter Schnuppertraining, Funino-Turnier sowie die Klaus-Fischer-Fußballschule, die in den Pfingstferien erneut auf dem Sportplatz in Reitern stattfinden wird.
Die Jugendabteilung, die als Spielgemeinschaft mit dem SV Rathsmannsdorf und dem FC Windorf fungiert, hat aktuell elf Mannschaften im Spielbetrieb. Die Verteilung der Spieler gestaltet sich wie folgt: 80 Spieler vom SV Garham, 35 Spieler vom SV Rathsmannsdorf, 42 Spieler vom FC Windorf.
Zum Abschluss seines Berichtes verabschiedete sich Ernst Wallner als Jugendleiter.
Kassier und 3. Vorstand Martin Leizinger stellte die Vermögensstände der Jahre 2023 und 2024 gegenüber. Er berichtete von einer soliden finanziellen Lage und einem stabilen Vereinsergebnis. Die Kassenprüfung durch Rupert Doppelhammer und Alois Kapfhammer ergab keinerlei Beanstandungen.
Die Versammlung stimmte einstimmig einer Anpassung der Mitgliedsbeiträge zu. Notwendig wurde diese aufgrund inflationsbedingter höherer Abgaben an BFV und BLSV.
Nach den Wahlen, geleitet von Josef Kufner, Alois Wenninger und Heinz Lösl lobte der Bürgmeister die engagierte Arbeit der Vorstandschaft sowie aller Mitglieder und würdigte die hohe gesellschaftliche Bedeutung des Vereins. Besonders hob er die hervorragende Jugendarbeit hervor und betonte, dass der SV Garham eine erstklassige Infrastruktur aufgebaut habe, die eine gesicherte Zukunft verspricht.

WAHLERGEBNIS

 1. Vorsitzender ist Josef Leizinger; 2. Vorsitzender Josef Weber; Kassier Martin Leizinger; Schriftführer Jürgen Hubral; Abteilungsleiter Senioren Alois Eimannsberger; Abteilungsleiter Junioren Alex Pena, abteiliungsleiter AH Tobias Eder. Beisitzer sind Franz Döttl, Thomas Maier, Manuel Fischl, Michael Stockinger und Josef Pritzl. Kassenprüfer sind Alois Kapfhammer und Thomas Ebner.

 

 

 

Quelle: pnp.de —Franz X. Eder

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Rama-Dama in allen Gemeindeteilen von Hofkirchen: 102 Helfer am Start

Hofkirchen

Jedes Jahr sammelt sich eine Menge Müll in der Natur – von Flaschen bis hin zu Verpackungen. Um dem entgegenzuwirken, rief der Markt Hofkirchen wieder zum Rama-Dama auf – und 102 Freiwillige kamen.

Bürgermeister Josef Kufner freute sich über die vielen Helfer. würdigte vor allem auch die Kinder und Jugendlichen, die sich als Müllsammler betätigten und sich so für Natur und Umwelt einsetzten.

In allen drei Ortsteilen, Hofkirchen, Garham und Hilgartsberg, schwirrten die Umweltschützer aus. Treffpunkt waren die jeweiligen Feuerwehrhäuser. Wie die Gemeinde mitteilt, waren in Garham 27 Helfer im Einsatz, 46 waren es in Hofkirchen, 29 in Zaundorf.

Nach einer kurzen Einweisung der Verantwortlichen Otmar Bartel (Hofkirchen), Alois Gotzler (Garham) und Andreas Eiglmeier (Zaundorf) wurden den Gruppen die einzelnen Gebiete zugewiesen. In jedem Bereich war auch ein Bürgermeister mit dabei: Josef Kufner (Garham), Alois Wenninger (Zaundorf) und Georg Stelzer (Hofkirchen).

Insbesondere die örtlichen Wehren mit ihren Kinder- und Jugendfeuerwehren, die Grundschulen Garham und Hofkirchen, die Ministranten Hofkirchen, die Hofnarria und die Kinder des Kinderhauses Hofkirchen haben fleißig mitgeholfen. „Im Laufe des Vormittags wurden rund 200 Kilo Müll gesammelt“, teilt das Organisationsteam mit.

Bei der anschließenden Brotzeit, die die Gemeinde ausgegeben hat, tauschte man sich in den jeweiligen Gerätehäusern noch aus – unter anderem über die Funde, darunter zwei Autoreifen.

− fe

 


Groß und Klein waren in Zaundorf eingesetzt, ausgestattet mit Warnwesten, Müllsäcken und Handschuhen

 

 


Die Freiwilligen in Garham haben sich beim Feuerwehrhaus das Equipment fürs Saubermachen geholt.

 

Quelle: pnp.de —Franz X. Eder

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Söldner will Bürgermeister werden – Als Parteifreier wird er von der SPD Hofkirchen unterstützt

Hofkirchen

Rund ein Jahr vor der Kommunalwahl am 8. März 2026 hat der SPD Ortsverein Michael Söldner für das Amt des 1. Bürgermeisters im Markt Hofkirchen (Landkreis Passau) vorgeschlagen. Der parteifreie Kandidat aus Garham wurde einstimmig als Herausforderer des amtierenden Rathauschefs Josef Kufner nominiert.

Der Bürgermeisterkandidat arbeitet bei der Kriminalpolizei.

Form- und fristgerecht hatte die Vorstandschaft des SPD Ortsvereins zur Mitgliederversammlung nach Zaundorf eingeladen. Schon vor dieser Veranstaltung gab es eine ausführliche Meinungsbildung innerhalb der Mitgliedschaft und den einstimmigen Empfehlungsbeschluss des Vorstandes, den Kriminaloberkommissar aus Garham für das Bürgermeisteramt vorzuschlagen.

Bevor die formalen Beschlüsse gefasst wurden stellte sich Michael Söldner den stimmberechtigten Mitgliedern vor: Er ist 41 Jahre alt, Vater von zwei Töchtern, ausgebildet als Polizeibeamter, seit 2012 bei der Kriminalpolizei Passau. Er wohnt seit 2013 in Garham, war Elternbeirat im Kindergarten und in der Grundschule, ist Mitglied bei der Feuerwehr Garham und Gründungsmitglied der Nachbarschaftshilfe. Er ist ein begeisterter Sportler, spielt Eishockey in der Polizeimannschaft und liebt Schafkopfen. Seine ersten kommunalpolitischen Erfahrungen sammelte der 41-Jährige bei der JU in Vilshofen.

Söldners Ziel: eine gemeinsame, parteipolitisch unabhängige Kommunalpolitik

Während seiner Vorstellung wurde schnell klar, wo er hin will: zu einer gemeinsamen, parteipolitisch unabhängigen Kommunalpolitik: „Ich habe gelernt, im Team zu arbeiten“, sagt er. Man müsse sich aufeinander verlassen können, denn nur miteinander ließen sich die besten Ergebnisse erzielen. „Da unterscheiden sich meine beruflichen Erfahrungen nicht von dem, wie ich mir die Arbeit im Rathaus vorstelle. Die Verwaltungsabläufe sind mir geläufig, gehören zur täglichen Routine“. Selbstdarstellung liege ihm nicht: „Ich bin ein Mannschaftsspieler.“ Letztlich zählten nur die Anliegen der Gemeinschaft und die des einzelnen Bürgers. „Genau daran müssen wir uns orientieren“, sagt er aus voller Überzeugung und bittet um Unterstützung für eine Form der Kommunalpolitik, die vom Miteinander lebt und sich ernsthaft um jedes Einzelanliegen kümmert. Genau diese Arbeitsweise versprach er.

Söldner möchte sich bei vier Veranstaltungen der Bürgerschaft vorstellen.

Michael Söldner gab weiter an, Wert auf Ehrlichkeit und Transparenz zu legen, auf einen respektvollen Umgang mit dem Bürger. Neuen Ideen stehe er aufgeschlossen gegenüber. Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit im Gemeinderat sei für ihn selbstverständlich, denn: „Das verlangt der Respekt vor dem wichtigsten Gremium unserer Gemeinde“.

Michael Söldner beabsichtigt, schon in den nächsten Wochen zu vier Veranstaltungen einzuladen. In Hofkirchen, Garham, Zaundorf und Grubhof wird er sich der Bürgerschaft vorstellen. Dazu möchte er vor allem auch zuhören. Den Austausch hält er für wichtig, um in den kommenden Monaten die Perspektiven für die Wahlperiode 2026 bis 2032 zu entwickeln.

Weiteres Thema, Glasfaserbau mit Open Infra, wirft Fragen auf

Einstimmig beschlossen die Mitglieder, Michael Söldner als Bürgermeisterkandidat zu nominieren und den Wahlvorschlag der SPD durch den Zusatz „parteifrei“ zu ergänzen. Dies erfolgt auch, um die unabhängige Kandidatur von Michael Söldner zu unterstreichen. Für seine Zusage die Kandidatur anzunehmen, erhielt er lang anhaltenden Beifall.

Auch ein aktuelles kommunalpolitisches Thema beschäftigte die Teilnehmer der Aufstellungsversammlung: der Glasfaserausbau mit Open Infra. Seit Monaten hört man nichts mehr darüber. Angeblich seien die Mitarbeiter, die in der Gemeinde für den Ausbau geworben haben, nicht mehr bei dem Unternehmen beschäftigt. Teilnehmer bestätigten, dass der Bedarf nicht in allen Gemeindeteilen ermittelt worden war. Daraus lasse sich schließen, dass der mehrfach angekündigte „flächendeckende“ Ausgleich, nie beabsichtigt war. Die naheliegende Forderung wurde formuliert: Der Bürgermeister müsse umgehend alle Interessenten über den aktuellen Sachstand informieren. Die SPD-Fraktion werde in der nächsten Marktratssitzung den erforderlichen Antrag einbringen, heißt es.

 

 

 

 

Quelle: pnp.de —va

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„metron eging“ darf nach Garham

Garham

Ohne Diskussion hat der Marktgemeinderat die Änderung des Bebauungs- und Grünordnungsplans für das Gewerbegebiet Garham als Satzung beschlossen. „Der Weg für das Bauvorhaben ist damit bereitet“, betonte Bürgermeister Josef Kufner (CSU) erfreut, da es dabei um die Ansiedlung des Logistikzentrums des Messebau-Unternehmens „metron eging“ geht.

Mit seiner Feststellung verknüpfte das Marktoberhaupt die Hoffnung auf eine zeitnahe Umsetzung des Projekts, das von den Firmeninhabern bereits bei der Bürgerversammlung in Garham im Herbst 2024 vorgestellt worden war. Rund 9000 Quadratmeter Gesamtlagerfläche und bis zu 30 Arbeitsplätze sollen entstehen, wie es in der Vergangenheit bereits hieß. Im Rahmen der öffentlichen Auslegung der Planungsunterlagen waren aus der Bürgerschaft keine Bedenken oder Anregungen geäußert worden.
Die Anmerkungen der sogenannten Träger öffentlicher Belange, insbesondere Institutionen und Behörden, konnten allesamt berücksichtigt werden, wie der Bürgermeister andeutete. Im Wesentlichen ging es bei der Bauleitplanänderung um den Verzicht auf Terrassierungen des künftigen Betriebsgeländes.

Ebenso problemlos fasste das Ratsgremium den Satzungsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplans für das Gewerbegebiet „Hofkirchen Bauabschnitt I“, wo die Änderung der Wandhöhe für ein Vorhaben im Mittelpunkt stand. Konkret geht es nach Kufners Worten um die Erweiterung des Rechenzentrums des IT-Dienstleisters „synaforce“ um ein Gebäude, das nun nicht nur acht Meter hoch werden soll, sondern 13 Meter. Es sei eine Anpassung, zumal in unmittelbarer Nachbarschaft bereits ein weitaus höheres Bauwerk genehmigt worden sei, so der Bürgermeister weiter.
Auch hierzu waren keine Bedenken oder Anregungen aus der Bevölkerung laut geworden, so dass der einmütigen Zustimmung durch den Marktgemeinderat nichts im Wege stand.
Ein eindeutiges Nein ausgesprochen wurde allerdings zum privaten Antrag für den Neubau eines Ferienhauses mit einem Nebengebäude in der umstrittenen Wochenendhaus-Siedlung Unterstaudach. „Es gibt massive Abweichungen von den Festsetzungen in dem Gebiet“, bemängelte Josef Kufner und verwies auf die Gebäudetiefe von 8,90 Meter anstelle der zulässigen fünf Meter als Hauptproblem. Weitere Knackpunkte sind die Überschreitung der überbauten Fläche mit 94 anstatt 50 Quadratmetern, die vorgesehenen Traufhöhen sowie die Baugrenzen-Überschreitung des Nebengebäudes.

Christian Pauli (SPD) machte darauf aufmerksam, dass noch einige Gerichtsentscheide zu baurechtlichen Fragen in dem Wochenendhaus-Gebiet ausständig seien und aktuell Deckblatt Nummer zwei des Bebauungsplans „Sondergebiet Wochenendhaus Unterstaudach“ gelte. Auf dieser Basis müsse man entscheiden. „Wenn keine Einsicht besteht, dann muss man Nein sagen“, erklärte Pauli. Alle anderen Ratsmitglieder teilten diese Ansicht.

− bp

 

 

 

Quelle: pnp.de —Bernhard Brunner

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Jetzt hat im Rathaus die Jugend das Wort

Garham

Das auf Antrag der Jungen Union Garham/Hofkirchen eingerichtete Jugendforum versammelte sich zum ersten Treffen im Rathaus-Sitzungssaal der Marktgemeinde. 25 interessierte Jugendliche waren vor Ort. Die knapp 90-minütige Zusammenkunft sei sehr konstruktiv verlaufen, habe schöne und greifbare Themen umfasst, resümierte Bürgermeister Josef Kufner.

Das Jugendforum sei dazu da, um der Jugend eine Stimme zu geben und ihr die Möglichkeit einzuräumen, sich zu äußern, so Kufner. Es sollen Vorschläge und Anregungen an den Bürgermeister und den Marktgemeinderat gerichtet werden – nicht nur zum Auftakt, sondern auch in Zukunft bei den Treffen, die alle drei Monate stattfinden werden. Die sollen genutzt werden, um Ergebnisse zu hinterfragen, in den Austausch zu kommen, ein Update zu erhalten und im besten Fall Ziele umzusetzen.

Zunächst kürten die Jugendlichen in einer spontanen, demokratischen Abstimmung Alexander Heider zu ihrem Frontmann, der auch gleich den gewöhnlich für den ersten Bürgermeister reservierten Platz als Sitzungsleiter einnahm und sich am Ende nicht scheute, das Treffen mit der Sitzungsglocke zu beenden. Als Stellvertreter bestimmt wurden Bennet Greiler aus Hofkirchen und Alexander Kufner aus Garham, um alle Ortsteile abzudecken. Josef Kufner übernahm bereitwillig die Rolle des Schriftführers und hielt alle besprochenen Punkte fest.

Auf die erste Frage nach der Gestaltung des Abenteuerspielplatzes am Hochfeld erklärte der Bürgermeister, dass das neu beschaffte Spielschiff in Einzelteilen bereits im Bauhof gelagert sei. Zunächst müsse aber noch ein morscher Baumstumpf entfernt und dann das bereits in Auftrag gegebene Betonpump-Fundament geschaffen werden. Zusätzlich kündigte Kufner die Aufstellung einer neuen Wippe an.

Die zweite Frage drehte sich um das Thema Landjugend in der Marktgemeinde. Markträtin Katrin Wagenpfeil wusste dazu, dass es noch einen entsprechenden Verein und eine alte Vorstandschaft gebe, die man relativ schnell wieder ins Leben rufen könnte. Sie schlug vor, mit den betreffenden Leuten Kontakt aufzunehmen und die gleichsam eingeschlafene Landjugendgruppe neu zu starten. „Es spricht nichts dagegen, es braucht nur entsprechende Initiatoren“, ergänzte der Bürgermeister.

Im Zusammenhang mit dem Wunsch nach einem Jugendraum verwies er auf den neuen Jugendtreff in Garham mit gerade erst hergerichteten Räumlichkeiten im Pfarrheim, aber auch auf den Antrag der Jugendbeauftragten Petra Söldner zur Anstellung einer Kraft über den Kreisjugendring Passau im Rahmen des Programms „Pädagogisches Personal in Gemeinden“ – kurz PäPiG genannt.

Über diesen Punkt wird der Marktgemeinderat schon in seiner nächsten öffentlichen Sitzung am kommenden Dienstag, 25. März, um 18.30 Uhr im Rathaus entscheiden, wie Kufner sagte. „Ich gehe davon aus, dass er dem Antrag zustimmt“, fügte er hinzu. Damit gäbe es ein zusätzliches neues Angebot in der Kommune.

Grundsätzlich Ja sagte der Bürgermeister zum geäußerten Wunsch nach Nutzung der frisch renovierten Turnhalle in Hofkirchen außerhalb der offiziellen Zeiten. Allerdings sei diese Sportstätte sehr gut gebucht, weshalb Kufner anregte, sich lieber einer der bestehenden Gruppen anzuschließen. Hinzu komme die Frage, wer die Aufsicht und die Verantwortung für eine Hallennutzung in Eigenregie übernehme.

Bei der Gelegenheit stellte sich Petra Söldner als Jugendbeauftragte von Hofkirchen vor. Sie wohne in Garham und betreue dort zum Beispiel auch die Büchergondel. Beruflich sei sie Konrektorin an der Grundschule und Mittelschule Winzer-Iggensbach. Augenzwinkernd versicherte die Pädagogin aber für ihre ehrenamtliche Funktion: „Wir machen bestimmt kein Mathe.“

Das nächste quartalsmäßige Treffen findet am 26. Juni um 18.30 Uhr statt. Dann aber im neuen Jugendtreff in Garham, dessen offizielle Einweihung noch aussteht.

 

 

Quelle: pnp.de —Bernhard Brunner

Mehr im Vilshofener Anzeiger vom  27.03.2025 oder unter PNP  nach einer kurzen Registrierung




Heute kommt ein Architekt nach Garham

Garham

Abgesehen von der Frage, ob die Begründung für das von drei Garhamer Initiatoren angekündigte Bürgerbegehren zur Verbesserung der Infrastruktur am Dorfplatz in Garham einem Bürgerentscheid standhalten würde, hat sich Bürgermeister Josef Kufner im Marktgemeinderat zuversichtlich gezeigt, zu den Kritikpunkten Lösungen zu finden. Er dankte am Dienstagabend Maximilian Seider, Franz Saugspier und Werner Lösl für die Gesprächsbereitschaft. Einen ersten Ortstermin mit einem Architekten gibt es bereits heute, Donnerstag, um 16.30 Uhr.

Die Fragestellung eines Bürgerbegehrens sollte darauf abzielen, ob die Wahlberechtigten für die Verbesserung der Infrastruktur des Garhamer Dorfplatzes durch Errichtung eines öffentlichen WCs, einer Trinkwasserstation, einer Unterstellmöglichkeit für Personen und mindestens drei Stromverteiler an den Ecken seien. In der Begründung heißt es, dass seit Schließung der letzten Gaststätte im Ort jede öffentliche Möglichkeit für einen Toilettengang und zudem Stromanschlüsse für Veranstaltungen fehlten, was schon bei der Veranstaltung „Winterzauber“ zwischen Weihnachten und Silvester 2024 ein Problem gewesen sei. Hingewiesen wurde auch auf weitere Veranstaltungen, für die der Dorfplatz regelmäßig genutzt werde.

Die Verwaltung in Hofkirchen stellte dazu fest, dass auch eine Gaststätte keine öffentlichen Toiletten zur Verfügung stelle, insofern deren Schließung keine grundsätzlich neue Bewertungssituation darstelle. Außerdem sei der „Winterzauber“ eine Pilotveranstaltung gewesen, deren Rahmen und Organisation sich erst weiter verfestigen müssten. „Dennoch konnten auch hier alle aktiven Betreiber ausreichend mit Strom versorgt werden“, ist der Stellungnahme aus dem Rathaus zu entnehmen. Wie bei allen größeren Veranstaltungen seien hier ohnehin Miet-Toiletten unumgänglich, was sie auch bei einem vorhandenen öffentlichen WC gewesen wären.

Die weiteren Veranstaltungen fänden am Dorfplatz – wenn überhaupt – nur in zeitlich sehr überschaubarem Rahmen statt, weshalb der Ausbau einer aufwendigen Infrastruktur „nicht in einem angemessenen Verhältnis“ stehen würde, so die Marktgemeindeverwaltung. Hingewiesen wird auch auf den neuen attraktiven Festplatz, wodurch Garham „bereits vor Umsetzung des Bürgerbegehrens einen hochwertigen wie auch bestens ausgerüsteten Veranstaltungsort in unmittelbarer Nähe mit hervorragender Infrastruktur“ habe. Hervorgehoben worden sind seitens der Verwaltung zudem nicht unerhebliche einmalige Aufwendungen mit Planungs- und Herstellungskosten ab 100.000 bis 150.000 Euro sowie laufende Mittel zum Beispiel für Unterhalt, Reinigung und Trinkwasserproben im Umfang von jährlich 4000 bis 5000 Euro „für einen überschaubaren Nutzen oder Mehrwert“.

Im Marktgemeinderat informierte Bürgermeister Kufner allerdings auch über ein Treffen zwischen den Initiatoren aus Garham und den Fraktionssprechern im Vorfeld der Sitzung, wobei ein Konsens erzielt worden sei, „eine gemeinsame Vorgehensweise zu entwickeln.“ Beispielsweise werde der Markt Hofkirchen die Verbesserung der Stromversorgung im Bereich des Garhamer Dorfplatzes überprüfen. Der Tagesordnungspunkt wurde von der Runde ohne Diskussion und ohne Beschluss zur Kenntnis genommen. Auch aus der Zuhörerschaft kamen dazu keine Anmerkungen mehr.

 

 

 

Quelle: pnp.de —Bernhard Brunner

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Josef Kufner: Finanzieller Spielraum schrumpft

Hofkirchen

Die allgemeine Wirtschafts- und Finanzkrise macht auch vor der Marktgemeinde Hofkirchen nicht Halt. „In der Gänze ist feststellbar, dass der Spielraum, speziell im Verwaltungshaushalt, schrumpft“, betonte Bürgermeister Josef Kufner (CSU) bei einer ersten Vorberatung des Etatplans 2025 der Kommune im Rathaus.
Gleichwohl komme man gerade aus einer sehr investiven Phase, fügte er im Haupt- und Finanzausschuss hinzu. Eine Kreditaufnahme von 1,7 Millionen Euro sei rein als Option und Sicherungsmaßnahme eingeplant, so Kufner. Diesen Sicherheitspuffer habe man bisher nicht gebraucht, hob der Bürgermeister hervor, der auf die umfangreiche Erfüllung sowohl der kommunalen Pflichtaufgaben – unter anderem im Bereich des Unterhalts von Schulen und Kindertageseinrichtungen – als auch der sogenannten freiwilligen Leistungen hinwies.

Es werde schwieriger, Rücklagen zu bilden, räumte Kufner ein und machte die Ausschussmitglieder darauf aufmerksam, dass Hofkirchen aufgrund der eigenen Finanzstärke in der Vergangenheit in diesem Jahr keine Schlüsselzuweisungen vom Freistaat bekomme und zugleich 3,1 Millionen Euro an Kreisumlage bezahlen müsse – eine „deutliche Mehrbelastung im Verwaltungshaushalt“.

Die kurze Diskussion über die Frage der Verschuldung der Marktgemeinde Hofkirchen, die seit Jahren stets bei null liegt, hatte Christian Pauli (SPD) angestoßen. Er habe aus dem Passauer Kreistag erfahren, die Kommune habe sehr wohl 1,7 Millionen Euro Schulden gemacht, erklärte das Ratsmitglied. „Nein, haben wir nicht“, stellte Kufner klar.
Rathaus-Geschäftsleiter Gerhard Deser sprang Kufner zur Seite und bekundete, dass es sich dabei nur um sogenannte Kredit-Ermächtigungen im Haushaltsplan handle – Optionen, die aber bisher nicht gezogen worden seien, so der Chef der Hofkirchener Verwaltung. „Wir haben’s nicht gebraucht“, merkte das Marktoberhaupt ergänzend an. Dieser finanzielle Puffer sei richtig gewesen, er ließe sich auch fortschreiben.

Die Zuführung vom Verwaltungshaushalt (laufende Einnahmen und Ausgaben) zum Vermögenshaushalt (Investitionen) sei, wie der Bürgermeister zu bedenken gab, im Etat 2025 mit 646 000 Euro sehr niedrig angesetzt, auch deshalb, weil bisher noch keine belastbaren Zahlen vorlägen.
Die pauschale Investitionszuweisung vom Land beläuft sich auf voraussichtlich 93 500 Euro. Die Entnahme aus Rücklagen soll 10 000 Euro betragen, so dass die Entwicklung der Rücklage eine Summe von 90 000 Euro für das laufende Jahr und für die Folgejahre ausweist.
Lob von Christian Pauli und zustimmenden Applaus gab es für den Kämmerer – er fehlte bei der Sitzung krankheitsbedingt – und dessen übersichtliches Zahlenwerk. Den Schwerpunkt der Vorberatung der von Michael Rieger zusammengestellten Auflistungen wollte der Bürgermeister auf die Haupt-Investitionen im Vermögenshaushalt gelegt haben. Es seien Positionen dabei, die nach aktuellem Kenntnisstand eingearbeitet seien, jedoch sehr wohl noch Unwägbarkeiten aufwiesen.
Als Beispiel nannte Kufner die notwendige Hangsicherung am Burgberg in Hilgartsberg, wozu am Tag nach der Zusammenkunft des Haupt- und Finanzausschusses die Submission zur Vergabe der ausgeschriebenen Bauarbeiten anstand. Bis zu 80 Prozent Förderung seien dafür in Aussicht gestellt, vorerst habe man 60 Prozent eingeplant, weil noch nicht geklärt sei, welche Einzelheiten überhaupt förderfähig seien.

Zu den Investitionen in die Ausstattung der Feuerwehren teilte Kufner mit, dass die digitalen Pager zur Alarmierung bereits geliefert worden seien. Außerdem gehe es um die Umrüstung auf die digitale Sirenensteuerung, wozu laut Aussage des Dritten Bürgermeisters Georg Stelzer (ÜW), zugleich Kreisbrandmeister, der Austausch des Steuergeräts nötig ist. Im Zuge des Zivilschutzes gebe es – nach dem Auslaufen eines Bundesförderprogramms – hierfür nun wieder Zuschüsse, so Stelzer.
Vervollständigt wird die neue Schutzausrüstung der Feuerwehr Hilgartsberg, von der zudem ein Gesuch für einen Anbau an das Feuerwehrhaus in Zaundorf zur Unterbringung eines Mehrzweckfahrzeugs vorliegt, bedingt auch durch die vielen Alarmierungen zu Einsätzen auf der Autobahn A3.
Nach Josef Kufners Worten geht es dabei um eine erste Darstellung des Bedarfs für die kommenden Jahre. Seitens der Wehr sei dazu viel Eigenleistung zu erwarten, gab sich Georg Stelzer überzeugt. Christian Pauli vertrat die Auffassung, den Antrag nicht auf die lange Bank zu schieben, zumal seitens der Feuerwehr Gerätschaften auch privat eingelagert seien.
Zweiter Bürgermeister Alois Wenninger (CSU) plädierte dafür, zur Realisierung der Maßnahme am besten gleich eine Summe im Investitionsplan der Marktgemeinde vorzusehen. „Es ist noch viel Dynamik drin im Haushalt“, erwiderte Bürgermeister Kufner.

Die Dringlichkeit des Projekts verdeutlichte Georg Stelzer mit dem Hinweis, dass die Fahrt von FFW-Einsatzkräften mit Privat-Pkws auf die Autobahn im Einsatzfall mangels Platz im Feuerwehrauto „grob fahrlässig“ sei.

Größte Investitionen

• Hangsicherung Burgberg Hilgartsberg: 500 000 Euro.
• Kauf digitaler Feuerwehr-Pager: 44 000 Euro (Hofkirchen), 45 000 Euro (Garham).
•  Austausch Heizung Grundschule Garham: 163 000 Euro.
• Rest Sanierung Kindergarten Garham: 350 000 Euro.
• Neue Mitte Hofkirchen – Anteil Gaststätte 443 000 Euro zuzüglich 179 000 Euro für Ausstattung.
• Kaiserstraße Kirchenumfeld/Pavillon mit WC: 80 000 Euro.
• Wohnbaugebiet Gsteinach (Garham) Bauleitplanung und Erschließungskosten 311 000 Euro; Abwasser-Infrastruktur 252 000 Euro; Wasser-Infrastruktur 214 000 Euro.
• Sanierungen Gemeindestraßen 667 000 Euro.
• Umrüstung Straßenbeleuchtung auf LED: 100 000 Euro.
• Abwasserbeseitigung Hofkirchen Hochbau: 25 000 Euro; Tiefbau 6000 Euro; Anlagen: 20 000 Euro.
• Abwasserbeseitigung Garham 21 000 Euro; Betriebsanlagen: 40 400 Euro plus Dosieranlage und Plattenschieber 32 000 Euro.
• Breitbandausbau (Beratungsleistungen): 40 000 Euro.
• Förderung Wirtschaft und Verkehr: 36 000 Euro (Hausarztprämie, Lade-Infrastruktur).
• Wasserversorgung: Tiefbau: 107 500 Euro; Sanierung Wasserschieber 91 500 Euro.

 


Eine dicken Brocken von 500000 Euro verschlingt die unaufschiebbare Hangsanierung der Burgbergs in Hilgartsberg, wo bereits seit längerer Zeit Straßensperrungen bestehen

 

Quelle: pnp.de —Bernhard Brunner

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Neues Wohngebiet mit 17 Einheiten verschiedener Größen soll heuer noch bebaubar werden

Garham

Der Anfang ist gemacht, es laufen die Bauarbeiten zur Erschließung des neuen Wohnbaugebiets „Gsteinach“ bei Garham. „Alles liegt im Zeitplan“, betonte Hofkirchens Bürgermeister Josef Kufner hocherfreut nach dem ersten Jour-Fixe-Termin mit den Vertretern von Planungsbüro, Baufirma und kommunaler Wasserversorgung vor Ort.

Insgesamt entsteht dort Platz für 17 Wohneinheiten auf sieben Einfamilienhaus-Parzellen und drei Parzellen für Mehrfamilienhäuser. Mitarbeiter der Niederlassung Straubing-Bogen der Strabag haben bereits die Baustelle am Ortsrand von Garham eingerichtet, wie Kufner berichtete. Derzeit würden die Kanal- und Wasseranschlüsse im oberen Bereich der Hagenhamer Straße erstellt. „Um Ostern gibt es eine Sperrung in diesem Abschnitt der Straße“, kündigte der Bürgermeister schon jetzt an.

Ziel der Marktgemeinde und aller Beteiligten ist es laut Auskunft Kufners, die Erschließungsarbeiten für Wasser, Kanal, Stromversorgung, Verkehrswege und Straßenbeleuchtung in dem neuen Wohnbaugebiet im Sommer zum Abschluss zu bringen. „Spätestens ab Ende August stehen die Grundstücke als bebaubar zur Verfügung“, unterstrich das Hofkirchener Marktoberhaupt. Die Maßnahme sei entsprechend im Haushaltsplan 2025 der Kommune, aufgeteilt auf verschiedene Einzelpositionen, berücksichtigt, fügte er hinzu.

− bp

 

 

 

 

Quelle: pnp.de —bp

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VdK: Ein wichtiger und starker Partner

Garham

290 Mitglieder hat der VdK-Ortsverband Garham derzeit. Viele der Mitglieder sowie VdK-Kreisvorsitzenden Willi Wagenpfeil und Bürgermeister Josef Kufner konnte Vorsitzende Rosina Volkmer bei der Jahreshauptversammlung begrüßen. Zuerst gedachte man zuerst der verstorbenen Mitglieder.

VdK-Kreisvorsitzender Willi Wagenpfeil sprach seinen Dank für die geleistete Arbeit aus. Er berichtete, dass die Kreisgeschäftsstelle Vilshofen personell wieder gut aufgestellt sei, da die Kreisgeschäftsführerin aus der Elternzeit zurück sei und wieder ganztägig zur Verfügung stehe. In der Geschäftsstelle seien 6385 Beratungstermine durchgeführt worden und der Kreisverband Vilshofen habe Nachzahlungen in Höhe von 870 000 Euro erreichen können. Große VdK-Themen seien nach wie vor die Pflegeversicherung, die Rente, die Barrierefreiheit und das Armutsproblem. 1,2 Millionen Kinder, jede dritte Frau ab dem 65. Lebensjahr sowie jeder vierte Mann lebe unterhalb der Armutsgrenze. Wegen der großen Anfrage an Beratungsterminen rät Wagenpfeil, bei Bedarf rechtzeitig in der Geschäftsstelle einen Termin zu vereinbaren

Josef Kufner sprach dem VdK ein großes Kompliment aus und bezeichnete die Geschäftsstelle Vilshofen als wichtigen und starken Partner. Häusliche Pflege sei ein großer Faktor, da die Gesellschaft immer älter werde. Eine Tagespflege vor Ort sei für ihn ein sehr wichtiges Thema und nach Verzögerungen könne mit dem Bau nun begonnen werden.

Zur Tagesfahrt nach Bad Ischl am 5. Juli sind noch Plätze frei, auch für Nichtmitglieder. Abfahrt ist um 7 Uhr in Garham. Auf der Agenda steht der Besuch des Museums für Fahrzeug-Technik-Luftfahrt. Infos und Anmeldung unter ✆ 08541/9697411. Weitere Termine: Grillfeier am 19. Juli (Treffpunkt um 12 Uhr im Vereinsheim des SV Garham in Reitern) und das Pfarrfest am 26. Juli.

EHRUNGEN

Zehn Jahre Mitgliedschaft: Silvia Schiller, Gertraud Eder, Franz Bauer, Peter Maier, Johann Baumeister, Frieda Freundorfer, Christian Boher, Maria Scheungraber, Peter Ragaller, Reinhard Straßl , Thomas Ebner, Alois Eder, Monika Schediwetz, Rita Kufner, Wolfgang Baumeister, Josef Schreindl, Helga Endl, Joanita Malek-Jezewski, Josef Engheister, Christine Ragaller, Anneliese Schöfberger, Tatjana Pongratz.

20 Jahre: Ingrid Fröhler, Johann Paulik, Marie-Helen Werres, Josef Riederer, Hans-Jürgen Schatzl, Franz-Xaver Schaffner.
30 Jahre: Michael Schöfberger, Alois Kapfhammer.

− va

 

 

 

Quelle: pnp.de —v

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Nachwuchsarbeit trägt Früchte: Garhamer Jugendfeuerwehr sehr aktiv – Erinnerungen an Großbrand

Garham

Die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Garham wurden im abgelaufenen Jahr 53 Mal zu Einsätzen mit 1058 Gesamteinsatzstunden gerufen. Darunter waren 16 Brandeinsätze, 27 Technische Hilfeleistungen, neun Sicherheitswachen und ein Fehlalarm. Neben dieser beeindruckenden Bilanz wurde in der Jahreshauptversammlung eine bemerkenswerte Nachwuchsarbeit gewürdigt.

Mit einer Gedenkminute wurde an den im Jahr 2024 verstorbenen Michael Schöfberger jun. erinnert, bevor Vorsitzender Simon Seider auf die aktuellen Zahlen zum Sprechen kam. Aktuell hat die Feuerwehr 256 Mitglieder, davon 55 Aktive, im Verein gibt es 57 passive, 97 fördernde und acht Ehrenmitglieder.

1. Kommandant Erwin Schöfberger ging besonders auf die Großbrände in Pullman-City und in der Ortsmitte in Hofkirchen ein.

Die Übungsstatistik zeigt die stolze Zahl von 92 Ausbildungsveranstaltungen mit 1653 Stunden. Beim Leistungsabzeichen „Die Gruppe im Löschangriff“ stellten sich zwei Gruppen der Prüfung. Sieben Garhamer Feuerwehrler waren beim überörtlichen Standortlehrgang „MTA-Basismodul“ (Modulare Truppausbildung) dabei, der im Januar 2024 in Garham durchgeführt wurde. Weitere Lehrgänge wie Schaumtrainer, Sprechfunker, Seminar zur patientengerechten Unfallrettung oder Fahrersicherheitstraining LKW wurden absolviert. Den Gerätewartlehrgang an der Staatlichen Feuerwehrschule Regensburg besuchte Marco Atzmüller.

Fünfstelliger Schaden bei Einbruch

Schöfberger erinnerte auch an den Einbruch ins Feuerwehrgerätehaus, bei dem ein Schaden im mittleren fünfstelligen Bereich entstand. Er bedankte sich für die Solidarität, die Feuerwehren und Firmen nach dem Einbruch bekundeten. Vorsitzender Simon Seider und Schriftführerin Johanna Feilmeier ließen die Termine Revue passieren, darunter den Kameradschaftsabend mit Ehrungen, das Maibaumaufstellen, Hofmarkfest, Nikolausbesuche, 31 Jahre Friedenslicht in Garham, Christbaumversteigerung, Kontaktpflege zur oberösterreichischen Feuerwehr Forchtenau sowie Mitveranstalter beim 1. Garhamer Winterzauber.

Atemschutz leistet vier Einsätze

Atemschutzwart Markus Weinzierl bedankte sich bei seinen aktuell 19 Atemschutzgeräteträgern. Zu vier Einsätzen wurden sie im vergangenen Jahr gerufen. Besonders belastend waren die Einsätze beim Großbrand der Westernstadt Pullman City und der Brand in der Ortsmitte in Hofkirchen am Ostermontag. Es wurden sieben Einsatzübungen abgehalten und vier Durchgänge in der Atemschutzübungsanlage in Vilshofen absolviert. Besonders hob er den Atemschutzleistungsbewerb in Osterhofen hervor, an dem sich Martin Stocker und Andreas Schöfberger erfolgreich beteiligten.

Fruchtbare Jugendarbeit

Jugendwart René Kunze sagte, dass die Gruppe aktuell mit 21 Jugendlichen sehr gut aufgestellt sei. Die Mädchen und Buben beteiligten sich bei 43 Veranstaltungen mit 1380 Stunden. Lukas Gsottberger, Andreas Höll und Philipp Schuster waren in Otterskirchen bei der Abnahme der Deutschen Jugendleistungsspange erfolgreich. Beim Wissenstest machten 16 Jugendliche mit. Höhepunkt war die Teilnahme bei der überörtlichen Jugendübung im Autohaus Berger. 14 Jugendliche waren mit Begeisterung beim Jugendzeltlager in Büchlberg dabei. Erfreulich ist die Prognose über die Entwicklung der Jugendfeuerwehr. 2028 werden es 40 Jugendliche sein. Die intensive Nachwuchsarbeit zeigt damit ihre Früchte, waren sich alle Verantwortlichen einig.

„Feuerdrachen“ machen Ausflüge

Die Kinderfeuerwehr „Feuerdrachen“ zählt 22 Mitglieder (jeweils elf Buben und Mädchen). Sie werden von Sonja Neubauer betreut. Neubauer ist auch Fachberaterin der Kinderfeuerwehren im Kreisbrandinspektionsbereich Passau Land Nord. Über das Jahr verteilt organisiert sie verschiedene Ausflüge wie die Besichtigung der Atemschutzübungsanlage Vilshofen und das Stockschießen in der EC-Halle. 23 Mädchen und Jungs legten mit dem „Kinderflämmchen“ ihre erste Prüfung ab.

Ehrungen für verdiente Mitglieder

Nach der erfolgreichen Teilnahme der notwendigen Lehrgänge gab es aus der Hand von Kommandant Erwin Schöfberger Ernennungsurkunden zum Feuerwehrmann für Philipp Schuster. Oberfeuerwehrmänner wurden Josef Bircheneder und Michael Niederländer. Für Fabian Kapfhammer gab es eine Ehrenurkunde des Kreisfeuerwehrverbands für langjährige Mitarbeit in der Vorstandschaft. Kommandant Erwin Schöfberger wurde für 40 Jahre aktive Dienstzeit mit dem staatlichen goldenen Ehrenzeichen ausgezeichnet. Mit dem silbernen Ehrenzeichen für 25 Jahr Aktivsein: Johanna Feilmeier und Natalie Schöfberger

Tragende Säule der Sicherheit

Bürgermeister Josef Kufner und Kreisbrandinspektor Christian Schneider zeigte sich beeindruckt von den Berichten. „Die Garhamer Feuerwehr ist eine tragende Säule der öffentlichen Sicherheit und des gemeindlichen Zusammenlebens“, sagte Bürgermeister Josef Kufner. Ihre Professionalität habe die Wehr kürzlich beim Zimmerbrand in der Garhamer Ortsmitte am Rosenmontag unter Beweis gestellt.

Schneider lobte die Nachwuchsarbeit und die Zusammenarbeit der drei Gemeindefeuerwehren. Er informierte auch zum Stand der digitalen Alarmierung: Die Pager werden in den nächsten Wochen an die Feuerwehren des Marktes Hofkirchen ausgeliefert. Die Sirenen sollen im Laufe des Jahres umgerüstet werden.

Termine

22. März: Frühjahrsputz-Aktion Rama Dama; 5. April: Seniorennachmittag; 1. Mai: Maibaumstellen; 1. Juni: Hofmarkfest; 13. Juni: Bezirksmusikfest der Partnerkapelle in Aurolzmünster (Oberösterreich); 28. Juni: Kinderolympiade in Pocking; 12.bis 14. September: Ausflug nach Freiburg im Breisgau.

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Quelle: pnp.de —Franz X. Eder

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Häuschen für einheimische Vögel

Garham

Im Berufsschulzentrum Vilshofen wurde ein besonderes Projekt realisiert. 19 Kinder der Garhamer Kinderfeuerwehr setzten eine Idee um, den Bau von Vogel-Nistkästen. Die Idee Nistkästen zu bauen, hatten die Betreuerin der Garhamer Feuerdrachen Sonja Neubauer und Bernhard Mayer. Mayer, selber aktives Feuerwehrmitglied der Feuerwehr Garham und Fachlehrer für Schreiner, war es ein Anliegen, die Jugendarbeit zu unterstützen und die Kinder an das Handwerk heranzuführen. Mit dem Projekt sollten die Kinder etwas Nachhaltiges für die Natur herstellen und dazu noch Spaß haben.

Diese Aktion zielte darauf ab, heimischen Vögeln sichere Brutplätze zu bieten und gleichzeitig das Bewusstsein der Kinder für den Naturschutz zu stärken. Unter Anleitung von Bernhard Mayer und Bettina Nieß, Abteilungsleiterin Schreiner BSZ, lernten die Kinder, wie wichtig Nistkästen für den Erhalt der Vogelpopulationen sind und wie man sie baut. Unterstützung kam auch von Fahnenmutter Daniela Braidt, Tanja und Johann Sattler. Die Kinder zeigten großen Eifer und handwerkliches Geschick, während sie die Holzteile zusammensetzten. Um das Eindringen von Feuchtigkeit zu verhindern, wurde auf dem Dach noch eine Bitumenpappe angebracht. Am Ende zeigten sie stolz ihre Nistkästen mit dem Wissen, dass sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz der heimischen Vögel geleistet haben.

Sonja Neubauer bedankte sich für den interessanten Nachmittag, bei dem ihre „Feuerdrachen“ geschickt mit Schraubendreher, Bohrer, Schleifpapier und Tacker hantierten. „Das Highlight war das Arbeiten mit dem Akkuschrauber“, stellte sie lachend fest. Dank gab es auch für den Berufsschulverbandsvorsitzenden Walter Taubeneder, der das Projekt ermöglichte.

− fe

 

 

Quelle: pnp.de —Franz X. Eder

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Reichtum in den Köpfen der Kinder

Garham

Das war ein besonderer Tag in der Grundschule Garham. Kinderbuchautor Armin Pongs zog bei seiner Lesung die Kinder in seinen Bann. Im Gepäck hatte er zwei seiner Kinderbücher: „Krokofil, der Traumländer“ sowie der „Der magische Kalender“. Gespannt lauschten die Kinder seinem Vortrag. Immer wieder machte Pongs auf sein Motto aufmerksam: „Lesen macht reich.“

Die Ausschnitte, die er aus seinen Krokofilbüchern (für die Erst- und Zweitklässler) und aus der Buchreihe der magischen Kalender (für die Dritt- und Viertklässler) las, fesselten die Kinder und machten richtig Lust auf mehr Lesen. Vielleicht schnappt sich der eine oder andere jetzt öfter ein Buch und lässt seine Fantasie anregen, statt sich durch Fernsehen und Computerspiele mit vorgefertigten Bildern berieseln zu lassen.

Es ist faszinierend, wie der Schriftsteller es schafft, die Konzentration der Schüler hoch zu halten. Die Leseregeln werden exakt befolgt: leise sein, gut zuhören und dem Vorleser in die Augen schauen. Das ist nicht schwer, denn Pongs bietet einen lebendigen, schauspielreifen Vortrag.

Armin Pongs gab für die Erst- und Zweitklässler mehrere Abschnitte des Kinderbuchs „Krokofil“ zum Besten. Krokofil ist die Hauptfigur, die sich selbst als Traumländer bezeichnet – jemand, der an seine Träume glaubt. Pongs band die Kinder in seine Lesung ein, so dass diese knapp eine Stunde lang aufmerksam zu hörten. Er führte den Schülern vor Augen, wie allein durch das Vorlesen die Fantasie im Kopf angeregt wird und Bilder entstehen, die einem niemand mehr nehmen könne – ein unbezahlbarer Reichtum.

Auch bei den Dritt- und Viertklässlern warb der Autor für das Lesen und Vorlesen in den Familien. Die älteren Schüler hörten aus dem Buch „Der magische Kalender“. Als besonderen Einstieg und um die Aufmerksamkeit der Schüler zu gewinnen, hatte er den Trailer seines Buches durch einen Grammophontrichter abgespielt.

In dem Buch geht es um Aron, Taya und Said, die in einem kleinen Städtchen unterhalb einer sagenumwobenen Burg leben. Als Aron eines Tages ein geheimnisvolles Buch findet, ändert sich das Leben der Freunde auf einen Schlag. Die Kinder bringen es seinem Besitzer zurück und lernen dabei Professor Leonard von Löwenstein kennen, der die Freunde in die Geheimnisse eines magischen Kalenders einweiht. Mit diesem Kalender gelangen sie an Orte, wo sie Tiere vor dem Aussterben retten. Doch ihre Rettungsversuche werden immer wieder von drei zwielichtigen Gestalten durchkreuzt, die den Freunden Steine in den Weg legen und ihr Vorhaben bekämpfen.

In einer „Schreibwerkstatt“ dürfen die Schüler der 3. und 4. Klassen die Geschichte des Buchs weiterführen „Schreiben ist wie Lesen ein aktiver Prozess, bei dem ich meiner Fantasie freien Lauf lassen kann“, erklärt Pongs. Die Schülerinnen und Schüler sammelten nach einer kurzen Einführung eigene Begriffe, die in der Geschichte verwendet werden sollen, so dass sie diese auch mit eigenen Einfällen fortsetzen können. Sie machen eine Reise in die Antarktis. Welche Tiere leben dort? Es entstehen immer mehr Bilder und Ideen in den Köpfen der Schüler. Zum Schluss sind die jungen Autoren und Armin Pongs stolz auf ihre „Meisterwerke“.

Wenn sie möchten, dann dürfen sie ihre Fortsetzung (mindestens vier Seiten) an Armin Pongs schicken und nehmen damit automatisch an einem Preisausschreiben teil. Die Gewinnerin oder der Gewinner kann eine Reise an den Chiemsee antreten und den Autor besuchen. Selbstverständlich erhielten die jungen Schriftstellerinnen und Schriftsteller beim Schreiben Hilfestellung durch Pongs. Einige schrieben lange Texte über viele Seiten.

Zum Abschluss bekam jedes Kind der 1. und 2. Klasse noch einen Stein mit Mondstaub geschenkt, den man unter sein Kopfkissen legen sollte, um böse Träume zu vertreiben. Die Geschichte von Mias Muschel soll zur Einführung der Lesemuscheln für die Erst- und Zweitklässler motivieren und so helfen, noch besser zu lesen. Die Dritt- und Viertklässler bekamen jeweils Bimssteine, zum Entfernen von Tinte an den Fingern, wenn sie selbst fleißig Geschichten schreiben. Die Bimssteine stammen von einem Ausbruch des Laacher See-Vulkans vor rund 13 000 Jahren.

Rektorin Irene Egger war überzeugt, dass bei allen Kindern der Funke übergesprungen ist und sich die Lesungen und die Schreibwerkstatt positiv und nachhaltig auf das Lesen und Schreiben der Mädchen und Buben ihrer Schule auswirken wird. Sie bedankte sich bei Bürgermeister Josef Kufner und Elternbeiratsvorsitzender Tanja Sattler für die Unterstützung bei der Verwirklichung dieser Veranstaltung.

 

 

 

 

Quelle: pnp.de —Franz X. Eder

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Marktrat votiert für Regionalwerke-Beitritt

Hofkirchen

Gleichsam durchgewunken hat der Marktgemeinderat in seiner jüngsten Sitzung die Beteiligung Hofkirchens am Kommunalunternehmen Regionalwerke Passauer Land gKU. Mit 12:0 Stimmen fasste das Gremium den entsprechenden Beitrittsbeschluss. Zuvor hatte Bürgermeister Josef Kufner (CSU) bekundet, dass dies für ihn „ein schönes Beispiel für interkommunale Zusammenarbeit“ wäre. Ratsmitglied Christian Pauli (SPD) erinnerte daran, dass seine Fraktion dem Thema gegenüber aufgeschlossen gewesen sei und es „keine andere Meinung“ dazu gebe.

Eingangs hatte Kufner darauf verwiesen, dass die Themenfelder Energiewende, Nachhaltigkeit und Klimaschutz sowie Digitalisierung und regionale Wertschöpfung mittlerweile eine wichtige Schlüsselrolle einnähmen – sowohl für die heimische Wirtschaft und Bevölkerung als auch für die kommunalen Verwaltungen.
Eine Möglichkeit, diese Bereiche zu bündeln, ist nach den Worten des Bürgermeisters die Installierung von Regionalwerken, wobei es sich um einen Zusammenschluss mehrerer Gemeinden eines Landkreises handle. Wie Stadtwerke befänden sich Regionalwerke in den Händen der öffentlichen Verwaltung, sie sollten die Entwicklung einer Region nachhaltig und im Sinne des Gemeinwohls fördern.

Um bei den aktuellen Herausforderungen im Bereich der Erzeugung regenerativer Energien zu partizipieren, biete sich die Möglichkeit, dass sich die Städte, Märkte und Gemeinden zusammenschließen, hob Josef Kufner hervor. Dadurch eröffneten sich gute Chancen, wenn in einem größeren Verbund gemeinsame Ziele angestrebt würden, der damit auch ein stärkeres Gewicht habe als eine einzelne Gemeinde. „Man muss das Rad nicht immer neu erfinden“, flocht der Bürgermeister als Bemerkung in seinen Vortrag ein und machte auf die Gelegenheit aufmerksam, den anvisierten Ausbau der Energiewende im Interesse der Bürgerinnen und Bürger zu gestalten, zudem die damit verbundene Wertschöpfung für die Allgemeinheit des Landkreises zu sichern.

„Nicht zuletzt profitieren auch die Bürgerschaft und die heimischen Unternehmen“, unterstrich Kufner. Die Energie könne künftig vor Ort erzeugt, vermarktet und auch verbraucht werden. Sofern dieses Geschäftsmodell im Landkreis Passau zum Tragen komme, könnten in einem nächsten Ausbauschritt eventuell weitere Geschäftsfelder erschlossen werden, zum Beispiel die dezentrale energetische Verwertung von Klärschlamm oder anderer biogener Reststoffe oder auch eine nachhaltige Wärmeversorgung. Nach eingehender Beratung werde vorgeschlagen, die Regionalwerke in Form eines gemeinsamen Kommunalunternehmens als Anstalt des öffentlichen Rechts nach dem Gesetz über die kommunale Zusammenarbeit – kurz KommZG – zu gründen.

Der Hofkirchener Bürgermeister wies die Ratsmitglieder auf die vom Passauer Kreistag in dessen Sitzung am 9. Dezember 2024 beschlossene Satzung für die Regionalwerke hin, die den Entscheidungsträgerin im Vorfeld der Ratssitzung bekanntgemacht worden war. Zur weiteren Vorgehensweise merkte Kufner an, dass durch den Landkreis Passau die Antragstellung für die Förderung nach dem LEADER-Maßnahmenprogramm der Europäischen Union für modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum erfolgt. Der Geschäftsführer der Verwaltungs-GmbH als Vorstand der Regionalwerke werde für die ersten zwei Jahre beim Landkreis beschäftigt, er könne bei eigenständiger Finanzierung der Geschäftsstelle von den Regionalwerken übernommen werden.

Wie es in den Informationen für den Marktgemeinderat weiter heißt, kann mit einer Förderung in Höhe eines Satzes von 60 Prozent gerechnet werden. Die Beteiligung der einzelnen Kommunen solle nach Einwohnerzahlen festgelegt werden, die Beteiligungsquoten zwischen Landkreis und Kommunen sollten sich im Verhältnis 49 und 51 Prozent bewegen. Für die Beteiligung der Kommunen sei von einem Betrag von jeweils 0,40 Euro pro Einwohner in den Jahren 2025 und 2026 ausgegangen worden. 27 Kommunen hätten den Landkreis beauftragt, die Gründung der Regionalwerke vorzubereiten. Bei einer adäquaten Beteiligung ergäbe sich für die Aufbauphase in den ersten beiden Jahren ein entsprechender Finanzierungsplan. Danach müsse die Finanzierung der Geschäftsstelle aus Einnahmen von umgesetzten Projekten erfolgen.

Der einstimmige Beitrittsbeschluss für Hofkirchen bedeutet, dass der kommunale Vertreter und die Verwaltung der Marktgemeinde ermächtigt und beauftragt werden, zur Anschubfinanzierung der Regionalwerke Passauer Land gKU jährlich über den Zeitraum von zwei Jahren 1499,60 Euro in das gemeinsame Kommunalunternehmen einzuzahlen. Darüber hinaus müssen die Satzung und ein Konsortialvertrag der Regionalwerke Passauer Land gKU abgeschlossen werden. Außerdem sind alle sonstigen für den Beitritt erforderlichen Maßnahmen seitens der Marktverwaltung zu ergreifen und umzusetzen.

 

 

 

Quelle: pnp.de —Bernhard Brunner

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Bessere Infrastruktur gefordert

Garham

Mit einem Bürgerbegehren aus seinem Heimatort Garham sieht sich Hofkirchens Marktoberhaupt Josef Kufner (CSU) konfrontiert. In der Ratssitzung am Dienstagabend informierte er die Entscheidungsträger im Rathaus über die von drei Garhamer Einwohnern gestartete Initiative zur Verbesserung der Infrastruktur des Dorfplatzes in der bis 1978 eigenständigen Vorwaldgemeinde. Insbesondere das Fehlen eines öffentlichen WCs monieren die drei Vertreter des möglichen Bürgerbegehrens. „Ich werde das Thema auf die Marktratssitzung am 25. März setzen“, kündigte Kufner an.

Die Initiatoren haben bereits Unterschriftenlisten für das Bürgerbegehren erstellt, das nach Ansicht des Bürgermeisters „sehr wohl entbehrlich“ wäre, wenn es einen Beschluss des Marktgemeinderates zur Umsetzung der entsprechenden Ziele geben würde. In der Begründung der drei genannten Garhamer heißt es, „seit der Schließung der letzten Gaststätte im Ort fehlt jede öffentliche Möglichkeit für einen Toilettengang am Ort“. Darüber hinaus werden Stromanschlüsse für Veranstaltungen im Dorfzentrum vermisst. Schon bei der Veranstaltung „Winterzauber“ zwischen Weihnachten und Silvester 2024 in Garham sei die fehlende Infrastruktur ein Problem gewesen, heißt es in dem Begleitschreiben zum Bürgerbegehren mit konkreten Forderungen nach Errichtung eines öffentlichen WCs mit Trinkwasserstation und Unterstellmöglichkeit für Personen sowie der Schaffung von mindestens drei Stromverteilern an den Ecken des Dorfplatzes.

Auch für weitere Veranstaltungen werde der Dorfplatz regelmäßig genutzt, fügen die Unterzeichner hinzu. Als Beispiele dafür sind das Jahresfest des KSV, das Pfarrfest, das Oldtimertreffen, der Aufmarsch zum Vorwaldfest des SV, das Gedenken anlässlich des Volkstrauertags, die Fronleichnamsprozession und der Martinszug aufgeführt. „Die Umsetzung des Bürgerbegehrens ist notwendig, um das Dorf häufiger mit Veranstaltungen zu beleben“, schreiben die drei engagierten Bürger. Durch die Unterschriften lassen sie sich dazu ermächtigen, zur Begründung der Zulässigkeit des Bürgerbegehrens nach Artikel 18 a der Bayerischen Gemeindeordnung Änderungen vorzunehmen, so weit diese nicht den Kern des Antrags berühren, sowie das Bürgerbegehren bis zum Beginn der Versendung der Abstimmungsbenachrichtigungen gemeinschaftlich zurückzunehmen.

Sollten Teile des Begehrens unzulässig sein oder sich erledigen, so gelte die Unterschrift weiterhin für die verbleibenden Teile des Bürgerbegehrens, ist dem Schreiben zu entnehmen. Bürgermeister Kufner zeigte sich am Dienstagabend dankbar für die Initiative mit dem Verbesserungsvorschlag. Näher ging er – über die Ankündigung hinaus, das Thema in der März-Sitzung zu behandeln – jedoch auf das beabsichtigte Bürgerbegehren nicht ein.

 

 

Quelle: pnp.de —Bernhatrd Brunner

Mehr im Vilshofener Anzeiger vom  28.02.2025 oder unter PNP  nach einer kurzen Registrierung




Virtuell üben, real profitieren

Garham

Damit im Einsatz alles glatt läuft, trainieren Feuerwehren immer wieder den Ernstfall – ab jetzt auch digital. Das neue elektronische Einsatzsimulationssystem „fwESI“ steht nun den 31 Feuerwehren des KBI-Bereichs Passau Nord für Schulungszwecke zur Verfügung. Im ersten Quartal haben 15 Feuerwehren des KBI-Bereichs Nord die Möglichkeit, die Weiterbildung in Anspruch zu nehmen. Weitere Termine folgen im Laufe des Jahres. Als eine der ersten Feuerwehren konnte die FF Garham kürzlich mit der virtuellen Technik erfolgreich üben.

Das virtuelle Planspiel für Feuerwehr-Führungskräfte bietet eine innovative und praxisnahe Methode zur Aus- und Fortbildung in der Einsatzleitung. Diese computergestützte Simulation dient dazu, strategische und taktische Fähigkeiten der Führungskräfte zu verbessern, indem sie in realitätsnahen Szenarien wie Bränden oder Verkehrsunfällen herausgefordert werden.

Kreisbrandmeister Stefan Bauer erklärt, dass Gruppenführer, Zugführer und Kommandanten die Hauptzielgruppe für diesen neuen Weg der Ausbildung sind: „Im virtuell moderierten Planspiel geht es um das taktische Vorgehen im Einsatz.“ Die Einsatzstellen werden visualisiert und die Teilnehmer lernen dann durch Erleben. Die Handlungsabläufe können so bei zukünftigen Realeinsätzen noch zielorientierter eingesetzt werden. „Es ist definitiv kein Spiel. Mit dem Lerntool wird effektiv Fachwissen vermittelt“, sagt auch der zuständige Gebietskreisbrandmeister Georg Stelzer.

Flammen schlagen aus dem Fenster einer Wohnung – das ist eines der möglichen Szenarien, die sich mit dem Tool realitätsnah nachstellen lassen. Brandleider und Nachbarn winken der Feuerwehr aufgeregt zu. Auch Schaulustige sind vor Ort. Der Gruppenführer kann vieles üben – die Fahrzeugaufstellung, die Erkundung, die Befehlsgebung an die Mannschaft und an nachrückende Kräfte, aber auch die Kommunikation mit der Leitstelle und den anderen Einsatzkräften.
Die Ausbildung erfolgt unter Anleitung eines Controllers, der den gesamten Prozess steuert und evaluiert. Das Handlungsschema für Führungskräfte bei der Feuerwehr legt die Schritte fest, die notwendig sind. Die Führungskräfte trainieren so, den Führungsprozess in Phasen zu durchlaufen: Lagefeststellung, Bewertung der Lage, Festlegen des Einsatzziels, Planung und schließlich die Befehlsgebung.

Nach drei Stunden Ausbildung freuten sich KBM Stefan Bauer und Georg Stelzer über ein durchwegs positives Feedback der Teilnehmer, unter ihnen der örtliche Kommandant Erwin Schöfberger. Bürgermeister Josef Kufner gesellte sich zu den Teilnehmern und bezeichnete das Übungssystem als „sehr gutes Werkzeug“, mit dem sich Einsatz-Situationen aufzeigen und taktische Dinge schulen lassen.

 

 

Quelle: pnp.de —Franz X. Eder

Mehr im Vilshofener Anzeiger vom  18.02.2025 oder unter PNP  nach einer kurzen Registrierung




Freibad-Satzung: Beschluss vertagt

Garham

Verwunderung bei Bürgermeister Josef Kufner (CSU) und Rathaus-Geschäftsleiter Gerhard Deser haben die Einwände von Marktratsmitglied Christian Pauli (SPD), zugleich ehrenamtliche Badaufsicht in Garham, gegen die neue Satzung für das Garhamer Freibad ausgelöst. In der jüngsten Ratssitzung bemängelte der Bürgermeister, dass die kritischen Anmerkungen dazu nicht schon vorher geäußert worden sind. Die bis jetzt gültige Hausordnung, für alle Gäste sichtbar ausgehängt, „hat gefruchtet“, hatte Pauli zu Beginn der Diskussion betont.

Er habe die bisherigen Regelungen „für sehr gut befunden“, erklärte Pauli, der daran erinnerte, dass bei Zuwiderhandlungen ein Verweis der betreffenden Person bis zu einer Dauer von vier Wochen – ohne Rücksprache mit der Marktgemeinde – möglich gewesen sei. Er stieß sich an einer Bestimmung in der neuen Satzung, auf deren Basis ein Gast nach einem Verstoß gegen die darin beschriebenen Richtlinien nur für die Dauer eines Tages von der Nutzung ausgeschlossen werden dürfe. Er finde den entsprechenden Hinweis in den Statuten nicht, entgegnete Verwaltungsleiter Deser.

Paulis Fraktionskollegin Petra Söldner plädierte mit Blick auf § 8 der Satzung dafür, im Garhamer Freibad nicht nur das Fotografieren zu untersagen, sondern auch das Filmen. Unter Punkt 5 steht bereits, dass das gewerbsmäßige Fotografieren, Filmen, Zeichnen und Malen einer besonderen Genehmigung des Marktes bedarf. Wer mit dem Begriff „Markt“ denn gemeint sei, wollte die SPD-Markträtin außerdem wissen. Josef Kufner erwiderte, das sei er als gewählter Vertreter und Bürgermeister. Kufner, der mit der Satzung für die Garhamer Freizeiteinrichtung gleiche Voraussetzungen wie für das Freibad in Hofkirchen schaffen wollte, schlug schließlich vor, den entsprechenden Erlass auf einen späteren Zeitpunkt zu vertagen und der Verwaltung Änderungsvorschläge unterbreiten zu lassen.

Änderungsbedarf besteht auch in Sachen Ansiedlung der Metron Eging GmbH in Garham, wie auf der Bürgerversammlung angekündigt worden war. Die bisherigen drei Parzellen werden zu einer Parzelle zusammengelegt, wie es hieß. Das Bauland für die Errichtung von zwei statt bislang vier vorgesehenen Hallen, wird um 510 Quadratmeter reduziert, die Baugrenze um 800 Quadratmeter erweitert. Die Grünflächen würden teilweise verschoben, berichtete Josef Kufner, der die Flächenversiegelung auf maximal 60 Prozent bezifferte, wobei mehr Grünflächen geschaffen würden. Stützmauern seien künftig bis zu einer Höhe von zwei Metern zulässig. Das Ratsgremium erklärte sich geschlossen damit einverstanden. „Wir freuen uns auf die Umsetzung des Bauvorhabens“, bekundete der Bürgermeister.

Frühzeitig hat der Marktrat per einstimmigen Beschluss erste Vorkehrungen zur Kommunalwahl am 8. März 2026 getroffenen. Auf Vorschlag der Verwaltung sind Rathaus-Geschäftsleiter Gerhard Deser zum Wahlleiter und Kämmerer Michael Rieger zu dessen Stellvertreter bestellt worden. Die Amtszeit beginnt demnach mit dieser Berufung. Sie endet mit Ablauf des 30. April 2026. „Das passt“, war unisono aus der Runde zu vernehmen. „Je zeitiger, umso besser“, urteilte der Bürgermeister, der hervorhob, dass es somit schon jetzt klare Ansprechpartner für alle Marktratsfraktionen zu der Thematik gebe.

Gute Nachrichten hatte der Bürgermeister zur offenen Jugendarbeit in der Marktgemeinde parat. Die Erstellung des Jugendraums sei weit fortgeschritten. Und über den Kreisjugendring bekomme man in Rahmen des Projekts „Pädagogisches Personal in den Gemeinden“ – kurz PäPiG genannt – wohl auch eine Aufsichtsperson nach entsprechender Bedarfsanmeldung. Das Vertragswerk sei von der Verwaltung angefordert.

 

 

 

 

Quelle: pnp.de —Bernhard Brunner

Mehr im Vilshofener Anzeiger vom  25.01.2025 oder unter PNP  nach einer kurzen Registrierung




Gelungene Premiere vom Garhamer Winterzauber

Garham

Auf dem weihnachtlich geschmückten Dorfplatz fand kurz vor Silvester der 1. Winterzauber der Garhamer Vereine statt, zu dem weit über 500 Gäste begrüßt und bewirtet werden konnten. Die Veranstaltung mit viel Flair und besonderer Atmosphäre hat den Geschmack der zahlreichen Besucher getroffen. „Zam kemma, sich kennna lerna und mitanand a guade Zeit ham“ – unter diesem Motto füllte sich der Dorfplatz.

Bürgermeister Josef Kufner erzählte, wie diese Idee des Garhamer Winterzaubers entstanden ist. Nach der Bürgerversammlung im Herbst 2023 wurde der Gedanke einer vereinsübergreifenden Veranstaltung thematisiert. Ziel war es, die Bevölkerung aus dem bestehenden Dorf mit den neueren Siedlungsgebieten näher zusammenzubringen. Ein besseres Kennenlernen war der Wunsch.

Gleich 14 Vereine und Gruppierungen beteiligten sich an dem Vorhaben. Bei den Vorbereitungen waren Vorfreude und viel Liebe zum Detail erkennbar. Werner Lösl, Vorsitzender des EC Garham, hatte mit seiner Ehefrau Martina federführend die Organisation übernommen. Lösl bedankte sich bei einer großen Zahl von Sponsoren. Der Erfolg übertraf alle Erwartungen, denn viele kamen zum Dorfmittelpunkt und Garham war regelrecht „verzaubert“.
Mit flotten Weisen eröffneten das Garhamer Jugendblasorchester und Dirigent Josef Kufner das Kinderprogramm am Nachmittag. Maria Reif und die Kinder der Grundschule schlossen sich mit kräftigen Liedern an. Mit einem Lied von Claudia Koreck „Ruck ma olle wieder näher zam“, brachten sie Motto des Tages auf den Punkt.

Waltraud Vogl zog mit ihrer Märchenlesung große und kleine Kinder in ihren Bann. Mit Zauberer Merlini konnte man in die Welt der Illusionen eintauchen. Er beschenkte die Kinder mit lustigen Ballonfiguren und die kleinen Zuschauer wurden in seine Show miteinbezogen. Manche von ihnen konnten sich als große Zauberer auf der Bühne fühlen.
Das Abendprogramm wurde mit den Garhamer Böllerschützen unter dem Kommando von Armin Schuster eröffnet. Unter dem Dirigat von Josef Kufner setzte die Blaskapelle Garham die Begrüßung musikalisch fort. Der Kirchenchor Garham mit Leiterin Bernarda Hartl gab drei Lieder zum Besten. Warm eingepackt konnte man mit Bernd Anthuber in einer gemütlichen Kutschfahrt das nächtliche Garham erkunden.

Gegen 19 Uhr begannen die Rinchnacher Wolfsauslasser im Ortskern von Garham ihr beeindruckendes Brauchtumsspektakel. Das laute Dröhnen der Glocken, ergänzt durch laute Goaßlschnalzer, war der Höhepunkte der Winternacht. Der Hirtenspruch der von einem ausgewählten Hirten laut gerufen und trotzdem von den meisten Zuschauern kaum zu verstehen war, begleitete das gemeinsame Läuten.

Zum Ausklang des offiziellen Programms wurden die Besucher auf dem Platz noch einmal musikalisch unterhalten. Verena Braidt spielte und sang gefühlvolle und mitreißende Lieder für sie.
Bürgermeister Josef Kufner sagte: „Der Zusammenhalt dieser Dorfgemeinschaft ist einfach bemerkenswert.“ Ein Besucher meinte: „Diese Veranstaltung belebt unseren schönen Ort ungemein.“ „Dieser Winterzauber ist ein Volltreffer“ oder „es ist so schön bei uns und der Zusammenhalt ist riesig“, waren weitere Kommentare.

Auch am Tag danach waren wieder viele helfende Hände vor Ort und so wurde auch das Aufräumen ein Teil des Gemeinschaftswerkes „Garhamer Winterzauber“.

 

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Verena Braidt spielte und sang gefühlvolle und mitreißende Lieder für die Besucher

Kinderzauberer Merlini verzauberte und beschenkte die kleinen Zuschauer.

Quelle: pnp.de –Franz X. Eder

Mehr im Vilshofener Anzeiger vom  03.01.2025 oder unter PNP  nach einer kurzen Registrierung




Historisches Löschfahrzeug gekauft: Förderverein der Feuerwehr Garham erwirbt ein weiteres Auto

Garham
Es ging jetzt doch recht schnell. Unkompliziert hat der Förderverein Florian Garham LF 8 es geschafft, das alte, aber noch voll funktionsfähige Feuerwehrfahrzeug LF 16 zu erwerben. Das alleinige Herzstück des Fördervereins war bisher ein altes Löschgruppenfahrzeug LF 8 vom Baujahr 1976.

Am 1. März 1992 war das Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 (Baujahr 1991) der Freiwilligen Feuerwehr Garham (Landkreis Passau) in Betrieb genommen worden. Nach der Indienststellung des neuen Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeugs (HLF 20) wurde das alte LF 16 am 2. Oktober 2023 mit einer symbolhaften Übung außer Dienst gestellt und in den Bauhof nach Hofkirchen gefahren. Dort wartete es bis heute auf seine weitere Verwendung.

Verschiedene Lösungsmöglichkeiten kamen nicht zum Tragen. Mit seinen mittlerweile 33 Jahren hat das LF 16 der Marke Mercedes-Benz das Prädikat „Historisches Fahrzeug“ erreicht.

Stellplatz ist gefunden

Im Herbst reifte in der Vorstandschaft die Idee, ein Konzept zu entwickeln, um die Formalitäten und Voraussetzungen (zum Beispiel Standplatz, Instandhaltung) für einen Erwerb zu klären. Maximal 5000 Euro konnten für den Ankauf ausgegeben werden. Dank der Unterstützung im Hofkirchener Marktrat, der dem Kaufantrag des Fördervereins im November zugestimmt hatte, kommt das Fahrzeug nun wieder zurück nach Garham. „Einen geeigneten Stellplatz gibt es bereits und mit Armin Schuster haben wir einen Fahrzeugliebhaber, der sich als Maschinist der weiteren Pflege und Wartung annehmen wird“, erklärt Fördervereinsvorsitzender Franz Eder.

Strahlende Gesichter

Bei der Fahrzeugübergabe gab es von allen Anwesenden strahlende Gesichter. Franz Eder inspizierte das Führerhaus „seines“ alten Fahrzeugs, mit dem er 18 Jahre als Kommandant gearbeitet hatte.

„Mi gfreids, dass ihr das Fahrzeug nehmts und dass es jetzt doch in der Gemeinde bleibt“, war das Fazit des Hofkirchener Gemeindeoberhaupts Josef Kufner und händigte Franz Eder die Fahrzeugschlüssel aus.

Förderverein kümmert sich

Der Förderverein Florian Garham LF 8 kümmert sich bereits seit 15 Jahren um das Vorgängermodell LF 8 (Baujahr 1976), daher auch der Name des Vereins. Dieses Feuerwehrfahrzeug war 16 Jahre in Garham und anschließend 16 Jahre in Hofkirchen im Einsatz. Außerdem wird eine alte vierrädrige Saug- und Druckspritze aus dem Jahr 1892 betreut

Mit dem LF 16 wird jetzt ein weiteres historisches Fahrzeug für die Nachwelt erhalten. Nun denkt man in der Vorstandschaft über eine Namensänderung des Fördervereins nach, um den tatsächlichen Gegebenheiten zu entsprechen.

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Quelle: pnp.de –Franz X. Eder

Mehr im Vilshofener Anzeiger vom  31.12.2024 oder unter PNP  nach einer kurzen Registrierung




Von Breitenberg nach Garham: Feuerwehrler holen zum 31. Mal das Friedenslicht

Garham

Zum 31. Mal machte sich eine sechsköpfige Delegation der Feuerwehr Garham (Landkreis Passau) mit Altlandrat Franz Meyer und Bürgermeister Josef Kufner am Heiligen Abend auf nach Breitenberg, um das Friedenslicht abzuholen.

Dort hatten oberösterreichische Feuerwehrler es der Landkreis-Feuerwehrfamilie bei einer Andacht in der Pfarrkirche St. Raymund übergeben. Geleitet wurde die Garhamer Abordnung von Ehrenkommandant Franz Eder.

Per Flugzeug nach Wien

Das diesjährige Friedenslicht war bereits 2023 von der zwölfjährigen Pillar Jarayseh in der Geburtsgrotte Jesu in Bethlehem entzündet und per Flugzeug nach Wien gebracht worden. Aufgrund der aktuellen Lage im Nahen Osten wurde heuer erstmals das Licht des Vorjahres verteilt. Die kleine Flamme ist von Christkindl, der Partnerstadt Bethlehems im oberösterreichischen Steyr, aus um die Welt gegangen. Die österreichischen Pfadfinder haben es dort ein Jahr lang gehütet.

Keine Angst, kein Streit

Ehrenkommandant Franz Eder erzählt: „Bei der Friedenslichtübergabe an das neunjährige Friedenslichtkind Matthias Secklehner hat Matthias gesagt: Frieden bedeutet für mich, dass es keine Angst und keinen Streit gibt, und wir uns gegenseitig helfen und gut miteinander auskommen.“ Weiter zitierte er: „Es mag utopisch sein, aber eigentlich müsste das Friedenslicht aus Christkindl in Steyr in diesem Jahr den umgekehrten Weg nehmen und zurückgebracht werden ins Heilige Land. Als winziges Hoffnungszeichen inmitten von Hass, Krieg und Leid.“

Frieden, Freundschaft und Menschlichkeit

Das Friedenslicht als „Symbol für Frieden, Freundschaft und Menschlichkeit“ – das waren die Kernaussagen von Pfarrer Joseph Peedikaparambil und Bürgermeister Josef Kufner bei der diesjährigen Friedenslichtübergabe. Der Bürgermeister dankte den Mitbürgern für das gute Miteinander das Jahr über und wünschte ihnen Ruhe und Besinnung an den Weihnachtsfeiertagen und für das neue Jahre alles Gute, Glück und Gesundheit.

Böllerschützen pflegen Brauch

Die kleine Feier wurde von der Garhamer Blaskapelle unter Leitung von Josef Kufner musikalisch gestaltet. Pfarrer Joseph sprach ein Gebet und segnete das Friedenslicht. Die Garhamer Böllerschützen haben den Brauch des Christkindlanschießens gepflegt und hießen das Christkindl lautstark willkommen. Das Kommando hatte Armin Schuster.

ine große „Garhamer Friedenslichtgemeinde“ war ins Gerätehauses gekommen, um sich das Licht mit nach Hause zu nehmen. Anschließend wurde das Friedenslicht zur Kindermette in die Pfarrkirche Sankt Nikolaus gebracht.

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Quelle: pnp.de –Franz X. Eder

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Höchst dekoriert

Garham

Mit der Verleihung der Stephanus-Plakette ist am zweiten Weihnachtsfeiertag, dem Fest des heiligen Stephanus, Josef Bircheneder beim Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Nikolaus überrascht worden.

Die Stephanus-Plakette ist die höchste Auszeichnung für Laien im Bistum Passau und wird vom Bischof verliehen. Pfarrer Joseph, Pfarrgemeinderatssprecherin Angelika Dachsberger und Kirchenpfleger Max Zitzelsberger überreichten die Plakette zusammen mit Urkunde und Anstecknadel an den Geehrten, der seit Jahrzehnten in der Pfarrei engagiert ist – in vielen verschiedenen Bereiche

Wie die Laudatoren übereinstimmend erklärten, hat Josef Bircheneder viele Entscheidungen für die Garhamer Kirche und das Umfeld mitgetragen und das auch noch im Wortsinn – „sowohl mit seiner Muskelkraft als auch mit seinem Bulldog samt Kipper“, so Pfarrgemeinderatssprecherin Angelika Dachsberger.

Weiter zählt sie Maßnahmen auf, bei denen der Bircheneder Sepp tatkräftig Hand angelegt hat: Innenrenovierung und Außenrenovierung der Pfarrkirche, Erneuerung des Glockenstuhls, Leichenhausrenovierung oder bei der Friedhofspflege. Eine ehrenvolle Aufgabe war es für ihn, als er 2013 die neuen Glocken mit seinem Schlepper transportieren durfte. Sepp Bircheneder wirke oft aber auch im Hintergrund, kümmere sich etwa darum, dass das Osterfeuer brennt oder dass an Fronleichnam die Kirche innen und außen mit Birken aus seinem Wald festlich geschmückt ist. An Weihnachten hilft er mit, die Christbäume in und vor der Kirche aufzustellen und zu schmücken. Der Garhamer Friedhof hat nach einem Sturmschaden 2024 ein neues Kreuz bekommen. Die Bircheneders haben das Holz gespendet, Sohn Josef hat das Kreuz angefertigt.

Sepp Bircheneder scheut auch unangenehme Aufgaben nicht: Jährlich beseitigt er den Grüngutabfall aus der Grube am Friedhof, den er und seine Frau Helga von Hand noch sortieren müssen.

Angelika Dachsberger und Pfarrer Dr. Joseph Peedikaparambil waren sich einig: „Lieber Sepp, du hast dir ein großes Vergelt’s Gott verdient. Danke für dein Engagement und die vielen Stunden, die du für unsere Pfarrei geopfert hast.“ Mit langanhaltendem Applaus gratulierten auch die Gottesdienstbesucher zur Stephanus-Plakette als sichtbarer Wertschätzung seines jahrzehntelangen ehrenamtlichen Engagements. Musikalisch umrahmt wurde der Festgottesdienst von der Blaskapelle Garham unter Leitung von Bürgermeister Josef Kufner.

Und es war nicht die erste Würdigung, die Sepp Bircheneder heuer bekommen hat: Bereits beim Patroziniumsgottesdienst zum Namenstag des Hl. Nikolaus zeichnete ihn die Pfarrei Garham mit der Nikolausplakette für 30 Jahre besondere Leistungen als Mitglied der Kirchenverwaltung aus. Diese Auszeichnung gibt es für Menschen, die sich um die Pfarrei besonders verdient gemacht haben.

 

 

Quelle: pnp.de –Franz X. Eder

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ILE Klosterwinkel fördert Kirchenakustik

Garham

Die Abkürzung ILE steht für „Integrierte Ländliche Entwicklung“ und ist ein Förderinstrument der Bayerischen Verwaltung für Ländliche Entwicklung. Die ILE Klosterwinkel hat aus ihrem Regionalbudget 2024 ein Kleinprojekt der Pfarrei Sankt Nikolaus Garham gefördert. Die Fördergelder fließen noch vor Weihnachten, wie ILE-Manager Stephan Romer jetzt berichtete.

Mit der Maßnahme „Beschallung und Optimierung der Kirchenakustik in der Pfarrkirche Garham“ wurde der Klang für Lesungen oder Konzerte erheblich verbessert. Ehrenamtliches Engagement, soziales Miteinander und Veränderungen im örtlichen und überörtlichen Bereich werden durch diese Maßnahme unterstützt, gefördert und erleichtert.

 

 

Quelle: pnp.de –fe

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185 Jahre Gesang zur Ehre Gottes

Garham

Sieben Sängerinnen und Sänger bringen es gemeinsam auf 185 Jahre für den Garhamer Kirchenchor. Der eifrige Chor, den es seit über 100 Jahren gibt, gestaltet musikalisch das ganze Jahr über die Gottesdienste in der Pfarrei St. Nikolaus. Unter Leitung von Bernarda Hartl geben sich 32 Sänger alle Mühe, die Kirchenmusik zu pflegen – mit Erfolg.

Bei der Weihnachtsfeier blickten die Mitglieder auf das Jahr zurück. Auch wurden Aktive für ihr langjähriges Engagement mit Urkunden geehrt, die Bischof Stefan Oster und Diözesanmusikdirektor Marius Schwemmer unterschrieben haben. Chorleiterin Bernarda Hartl bedankte sich bei allen Sängern und in besonderer Weise bei den zu ehrenden Chormitgliedern für Fleiß, Zeit und Energie, die jeder einzelne in die Chorgemeinschaft einbringe. „Wir sind glücklich und dankbar, dass unser Kirchenchor uns so oft seinen Gesang zur Ehre Gottes und zur Freude der Gläubigen schenkt“, meinten die Laudatoren. Organisatorin Gabi Unertl, Pfarrer Dr. Joseph Peedikaparambil und Chorleiterin Bernarda Hartl händigten den Geehrten die Urkunden aus

Zusätzlich gab es noch das Ehrenabzeichen für treue kirchenmusikalische Mitarbeit. Blumen gab es für die Altsängerin und Garhamer Künstlerin Regina Schmidtmayer. Sie hatte beim Garhamer Adventsingen mit Bildern die Veranstaltung begleitet.

Eine Überraschung hatte Daniela Schuster für Franz Eder dabei: In Versform und mit einem Geschenk lobte sie sein gesamtes kirchliches Engagement im Ehrenamt.

− fe

DIE GEEHRTEN

Für 15 Jahre aktive Mitgliedschaft bekamen Martina und Verena Braidt sowie Evi Kaiser die Auszeichnung. 20 Jahre dabei sind Regina Leizinger und Gabi Unertl. 45 Jahre mit der Kirchenmusik verbunden ist Fritz Fuchs. Seit 55 Jahren leiht Franz Eder dem Chor seine Bass-Stimme.

 

 

Quelle: pnp.de —fe

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Blaskapelle verkündet: Tag der Blasmusik kommt 2026 nach Garham

Garham

Die Blaskapelle Garham (Landkreis Passau) hat sich zu ihrer Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen im Pfarrheim getroffen. Vorsitzender bleibt Gerold Schöfberger. 30 musikalische Einsätze zählte die Kapelle im Jahr 2024. Mit 16 Jungmusikanten ist die Nachwuchsarbeit ein Erfolgsmodell.

Im Jahresrückblick auf die Spielsaison 2024 sprach der Vorsitzende von einem intensiven Vereinsjahr. Er erinnerte an das Garhamer Pfarrfest, Volksfeste in Garham und Vilshofen oder das Zeitlarner Frühlingsfest. Besondere Ereignisse waren das Pfingstfest in Aurolzmünster (Oberösterreich), das Bezirksmusikfest in Neukirchen/Inn, der Tag der Blasmusik in Breitenberg oder der Kirta in Handlab.

Geplant ist ein Auftritt beim „1. Garhamer Winterzauber“ am 28. Dezember. Traditionell wird zum Jahreswechsel das Neue Jahr angespielt.

Weiter berichtete Schöfberger über den Stand der Vorbereitungen zum Tag der Blasmusik, der am 20. Juni 2026 auf dem neuen Festplatz in Garham stattfinden wird – eine große Herausforderung für den Verein.

Eine erfreuliche Entwicklung gibt es bei den Mitgliederzahlen, so Schöfberger. Die Zahl ist mittlerweile auf 54 angewachsen, davon sind 36 aktive Musiker. Der musikalische Leiter und Bürgermeister Josef Kufner sprach von guten und flexiblen Musikern, die bei der Blaskapelle Garham spielen. Besonders hervorzuheben sei das Jugendorchester. Seit September werden die Nachwuchsmusiker von ihm und Julia Schöfberger betreut.

Weitere Unterstützung erfahren die Jungmusiker von Caro Bouille. Beim Nachmittag der Jugendkapellen im Rahmen des Bezirksmusikfestes konnte sich das Jugendensemble erste Lorbeeren verdienen. Auch bei den Martinsumzügen der Kindergärten in Garham und Hofkirchen waren die Nachwuchs-Musiker dabei.

Nach dem ausführlichen Bericht des Schatzmeisters Michael Rieger bescheinigten die Kassenprüfer eine vorbildliche Arbeit. Natalie Schöfberger stand nicht mehr zur Wahl und wurde mit einem Blumenstrauß als Dank für ihre Arbeit im Amt der 2. Vorsitzenden verabschiedet.

2. Bürgermeister Alois Wenninger lobte die Arbeit der Garhamer Blaskapelle: „Mit eurer Musik macht ihr den Menschen große Freude und strahlt damit auch über die eigene Gemeinde hinaus.“ Vorstand Gerold Schöfberger dankte abschließend den Musikern, verbunden mit dem Wunsch, die erfolgreiche Arbeit fortzusetzen.

WAHLERGEBNIS

Reibungslos und zügig konnte 2. Bürgermeister Alois Wenninger als Wahlleiter die Neuwahlen durchführen. Sie brachten folgendes Ergebnis: Gerold Schöfberger wurde als 1. Vorsitzender bestätigt, neu im Amt als 2. Vorsitzender ist Sebastian Geißler. Schriftführerin bleibt Caroline Bouille, die Kassengeschäfte führt wieder Michael Rieger. Als Beisitzer verstärken die Vorstandschaft Christian Luger und Bernhard Mayer. Die Kasse prüfen Andreas Schöfberger und Maria Kufner. Musikalischer Leiter bleibt Josef Kufner.

LEISTUNGSABZEICHEN

Vorstand Gerold Schöfberger und musikalischer Leiter Josef Kufner konnten an zwei erfolgreiche Tubisten der Blaskapelle Urkunden und Abzeichen überreichen: Tobias Zitzelsberger hat die Leistungsprüfung zur Stimmgabel in Silber der Kreismusikschule Passau abgelegt. Michael Rieger legte die Musikerleistungsprüfung D2-Plus mit dem Musikerleistungsabzeichen in Silber Plus des Musikbundes von Ober- und Niederbayern ab.

1. EHRENMITGLIED

Ruhestandspfarrer Gotthard Weiß ist das erste Ehrenmitglied der Blaskapelle. 1996 bis 2023 war er Seelsorger in den Pfarreien Garham und Hofkirchen. Vorstand Gerold Schöfberger und der musikalische Leiter Josef Kufner überreichten bei der Weihnachtsfeier die Ernennungsurkunde.

In der Laudatio hieß es: „Gotthard Weiß hat sich stets um die Musikkapelle mit Engagement gekümmert. Die Blasmusik liegt ihm am Herzen. Das Pfarrheim konnte als ,Vereinsheim‘ genutzt werden. Der Pfarrsaal wurde bei Gemeinschaftsproben zum Übungsraum. Ein Nebenraum wird als Noten- und Instrumentenlager genutzt.“ Weiß unterstütze die Blaskapelle großzügig und sei auch als Dirigent gefragt. „Sie haben das Dirigat als große Ehre empfunden“, würdigte Gerold Schöfberger das neue Ehrenmitglied.


Die neugewählte Vorstandschaft: Beisitzer Christian Luger (v.l.), Schriftführerin Caroline Bouille, Kassier Michael Rieger, die mit Blumen verabschiedete Natalie Schöfberger, Beisitzer Bernhard Mayer, 2. Vorsitzender Sebastian Geißler und Vorsitzender Gerold Schöfberger.  − Fotos: Franz X. Eder

Freude übers erste Ehrenmitglied: Vorsitzender Gerold Schöfberger (v.l.), Ruhestandspfarrer Gotthard Weiß, musikalischer Leiter Josef Kufner und Vize Sebastian Geißler (v.l.).

Quelle: pnp.de —−fe

Mehr im Vilshofener Anzeiger vom  17.12.2024 oder unter PNP  nach einer kurzen Registrierung




Kommunionkinder stellen sich vor

Garham

Am zweiten Adventssonntag haben 16 Kinder der Grundschule Garham gemeinsam mit Pfarrer Joseph ihre Vorstellung als Kommunionkinder vor der Kirchengemeinde gefeiert. Bereits seit September bereiten sich die acht Mädchen und acht Buben auf ihre Erstkommunion vor, die sie im kommenden April unter dem Motto „Kommt her und esst!“ feiern werden.

Ein erster Höhepunkt in dieser Vorbereitungszeit war der festliche Vorstellungsgottesdienst in der St. Nikolaus-Kirche. Die Grundschüler beteiligten sich an der Gestaltung des Gottesdienstes, trugen souverän das Kyrie und die Fürbitten vor. Statt der Predigt durfte jedes Kommunionkind sich persönlich den Kirchenbesuchern vorstellen und neben seinem Namen auch ein Lieblingshobby nennen. Hierbei war eine klare Dominanz der Fußballer festzustellen.

ach der Vorstellungsrunde wurde jedem das Wort Gottes symbolisch in Form einer Kinderbibel von Pfarrer Joseph ans Herz gelegt, der diese zuvor mit einer persönlichen Widmung versehen hatte.

Am Ende des Gottesdienstes waren die Kirchgänger dazu eingeladen, sich eines der Gebetshefte, welches jedes Erstkommunionkind im Vorfeld gestaltet hatte, mit nach Hause zu nehmen, um einem Kind mit einem persönlichen Segensgebet auf seinem Weg beizustehen.

Passend zum Motto hat die Garhamer Künstlerin und Kulturpreisträgerin Regina Schmidtmayer wieder ein Bild gestaltet, auf dem die Kinder bis zur Feier ihrer Erstkommunion im Gotteshaus präsent sind.

 

Quelle: pnp.de —−fe

Mehr im Vilshofener Anzeiger vom  14.12.2024 oder unter PNP  nach einer kurzen Registrierung




Heiligengeschichte im Zeitraffer

Garham

Die Turnhalle der Grundschule hat sich in ein Musicaltheater verwandelt. Die Schüler haben zusammen mit der Musikgruppe „Shalom“ ein grandioses Mitmach-Musical mit Szenen aus dem Leben des Bischofs von Myra gespielt.

Dabei vermittelte ihnen Martin Göth spielerisch den Unterschied zwischen dem Weihnachtsmann und dem Heiligen Nikolaus. Über 80 Kinder wurden zu Akteuren, begeistert gefeiert von Eltern, Großeltern und weiteren Gästen.

Mit einem Paukenschlag begann das Musical, weil nicht der Nikolaus, sondern ein Osterhase in die Turnhalle hoppelte. Göth klärte auf, dass in den Geschäften schon Monate vor dem Ereignis die Schokonikoläuse oder Osterhasen in den Regalen stehen. Anschließend kam der Weihnachtsmann, doch die Kinder wollten nicht ihn, sondern riefen nach dem Nikolaus.

Nach dem Lied „Lasst uns froh und munter sein“, trat dann der Heilige ein, begleitet von einer Schar Engel. „Willkommen, Bischof Nikolaus aus Myra“, spielte „Shalom“ und Martin Göth stellte Sankt Nikolaus, den „guten Mann“ vor. In der Folge boten Shalom und Kinder die Geschichte des Heiligen im Zeitraffer. Da waren Szenen, in denen er einem Arbeitslosen Arbeit beschaffte, einen Hungernden speiste oder einem anderen ein Dach über dem Kopf beschaffte.

Bei einem Unwetter bekommen es selbst die mutigsten Seeleute mit der Angst zu tun. Die Wellen schlagen über Bord des mit Getreide beladenen Schiffes. Als der Mast ihres Schiffes bricht, rufen sie verzweifelt den Heiligen Nikolaus an. Und tatsächlich: Der Mann aus Myra hilft. Er beruhigt das Meer, die Seeleute sind gerettet – und die Kinder bejubeln dieses Wunder mit einem Lied.

Die Besatzung des in Seenot geratenen Schiffes wurde von den Kindern mit großem Einsatz dargestellt. Und selbst die wogenden Wellen wären ohne die Buben und Mädchen, die als Wassertropfen die Hälfte der Turnhalle einnahmen, nicht denkbar gewesen. Als Bewohner von Myra verkleidet, klagte eine Gruppe über eine schreckliche Hungersnot, die der Bischof zu lindern vermochte.

Es ist eine fröhliche und auch dank der mitreißenden und abwechselnden Musik – da wird auch schon einmal übers Nikolaus-Wunder gerappt – packende Aufführung.

Nach einem Finale gab es Geschenke für alle Kinder. Anschließend bewirtete der Elternbeirat unter der Leitung von Katharina Schmidtmayer Akteure und Musicalbesucher. Zu Beginn hat Rektorin Irene Egger die Besucher begrüßt, darunter Bürgermeister Josef Kufner. Sie dankte dem Lehrerkollegium, das mit den Kindern das Musical einstudiert hatte, Martin Göth mit seiner Musikgruppe „Shalom“ und dem Elternbeirat für die Unterstützung.

Quelle: pnp.de —−fe

Mehr im Vilshofener Anzeiger vom  10.12.2024 oder unter PNP  nach einer kurzen Registrierung




Vielfältige Aktionen

Garham

Bei der Jahreshauptversammlung des Vorwald-Skiclubs Garham hat Vorstand Alfred Weiß auf ein sportlich und gesellschaftlich erfolgreiches Vereinsjahr zurückgeblickt. Eine nicht alltägliche Ehrung durfte er aussprechen: Xaver Bircheneder wurde zum ersten Ehrenmitglied des Skiclubs ernannt.

In seinem Bericht zählte Alfred Weiß die Aktivitäten und Termine des 514 Mitglieder starken Skiclubs auf. Die Beteiligung an den Skifahrten war sehr zufriedenstellend. Ein Highlight war die Eröffnungsfahrt nach Maria Alm bei besten Schnee- und Wetterbedingungen. Auch die Après-Ski-Fahrt nach Saalbach und die Familienfahrt zur Steinplatte kamen neben der Fahrt nach Schladming sehr gut an. Für die kommende Saison sind bereits attraktive Ziele ausgesucht. Der Skiclub leistet erfolgreiche Nachwuchsarbeit: Vielen Kindern brachten die Skilehrer des Vereins unter der Regie der Familie Söldner das Skifahren bei. Neben dem Wintersport gab es eine Nikolausfeier, eine Familienradtour nach Aldersbach und eine Herbstwanderung zum Wallberg am Tegernsee. „Außerdem zeigte der Skiclub soziales Engagement mit der Übergabe von Geldspenden an die Grundschule Garham und den Sportverein Garham zur Anschaffung von Sportgeräten für die Kinder“, sagte Weiß. Der Höhepunkt der Versammlung war die Ernennung von Xaver Bircheneder zum Ehrenmitglied. Vorstand Alfred Weiß und Bürgermeister Josef Kufner überreichten die Urkunde und ein kleines Geschenk.  Xaver Bircheneder war Hauptinitiator bei der Gründung des Skiclubs im Jahr 1978. Der „Bircheneder Xare“ engagierte sich in den Sparten Alpin und Langlauf sowie bei Aktivitäten und Veranstaltungen wie Crosslauf, Vereinsmeisterschaft, Familienradtour und Skihaserlball. Insgesamt 45 Jahre arbeitete er mit Begeisterung in der Vorstandschaft bis zu seinem Ausscheiden 2023. Xaver Bircheneder ist das erste Ehrenmitglied des Vorwald-Skiclubs Garham. Er war ein guter Skifahrer, der noch bis zu seinem 80. Geburtstag an vielen Tagesskifahrten teilnahm, erzählte Vorstand Weiß und lobte: „Xaver, du bist die gute Seele unseres Vereins“. Bürgermeister Josef Kufner beglückwünschte das Ehrenmitglied und lobte den gut funktionierenden Verein. Xaver Bircheneder bedankte sich für die Auszeichnung und ließ noch einige Anekdoten aus vergangenen Zeiten Revue passieren.

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Quelle: pnp.de —−fe

Mehr im Vilshofener Anzeiger vom  07.12.2024 oder unter PNP  nach einer kurzen Registrierung




Ludwig Zitzelsberger ist jetzt Ehrenvorsitzender

Garham

Ehre, wem Ehre gebührt.“ So lautete das Fazit des Ehrenabends der Freiwilligen Feuerwehr Garham, in dessen Verlauf der aus dem Amt geschiedene, langjährige 1. Vorsitzende Ludwig Zitzelsberger zum Ehrenvorstand ernannt und mit dem Ehrenkreuz in Gold des Bezirksfeuerwehrverbandes Niederbayern ausgezeichnet wurde. Zu Beginn wurde Ludwig Zitzelsberger mit einem Festzug, in Begleitung der Blaskapelle Garham, vom Dorfplatz abgeholt.

EHRENVORSTAND

Den Höhepunkt des Abends bildete die Ernennung von Ludwig Zitzelsberger zum Ehrenvorsitzenden. In seiner Laudatio führte Vorsitzender Simon Seider einige Projekte an, die in dessen Amtszeit realisiert wurden: Beschaffung Verkehrssicherungsanhänger, Mehrzweckfahrzeug, Gerätewagen-Logistik und Hilfeleistungsfahrzeug HLF20 oder der Neubau des Feuerwehrgerätehauses. Als „krönenden Abschluss“ bezeichnete er das 150-jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe im letzten Jahr: „Du warst immer mit Leib und Seele dabei.“ Im Jahr 2000 wurde Ludwig Zitzelsberger erstmals zum Vorsitzenden gewählt, vorher war er Kassenprüfer und Schriftführer. Seider lobte: „Du hast es immer wieder geschafft, selbst in turbulenten Zeiten einen kühlen Kopf zu bewahren und diese Ruhe auf deine Mitmenschen zu übertragen“.

Nach der Laudatio verlas Simon Seider die Urkunde, mit der Ludwig Zitzelsberger zum Ehrenvorstand ernannt wurde. Für die Verdienste wurde Zitzelsberger ebenfalls mit dem Niederbayerischen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Gold des Bezirksfeuerwehrverbandes Niederbayern ausgezeichnet. Zitzelsberger habe als Vorsitzender die Feuerwehr 24 Jahre mitgeprägt und mitverantwortet, würdigten die Redner seine Arbeit. Seine Fachlichkeit und sein Einsatz wurde bei den Feuerwehren des Landkreises und beim Kreisfeuerwehrverband Passau hochgeschätzt, meinte Ehrenkreisbrandinspektor Alois Fischl: „Es war mir eine Freude mit dir zusammenzuarbeiten.“ Bürgermeister Josef Kufner würdigte das Engagement und sprach von einem „Abend des Dankens und Ehrens“. Er betonte auch die Freundschaft zwischen Feuerwehr und Blaskapelle Garham.

Der neue Ehrenvorsitzende war überwältigt und bedankte sich bei seinen Weggefährten. Für ihn seien die 24 Jahre als Vorstand insgesamt eine schöne Zeit gewesen. Er freue sich, dass der Übergang mit einer neuen Vorstandschaft reibungslos gelungen sei: „Es war mir eine große Ehre, euer Vorstand gewesen zu sein“. Extra Dankesworte richtete Ludwig Zitzelsberger an seine Familie, die immer Verständnis für seinen Dienst gehabt habe.

EHRUNGEN

Vorsitzender Simon Seider würdigte die Leistungen der zu Ehrenden. Er nahm mit Ehrenkreisbrandinspektor Alois Fischl, Kreisbrandmeister Georg Stelzer, Kommandant Erwin Schöfberger und Bürgermeister Josef Kufner die Verleihungen vor.

Mit der Ehrenurkunde des Kreisfeuerwehrverbandes Passau wurde Alois Bircheneder bedacht, der nach 24 Jahren als Beisitzer aus der Vorstandschaft ausgeschieden ist. Fabian Kapfhammer startete seine Karriere in der Vorstandschaft als Fahnenjunker und war dann sechs Jahre Beisitzer. Auch für ihn gab es eine Ehrenurkunde des Kreisfeuerwehrverbandes.

Andreas Schöfberger war zwölf Jahre Kassier und erhielt die Ehrenmedaille in Silber des Kreisfeuerwehrverbandes. Josef Wagner war über 30 Jahre in verschiedene Funktionen in der Vorstandschaft tätig und bekam ebenfalls die Ehrenmedaille in Silber.

Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft gab es für Michael Ragaller und Josef Zitzelsberger jun. (25 Jahre). Auf 40 Jahre bringen es Erich Habereder, Werner Pauli und Alois Zimmermann. Stolze 50 Jahre halten Hans Hain, Siegfried Langner und Karl Unertl die Treue. Verabschiedet wurden nach sechs Jahren in der Vorstandschaft: Rudi Daxberger (Seniorenbeauftragter), Manuel Niederländer (Jugendwart), Marcel Wagner (Fahnenjunker), Dominik Unertl (Leiter Atemschutz) und Christoph Seider (Gerätewart).

ATEMSCHUTZ

Andreas Schöfberger und Martin Stocker absolvierten den Atemschutz-Leistungsbewerb des Bezirksfeuerwehrverbandes in Osterhofen in Bronze. Ziel ist es, die während der Ausbildung erworbenen Kenntnisse zu vertiefen. 123 Atemschutztrupps, von Feuerwehren aus ganz Niederbayern, haben sich den Herausforderungen gestellt.

TRINKHORN

60 Jahre war das Trinkhorn der FF Garham verschwunden. Jetzt ist das Schmuckstück wieder aufgetaucht. Besonders groß war die Freude beim Ehrenvorsitzenden Josef Saller, der selbst immer wieder auf der Suche nach dem symbolträchtigen Horn aus dem Jahr 1883 war. Spontan erklärte er sich bereit die „Beschaffungskosten“ zu übernehmen.

Erfolgreich beim Atemschutz-Leistungsbewerb waren Andreas Schöfberger und Martin Stocker (v.l.). Kommandant Erwin Schöfberger (r.) überreichte die Leistungsabzeichen. Es gratulierten Atemschutzbeauftrager Markus Weinzierl, 2. Kommandant Josef Feilmeier und Vorsitzender Simon Seider (ab. 3.v.r.) − Fotos: Franz X. Eder

Geehrte und Gratulanten (v.l.): Manuel Niederländer, Marcel Wagner, Dominik Unertl, 1. Kommandant Erwin Schöfberger, Andreas Schöfberger, Alois Bircheneder, Ehrenvorsitzender Ludwig Zitzelsberger, Bürgermeister Josef Kufner, Vorstand Simon Seider, 2. Vorstand Peter Heider, Siegfried Langner, Hans Hain und 2. Kommandant Josef Feilmeier.

Ludwig Zitzelsberger ist nun Ehrenvorsitzender der Feuerwehr Garham. Darüber hinaus erhielt er das Niederbayerische Feuerwehrehrenkreuz.

Quelle: pnp.de —−−Franz X. Eder

Mehr im Vilshofener Anzeiger vom  04.12.2024 oder unter PNP  nach einer kurzen Registrierung




Neuigkeiten für Garham: metron Eging plant Niederlassung im Gewerbepark – „Garhamer Winterzauber“ kommt

Garham

Wenige Fragen aus dem Publikum, dafür viele Neuerungen – darunter auch echte Überraschungen – haben die Bürgerversammlung für Garham (Markt Hofkirchen, Landkreis Passau) in der EC-Halle geprägt. Bürgermeister Josef Kufner informierte die über 120 Besucher unter anderem über die geplante Niederlassung des Messebauers metron Eging mit neuen Arbeitsplätzen im Gewerbepark.

Der Familienbetrieb Kainz will eine Messe-Manufaktur mit entsprechendem Logistik-Apparat in Garham realisieren. „Dazu hilft die Autobahn-Nähe natürlich enorm“, so der Bürgermeister zur Standortwahl. Dass damit zusätzliche Arbeitsplätze am Ort entstehen – „das schätzen wir sehr“, so Josef Kufner. Er wusste: Die für das Projekt benötigte Fläche von rund 25 000 Quadratmetern im Gewerbepark ist bereits erworben. Christian und Matthias Kainz stellten dann das Projekt vor, beeindruckend visualisiert an der Leinwand.

Einsätze in China und Las Vegas

Demnach hat metron Eging aktuell 22 000 Quadratmeter Lagerhallen an verschiedenen Orten angemietet, will jedoch künftig alles so zentral wie möglich gestalten. Die aktuelle Mitarbeiterzahl bezifferte Geschäftsführer Christian Kainz auf 360, 210 davon in Eging. Eine weitere Niederlassung hat der Global Player in Sachen Messebau 2018 in China eröffnet. Demnächst sind wieder Kräfte zum Aufbau von Messeständen in Las Vegas im Einsatz, wie es hieß. Nahezu täglich sei metron Eging beispielsweise in der BMW-Welt München vor Ort, um sich dort um das Interieur zu kümmern. „Weltweit und trotzdem verbunden mit der Heimat“, so beschrieb der Geschäftsführer die Firmen-Philosophie. Fast 2000 Lkw pro Jahr seien nur zur Material-Lieferung im Einsatz.

„Versprechen an die Region“

„Wir sind total glücklich, dass wir das Grundstück bekommen haben“, beteuerte Christian Kainz, der den Standort an der Autobahn als „ideal für uns“ bewertete. Die A3 sei einfach eine wichtige Ader, hob er hervor, ehe Sohn Matthias die Entscheidung für Garham als „absolutes Versprechen an die Region“ mit den guten Mitarbeitern in der Heimat bezeichnete. Es entstünden im Gewerbepark Garham neun bis zwölf Meter hohe Hallen mit Hochregalen und rund 10 000 Quadratmetern Lagerfläche. Für ihre Ausführungen erhielten die beiden Firmensprecher Applaus aus dem Publikum.

Winterzauber zum Zusammenkommen

Und auch eine Premiere verkündete der Bürgermeister: Aus einer Idee der letzten Bürgerversammlung entstand der „Garhamer Winterzauber“ als vereinsübergreifendes Projekt. Er findet ab 28. Dezember rund um den Dorfbrunnen statt mit der Gelegenheit, „dass alle Dorfleute zusammenkommen“, wobei das alte und das neue Dorf zusammenwachsen sollten. In diesem Zusammenhang kam Josef Kufner auch auf die Boccia-Anlage im Bereich des Wendehammers am neugestalteten Festplatz-Areal und Kindergarten-Umfeld zu sprechen, die mit relativ wenig Aufwand gestaltet worden sei und 2025 in Betrieb gehe. Aus der Zuhörerschaft war ein promptes „Vielen Dank“ zu vernehmen. Am Spielplatz gebe es neue Geräte, neu sei auch die Eröffnung einer Fahrschule am Ort.

Freuen darf sich die Dorfjugend über den Offenen Jugendtreff. Zur Verfügung stehe dafür ein Raum im Pfarrheim am Kirchberg 4 mit der teilweisen Nutzung eines Gewölbe-Nebenraums in Absprache mit dem Frauenbund.

Zehn Jahre Ehrenamt im Freibad

Ein großes Thema war das Freibad in Garham: 6800 Besucher wurden im Sommer registriert – die Zahl wachse stetig. Er verwies auf die barrierefreie Einstiegshilfe seit dem Abschluss der Beckensanierung. 200 000 Euro wurden dafür ausgegeben, Fachbüros hatten die Maßnahmen auf 2,4 Millionen Euro veranschlagt. Der besondere Dank des Bürgermeisters galt Christian und Gitti Pauli, die seit inzwischen zehn Jahren ehrenamtlich das Freibad betreuen. Auch dafür gab es Beifall. „Das ist unser Sommer-Hobby“, erklärte Christian Pauli und betonte, dass eine Wassertemperatur von 26 Grad immer gewährleistet sei in Garham. Das Ehepaar versicherte, sich schon auf die nächste Saison zu freuen, verbunden mit der Hoffnung auf einen schnellen Baufortschritt bei den noch anstehenden Maßnahmen im Freibad.

Gemeinsame Heizung fürs Freibad und EC Garham?

Hier hakte später im Fragenteil Werner Lösl, Vorsitzender des EC Garham, als unmittelbarer Nachbar des Freibades, ein. Da der Verein beschlossen habe, an seine Halle ein Stüberl anzubauen, wünschte er sich eine gemeinsame Lösung für die Beheizung mit dem Freibad-Gebäude. Generell erkundigte sich Lösl danach, warum es zu keiner Fernwärmeversorgung in Garham gekommen ist. Ein schrittweiser Ausbau für das Freibad-Betriebsgebäude sei angekündigt, erwiderte der Bürgermeister, über die Art der Heizung habe man sich aber noch keine Gedanken gemacht habe. „Sobald es eine Planung gibt, wird der EC einbezogen“, versicherte Josef Kufner. Zunächst gehe es aber um die Sanierung oder Erneuerung des Dachs. Zum Thema Fernwärme erklärte der Bürgermeister, dass die von mehreren Planungsbüros ermittelten Herstellungskosten für ein solches Netz erdrückend gewesen seien. „Im Augenblick sind konventionelle Heizungs-Einzellösungen günstiger“, so der Bürgermeister.

Beifall für Grundschulsanierung

Auch für die Beheizung der Grundschule in Garham wird es laut Kufner eine Einzellösung geben. Mit Beifall quittierten die Zuhörer die Aufzählung der vielen Details an der Bildungseinrichtung – die Generalsanierung kostete insgesamt 1,9 Millionen Euro, darunter Boulder-Wand und Hochbeete.

Nicht fehlen durften bei der Bürgerversammlung der Hinweis auf das neue Baugebiet Gsteinach mit Platz für insgesamt 13 Wohneinheiten sowie die bereits begonnenen Straßeninstandsetzungen samt Entwässerung. Dass es auch notwendig ist, die Hauptstraße herzurichten, bestätigte der Bürgermeister auf Nachfrage von Josef Kolbinger.

38 Verträge fehlen für Glasfaserausbau

Weiteres Thema war die in Planung befindliche Glasfaser-Infrastruktur durch das schwedische Unternehmen „open infra“. Zwei Vertreter des Konzerns appellierten – wie bereits bei der Bürgerversammlung in Hofkirchen – an die Hauseigentümer, sich bei Interesse zu melden. Noch fehlten 38 Verträge zu den bekannten Konditionen: 1230 Euro für 800 MegaBit an Geschwindigkeit im Down- und Upload für den Zeitraum von zwei Jahren. Danach würden die Leitungen für alle Anbieter geöffnet.

Als Anerkennung für über zehnjährige ehrenamtliche Dienste im Garhamer Freibad überreichte Bürgermeister Josef Kufner (v.r.) an Gitti und Christian Pauli Geschenke.

 

 

Quelle: pnp.de —−−Bernhard Brunner

Mehr im Vilshofener Anzeiger vom  16.11.2024 oder unter PNP  nach einBürgerversammlunger kurzen Registrierung




Schatzkiste Hofkirchen hat wieder Spenden verteilt: Diesmal gingen je 1000 Euro an Kindergärten

Hofkirchen

Durch den Verkauf vieler Warenspenden, war es der ehrenamtlich betriebenen „Schatzkiste“ wieder möglich, zwei Spenden innerhalb der Gemeinde Hofkirchen (Landkreis Passau) zu vergeben.

Nachdem zuletzt die Grundschulkinder bedacht wurden, habe man sich dieses Mal für die Kinder in den Kindergärten Hofkirchen und Garham entschieden. Jede Einrichtung konnte sich über 1000 Euro freuen und kann das Geld für Spielgeräte und weitere Anschaffungen verwenden, teilte die Schatzkiste mit.

Das Team fühlte sich beim Besuch beider Kindergärten herzlich willkommen und wurde von fröhlichen Kindern begrüßt.

Ausschließlich ehrenamtliche Mitarbeiter leisten in dieser Einrichtung eine nicht immer leichte Arbeit beim Sortieren, Vorbereiten und Einräumen gespendeter Waren für den Verkauf. Die Einnahmen werden ausschließlich für Spenden in der Region verwendet.

Öffnungszeiten

Die Schatzkiste in der Garhamer Straße ist erreichbar unter ✆ 0177/2839362 oder ✆ 0178/6149331. Die Öffnungszeiten sind Dienstag von 10 bis 12 Uhr, Freitag von 15 bis 17 Uhr sowie jeden 1. Samstag im Monat von 10 bis 12 Uhr.

− va

 


Scheckübergabe im Kindergarten Garham bei Leiterin Antje Duschl (v.l.) und dem Schatzkiste-Team mit Anneliese Schreiber, Karin Niedermeier, Oskar Hahn, Liane Hahn und Marlies Meister. − Fotos: Hahn

 

 

Quelle: pnp.de —−− va

Mehr im Vilshofener Anzeiger vom  19.10.2024 oder unter PNP  nach einer kurzen Registrierung




Markt beteiligt sich an Brandschutzkosten

Hofkirchen

Großzügig gezeigt hat sich der Marktgemeinderat gegenüber der Pfarrkirchenstiftung Mariä Himmelfahrt Hofkirchen im Zusammenhang mit der von ihr geplanten Umbaumaßnahme am sogenannten Apostelheim. Aufgrund gesetzlicher Bestimmungen müssen eine Rettungstreppe und eine weitere Tür nachgerüstet werden – mit Kosten von rund 25 000 Euro. 25 Prozent davon wird die Kommune gemäß dem Antrag vom 2. September übernehmen, so der einstimmige Beschluss des Ratsgremiums.

Bürgermeister Josef Kufner betonte, die genannten Maßnahmen seien erforderlich, „um die Rettungswege gewährleisten zu können“. Seitens der Diözese Passau werde der Umbau mit der Hälfte des finanziellen Aufwandes unterstützt. Die Pfarrkirchenstiftung beantragte bei der Marktgemeindeverwaltung eine Förderung von mindestens 25 Prozent der Gesamtkosten – konkret einen Betrag in Höhe von 6250 Euro. An kirchlichen Bauprojekten hat sich die Kommune bislang in der Regel mit einem Zuschuss von fünf Prozent der Baukosten – ohne Eigenleistungen – beteiligt, wie das Marktoberhaupt in der jüngsten Ratssitzung zu bedenken gab.

Allerdings dient das Apostelheim mit der Anschrift Kaiserstraße 1 in Hofkirchen auch als Ersatzbau für den alten Landjugendraum, der aufgrund der Platzgestaltung am bisherigen Standort beseitigt werden musste. Als Sondermaßnahme, so der Bürgermeister, sei dieser 2012/2013 im Rahmen der Städtebauförderung errichtet worden. Bereits damals habe sich der Markt Hofkirchen mit den Rohbaukosten daran beteiligt, erklärte Josef Kufner.

Künftig solle das Apostelheim bei Wahlen – überregional wie auf kommunaler Ebene – als weiteres Briefwahllokal genutzt werden, fügte der Bürgermeister hinzu und formulierte diese Tatsache als Auflage für die Kostenbeteiligung. „Vor diesem Hintergrund erscheint eine erhöhte Zuschussgewährung nach Bewertung der Verwaltung als vertretbar.“
Die übrigen Ratsmitglieder teilten diese Auffassung, sahen keinen Diskussionsbedarf und befürworteten den Antrag der Pfarrkirchenstiftung einstimmig. Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt laut Bürgermeister nach Fertigstellung der Baumaßnahme und nach Vorlage der Kostenabrechnungen ab dem kommenden Haushaltsjahr. Im Apostelheim finden auch die Seniorennachmittage der Pfarrgemeinde statt, wie Kufner ergänzend mitteilte.

Neues Wohnbaugebiet

Ohne Gegenstimme fasste der Marktgemeinderat auch den Satzungsbeschluss zum neuen Bebauungs- und Grünordnungsplan für das allgemeine Wohngebiet Gsteinach in Garham nach Abschluss der öffentlichen Auslegung mit Beteiligung der Behörden, der Träger öffentlicher Belange und der Bürger.

Seitens der Bürgerschaft seien keine Bedenken und Anregungen vorgebracht worden, berichtete der Bürgermeister. Die Anmerkungen von Behördenseite sind nach seinen Worten allesamt entsprechend abgewogen und in die Bauleitplanung eingearbeitet worden. In der nächsten Ratssitzung werde man sich mit der Liste der Kauf-Interessenten auseinandersetzen und die Auswahl treffen, kündigte Kufner an. Nach der öffentlichen Ausschreibung erfolge im Frühjahr die Erschließung des Baugebietes, wo im Spätsommer oder Herbst 2025 die Bebaubarkeit möglich sei.

Baumöglichkeiten schafft die Marktgemeinde ebenfalls durch den einmütig beschlossenen Erlass einer sogenannten Einbeziehungssatzung mit der Bezeichnung „Zaundorf West II“, wofür zuvor die entsprechende Änderung des Flächennutzungsplans mit integriertem Landschaftsplan einstimmig abgesegnet worden ist. „Es ist wichtig, dass auch die folgenden Generationen bei uns bleiben können“, sagte Kufner mit Blick auf die Schaffung von Baurecht in Außenorten. Auch Zaundorf solle sich weiterentwickeln können, so der Bürgermeister vor interessierten Zuhörern aus dem genannten Ortsteil. Ergänzend zum Bestand können durch Ortsansässige fünf weitere Wohngebäude dort realisiert werden.

Einstimmigkeit herrschte im Ratsgremium ebenfalls zur Änderung des Landschafts- und Flächennutzungsplans für das „Sondergebiet Solar Oberlangrain“, gekoppelt mit der Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungs- und Grünordnungsplans für eine Freiflächen-Photovoltaikanlage. Per Vertrag wird der Investor zur Verwirklichung des Vorhabens, verbunden mit der Übernahme der Planungs- und Erschließungskosten, verpflichtet.
Die elektrische Leistung der Anlage beträgt nach derzeitiger Planung und nach Stand der Technik rund 0,30 Megawatt Peak, wie es in dem Vertragswerk heißt. Die erzeugte Energie wird demnach in das öffentliche Netz eingespeist. Einig waren sich die Entscheidungsträger im Rathaus auch bei der Fassung des Feststellungsbeschlusses zur Änderung des Landschafts- und Flächennutzungsplans in Sachen „Sondergebiet Solarpark Eben“.

Rekord bei Jahresrechnung

Zuletzt vermeldete der Bürgermeister noch einen Rekord, was das Ergebnis der Haushaltsrechnung für 2023 betrifft. Wie Josef Kufner hervorhob, liegt das Gesamtvolumen bei gerundet 15 Millionen Euro. Es setzt sich aus 10,7 Millionen Euro im Verwaltungshaushalt mit den laufenden Einnahmen und Ausgaben sowie aus 4,2 Millionen Euro im Vermögensetat mit den Investitionen zusammen. „Ein solches Volumen haben wir noch nie gehabt“, hob das Marktoberhaupt voller Freude über diese Entwicklung hervor.
Somit kann die Kommune auch in der Vereinsförderung weiter großzügig sein – wie beispielsweise durch die aktuell beschlossene Gewährung eines Zuschusses von 1526 Euro zur Beschaffung neuer Luftgewehre durch die Donauschützen Hofkirchen. Das entspricht gemäß der gemeindlichen Zuschussrichtlinie 20 Prozent des Kaufpreises von insgesamt 7632 Euro. Ausbezahlt wird die Kostenbeteiligung im kommenden Haushaltsjahr.

 

 

 

 

Quelle: pnp.de —−− Bernhard Brunner

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Grüß Gott und auf Wiedersehen

Garham

Der Erntedank ist in der Pfarrei St. Nikolaus mit einem gut besuchten Familiengottesdienst und anschließender weltlicher Feier begangen worden. Die Erstkommunionkinder gestalteten den Gottesdienst. Begleitet wurden sie vom Kirchenchor unter Leitung von Bernarda Hartl.

Die Pfarrgemeinde freute sich über die diesjährige Ernte und dankte Gott für seine reichen Gaben. Den Erntealtar hatte der Garhamer Frauenbund mit Obst-, Garten-, Feld- und Waldfrüchten dekoriert und die Pfarrkirche mit der Erntekrone geschmückt. Pfarrer Dr. Joseph Peedikaparambil fand die richtigen Worte: „Die Festmesse an diesem Tag ist Dank für das tägliche Brot und drückt die Verbindung des Menschen zur Natur aus.“ Steffi Brunngraber gab den Impuls: „Wir danken für die Schöpfung, die Ernte und denen, die die viele Arbeit geleistet haben.“ Nachdem die Erstkommunionkinder die Gaben an den Altar gebracht hatten, versammelten sich alle Kinder um Altar und sangen das „Vater unser“.

Der feierliche Gottesdienst war auch der Rahmen für den Neuanfang und die Verabschiedung im Ministrantenteam. Insgesamt 22 Jahre leisteten Alina Glessinger (zehn Jahre), Oberministrant Gabriel Lang und Anja Luger (jeweils sechs Jahre) Dienst am Altar. Pfarrer Joseph dankte ihnen mit persönlichen Worten, einem Geschenk und einer Urkunde.

Groß war die Freude, Jonathan und Annika Reif, Jakob Riederer, Lena Schläger und Marlene Langner ins Mini-Team aufnehmen zu können. Pfarrer Joseph hängte ihnen das Ministrantenkreuz um und segnete die Messdiener.

Nach dem Erntedankgottesdienst lud der Pfarrcaritasverein ins Pfarrheim ein. Dort wurden Wurst- und Käsesemmeln, selbstgebackene Kuchen und Torten und Kaffee zum Verkauf angeboten.

− fe

 

 

 

 

Quelle: pnp.de —−− fe

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Valerii Holovnov (16) aus Hofkirchen hat mit 13 schon Fotos ans Forbes-Magazin verkauft

Garham

Über eine Million ukrainische Kriegsflüchtlinge leben in Deutschland. Einer von ihnen ist der heute 16-jährige Valerii Holovnov in Hofkirchen (Landkreis Passau). Mit seinem jüngeren Bruder und den Großeltern kam er 2022 nach Garham. Sein Opa Igor war als professioneller Fotograf tätig und hat rund 120.000 Publikationen in internationalen Medien vorzuweisen.

Das scheint auf den Enkel abgefärbt zu haben. Im Alter von 13 Jahren wurde Valerii zum jüngsten Fotografen, dessen Werke vom international bekannten Forbes Magazin gekauft und auf der Homepage verwendet wurden.

„Ich wollte einfach eine neue Beschäftigung finden, weil es mir irgendwann nicht mehr gefallen hat, den ganzen Tag mit Freunden Fußball zu spielen und erst um Mitternacht heimzukommen. Dann habe ich gesehen, wie mein Opa fotografiert, und das hat mir gut gefallen“, erzählt Valerii von seinen Anfängen vor drei Jahren.

Resultate „in all ihrer Schönheit“

Damit begann der Unterricht bei Großvater Igor, der ihm daraufhin die verschiedenen Funktionen und Anwendungsarten einer professionellen Kamera beigebracht hat. „Es gefällt mir vor allem, die Resultate meiner Arbeit in all ihrer Schönheit zu sehen“, erklärt Valerii, was für ihn den Reiz am Fotografieren ausmacht.

Fotos blieben nicht lange unentdeckt

Sein online einsehbares Portfolio besteht mittlerweile aus mehreren hundert Fotos. Einige davon sind ästhetisierte Aufnahmen von Unternehmenslogos, nachdem Großvater Igor ihm den Tipp gegeben hat, dass man damit gut das erste Geld verdienen könne. Und tatsächlich blieben die Resultate nicht lange unentdeckt.

Forbes kaufte Fotos

Das renommierte Wirtschaftsmagazin Forbes kaufte die Verwendungsrechte für mehrere Fotos von Valerii, um sie in Artikeln auf ihrer Homepage einzubauen. „Das war schon irgendwie lustig. Ich war zu dem Zeitpunkt wohl der jüngste Fotograf, dessen Fotos sie jemals verwendet haben. Ob das jetzt noch zutrifft, weiß ich allerdings nicht“, bleibt der Nachwuchsprofi bescheiden.

Auch Aufnahmen von Soldaten

Wirklich favorisierte Motive habe er nicht. Eines seiner Lieblingsfotos entstand beim Experimentieren mit dem Opa, als sie festgehalten haben, wie Cola in ein Glas eingeschenkt wird. Aber wenn er seine Motive entscheiden müsste, dann wären es wohl Menschen, meint der Berufsschüler. In seinem Portfolio lassen sich auch einige Aufnahmen von Soldaten finden. „Das war noch in Kiew, bei einer Militärparade. Ist schon länger her“, sagt Valerii.

„Ich muss mich auf mein Leben hier konzentrieren“

Seine Familie kommt aus der ostukrainischen Region Luhansk. In Folge des seit 2014 dort herrschenden Krieges zog es sie in die Nähe von Kiew. Nachdem das russische Militär 2022 eine groß angelegte Offensive auf das restliche Land startete und Richtung ukrainische Hauptstadt marschierte, mussten Valerii und seine Familie auch von dort weg. „Ich versuche nicht so viel daran zu denken“, sagt der 16-Jährige über den Krieg in seiner Heimat. „Ich muss mich auf mein Leben hier konzentrieren.“

Valerii will Models ablichten

Dennoch gibt es Geschichten, die ihm in Erinnerung bleiben. Sein Opa habe ihm erzählt, wie er auf russischen Stützpunkten in den besetzten Gebieten im Donbass als Fotograf für eine Reportage unterwegs war und dabei stets aufpassen musste, seinen ukrainischen Akzent zu verbergen, damit er nicht riskiert festgenommen zu werden. Valerii: „Aber ich soll so etwas nicht machen, das ist zu gefährlich“, sei gleich vom Großvater klargestellt worden.

Deswegen will er auch lieber Models ablichten oder für eine Zeitung arbeiten. Außerdem würde er gerne Tiere fotografieren, vielleicht mit seinem Opa eine Art Fotostudio eröffnen.

Schüler an der Berufsschule

Momentan komme er jedoch eher weniger dazu, seiner Leidenschaft nachzugehen, weil die Schule und das Deutsch Lernen ihn ziemlich auslaste. Valerii spricht fließend Ukrainisch, Russisch und Englisch. Sein Deutsch reicht zumindest zur simplen Verständigung im Alltag, doch fürs Vilshofener Gymnasium war es noch nicht genug, weswegen er jetzt die Berufsschule besucht.

„Mir gefällt das Leben in Deutschland sehr“

Danach will er weiter zur Schule, um irgendwann auf einer Hochschule Fotografie und Fotojournalismus zu studieren. Ob er jemals in die Ukraine zurückkehren kann oder will, ist für ihn noch unklar. Momentan sieht Valerii seine Zukunft eher hier: „Mir gefällt das Leben in Deutschland sehr.“

Ein Portrait von Valeriis Opa Igor – einst selbst Profifotograf – zeigt die Qualität von Valeriis Lichtbildern. − Foto: Valerii Holovnov

 

 

 

Quelle: pnp.de —−− Niklas Schneider

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Nur ein harter Weg führt zu sanierten Straßen in Hofkirchen: Dringender Handlungsbedarf am Burgberg

Hofkirchen / Garham

Mit Blick auf die enormen Kostensteigerungen in der Baubranche steht der Marktgemeinde Hofkirchen (Landkreis Passau) ein harter Weg bevor, um marode Gemeindeverbindungsstraßen zu sanieren. Der Bau- und Umweltausschuss machte sich in seiner überwiegend fahrenden Sitzung ein Bild von den Schäden an nicht wenigen Streckenabschnitten.

„Es ist keinesfalls zu früh, die Dinge anzugehen“, lautete das Fazit von Bürgermeister Josef Kufner (CSU) im Beisein von Bau-Ingenieur Gerhard Schönbuchner, der nun jeweils die Kosten und Ausführungsvarianten ermitteln soll. Deutlich sichtbar ist der Handlungsbedarf im Bereich Pirka-Henhart und am unteren Burgberg in Hilgartsberg.

In besorgte Gesichter blickte der Bürgermeister bei den Stationen der Tour während des knapp dreieinhalbstündigen Treffens am späten Nachmittag bis nach Einbruch der Dunkelheit, kommt doch auf die Kommune eine Menge an meist sehr aufwendigen Ausbesserungsarbeiten zu.

Straßenbau mehr Bedeutung schenken

Schon zu Beginn machte Kufner klar: „Wir müssen uns wieder mehr unseren Gemeindeverbindungsstraßen widmen.“ Dem Straßenbau solle in Zukunft eine größere Bedeutung geschenkt werden, fügte er hinzu und räumte ein, dass im Bereich Pirka-Henhart-Niederndorf in dieser Hinsicht „schon länger nichts mehr passiert“ sei. Dort ist auf Höhe Niederndorf allerdings bereits mit der Räumung und Sanierung der Straßengräben begonnen worden, um das Problem Oberflächenwasser wieder in den Griff zu bekommen. „Wir wollen uns bis Pirka durcharbeiten“, erklärte er.

Lob gab es für diese Maßnahme vom Chef des Ingenieurbüros Schönbuchner in Vilshofen. „Es ist ganz wichtig, dass die Entwässerung ertüchtigt wird“, hob Gerhard Schönbuchner hervor. Das Wasser müsse von den Straßen weggehalten werden, die sonst unterspült und beschädigt werden würden. „Die Grabenräumung ist das Beste, was die Gemeinde machen kann“, merkte der Planer ergänzend an.

Glättegefahr im Winter

Ein Beispiel für die Folgen von zu viel Wasser in Straßennähe findet sich beim neuen öffentlichen Löschwasserbehälter nahe Niederndorf, bei dessen Installation neben der Gemeindeverbindungsstraße die damit beauftragte Firma auf bisher nicht gekannte Quellen gestoßen ist. Seitdem drückt Wasser nicht nur durch die Böschungen und weicht den Straßenkörper auf, sondern fließt auch über die Fahrbahn – ein Missstand, der vor allem wegen der Glättegefahr bis zum Winter beseitigt wird, wie es hieß. Entlang einer Zufahrt wird dazu ein Graben gezogen.

Kostenintensiv und problematisch

Die technischen Möglichkeiten bei der Straßensanierung erläuterte Schönbuchner den Ausschuss-Mitgliedern und interessierten Anwohnern. Ein Anbau an eine bestehende Straße sei immer kostenintensiv und problematisch, zumal die Bankette oft nicht die nötige Tragfähigkeit aufwiesen, so der Diplom-Ingenieur. Daher müsse man Randbereiche eventuell im Vollausbau machen. Als Signale für einen schlechten Fahrbahnunterbau verwies er auf Risse im Asphalt in Form von Spinnennetzen.

Kostenexplosion durch alten Teer droht

Eine weitere Gefahr bei Sanierungsmaßnahmen sieht Schönbuchner darin, dass bis in die 1970er-Jahre hinein gesundheit- und umweltgefährdende Materialien – vor allem Pech und Teer – im Straßenbau verwendet worden seien, was alle Straßen aus dieser Zeit betreffe. Wegen der teuren Entsorgung drohe hier eine „Kostenexplosion“, so der Experte.

Die Grundlagen würden die Verantwortlichen der Marktgemeinde „in der Folge beschäftigen“, stellte der Bürgermeister fest. Berücksichtigt werden sollen bei den Straßensanierungen als bedarfsorientierte Lösungen jedoch nicht nur die Wirtschaftlichkeit, sondern auch die Langlebigkeit. Die Anzahl der betroffenen Abschnitte müsse an den gemeindlichen Haushalt angepasst werden – mit einer entsprechenden Priorisierung, sagte Kufner.

Gerhard Schönbuchner brachte die Möglichkeit ins Gespräch, staatliche Fördermittel zu bekommen, allerdings nur bei einem durchgängigen Ausbau von Gemeindeverbindungs- zwischen zwei Staatsstraßen und nur bei Berücksichtigung der Vorgaben für eine Ausbauweise nach dem gegenwärtigen Stand der Technik.

Risse mit Beton verfüllt

Zuschüsse von öffentlicher Hand erhofft man sich im Hofkirchener Rathaus auch für die Sanierung des unteren Burgbergs in Hilgartsberg – nicht zuletzt wegen der Bedeutung der dortigen Burgruine als Kulturerbe, wie bei dem Ortstermin dort angedeutet wurde. Die auf der Straße dort hangseitig aufgetretenen Risse – bis zu 40 Zentimeter tief – werden derzeit durch Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofs provisorisch mit Beton verfüllt, um weitere Schäden über den Winter zu verhindern, wie der Bürgermeister die Umstehenden informierte.

Kostenintensive Sanierung

Kufner zeigte sich dessen bewusst, dass die bauliche Ertüchtigung des unteren Teils der Straße – der Bereich oberhalb der Burgruine ist bereits in bewährter Weise saniert worden – kostenintensiv sein werde. Diplom-Ingenieur Schönbuchner erinnerte an das für den Burgberg erstellte Gutachten, das seit Ende Februar dieses Jahres vorliege und sowohl das Schadensbild als auch einen möglichen Sanierungsweg vorgebe. Eine Erkenntnis daraus: „Man braucht eine Hangsanierung mit allen Konsequenzen.“

„Gewisse Dringlichkeit“

In Josef Kufners Augen steht es außer Zweifel, dass die Umsetzung der Maßnahmen in Hilgartsberg nicht lange warten kann. Er sprach von der Besorgnis, die man vor allem mit den Anwohnern teile. Daher maß er nach der Rückkehr in den Rathaus-Sitzungssaal dem Projekt Burgberg, neben dem Abschnitt Pirka-Henhart-Niederndorf, „schon eine gewisse Dringlichkeit“ bei.

Sorgfalt statt Dringlichkeit

„Der Burgberg liegt mir wahnsinnig im Magen“, bekundete Marktrat Fabian Kapfhammer (CSU), der auf Eile bei der Ausführung drängte, denn „es wird nicht billiger“. Sorgfalt vor Dringlichkeit – so bewertete Alois Wenninger hingegen die Vorgehensweise für den Burgberg, um zu versuchen, Zuschüsse zu akquirieren und die richtige Lösung zu finden. Dort sei das Verkehrsaufkommen weniger hoch als in anderen Bereichen, so der Vize-Bürgermeister.

Ärger über Granitpflaster in Garhamer Hauptstraße

Gerhard Schönbuchner hielt ihm Aussagen aus dem Gutachten entgegen, in dem neben der Gefahr von Rutschungen das Risiko eines vollständigen Böschungsbruchs beschrieben ist. Eine Spezial-Tiefbaufirma solle hinzugezogen werden, riet der Planer.

Einstimmig beschloss der Bau- und Umweltausschuss, das Ingenieurbüro Schönbuchner mit der Kostenermittlung für die einzelnen Wegabschnitte und mit der Erarbeitung von Ausführungsvarianten zu beauftragen, die dann dem Gremium vorgestellt werden sollen. Eingeschlossen sind darin auch die ramponierte Hagenhamer Straße im Bereich Schulfeld und die Hauptstraße durch Garham, wo sich die Anwohner über den sehr lauten Pflasterbelag – er stammt aus der Dorferneuerungsmaßnahme – beklagen.

Auch die Wasserführung bereitet Probleme, verbunden mit erhöhter Straßenglätte im Winter. „Das ist eine Situation, die man überdenken muss“, sagte Bürgermeister Kufner, nach dessen Worten die Bindefrist für einst gewährte staatliche Fördermittel nicht mehr existent ist und somit das ungeliebte Pflaster notfalls entfernt werden könnte.

Marktrat Günter Troiber (ÜW) scheute sich nicht davor, in diesem Zusammenhang vor Ort das Wort „Schildbürgerstreich“ in den Mund zu nehmen.

 

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An der Hauptstraße in Garham klagen Anwohner über die Lautstärke beim Befahren des Granit-Kleinsteinpflasters. Laut Bürgermeister Kufner ist es „nur mal eine Überlegung“, den Pflasterbelag zu entfernen. − Fotos: Brunner

 

Quelle: pnp.de —−− Bernhard Brunner

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Neues Jugendforum soll 2025 starten

Hofkirchen

Noch mehr Offenheit für die Anliegen junger Bürger will die Marktgemeinde praktizieren. Ein deutliches Signal dafür kam jetzt aus dem Rathaus: Im Ausschuss für Soziales, Bildung und Kultur wurde über die Rahmenbedingungen für ein locker strukturiertes Jugendforum diskutiert und einstimmig beschlossen, dass es künftig in jedem Vierteljahr einmal tagen soll, um Wünsche und Anträge von Jungbürgern an den Marktgemeinderat zu formulieren. „Start ist im März 2025. Das ist der erste Termin“, betonte Bürgermeister Josef Kufner (CSU).

Antragsteller: Junge Union

Im Beisein des JU-Vorsitzenden von Garham/Hofkirchen, Thomas Buchner, aus dessen Gruppierung der Antrag fürs Jugendforum kam, machte Kufner klar, dass es im Marktrat bereits sehr positive Äußerungen dazu gegeben habe. Seitens der Verwaltung habe man nun einen Vorentwurf für Rahmenbedingungen eines Jugendforums erhalten – mit der ein oder anderen Frage, die jetzt im Ausschuss für Soziales, Bildung und Kultur zu diskutieren sei. Der Bürgermeister ging jeden einzelnen der acht Punkte durch.

Keine Wortmeldungen gab es zum Sinn und Zweck des Jugendforums, das – so Punkt eins – quartalsweise stattfinden und dazu dienen solle, den Jugendlichen Neuigkeiten und Entwicklungen aus der Gemeinde zu vermitteln. Andererseits solle das Jugendforum Raum für Diskussionen, Ideenaustausch und Projekt-Anstoß über mehrheitliche Beschlussfassungen bieten und damit die Einbindung Jugendlicher in den demokratischen Prozess fördern.

Punkt zwei zielt auf die politische Neutralität des Jugendforums ab. „Partei- oder Mitgliederwerbung oder Parteisymbole sind nicht zugelassen“, heißt es.

Um Punkt drei rankte sich eine erste Debatte im Ausschuss, ging es hier doch um die Festlegung der Altersgruppe für das Jugendforum. Bürgermeister Kufner schlug einen Rahmen von zwölf bis 17 Jahre vor, Markträtin Petra Söldner (SPD) plädierte für eine weitere Spanne von zehn bis 27 Jahren. Fabian Kapfhammer (CSU) hielt ein Spektrum von zwölf bis 18 Jahren für in Ordnung, worauf sich die Ausschuss-Mitglieder dann auch verständigten. Zustimmung fand ebenso der Passus, dass neben den Jugendlichen auch die jeweiligen Mitglieder des Ausschusses für Soziales, Bildung und Kultur oder deren Stellvertreter das Recht zur Teilnahme hätten und über die Tagungstermine informiert würden.

Den Punkt vier mit der Überschrift „Jugendschutz“ fasste das Gremium auf Vorschlag von Petra Söldner kürzer als im Entwurf vorgesehen. Demnach sollten bei Treffen einfach die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden. Kontroversen entwickelten sich zur Organisation der Tagungen des Jugendforums, insbesondere auch zu Regeln für Wortmeldungen, Anträge und Beschlussfassungen. Hierzu wurde Thomas Buchner, einziger Zuhörer der Sitzung am Dienstagabend, das Wort erteilt, der auf die im JU-Antrag enthaltene Altersobergrenze von 23 Jahren verwies. Darin nicht festgelegt sei jedoch eine Art Selbstverwaltung für das Jugendforum oder dessen Leitung durch eine der beiden Jugendbeauftragten der Marktgemeinde, Marianne Graf (CSU) oder Petra Söldner (SPD).

Ist das Rathaus der richtige Ort für die Treffen?

„Die JU wollte eine Plattform der Jugend haben für den Gemeinderat“, brachte Fabian Kapfhammer den Grundgedanken des ursprünglichen Antrags auf den Punkt. Aus dem Forum sollten Anträge an den Ausschuss für Soziales, Bildung und Kultur adressiert werden, „dass da was weitergeht“. Dieses Vorgehen würde quartalsweise den genannten Ausschuss bemühen, merkte Josef Kufner ergänzend an. Georg Stelzer (ÜW) sagte, er habe es genauso gesehen, dass sich die Jugend im Forum selbst organisiere und damit ein Sprachrohr habe. Es solle jedoch „kein festes Korsett“ geben, so der dritte Bürgermeister.

Aus den Punkten sechs und sieben der Rahmenbedingungen gehe auch nichts anderes hervor, erwiderte Bürgermeister Josef Kufner. Petra Söldner machte auf den zweimaligen Besuch des sogenannten Demokratie-Mobils des Kreisjugendrings in der Marktgemeinde aufmerksam, wo viele Anträge und Wünsche der Jugendlichen – unter anderem die Ansiedlung eines Schnellrestaurants in Hofkirchen – gesammelt worden seien. Aus ihrer inzwischen 26-jährigen Erfahrung als Lehrerin heraus meldete sie Bedenken an, ob zu einem Treffen im Rathaus viele Jugendliche kommen würden. Somit zog es der Bürgermeister vor, anstelle der Bildung einer Vorstandschaft für das Jugendforum zwei verantwortliche Personen als Kontaktpersonen zum Sozialausschuss zu finden, um eine Regelmäßigkeit und den Informationsfluss zu ermöglichen.

Georg Stelzer warnte vor einer Bevormundung der jungen Leute. Das Jugendforum solle Ideen entwickeln, die von einer Person an den Ausschuss weitergegeben würden. Die Termine für die quartalsmäßigen Treffen im Rathaus sollen im Gemeindeblatt festgelegt werden, wie Fabian Kapfhammer mahnte, der sich für eine Tagung der Jugendlichen mit dem Ausschuss stark machte. Stelzer vertrat die Ansicht, man sollte eine Starthilfe geben, „damit eine gewisse Struktur hineinkommt.“ Getagt werden sollte mit Ausschuss-Mitgliedern oder mit den Jugendbeauftragten. Im Bedarfsfall könne man „nachschärfen“, so der dritte Bürgermeister. Seitens der JU habe bei dem Antrag keine feste Vorgabe dazu geherrscht, wie Thomas Buchner beisteuerte.

In Punkt sieben der Rahmenbedingungen ist niedergeschrieben, dass das Jugendforum das Recht hat, mehrheitlich gefasste Beschlüsse oder Anträge je nach Zuständigkeit an den Marktrat oder den ersten Bürgermeister zu richten.

Jahresbericht für Marktrat bzw. Bürgermeister

Darüber hinaus könne beziehungsweise solle dem Gremium oder Marktoberhaupt ein Jahresbericht vorgelegt werden. Was ein mögliches Budget für das Jugendforum betrifft, waren die Ausschussmitglieder unschlüssig. Freilich sollte für die jugendlichen Teilnehmer an den Treffen im Rathaus Getränke gratis bereitgestellt werden. Sonst wollte sich Josef Kufner auf keinen Betrag festlegen, weil nicht bekannt sei, welche Anträge kämen und mit welchen Kosten diese verbunden wären.

Abschließend bat Petra Söldner zu überdenken, ob die Verwaltung nicht die relevante Altersgruppe in der Gemeindebevölkerung direkt anschreiben solle, „um an sie ranzukommen.“ Von Vorteil wäre es nach Söldners Überzeugung auch, das Jugendforum wechselweise in Hofkirchen und Garham abzuhalten. „Die Jugendlichen sollten beim ersten Mal den Ausschuss kennenlernen“, forderte Marianne Graf.

Thomas Buchner von der JU zeigte sich mit den beschlossenen Rahmenbedingungen zufrieden.

 

Quelle: pnp.de —−− Bernhard Brunner

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Zweimal geflüchtet: Endlich ist Ruhe in das Leben von Karyna Holovnova (37) aus Garham eingekehrt


Seit Februar 2023 leben Karyna Holovnova und ihre Familie in Deutschland, nachdem sie vor dem Krieg in der Ukraine geflohen waren. Sie ist angekommen in der neuen Heimat: Sie und ihr Mann haben schnell Arbeit gefunden, die Söhne gehen zur Schule und spielen Fußball. − Foto: Matthes
Garham

Zweimal hat Karyna Holovnova ihre Heimat verloren. Erst musste ihre Familie aus der Donbassregion im Osten der Ukraine in die Hauptstadt Kiew fliehen. Als die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs immer schlimmer wurden, entschieden sie sich zur erneuten Flucht, dieses Mal nach Deutschland.

Seit Februar 2023 wohnt Karyna Holovnova in Garham – ihr drittes Leben. Trotz aller Widrigkeiten, die sie in den vergangenen zehn Jahren erlebte, ist die Ukrainerin frohen Mutes. „Immer positiv bleiben“, sagt sie bei einer Tasse Tee im Café. In Deutschland ist sie voll angekommen.

„Alles war gut“

„In der Ukraine war alles gut vor dem Krieg, kein großer Unterschied zu Deutschland. Es gab Business, Krankenhäuser, Restaurants, Kultur, Cafés. Die Leute arbeiteten und reisten. Sie aßen Wurst und tranken Bier – so wie in Deutschland. Alles war gut“, erzählt die 37-Jährige.

Gebürtig aus Lugansk

Der Krieg begann für Karyna Holovnova 2014, als Russland weitgehend unbeachtet vom Westen die Krim besetzte. Karyna Holovnova lebte mit ihrer Familie in Lugansk in der Donbassregion im äußersten Osten der Ukraine, ihr Mann war Geschäftsführer einer kleinen Spedition. Als Russland Lugansk unter seine Kontrolle brachte, wurden Ukrainer entführt, gefoltert, exekutiert, zu Zwangsarbeit gezwungen. Es gab sexuelle Gewalt und ein Ukrainischverbot an Schulen, wie das Flüchtlingshilfswerk UNHCR die Lage im Juli 2014 einschätzte.

Flucht mit einem einzigen Koffer

„Die Situation war schlimm. Wir konnten nicht mehr da leben, wir mussten umziehen“, sagt Karyna Holovnova. Ihr jüngster Sohn war zu diesem Zeitpunkt gerade mal zehn Monate alt. Sie packten einen einzigen Koffer und flohen mit den zwei Kindern Hals über Kopf in die Hauptstadt Kiew.

Kompletter Neustart

„Wir starteten von null. Neue Wohnung, neue Arbeit, neue Schule, neue Freunde“, erzählt Karyna Holovnova. Und der Start war alles andere als einfach: Wohnraum war teuer und rar. Es dauerte vier Monate, bis sie eine Wohnung für die vierköpfige Familie und die Schwiegereltern fanden. „Zu der Zeit war ja nur ein Teil der Ukraine von Krieg betroffen. Die Leute in der Hauptstadt verstanden unsere Notlage nicht“, blickt Karyna zurück. Doch die Familie ließ sich nicht entmutigen.

Bis Februar 2022 lief es gut

Karyna begann als Nachhilfelehrerin für Englisch zu arbeiten. 2015 versuchte ihr Mann, seine Spedition wieder auf die Füße zu stellen – mit einem einzigen Lkw, der bald im internationalen Warenverkehr zwischen der Ukraine, Georgien, Tschechien und Polen unterwegs war. Die Familie richtete sich in Kiew ein neues Leben ein, es lief gut. Bis Februar 2022.

Reisepass und Rucksack parat

„Eine Woche vor Kriegsbeginn kam im TV eine Nachricht, dass es bald Krieg in der Ukraine geben würde und die Bürger sich vorbereiten sollten. Wir haben Reisepass und Rucksack bereit gelegt“, erinnert sich Karyna Holovnova. Dann passierte – nichts. Bis sie eines Nachts um 4 Uhr morgens vom Lärm einschlagender Bomben geweckt wurden. „Da haben wir verstanden: Der Krieg kommt. Wir müssen weg.“

Keine Zimmer frei

Die Familie setzte sich ins Auto, der Vater lenkte das Fahrzeug gen Westen, ohne genauen Plan, nur weg. Als sie eine Bleibe für die Nacht suchten, gab es keine Zimmer, keine Wohnungen, weil sehr viele Ukrainer gleichzeitig flohen. „Wir mussten zu viert im Auto übernachten, im ukrainischen Winter. Es war sehr, sehr kalt, viel kälter als es in Deutschland im Winter wird, und es war sehr viel Schnee“, sagt die Mutter und blickt eine Weile stumm in die Ferne, bevor sie ihre Geschichte weitererzählt.

„Deutschland gefiel und gut“

Nach vier Tagen boten ihnen Bekannte, die im Westen der Ukraine lebten, an, bei ihnen unterzukommen. Sie blieben dort einen Monat. Im März schickten Karyna und ihr Mann die Schwiegereltern, die mittlerweile aus Kiew nachgekommen waren, mit den Kindern vor nach Deutschland. Wie sie auf Deutschland kamen? Eine Reise hatte sie in der Vergangenheit nach Deutschland geführt. Sie hatten Frankfurt und Stuttgart besichtigt. „Deutschland gefiel uns sehr gut, die Leute waren sehr nett. Da sahen wir auch eine Entwicklungsmöglichkeit für unsere Kinder“, so Karyna.

Kein Strom, keine Heizung, keine Arbeit

Sie und ihr Mann hingegen wollten versuchen, die gerade neu aufgebaute Spedition von der Türkei aus weiter zu betreiben. „Wir fuhren ein Jahr lang zu zweit im Lkw, ich und mein Mann. Wir machten Fahrten für humanitäre Organisationen“, erzählt Karyna Holovnova. Im Winter 2023 führte sie eine Fahrt zurück in die Region um Kiew. „Es gab keinen Strom, keine Heizung, keine Arbeit. In der Wohnung hatte es sieben Grad, wir froren in unseren Jacken. Da entschieden wir, nach Deutschland zu fliehen.“

Februar 2023: die zweite Flucht

Zudem erzählten die Schwiegereltern immer öfter davon, wie heftig der jüngere Sohn weinte, weil seine Mama nicht da war. „Das war Stress für mich und für ihn. Wir verstanden, dass wir keine Wahl mehr hatten. Wir mussten bei den Kindern sein, ihnen helfen mit der Schule. Uns noch einmal ein neues Leben aufbauen.“ Im Februar 2023 floh das Ehepaar von der Ukraine über Ungarn nach Deutschland.

Neue Heimat heißt Garham

Die Großeltern waren mit den Kindern in Garham bei Vilshofen untergekommen – dorthin zogen auch Karyna und ihr Mann. Mittlerweile leben sie zu sechst in einem Haus. Die Söhne gehen zur Schule und spielen Fußball. Karyna hatte Deutsch in der Schule gelernt und an der Universität ein Diplom als Fremdsprachenlehrerin für Deutsch und Englisch erworben. „Das Ankommen in Deutschland war deshalb leichter für mich“, sagt sie.

Seminarleiterin bei Brückenkurs

Ihr Mann hingegen sprach kein Wort Deutsch. „Er ist aber ein sehr zielorientierter Mensch. Er verstand, dass er die Sprache jetzt lernen musste, um eine Zukunft zu haben.“ Nach sieben Monaten schloss ihr Mann das Deutschzertifikat auf Stufe B1 ab. Heute arbeitet er als Disponent, während Karyna als Seminarleiterin beim bfz in Vilshofen tätig ist. „Ich gebe dort einen Brückenkurs für Flüchtlinge und Migranten“, erzählt sie. Sie bringt ihnen also die Sprache bei, aber auch die kulturellen Regeln in Deutschland, in engem Kontakt mit Jobcenter und Arbeitsagentur.

Immer in Panik

Mit Freunden und Familienmitgliedern aus der Ukraine hat Karyna Holovnova weiter Kontakt – einige sind in der Ukraine geblieben, andere sind nach Großbritannien und in die USA geflohen. Ein Cousin, 24 Jahre alt, ist in der Armee und kämpft in der Donbassregion. „Ich schreibe jeden Tag mit ihm und schicke ihm Pakete mit Essen per Post“, erzählt Karyna, „die Leute in der Ukraine leben und hoffen, dass alles gut wird. Aber sie lächeln nicht mehr. Sie sind immer in Panik und sehr ernst. Alles ist sehr teuer, Lebensmittel und Medizin, es gibt keine Arbeit und kein Geld mehr.“

Fahrradfahren und Flohmärkte

Karyna hingegen ist angekommen in Deutschland. Sie hat mit dem Fahrradfahren begonnen, was für sie etwas sehr Deutsches ist. Und sie war das erste Mal auf einem Flohmarkt und hat sich CDs gekauft. „Die Unterhaltung mit den Leuten dort war eine gute Erfahrung. Die Leute hier sind sehr freundlich.“

Ein ganz normales Leben

Und: Zu Ostern versteckten die Nachbarn ihren Söhnen Osternester im Garten. „Das war etwas Neues“, erinnert sie sich. „Ich habe hier deutsche Freunde, wir feiern zusammen Geburtstag und Weihnachten. Wir führen jetzt ein ganz normales Leben. Endlich kehrt Ruhe ein.“

 


So schaut Integration aus: Zu Ostern haben die Nachbarn den beiden Söhnen Osternester im Garten versteckt – ein Brauch, den sie aus der Ukraine nicht kannten.

 

 

Quelle: pnp.de —−− Sandra Matthes

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Indischer Bischof zu Besuch: Heimatordinarius von Pfarrer Joseph feiert Gottesdienst in der Donaupfarrei

Hofkirche

Zahlreiche indische Ordenspater und Weltpriester sind seit Jahren in den deutschen Bistümern und somit auch in der Diözese Passau seelsorgerisch tätig. In Letzterem leben und wirken laut aktuellen Angaben rund 60 indische Geistliche.

Auch der Pfarrverband Hofkirchen mit seinen beiden Pfarreien Garham und Hofkirchen hat seit September 2022 mit Pfarrer Joseph Peedikaparambil erstmals einen indischen Seelsorger.

In zeitlich regelmäßigen Abständen besucht Pfarrer Joseph seine indische Heimat im südlichen Bundesstaat Kerala. Anfang dieses Jahres begleitete ihn dabei sogar eine kleine Hofkirchner Delegation und bekam einen detaillierten Einblick in Kultur und Landschaft.

Am vergangenen Sonntag stand nun erstmals ein Gegenbesuch aus Indien auf dem Plan. Bischof Pacemius war im Pfarrverband Hofkirchen zu Gast und feierte mit den Pfarrangehörigen einen feierlichen Gottesdienst in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt.

Pfarrer Joseph, der den Gottesdienst gemeinsam mit Bischof Pacemius zelebrierte, freute sich, seinen Heimatbischof in Hofkirchen herzlich willkommen heißen zu dürfen. Ein Gruß ging dabei auch an die Bürgermeister Josef Kufner, Alois Wenninger und Georg Stelzer, die als Vertreter für die politische Gemeinde vor Ort waren.

„Der Diener aller sein“

In seiner Predigt betonte Pfarrer Joseph, dass es das Ziel unseres irdischen Lebens sei, Menschen zu dienen und Menschen zu lieben. Er griff damit die Kernbotschaft des Tagesevangeliums auf: „Wer der Erste sein will, soll der Letzte von allen und der Diener aller sein“.

„Dienst am Nächsten“

Dank seiner seelsorgerischen Vergangenheit in Deutschland konnte auch Bischof Pacemius seine Gedanken in gutem Deutsch ausdrücken. Der Bischof ging in seinen Schlussworten auch auf das Thema „Dienen“ ein und stellte damit gleichzeitig einen Bezug zu seiner indischen Heimat her. Die zwei großen indischen Persönlichkeiten, Mahatma Gandhi und Mutter Theresa, haben nämlich ihre Größe und Anerkennung durch „demütiges Dienen“ und „Dienst am Nächsten“ erhalten.

Interessiert und menschennah

Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Hofkirchner Kirchenchor unter der Leitung von Organist Roland Rimbeck gestaltet. Die Gesangsgruppe verlieh der Messfeier wieder einmal einen sehr stimmungsvollen und feierlichen Rahmen. Im Anschluss an den Gottesdienst wurde dann Bischof Pacemius von der Pfarrei auf ein traditionell bayerisches Mittagessen in den Gasthof Buchner eingeladen. Sehr interessiert und menschennah suchte Bischof Pacemius dabei das Gespräch und den Austausch mit den Pfarrangehörigen.

Als nächste Veranstaltung steht in der Pfarrei Hofkirchen der Familiengottesdienst zum Ernte-Dank-Fest auf dem Programm. Der feierliche Rahmen wird dabei auch genutzt, um verdiente Ministranten zu verabschieden und gleichzeitig die „neuen Minis“ offiziell willkommen zu heißen.

 

 

 

Quelle: pnp.de —− Johannes Waas

Mehr im Vilshofener Anzeiger vom  27.09.2024 oder unter PNP  nach einer kurzen Registrierung

 




Alles nur gemalt: Stefan Bircheneder und seine außergewöhnliche „Werksführung“

Hengersberg / Garham

Die „Werksführung“ von Stefan Birchenender im Spital Hengersberg bietet neben dem ambivalenten Titel eine einzige Illusion. Bei den „Duschkabinen“ (330 x 90 x 220 Zentimeter, 2023) in der Ecke des Sonderausstellungsraumes sind nur die beiden Duschvorhänge echt. Die drei Duschkabinen bestehen aus 14 Leinwänden (mit Öl/Acryl bemalt), die Fugen der hellblauen 15 auf 15 Zentimeter großen Fliesen hat der Künstler mit dem Malstock gezogen.

Bircheneder, der in Hofkirchen (Landkreis Passau) und Regensburg lebt und arbeitet, hat mittlerweile den Ruf des „Spindmalers“. Assoziationen wie „Shabby Look“ und „Lost Places“, wie zum Beispiel beim Ölbild „Nulldiät 1“ (2021) kommen beim Betrachten der ca. 40 Werkstücke auf. Relikte aus der Arbeitswelt wie Schließfächer, ein Rollschrank (samt gemaltem Griff) oder eine Werkbank und ein Stuhl (mit Metallfüßen) – alles aus Leinwänden zusammen montiert – gelten mit fotorealistisch gemalten Gegenständen wie Putzmitteln, Sporttaschen oder Tennisschlägern und -schuhen als Metaphern für die Nutzer.

Was die Technik angeht, greift der 50-Jährige auf seine langjährige Erfahrung als Kirchenmaler und Restaurator zurück. Im barocken Ambiente hat er mit der Lasurtechnik echten Marmor vorgetäuscht. Jetzt bildet er ab, was nicht mehr wertvoll erscheint: angeschrammte, verbeulte und angerostete Spinde, die er mit grau-grüner Farbe imitiert. Retro-Nostalgie steckt im Detail mit Aufklebern wie „Mutter fährt jetzt auch zur Kur“. Nur eins ist original: Die Metallfüße, auf denen die „Leinwand-Spinde“ ruhen. Die entrostet Bircheneder erst und malt danach wieder „Rost“ drauf. Als Thema mit Variationen erweist sich die „Leitz-Kultur“, die auch Augenzwinkern erlaubt: Alles ist nur gemalt, sogar die „Sechsämtertropfen“-Flasche, die sich hinter den Akten und dem gemalten Paperback „Alkohol am Arbeitsplatz“ versteckt.

 

 

Quelle: pnp.de —− Josefine Eichwald

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Baugebiet „Gsteinach“ in Hofkirchen wird erweitert

Hofkirchen

Einiges zu berichten hat es seitens des Bürgermeisters in der ersten Marktgemeinderatssitzung nach der Sommerpause gegeben. „Wir haben eine sehr erfreuliche Freibad-Saison hinter uns“, erklärte Josef Kufner (CSU) und begründete seine Freude in erster Linie mit der beachtlichen Energiegewinnung durch die Photovoltaikanlage auf dem Dach des neuen Sanitärgebäudes, das beim Freibad in Hofkirchen errichtet wurde.

„Wir haben 10.200 Euro Stromkosten einsparen können“, informierte das Marktoberhaupt. Bei einer Investitionssumme von rund 30 000 Euro sei der finanziellen Aufwands für die Solarmodule einschließlich Technik „überschaubar“.

Lob für das Freibad im Hauptort der Kommune kam auch von 3. Bürgermeister Georg Stelzer (ÜW) – vor allem für das Personal, die Bademeister und das Kiosk-Team. Allerdings sind ihm ein paar Dinge aufgefallen, die man verbessern sollte.

Konkret regte Stelzer für den neu angelegten Parkplatz, auf dem kürzlich ein Fernlaster abgestellt war, ein Parkverbot für Lkw ab einem zulässigen Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen an, um eine Zweckentfremdung zu vermeiden. Als Behindertenbeauftragter der Marktgemeinde plädierte der 3. Bürgermeister ebenso für die Ausweisung von zwei Behinderten-Parkplätzen und die Installierung zusätzlicher Fahrradständer. „Das Schild für den Behindertenparkplatz ist bereits bestellt“, sagte der Bürgermeister dazu.

Vize-Bürgermeister Alois Penninger (CSU) wünschte sich obendrein E-Auto-Ladestellen am Freibad, was die Verwaltung zur Kenntnis nahm.

„Es geht voran“, hob Josef Kufner mit Blick auf die laufenden Baumaßnahmen in Hofkirchen hervor. In der Kaiserstraße wachse der Pavillon in die Höhe, die Arbeiten dort verliefen plangemäß. Auch am Ersatzbau an der Brandstelle im Ortszentrum herrsche emsige Bautätigkeit. Der Bürgermeister kündigte für den Herbst die anstehenden Straßensanierungen, unter anderem im Max-Peinkofer-Weg, sowie die Räumung von Straßengräben und sonstige Flickmaßnahmen nach Leitungssanierungen an.

Mit Bedauern tat Kufner kund, dass es für die Verkehrsschau an einem neuralgischen Punkt bei Zaundorf noch keinen Termin mit dem Staatlichen Bauamt gibt.

Probleme aufgetreten sind laut dem Bericht des Bürgermeisters bei der beabsichtigten Errichtung einer Lagerhalle für den gemeindlichen Bauhof in Hofkirchen, die nach Erkenntnissen des Landratsamtes Passau im Überflutungsbereich der Donau liegen würde. „Da müssen wir nacharbeiten“, betonte Josef Kufner.

Positiv hingegen war die Aussage zur Errichtung einer Seniorentagesstätte an der Deggendorfer Straße auf Höhe der Einfahrt zum Freibadparkplatz. Der Investor schließe gerade ein Projekt in Pentling ab und wolle danach mit der Baumaßnahme in Hofkirchen beginnen. Die Tagespflege, die der Pflegedienst Plank aus Fürstenzell betreiben werde, starte 2025, so der Bürgermeister.

Lobende Worte fand Josef Kufner für das abgeschlossene Ferienprogramm: „Es wurde sehr gut angenommen“, dankte er den beiden Jugendbeauftragten Petra Söldner (SPD) und Marianne Graf (CSU).

Neuigkeiten wusste er zu berichten über das alte Feuerwehrboot: Es wurde an ein Kinderhaus am Starnberger See verkauft. Der Preis lag über der ursprünglichen Bewertung.

Jeweils einstimmig gefasst wurden die Beschlüsse zu den vorliegenden privaten Bauanträgen, darunter für eine verlassene Hofstelle in Oberlangrain, die laut Bürgermeister Kufner nun wieder mit Leben erfüllt werden soll.

Einigkeit herrschte ebenso zum Anschluss von zwei Bauparzellen an das neue allgemeine Wohngebiet „Gsteinach“ in Garham auf Antrag des Grundstückseigentümers, der auch die Kosten für die entsprechenden Bauleitplan-Verfahren tragen muss. Dazu wird ein vorhabenbezogener Bebauungs- und Grünordnungsplan mit dem Titel „WA Gsteinach II“ aufgestellt.

 

 

 

 

Quelle: pnp.de —− Berhard Brunner

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Kunstmaler Stefan Bircheneder und Bandleader Bert Umminger mit Kulturpreis ausgezeichnet

Vilshofen / Garham

Der Verbund der acht Donaugemeinden – Buchhofen, Moos, Osterhofen, Künzing, Vilshofen, Windorf, Winzer und Hofkirchen – haben Bert Umminger aus Osterhofen, Dirigent und Arrangeur der Vilshofener „Jeremias Flickschuster Bigband“, sowie Stefan Bircheneder, fotorealistischer Objektmaler aus Kapfham in der Marktgemeinde Hofkirchen, zu den diesjährigen Trägern des von ihnen ausgelobten Kulturpreises gekürt.

Bei der Verleihungsfeier gab Umminger die damit verbundene Anerkennung an seine Musiker weiter, während Bircheneder – kurz vor dem 50. Geburtstag stehend – augenzwinkernd die Befürchtung äußerte, es könne auch „ein bisschen ein Alterspreis“ sein. Buchstäblich tonangebend war am Sonntagabend die vom Preisträger Umminger einmal mehr wunderbar geleitete Bigband.

Vilshofens Bürgermeister Florian Gams sprach den Zuhörern aus der Seele, als er von einem fulminanten Auftakt für einen Abend ganz im Zeiten der Kultur schwärmte. Zwei großen Persönlichkeiten werde der Preis – eine von dem Künstler Andreas Sobeck aus Deggendorf geschaffene Trophäe in Form eines Bootes auf einer Donauwelle – verliehen.

„Eine sehr gelungene Auswahl“

„Unsere Region ist reich an Kultur“, betonte Gams im Beisein weiterer Träger des Kulturpreises, der seit 2007 verliehen wird. Der Bürgermeister hielt es für gut, dass es so viele Mitbürger gebe, die sich im Kulturbereich engagierten. Damit werde der Boden bereitet, damit Kultur allen zugänglich sei. Gams‘ Dank galt vor allem dem Gremium des Gemeindeverbunds, das die diesjährigen Preisträger auserkoren habe – „eine sehr gelungene Auswahl“.

Als Vorsitzender des Kulturausschusses gab Hofkirchens Bürgermeister Josef Kufner zu bedenken, dass die Donau die acht Mitgliedsgemeinden verbinde, die sich als Zukunftsregion verstünden und sich ursprünglich zusammengetan hätten, um den umstrittenen Ausbau des Stroms für die Schifffahrt zu verhindern. „Es geht um unsere Heimat“, machte Kufner deutlich und schloss darin auch die Förderung des Kulturraums Donau ein, weshalb der Kulturpreis geschaffen worden sei. Die Kunst der beiden Preisträger 2024 „wird heute Abend für uns vertont und sichtbar“, fügte Kufner hinzu und schilderte seine persönlichen Eindrücke aus einem Besuch des Ateliers im Ortsteil Kapfham.

Bewunderung, Respekt, Faszination

Tief darauf eingegangen wurde von Laudator Florian Jung. Der Kulturreferent des Landkreises Deggendorf schickte seinen Ausführungen voraus, dass Bircheneders Werke „allseits mit Bewunderung, Respekt, Faszination wahrgenommen“ würden – und das auf unterschiedlichen Ebenen.

In der Jugend Kirchen und Schlösser besucht

In der Kindheit und Jugend habe der Künstler mit seiner Familie Kirchen und Schlösser in Niederbayern besucht, als Jugendlicher habe er ein Interesse an der Arbeit als Vergolder und Fassmaler entwickelt. Auf das Fachabitur im Bereich Gestaltung an der FOS in Straubing folgte eine Ausbildung zum Kirchenmaler und Restaurator. In diesem Beruf sei Bircheneder 20 Jahre lang tätig gewesen, ehe er im Jahr 2009 Fotos von den Außenanlagen im Regensburger Hafen gemacht und daraus Gemälde für eine Ausstellung aus der Serie „Hafenfenster“ erstellt habe.

Dem seit 2012 freischaffenden Künstler wird Malerei, die von der Wirklichkeit kaum zu unterscheiden ist, zugeschrieben. Er habe sich als Kirchenmaler den Umgang mit unterschiedlichen Farbsorten angeeignet und beherrsche Arbeitsschritte wie Lasurtechnik und Maserierung, ebenso das Spiel mit Licht und Schatten, die Präzision klarer Konturen, so der Laudator.

Auf dem Suche nach dem „Genius Loci“

„Lost Places“, also verlassene Räume, vorrangig stillgelegte Fabrikgebäude, spielen inzwischen die Hauptrolle in der Malerei des Künstlers, der so den Niedergang der Industriekultur in den Fokus rückt. Bircheneder sei auf der Suche nach dem „Genius Loci“, dem Geist und der Aura des Ortes.

Ausstellungen in Korea

Nicht unerwähnt blieben Bircheneders Erfolge bei Ausstellungen im In- und Ausland bis nach Korea und auf Kunstmessen, die Präsenz seiner Werke in renommierten Galerien sowie zahlreiche hochkarätige Preise und Stipendien. Er habe den Kulturpreis redlich verdient, denn er sei ein würdiger Vertreter der Kulturszene Ostbayerns und habe Spaß daran, die Betrachter seiner Gemälde mit den oft mehrdeutigen Titeln zu verunsichern.

Aktuell bis zum 3. November zu sehen gibt es eine Auswahl davon in der Kunstsammlung Ostbayern im sogenannten Spital in Hengersberg (Passauer Straße 38) im Rahmen der Sonderausstellung „Werksführung“ zu den Öffnungszeiten samstags und sonntags, jeweils von 14 bis 17 Uhr.

Eine Reihe von Anekdoten

Die jazzigen Töne sprachen für sich, was das Lebenswerk von Bandleader Bert Umminger betrifft. Doch einer seiner Ensemble-Musiker, Dr. Robert Metzler, wollte es dabei nicht bewenden lassen. Er würdigte den 1952 in Vilshofen am Stadtplatz geborenen Gymnasiallehrer für Physik und Mathe mit einer Reihe von Anekdoten.

Größter Fan und schärfste Kritikerin

Seine Frau Karin bezeichnete Robert Metzler als Ummingers größten Fan. Sie zähle aber ebenso zu dessen schärfsten Kritikern. Nicht nur einmal sei die Band durch meist altersbedingte Abgänge von Mitgliedern vor dem Aus gestanden, doch Umminger habe sie immer weitergeführt – auch dadurch, als Arrangeur seinen Akteuren die Noten buchstäblich auf den Leib zu schreiben.

Die Zuhörer erfuhren zwischen mehreren dargebotenen Stücken, dass es bei der Jeremias Flickschuster Bigband keine gekauften Noten gibt, sondern alle Arrangements von Umminger stammen, der über ein fundiertes und umfassendes Musikwissen verfügt. „Bert liebt es, seine Band zu überraschen“, bekundete Metzler – und sei es dadurch, ihr kurz vor der Probe frisch entstandene Notensätze aus seinem persönlichen Gedankenfundus zu präsentieren.

Horst Müller, Gründungsmitglieds der Vilshofener New Orleans City Stompers, wo Umminger einst auf Anregung seiner Mutter das Laufen im Jazz erlernt hatte, charakterisierte den Kulturpreisträger als einzigen Bandleader – verknüpft mit der Hoffnung und Bitte, dass Umminger noch viele Jahre so weitermacht.

Neben einem der außergewöhnlichen Lost-Places-Gemälde des Preisträgers Stefan Bircheneder demonstrierte Bert Umminger als Dirigent und Arrangeur der Jeremias Flickschuster Bigband, dass auch er völlig zurecht mit dem Kulturpreis der Donaugemeinden dekoriert worden ist.

 

 

 

Quelle: pnp.de —− Berhard Brunner

Mehr im Vilshofener Anzeiger vom  23.09.2024 oder unter PNP  nach einer kurzen Registrierung

 




Fünf Jugendfeuerwehren üben in Hofkirchen

Garham

Die Feuerwehraktionswoche findet bayernweit traditionell im September statt. Im Rahmen der Aktionswoche werden auch überörtliche Jugendübungen durchgeführt. Im KBM-Bereich 4.3 fand in Pirka die erste Übung statt. Fünf Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis Passau beteiligten sich an dieser Ausbildungsveranstaltung. Ihr Können konnten Mädchen und Burschen aus Hilgartsberg, Garham, Hofkirchen, Eging a.S. und Albersdorf bei einer Jugendübung im Schutzbereich der Feuerwehr Hilgartsberg unter Beweis stellen. Angenommenes Brandobjekt war das Autohaus Berger in Pirka.
Um 18:10 Uhr erfolgte die Alarmierung per Funksammelruf am Feuerwehrgerätehaus in Zaundorf: „Brand einer Halle beim Autohaus Berger in Pirka, B 3“. Der Hilgartsberger Kommandant Thomas Heider leitete umsichtig und souverän den Einsatz der verschiedenen Gruppen.

Mit Blaulicht und Martinshorn zum fiktiven Brand

 Mit Blaulicht und Martinshorn machten sich die Jugendfeuerwehren auf, um den fiktiven Brand zu löschen. Über Funk wurden den einzelnen Feuerwehren ihre Aufgaben mitgeteilt. So konnte sofort beim Eintreffen der ersten Wehren mit der Wasserentnahme aus einem Löschweiher und einer 450 Meter entfernten Löschwasserzisterne begonnen werden. Zum Einsatz sind insgesamt neun C-Strahlrohre und der Wasserwerfer der Eginger Drehleiter gekommen, um den Brand zu bekämpfen und die angrenzenden Gebäude abzuschirmen. Mit großem Eifer waren 40 Jugendliche und ihre 29 Betreuer dabei.

Lobende Worte für alle Teilnehmer

Bezirks- und Kreisjugendwart Robert Anzenberger, Kreisbrandinspektor Christian Schneider, die Kreisbrandmeister Johann Söldner und Stefan Nestler und Ehrenkreisbrandinspektor Alois Fischl verfolgten genau, wie die Jugendlichen die ihnen gestellten Aufgaben meisterten. Auch 2. Bürgermeister Alois Wenninger und als „Brandleider“ die Familie Berger hatten sich mit großem Interesse unter die Beobachter gemischt.
Zum Schluss gab es nur lobende Worte für alle Teilnehmer: „Wir sind alle stolz auf euch, ihr lebt Jugendfeuerwehr.“ Robert Anzenberger hob die gute Vorbereitung der jungen Leute auf die Übung hervor. Bei allem Ernst sei der Dienst in der Feuerwehr für die jungen Leute auch eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung.

Mit Blaulicht und Martinshorn zum fiktiven Brand

 Mit Blaulicht und Martinshorn machten sich die Jugendfeuerwehren auf, um den fiktiven Brand zu löschen. Über Funk wurden den einzelnen Feuerwehren ihre Aufgaben mitgeteilt. So konnte sofort beim Eintreffen der ersten Wehren mit der Wasserentnahme aus einem Löschweiher und einer 450 Meter entfernten Löschwasserzisterne begonnen werden. Zum Einsatz sind insgesamt neun C-Strahlrohre und der Wasserwerfer der Eginger Drehleiter gekommen, um den Brand zu bekämpfen und die angrenzenden Gebäude abzuschirmen. Mit großem Eifer waren 40 Jugendliche und ihre 29 Betreuer dabei.

Lobende Worte für alle Teilnehmer

Bezirks- und Kreisjugendwart Robert Anzenberger, Kreisbrandinspektor Christian Schneider, die Kreisbrandmeister Johann Söldner und Stefan Nestler und Ehrenkreisbrandinspektor Alois Fischl verfolgten genau, wie die Jugendlichen die ihnen gestellten Aufgaben meisterten. Auch 2. Bürgermeister Alois Wenninger und als „Brandleider“ die Familie Berger hatten sich mit großem Interesse unter die Beobachter gemischt.
Zum Schluss gab es nur lobende Worte für alle Teilnehmer: „Wir sind alle stolz auf euch, ihr lebt Jugendfeuerwehr.“ Robert Anzenberger hob die gute Vorbereitung der jungen Leute auf die Übung hervor. Bei allem Ernst sei der Dienst in der Feuerwehr für die jungen Leute auch eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung.

 

Quelle: pnp.de —− Franz X. Eder

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Kunst mit „Täuschungsgewitztheit“

Kapfham / Hengersberg

Sein Malstil ist vom Impressionismus geprägt, seine Bilder sind von der Wirklichkeit kaum zu unterscheiden, sie wirken auf den Betrachter wie ein Foto, ungemein realitätsnah. Die Kunstwerke von Stefan Bircheneder finden allseits Bewunderung und werden mit Faszination wahrgenommen.

35 Arbeiten des Künstlers aus Kapfham in der Gemeinde Hofkirchen sind in der Sonderausstellung „Werksführung“ im Spital Hengersberg zu sehen, die Bürgermeister Christian Mayer und der Kulturreferent des Landkreises Deggendorf, Florian Jung, am Freitag eröffneten.

Einführend brachte Christian Mayer zum Ausdruck, dass von Bircheneders Werken eine besondere Faszination ausgehe und einem beim ersten Blick auf die Bilder klar werde, dass er in seinem Schaffen keinen Aufwand scheue und er die von ihm angewandten Techniken perfekt beherrsche. Jung schilderte Vita, Arbeitsweise und Arbeiten des 1974 in Vilshofen geborenen und aufgewachsenen Künstlers, der sich schon als Kind für Kirchen und Schlösser und als Jugendlicher für die Arbeit der Vergolder und Fassmaler interessierte. Nach dem Besuch der Realschule Schöllnach und dem Fachabitur an der Fachoberschule Straubing im Bereich Gestaltung ließ er sich zum Kirchenmaler und Restaurator ausbilden. Nach 20 Jahren Berufserfahrung machte er sich 2012 als freischaffender Künstler selbstständig.

Auf die künstlerische Arbeit eingehend hob Jung hervor, dass es Stefan Bircheneder bestens verstehe, die Topografie präzise und in plastischer Genauigkeit darzustellen, wobei er immer wieder Bezüge zum Barock herstelle. Verwendung finden dabei Ölfarben, die der Künstler in hauchdünnen Farbschichten und Aussparungen aufbaut, ohne die Farbe Weiß zu verwenden. Durch diese Lasurtechnik erreicht er eine realistische Farbwiedergabe und kann strahlende Lichteinfälle einfangen.

Seine Gemälde prägen unter anderem den Niedergang der Industriekultur, sie zeigen den Verfall aufgegebener Räume und Orte. Ihnen schenke er seine Aufmerksamkeit, lasse sich auf sie ein, befasse sich intensiv mit ihnen und erfasse ihre jeweilige Atmosphäre, sagte Jung. „Ich selbst bin auf der Suche nach dem Genius Loci, dem Geist und der Aura des Ortes. All die Geschichten und Schicksale oder die Arbeiter selbst sind zwar nicht zu sehen, laden diesen Ort aber auf“, zitierte Jung eine Aussage Bircheneders, die sinngemäß für sein mit großer Empathie getragenes Wirken stehe.

Uhren, Spinde mit vermeintlich banalen, heute nutz- und wertlosen Gegenständen ausgestattet, Schließfächer, Ordner, Schlüsselkästen oder einen demolierten Duschraum mit heruntergefallenen Fliesen bringt Bircheneder so auf die Leinwand, dass man tatsächlich glaubt, man stünde vor dem Original. Obwohl anfassen der mit Brokatstoffen bespannten und bemalten Raumelemente nicht erlaubt ist, ist der Betrachter angehalten, zumindest mit einem kleinen Fingertupfer den Beweis anzutreten, dass es sich um eine Attrappe, ein dreidimensional gestaltetes Kunstwerk handelt. Die Kunsthistorikern und -journalistin Dr. Julia Behrens bezeichnete es als „Täuschungsgewitztheit“ und geht sogar noch einen Schritt weiter, indem sie sagt, dass Bircheneder so authentische Räume und Raumelemente auf Leinwänden erschaffe, dass deren Unechtheit nur auf der Rückseite zu erkennen sei. Seine oft mehrdeutig zu verstehenden Titel vermitteln neben ernsthaften Botschaften im Zusammenhang mit den jeweiligen Kunstwerken feinsinnigen, lautmalerischen Humor, so wie das beispielsweise in den Ausstellungsstücken „Pepsi-Test“, „Nulldiät“, „Leitzkultur“, „Sammelpunkt“ oder „Durchwahl“ zum Ausdruck komme.

Mit unermüdlichem Fleiß, gepaart mit Disziplin und Authentizität sowie der Konzentration auf bestimmte Motive auf etwas, das noch keiner gemacht hat, habe sich Bircheneder weit über die Grenzen seiner Heimat einen Namen gemacht, betonte Jung, auf zahlreiche Ausstellungen verweisend, zu denen Bircheneder unter anderem nach Korea, Prag oder Hamburg eingeladen wurde und die ihn in Museen nach Karlsruhe und Berlin führten. Daneben arbeitet er im In- und Ausland mit sechs Galerien zusammen.

Die musikalische Umrahmung der Vernissage übernahm das Trio „Spontane“ in der Besetzung Angelika Hoerburger, Elisabeth Hofmann und Bernhard Greiler, die mit Barockstücken und skandinavischen Volksliedern unterhielten.

 


Die Ausstellung ist bis 3. November zu sehen. Öffnungszeiten sind Samstag und Sonntag, jeweils von 14 bis 17 Uhr.

 


Fotorealistisch, wie hier ein Schlüsselkasten, aber auch mit großformatigen Ölgemälden, die Gegenstände von Industrieruinen oder verlassenen Arbeitsorten zeigen, setzt sich der Künstler auseinander.  − Fotos: Robert Fuchs

 

 

Die Ausstellung

Die Ausstellung ist bis 3. November zu sehen. Öffnungszeiten sind Samstag und Sonntag, jeweils von 14 bis 17 Uhr.

 

 

Quelle: pnp.de —− Robert Fuchs

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Das Furchtbare und das Wunderbare

Garham / Vilshofen

Eine Vernissage in der Ferienzeit bei hochsommerlichen Temperaturen: Das kann ein Wagnis sein. Wenn eine Stadt freilich ein so renommiertes Künstlerpaar wie Regina und Walter Schmidtmayer zu bieten hat, ist eher mit Verkehrschaos durch kaufwillige Fans zu rechnen wie mit ausbleibenden Besuchern, merkte ein Fan humorvoll an.

Tatsächlich drängten sich die Besucher am Donnerstagabend in allen Stockwerken der Turmgalerie, um die Bilder von Regina Schmidtmayer aus drei Jahrzehnten sowie die Objekte von Walter Schmidtmayer zu betrachten. Beide hatten sie die ganze Fülle ihres Werks ausgebreitet und klug arrangiert. In Rot- und Blautönen flammen die farbenprächtigen Bilder der Künstlerin im Hauptraum, dazwischen bilden Walter Schmidtmayers reduzierte Skulpturen aus verschweißten Eisenteilen mit doppeldeutigen Titeln, oft von einem seiner Gedichte flankiert, einen reizvollen Kontrast.

Erika Schwitulla, Vorsitzende des ausrichtenden Kultur- und Geschichtsvereins, freute sich ebenso wie Bürgermeister Florian Gams und Hofkirchens Bürgermeister Alois Wenninger über die beeindruckende Doppelausstellung. Humorvoll fasste sie das erste Zusammentreffen der beiden in Jugendjahren, heimliche Treffen auf dem Volksfest mit anschließend verhängtem Hausarrest und endlich die ersehnte Gründung einer Familie in Worte.

„140 Jahre Kunst“ lautet der Titel der Schau, und davon seien mindestens 100 Jahre Arbeit gewesen, so der Laudator Dr. Stefan Rammer: „Schwerstarbeit! Denn das ist Kunst.“ Rammer schilderte einen Werkstattbesuch beim Künstlerpaar in Garham, wo er in jedem Winkel, an jeder Wand, unter den Bäumen und auf der Terrasse Kunst und Geschichten entdeckte. Die Gemälde der Kulturpreisträgerin Regina Schmidtmayers haben ihn tief beeindruckt, gestand er: „Hier schafft jemand Bilder, für den das Furchtbare und das Wunderbare Realitäten sind.“

Doch auch die Skulpturen von Walter Schmidtmayer, die den Garten bevölkern und die nun in der Turmgalerie zu sehen sind, bestaunte Rammer. Der Künstler habe ein Auge fürs Material, für Schmiedehammer und Zange, Türscharniere und Riegel, die er kombiniere und zusammen schweiße: „Heraus kommt Zärtliches, ein Botschafter, ein Engel.“ Die Kunstwerke des Paares, so der Journalist, beschäftigen sich mit dem Wesentlichen und sind niemals Deko. Vielmehr öffnen sie einen weiten Raum für eine Sinnsuche, die hinter das Dargestellte blickt.

Zwischen den Wortbeiträgen spielte das Gitarrenensemble Jutta Pusch anmutige Melodien. Neben Vroni Donaubauer und Silvia Aschenbrenner griff auch die Künstlerin persönlich in die Saiten. Am Ende ließ ein Gitarrentusch aufhorchen, der Besonderes ankündigte. Das Paar hatte sich zum 140. Geburtstag eine Kunstdokumentation gegönnt, die die Autorin und Verlegerin Constanze Müller auf einem goldenen Tablett servierte. „Kunst erzählt Leben“ heißt das 114 Seiten starke Buch.

Die Publikation besticht durch eine große Fülle an Abbildungen – Ölbilder, Kohle-, Pastellkreide- und Bleistiftzeichnungen, Aquarelle und Lithografien – von Regina Schmidtmayer. Im zweiten Teil wird der Metallkünstler Walter Schmidtmayer gewürdigt.

In kurzen Kapiteln wird zudem der Lebensweg von Regina Schmidtmayer nachgezeichnet, die sich unbeirrt und allen Widrigkeiten zum Trotz den Traum eines reichen künstlerischen Schaffens ermöglichte.


Die Ausstellung „140 Jahre Kunst“ kann bis 6. Oktober jeweils Donnerstag von 16 bis 19 Uhr und Freitag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr besichtigt werden.


Eine Melange aus Weiß, Blau und Schwarz: 2022 malte Regina Schmidtmayer das Bild „Wuida Winter“, das ebenfalls in der Turmgalerie besichtigt werden kann.

 

Eine umfangreiche Publikation über Regina und Walter Schmidtmayer hat Constanze Müller (r.) erarbeitet.

„Der Schmetterling“ kostete Walter Schmidtmayer viel Mühe. Eine Kobra schwebte ihm ursprünglich vor, bis sich plötzlich das zarte Tier durchsetzte.

 

 

Die Ausstellung

140 Jahre Kunst“, zu sehen bis 6. Oktober, donnerstags 16-19 Uhr, freitags bis sonntags 14-17 Uhr.

 

 

Quelle: pnp.de —− Gesine Hirtler-Rieger

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Das Gespür der Schmidtmayers für Kunst

Garham / Vilshofen

„140 Jahre Kunst“ ist die Ausstellung von Regina und Walter Schmidtmayer augenzwinkernd überschrieben. Anlass ist beider 70. Geburtstag in diesem Jahr. Im Titel schwingt ein Hauch von Retrospektive mit. Aber beide sind weiter künstlerisch aktiv.

Beachtlich ist die Auflistung von Ausstellungen, in denen Regina Schmidtmayer seit 1987 ihre Bilder präsentiert, ebenso beachtlich ist die Bandbreite ihrer Arbeiten. Sie zeichnet mit Kohle, Kreide und Bleistift, malt Aquarelle, auch Lithografien gehören zu ihrem Repertoire, das große Spektrum ihrer Möglichkeiten wird auch bei der Farbgebung deutlich.

Ebenso breitgefächert ist die Wahl ihrer Motive: ihre unmittelbare Umwelt, städtische Landschaften, die Natur in ihren vielfältigen Aspekten, Stillleben, Blumen, Bäume, das von Menschen Geschaffene, wie es sich in ihren Masken und Puppenbildern zeigt. Immer wiederkehrende Hauptmotive sind reduziert gearbeitete Landschaften und Stadtansichten als spontane Momentaufnahmen.

Der Stil der Kulturpreisträgerin des Landkreises Passau (2015) und der acht Donaugemeinden (2010) wird gerne als „Konzentration auf das Wesentliche“ charakterisiert. Was bei ihrer Freude am Detail und Herausarbeiten der Überfülle eines Objekts meint: das Herausschälen des Kerns des Dargestellten. Schließlich hat Regina Schmidtmayer beim akademischen Maler und Grafiker Karl Schöttner in Passau sowie bei Hermann Eller in Natternberg gelernt, dem in Niederbayern populären Meister der Stillleben, Porträts und Landschaften.

Ehemann Walter, den Regina 1970 kennenlernte, beschäftigte sich neben seiner Haupttätigkeit als Vertriebsdirektor seit 1999 in seiner Freizeit mit der Herstellung von Skulpturen, vorwiegend aus Eisen in Kombination mit Stein, Glas, Holz. Walter Schmidtmayers Bestreben ist es nach eigenem Bekunden, möglichst reduziert zu arbeiten und mit geringstem Materialeinsatz eine hohe Aussage- und Ausdruckskraft zu erhalten und so den Betrachter zu fesseln.

„Mit Gefühl aus etwas Altem beeindruckend Neues zu machen und damit den veränderten Materialien wieder eine hohe Wertigkeit geben“, beschreibt er seine Arbeiten, die sich durch hintersinnigen Witz auszeichnen. Dass seine Skulpturen mit der Zeit immer abstrakter werden, er sich zudem der Lyrik widmet, ist eine logische künstlerische Weiterentwicklung.

Einen Einblick in ihr kreatives Gespür und ihr Können geben die in Garham lebenden Regina und Walter Schmidtmayer in ihrer erst zweiten gemeinsamen Ausstellung in der Turmgalerie Vilshofen. Diese wird mit einer Vernissage am Donnerstag, 5. September, 19 Uhr, von der Vorsitzenden des Kultur- und Geschichtsvereins Vilshofen Erika Schwitulla eröffnet. Die Laudatio wird der Kulturjournalist Dr. Stefan Rammer halten, das Gitarrenensemble Jutta Pusch wird die Eröffnung musikalisch begleiten.


Behütet nennt Walter Schmidtmayer diese Skulptur.

 

 

Die Ausstellung

140 Jahre Kunst“, zu sehen bis 6. Oktober, donnerstags 16-19 Uhr, freitags bis sonntags 14-17 Uhr.

 

 

Quelle: pnp.de —− grf

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Neues Baugebiet mit Fernblick inklusive: Markt Hofkirchen weist in Gsteinach zehn Parzellen aus

Garham

„Derzeit sind keine Bauparzellen frei“, ist gegenwärtig auf der Internet-Seite der Marktgemeinde Hofkirchen zu lesen. Diese Situation soll sich allerdings in absehbarer Zeit ändern. „Gsteinach“ heißt die neue Siedlung, die von der Kommune im Ortsteil Garham ausgewiesen wird. Für das entsprechende Bebauungsplan-Verfahren läuft bereits die zweite Auslegungsphase.

Über den Winter sollen die Erschließungsarbeiten ausgeschrieben werden, deren Realisierung für Frühjahr 2025 folgt, wie Bürgermeister Josef Kufner erklärt. „Im Spätsommer haben wir dann ein fertiges Baugebiet“, fügt das Marktoberhaupt hinzu.

Das „WA Gsteinach“, so die offizielle Bezeichnung des Areals, wobei die Abkürzung auf ein allgemeines Wohngebiet hindeutet, schließt sich an das 2021 erschlossene Baugebiet mit der Bezeichnung „Pfarrer-Klinger-Straße“ an. Die Parzellen befinden sich in der Verlängerung der Hagenhamer Straße, angrenzend an die Schulstraße. „Bester Südhang“, schwärmt der Bürgermeister und verweist auf das grundsätzliche Ziel der Marktgemeinde, Wohnen in ihrem Zuständigkeitsbereich zu ermöglichen.

17 Wohneinheiten sind in dem künftigen Baugebiet möglich. Im Detail: sieben Parzellen für das nach Kufners Worten klassische Einfamilienhaus mit Doppelgarage auf jeweils 500 Quadratmeter großen Grundstücken, „damit es weiterhin bezahlbar ist.“ Am Fuße der Gesamtfläche in Hanglage sind auf drei Parzellen mit zwischen 760 und 950 Quadratmetern Ausdehnung Mehrparteienhäuser vorgesehen.

Fernsicht in Voralpenraum

„Wir haben das Baugebiet an die geographischen Verhältnisse angepasst“, betont der Bürgermeister und begründet die Vorgabe, Hanghäuser zu errichten. Dadurch entstehe eine Art Terrassierung, die von allen Grundstücken aus eine entsprechende Fernsicht in den Voralpenraum, bei Föhnwetterlage sogar auf die vielen markanten Gipfel der Alpen garantiert.

Besonders macht Kufner auf die Möglichkeit vielseitigen Bauens in Gsteinach aufmerksam, womit zugleich für die von den übergeordneten Behörden aus städtebaulichen Aspekten geforderte Innenraum-Verdichtung gesorgt wird – im Gegensatz zur Ausweisung neuer Baugebiete an den Ortsrändern. Als komfortabel bewertet das Marktoberhaupt die 6,20 Meter breite Zufahrt zu den Parzellen unter Berücksichtigung eines sogenannten Mehrzweckstreifens, um etwa ausreichend große Räumzonen zur Schnee-Zwischenlagerung durch den Winterdienst zu schaffen.

Das Interesse ist groß

Den Weitblick bei der Konzeptionierung des neuen Wohngebietes für Familien, Paare und Singles aller Altersgruppen unterstreichen auch ein Wendehammer, ausreichend groß dimensioniert für Müllfahrzeuge, und die Tatsache, dass eine Erweiterung der Siedlung in westlicher Richtung schon jetzt in Betracht gezogen wird. Denn das Interesse an den Grundstücken – bisher Ackerland – ist bereits groß, wie Josef Kufner hervorhebt.

Garham entwickelt sich weiter

Wer eine der Parzellen erwerben wolle, könne sich ab sofort auf eine Liste setzen lassen. „Die Vergabe erfolgt dann durch den Marktgemeinderat“, ergänzt der Bürgermeister und verweist auf weitere detaillierte Informationen zum Wohngebiet Gsteinach auf der Homepage der Kommune, wo auch ein Antragsformular zu finden ist. „So entwickelt sich der Ort Garham weiter“, zeigt sich Kufner überzeugt.

Umfangreiche Infrastruktur

Als Vorzüge des Hofkirchener Ortsteils im Vorwaldbereich des Bayerischen Waldes preist der Bürgermeister neben der überörtlichen Verkehrsanbindung durch die nahe Autobahn die umfangreiche Infrastruktur mit Kindergarten und Schule – beide Institutionen sind nur wenige hundert Meter vom „WA Gsteinach“ entfernt – sowie einem eigenen Freibad und mehreren Kinderspielplätzen.

Nicht unerwähnt lässt Kufner auch die gute Nahversorgung durch einen Lebensmittelmarkt mit Poststelle und eine Getränkehandlung. „Außerdem besteht in Garham ein reges Vereinsleben mit einem entsprechenden Angebot, in das sich die Jugend und alle Bürger aktiv einbringen können.“

 

In ruhiger und doch zentraler Lage von Garham befindet sich das künftige Wohngebiet Gsteinach, derzeit noch ein gelb leuchtendes Stoppelfeld.  − Fotos: Brunner

 

 

Quelle: pnp.de — va

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Für eine liebenswertere Welt: Christian Pauli bekleidet viele Ehrenämter in und um Garham

Hofkirchen

Früher war er Marinesoldat. Heute besteht seine Uniform aus weißem T-Shirt, Badeshorts und Sandalen. „Das weiße T-Shirt hat für die Kinder hier oberste Autorität“, lacht Christian Pauli, „natürlich sind die mal übermütig. Wo sollen sie auch sonst toben? Aber wenn ich in dem weißen T-Shirt aufstehe, sind sie sofort aufmerksam.“

Der 63-Jährige ist ehrenamtlicher Bademeister vom Freibad in Garham. Aber nicht nur das. Über seine Ehrenämter muss man sich erst mal zusammen einen Überblick erarbeiten:

Nachbarschaftshilfe: „Ja.“ Sportwart im Tennisclub: „18 Jahre in der Vorstandschaft. Jetzt geht‘s zeitlich nicht mehr.“ Fußballtrainer: „War ich.“ Marktrat: „Bin ich nach wie vor.“ Hofnarria: „Oh ja! Zwölf Jahre Präsident.“ Und jetzt ist er Mister Freibad, kümmert sich ehrenamtlich um die Freizeiteinrichtung der Gemeinde. Seine rechte Hand dabei ist seine Frau Brigitte.

Im Freibad beginnt Paulis Tag um 6.30 Uhr. Seit zehn Jahren die gleiche Routine. Erst muss der Poolgrund sauber gemacht werden – heutzutage mit einem Roboter. Dann: Chlorgehalt checken, gegebenenfalls nachfüllen, Betriebstagebuch ausfüllen, Gartenpflege, wenn es sein muss.

Klasse Schwimmer in Garham

Dann hört er sie schon, die Kinderstimmen aus Richtung Parkplatz. Zeit für den Schwimmkurs. „Über 100 Kindern hast du bestimmt schon das Schwimmen beigebracht“, wirft Ehefrau Brigitte ein, während sie Eis in den Kühlschrank legt. Den Kiosk im Freibad betreiben die beiden zusammen. „Es waren über 200“, meint Christian Pauli.

Erst am Tag zuvor hatte ihn ein Grundschullehrer besucht und gesagt: „Ich bin schon an so vielen Schulen gewesen, aber dass eine ganze Klasse so wie hier in Garham schwimmen kann, das habe ich noch nie erlebt.“

Pauli lässt das Freibad immer so lange auf, wie Leute da sind. Aber an diesem Tag wird er um 20 Uhr schließen, denn er hat noch Fraktionssprechersitzung. Für die SPD sitzt er im Marktrat, ist Fraktionsvorsitzender, war Bürgermeisterkandidat.

„Ich wollte mitgestalten“

Wie kam‘s zur lokalpolitischen Tätigkeit? „2012 stand fest, dass ich beruflich nicht mehr versetzt werde, sondern in Garham bleiben kann. Der damalige Bürgermeister Willi Wagenpfeil bekam davon Wind und klopfte bei mir an“, erzählt Pauli. Er wollte sowieso was tun: „Ich gehöre nicht zu denen, die mit der Pension in ein Loch fallen. Ich wollte mitgestalten“, sagt der Ehrenamtliche.

Schönes Umfeld für Jugendliche bieten

Im Marktrat war er zwei Perioden lang Jugendbeauftragter, organisierte das Ferienprogramm. Kindern und Jugendlichen in Hofkirchen ein schönes Umfeld zu bieten, ist seine Hauptmotivation. Sie zieht sich durch: vom Schwimmlehrer zum Tennis-Sportwart, vom Fußballtrainer zum Faschingsfreunde-Präsidenten.

„Ich sage immer: In Vereinen fängt die Sozialisierung an. Man muss Kindern die Möglichkeit geben, sich zu entwickeln. Das geht in der Gemeinschaft, weil sie dann sowohl lernen, sich durchzusetzen, als auch Rücksicht zu nehmen“, ist der Vater von zwei erwachsenen Kindern überzeugt.

„Hey, Trainer, servus“

Er freut sich immer, wenn ihn Schützlinge von früher auf der Straße mit „Hey, Trainer, servus“ (Fußball) oder „Hey Präsi“ (Fasching) anreden. „Dann sag ich immer: Präsident bin ich nicht mehr.“ Aber Ehrenpräsident ist er, ernannt 2022, coronabedingt drei Jahre nach Ende seiner Präsidentschaft. Als Präsident hatte er unter anderem das Prinzengardetreffen aus der Oberpfalz nach Niederbayern geholt. „Fasching ist eine Leidenschaft. Das war für mich eine Dekade, die unvergessen bleibt mit vielen schönen Erinnerungen.“

Er packt an und koordiniert

Wenn jemand Hilfe braucht im Garten oder Haushalt, zu Fahrten, dann genügt ein Anruf bei Pauli. Er packt nicht nur selbst mit an, sondern koordiniert auch die 21 Helfer. „Die Leute sollen sich noch mehr trauen, anzurufen. Wir schicken jemanden“, wünscht er sich mehr Zuspruch.

Im Sommer organisiert der 63-Jährige die Nachbarschaftshilfe vom Freibad aus. Im Winter hat er selbst Zeit, um zum Beispiel bei Senioren Schnee zu schaufeln.

Wie kommt es überhaupt dazu, dass man so viel ehrenamtlich tut? Christian Pauli grinst. „Da reicht es, wenn man schlecht Nein sagen kann. Schon ist man irgendwo Vorstand.“

Das Ja-Sagen irgendwann schon mal bereut? Pauli: „Nein, sonst hätte ich mir das Nein-Sagen ja schon angewöhnt.“

Zeit für andere investieren

Aber jetzt mal Hand aufs Herz: Warum das alles? Pauli denkt nach. „Weil es ein Stück weit Erfüllung ist. Es tut gut, sich abends aufs Kanapee zu setzen und festzustellen: Heute hab ich Gutes getan. Und wenn jeder ein bisschen Zeit für jemand anderen investieren würde, würde die Welt noch viel liebenswerter sein“, sagt ein ernsthafter Christian Pauli, der sonst eigentlich immer lacht.

 

 


Die Hofnarria-Mitglieder bei der Faschingsmesse in der Pfarrkirche in Hofkirchen. Christian Pauli mitten drin. − Foto: Dauscha

 

 

Quelle: pnp.de —Julia Huber

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Baugrundstücke gibt’s im Markt Hofkirchen an der Donau nur noch mit Bonuspunkten

Baugrundstücke – wie diese Baulücke im Hauptort Hofkirchen – sind rar in der Marktgemeinde. Wegen der anhaltend hohen Nachfrage nach Parzellen hat das Gremium jetzt für gemeindliche Flächen spezielle Vergabe-Richtlinien aufgestellt und erlassen. − Foto: Brunner
Hofkirchen

Mindestens drei Kinder, seit über 20 Jahren mit Hauptwohnsitz in Hofkirchen gemeldet und ehrenamtlich aktiv – wer das nachweisen kann, hat ab August beste Chancen, an ein gemeindliches Baugrundstück im Markt Hofkirchen zu kommen. In seiner Sitzung am Dienstagabend hat der Marktgemeinderat einstimmig neue Richtlinien zur Auswahl von Interessenten für Bauparzellen erlassen.

„Ziel dieser Richtlinie ist, die Vergabe gemeindeeigener Wohnbaugrundstücke unter Beachtung der Grundsätze der Gleichbehandlung, Transparenz, Diskriminierungsfreiheit und der Bestimmtheit zu gewährleisten“, betonte Bürgermeister Josef Kufner. Vergünstigungen gebe es beim Verkauf der Bauflächen nicht.

Nachfrage ist höher als das Angebot

Der Handlungsbedarf hat sich für die Marktgemeinde aufgrund der anhaltend großen Nachfrage nach bezahlbaren Baugrundstücken ergeben, wie bei der Sitzung deutlich wurde. Die Thematik war nach Kufners Worten bereits im Bau- und Umweltausschuss vorberaten worden. „Das ist nichts Neues“, erklärte der Bürgermeister und fügte hinzu, dass es ein solches Vorgehen auch in anderen Gemeinden gebe.

Das Prozedere sieht vor, eine Interessentenliste für Baugebiete im Gemeindegebiet zu führen. Bauwillige können sich unverbindlich und kostenfrei eintragen lassen. Sobald die Vergabe kommunaler Baugrundstücke ansteht, würden alle in der Liste geführten Personen befragt, ob noch Interesse an einer Parzelle im jeweiligen Baugebiet bestehe. Wenn ja, schickt die Verwaltung einen einheitlichen Bewerbungsbogen, mit dem man sich bis zu einem Stichtag für die dann angebotenen Grundstücke bewerben kann.

Stärkung der örtlichen Gemeinschaft

Nachdem es im Ratsplenum keine Wortmeldungen dazu gab, ließ der Bürgermeister abstimmen. Das Votum war eindeutig: Mit 14:0 – drei Räte fehlten entschuldigt – wurde die Richtlinie abgesegnet. Sie tritt nächste Woche in Kraft.

Hintergrund ist, dass bei der Vergabe der gemeindlichen Grundstücke Familien, Alleinerziehende mit Kindern sowie schwerbehinderte oder pflegebedürftige Personen besondere Berücksichtigung finden. Ebenso soll eine örtliche Bindung zur Stärkung der Gemeinschaft berücksichtigt und der Wegzug von Kindern, die vor Ort integriert sind, vermieden werden. Bewerbungen von Personen, die innerhalb der Marktgemeinde Hofkirchen einen Arbeitsplatz haben, sollen außerdem aus ökologischen Erwägungen und für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf stärker ins Gewicht fallen. „Um das Ehrenamt zu stärken, wird ehrenamtliches Engagement in unserer Gemeinde gewürdigt“, ist dazu in der Präambel zu den Richtlinien zu lesen.

Richtlinien gelten für alle Baugrundstücke in der Gemeinde

Deren Gültigkeit bezieht sich, wie der Bürgermeister ausdrücklich hervorhob, auf alle bestehenden und auch auf die künftigen Baugebiete innerhalb der Marktgemeinde Hofkirchen. „Es ist ein interaktives Formular“, nannte er ein weiteres technisches Detail im Bewerbungsverfahren, bei dem eventuell erforderliche Nachweise zeitgleich einzureichen sind. Dafür anfallende Kosten würden vom Markt Hofkirchen – auch für den Fall, dass kein Kaufvertrag zustande komme – nicht übernommen.

Grundsätzlich könne sich jede natürliche Person, die mindestens 18 Jahre alt ist, um ein Baugrundstück bewerben. Die Vergabe erfolge nach einem Punktesystem, basierend auf den Kriterien Immobilieneigentum, soziale Kriterien und ortsbezogene Aspekte. Sollte auch nach deren Bewertung ein Punkte-Gleichstand vorliegen, gelte der Losentscheid – im Vier-Augen-Prinzip von der Verwaltung durchzuführen.

Ausnahmen von den Regeln behält sich der Markt vor

Ausdrücklich behält sich der Markt Hofkirchen vor, in begründeten Einzelfällen abweichend von den Vergabekriterien durch den Marktrat zu entscheiden. Komme nach der Vergabe eines Grundstückes eine Beurkundung des Kaufvertrages innerhalb einer Frist von drei Monaten nicht zustande, werde die betreffende Parzelle neu vergeben. In diesem Fall entscheide die Verwaltung über die Vergabe, wobei derjenige Bewerber den Zuschlag erhalten solle, der nach den Vergabekriterien als nächstes zu berücksichtigen wäre. „Jeder Bewerber kann seine Bewerbung vor, während und nach Abschluss des Vergabeverfahrens schriftlich zurückziehen“, heißt es in den Statuten.

Unter die Neuregelung fällt laut Aussage des Bürgermeisters auch gleich das künftige Baugebiet in Garham, als dessen baurechtliche Grundlage der Marktgemeinderat am Dienstagabend einstimmig die Aufstellung des Bebauungs- und Grünordnungsplans „WA Gsteinach“ – die Abkürzung steht für Allgemeines Wohngebiet – nach Abschluss der öffentlichen Auslegung und Bürgerbeteiligung gemäß Billigungsbeschluss in trockene Tücher brachte.

Seitens der Bürger seien keine Bedenken und Anregungen vorgebracht worden, erfuhr die Runde. Die Hinweise der Behörden und sogenannten Träger öffentlicher Belange fanden Berücksichtigung. „Jeder Interessent kann sich jetzt dementsprechend auf die Liste setzen lassen“, machte Josef Kufner abschließend deutlich.

 

 

Quelle: pnp.de —Bernhard Brunner

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Pfarrfest mit Primizsegen


Willkommen: Pfarrer Joseph (v.l.), PGR-Vorsitzende Steffi Brunngraber und Kirchenpfleger Max Zitzelsberger (v.r.) mit den Wortgottesdienstleitern Franz Eder und Antje Duschl. − Fotos: Franz X. Eder
Garham


Biergartenbetrieb im idyllischen Kirchenumfeld: Die laue Pfarrfest-Sommernacht ist von der Blaskapelle Garham unter Leitung von Bürgermeister Josef Kufner umrahmt worden.

 

 


Nachprimiz mit Primizsegen: Primiziant Pater Johannes Strahl (l.) und Pfarrer Dr. Joseph Peedikaparambil feiern in Konzelebration den festlichen Gottesdienst, umringt von Ministranten und Schulkindern.

 

 

 

Quelle: pnp.de — Franz X. Eder

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Geprüfte Feuerdrachen


Erfolgreich beim Kinderflämmchen: Ausbilder, Betreuer, Schiedsrichter, Bürgermeister und Landkreisfeuerwehrführungskräfte gratulieren den jungen Teilnehmern. − Fotos: Franz X. Eder
Garham

23 Mädchen und Jungs der Kinderfeuerwehr Garham standen aufgeregt zur Abnahme des Kinderflämmchens vor dem Schiedsrichterteam bereit und konnten es nicht abwarten, ihr Wissen unter Beweis zu stellen. Die „Garhamer Feuerdrachen“ zeigten ihr Können bei der Abnahme des Kinderflämmchens der Stufen 1 und 2.
Mit Feuereifer hatten die Kinder die letzten Wochen geübt, um das erste Feuerwehrabzeichen zu erlangen. Mit großem Interesse beobachteten viele Eltern, Omas und Opas und weitere Zaungäste den Test in der Gerätehalle des Garhamer Feuerwehrhauses.

Bestens vorbereitet durch die Betreuerin Sonja Neubauer und ihr Team mit Daniela Braidt, Elena Hagn, Korbinian Hundsrucker, Sophia Sattler, Julia Schöfberger, Maria Schuster und Christa Schmid meisterten sie die Aufgaben der Stufen eins und zwei. Das Prüferteam KBM Christian Schneider, KBM Georg Stelzer, Ehren-KBM Josef Thoma, , Ehrenkommandant Franz Eder, Johanna Feilmeier und Stefan Nestler konnte auf seinen Bewertungsbögen nur Lob verzeichnen.

Jedes Kind erhielt zur Belohnung das ersehnte Abzeichen, den offiziellen Eintrag in den Kinderfeuerwehrausweis und zusätzlich ein kleines Geschenk.

Zur erfolgreichen Prüfung gratulierten Kreis- und Bezirksjugendwart Robert Anzenberger, Kreisbrandinspektor Alois Fischl, Ludwig Hack als Ansprechpartner für die Brandschutzerziehung und Brandschutzaufklärung im Kreisfeuerwehrverband Passau, Bürgermeister Josef Kufner sowie die Garhamer Kommandanten Erwin Schöfberger und Josef Feilmeier. Glückwünsche kamen auch von Vorsitzendem Simon Seider, dessen Stellvertreter Peter Heider, Fahnenmutter Daniela Braidt und Ehrenkommandant Franz Eder.

„Die Kinder sind unser Nachwuchs, wir möchten sie mit Freude und Spaß an die Feuerwehr und die späteren Jugendabzeichen und Leistungsprüfungen heranführen“, war die Kernaussage von Robert Anzenberger, Bürgermeister Josef Kufner und Kommandant Erwin Schöfberger. Sonja Neubauer freute sich, „so eine tolle und starke Kinderfeuerwehr in Garham zu haben“. Bei der Abzeichenverleihung dankten die Führungskräfte den Ausbildern und Betreuern für ihre Dienste und den Kindern für die Teilnahme und ihre Entscheidung, zur Kinderfeuerwehr zu kommen.

TEILNEHMER

Die erfolgreichen Teilnehmenden am Kinderflämmchen sind Lisa Amberger, Mario Aschenbrenner, Lena Boher, Rafael Daik, Moritz Ehrenböck, Elena Fischl, Anna Hauzenberger, Alexander Höll, Maximilian Hölldobler, Jakob Hundsrucker, Emilia Kunze, Johannes Langner, Rafael Maly, Moritz Nothaft, Jakob Riederer, Philipp Sattler, Jonas Schmidtmayer, Magdalena Sonnleitner, Emma Steinlehner, Lisa Thalhammer, Fabian Zitzlsperger (alle Stufe 1) und Lukas Saller (Stufe 2).

KINDERFLÄMMCHEN

Das Kinderflämmchen entstand in Zusammenarbeit der Bezirkskinderfeuerwehr und der Bezirksjugendfeuerwehr, ist als Vorstufe zum späteren Abzeichen der Jugendflamme zu sehen und kann in drei Stufen (je nach Alter) abgelegt werden.
In der Stufe 1 sind zum Beispiel Feuerwehrgegenstände der Ausrüstung zu erkennen und zu erklären, Schuhknoten zu binden, kleine Wunden mit Pflaster zu versorgen, Gegenstände als brennbar oder nicht brennbar einzustufen und auch ein Fragebogen auszufüllen.
In der Stufe 2 ist eine Kerze mit Streichholz zu entzünden, das richtige Verhalten im Brandfall zu erklären, ein Druckverband anzulegen und es sind aus verschiedenen Kleidungsstücken herauszufinden, welche zur persönlichen Schutzausrüstung eines Feuerwehrlers gehören und Gegenstände richtig zu bezeichnen.

 

 


Stufe 1 Kleine Knotenkunde: Elena Fischl und Philipp Sattler zeigen Franz Eder, wie das Binden geht.

 


Stufe 2 Erste Hilfe: Lukas Saller legt Stefan Nestler gekonnt einen Druckverband an. Beobachtet wird er dabei von (hi.v.l.) Kreisjugendwart Robert Anzenberger, Ludwig Hack und KBI Alois Fischl.

 

 

Quelle: pnp.de — fe

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Jetzt kann endlich gekickt werden: Kunstrasenplatz in Garham offiziell eingeweiht


Auf dem neuen Spielfeld eröffnete die Blaskapelle Garham mit Bürgermeister Josef Kufner als Dirigent den Festakt. − Fotos: Franz X. Eder
Garham

Vier Tage lang feierte der SV Garham sein 51. Vorwaldfest. Die Segnung des neuen Kunstrasenplatzes in Reitern war der Höhepunkt. Das Festprogramm begann am Samstagvormittag mit einem erfolgreichen Funino-Turnier der G- und F-Jugend. Im Rahmen einer kleinen Feier wurde am Samstagnachmittag das Kunstrasenspielfeld des SV Garham offiziell eingeweiht. Aufgereiht auf dem neuen Spielfeld eröffnete die Blaskapelle Garham den Festakt. Den kirchlichen Segen zu dem neuen Kunstrasenplatz gab es durch Pfarrer Dr. Joseph Peedikaparambil.

SV Garham-Vorsitzender Josef Leizinger begrüßte eine Reihe von Ehrengästen, Vertreter der Planungsbüros, der ausführenden Baufirmen und die Abordnungen der örtlichen Vereine. Besonders erwähnte er die Gäste Albert und Pascal Beerli aus der Schweiz. Sie haben den neuen Belag entwickelt und waren für die Verlegung der Elastikschicht verantwortlich, die unter dem Kunstrasen liegt. Die Garhamerin Martina Kutz hat bei einem Preisausschreiben der Bayernwerke „Gewinne LED-Flutlichtstrahler für deinen Verein“ mitgemacht. Die verbauten Strahler sind der 1. Preis dieses Wettbewerbes.

Sein Dank ging auch an die vielen ehrenamtlichen Helfer und die vielen Sponsoren, die zur Finanzierung beigetragen haben.

Die Einweihung stellt den Schlusspunkt einer langen Planungs- und Umsetzungsphase dar, erzählte Leizinger weiter. Bereits 2016 trug sich die Vorstandschaft des SV Garham mit dem Gedanken, den alten Sandsportplatz in ein Kunstrasenfeld umzubauen.

Von den Investitionskosten mit rund 1,2 Millionen Euro musste der Sportverein 400.000 Euro bewältigen. Weitere Geldgeber sind der Markt Hofkirchen und auch der Bayerische Landessportverband (BLSV) durch den Freistaat Bayern.

Josef Leizinger dankte allen Beteiligten, die mitgeholfen haben, die „großartige Anlage“ entstehen zulassen. „Es ist einfach ein toller Platz und es macht Spaß, auf dem Platz Fußball zu spielen. Das gilt für unsere Erwachsenen und auch für unsere Jüngsten, die mit Begeisterung diesen Platz nutzen“, freute sich der SV-Vorstand.

Der stellvertretende Landrat Hans Koller überbrachte die Glückwünsche des Landkreises, lobte die großartige Anlage und fasste die Entstehungsgeschichte des neuen Kunstrasenfußballfeldes zusammen: „Was lange währt, wird endlich gut.“

MdL Stefan Meyer erinnerte sich an Trainings und Spiele auf dem vorherigen Sandplatz. Seine Fußballkarriere endete in der A-Jugend. „Der neue Platz bietet nicht nur ideale Spielbedingungen, er ist auch ein Ort der Begegnung und Gemeinschaft“, sagte Meyer in seinem Grußwort. „Der heutige Tag ist der Höhepunkt der guten Arbeit des SV Garham in den letzten Jahren.“ Er lobte die Jugendarbeit und den sportlichen Erfolg: „Ihr spielt in der höchsten niederbayerischen Liga und das ist keine Selbstverständlichkeit.“

Der Vorsitzende des BLSV, Walter Knoller, sagte, dass die finanziellen Mittel in dieser Anlage vernünftig angelegt seien. Umfeld und Anforderungen passen, stellte er fest. Mit dem offiziellen EM-Fußball hatte er einen „Fußball für wahre Liebhaber des Spiels“ im Gepäck.

BFV-Kreisvorsitzender und Kreisspielleiter Ignaz Hiendl hatte den Platz bereits im Vorfeld abgenommen. Durch die Abnahme wurde bestätigt, dass der Kunstrasenplatz alle Normen für den Spielbetrieb erfüllt. Auch er hatte symbolhaft einen Fußball dabei: „Ich beneide euch um den Platz und den Mut, um diese Maßnahme durchzuführen.“

Bürgermeister Josef Kufner zollte dem SV Garham Respekt für seine Arbeit und Initiativen. Sportlich und gesellschaftlich wünschte er alles Gute. In allen Reden wurde die großartige Gemeinschaftsleistung gelobt. Gewürdigt wurde auch ein Kunstrasenplatz, der auf Kunststoffgranulat verzichtet und auf LED-Licht setzt. Mit dem neuen Platz wurde ein Meilenstein zur Zukunftssicherung für den SV Garham umgesetzt.

Zum Schluss der Veranstaltung gab es noch eine erfreuliche Überraschung für Vorstand Leizinger: Max Oberleitner und Sabrina Frammersberger von der Sparkasse Passau und Martina Peña und Florian Geier von der VR-Bank Vilshofen-Pocking hatten ein großes Spendenkuvert mitgebracht.

Der Festzug vom Sportplatz in Reitern zum Festplatz nach Garham wurde von der Blaskapelle Garham angeführt. Bürgermeister und Schirmherr Josef Kufner fungierte hier als Dirigent und Kapellmeister der Blaskapelle. In Garham wurde der Festzug von den Garhamer Böllerschützen mit lautem Knallen begrüßt. Am bisher heißesten Tag des Jahres waren alle froh als sie das Festzelt erreichten.

Dort wurde dann noch gefeiert. Mit Volksrock, aktuellen Party- und Schlagerhits wie auch Austropop und Evergreens sorgte das österreichische Quartett „Die Partyhirschen“ für ausgelassene Stimmung.

 


BLSV-Vorsitzender Walter Knoller übergibt einen offiziellen EM-Fußball an Vorstand Josef Leizinger (v.l.) vom SV Garham.

 


Pfarrer Joseph erteilt dem neuen Kunstrasenplatz den Segen.


Ein langer Festzug bewegte sich von Reitern nach Garham – wegen der sommerlichen Hitze wurde auf die Vereinsfahnen verzichtet.

 

 

Quelle: pnp.de — fe

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Erfolgreiches Oldtimer-Treffen beim Vorwaldfest


Willkommen in Garham: Auf dem Dorfplatz und den Ortsstraßen sammelten sich zahlreiche Besucher und 150 Oldtimer, die danach in zwei Gruppen zur Ausfahrt zum Festplatz auf dem Garhamer Kirchberg starteten. − Fotos: Franz X. Eder
Garham

Tag drei des Garhamer Jubiläums-Vorwaldfestes: „Alle aus Garham und Umgebung, die einen Oldtimer in der Garage stehen haben, sollen kommen“ – das war der Wunsch der Veranstalter – und dem wurde gefolgt. Das Oldtimertreffen, das im Rahmen des traditionellen Vorwaldfests der SV Garham und der Förderverein Florian Garham LF 8 gemeinsam organisiert hatten, krönte eine große Ausfahrt.

Aus Stadt und Landkreis Passau, aus dem Raum Deggendorf und Freyung-Grafenau waren Mopeds, Roller, Motorräder, Autos und Traktoren sowie zwei Feuerwehrfahrzeuge zu bestaunen. „Das Oldtimerfieber ist heuer besonders auch auf junge Leute übergeschwappt, was an der großen Beteiligung bei den Oldtimerbulldogs zu beobachten war“, freut sich Franz Eder, Vorsitzender des Fördervereins.

150 Besitzer sind mit ihren Fahrzeugen nach Garham gekommen. Vom Moped, Roller, Motorrad, Auto, Bulldog bis hin zum Feuerwehrfahrzeug des Fördervereins oder dem feuerroten Goggomobil (Baujahr 1969) des Vilshofener Ehrenkommandanten Xaver Graf reichte die Palette der zu bestaunenden Objekte. Vor allem die alten Bulldogs – 65 an der Zahl – rüttelten bei den vielen Besuchern Erinnerungen wach. Großes Interesse weckten die Fahrzeuge, die von ihren Besitzern liebevoll gepflegt werden.

So konnten dabei die Traktoren der Hersteller Kramer, Lanz, MAN, Eicher, Porsche, Schlüter, Fahr, Güldner, Hanomag, Normag Diesel, Deutz, Allgaier oder McCormick bewundert werden. Als Besonderheit ein Deutz (1949), Eicher (1950), Schlüter (1954) oder das Fendt Dieselroß (1955).

Interessante Objekte waren auch bei den 36 Autos, darunter ein Citroen (Baujahr 1922), Mercedes 170 (1950), Opel P1 (1958) und ein VW Käfer Cabriolet aus dem Jahr 1967. Unter den „Zweirädern“ sah man etwa eine BMW R27 (Baujahr 1927), NSU 501 TS (1930), NSU Fox (1951) oder ein Dürkopp Fratz Motorrad (1956). Mit 44 Fahrzeugen stellten die Motorräder, Roller und Mopeds die zweitstärkste Gruppe des Garhamer Oldtimertreffens.

Die Ausfahrt zum Vorwaldfest auf dem „Garhamer Kirchberg“ startete in der Ortsmitte und den Ortsstraßen. Über Hagenham, Neuderting und Gsteinöd führte die Route der Bulldogs und Traktoren zum neuen Festplatz. Automobile und Zweiräder starteten in entgegengesetzter Richtung. Imposant und beeindruckend war der „Begegnungsverkehr“ als die Fahrzeuggruppen bei Neuderting aufeinandertrafen.

Die stärksten Gruppen waren die Zündappfreunde Eging, Old- und Youngtimergruppe Ostbayern, Hubraum Junkies, Mopedfreunde Garham, Oldtimer Unteres Vilstal, Oldtimerfreunde Schaufling, Oldtimerfreunde Gelbersdorf, Oldtimerfreunde Windorf, Oldtimerfreunde Oblfing und die Bulldogfreunde Karpfham.

Die Teilnehmer wurden mit Applaus der Zuschauer auf dem Festplatz begrüßt – unter ihnen Pfarrer Joseph Peedikaparambil, der den vorbeifahrenden Fahrzeugen strahlend applaudierte. Die Blaskapelle Garham spielte im Festzelt zum Frühschoppen auf. Bürgermeister Josef Kufner fungierte auch als Dirigent und Kapellmeister der Blaskapelle.

Der große Erfolg dieser Veranstaltung ist Ansporn, das Oldtimertreffen auch im nächsten Jahr in der 15. Auflage abzuhalten, waren sich die Vorstände der beiden Vereine, Josef Leizinger vom SV Garham und Franz Eder vom Förderverein, einig. Termin ist der 29. Juni 2025. Am Sonntagnachmittag startete ein Gaudi-Elfmeter-Schießen für Freizeit- und Vereinsmannschaften. Die Garhamer Blaskapelle spielte zum Familientag nochmals kräftig auf.

Fulminant war am Freitag der Auftakt des Garhamer Vorwaldfestes mit dem Trio Schleudergang und Tom und Basti. Vor ausverkauftem Haus begeisterten sie das Garhamer Publikum mit ihren Liedern und Einlagen. Kurz vor Ende stand und sang das ganze Festzelt „Nix Amore, nix Amore“. Nach mehreren Zugaben mit allen Musikern auf der Bühne ging ein wunderbarer Abend nach Meinung der Besucher viel zu schnell zu Ende. Zufrieden und mit einem Lächeln im Gesicht verließen die Gäste die gelungene Veranstaltung

Am Montag trafen sich die Senioren im gut besetzten Festzelt. „Timo & Jürgen von den Voixkrachern“ sorgten für einen gemütlichen Nachmittag. Am Abend klang das Vorwaldfest mit der Top-Band „Der Artische Wahnsinn“ und einer Tombola aus.

Der Sonnenschein während des viertägigen Vorwaldfestes trug sicherlich zur guten Feststimmung bei. Großes Lob über den neuen Festplatz beim Kindergarten war von den Besuchern zu hören. Der Blick in den Bayerischen Wald auf der einen Seite oder auf der anderen Seite über das Donautal bis zu den Alpen war ein bleibender Eindruck beim Besuch des Vorwaldfestes.

 


Bemerkenswert: Oldtimerfieber und Freude an alten Bulldogs bei jungen Leuten mit Maxi, Mama Daniela und Bruder Benedikt Braidt (v.l.) auf einem roten Hanomag, Baujahr 1950.

 


Führten die Gruppe der Traktoren an: LF 8 des Fördervereins mit Martin Drasch sen. am Steuer und dahinter Josef Leizinger (v.l.), Franz Eder mit Enkel Christoph auf einem Kramer, Baujahr 1960.  − Fotos: Franz X. Eder


Aufgereiht: In Reih und Glied aufgestellt die Bulldogs am Festplatz mit Blick in den Bayerischen Wald. Der Weg zum Festplatz führte über Hagenham, Neuderting und Gsteinöd. Automobile und Zweiräder starteten in entgegengesetzter Richtung.

 

 

Quelle: pnp.de — fe

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Feuerwehr simuliert Großbrand im Gewerbegebiet: 130 Einsatzkräfte aus elf Wehren beteiligt


Einsatz-Nachbesprechung: Der Ablauf der Übung wird mit den Verantwortlichen in einer „Manöverkritik“ ausführlich dargestellt. − Fotos: Franz X. Eder
Hofkirchen

Noch gut in Erinnerung ist der Morgen des Ostermontags. Die umliegenden Feuerwehren wurden zu einer Brandkatastrophe ins Ortszentrum des Marktes Hofkirchen (Landkreis Passau) gerufen. Und die Spuren sind noch deutlich zu sehen.

Vergangenen Samstag heulten wieder die Sirenen. Zum Glück war das Teil einer Übung, die die Löschkräfte durchführten, um sich mit den Gegebenheiten bei der Firma Troiber im Gewerbegebiet Hofkirchen vertraut zu machen. Die Alarmübung war absichtlich nicht angekündigt.

Als Schadensfall wurde ein Brand mit starker Rauchentwicklung im Bürotrakt im 1. Obergeschoss über der Versandabteilung angebunden an die Lagerung der Tiefkühlprodukte angenommen. Durch die hauseigene Brandmeldeanlage wurde um 9.08 Uhr ein Feueralarm mit dem Einsatzstichwort „B-BMA“ ausgelöst und die Feuerwehr Hofkirchen alarmiert. Im Lauf der Übung erfolgte die Erhöhung auf „B4“ und die Nachalarmierung weiterer Kräfte.

Über Funk wurden den einzelnen Feuerwehren ihre Aufgaben mitgeteilt. Schon kurz nach der Alarmierung leitete die Feuerwehr Hofkirchen die Rettung der vermissten Personen ein. Die Drehleiter der Feuerwehr Vilshofen bekämpfte den Brand von oben.

Die Feuerwehr Neßlbach setzte einen Wasserwerfer ein. Weitere Feuerwehren halfen dabei die nötige Löschwassermenge aus Hydranten und der nahe gelegenen Donau an die Einsatzstelle zu bringen. Insgesamt wurden 62 B-Schläuche (= 1.240 Meter) verlegt. Manche Feuerwehrkräfte löschten, andere befreiten – teils mit der Drehleiter – Personen aus dem weitläufigen Brandobjekt

2. Kommandant Florian Markmüller leitete mit Umsicht und Souveränität den Einsatz der verschiedenen Feuerwehren. Beteiligt waren die Feuerwehren Hofkirchen, Hilgartsberg, Garham, Neßlbach, Vilshofen, Eging, Alkofen, Windorf, Schwarzhöring, Albersdorf und Winzer mit insgesamt 21 Fahrzeugen und 130 Einsatzkräften. Die Feuerwehr Alkofen als „Führungsunterstützung“ begleitete die Einsatzleitung bei ihrer Arbeit. Wertvolle Hilfe leistete auch die Drohne der Feuerwehr Neßlbach.

Die Übung sollte einem Ernstfall, der sich ja auch nicht ankündigt, so stark ähneln wie nur möglich, hieß es.

Ein Ziel der Übung war, das weitläufige Gelände des Objektes kennenzulernen. Weitere Schwerpunkte waren die Position der Einsatzleitung, der Atemschutzsammelstelle und des Bereitstellungsraumes. Wasserförderung von der Donau, Wasserabgabe für Wasserwerfer oder Drehleiterfahrzeuge, Einsatzlogistik waren weiter Themen. Bei der extremen Hitze war die Versorgung der Einsatzkräfte mit Getränken ein ganz wichtiger Punkt.

Kreisbrandinspektor Alois Fischl und die Kreisbrandmeister Georg Stelzer, Christian Schneider, Johann Söldner, Stefan Bauer und Stefan Fuchs verfolgten genau, wie die Einsatzkräfte die ihnen gestellten Aufgaben meisterten. Auch Maximilian Troiber hat sich als „Brandleider“ mit großem Interesse unter die Beobachter gemischt. Bei der späteren „Manöverkritik“ wurde der Ablauf der Übung mit den Führungskräften und den Gruppenführern ausführlichen erörtert.

Zur Schlussbesprechung begrüßte 1. Kommandant Julian Binder die anwesenden Feuerwehren und Gäste. KBM Christian Schneider betonte den großen Komplex des Betriebes und merkte an, dass wichtige Informationen gesammelt wurden. 2. Kommandant Florian Markmüller schilderte die Eindrücke aus seiner Sicht als Einsatzleiter.

KBI Alois Fischl sprach die großen Herausforderungen bei dieser Übung an und dankte den Feuerwehrwehrlern für ihren Einsatz. Für ihn war es eine der letzten Großübungen in seiner Amtszeit, die zum 31. August endet.

3. Bürgermeister und KBM Georg Stelzer lobte in Vertretung des verhinderten 1. Bürgermeisters die gut ausgebildeten und hochmotivierten Einsatzkräfte. Maximilian Troiber stellte kurz die Überlegungen zur geplanten Erweiterung des Betriebes vor.

In allen Grußworten wurde die gute Zusammenarbeit der Firma Troiber mit der Feuerwehr festgestellt. Wichtig sei auch der Lernerfolg aus solchen Großübungen: „Der Übungsprozess ist wichtig für eine erfolgreiche Arbeit der Feuerwehren.“

Nach der zweistündigen, schweißtreibenden Übung gab es dann noch eine Brotzeit.

− fe


Die Feuerwehr Vilshofen bekämpft den Brand von oben, die Feuerwehr Eging bereitet eine Personenrettung vor.

 

Mit einer Fluchthaube geschützt wird durch die Atemschutzgeräteträger eine vermisste Person aus dem Gebäude geführt.

 

 

Quelle; pnp.de — fe

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Garhamer Feuerwehr entsetzt: Wichtige Geräte zur technischen Hilfeleistung gestohlen


Über ein Fenster verschafften sich die Einbrecher Zugang zum Gerätehaus. − Foto: zema-medien
Hofkirchen

Der Einbruch ins Feuerwehrhaus in Garham (Landkreis Passau) am Sonntag entrüstet die Mitglieder der Wehr. „Im allerschlimmsten Fall wäre ein Einsatz gewesen, zum Beispiel auf der Autobahn – ohne, dass wir den Diebstahl der Geräte vorher bemerkt hätten“, sagt 1. Kommandant Erwin Schöfberger.

Denn unter dem Diebesgut sind wichtige Werkzeuge, die die Ehrenamtlichen zur technischen Hilfeleistung benötigen. „Das sind Geräte, die wir brauchen, um Menschen zu retten“, macht der Kommandant klar. Die Garhamer Wehr, deren Einsatzgebiet im Bereich der A3 liegt, muss regelmäßig zu Einsätzen auf der Autobahn ausrücken.

Erwin Schöfberger ist entsetzt über den „moralisch verwerflichen Einbruch“. „Warum tut man sowas? Wir sind doch eine Organisation, die dafür da ist, um Menschen zu retten?“

Rettungssatz vorerst abgemeldet

Technische Hilfeleistung sei für die Garhamer Feuerwehr derzeit nur eingeschränkt möglich, weshalb der Kommandant den Rettungssatz der Feuerwehr bei der ILS vorerst abgemeldet hat. In den kommenden Tagen werden Ersatzgeräte eintreffen, so der Kommandant. Dann sei technische Hilfeleistung wieder im vollen Umfang sichergestellt.

Wie berichtet, sind Unbekannte in der Nacht auf Sonntag ins Feuerwehrhaus in der Hauptstraße eingestiegen. Der oder die Täter haben die Jalousien ebenerdig hochgeschoben und dann die Scheibe zerschlagen.

Polizei sucht Zeugen

Der Sachschaden beläuft sich laut Polizei auf einen niedrigen bis mittleren fünfstelligen Eurobetrag. Die Polizei war zur Spurensicherung am Tatort. Zeugen sollen sich melden unter der Telefonnummer:08541/96130. Ein Ermittlungsverfahren wegen besonders schweren Falls des Diebstahls wurde in die Wege geleitet.

− ekj

 

 

 

Quelle; pnp.de — Katja Elsberger

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Seit 60 Jahren Seelsorger: Pfarrer Pfarrer i. R. Bernhard Stry feiert


Höhepunkt des Priesterjubiläums war ein festlicher Gottesdienst, der von Pfarrer Joseph und Jubilar BGR Bernhard Stry (r.) in der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt zelebriert wurde. − Fotos: © Johannes Waas
Hofkirchen

„Gott, der uns durch Christus mit sich versöhnt, hat uns den Dienst der Versöhnung aufgetragen“ – nach diesem Leitsatz lebt Bernhard Stry, Pfarrer in Ruhe in Hofkirchen, nun seit fast 90 Jahren – 60 davon als Priester.

Dieses runde und sehr seltene Jubiläum wurde im Pfarrverband Hofkirchen-Garham zum Anlass genommen, um den Jubilar zu feiern – auf dessen ausdrücklichen Wunsch hin in einem kleineren Rahmen.

Das Motto der Messfeier: Dankbarkeit

Am 29. Juni, dem Festtag der heiligen Apostel Petrus und Paulus, der im Jahre 1964 noch ein staatlicher Feiertag war, wurde Bernhard Stry im Passauer Stephansdom zum Priester geweiht. Nun, 60 Jahre später, fand in der festlich geschmückten Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt der Jubiläumsgottesdienst zu Ehren von Pfarrer Stry statt.

Die Messfeier, die im Zeichen großer Dankbarkeit stand, eröffnete Pfarrgemeinderatsvorsitzender Thomas Buchner. Gemeinsam zelebrierten sie Pfarrer Joseph Peedikaparambil und der Jubilar. Unter den Gottesdienstbesuchern waren auch Pfarrer i.R. Gotthard Weiß, die Bürgermeister Josef Kufner und Alois Wenninger, Altbürgermeister Willi Wagenpfeil und eine große Delegation des EC Zaundorf.

Die musikalische Gestaltung: ein Gemeinschaftsprojekt

Die musikalische Gestaltung des Festgottesdienstes war ein großes Gemeinschaftsprojekt: Ein Zusammenschluss der Kirchenchöre Hofkirchen und Garham unter Leitung von Organist Roland Rimbeck in Kombination mit zahlreichen Solisten, Musikern und Streichern erzeugte eine beeindruckende Atmosphäre in der Pfarrkirche. Stimmgewaltig schallten die Klänge des Ensembles von der Empore und erfüllten nicht nur das Kirchenschiff, sondern auch das Herz von Pfarrer Stry und den Gästen. Gesungen wurde die Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart, die gleiche Messe wie bei Pfarrer Strys Primiz am 12. Juli 1964 in Augsburg.

In seiner Predigt stellte der Jubilar die Worte „Berufung“ und „Sendung“ in den Mittelpunkt seiner Ausführungen. Er ermutigte die Gläubigen, sich von Gott berufen und getragen zu fühlen. „Gott streitet mit, aber vor allem für uns“, so der Jubilar weiter. Mit den Worten „Gehet hin in Frieden und seid einander ein Segen“, die sowohl als Auftrag, als auch als Bitte zu verstehen waren, schloss Pfarrer Stry seine Predigt.

Ein ganz besonderer Dank

Am Ende des Gottesdienstes richtete Angelika Dachsberger, Pfarrgemeinderatsvorsitzende der Pfarrei Garham, ihre Dankesworte an den Jubilar. Mit Thomas Buchner hatte sie die Ehre, die in Form einer Urkunde gefassten Glückwünsche von Papst Franziskus aus dem Vatikan zu übermitteln.

Pfarrer Stry, der sichtlich ergriffen war, freute sich über den Zuspruch und dankte den Mitwirkenden, insbesondere dem Kirchenchor, der wieder einmal eine beeindruckende Darbietung zur Ehre Gottes aufgeführt habe. Er lud den Kirchenchor und die Vertreter der Pfarreien ein: Im Gasthof Buchner war ein kleiner Empfang angerichtet.

ZUR PERSON

Bernhard Stry wurde am 18. Juli 1934 in Breslau-Oltaschin geboren. Durch die russische Vertreibung wohnte er in seiner Jugend in verschiedenen Orten in Bayern, in denen sein Vater als Zollbeamter eingesetzt war. Eine bleibende Heimat fand er dann in der Diözese Passau mit seinem Übertritt an die Höhere Schule in Obernzell. Eine schwere Krankheit verzögerte jedoch seinen Schulabschluss.

Im Alter von 24 Jahren begann Bernhard Stry schließlich mit seinem Theologiestudium in Passau. Seine Priesterweihe wurde ihm dann am 29. Juni 1964 im Passauer Stephansdom von Bischof Simon Konrad Landersdorfer OSB gespendet. Nach seiner Primiz, die Stry am 12. Juli 1964 in Augsburg feierte, war der junge Neupriester in mehreren Pfarreien tätig.

Nach seinen Stationen als Kooperator in den Pfarreien Waldkirchen und Passau St. Anton trat er am 1. September 1973 seine erste Stelle als Pfarrer in der Pfarrei Böhmzwiesel an. Weiterhin übernahm er die Pfarrverwaltung in Karlsbach und später in Schöllnstein.

Am 1. Oktober 1980 wurde Stry dann als Pfarrer für die Pfarrei Hofkirchen angewiesen. Neben der kurzfristigen Übernahme der Verwaltungsaufgaben in Neßlbach kam zu seinem Aufgabengebiet im September 1986 die Pfarrei Garham hinzu.

Seit 1996 verbringt Pfarrer Stry seinen Ruhestand in Zaundorf. Rührig kümmern sich dort die Dorfbewohner, im Besonderen die Familie Doppelhammer, um ihren Ruhestandspfarrer.

Als Dank und Anerkennung für seine Verdienste und sein priesterliches Wirken wurde Stry am 4. Oktober 1994 mit dem Ehrentitel „Bischöflich Geistlicher Rat“ ausgezeichnet.

 

 


Übermittelten nicht nur ihre persönlichen Glückwünsche, sondern auch die von Papst Franziskus an Bernhard Stry (3.v.l.): Pfarrer Joseph (v.l.), 2. Bürgermeister Alois Wenninger, Bürgermeister Josef Kufner, Pfarrgemeinderatsvorsitzende Angelika Dachsberger, Diözesanratsvorsitzender Markus Biber und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Thomas Buchner.

 

 

Quelle; pnp.de — Johannes Waas

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Endlich fertig: Der neue Kunstrasenplatz des SV Garham wird beim Vorwaldfest eingeweiht


Endlich kann der neue Kunstrasenplatz des SV Garham eingeweiht werden. Darüber freuen sich Josef Weber (2. Vorsitzender, v.l.), Altlandrat Franz Meyer, Landrat Raimund Kneidinger, Josef Leizinger (Vorsitzender), Thomas Maier (Vorstandsmitglied) und Bürgermeister Josef Kufner. − Fotos: Christoph Kölbl
Garham

Darauf haben die Mitglieder des SV Garham (Landkreis Passau) jahrelang gewartet, jetzt ist es soweit: Der neue Kunstrasenplatz in Reitern ist fertig und kann nun am kommenden Samstag im Rahmen des anstehenden Vorwaldfestes offiziell eingeweiht werden.

Jede Menge Eigenleistung der ehrenamtlichen Vereinsmitglieder und auch einige Hürden prägten das Projekt. Auch Landrat Raimund Kneidinger und sein Vorgänger Franz Meyer haben sich immer wieder eingeschaltet und zwischen Fachstellen und Behörden vermittelt.

Gemeinsam mit dem Vereinsvorstand haben sich die beiden kurz vor der Einweihung den neuen Kunstrasenplatz angesehen und berichten von ihrem Besuch in einer Pressemitteilung.

Nachdem am Standort für den neuen Kunstrasenplatz etwa 6000 Kubikmeter Auffüllmaterial eingebaut wurden, traten unterhalb des neuen Platzes plötzlich Gewässerverunreinigungen auf. Ein Verdacht fiel auf das neu verfüllte Material, das durch ein bestehendes, defektes Regenwasser-Kanalrohr teilweise in den unterhalb liegenden Bach eingetragen worden sein könnte.

Die zuständigen Behörden mussten tätig werden und versuchten, die Ursache der Gewässerverunreinigung zu finden. Eine Hiobsbotschaft für den Verein. Nachweise über das verfüllte Material und Beprobungen musste der Verein erbringen. Ein großer zusätzlicher Aufwand für den SV Garham, der das Projekt zu einem Großteil in Eigenleistung voranbringen wollte.

Landrat Raimund Kneidinger und sein Amtsvorgänger Franz Meyer versuchen immer wieder zwischen Verein, Behörden und Fachstellen zu vermitteln und Kompromisse zu finden, die den Aufwand und die Kosten für den Verein möglichst gering halten, aber gleichzeitig die Gewässerverunreinigung beseitigen und mit denen eine Gefährdung durch das verfüllte Material ausgeschlossen werden kann.

Letztendlich konnte der Eintrag von Fremdstoffen unterbunden und über Belege zur Herkunft des Materials und eine Beprobung die Unbedenklichkeit des verfüllten Materials festgestellt werden.

Auch wenn der SV Garham natürlich nicht glücklich war über den zusätzlichen Aufwand, war es doch im Sinne des Vereins, die Ursache der Gewässerverunreinigung aufzuklären. Denn die Garhamer Sportler waren von Beginn des Projekts an darauf bedacht, den Neubau möglichst umweltfreundlich zu gestalten. So war von vornherein klar, dass der neue Kunstrasen ohne die bisher weit verbreitete Granulatverfüllung auskommen soll.

Mit dem Verzicht auf das Kunststoffgranulat wird der Eintrag von Plastikpartikeln in die Umwelt verhindert. „In Niederbayern kennen wir keinen weiteren Kunstrasenplatz der ohne Granulat auskommt,“ erklärten die beiden Vorstände Josef Leizinger und Josef Weber bei dem Termin mit Landrat, Altlandrat und Hofkirchens Bürgermeister Josef Kufner.

Außerdem wurde bei der Flutlichtanlage auf LED-Technik gesetzt. Insgesamt kostete der neue Platz trotz der Eigenleistung des Vereins rund 1,2 Millionen Euro. Etwa ein Drittel davon wird der Verein am Ende selbst schultern, der Rest kommt von verschiedenen Fördergebern, wie der Marktgemeinde oder dem BLSV.

Landrat Raimund Kneidinger ist überzeugt, dass der neue Kunstrasenplatz „ein wichtiger Baustein zur Zukunftssicherung des Vereins ist.“ Und auch für das Gesellschaftsleben sei der neue Platz eine Bereicherung, so der Bürgermeister. Denn der Verein bringe die Menschen zusammen und leiste zudem eine hervorragende Jugendarbeit.

 

 

 


Einen Probeschuss auf dem neuen Platz ließ sich Landrat Raimund Kneidinger nicht nehmen.

 

 

Quelle; pnp.de — va

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„Jugend und Politik zusammenbringen“: Hofkirchen bekommt ein Jugendforum


Für parteiübergreifend große Zustimmung sorgte der Antrag der JU Garham-Hofkirchen, ein neues Jugendforum zu gründen. Jugendliche haben damit eine neue Plattform, ihre Themen und Wünsche anzusprechen und aktiv die Gemeinde mitzugestalten. − Fotos: Johannes Waas
Hofkirchen

Am vergangenen Dienstag tagte im Sitzungssaal des Rathauses Hofkirchen der Marktgemeinderat. Erstes Thema dabei auf der Tagesordnung: Ein Antrag der JU Garham-Hofkirchen auf Errichtung eines quartalsweise stattfindenden Jugendforums.

Ziel des Forums sei es, jungen Bürgerinnen und Bürgern im Alter von 14 bis 25 Jahren eine aktive Mitwirkung an der Gestaltung ihrer Gemeinde zu ermöglichen. Die Organisation und Durchführung des Jugendforums soll in enger Zusammenarbeit mit dem ersten Bürgermeister, den Jugendbeauftragten und unter der Schirmherrschaft des Ausschusses für Soziales, Bildung und Kultur erfolgen.

„Die Einrichtung dieser neuen Plattform könne einen wesentlichen Beitrag zur Förderung der demokratischen Partizipation der jungen Menschen in der Gemeinde leisten“, so die Antragsteller. „Das Forum soll einerseits dazu dienen, den Jugendlichen Neuigkeiten und Entwicklungen aus der Gemeinde zu vermitteln und andererseits Raum für Diskussionen und Austausch von Ideen bieten“, so der Wortlaut im Antrag.

Jugendbeauftragte Marianne Graf (CSU) dankte der Jungen Union für ihr Engagement und das Einreichen des Antrages. Sie bezeichnete ihn wörtlich als „tolle Idee“ und „perfekte Möglichkeit, Jugend und Politik zusammenzubringen“. Auch die beiden anderen Fraktionen brachten ihre Zustimmung zum Ausdruck. Petra Söldner (SPD) merkte an, dass die neue Plattform als „parteiübergreifend“ zu verstehen ist und alle Jugendlichen herzlich willkommen sind. Der Marktrat erteilte dem Antrag einstimmig seine Zustimmung und beauftragte die Gemeind die nötigen Rahmenbedienungen zu schaffen.

Im weiteren Verlauf der Sitzung beschäftigte sich das Gremium mit dem Gewerbegebiet in Garham und dem Thema „Erneuerbare Energien“. So wurde der Antrag einer Firma auf Erweiterung des GE Garham befürwortet. Gleichzeitig wurden auch zwei Beschlüsse auf den Weg gebracht, dass im „Sondergebiet Solar Oberlangrain“ und im „Sondergebiet Solarpark Eben“ zwei neue Solaranlagen geschaffen werden können.

Einstimmigkeit herrschte auch beim Tagesordnungspunkt der Bauanträge und Bauvoranfragen. Hier erteilte der Marktrat der Bauvoranfrage zur Errichtung einer kleinen Kapelle Klaftering und der Bauvoranfrage zum Neubau eines Wochenendhauses mit Terrasse in Unterstaudach seine Zustimmung. Ebenfalls befürwortet wurden die Bauanträge zum Neubau eines Wohnhauses in Henhart und zur Erweiterung eines Wohnhauses in Unterstaudach.

Schnelle und unbürokratische Hilfe wurde den „Brandopfern“ vom Ostermontag versprochen. Dass dies keine leeren Floskeln waren, zeigt nun das Handeln der Kommune. Der erste Bauantrag auf Wiederaufbau des zerstörten Wohnhauses wurde in Absprache mit den zuständigen Behörden sofort auf die Tagesordnung gesetzt und mit der Zustimmung des Marktrates versehen.

Ein positives Votum gab es auch für den Antrag der Kindertageseinrichtung Hofkirchen. Die Finanzierung einer pädagogischen Zusatzkraft für das Kindergarten-Jahr 2024/25 wird von der Gemeinde übernommen.

In die Zukunft investiert wird auch mit Blick auf die örtlichen Rettungskräfte. Die „alten“ analogen Funkmeldeempfänger werden durch neue digitale Pager ersetzt. 114 Stück im Wert von rund 92000 Euro werden für die drei gemeindlichen Feuerwehren Garham, Hilgartsberg und Hofkirchen angeschafft. „Durch das Sonderförderprogramm Digitalfunk sind 80 Prozent der Anschaffungskosten förderfähig“, erklärte Kufner. Kreisbrandmeister und 3. Bürgermeister Georg Stelzer (ÜW) bezeichnete die Beschaffung als zukunftsorientiert und unverzichtbares Instrument zur Alarmierung der örtlichen Rettungskräfte.

Über einen Zuschuss im Rahmen der gemeindlichen Richtlinien darf sich auch der SV Garham freuen. Die Gemeinde beteiligt sich mit 20 Prozent an den Anschaffungskosten für das neue Pflegegerät für den Kunstrasenplatz. Unterstützt wird ebenfalls der Kauf von Toren für das neue sportliche Geläuf.

Mit dem letzten Tagesordnungspunkt „Bekanntgaben und Informationen“ teilte der Bürgermeister mit, dass bei der Beckensanierung im Freibad Garham, eine automatische Aufrolleinrichtung für die Beckenfolie, nachträglich in Auftrag gegeben wurde. Dies erzeuge Mehrkosten von rund 22000 Euro.

Weiterhin informierte Kufner, dass für einen Teilabschnitt der Staatsstraße zwischen Hofkirchen und Reitern eine Verkehrsschau beantragt wurde. Im Bereich der Abzweigung zur Einbahnstraße Richtung Zaundorf und der Abzweigung Niederndorf/Henhart ereigneten sich binnen kurzer Zeit drei Unfälle. Mit der Verkehrsschau soll eine mögliche Geschwindigkeitsbeschränkung erörtert werden, um das Unfallrisiko deutlich zu minimieren und somit Sach- und vor allem Personenschäden präventiv vorzubeugen.

 


Für den Kunstrasenplatz des SV Garham wurden ein Pflegegerät und neue Tore angeschafft. Die Gemeinde gibt dafür einen Zuschuss.

 

Die Abriss-Arbeiten an den zerstörten Gebäuden vom Ostermontag-Brand laufen auf Hochtouren. Erste Anträge und Planungen für den Wiederaufbau wurden nun im Gemeinderat besprochen.

 

 

Quelle; pnp.de — Johannes Waas

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Erschaffen nach einem schweren Sturm


Aufnahme des Vierseithofes Philippswart aus den 1950er Jahren. − Foto: Alois Wenninger
Hofkirchen

Am 25. Juni 1844 gegen fünf Uhr nachmittags zog ein schweres Unwetter mit Orkanböen und Hagel eine Schneise der Verwüstung durch Niederbayern. Am schlimmsten traf es die Fluren des Landgerichtes Passau I, nur wenige Gemeinden blieben verschont. Felder und Wiesen wurden derart verwüstet, dass fast nirgends mehr eine Spur von Vegetation zu erkennen war. Die Donauzeitung berichtete darüber: „Die Gewalt des Orkanes war so mächtig, dass die stärksten Bäume ihrer Äste beraubt oder entwurzelt worden sind; sehr viele Gebäude wurden bedeutend beschädigt, einige gänzlich niedergerissen.“

Auch das große Waldgrundstück „Eichleithen“ bzw. „Tannleithen“ östlich von Hilgartsberg wurde schwer in Mitleidenschaft gezogen. Der Eigentümer, Brauereibesitzer Philipp von Mühldorfer aus Vilshofen, fasste den mutigen Entschluss, einen Teil seiner zerstörten Waldungen nicht mehr aufzuforsten, sondern zu roden und urbar zu machen. Da er aber seine Besitzungen im weiter entfernt liegenden Vilshofen besaß, lag es nahe, zugleich ein zeitgemäßes Bauerngehöft zu errichten. Diesem verheerenden Unwetter verdankt also der denkmalgeschützte Einzelhof Philippswart bei Hilgartsberg seinen Ursprung.

Nachdem der stattliche Vierseithof mit seinen charakteristischen Zinnengiebeln im Jahr 1849 fertiggestellt worden war, erhielt 1856 der Eigentümer vom Königlichen Staatsministerium des Inneren die Genehmigung, sein Ökonomiegut in der Gemeinde Hilgartsberg „Philippswart“ nennen zu dürfen. Im übertragenen Sinne wollte er mit „Wart“ (Warte ist Aussichtspunkt) zum Ausdruck bringen, dass er von dort aus Ausschau in das breite Donautal halten konnte.

Philipp Mühldorfer war als Sohn des Johann Baptist Mühldorfer am 19. März 1801 in Tittling geboren worden. Sein Vater hatte 1805 eine Brauerei samt Landwirtschaft in Vilshofen gekauft. 1834 wurde Johann Baptist auf sein eigenes Gesuch hin in den erblichen Adelsstand erhoben. Begründet hatte er es mit seinem hohen Vermögensbestand und seiner politischen und beruflichen Meriten.

Philipp von Mühldorfer war politisch aktiv, von 1838 bis 1840 Mitglied des Landrats von Niederbayern und wurde anschließend bis 1843 als Mitglied in die Kammer der Abgeordneten gewählt. Er wurde als „braver und wohlhabender Mann“ geschildert, der sich aber mehr um seinen Erwerb als um politische Angelegenheiten gekümmert haben soll. Unter anderem gehörte ihm zusammen mit dem Wirt Florian Koch von Garham die Burgruine Hilgartsberg und das „Holz Eichleithen“, welche sie vom Joseph Eligius Graf von Fugger käuflich erworben hatten. 1847 schenkten sie die Ruine dem Bayerischen Staat, weil sie die Kosten der notwendigen Abtragung einiger Vormauern scheuten.

Einer der Söhne, Ludwig Anton, dem schon das Schlossgut in Guggenberg bei Schwabmünchen gehörte, erbte nach dem Tod von Philipp von Mühldorfer am 12. Februar 1865 das Gut Philippswart. Sieben Jahre später entschloss er sich bereits zum Verkauf des mit 18000 Gulden hypothekarisch belasteten Gutshofes.

Käufer war Friedrich Wenninger, am 13. Februar 1848 in Straubing geboren, und zuletzt Gutsverwalter von Tremmelhausen bei Lappersdorf in der Oberpfalz. Wegen seines chronischen Asthmaleidens wollte er von dort weg und entschied sich 1872 für den Kauf von Philippswart, wo er sich Linderung durch die frische Vorwaldluft erhoffte.

Wie aus dem überlieferten Kaufvertrag, datiert auf den 9. Oktober 1872, hervorgeht, umfasste das Gut 160 Tagwerk Äcker, Wiesen und Wälder. Als Kaufpreis („Kaufschilling“) wurden 33000 Gulden vereinbart, davon musste der Käufer die Hypothekenbelastung über 18000 Gulden übernehmen. Der Restbetrag von 15.000 Gulden war in bar auszuzahlen oder bei Teilzahlungen zu verzinsen.

Friedrich Wenninger, krank und deshalb wenig leistungsfähig, ließ den Hof mehr und mehr verfallen. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich zusehends, und am 25. Mai 1886 verstarb er an Lungenschwindsucht. Die Witwe Franziska mit ihren fünf unmündigen Kindern heiratete notgedrungen wieder, um den Hof erhalten zu können.

Am 11. Dezember 1888 trat sie mit dem Bauerssohn Franz Xaver Scheingraber, der aus dem benachbarten Edt stammte, an den Traualtar. Der neue Ehemann soll ein sehr tüchtiger Wirtschaftler gewesen sein und den heruntergekommenen Gutshof wieder auf Vordermann gebracht haben. Er übergab ihn wohl bestellt an seinen Stiefsohn Josef Friedrich Wenninger, der das Gut wirtschaftlich weiterentwickelte.

Nunmehr ist der stattliche, vorbildlich gepflegte Bauernhof in fünfter Generation in Besitz der Familie Wenninger. Mittlerweile ist zur Landwirtschaft mit Tierhaltung als zweites Standbein eine leistungsfähige Bioenergieanlage zur Stromerzeugung und Nahwärmeversorgung hinzugekommen.

 

 


Ausschnitt aus dem Urkatasterblatt von 1824. Inmitten eines großen Waldgrundstücks wurde 1849 auf der Rodungsfläche das Gut Philippswart (rote Vierecke) errichtet. − Foto: Bayernatlas

 


Friedrich und Franziska Wenninger, die erste bürgerliche Familie auf Philippswart − Foto: Alois Wenninger

 

 

Quelle; pnp.de — Rudolf Drasch

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Gratulation an den Ehrenbürger: Altbürgermeister Josef Weiß feiert seinen 85. Geburtstag


Übermittelten ihre Glückwünsche: 2. Bürgermeister Alois Wenninger (v.l.), 1. Bürgermeister Josef Kufner, Geburtstagskind und Altbürgermeister Josef Weiß, Marktrat a.D. Alois Kapfhammer, Altlandrat Franz Meyer, 3. Bürgermeister Georg Stelzer und Vorsitzender der Senioren-Union Vilshofen Gottfried Hoschkara. − Fotos: Johannes Waas
Hofkirchen

Einen sehr erfreulichen Termin gab es für die drei Bürgermeister der Marktgemeinde Hofkirchen (Landkreis Passau) am vergangenen Montag. Josef Kufner, Alois Wenninger und Georg Stelzer durften dem Garhamer Urgestein und Altbürgermeister Josef Weiß zum 85. Geburtstag gratulieren.

Das Trio übermittelte stellvertretend für den Markt Hofkirchen und natürlich auch persönlich seine Glückwünsche an den langjährigen Ehrenbürger und überreichte die Präsente.

Den Gratulationen und guten Wünschen schlossen sich auch der Landesvorsitzende der Senioren-Union der CSU Bayern Franz Meyer, der Vorsitzende der Senioren-Union Vilshofen Gottfried Hoschkara, der Sprecher der Bürgermeister im Landkreis Passau Stephan Dorn und Pfarrer i.R. Gotthard Weiß an.

Altlandrat Meyer bezeichnete den Jubilar als guten Freund und treuen politischen Wegbegleiter, der seinen Weg in die Politik stets förderte und unterstützte. Weiterhin berichtete der Altlandrat, dass Weiß nicht nur Bürgermeister von zwei Gemeinden, sondern auch Kreisrat in zwei verschiedenen Landkreisen war.

Kufner würdigte den Einsatz und die Verdienste von Josef Weiß um die „Altgemeinde“ Garham und den Markt Hofkirchen. „Nach der Gebietsreform legte der Sepp die Grundsteine für die gute wirtschaftliche Entwicklung der Kommune“, so Kufner weiter. Die Schaffung der eigentlich nicht mehr geplanten Autobahnauffahrt in Garham ist dafür ein gutes Beispiel. Ohne diese hätte sich das Gewerbegebiet wahrscheinlich nicht so gut entwickeln können.

Neben den Gratulationen aus der Politik übermittelten auch die örtlichen Vereine ihre herzlichsten Glückwünsche. Einen besonders lauten Gruß ließen dabei die Böllerschützen Garham erklingen. Mehrere Salut-Salven sendete die Abordnung der Böllerschützen in den Abendhimmel.

Josef Weiß freute sich über die zahlreichen Gratulationen und zeigte sich sehr dankbar. „Ich bin generell gesundheitlich sehr zufrieden, auch wenn hin und wieder das ein oder andere Wehwehchen um die Ecke schaut“, so das abschließende Fazit des Jubilars.

ZUR PERSON

Josef Weiß wurde 1939 in Garham geboren. Nach seiner Lehre zum Schreiner übernahm er die kurzfristig freigewordene Stelle des Gemeindeschreibers in Garham. Kurz darauf schaffte er mit 26 Jahren den Einzug in den Kreistag. Mit 32 Jahren wurde Weiß dann zum Bürgermeister der Gemeinde Garham gewählt.

Nach der Gebietsreform im Jahre 1978 und dem Zusammenschluss der Gemeinden Garham und Hofkirchen wurde Weiß im Alter von 39 Jahren zum Bürgermeister gewählt – mit 98 Prozent der Stimmen. Das Amt des Bürgermeisters übte Weiß dann bis zum Jahr 2002 aus.

Neben der Politik war die Musik die große Leidenschaft von Josef Weiß. Von seinem 14. Lebensjahr an war er für über 60 Jahre der Organist der Pfarrei Garham und leitete über Jahrzehnte den Kirchenchor. Auch das Heimatlied für den Ort Garham stammt aus seiner Feder.

Josef Weiß erhielt für seine Verdienste um die Gemeinde Hofkirchen die Ehrenbürgerwürde und ist Träger der Bürgermedaille. Zudem wurde ihm für seinen Einsatz als Kommunalpolitiker das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen.

 

 

 

Zur Ehre des Jubilars ließen es die Böllerschützen Garham richtig krachen. Mit mehreren Salut-Salven gratulierten sie dem Altbürgermeister und Hofkirchener Ehrenbürger lautstark zum Geburtstag.

 

Der Kreisvorsitzende des Bayerischen Gemeindetages Passau und Bürgermeistersprecher Stephan Dorn (l.) gratulierte im Namen der aktiven Bürgermeister. − Foto: VA

 

 

Quelle; pnp.de — Johannes Waas

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DIE SCHULGESCHICHTE VON GARHAM – EIN BLICK IN DIE CHRONIK


Die Grundschule Garham ist seit Oktober 2023 Umweltschule. Im Vordergrund der Gedenkstein zum 50. Jubiläum. − Foto: Franz X. Eder

Garham

Vor 200 Jahren gab es bereits eine schulische Einrichtung in Garham. Die alte Pfarrchronik nennt als ältestes Schulhaus das Schmalhoferhaus, noch ein altes Holzgebäude. Der damalige Mesner, ebenfalls mit dem Namen Schmalhofer, bekleidete zugleich das Amt des Lehrers.

1828 wurde die Schule in das neu errichtete Bäckerhaus Bumberger an der Straße nach Eging verlegt. 1843 wurde dann ein eigenes Schulgebäude errichtet, das heutige Pfarrheim. Dieser Bau mit zunächst nur einem Klassenraum wurde bis 1903 um zwei weitere Klassenzimmer und zwei Lehrerwohnungen vergrößert.

Immer weiter ansteigende Schülerzahlen veranlassten den Gemeinderat mit Bürgermeister Michael Leizinger, den Bau eines neuen Schulgebäudes mit acht Klassenräumen, allen erforderlichen Nebenräumen und der Turnhalle auf dem Kirchberg zu beschließen. Richtfest war am 13. September 1963, ein Jahr später, am 24. September 1964, war Einweihung. Der jetzige Altbürgermeister Josef Weiß, damals junger Gemeindeschreiber, war die treibende Kraft, dass Garham 1964 eine neue Schule bekommen hat.

Die Kosten für Schulhaus und Turnhalle betrugen 920000 DM (ca. 470000 Euro). 239 Schüler der Klassen 1 bis 9 hatten ein funktionelles und modernes Schulgebäude bekommen.

Der Vilshofener Anzeiger berichtete am 27. September 1964 über die feierliche Einweihung mit der Überschrift „Moderne Dorfschule trägt bei zur Aufwertung des Landes“. Der damalige Bundestagsabgeordnete Franz Xaver Unertl wird zitiert: „Mit dem Bau dieses schönen Schulhauses hat die Gemeinde Garham auf dem Schulsektor keine Sorgen mehr für ewige Zeiten.“

Es dauerte nicht einmal zehn Jahre, dann kam die große Schulreform. Wegen der bald sinkenden Geburtenraten besuchten ab 1970 die Neuntklässler die Hauptschule in Vilshofen, 1981 folgten ihnen die Jahrgangsstufen 7 bis 8.

Mit Beginn des Schuljahres 2005/2006 wurden auch die 5. und 6. Schulklasse der Teilhauptschule in Garham in die Hauptschule St. Georg in Vilshofen integriert, wo sie seither unterrichtet werden.

− fe

 

 

 

Quelle: pnp.de —Franz X. Eder

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Generalsanierung abgeschlossen


Spende für den Sportunterricht: Vorwald-Skiclub-Vorstand Alfred Weiß (v.r.), Rektorin Irene Egger, Martina Sonnleitner, Sonja Neubauer, Anna Zitzlsberger, Ludwig Vogl. Johannes testet die gesponserten Pedalos – perfekt fürs koordinative Training. − Fotos: Franz X. Eder
Garham

Mit Tanz und Musik hat die Schulfamilie den 60. Geburtstag und den Abschluss der Generalsanierung des Schulgebäudes am Garhamer Kirchberg gefeiert. „Die Lernatmosphäre wurde durch die umfangreichen Maßnahmen erheblich verbessert“ – so der Tenor der Festreden. Neben dem kirchlichen Segen durch Pfarrer Joseph und einem offiziellen Festakt in der Turnhalle gab es ein umfangreiches Rahmenprogramm.

Rektorin Irene Egger begrüßte in der übervollen Turnhalle Schulkinder, Eltern, (Ehren-)Gäste, darunter auch ehemalige Lehrer und Schulleiter.
Irene Egger erinnerte daran, dass die Sanierung des Hauptgebäudes fast abgeschlossen war, als sie vor zwei Jahren als Rektorin die Schule übernahm. Allerdings klaffte im Eingangsbereich ein großes Loch, da sich der Einbau des Aufzugs verzögerte. Der gesamte Ostflügel war mit einer schwarzen Plane verhängt, Sekretariat und Rektorat waren ausgeräumt. Schmunzelnd erzählt sie, dass die ersten Schultage mit ihrer Klasse vor allem von „Baustellengespenstern“ geprägt war. Gemeint waren die Bauarbeiter, die hinter der „unheimlich raschelnden schwarzen Plane“ die Schulanfänger mit einem Buh erschreckten. Sie lobte besonders die Gestaltung des Pausenhofs mit Rutsche, Tischtennisplatte und Basketballkorb. Auf den Sitzgelegenheiten der Mauer sei gemütliches Zusammensein aber auch Unterricht im Freien möglich.

Bürgermeister Josef Kufner stellte die Kinder und die Bedeutung der Schule im Ort in den Mittelpunkt seines Grußwortes. Bereits vor Unterrichtsbeginn würden die Jüngsten betreut. Die vier Jahrgangsstufen verzeichneten Klassenstärken von 16 bis 24 Kindern. Mit einer Mittags- und Nachmittagsbetreuung würden bereits heute die Anforderungen für 2026 erfüllt. Der Bürgermeister schwärmte: „Wir sind eine Schulfamilie, wir helfen zusammen.“

Architekt Tobias Maier erläuterte die umfangreiche Gesamtsanierung: „Das Schulhaus bekam in den letzten sieben Jahren innen wie außen ein komplett neues Gesicht und wurde an heutige bauliche, technische Anforderungen angepasst“, sagte er. „Eine Investition mit Weitblick für die Schule mit Weitblick“, fasste der Architekt zusammen.
Eine Überraschung hatte der Vorwald-Skiclub Garham parat: Vorstand Alfred Weiß kam mit seiner Vereinsabordnung zum Fest und übergab vier Garnituren Pedalos für den Sportunterricht. Sie sind wichtig für einen geordneten Bewegungsablauf.
Höhepunkte beim Festakt waren die Auftritte der Schüler – mal zum Staunen, mal zum Lachen. Unter Leitung von Regina Jungwirth eröffnete die Bläserklasse mit einer „Fanfare“ den offiziellen Festakt. Mit dem Lied „Herzlich Willkommen“ schlossen sich alle Schulkinder der Begrüßung an. Die 4. Klasse bewies mit ihrem „Cupsong meets Akrobatik“ Fingerfertigkeit und sportliche Ambitionen. Mit den Künsten des „Zauberers Schrappelschrut“ machte die 1. Klasse die Gäste vertraut. Die 2. Klasse jonglierte erfolgreich mit verschiedensten Gegenständen. Sehenswert war auch die Showeinlage Barbie Girl der 4. Klasse. Lehrer Jotam Evenari zeigte sich als Ken von einer künstlerischen Seite. Mit einem Gedicht fassten die Grundschüler den Anlass des Festes zusammen, sagten „fürs Zuhören Dank“ und luden ein zu „Speis und Trank“.
Beim Rahmenprogramm konnte man Experimente zu Luft und Wasser bestaunen oder sich in der Sinneswerkstatt testen. Papierschöpfen oder Trommel-Bau waren weitere Stationen. Innovativ war die digitale Schulhausrallye mit Tablets und QR-Codes. Auch eine große Tombola gab es oder Schulführungen mit Bürgermeister Josef Kufner. Informationen über Digitalunterricht, schnelles Internet und digitale Tafeln beeindruckten die Teilnehmer. Der Elternbeirat um Katharina Schmidtmayer kümmerte sich um die Bewirtung, mit seiner Luftballonkunst beeindruckte Zauberer Pepi im Pausenhof.

MAßNAHMEN

Nach der energetischen Sanierung im Jahr 2017 begann 2019 die eigentliche Generalsanierung mit sechs Bauabschnitten. Dadurch konnte man ohne kostspielige Provisorien wie Containerklassen oder Auslagerungen von Klassen auskommen. 2019 wurde das Erdgeschoss im Westtrakt saniert und ein multifunktionaler Mehrzweckraum (Aula) für Aufführungen oder Musikunterricht eingebaut. Ebenfalls wurde die Turnhalle innen komplett erneuert, Prallwände eingebaut, der Sportboden erneuert und ballwurfsichere Akustikdecken mit neuer Beleuchtung verbaut.

In den Folgejahren wurden die Klassenzimmer im Ober- und Untergeschoss des Westtrakts mit neuen Böden, Akustikdecken, Sonnenschutzanlagen und LED-Beleuchtung ausgestattet.

2022 erfolgte der größte Bauabschnitt: Der Osttrakt und die Verwaltungsräume wurden in einem Zug generalsaniert. Durch den Einbau einer Aufzugsanlage wurde die Schule barrierefrei. Heuer im Frühjahr wurden die Maßnahmen mit der Sanierung des Pausenhofs abgeschlossen.

KOSTEN

Die Gesamtkosten der Generalsanierung belaufen sich auf 1,8 Millionen Euro. Dafür gibt es 830000 Euro als Zuschüsse.

 

Festakt in der Turnhalle: Rektorin Irene Egger hielt in der voll besetzten Turnhalle die Geburtstagsrede für das Schulhaus. Die Veranstaltung wurde auf einen großen Bildschirm in die Aula übertragen.

 

Experiment: Annika aus der 2. Klasse erklärt ein Experiment mit Luft. Dazu braucht sie Wasser, um die Luft sichtbar zu machen.

 

 

Quelle: pnp.de —Franz X. Eder

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21-fache Glaubensbestätigung


Die Firmlinge aus dem Pfarrverband Hofkirchen-Garham vor dem Garhamer Kirchturm mit (hi.v.l.) Pfarrer Joseph, Stephanie Brunngraber, Anja Voggenreiter vom Firmvorbereitungsteam sowie (hi.v.r.) Prof. Dr. Georg Kraus und Domkapitular Christian Altmannsperger mit den Ministranten. − Foto: Franz X. Eder

Garham

Nach monatelanger Vorbereitung haben 21 junge Menschen der Pfarreien Garham und Hofkirchen das Sakrament der Firmung empfangen. Gespendet wurde dieses von Domkapitular Christian Altmannsberger in einem feierlichen Gottesdienst.

Eindrucksvoll war der Einzug der Firmlinge, begleitet von ihren Paten, zusammen mit Domkapitular Christian Altmannsberger, Pfarrer Dr. Joseph Peedikaparambil und Prof. Dr. Georg Kraus in die festlich geschmückte Garhamer Pfarrkirche St. Nikolaus.

Zu Beginn des Gottesdienstes begrüßte Stephanie Brunngraber, die Pfarrgemeinderatsvorsitzende aus Garham und Mitglied des Firmvorbereitungsteams den Firmspender, die Paten und Familien und stellte die Firmlinge vor, elf aus der Pfarrei Garham und zehn aus der Pfarrei Hofkirchen.

Der Gottesdienst wurde aktiv durch die Firmlinge mitgestaltet. Musikalisch begleitet wurde dieser von den Kirchenchören Garham und Hofkirchen sowie von Roland Rimbeck an der Orgel und am E-Piano und von Maria Schuster und Regina Schmidtmayer (Gitarre) und Cornelia Niederländer (Flöte) unter der Leitung von Bernarda Hartl. Mit der Textzeile „Komm Heilger Geist mit Feuerfall“ aus dem Lied „Friede wie ein Strom“ bekräftigte auch der Chor musikalisch das Thema des Tages.

Domkapitular Altmannsperger ermutigte die Firmlinge in seiner Predigt vor allem dazu, sich in Gesellschaft und Kirche einzubringen: „Wir brauchen junge Christinnen und Christen, die vom Feuer des Heiligen Geistes entflammt, unsere Welt mitgestalten.“ Weiter sagte er: „Firmung heißt, dass dir ein neues Feuer geschenkt wird, eine innere Begeisterung und Gewissheit. Durch die Firmung wirst du ein innerlich mit Feuer beschenkter Mensch.“

Nach dem Taufbekenntnis traten die Jugendlichen mit ihren Firmpaten vor den Altar, um durch die Salbung mit Chrisam mit dem Kreuzeszeichen das Sakrament zu empfangen. Dabei führte Firmspender Altmannsberger mit jedem Firmling und dessen Paten ein kurzes Gespräch.

Die Firmung war Höhepunkt und Ende einer intensiven Vorbereitungszeit. Start war im Oktober unter dem Motto „Anker der Zeit“. Die Firmlinge haben sich in mehreren Terminen und in Andachten mit verschiedenen Themenschwerpunkten beschäftigt und einen gemeinsamen Tag in Ortenburg zusammen mit weiteren Pfarrverbänden verbracht. Besonders beeindruckend und zum Nachdenken anregend waren der Film „Das Seil“ oder der Escape-Room mit religiösen Stationen.

Besonderes Augenmerk sollten die Firmlinge auf ihr soziales Engagement legen. Jeder Firmling absolvierte einen Termin entweder innerhalb der Pfarrei, wie das Mitgestalten eines Seniorennachmittags, oder außerhalb der Pfarrei mit der Teilnahme am sozialen Vormittag in Eging am See. Den Abschluss der Firmvorbereitungsreise bildete ein Bußgottesdienst am Vorabend.

Hofkirchens Pfarrgemeinderatsvorsitzender Thomas Buchner dankte den Firmlingen, aber auch Eltern und Paten, dass sich so viele junge Leute entschlossen haben, das Sakrament der Firmung zu empfangen.

Die Firmlinge Maria und Annalena bedankten sich mit einem großen Geschenkkorb beim Firmspender. Als besonderes Dankeschön überreichte Pfarrer Joseph Blumen an das Firmvorbereitungsteam Anja Voggenreiter und Stephanie Brunngraber. Abschließend lud Stephanie Brunngraber alle zu einem Stehempfang auf den Kirchenvorplatz ein.

Quelle: pnp.de —−fe

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Wiedersehen der Volksschüler


Nur strahlende Gesichter gab es beim Klassentreffen. Zu einem „Klassenfoto“ stellten sich die ehemaligen Schüler mit Rektorin Irene Egger (vorne r.) und Bürgermeister Josef Kufner (vorne l.) im neugestalteten Pausenhof auf. − Foto: Franz X. Eder

Garham

1968 sind sie aus der Volksschule Garham entlassen worden und waren damit der letzte Jahrgang, der die achtjährige Volksschulzeit zu absolvieren hatte. 56 Jahre später kamen 30 ehemalige Schülerinnen und Schüler zu einem Klassentreffen zusammen. Aus Niederbayern und Oberbayern reisten sie an, um in Erinnerungen zu schwelgen.

Die anfangs 45 Kinder der Jahrgänge 1953/54 aus dem Schulsprengel Garham wurden im Jahre 1960 noch im alten Schulgebäude (jetzt Pfarrheim) neben der Pfarrkirche eingeschult. In der 5. Klasse durften sie im Jahre 1964 in das neue Schulgebäude umziehen. Mit einem großen Schulfest wird am 8. Mai „60 Jahre Grundschule Garham“ gefeiert. Das Schuljubiläum und der Umstand, dass die ehemaligen Schüler heuer alle 70 werden, veranlassten die Initiatoren Anna Dörfer, Regina Schmidtmayer, Rosemarie Schöfberger und Franz Eder, zum Wiedersehen einzuladen.

Zu Beginn stand die Besichtigung ihrer ehemaligen Wirkungsstätte auf dem Programm. Die jetzige Rektorin Irene Egger und Bürgermeister Josef Kufner führten die Ehemaligen durch die Räume der einstigen Schule an der sie gemeinsam die Schulbank gedrückt hatten. Allerdings hatte die „neue Schule“ wenig mit den einstigen Räumen gemein, zu sehr veränderte sich das Gebäude samt Einrichtung und Ausstattung in den vergangenen sechs Jahrzehnten. Bleibenden Eindruck hinterließen die digitale Tafeln, die nichts mehr mit den „Kreidetafeln“ gemein haben.

Fünf Mitschüler sowie die Lehrkräfte Heinrich Stark, Christa Rubner, Johanna Madl und Pfarrer Benno Klinger sind bereits verstorben. Mit einem kurzen Wortgottesdienst in der Pfarrkirche St. Nikolaus wurde ihrer gedacht. Beim Kaffeetrinken und Abendessen im Gasthaus „Zur Post“ in Aicha gab es viel zu erzählen und Erlebnisse auszutauschen. Mit dem Schwelgen in Erinnerungen verging die Zeit wie im Flug. Erst gegen Mitternacht begaben sich die letzten auf den Heimweg. In zwei Jahren wird es eine Neuauflage geben.

− fe

Quelle: pnp.de —−fe

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21 junge Christen hatten ihren großen Tag


Stolz und freudestrahlend zeigten sich die Garhamer Erstkommunionkinder mit Pfarrer Joseph, den Ministranten und Tischmüttern nach der feierlichen Zeremonie. − Foto: Franz X. Eder

Garham

Unter dem Motto „Du gehst mit – du bist bei mir alle Tage“ empfingen 21 Kinder aus der Pfarrgemeinde Sankt Nikolaus nach Monaten der Vorbereitung zum ersten Mal den Leib Christi. Die Grundschule war durch Rektorin Irene Egger und den Klasslehrern Jotam Evenari und Claudia Probst vertreten.
Festliches Orgelspiel von Roland Rimbeck erfüllte das Gotteshaus, als die in liturgischen Gewändern gekleideten zehn Mädchen und elf Buben mit Pfarrer Dr. Joseph Peedikaparambil und den Ministranten durch den Mittelgang hin zum Altarraum zogen.
Tischmutter Katharina Schmidtmayer nannte die Namen der Erstkommunionkinder, deren Kerzen mit der Flamme der Osterkerze entzündet und auf dem Seitenaltar aufgestellt wurden. Die Lesung trug Tischmutter Maria Reif vor. Das Evangelium vom Emmausgang, der Begegnung von zwei Jüngern mit dem auferstandenen Jesus, ließ Pfarrer Joseph im Predigtgespräch die Kinder nachspüren. „Emmaus ist überall da, wo wir miteinander feiern und uns Kraft holen“, betonte er. Die Predigt fasste er mit den Worten zusammen: „Erstkommunionfeier ist ein Familienfest, bedeutet zusammenkommen, zusammenessen, Liebe teilen.“
Aktiv waren die Kinder dabei: Sie trugen Kyrierufe und Fürbitten vor, brachten Brot, Kelch, Wasser, Wein zum Altar. Mit kräftiger Stimme erneuerten die Erstkommunikanten das Taufversprechen. Anschließend bildeten sie einen großen Kreis um den Altar, sangen gemeinsam mit allen Gottesdienstbesuchern das „Vater unser“ und empfingen aus der Hand von Pfarrer Joseph ihre erste Heilige Kommunion.
Musikalisch gestaltet wurde der berührende Gottesdienst vom Kirchenchor Garham mit Roland Rimbeck an der Orgel und am E-Piano sowie mit Maria Schuster und Regina Schmidtmayer (Gitarre) und Cornelia Niederländer (Querflöte) unter der Leitung von Bernarda Hartl. Bernhard Glessinger begleitete einfühlsam mit seinem Saxophon das Eröffnungslied des Chores „Alles in Liebe“ und instrumental mit der Orgel die Kommunionausteilung.
Pfarrer Joseph bedankte sich am Ende bei allen, die zur Gestaltung und zum Gelingen des feierlichen Gottesdienstes beigetragen haben. Besonders dankte er Religionslehrerin Claudia Boese. Als besonderes Dankeschön überreichte er Blumen an die Tischmütter Nadja Fischl, Simone Hauzenberger, Maria Reif und Katharina Schmidtmayer. Vor dem feierlichen Schlusssegen riefen die Kinder mit lauter Stimme noch einmal einen Hauptgedanken des Evangeliums: „Herr Jesus bleibe bei uns“.

− fe

 

Quelle: pnp.de —Franz X. Eder

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Kreismusik macht Schule


Öffentliche Auftritte sind ein wichtiger Bestandteil der Musikerausbildung: Im Rahmen des Zeitlarner Frühlingsfestes waren die Jungbläser der Garhamer Blaskapelle „live“ beim Start der diesjährigen Blasmusiksaison dabei. − Fotos: Franz X. Eder

Garham

„Das ist schon eine tolle Sache“, freut sich die Garhamer Schulleiterin Irene Egger über die Entwicklung der Kooperation zwischen den Grundschulen Garham und Hofkirchen und der Kreismusikschule Passau. Mit deren Leiter Kurt Brunner und Bürgermeister Josef Kufner hat sie sich über die Zusammenarbeit ausgetauscht.

Seit 1992 gibt es die öffentliche Musikschule des Landkreises Passau. Sie bietet Musikunterricht für alle an, ortsnah und kompetent. Die Kreismusikschule sieht sich als aktiver Bestandteil des regionalen Kulturlebens und pflegt sowohl die traditionelle Musikkultur als auch klassische, zeitgenössische, populäre und folkloristische Musik

„Musizieren stärkt das Selbstvertrauen und fördert kreatives Denken, es beeinflusst die Intelligenz positiv und vor allem macht das Musizieren in der Gruppe Spaß“, zählt Kurt Brunner, der Leiter der Musikschule Passau, die Vorteile für die Kinder auf. „Musik ist die einzige Droge, die süchtig machen soll – aber nicht schadet“, stellt er weiter fest. „Hier wird alles gefördert, was junge Menschen brauchen: Selbstvertrauen, Talent, Teamfähigkeit und genauso Spaß und Kreativität.“
In den beiden Grundschulen des Marktes Hofkirchen lernen 61 Schülerinnen und Schüler mit 102 Belegungen die verschiedensten Musikinstrumente. Wichtig ist es für Bürgermeister Josef Kufner, dass für alle Schüler die gleichen Voraussetzungen gelten. Der Garhamer Schulsprengel reicht auch in den Landkreis Deggendorf. Der Markt Hofkirchen übernimmt in diesem Fall aus Kommunalmitteln den Förderanteil des Landkreises, betont Kufner.

In den Bläserklassen lernen aktuell 13 Kinder das Musizieren mit Blasinstrumenten im wöchentlichen Unterrichtsablauf. Das Konzept der Bläserklassen ist auf zwei Schuljahre in der 3. und 4. Jahrgangsstufe ausgelegt. Die musikalische Ausbildung ist eingebunden im Grundschulangebot mit 45 Minuten pro Woche Instrumental-Gruppenunterricht und 45 Minuten pro Woche Ensembleunterricht. Hochwertige Leihinstrumente können kostengünstig zur Verfügung gestellt werden.

„Besonders hervorzuheben ist der Erfolg des im September 2019 gestarteten Projektes „Bläserklasse“ an den Grundschulen in Garham und Hofkirchen. Ergänzend zum gewohnten Vormittagsunterricht besteht dabei einmal in der Woche das kostenlose Angebot in der Jungmusikergruppierung der Blaskapelle Garham, das Gelernte im gemeinsamen Zusammenspiel anzuwenden“, erzählt Bürgermeister Josef Kufner, der auch der musikalische Leiter der Blaskapelle Garham ist.

„Gesellschaftlich ist das wöchentliche gemeinsame Musizieren wertvoll, denn so kann über das Grundschulalter hinaus ein Dreh- und Angelpunkt für entstandene Freundschaften entstehen“, stellte Kufner fest. Dazu investiert die Blaskapelle in eine externe und qualifizierte Lehrkraft. Regina Jungwirth unterrichtet die jungen Bläser in der Grundschule und auch bei der Blaskapelle.

„Wer an der Kreismusik ein blaskapellentaugliches Instrument als Anfänger erlernt, mit dem Ziel in einer Blaskapelle im Landkreis mitzuwirken, erhält einen Zuschuss von 200 Euro. Diesen Zuschuss gibt es aus Mitteln der Sparkassenstiftung“, klärt Kurt Brunner weiter auf und spannt damit den Bogen zur Brauchtumspflege, einem weiteren Ziel der Kreismusikschule.


Grund zur Freude: Erfolgreicher Erfahrungsaustausch im Musikraum der Garhamer Grundschule von (v.l.) Bürgermeister Josef Kufner, Rektorin Irene Egger und Kurt Brunner, dem Leiter der Kreismusikschule Passau.

 

 

Quelle: pnp.de —Franz X. Eder

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Generalversammlung der RK


Ausgezeichnete Kameraden: (v.l.) Alois Wenninger, Robert Unrecht, Johann Müller, Sebastian Müller und Friedrich Lorenz. − Foto: Unrecht

Garham

Zur Generalversammlung der Reservistenkameradschaft waren neben 14 Mitgliedern der 2. Bürgermeister der Gemeinde Hofkirchen Alois Wenninger und die Ehrenvorstände der Kameradschaft Rudolf Daxberger und Ernst Schreck zu begrüßen.

Nach einem kurzen Totengedenken folgte der ausführliche Jahresbericht des Schriftführers Robert Unrecht. An den zahlreichen Terminen und Anlässen der RK konnte man sehen, dass die Reservistenkameradschaft immer noch aktiv ist.

Danach kam der Kassenbericht des Kassiers Leopold Döttl, der wieder einmal einen soliden und stabilen Kassenstand vorweisen konnte. Nachdem die beiden Prüfer Ernst Schreck und Anton Hauzenberger nichts an der Vereinskasse zu beanstanden hatten, wurde die Vorstandschaft von den anwesenden Kameraden einstimmig entlastet.
Vize-Bürgermeister Alois Wenninger brachte zum Ausdruck, dass er sich freue, wieder bei der Jahreshauptversammlung der RK Garham dabei zu sein. Auch stellte er fest, dass sich die Lage in der Welt nicht verbessert, sondern verschlechtert hatte und sich die Deutschen wieder mehr Sorgen machten. Auch investieren die Nato und Europa wieder mehr in die Verteidigung. Zum Schluss seiner Ansprache dankte er Vorstand Johann Müller, der Vorstandschaft und den Kameraden für ihr aktives Vereinsleben und der Präsenz in der Gemeinde.

Nach den Reden überreichte 1. Vorstand Johann Müller an Robert Unrecht eine Urkunde für dessen siebte Wiederholung der Schützenschnur in Gold.

Danach erfolgte die Preisverleihung der 20. Vereinsmeisterschaft im Schießen, die diesmal im Schützenhaus in Kropfmühl ausgetragen wurde. Dort wurden mit dem Gewehr K98, der Neun-mm-Pistole und dem Kleinkalibergewehr jeweils zehn Wertungsschüsse abgegeben. Hier konnte Vorstand Johann Müller für den 1. Platz Friedrich Lorenz, den 2. Platz Sebastian Müller, den 3. Platz Robert Unrecht und den restlichen Teilnehmern Urkunden verleihen. Zusätzlich konnten sich die drei Erstplatzierten über einen Präsentkorb freuen.

Zum Schluss sprach Johann Müller die nächsten Termine für die Reservistenkameradschaft an und es wurden vor dem gemütlichen Ausklang noch einige Wünsche und Anträge der Mitglieder besprochen.

− va

 

 

Quelle: pnp.de —va

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Spreizer und Rettungsschere im Test


Spannender Ausflug zum Gerätehaus: Mit dem Thema Feuerwehr setzten sich die Schüler 3. Klasse der Garhamer Grundschule auseinander. Aktive der Garhamer Feuerwehr erläuterten die Ausrüstung und beantworteten die Fragen der Kinder: Andreas Probst, Natalie Schöfberger, Sarah Körner, Marco Atzmüller und René Kunze (hinten v.l.).

Garham

Im Heimat- und Sachkundeunterricht haben die Kinder der 3. Klasse der Grundschule Garham viel Wissenswertes über die Feuerwehr und ihre Aufgaben gelernt. Um das Gelernte auch in der Praxis zu erforschen, machten sie sich zusammen mit Lehramtsanwärterin Sarah Körner auf den Weg zur Freiwilligen Feuerwehr Garham.

Am Feuerwehrhaus sind sie von Ehrenkommandant Franz Eder und vier aktiven Feuerwehrmitgliedern empfangen worden. Ehrenkommandant Franz Eder erklärte zunächst die Aufgaben der Wehr, die es schon über 150 Jahre gibt, und beantwortete die Fragen der Schüler, verdeutlichte anschaulich den Alltag und die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren. Den Grundschülern wurden die Feuerwehrfahrzeuge und die vielen Ausrüstungsgegenstände gezeigt, die die Feuerwehr bei ihren unterschiedlichen Einsätzen benötigt. Jugendwart René Kunze und sein Stellvertreter Andreas Probst erklärten besonders die Handhabung und Funktionsweise des Spreizers und der Rettungsschere. Bei der Bedienung der Rettungsschere konnten die Kinder selbst einmal die Handhabung „testen“.

Spannend ging es weiter, als Gruppenführerin Natalie Schöfberger und Gerätewart Marco Atzmüller das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuges HLF 20 erklärten und den Schülern den Umgang mit der „Schnellangriffseinrichtung“ zeigten. Das Highlight für die Schüler war es, beim Zielspritzen mit einem C-Hohlstrahlrohr selbst aktiv mitzuhelfen. Das Tragen der Atemschutzausrüstung stellte sich als Herausforderung dar. 15 bis 18 Kilogramm Gewicht trägt der Feuerwehrmann oder die Feuerwehrfrau mit sich herum, wie Andreas Probst und Marco Atzmüller den Schülern erklärten. Dagegen erscheint die eigene Schultasche leicht.

Interessant fanden die Kinder neben Atemschutzgerät und Atemmaske auch die Reflektorstreifen am Schutzanzug. Auf die Schlussfrage, wer zur Kinderfeuerwehr, den Garhamer Feuerwehrdrachen, kommen möchte, streckten fast alle der 24 Buben und Mädels ihren Arm hoch, drei sind schon dabei. Die Zeit verging viel zu schnell und so mussten die Kinder den Rückweg antreten.

Ausgerüstet mit einem „feuerroten Feuerwehrapfel“ und interessanten Eindrücken wurden die Kinder mit dem Feuerwehrauto in die Schule zurückgebracht. „Das war der allerschönste Schultag, den wir bisher hatten“ war das schönste Kompliment der Drittklässler, über das sich die Garhamer Feuerwehrler besonders freuten.

− fe

Ein Highlight beim Feuerwehrbesuch: Unter Anleitung von Gruppenführerin Natalie Schöfberger probieren Emma und Anna (v.l.) erfolgreich ein C-Hohlstrahlrohr aus und freuen sich darüber. − Fotos: Franz X. Eder

 

 

 

Quelle: pnp.de —Franz X. Eder

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Die Liebe zu Feuerwehr-Oldtimern


Gäste und das wiedergewählte Führungsteam vor der historischen Saug- und Druckspritze aus dem Jahre 1892 (v.l.): Johanna Feilmeier, Bürgermeister Josef Kufner, Natalie Schöfberger, 3. Bürgermeister Georg Stelzer, Christa Schmid, Franz Eder, Andreas Schöfberger, Alois Bircheneder, Ludwig Zitzelsberger und Pfarrer Joseph Peedikaparambil. − Fotos: Franz X. Eder

Garham

Neben einem Rückblick auf 15 Jahre Förderverein Florian Garham LF8 waren die Neuwahlen der wichtigste Punkt der Mitgliederversammlung. Die Vorstandschaft wurde dabei in ihren Ämtern bestätigt und Vorsitzender Franz Eder konnte davor schon eine positive Bilanz des jungen Vereins präsentieren.

Mit dabei waren neben vielen Mitgliedern eine Reihe Ehrengäste, darunter Pfarrer Dr. Joseph Peedikaparambil, Ruhestandspfarrer Gotthard Weiß, Bürgermeister Josef Kufner, 3. Bürgermeister Georg Stelzer und Altbürgermeister Willi Wagenpfeil.

Nach einer Schweigeminute für die verstorbenen Mitglieder rief der Vorsitzende – unterlegt mit einer Bilder-Show – wesentliche Ereignisse in Erinnerung. Weil es heuer ein kleines Jubiläum zu feiern gibt, ging Franz Eder nochmals kurz auf die Idee zur Vereinsgründung ein.

Sie war entstanden, als die benachbarte Feuerwehr Hofkirchen ein neues Einsatzfahrzeug erhalten hatte und das alte, noch voll funktionsfähige LF 8 verkauft werden sollte. Schnell hatten die Garhamer Feuerwehrler Interesse an dem Fahrzeug angemeldet, das früher bereits für 16 Jahre ihr Eigentum gewesen war. Nach jener Zeit hatten sie es an Hofkirchen weitergereicht, wo es genauso lange seinen Dienst tat.

Als es 2008 schließlich außer Dienst gestellt wurde, beschloss die Garhamer Wehr, es zurückzuholen. Dazu gründeten die Feuerwehrler am 27. März 2009 den Förderverein Florian LF8, der mittlerweile 45 Mitglieder und eine siebenköpfige Vorstandschaft hat. Untergebracht ist das LF 8 auf dem Lehnerhof.

Im September 2019 wurde mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Nikolaus und einem gemütlichen Frühschoppen auf dem Lehnerhof das „Zehnjährige“ gefeiert. 2022 folgte ein weiterer Höhepunkt: Gerätewart Alois Bircheneder chauffierte im September den neuen Pfarrer Joseph Peedikaparambil mit dem Feuerwehroldtimer von Hofkirchen zum Empfang nach Garham.

2023 waren zum Oldtimertreffen, das gemeinsam mit dem SV Garham organisiert worden war, 184 Teilnehmer mit ihren Fahrzeugen gekommen. „Vom Moped, Motorrad, Auto, Traktor, Mähdrescher bis zum Feuerwehrfahrzeug reichte die Palette“, freute sich der Vorsitzende über das große Teilnehmerfeld. Bei einer 15-minütigen Präsentation konnte man das 13. Oldtimertreffen noch einmal als Zuschauer beobachten.
Viel Zeit und Arbeit wurde in die Renovierung des alten Feuerwehrfahrzeuges und in den Erhalt alter Ausrüstungsgegenstände investiert. „Die Gründung des Vereins war richtig“, stellte Franz Eder auch nach 15 Jahren fest. Aufgabe ist, historisch wertvolles, feuerwehrtechnisches Material, insbesondere Feuerlöschkraftfahrzeuge, in möglichst betriebsfähigem Zustand zu erhalten und für eine dauerhafte Unterbringung zu sorgen.

Außerdem soll das Interesse der Öffentlichkeit für Zeugnisse der technischen Entwicklungsgeschichte geweckt und gefördert werden. Der betreute Daimler Benz mit seiner Frontpumpe – ein Löschgruppenfahrzeug LF 8 – hat mit seinen mittlerweile 48 Jahren das Prädikat „Oldtimer“ erreicht, die zugehörige Tragkraftspritze ist bereits 64 Jahre alt. Die restaurierte Saug- und Druckspritze aus dem Jahr 1892 hat mittlerweile im Foyer des neuen Feuerwehrgerätehauses nach wechselnden „Unterkünften“ ihren endgültigen Stellplatz gefunden

Beruhigende Zahlen und Fakten legte Kassenwart Andreas Schöfberger vor. Die Revisoren Johanna Feilmeier und Christa Schmid attestierten eine gute Arbeit.

Eine leichte Aufgabe als Wahlleiter hatte Bürgermeister Josef Kufner mit seinen Helfern Josef Bircheneder jun. und Michael Niederländer. Das Ergebnis stand zügig fest und sieht so aus: Vorsitzender Franz Eder wurde ebenso bestätigt wie sein Stellvertreter Martin Drasch, Kassenwart Andreas Schöfberger und Schriftführerin Natalie Schöfberger. Gerätewart bleibt Alois Bircheneder − bei ihm ist auch das historische Fahrzeug untergestellt. Alois Gotzler und Ludwig Zitzelsberger sind weiterhin Beisitzer. Kassenprüferinnen bleiben Johanna Feilmeier und Christa Schmid.

Bürgermeister Josef Kufner lobte die engagierte Vorstandschaft und die Mitglieder. Erwin Schöfberger, Kommandant der Feuerwehr Garham, würdigte die gute Zusammenarbeit der beiden Vereine. Josef Leizinger, Vorsitzende des SV Garham, erklärte, dass das Oldtimertreffen nicht nur bei Teilnehmern und Zuschauern sehr gut ankäme, sondern mitllerweile fester Bestandteil des Vorwaldfestes geworden sei: „Ohne die Hilfe, Organisation und Arbeit des Fördervereins und der Feuerwehr Garham wäre das Oldtimertreffen nicht das, zu dem es sich in den letzten Jahren entwickelt hat.“

Ein Punkt konnte in der Mitgliederversammlung nicht zu Ende diskutiert werden: Das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 (HLF 20) der Feuerwehr Garham ist seit September 2023 offiziell in Dienst gestellt. Das 33 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug LF 16 wurde verabschiedet und wartet im Hofkirchener Bauhof auf seine weitere Verwendung. Ein Käufer konnte laut Aussage von Bürgermeister Josef Kufner noch nicht gefunden worden. Die Option, ob der Förderverein dieses Fahrzeug künftig betreuen könnte, warf Fragen auf, die noch zu klären wären.

In seinem Schlusswort freute sich der wiedergewählte Vorsitzende auf eine Neuauflage des Oldtimertreffens am 30. Juni. Geplant ist auch eine Vorführung mit dem „alten LF 8“ bei der Kinder- und der Jugendfeuerwehr Garham und ein Besuch der Vilshofener Bier-Unterwelten.

 

 

 

Quelle: pnp.de —Franz X. Eder

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Neues Ehrenmitglied


Auszeichnung: Ehrenmitglied Michael Schöfberger (l.) mit Vorstand Werner Lösl. − Foto: Eugen Füterer

Garham

Eine stattliche Zahl von Mitgliedern ist zur Hauptversammlung des EC Garham gekommen. Außerdem dabei: Bürgermeister Josef Kufner, Altbürgermeister Willi Wagenpfeil und Ehrenvorstand Josef Habereder.

Vorstand Werner Lösl ließ zunächst Vereinsaktivitäten, geleistete Arbeitsstunden und die Teilnahme an vielen Veranstaltungen Revue passieren. Dann würdigte er Gründungsmitglied Michael Schöfberger, zeichnete es mit der Ehrenmitgliedschaft aus.

Wie Sportwart Christian Langner mitteilte, ist der EC Garham mit seiner ersten Mannschaft im Sommer 2024 in der Bayernliga und im Winter in der 2. Bundesliga vertreten. Die zweite Mannschaft ist im Sommer und im Winter in der Bezirksoberliga startberechtigt.

Anschließend trug Heinz Lösl seinen Bericht als Schriftführer vor.

Ihm folgte der Bericht des Kassiers Helmut Langner, der wie jedes Jahr trotz des Kredits für den Anbau des Aufenthaltsraumes an die bestehende Halle sehr positiv ausfiel. Eine einwandfreie Kassenführung bescheinigten Alois Bircheneder und Willi Keinberger.

Unter Wünsche und Anträge wurden die Fragen nach einem Rentnerbeitrag und die Ausstattung der Halle mit Bildschirmen und Eingabegeräte zur elektronischen Erfassung der jeweiligen Spielstände angesprochen.

− va

 

 

Quelle: pnp.de —va

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Wildobst findet Abnehmer


Innerhalb kürzester Zeit waren trotz Regen die Pflanzen auf dem Marktplatz vergriffen. Auch Pfarrer Joseph (r.) holte sich ein Paket bei Josef Kufner (3.v.r.) und Georg Stelzer (l.) ab. − Fotos: Franz X. Eder
Hofkrichen / Garham

Der CSU Ortsverband Hofkirchen und die ÜW Hofkirchen-Garham haben zur Wildobst-Pflanzaktion nach Garham und Hofkirchen eingeladen. „Leben, Natur, Vielfalt – es werden Wildobstgehölze gepflanzt“ war das Motto des erfolgreichen Projekts. Innerhalb kürzester Zeit waren trotz regnerischem Wetter die 105 kostenlosen Pflanzpakete „vergriffen“.

Beim zweiten Anlauf hat es nun geklappt, freuen sich die Verantwortlichen. Ein geplanter Termin im Herbst des letzten Jahres konnte aufgrund von Lieferschwierigkeiten der Pflanzen nicht stattfinden. Die Felsenbirnen hingegen hatten in einem Hochbeet überwintert und waren beim neuen Termin frisch gezogen worden.

Ziel dieser Pflanzaktion ist, dass auch im privaten Garten ein sinnvoller Beitrag zur Artenvielfalt geleistet wird. Ausgegeben wurden je eine Aronia, Felsenbirne und Kornelkirsche.

Die Früchte der Aronia enthalten wichtige Vitamine und Mineralstoffe und sind aber vor allem interessant im Geschmack. Die Blüten und Früchte dienen ebenfalls als Nahrungsquelle für Insekten und Vögel. Als Frühblüher und Vogel-Nährgehölz gilt die Felsenbirne. Die Kornelkirsche gehört zu den wichtigsten frühen Bienen-Nährgehölzen.

Diese Bäume und Sträucher dienen im Laufe der Zeit mit ihren Blüten und Früchten zahlreichen Insekten wie Bienen, dem Igel und verschiedenen Vogelarten als wichtige Nahrungsquelle. Die dicht verzweigten Bäume und Sträucher werden von vielen Vögeln als Niststätte und von anderen Tieren als Versteck genutzt. Alle drei Pflanzen passen in jedes naturnahe Gartenparadies. Nachhaltigkeit und Artenschutz werden dadurch gefördert.

Die Aktion ist bei Jung und Alt gut angekommen, war das Resümee zum Schluss. Durch die positive Resonanz wird bereits jetzt eine Neuauflage der Pflanzaktion überlegt. Finanziert hatten die ganze Aktion die Bürgermeister der Marktgemeinde Hofkirchen Josef Kufner (CSU), Alois Wenninger (CSU) und Georg Stelzer (ÜW).

− fe


Schon eine halbe Stunde vor Beginn der Aktion warteten die Garhamer vor dem österlich geschmückten Dorfbrunnen auf die Pflanzpakete. CSU-Vorsitzender und Bürgermeister Josef Kufner und 3. Bürgermeister und ÜW-Vorsitzender Georg Stelzer (v.r.). freuten sich über die große Resonanz.

 

 

Quelle: pnp.de —−fe

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Eine gelungene Frühlingsfahrt

Garham

Der Ausflug der Senioren aus Garham und Hofkirchen führte in den Bayerwald zum „Singenden Musikantenwirt“ nach Schweinhütt. Diese Fahrt wurde organisiert von der Seniorenbeauftragten des Marktes Hofkirchen Maria Kufner. Sie war überwältigt von der Zahl der Anmeldungen. Bei einem Spaziergang wurde der Bayerische Wald erkundet. Bei Kaffee und Kuchen präsentierte der Musikantenwirt nun sein Programm. Zu bayer-böhmischer Musik, wienerischen Weisen, Schunkelliedern und Oldies wurde gesungen, geschunkelt und auch getanzt. Die Stimmung war super. Der Chef des Hauses bescherte den Senioren einen unvergesslichen Nachmittag. Als Überraschungsgast stattete Bürgermeister Josef Kufner den Senioren einen Besuch ab. Schließlich wurde dann noch das Ambiente der Gasträume des Hauses bestaunt und bewundert. Aufgrund der großen Resonanz, kann es sein, dass die Fahrt wiederholt wird, meinte die Seniorenbeauftragte.

 

 

Quelle: pnp.de —− va/Foto: Kölbl

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Über die Heimat des Pfarrers


Pfarrer Joseph (r.) freute sich über das volle Spendenkörbchen, das ihm (v.l.) Angelika Dachsberger und Regina Leizinger vom Führungsteam des Pfarrgemeinderats mit Christa Stelzeneder, Johanna und Christa Wimmer sowie PGR-Bildungsbeauftragter Daniela Nothaft übergaben. − F.: F.X. Eder
Garham

Pfarrgemeinderat und Katholische Erwachsenenbildung in Stadt und Landkreis Passau (KEB) hatten zum Vortrag „Die Wurzeln unseres Pfarrers Joseph“ eingeladen. Der Garhamer Pfarrsaal war restlos gefüllt.

Gekommen waren auch 2. Bürgermeister Alois Wenninger, 3. Bürgermeister Georg Stelzer und Wolfgang Krieger. Sie hatten Pfarrer Joseph im Januar in seine Heimat begleitet und waren beeindruckt von der indischen Kultur (VA berichtete).

Vom Pfarrverband Schönau, dem früheren Wirkungsort von Pfarrer Joseph, waren Christa Stelzeneder und Christa Wimmer gekommen und berichteten eindrucksvoll mit einem Bildervortrag über ihre Reisen in Pfarrer Josephs Heimat Indien. Sie stellten dessen Leben und seine Projekte in Indien vor. Interessiert und mit Anerkennung folgten die Gäste den Ausführungen.

Pfarrer Dr. Joseph Peedikaparambil Thomas ist in Mundoor im Bundesstaat Kerala in Indien geboren. Seine Studienzeit und das Grundseminar zur Priesterausbildung absolvierte er in seinem Heimatbistum Sulthan Bathery Wayanad Kerala. Philosophie und Theologie studierte er im Hl. Maria Seminar Trivandrum in Kerala. Seit September 2022 ist er für den Pfarrverband Hofkirchen (Pfarreien Garham und Hofkirchen) zuständig.

Zum Einstieg wurde kurz die Flagge Indiens beschrieben. Sie wird auch Tiranga genannt, besteht aus drei gleichbreiten Streifen. Oben ist die Farbe safrangelb, in der Mitte weiß und unten grün.

Safrangelb steht für Mut, Weiß für Wahrheit und Frieden und die Farbe Grün für Glauben, Wohlstand und Treue. Im Zentrum auf dem weißen Streifen befindet sich ein marineblaues Chakra (Rad) mit genau 24 Speichen.

Kerala ist ein indischer Bundesstaat an der tropischen Malabar-Küste und erstreckt sich über fast 600 Kilometer am Arabischen Meer. Hier findet man Palmenstrände und im Hinterland ein Netz aus Kanälen. Im Landesinnern befinden sich die Berge der Westghats, an deren Hängen Tee, Kaffee und Gewürze angebaut werden und Wildtiere leben.

Beeindruckend waren die Bilder über die Backwaters, ein verzweigtes Wasserstraßennetz, bestehend aus 44 Flüssen und 29 großen Seen. Insgesamt messen die Backwaters 1500 Kilometer Länge. Zahlreiche Hausboote, die von lokalen Bauern und Fischern betrieben werden, schippern den ganzen Tag über das Wasser. Das Leben spielt sich hier oft auf dem Wasser ab.

Bestaunen konnte man einen Sari mit einer Länge von acht Metern und einer Breite von etwa 1,5 Metern. Die Länge der Saris variiert je nach Tradition und Region in Indien. Noch heute tragen viele Frauen den traditionellen Sari im Alltag. Christa Stelzeneder und Christa Wimmer erzählten schmunzelnd, dass ihnen beim Anziehen geholfen werden musste. Die indische Frau kommt alleine zurecht. Indische Männer tragen einen Dhoti.

Die Besucher entschieden sich spontan, eine Geldspende für Pfarrer Josephs Projekte in Kerala zu übergeben. Über 400 Euro häuften sich im Spendenkörbchen. Pfarrer Joseph zeigte sich sehr dankbar. Mit diesen Spenden kann er in seiner Heimat für viele Kinder, Familien und Kranke die Lebensperspektive deutlich verbessern.

 

Quelle: pnp.de —Franz X. Eder

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Ehre für alle Aufsteiger

Hofkirchen

Generell kommen nun auch Mannschaften, die über eine Platzierung oder Relegation in die nächsthöhere Klasse beziehungsweise Liga aufsteigen, in den Genuss der Sportlerehrung durch die Marktgemeinde. Einstimmig hat das Ratsgremium in der jüngsten Sitzung den entsprechenden Vorschlag des Ausschusses für Soziales, Bildung und Kultur befürwortet. Der gestiegenen Mitgliederzahl angepasst wurde die Förderung des Sozialverbands VdK für den Bereich der Geschäftsstelle Vilshofen. „Im Grunde ist es ein Geben und Nehmen“, betonte Altbürgermeister Willi Wagenpfeil als Zuhörer in seiner Funktion des VdK-Kreisvorsitzenden.

Der aktuellen Entscheidung zur Sportlerehrung zufolge werden die Auszeichnungen auch künftig – entgegen den bisherigen Richtlinien – nicht mehr im Rahmen von Bürgerversammlungen vorgenommen, sondern in Form eines eigenständigen Festaktes, wie seit Jahren praktiziert. „Dieser Passus soll daher gestrichen werden“, erklärte Bürgermeister Josef Kufner (CSU). Den erfolgreichen Akteuren aus den Sparten Fußball, Eisstockschießen, Schießen, Tennis, Tischtennis, Skisport und Motorsport werden jeweils Medaillen oder Plaketten mit Besitzurkunde überreicht. Auszeichnungen von Einzelsportlern in Sportarten, die nicht in gemeindlichen Sportvereinen ausgeübt werden, oder von sonstigen herausragenden Leistungen sind über die Richtlinien hinaus möglich. Sie seien im Einzelfall durch den Ausschuss für Soziales, Bildung und Kultur zu beschließen, wie der Tischvorlage zu entnehmen war.

Nächster Punkt: Zuschussantrag der Kreisgeschäftsstelle des VdK. Um die laufenden Verwaltungskosten decken zu können, wurde 2023 ein Betrag von 1186 Euro überwiesen. Dies entspricht – ausgehend von 593 Mitgliedern – einem Beitrag von zwei Euro pro Mitglied. Aufgrund der Mitglieder-Steigerung auf 631 erhöht sich demnach die vom Markt Hofkirchen zu zahlende Summe auf 1262 Euro. Den Zuschuss gebe man gern, betonte der Bürgermeister, zumal es sich beim VdK um eine wichtige Anlaufstelle handle. Willi Wagenpfeil machte auf 4200 abgearbeitete Beratungstermine – auch von Bürgern aus Hofkirchen – innerhalb eines Jahres aufmerksam und bedankte sich bei den Ratsmitgliedern für die einstimmige Bewilligung des Antrags.

Eine Unklarheit monierte Christian Pauli (SPD) in den vorgelegten Haushaltsplänen für die Kindergärten Hofkirchen und Garham für das laufende Jahr. Speziell im Zahlenwerk für die Einrichtung in Hofkirchen stieß er sich an der Beitragserhöhung für die Eltern, obwohl der Etat zum Jahresende ein Einnahmen-Plus von über 55000 Euro ausweist. Dieser Mehrbelastung wollte Pauli nicht zustimmen, zumal für die Zeit ab Januar 2025 eine weitere Anhebung des Beitrags vorgesehen sei. „Es schaut so aus, als ob die Eltern des Kindergartens Hofkirchen das Defizit anderer Kindergärten ausgleichen müssen“, kritisierte er. Die Beiträge sollten so festgelegt werden, dass die Einrichtung am Jahresende kein Minus mache, so Pauli. Josef Kufner sah kein Problem darin, den Sachverhalt nochmals zu hinterfragen, und gab dem Antrag auf Vertagung des Punktes statt.

Das gemeindliche Einvernehmen erteilte der Marktgemeinderat zu einem Bauantrag in eigener Sache. Gegenstand war der Neubau eines Pavillons mit öffentlichem WC am Standort des baufälligen Reischer-Kramer-Hauses in der Kaiserstraße in unmittelbarer Nähe zur Hofkirchener Pfarrkirche mit barrierefreiem Zugang zu dem Gotteshaus. Im Pavillon entsteht nach den Worten des Bürgermeisters eine öffentlich zugängliche und für alle gut nutzbare Toilette. Eventuell eine bessere Lösung zu finden, kündigte Josef Kufner für das vorgesehene Granit-Kleinsteinpflaster an, das mit Rollstühlen oder Rollatoren schlecht passierbar wäre. Zum Schutz der Fußgänger, aber auch des Gebäudes selbst, ist entlang der Kaiserstraße ein Hochbord vorgesehen. Wegen des Bezugs zum Donauradweg wird dort neben einem Defibrillator auch ein Fahrrad-Reparatur-Set mit Lademöglichkeit für E-Bikes installiert.

Abschließend gab der Bürgermeister bekannt, dass der Spielplatz in Garham nach dem Freischneiden von herabgefallenem Geäst – Folge der jüngsten Stürme – in Kürze wieder zur Nutzung freigegeben werde. Sobald es das Wetter zulasse, solle es auch mit den Arbeiten zur Sanierung des Garhamer Freibades weitergehen. Anfallende Blitzschutzarbeiten sind laut Aussage des Marktoberhauptes an die Firma Blitzschutz Maier für das wirtschaftlichste Angebot in Höhe von 15684,08 Euro vergeben worden.

Nicht erfreulich verlaufen ist bislang der Versuch, das von der Feuerwehr Garham ausrangierte Einsatzfahrzeug vom Typ LF 16 über eine Auktionsplattform zu verkaufen. Es sei kein Angebot abgegeben worden, bedauerte der Bürgermeister.   − Bernhard Brunner

 

Quelle: pnp.de —Bernhard Brunner

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Feuerwehr Garham verjüngt sich


Gratulation der neugewählten Führungsriege (v.l.): Andreas Probst, Markus Weinzierl, Kassier Markus Hain, Bürgermeister Josef Kufner, Fahnenmutter Daniela Braidt, neuer 1. Vorsitzender Simon Seider, scheidender Vorsitzender Ludwig Zitzelsberger, 2. Vorsitzender Peter Heider, Kommandant Erwin Schöfberger, Schriftführerin Johanna Feilmeier, Sonja Neubauer und 2. Kommandant Josef Feilmeier. − Fotos: Franz X. Eder

Garham

Die Aktiven der Feuerwehr Garham wurden im abgelaufenen Jahr 55 mal zu Einsätzen mit 811 Gesamteinsatzstunden gerufen. Darunter waren sieben Brandeinsätze, 38 Technische Hilfeleistungen und zehn Sicherheitswachen. Neben dieser beeindruckenden Bilanz standen bei der Dienst- und Jahreshauptversammlung im Feuerwehrgerätehaus Neuwahlen, eine Neufassung der Satzung und Beförderungen auf der Agenda.

Mit einer Gedenkminute wurde an die verstorbenen Mitglieder Josef Drasch und Ludwig Schöfberger gedacht. Aktuell hat die Feuerwehr 235 Mitglieder, davon 51 Aktive, 19 Jugendliche. Im Verein gibt es 53 passive, 91 fördernde und elf Ehrenmitglieder. Von zwölf Mitgliedern in der Kinderfeuerwehr sind fünf Mädchen.

1. Kommandant Erwin Schöfberger ging besonders auf tragische Verkehrsunfälle ein und blickte kurz auf seine zwölfjährige Amtszeit zurück: Die Statistik zeigt die stolze Zahl von 562 Einsätzen und 1758 Übungen. Das Investitionsvolumen liegt bei 2,6 Millionen Euro.

Vorsitzender Ludwig Zitzelsberger erinnerte an besondere Ereignisse in seiner Amtszeit: Vereinsfeste wie 140 Jahre Feuerwehr Garham im Jahr 2010 oder das 150-jährige Gründungsfest mit Fahnenweihe im letzten Jahr, das Maibaumaufstellen, der monatliche Feuerwehrstammtisch, die Kontaktpflege zur oberösterreichischen Feuerwehr Forchtenau und die Florianigottesdienste mit den drei Gemeindefeuerwehren.

Zitzelsberger sagte, dass es nun an der Zeit wäre für einen Generationswechsel. Nach drei Jahrzehnten in verschiedenen Funktionen – davon 24 Jahre als 1. Vorsitzender – möchte er Platz machen für einen Nachfolger.

In seinem Kassenbericht konnte Kassier Andreas Schöfberger ein gesundes finanzielles Polster belegen. Das Gründungsfest brachte ein ausgeglichenes Ergebnis. Das Motto eines „schönen – nicht gewinnorientierten“ Festes ist aufgegangen.

Schriftführerin Johanna Feilmeier berichtete von der Fahrzeugsegnung des HLF 20, Nikolausbesuche und „30 Jahre Friedenslicht in Garham“.

Die Satzung wurde grundlegend überarbeitet und rechtlich auf den neuesten Stand gebracht und von den Mitgliedern in der vorgelegten Form einstimmig genehmigt. Wichtigste Änderung: Die Vorstandsmitglieder werden künftig auf drei Jahre gewählt und neun Vereinsmitglieder bilden nun die Vorstandschaft.

Bevor es zu den Neuwahlen ging, dankten Kommandant Erwin Schöfberger und Vorsitzender Ludwig Zitzelsberger ihren Kameradinnen und Kameraden für die langjährige Unterstützung.

Zum 1. Kommandanten wurde wieder Erwin Schöfberger gewählt. Sein Stellvertreter bleibt Josef Feilmeier jun. Nachfolger von Ludwig Zitzelsberger ist Simon Seider, sein bisheriger Stellvertreter. Seider wird unterstützt von Peter Heider als seinem Stellvertreter. Neu im Amt des Kassenwartes ist Markus Hain. Schriftführerin bleibt Johanna Feilmeier. Die beiden Kommandanten wurden ebenfalls in die Vorstandschaft gewählt. Ergänzt wird die Vorstandschaft mit den Beisitzern Markus Weinzierl (Vertreter der Aktiven), Andreas Probst (Vertreter der passiven, fördernden und Ehrenmitglieder) und Sonja Neubauer (Vertreterin der Kinder- und Jugendfeuer). Die Kasse wird in Zukunft von Ludwig Irlinger und Markus Daik geprüft.

Bürgermeister Josef Kufner und Kreisbrandinspektor Alois Fischl waren voll des Lobs. Der Generationswechsel in der Vereinsführung sei ein positiver Impuls für die weitere Zukunft der Feuerwehr, waren sie sich einig.

Kufner freute sich besonders über den aktiven Verein und betonte den Stellenwert mit dem die Feuerwehr fest im gesellschaftlichen Leben der Gemeinde verbunden ist. Alois Fischl überbrachte den Dank der Kreisbrandinspektion für die breit aufgestellte Wehr in einer großen Feuerwehrfamilie. Die disziplinierte Durchführung der Wahlen und die Wahlergebnisse spiegeln den Zusammenhalt wider, sagte der Kreisbrandinspektor.

Mit stehendem Applaus der Versammlung gab es einen besonderen Dank für Ludwig Zitzelsberger für sein langjähriges Engagement und für seine Leistungen. Mit ihm geht der „dienstälteste“ Vorstand im KBI-Bereich Passau Land in die „Feuerwehrrente“.

Der neue 1. Vorsitzende Simon Seider freute sich auf die gemeinsame Arbeit, den Zusammenhalt und eine weitere positive Entwicklung der Wehr. In allen Grußworten wurde zum Ausdruck gebracht, dass jetzt nach den „großen Ereignissen“ wieder die Kameradschaft in einem normalen Maß in den Vordergrund gerückt und gepflegt wird.

BEFÖRDERUNGEN

Nach der erfolgreichen Teilnahme der notwendigen Lehrgänge gab es aus der Hand von Kommandant Erwin Schöfberger Ernennungsurkunden zu Feuerwehrfrauen und -männer für Katja Alteneder, Elena Hagn, Florian Hofmann, Josef Pritzl, Sophia Sattler, Julia Schöfberger und Maria Schuster.

NEUORGANISATION

Kommandant Erwin Schöfberger stellte die Neuorganisation mit den entsprechenden Ernennungen vor: Gerätewarte sind Christoph Seider und Marco Atzmüller. Für Ausbildung und Atemschutz sind Markus Weinzierl und 2. Kommandant Josef Feilmeier jun. zuständig. Jugendwarte werden René Kunze und Andreas Probst. Die Kinderfeuerwehr betreut Sonja Neubauer. Verantwortlich für den Sprechfunk sind Andreas Schöfberger und Kommandant Erwin Schöfberger.

 

Franz X. Eder

Stabübergabe: Ludwig Zitzelsberger (l.) wünscht seinem Nachfolger Simon Seider eine glückliche Hand und Geschick bei der Leitung des Feuerwehrvereins.

 

 

 

Quelle: pnp.de —Franz X. Eder

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Neues Lager für 1,2 Millionen Euro: Firma Markmüller baut an in Garham


Beim Spatenstich in der Baugrube: Die Markträte Christian Pauli und Katrin Wagenpfeil, Armin Schlattl, kaufmännischer Leiter bei „Markmüller“, Michaela, Sohn Toni und Markus Markmüller, Lagerleiterin Daniela Zacher, Verkaufsmitarbeiter Stefan Jeuthe, und die Gäste Martin Lederer, René Hödl, Bürgermeister Josef Kufner, Alois Maurer und Kurt Gampe, Rainer Hartl sowie Bauleiter Martin Reihofer. − Foto: Elsberger
Garham

Ende 2023 fasste Markus Markmüller einen Entschluss: Weil das Lager seines Holz- und Maschinentechnik-Unternehmens in Garham (Landkreis Passau) aus allen Nähten platzte, entschied der Geschäftsführer, ein Hochregallager neben dem bestehenden Gebäude im Garhamer Gewerbepark zu bauen. Dafür nimmt er 1,2 Millionen Euro in die Hand.

Bis August soll das rund 1400 Quadratmeter große Hochregallager für Holzgeräte, Metallbearbeitungs- und Baumaschinen sowie Elektrowerkzeuge fertig sein, erzählte Markus Markmüller. Er hat seine Weggefährten am Mittwoch zum Spatenstich eingeladen.

Die Grube für den Anbau ist bereits ausgehoben, Bagger und Lastwagen fahren in einer Tour. Bis die neue Halle fertig ist, behilft sich das Unternehmen mit 21 Überseecontainern. „Das ist nicht zielführend und logistisch nicht optimal“, erklärte Markmüller, warum es sich bei den Containern nur um ein Zwischenlager handelt.

Dass die Erweiterung so schnell nötig sein würde, damit haben Markus Markmüller und seine Frau Michaela 2018 nicht gerechnet, als sie das Firmengebäude auf der grünen Wiese bauten.

Doch die Corona-Pandemie und die damit verbundene Lust der Menschen, daheim handwerklich tätig zu werden, hätten sich positiv aufs Geschäft ausgewirkt, erzählte Markus Markmüller beim Spatenstich.

Vor zwölf Jahren hat der heute 39-Jährige sein Unternehmen gegründet. Der Schreinermeister hatte damals nebenbei mit Holzmaschinen gehandelt. Zunächst nutzte er dafür den Stadel seines Vaters als Lager, dann hat er noch eine Lagerhalle angemietet. 2017 entschied er sich schließlich für den Bau einer eigenen Gewerbehalle in Garham.

Markus Markmüller hat seinen Gewerbebetrieb auf drei Füße gestellt: Ladengeschäft, Onlinehandel und Fachhandel. Zuletzt hat er außerdem auf den Vertrieb einer Eigenmarke gesetzt. Auch an der Mitarbeiter-Zahl merkt man den Bauboom: Die Firma hat jetzt 16 Angestellte. „Früher waren es zwei“, sagt Markus Markmüller stolz.

Bürgermeister Josef Kufner bezeichnete die Erweiterung des Lagers als „nächsten Abschnitt der Erfolgsgeschichte“ und nannte die Firma „ein modernes Unternehmen mit modernen Vertriebswegen“.

− ekj

 

Quelle: pnp.de —ekj

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Nach 60 Jahren: Trinkhorn der FFW Garham ist wieder da


Groß ist die Freude bei der Garhamer Feuerwehr mit (v.l.) Kassier Andreas Schöfberger, Schriftführerin Johanna Feilmeier, Kommandant Erwin Schöfberger, Vorsitzendem Ludwig Zitzelsberger, stv. Vorsitzendem Simon Seider, „Finder“ Alfred Weihrauch, Gerätewart Christoph Seider, Ehrenmitglied Siegfried Langner, Fahnenmutter Daniela Braidt, Ehrenkommandant Franz Eder und Bürgermeister Josef Kufner. − Fotos: Franz X. Eder
Garham

Die Freiwillige Feuerwehr Garham wurde am 27. Dezember 1870 von dreizehn Männern gegründet. 1883, dreizehn Jahre nach der Gründung, erhielt die Garhamer Wehr ein Trinkhorn, ihr „Feuerwehrhörndl“, und damit ein erstes Symbol für den jungen Verein.

Irgendwann in den 1960-er Jahren war das Trinkhorn der Freiwilligen Feuerwehr Garham plötzlich spurlos verschwunden. Verschiedene Anekdoten und Geschichten ranken sich um das Verschwinden. Die Umstände lassen sich aber gesichert nicht nachvollziehen. Doch jetzt ist das Schmuckstück wieder da und das plötzliche Auftauchen in den letzten Tagen liest sich wie ein Märchen, das wahr wurde.

Alfred Weihrauch aus Untermenzing in München meldet sich telefonisch beim Kommandant Erwin Schöfberger, den er im Internet ausfindig gemacht hatte. Er berichtet, dass er einen „Gegenstand“ besitzt, der der Garhamer Wehr gehören dürfte. Stellvertretender Vorsitzender Simon Seider übernimmt die Verhandlungen mit Alfred Weihrauch und bringt sie in kürzester Zeit erfolgreich zum Abschluss. Simon Seider ist ein Enkel des 2019 verstorbenen Ehrenkommandanten Max Seider, der jahrelang ohne zufriedenstellendes Ergebnis auf der Suche nach dem verschollenen Trinkhorn war. Unterstützt wurde Max Seider seinerzeit von seinem Nachfolger Ehrenkommandant Franz Eder und dem Ehrenvorsitzenden Josef Saller.

Fredl Weihrauch lässt es sich nicht nehmen persönlich nach Garham zu kommen und reist am Samstagvormittag mit dem Zug aus München mit dem Trinkhorn im Gepäck an. Mit dem Mehrzweckfahrzeug der FF Garham wurde der Gast aus Oberbayern am Vilshofener Bahnhof abgeholt. Im Feuerwehrhaus wurde der Bote mit seinem Mitbringsel schon sehnlichst erwartet.

Dort löste er auch das Rätsel, wie er zum Garhamer Feuerwehrhörndl gekommen ist. Er hat es vor zwölf Jahren auf einem Flohmarkt in München erworben und dann im Keller bei seinen Sammlerstücken aufbewahrt. Seine Ehefrau Monika drängte ihn immer wieder den Keller aufzuräumen. Monikas dringender Wunsch brachte nun den Garhamer Feuerwehrlern ihr Hörndl zurück.

In geselliger Runde wurde über das Trinkhorn, das übrigens drei Liter fasst, diskutiert. Die Hoffnung bleibt, dass sich vielleicht auch das Rätsel über das Verschwinden noch lösen lässt.

Das Trinkhorn jedoch wird in einer Vitrine im Feuerwehrgerätehaus einen Ehrenplatz bekommen. „Wir hüten es wie unseren Augapfel und achten darauf, dass das Feuerwehrhörndl nicht mehr abhandenkommen wird“, versprechen die Verantwortlichen.

 

 

Das drei Liter fassende, wiedergefundene und gut erhaltene Trinkhorn gilt als erstes und ältestes Zeugnis der Feuerwehr Garham.


Der Beweis: „Freiwillige Feuerwehr Garham 1883“ steht eingraviert.

 

 

Quelle: pnp.de —−Franz X. Eder

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Riesengaudi beim Weiberball


Gemeinschaftskostüm: Die Vorstandschaft des Frauenbundes verkleidete sich als Clowns. − Fotos: Dachsberger
Garham

Bunt maskiert als Clowns ist die Vorstandschaft des Garhamer Frauenbundes in das voll besetzte Vereinsheim des SV Garham eingezogen. Bettina Käser begrüßte die fantasievoll verkleideten Besucherinnen, unter die sich auch Pfarrer Dr. Joseph Peedikaparambil und Bürgermeister Josef Kufner mischten.

Direkt im Anschluss zeigte die Teeniegarde aus Hofkirchen mit ihrem Gardemarsch ihr Können. DJ Bernhard Wimmer sorgte von der ersten bis zur letzten Minute für eine immer volle Tanzfläche und ausgelassene Stimmung. Mit seiner Musikauswahl traf er genau den Geschmack der feiernden Damen.

Für viele Lacher sorgte ein Sketch von Angelika Dachsberger und Manuela Seider. Die eingebildete Professorin wurde bei einem Spiel von einem einfachen Bauern übers Ohr gehauen. Nach der Tombola mit vielen Preisen wurde der Showtanz der Teeniegarde mit Spannung erwartet. Die jungen Tänzerinnen und Tänzer beeindruckten mit großartigen Hebefiguren und wurden mit sehr großem Applaus belohnt.

Nach weiteren Tanzrunden erwartete die Besucherinnen der Höhepunkt des Abends: Die Uraufführung des Musicals „Die GGs auf der Pirsch im Spitzholz“. Der erfahrene Jäger Georg Stelzer (Helga Ragaller) nahm die zwei Jungjäger Armin Schuster (Regina Leizinger) und Josef Kufner (Martina Sonnleitner) unter seine Fittiche. Bei der Pirsch konnte er die beiden gerade noch davon abhalten, den super durchtrainierten Platzhirsch, genial gespielt von Gabi Unertl, und ein altes, schon sehr zähes Tier (Conny Glessinger) zu erlegen. Erst als ein schon arg lädierter Hirsch mit Krücken daherhumpelte (Kerstin Haggenmüller), schoss der Stelzer Georg selbst mit den Worten: „Auf den schiaß i oiwei!“. Die Aufführung der GGs endete unter tosendem Applaus mit einer Polonaise durch das Vereinsheim. Alt und Jung hatten einen Riesenspaß beim Weiberball und tanzten ausgelassen bis spät in die Nacht.

− va

Nach dem Musical tanzten die Besucher, darunter Bürgermeister Josef Kufner, eine Polonaise durch das Vereinsheim.

 

 

 

Quelle: pnp.de —−va

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Schnelles Internet für Hofkirchen in Sicht


Blicken der versprochenen Zukunftstechnologie optimistisch entgegen: Botan Kilic, Kommunalbetreuer von Open Infra (v.l.), stellte am Dienstag dem Ersten Bürgermeister Josef Kufner, seinen Stellvertretern Alois Wenninger und Georg Stelzer sowie den anwesenden Gemeinderäten das schwedische Geschäftsmodell für die Marktgemeinde Hofkirchen vor. − Foto: Moreno Grupp
Hofkirchen

Zwar wollte die Bundesregierung mit einem Förderprogramm zum Breitbandausbau für schnelles Internet, insbesondere in ländlichen Räumen, sorgen. Doch Hofkirchen landete im Punktesystem, das die Förderwürdigkeit bestimmt, relativ weit hinten, wie 1. Bürgermeister Josef Kufner dem Vilshofener Anzeiger berichtet.

Ohnehin ist die Fördermittelobergrenze für Bayern relativ knapp bemessen und zahlreiche Kommunen gingen 2023 leer aus. Das Förderprogramm der Ampel-Koalition für Bayern war schon im Oktober letzten Jahres mit Anträgen in Höhe von 1,6 Milliarden Euro mehr als dreifach überzeichnet. Zur Verfügung standen lediglich Mittel in Höhe von 450 Millionen Euro, die sich auch in diesem Jahr nicht erhöhen sollen.

Auch private Telekommunikationsanbieter ließen den Markt Hofkirchen im Regen stehen. Der Ausbau lohne sich in der kleinen Marktgemeinde kaum, wie Josef Kufner von den großen deutschen Anbietern erfahren musste. Doch nun tat sich eine Alternative auf, die dafür sorgen könnte, dass Zukunftstechnologien und Hofkirchen schon bald Hand in Hand gehen könnten.

„Das klingt zu schön, um wahr zu sein“, sagt Josef Kufner nach dem Vortrag von Open Infra-Kommunalbetreuer Botan Kilic. Die schwedische Firma versteht sich als reiner Netzbetreiber, verlegt und wartet lediglich die Leitungen. Dabei handelt es sich um eine sogenannte offene Infrastruktur, wie beim Stromnetz, in der zahlreiche Internetanbieter untereinander um den Netzzugang konkurrieren.

Dieses Geschäftsmodell ist in Deutschland relativ neu, denn bislang stellten die großen Telekommunikationsanbieter sowohl die Kabel als auch den hauseigenen Internetdienst zur Verfügung. Da geschlossene Monopolnetze oft nicht nutzerfreundlich seien, haben sich die offenen Netzwerke in Schweden bereits größtenteils durchgesetzt. „Auch die schwedische Telekom hat das jetzt eingesehen und ist ein Partner von Open Infra geworden“, beschreibt Kommunalbetreuer Kilic. Er prognostiziert einen ähnlichen Konkurrenzkampf und eine Ausbreitung offener Netzwerkstrukturen auch in Deutschland.

Derzeit kooperieren vier Internetanbieter mit Open Infra, die sich im Preis und in der Datenübertragungsgeschwindigkeit unterscheiden. Aber: Entscheidet sich ein Bewohner Hofkirchens für den Breitbandausbau auf seinem Grundstück, geht der neue Kunde jedoch erst einmal einen zweijährigen Vertrag mit Internord, einem der vier Anbieter, für 45,80 Euro monatlich ein. Der Gesamtbetrag von insgesamt 1100 Euro könne auch auf einen Schlag an Internetnord bezahlt werden, so Botan Kilic. Für die Installation der Breitbandkabel bis ins Haus erhebt Open Infra keine zusätzlichen Kosten.

Glasfasernetz für alle 57 Ortsteile möglich

„Nachdem der Vertrag mit Internetnord nach zwei Jahren ausgelaufen ist, kann sich jeder Kunde auch für einen anderen Internetanbieter entscheiden, der sich dann auf die Leitungen schaltet“, beschreibt Kommunalbetreuer Botan Kilic. Um herauszufinden, welcher Internetdienstleister am besten passt, könne dieser einmal innerhalb eines Monats „mit nur drei Klicks auf der Website oder über die Hotline von Open Infra“ gewechselt werden. Die Angebote der vier Dienstleister bewegen sich alle zwischen 33,95 Euro und 84,95 Euro.

Nun ist Hofkirchen eine Gemeinde mit einer Fläche von knapp 33 Quadratkilometern und 57 Ortsteilen, „von denen einige abgelegener sind“, merkt 3. Bürgermeister Georg Stelzer an. Doch Botan Kilic bestätigt, dass zweifellos auch in abgelegenen Höfen und Ortsteilen mit wenig Häusern die Infrastruktur für schnelles Internet errichtet werden kann.

„Das Thema rund um Glasfaser wird wahrscheinlich erst ein paar Jahren wichtig werden, aber schon in maximal sieben Jahren werden die Kupferleitungen für die Datenmengen nicht mehr ausreichen“, sagt Kilic. Man müsse jetzt schon an die Zukunft denken.

Obwohl der Bürgermeister in der Vergangenheit von privaten Anbietern und dem Bund nur Absagen erteilt wurden und ihn das märchenhafte Angebot der schwedischen Firma vorerst skeptisch machte, unterstützt Josef Kufner das Vorhaben. „Als Gemeinde ist es unsere Aufgabe, in die Zukunft zu blicken und dafür muss man neue Gedanken auch zulassen und sich über das Thema informieren“, sagt er. An sich sei das Modell von Open Infra vorerst positiv zu bewerten. Auch er selbst werde den Glasfaserausbau in seinem Haus in Erwägung ziehen.

Die Vorvermarktungsphase begann bereits vorige Woche. Entscheiden sich in den nächsten drei Monaten zwischen 30 und 35 Prozent der Haushalte in Hofkirchen für Open Infra, steht dem flächendeckenden Glasfaserausbau in der Gemeinde nichts mehr im Wege.

 

 

Quelle: pnp.de —Anna Moreno Grupp

Mehr im Vilshofener Anzeiger vom  25.01.2024 oder unter PNP  nach einer kurzen Registrierung

 




42 Jahre im Dienst der Pfarrei


Max Jost † − F.: F.X. Eder
Garham

Max Jost, der langjährige Mesner der Pfarrei Garham, ist im Alter von 84 Jahren gestorben. Er wurde am 7. Juni 1939 in Solla geboren. Mit drei älteren Geschwistern wuchs er auf dem elterlichen Hof auf, den er schließlich übernahm. Nebenbei half er als Maurer, Zimmerer und im Lagerhaus aus.
Seine tiefe Verbundenheit zur Kirche und zum christlichen Glauben zeigte sich bei ihm schon von klein auf. Als Kind war er viele Jahre lang Ministrant in Garham. Fotos zeigen, dass er bereits 1949 bei der Glockenweihe in Garham ministriert hatte. Im Jahr 1973 wurde Max Jost vom damaligen Pfarrer Benno Klinger zum Mesner und Totengräber bestellt.
Mit dem Mesnerdienst hatte er seine Berufung gefunden. Über 42 Jahre lang versah er den Dienst in „seiner“ Pfarrkirche St. Nikolaus mit Leib und Seele. Jeden Tag marschierte er mindestens zweimal von seinem Haus zur Kirche. Die Strecke, die er dabei zurücklegte, reicht mehr als zweimal um den Erdball.

Das Jahr 1986 brachte zwei Schicksalsschläge für Max Jost. Eine Kardiologin stellte eine schwere Herzerkrankung bei ihm fest. Er durfte keine schweren Arbeiten mehr verrichten und musste die Landwirtschaft aufgeben. Während er nach einer Herzklappenoperation in München im Klinikum war, starb seine Mutter. In dieser scheren Zeit war Pfarrer Klinger eine große Stütze für ihn.
Der Mesnerdienst wurde nun endgültig zu seinem ganzen Lebensinhalt. In der Pfarrei übernahm der Verstorbene viele weitere Aufgaben. Für sein langjähriges Wirken zeichnete ihn die Pfarrei Garham mit der Nikolausplakette und die Diözese Passau mit der Stephanusplakette aus.

Bischöflich Geistlicher Rat Gotthard Weiß, mit dem Max Jost 20 Jahre zusammengearbeitet hatte, dankte in der Predigt „seinem“ Mesner für die mit viel Herzblut geleistete Arbeit: „Max Jost ist der Hausmeister vom Heiligen Nikolaus. Er wollte es immer schön haben in und um seine Pfarrkirche St. Nikolaus.“

Der Verstorbene war ein großer Gönner der Pfarrei. Bescheiden wie er war, machte er darüber kein großes Aufheben. Er wollte nie im Vordergrund stehen, sondern seiner Kirche und dem Herrgott zu Diensten sein. So ließ er unter anderem den Weg vor der Kirche neu pflastern und übernahm an der zweiten Kirchenglocke, die im Jahr 2013 geweiht wurde, den Eigenanteil der Pfarrei. Es war ein feierlicher Moment und besonderer Höhepunkt für Max Jost, als beim Festgottesdienst an Erntedank zum ersten Mal die neuen Glocken der Pfarrkirche läuteten.
Aus gesundheitlichen Gründen musste Max Jost Anfang 2016 den Mesnerdienst aufgeben. Die letzten Jahre verbrachte er an Demenz erkrankt im Seniorenzentrum Ortenburg, wo in seinem Zimmer ein Bild des Hochaltars „seiner“ Kirche mit dem Heiligen Nikolaus hing.

Im Namen aller Garhamer dankte Angelika Dachsberger vom Pfarrgemeinderat dem Verstorbenen für seinen jahrzehntelangen Dienst für die Pfarrei. Der Garhamer Kirchenchor um Roland Rimböck an der Orgel umrahmte den Trauergottesdienst mit Lieblingsliedern des Verstorbenen.

− va

Quelle: pnp.de —−−va

Mehr im Vilshofener Anzeiger vom  17.01.2024 oder unter PNP  nach einer kurzen Registrierung

 




Fels in der Brandung


Mit Therese Scheßl (Mitte) freuen sich Bürgermeister Josef Kufner (v.l.), Pfarrer Joseph, Kirchenpfleger Max Zitzelsberger, Franz X. Eder, Stephanie Brunngraber, Regina Leizinger. − Foto: Franz X. Eder
Garham

Therese Scheßl, langjährige Vorsitzende des Garhamer Pfarrgemeinderats, ist jetzt Trägerin der Stephanus-Plakette, der höchsten Auszeichnung, die die Diözese ab Laien vergeben kann.

Pfarrer Joseph informierte nur eine Handvoll Leute im Vorfeld, dass wie im letzten Jahr in der Pfarrei Garham eine Stephanus-Plakette verliehen wird. Damit Therese Scheßl auch sicher da sein würde, hat er sie unter Vorspiegelung einer „personellen Notlage“ als Lektorin für den Gottesdienst eingeteilt.
Am Ende der vom Kirchenchor um Bernarda Hartl feierlich gestalteten Messe, trat Stephanie Brunngraber vom Pfarrgemeinderat ans Mikrofon, zählte lauter Verdienste auf, ohne einen Namen zu nennen. Doch den Kirchenbesuchern war schnell klar: wer gemeint war. Therese Scheßl ist seit ihrer Kindheit in der Pfarrei Garham verwurzelt, ist bei Bittgängen, Maiandachten dabei, hat über 40 Mal an der Wallfahrt nach Halbmeile teilgenommen hat. Sie engagierte sich als Tischmutter, ist seit 27 Jahren sehr aktiv beim Frauenbund, seit 30 Jahren Lektorin, seit fast 38 Jahren im Pfarrgemeinderat, den sie von 2002 bis 2022 auch führte, 18 Mal war sie Hauptorganisatorin der Pfarrfeste, ist es immer noch für den Ball der Vereine, dessen Erlös für gemeinschaftliche Anschaffungen in der Pfarrei verwendet wird. Im letzten Jahr initiierte Therese Scheßl ein Kennenlerntreffen der ukrainischen Mitbürger, an dem auch Bürgermeister Josef Kufner teilnahm. Seit dieser Zeit gibt es in Garham einen gut besuchten Deutschkurs im Pfarrheim.

Stephanie Brunngraber betonte: „Resal ist der Fels in der Brandung. Ohne weibliche Laien wie sie wäre ein Leben in der Kirche nicht möglich.“ Überrascht und sichtlich gerührt nahm sie die hohe Auszeichnung entgegen.

− va

Quelle: pnp.de —−− va

Mehr im Vilshofener Anzeiger vom  30.12.2023 oder unter PNP  nach einer kurzen Registrierung

 




Der Gewerbesteuer sei Dank: Marktgemeinde Hofkirchen ist trotz Baumaßnahmen schuldenfrei

Ins neue Jahr hinein beschäftigen wird die Marktgemeinde die Umgestaltung des Parkplatzes vor dem Hofkirchener Freibad.

Hofkirchen

In Abwesenheit des erkrankten ersten Bürgermeisters Josef Kufner (CSU) hat dessen Stellvertreter Alois Wenninger (CSU) in der harmonisch verlaufenen letzten Marktgemeinderatssitzung Rückschau gehalten auf die angestoßenen und vollendeten Projekte in der Kommune.

In erster Linie würdigte der 2. Bürgermeister das ehrenamtliche Engagement in Vereinen, Verbänden und im kirchlichen Bereich. „Da ist viel Herzblut dahinter“, unterstrich Wenninger.

Der freiwillige Einsatz vieler Bürger – gerade in den Vereinen – werde denn auch honoriert durch den durchwegs guten Besuch von Veranstaltungen, merkte der Kommunalpolitiker an. Er pries den Charakter des Marktrates in Hofkirchen als „Kollegial-Organ“, in dem man zwar nicht immer einer Meinung sei, aber zielführende Diskussionen geführt würden, die sachorientiert seien.

Wenningers Dank galt der Verwaltung und dem Bauhof-Team, das gut aufgestellt, darüber hinaus „wirklich gut ausgestattet“ sei, was sich bei den starken Schneefällen einmal mehr gezeigt habe.

Der 2. Bürgermeister zitierte auch den 1. Bürgermeister. Demnach legt Josef Kufner ebenso viel Wert darauf, die Menschen nicht zu vergessen, die den Verantwortlichen im Alltag beistehen und sie unterstützen. „Unser Zusammenleben, unsere Gemeinschaft und unser gutes Miteinander wird dadurch erst sichtbar und wertvoller denn je.“

Namens der CSU-Fraktion schloss sich Christian Pritzl diesem Dank an, in den er das komplette Gremium einband. Anerkennung zollte er den Arbeitgebern in der Marktgemeinde für das Angebot heimatnaher Beschäftigungsplätze, verbunden mit dem Fluss von Gewerbesteuer und Einkommensteueranteilen an die Kommune. Viele positive Sachen seien im ausklingenden Jahr für die Marktgemeinde geleistet worden, so Pritzl.

Ähnlich äußerte sich der dritte Bürgermeister Georg Stelzer für die ÜW-Fraktion. Basierend auf dem Dank für das Geleistete im Jahr 2023 lautete sein Appell in die Runde, 2024 die gemeinsam beschlossenen Projekte abzuarbeiten, was jedoch vielleicht nicht mehr ganz so leicht, wie in der Vergangenheit gewohnt, funktionieren werde.

„Ich kann mich dem nur anschließen“, sagte Christian Pauli als Sprecher der SPD-Marktratsfraktion. Er wollte nichts mehr dazu ergänzen und beschränkte sich auf die Hoffnung, auch im kommenden Jahr gut zusammenzuarbeiten.

Neuer Festplatz in „wunderbarer Lage“

In seiner Bilanz für 2023 hatte Wenninger eingangs die vielen Baumaßnahmen aufgezählt, die im zu Ende gehenden Jahr fertiggestellt worden seien – darunter das neue Sanitärgebäude im Hofkirchener Freibad, die nach der Renovierung wieder sehr gut genutzte Turnhalle gleich nebenan, die pünktlich zum Aufstieg der Fußballmannschaft des SV Garham erfolgte Vollendung des Kunstrasenplatzes in Reitern nach dreijähriger Bauzeit und den Festplatz in Garham „in wunderbarer Lage“.

In den Fokus der Aufmerksamkeit rückte er ebenfalls die Inbetriebnahme des neuen Hauptlöschfahrzeugs HLF 20 der Feuerwehr Garham zur 100-Jahr-Feier und die Ernennung von Unternehmer Xaver Troiber zum Ehrenbürger Hofkirchens. Im Ausblick auf 2024 griff der Vize-Bürgermeister die sogenannte Neue Mitte von Hofkirchen heraus, die hoffentlich zügig fertiggestellt werde.

Erwähnung fanden ebenso die Umgestaltung des Kaiserplatzes und die Sanierung des Parkplatzes beim Freibad in Hofkirchen. Erfreut zeigte sich Kufners Vertreter auch über den Erhalt des Freibades in Garham, wofür ein Weg „mit überschaubaren Kosten“ gefunden worden sei.

Dies alles kann nur mit einer soliden Haushaltsführung und dank guter Steuereinnahmen – besonders in Form der von den heimischen Betrieben erwirtschafteten Gewerbesteuer, aber auch dank der Einkommensteueranteile der Arbeitnehmer – geleistet werden, wie Wenninger dankbar zu bedenken gab. Hierzu würdigte er in erster Linie die Firma Troiber, mit 500 Beschäftigten größter Arbeitgeber in der Marktgemeinde. „Wir sind schuldenfrei“, bekundete der 2. Bürgermeister.

Auch zwei Tagesordnungspunkte gab es in der Sitzung noch abzuwickeln. Einstimmig fasste das Gremium den Satzungsbeschluss zur Änderung der Ortsabrundungssatzung „Leithen II“ zum Zweck der Einziehung eines Bauvorhabens. „Das ist eigentlich unkritisch“, betonte Alois Wenninger dazu, nachdem im öffentlichen Auslegungsverfahren keine Hinweise aus der Bürgerschaft eingegangen waren und die Anmerkungen der Fachbehörden entsprechend abgewogen werden konnten. Die Angelegenheit sei auch schon des öfteren auf der Tagesordnung gestanden, so Wenninger.

Einigkeit herrschte ebenso zum Bauantrag einer Firma in Garham auf Abgrabung von Erdreich im Zuge einer Baumaßnahme mit Aufschüttung im Gewerbepark 10. Auch dieses Bauvorhaben sei bekannt, man habe ebenso schon öfter darüber gesprochen, berichtete der zweite Bürgermeister, nach dessen Worten es um eine Hallenerweiterung geht, zu der schon ein positiver Beschluss gefasst worden sei. Weil die Größe nun aber geringer ausfalle, sei ein neuer Bauantrag notwendig geworden. „Die Bürokratie lässt grüßen“, fügte Wenninger hinzu.

Mit Faschingsverein „alles abgestimmt“

Christian Pauli erkundigte sich nach dem Abbau des Baukrans an der Vilshofener Straße für die ungestörte Durchführung des Faschingsumzugs 2024 und wollte wissen, wer die Kosten dafür trage. Diese Fragen trieben die Bürger um, er sei erst am Nachmittag vor der abendlichen Ratssitzung wieder darauf angesprochen worden, so Pauli.

Rathaus-Geschäftsleiter Gerhard Deser ließ wissen, dass eine Besprechung in der Angelegenheit erfolgt und mit dem Faschingsverein „alles abgestimmt“ sei. Die Ausgaben bezifferte er auf 1800 Euro. „Der Kran wird abgebaut“, versprach Alois Wenninger, um Gerüchten entgegenzutreten. Der Faschingszug könne ungehindert stattfinden, so der 2. Bürgermeister.

 

Große Fortschritte machen die Baumaßnahmen in der sogenannten Neuen Mitte. Der Baukran an der Vilshofener Straße wird zugunsten des Faschingszugs demontiert, wie Vize-Bürgermeister Alois Wenninger versprach.

 

Zu den herausragenden Maßnahmen, die in Hofkirchen realisiert worden sind, zählen ebenso die Sanierung der Turnhalle und die Renovierung des Sanitärgebäudes am benachbarten Freibad. − Fotos: Brunner

 

 

Quelle: pnp.de —−−− Bernhard Brunner

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Ein Schatz und eine super „Medizin“

Ein freudiger Anlass war die Buchvorstellung von Josef Weiß (Mitte). Mit ihm gefeiert haben seine ehemalige Bauamts-Mitarbeiterin Gisela Schiller (v.l.), Sohn Michael Weiß, ILE-Geschäftsführer Stephan Romer, Tochter Anneliese Weiß, Bürgermeister Josef Kufner und Edith Schöfberger, die jahrelang im Einwohnermeldeamt arbeitete. Den Großteil der Bücher hat Josef Weiß bereits an Freunde und Wegbegleiter überreicht. In dem Zeitdokument sind wichtige Meilensteine aus Hofkirchens Entwicklung aufgearbeitet. − Foto: Kuhnt
Garham

Es war nicht seine Idee, ein Buch zu schreiben, aber es war seine Heilung. Gestern hat Hofkirchens Altbürgermeister Sepp Weiß (84) im Sitzungssaal des Rathauses seine Autobiografie vorgestellt. Sieben Jahre hat er daran gearbeitet, 160 Seiten sind es geworden, reich bebildert und hochwertig gebunden. „Mein Leben für die Gemeinde und die Musik“ lautet der Titel, gedruckt wurden 80 Stück, gefördert aus dem Regionalbudget der ILE Klosterwinkel.

In der Regel werden Biografien nicht bezuschusst, stellte ILE-Projektmanager Stephan Romer klar, doch bei dem Werk von Josef Weiß handle es sich um ein Stück Zeitgeschichte. „Das Buch ist informativ, persönlich und eine Besonderheit“, bestätigte Hofkirchens 1. Bürgermeister Josef Kufner. Und der Historiker Prof. Reinhard Heydenreuter aus München, der einen geschichtlichen Abriss beigesteuert hat, lobt: „Ein Schatz für Ihre Heimatgemeinde.“

1939 in Garham geboren und arm aufgewachsen auf einem Sacherl mit nur acht Tagwerk Grund und zwei Kühen, begann Josef Weiß nach der Volksschule eine Lehre beim Dorfschreiner und arbeite danach drei Jahre als Geselle in Vilshofen. Dann wechselte er den Beruf und wurde Gemeindeschreiber von Garham. Keine leichte Zeit für den damals 20-Jährigen, der keinen höheren Schulabschluss besaß. Die Tätigkeit war ungewohnt, und am Abend war – anders als im Handwerk – kaum etwas davon „zu sehen“. Hingeworfen hat Sepp Weiß nur seiner Mutter zuliebe nicht, und schließlich ist er hineingewachsen in die Schreibtisch- und Gemeindearbeit.#1972 wählten ihn die Garhamer Bürger mit 98 Prozent der Stimmen zu ihrem Bürgermeister. Als Garham 1978 in Hofkirchen eingemeindet wurde, wurde Sepp Weiß (CSU) Bürgermeister von Hofkirchen. In den insgesamt 30 Jahren seiner Amtszeit hat er die Gemeindegebietsreform, die Schulreform und die Landkreisreform begleitet und mit umgesetzt. Er hat sich für den Ausbau der Gemeindestraßen und den Bau der Autobahnausfahrt Hofkirchen starkgemacht. Mit dem Neubau eines Wasserleitungsnetzes und einer Kläranlage in Garham wurden die Voraussetzungen für die Ausweisung von Baugebieten geschaffen. Zu seinen schönsten Aufgaben zählt Sepp Weiß die des Standesbeamten: 500 Paare hat er getraut.

Eine elementare Rolle in seinem Leben spielte die Musik: „Schon als sechsjähriger Bub habe mich mir von meinem Taschengeld, das ich mir beim Kegelaufstellen verdient hatte, eine Mundharmonika gekauft. Diese habe ich immer in meiner Hosentasche dabeigehabt, auch in der Schule. Sie war mein Heiligtum“, berichtet Weiß.

Mit 14 Jahren Organist in Garham

Mit acht Jahren bekam er ein Schifferklavier geschenkt, erhielt Musikunterricht. Angeregt vom Pfarrer lernte er mit zwölf Jahren Klavier und Kirchenorgel, mit 14 trat er seine Organistenstelle in Garham an. Posaune, Saxophon, Klarinette und Trompete kamen dazu. Mit 17 Jahren übernahm Josef Weiß die Leitung des Kirchenchores, mit 18 gründete er die Tanzkapelle „Bimbo Boys“. 61 Jahre hat Josef Weiß Kirchenorgel gespielt, 58 Jahre den Kirchenchor geleitet und 45 Jahre den Männerchor.

Mittelpunkt und Rückgrat in seinem Leben war die Familie. Als Jugendlicher lernte Josef Weiß im Kirchenchor seine Annerl, geborene Leizinger, aus Solla kennen. 1963 heirateten sie und zogen in ein eigenes Haus in Garham. Zusammen bekamen sie drei Kinder: Michael (geb. 1960), der bei der Oma aufwuchs, Roswitha (geb. 1964) und Anneliese (geb. 1966). Gut 50 Jahre war Josef Weiß glücklich mit Annerl verheiratet. 2014 starb sie in seinen Armen im Alter von 74 Jahren an Herzversagen.

Ein schwerer Schlag für Josef Weiß, der seit dieser Zeit keine Musik mehr macht und selbst gesundheitliche Probleme bekam. Mehrmals wurde Josef Weiß operiert, schließlich erkrankte er auch noch an einer Macula-Degeneration, die ihn zeitweise annähernd erblinden ließ. „Da wäre ich bald durchgedreht“, bekennt der 84-Jährige. Weil es im psychisch nicht gut ging, wurde er fünf Wochen im Bezirksklinikum Mainkofen behandelt. Danach ging er zu seinem Hausarzt Dr. Josef Vöckl, und der sagte den entscheidenden Satz: „Weiß, schreib ein Buch.“

„Nein, das mache ich nicht“, dachte sich Weiß. Doch auch andere Freunde hatten ihn darauf angesprochen. So beschloss Sepp Weiß, es zu probieren, solange seine Sehkraft dafür noch reichte. Ein Glück nicht nur für die Gemeinde, sondern auch für ihn selbst: „Mit dem Schreiben ist es mir gesundheitlich wieder besser gegangen. Ich bin wieder auf andere Gedanken gekommen, weg von der Trübsal. Ich konnte wieder lachen“, erzählt Sepp Weiß. Fehlt nur noch, dass er es auch mit dem Schifferklavier noch einmal probiert.

 

 

Quelle: pnp.de —−−− Simone Kuhnt

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Lob, ein bisschen Tadel und dann Geschenke


Drei „Nikolaus-Krampus-Paare“ der Garhamer Feuerwehr besuchten sich in den letzten Tagen die Kinder. − Fotos: Franz X. Eder
Garham

Eine Tradition setzt die Freiwillige Feuerwehr mit ihren Nikolausbesuchen erfolgreich fort. Die Freude bei Kindern und Eltern in und um Garham war groß, dass sie am Vorabend und am Festtag des Heiligen von Myra den Nikolaus in die Häuser einladen konnten.

Bei Einbruch der Dunkelheit war es soweit: Drei Nikolaus-Krampus-Paare der Garhamer Feuerwehr machten sich bei passender Winterkulisse zu den Familien auf, wo sie an den Haustüren herzlich empfangen wurden.

Über 100 Kinder freuten sich über das Lob des Bischofs Nikolaus. Aber auch tadelnde Worte und das Kettenrasseln des Krampus‘ mussten sie erdulden, bis sie die sehnlich erwarteten Geschenke bekamen. Der Nikolaus wusste gut Bescheid, in seinem großen Himmelsbuch hatten es ihm hilfreiche Geister aufgeschrieben. Der Besuch des Gespanns endete damit, dass Nikolaus seinen Sack öffnete und ein Säckchen oder Päckchen mit Geschenken mitbrachte. Auch in den Grundschulen Garham und Hofkirchen, im Kindergarten St. Nikolaus, bei der Eltern-Kind-Gruppe, bei der Adventsfeier des Frauenbunds und dem Seniorennachmittag im Pfarrheim schaute der „Heilige“ mit seinem Krampus vorbei, lobte und tadelte und brachte Geschenke mit.

Die Kinder in der Schule und im Kindergarten erfreuten den Nikolaus mit dem Lied „Sei gegrüßt, lieber Nikolaus“ oder den weihnachtlichen Liedern „I woaß ned warum, i woaß ned wieso“ oder „Was macht die Maus im Krippenstroh“. Die Kinder in der Eltern-Kind-Gruppe bestaunten den „Heiligen Mann“, wenn er zu ihnen sprach.

 

Quelle: pnp.de —−−− fe

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Nikolausplakette für Rosemarie Döttl

Garham

Im Anschluss an den Patroziniumsgottesdienst zum Namenstag des Heiligen Nikolaus zeichnete die Pfarrei Garham Rosemarie Döttl (2.v.l.) mit der Nikolausplakette für 30 Jahre besondere Leistungen für die Pfarrei Sankt Nikolaus aus. Diese Auszeichnung hat der frühere Garhamer Pfarrer Gotthard Weiß eingeführt für Menschen, die sich um die Pfarrei verdient gemacht haben. Nikolaus als Bischof in Myra (270 – 343 n. Chr.) war ein sehr hilfsbereiter und tatkräftiger Mann“, erinnerte Pfarrgemeinderatsvorsitzende Angelika Dachsberger (2.v.r.) an den Namenspatron der Pfarrei. „Wenn in der Pfarrei ein Todesfall zu beklagen ist, dann ist es ganz selbstverständlich, dass sich die Rosmarie Döttl darum kümmert, dass bei der Überführung und der Beerdigung alles reibungslos abläuft“, sagte Dachsberger. Auch beim Sterberosenkranz sei sie die Vorbeterin und sie mache nie großes Aufheben davon. Rosmarie Döttl hat früher auch auf die Kinder aufgepasst, wenn sie mit dem Pfarrer von der Schule zum Beichten in die Kirche gekommen sind. Die Pfarrei bedankte sich mit der Nikolausplakette und einem kleinen Geschenk. Pfarrer Dr. Joseph Peedikaparambil und Pfarrgemeinderatsmitglied Antje Duschl (l.) reihten sich in die Schar der Gratulanten ein.

− fe/Foto: Franz X. Eder

 

 

 

Quelle: pnp.de —−−− fe/Foto: Franz X. Eder

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Nikolausfeier der Garhamer Feuerwehr

Garham

Die Verantwortlichen der Freiwilligen Feuerwehr haben die Kinder– und Jugendwehr mit ihren Eltern zu einer Nikolausfeier mit Bratwurstsemmel und Kinderpunsch am Gerätehaus eingeladen. Der Heilige Nikolaus schaute dort vorbei und hatte auch seinen Krampus mitgebracht. Aktuell sind 13 Kinder bei den Garhamer Feuerdrachen. Gegründet wurde die Kinderfeuerwehr im Februar 2015. Bischof Nikolaus erinnerte an deren Höhepunkt des Jahres, die Besichtigung der Atemschutzübungsanlage in Vilshofen. Bei der Jugendfeuerwehr sind 19 Jugendliche dabei. Der Heilige Nikolaus lobte die tolle Gemeinschaft, die eifrig an den Ausbildungsveranstaltungen und Vereinsterminen teilnimmt, so wird etwa bei der Rama-Dama-Aktion eifrig mitgeholfen. Beim Fest der Garhamer Pfarrei St. Nikolaus hatten die Jugendlichen als Attraktion das Brandhaus aufgebaut. Mit der Kübelspritze galt es hier die Flammen zu löschen. Beim Wissenstest in Salzweg waren die Nachwuchsfeuerwehrkräfte mit Erfolg dabei. Kommandant Erwin Schöfberger und Jugendwart Manuel Niederländer überreichten die Wissenstestplaketten: Timo Aschenbrenner, Theresa Braidt, Felix Brunner, Luisa und Lukas Heider, Leon Peters Luger, Jonas Neubauer, Helene und Katharina Probst, Nicole Unertl, Michael Weinzierl und Jonas Wochinger absolvierten die Stufe 1 (Bronze); die Plakette in Silber (Stufe 2) erhielten Lukas Gsottberger, Thomas Höll und Jonas Möllentin; Andreas Höll erhielt das goldene Abzeichen (Stufe 3). Ein besonderes Vergelt’s Gott gab es abschließend für die Betreuer Sonja Neubauer (Kinderfeuerwehr), Manuel Niederländer und Andreas Probst (Jugendfeuerwehr).

− fe/Foto: Franz X. Eder

 

 

Quelle: pnp.de —−−− fe/Foto: Franz X. Eder

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Bilder, die Geschichten erzählen


Besuch im Atelier: Regina Schmidtmayer (2.v.l.) und ihre Gäste vom Förderkreis Bereich Schloss Ortenburg mit (v.l.) Alfons Niederhofer, Reiner Pfeiffer, Susanne Kerschhackl, Veronika Wellner, Evi Niederhofer und Ingomar Reimer. − Fotos: Reimer

Garham

or dem Hintergrund ihrer bevorstehenden Ausstellung in Ortenburg hat Regina Schmidtmayer die Türen ihres Ateliers in Garham für Mitglieder des Förderkreises Bereich Schloss Ortenburg geöffnet. Der Einblick in ihre künstlerische Welt offenbarte eine faszinierende Verbindung zwischen Bildern und lebendigen Geschichten.

Mit einer herzlichen Begrüßung lud Schmidtmayer ihre Gäste zu einem Rundgang durch ihr Atelier, das als ihr persönlicher Wohlfühlort erscheint. „Dort, auf dieser Treppe, lasse ich alles, was mich im täglichen Leben bedrückt, hinter mir“, offenbarte Schmidtmayer, „und dann bin ich hier bei meinen Bildern und kann alles andere loslassen“. Nicht nur durch ihre fantastischen Werke, sondern auch durch die damit verbundenen Erzählungen zog die Künstlerin ihre Besucher in ihren Bann.

Rasch wurde deutlich, dass Regina Schmidtmayer Motive nicht einfach nur malt oder zeichnet; jedes ihrer Bilder verbirgt ein Erlebnis. Diese Geschichten schöpft die Künstlerin aus einem bewegten Leben, indem sie das Schöne nicht nur in idyllischen Landschaften, sondern auch in vermeintlich gewöhnlichen Alltagsgegenständen wie Kinderspielzeug, Schuhen oder sogar einer toten Maus entdeckt. Die wurde ihr übrigens einmal von ihrer Katze präsentiert.

Das Atelier füllte sich mit unzähligen Geschichten, und die Gäste spürten die Leidenschaft, mit der Regina Schmidtmayer ihrer Kunst nachgeht.

Erstaunliche Geschichten rankten sich um scheinbar banale Gegenstände wie ein kaputtes Holzpferd, eine Ente, eine Beißzange, ein Margeritenfeld, eine Fliege oder einem aufregenden Weg zum Schwarzen Meer. Dabei konnte die Künstlerin keine rationale Erklärung für ihre Inspiration liefern. „Plötzlich ist da ein Bild und dann muss ich es malen“, beschreibt sie den kreativen Prozess.

Spannend präsentierte sie auch ihren persönlichen und eher ungewöhnlichen Werdegang von der Verwaltungsangestellten zur freischaffenden Künstlerin. Ihre künstlerische Ausbildung erhielt sie von Lehrern wie Karl Schöttner, Hermann Eller und Prof. Flondor. Kritik betrachtet sie als essenziell für persönliches Wachstum: „Wer keine Kritik annimmt, kann sich nicht weiterentwickeln, bleibt stehen.“

Obwohl sie in zahlreichen Ländern tätig war und für ihre Werke ausgezeichnet wurde, ist sie ihrer Heimat tief verbunden. Gerne malt und zeichnet sie in der freien Natur. Auch in ihrem Atelier schöpft sie Kraft, die sich in ihren Bildern widerspiegelt. Ob sie mit Pastellkreide, Öl, Acryl oder in Drucktechnik arbeitet, ergibt sich aus dem Motiv, hier möchte sie sich nicht festlegen, sagt: „Es kommt, wie es kommt.“

Besonders interessant für die Gäste waren die bereits vorbereiteten Bilder für die Ausstellung in Ortenburg, die Motive der idyllischen Marktgemeinde zeigen, darunter auch das Schloss Ortenburg.

Im April 2024 haben Kunstliebhaber die Gelegenheit, Regina Schmidtmayers Werke in Ortenburg zu sehen.

− va

 

Quelle: pnp.de —−−−va

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Eine Spende für das Frauenhaus

Garham

Der Pfarrgemeinderat und der Katholischer Frauenbund Garham haben zusammen mit der Katholischen Erwachsenenbildung in Stadt und Landkreis Passau (KEB) zum Vortrag „Frauen und Kinder in Not“ in das Garhamer Pfarrheim eingeladen. Schutz vor Gewalt bietet das Frauen- und Kinderhaus in Passau. Pfarrgemeinderatsvorsitzende Angelika Dachsberger freute sich über eine große Zahl von Besuchern. Katja Südhoff und Katja Grabitzky, zwei ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende des Passauer Frauenhauses, berichteten eindrucksvoll über ihr Engagement für Frauen und Kinder, die Opfer häuslicher Gewalt wurden und Zuflucht im Frauenhaus finden. Mit derzeit Platz für neun Frauen samt Kindern ist das Haus ein wichtiger Zufluchtsort für diejenigen, die aus unsicheren und gefährlichen Situationen fliehen müssen. In einer regen Diskussion wurden die vielen Fragen der interessierten Zuhörer beantwortet. Die Einrichtung platzt aus allen Nähten und die geplante dringend notwendige Erweiterung des Frauenhauses samt Ausstattung kostet sage und schreibe 1 Million Euro. Die fehlenden 350000 Euro müssen noch zusammengetragen werden. Ein kleiner Beitrag kommt auch aus Garham. Bildungsbeauftragte und Organisatorin Daniela Nothaft konnte am Ende der Veranstaltung einen Spendenbetrag in Höhe von 429 Euro an die beiden Referentinnen übergeben. Unermüdlich sammeln sie mit der ehrenamtlichen Leiterin Hildegard Stolper Spenden für den dringend notwendigen Erweiterungsbau. Das Frauenhaus ist dringend auf Spenden angewiesen, um diese wichtige Arbeit fortsetzen zu können. Im Bild bei der Übergabe des Spendenkörbchens (v.l.) PGR-Mitglied Regina Leizinger, Katja Südhoff, Daniela Nothaft, Katja Grabitzky und Angelika Dachsberger.

 

 

Quelle: pnp.de —−−− fe/Foto: Franz X. Eder

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Fehler in Kalkulation – Kanalbeiträge verringern sich


Kritisiert seinen Nachfolger: Willi Wagenpfeil (SPD). − F.: Archiv
Garham

Eine Anpassung bei den Beiträgen zu den Entwässerungseinrichtungen Hofkirchen und Garham hat der Marktgemeinderat nach einer Beanstandung durch die überörtliche Rechnungsprüfung am Landratsamt vornehmen müssen – zugunsten der Anschlussnehmer. „Der Straßenentwässerungsanteil ist aus der Beitragskalkulation herauszunehmen“, begründete Bürgermeister Josef Kufner (CSU) den notwendigen Schritt. Die Gelegenheit nutzte Altbürgermeister Willi Wagenpfeil (SPD) als Zuhörer zu massiven Vorwürfen gegen seinen Amtsnachfolger und gegen die Verwaltung.

Kufner kritisiert Wagenpfeil

Eingangs hatte Kufner zum Thema vorausgeschickt, dass zwischenzeitlich der abschließende Prüfbericht der überörtlichen Rechnungsprüfung zu den Jahresrechnungen 2017 bis 2021 vorliegt und unter anderem darin bestätigt wird, „dass es sich bei den ab 2021 erstellten Gebührenkalkulationen mit den obligatorischen Erhöhungen um Fehlstellungen aus der Vergangenheit handelte, die längst – der letzte Prüfbericht war seit Juli 2017 bekannt – abzustellen gewesen wären.“
Spätestens zum Jahresende 2018, also noch während der Amtszeit von Willi Wagenpfeil, wäre damit eine neue Kalkulation vorzulegen gewesen, fügte der Bürgermeister hinzu. Nach seinen Worten wird zudem festgestellt, dass in den Kalkulationen keine Wiederbeschaffungswerte verwendet worden seien. Es handle sich vielmehr um eine klassische Gebührenkalkulation auf der Basis von Anschaffungs- und Herstellungskosten, so Kufner.

Laut Aussage des Bürgermeisters wurde seitens der überörtlichen Rechnungsprüfung angemerkt, dass sich bei allen drei Gebührenkalkulationen aktuell kein Korrekturbedarf ergibt. Weiterhin sei bescheinigt worden, dass mit den Neukalkulationen in jedem Fall entsprechende Vermögenseigenschäden abgewendet hätten werden können.
Hingegen sind bei den Herstellungsbeiträgen im Abwasserbereich in Bezug auf den vom Ingenieurbüro Gaul erstellten Anlagennachweis für die Zukunft Nachbesserungen und entsprechende Neukalkulationen erforderlich, räumte Josef Kufner ein. Für beide Entwässerungseinrichtungen seien die Kosten der Straßenoberflächenwasserbeseitigung in den neu erstellten Anlagennachweisen als Vollerfassung der Anschaffungs- und Herstellungskosten nicht ausgeschieden worden. Dies wäre allerdings notwendig gewesen, gestand der Bürgermeister ein.

Ein weiterer Punkt: In der Abwassereinrichtung Hofkirchen 2024 sind nach Überzeugung der überörtlichen Rechnungsprüfung aus der Beitragskalkulation zum 1. Januar die Investitionskosten – Ausgaben beziehungsweise Verbesserungsaufwand – wie auch der gewährte staatliche Zuschuss auf der Einnahmenseite aus den maßgeblichen Aufwendungen herauszunehmen.

In der Tischvorlage für die Marktgemeinderäte findet sich folgendes Zitat dazu: „Der beitragsfähige Aufwand enthält auch verbesserungsbeitragsfähigen Aufwand. Da der Markt Hofkirchen aber darauf verzichtet hat, für den Anschluss an die Kläranlage Vilshofen Verbesserungsbeiträge zu erheben, dürfen diese Kosten nur über die Gebühr finanziert werden, da ansonsten Neuanschließer gegenüber Altanschließern benachteiligt werden.“ Daher muss der Herstellungsbeitrag für die Entwässerungseinrichtung Hofkirchen und Garham neu kalkuliert werden.

Das Ratsgremium nahm die Überarbeitung der Anlagennachweise durch das Ingenieurbüro Gaul zur Kenntnis. Demnach sinken die Beiträge pro Quadratmeter Grundstücksfläche in Hofkirchen zum 1. Januar 2024 von bisher 0,82 Euro auf 0,60 Euro und pro Quadratmeter Geschossfläche von 11,71 Euro auf 8,54 Euro.

Für die Entwässerung Garham verringern sich die Beiträge von 1,39 Euro auf 1,23 Euro je Quadratmeter Grundstücksfläche und von 15,11 Euro auf 13,38 Euro je Quadratmeter Geschossfläche.
„Das ist angenehm für die Bürgerschaft“, betonte Bürgermeister Kufner zur Nachbesserung der Beitragssätze. Christian Pauli (SPD) kündigte die Zustimmung seiner Fraktion zu den geänderten Sätzen an, warf aber die Frage auf, ob es sich bei den früheren Gebührenkalkulationen um ein „teures und fatales Versäumnis“ gehandelt habe und wie der angeblich dadurch entstandene Schaden von 900000 Euro abzubauen sei.

Pauli machte ebenso auf seine beim Verwaltungsgericht Regensburg anhängige Klage gegen den Gebührenbescheid der Kommune aufmerksam. Er sei sich immer noch nicht sicher, „ob wir bei den Gebühren richtig liegen.“ Fragen dazu seien ihm nicht beantwortet worden, bemängelte Pauli und äußerte den Verdacht, „dass was im Argen liegt.“
Bürgermeister Kufner gab sich überzeugt davon, es sei zu erwarten gewesen, dass man bei der aktuellen Sitzung zu diesem Tagesordnungspunkt „in alte Verhaltensmuster verfällt.“ Das eine sei mit dem anderen wieder vermischt worden, was sich durchziehe, warf er dem Zweiten Bürgermeister vor und prognostizierte: „Die Zukunft wird Entsprechendes zeigen.“

Wagenpfeil kritisiert Kufner

Nach Abarbeitung der Tagesordnung erhob sich Willi Wagenpfeil zum Punkt „Anfragen zur Tagesordnung“ von seinem Zuhörerplatz und händigte sowohl dem Presseberichterstatter als auch seinem Amtsnachfolger ein zweiseitiges Schreiben mit der Überschrift „Kalkulationen Abwasserbeseitigung April 21 bis Oktober 23“ aus. Darin erinnert der Altbürgermeister an die Bekanntgabe eines Abwassergebühren-Defizits von 995000 Euro durch Josef Kufner im April 2021 mit Bezifferung eines möglichen Vermögensschadens auf mehr als 280000 Euro.
„Verantwortlich dafür gemacht hat er die Vorgänger“, ist in der Stellungnahme Wagenpfeils zu lesen, der in der Folge die Beitragssätze von 2021 den nun korrigierten Sätzen gegenüberstellt. Dem Bürgermeister unterstellt er in dem Schreiben, Fragen und Hinweise mehrfach als nicht zielführend abgelehnt zu haben.
Von Anfang an sei ihm klar gewesen, dass diese Kalkulationen falsch seien, bekundet Wagenpfeil in dem Schriftstück und erhebt darin den Vorwurf an Kufner, „verschleiert und vertuscht“ zu haben, selbst als sich herausgestellt habe, dass der Kalkulator mehr als 4,5 Millionen Euro an Einnahmen – 1,43 Millionen in Hofkirchen und 3,15 Millionen in Garham – vergessen habe.
Der Bürgermeister mache „weiter die Vorgänger verantwortlich“, kritisiert Wagenpfeil, der sich durch das Ergebnis der überörtlichen Rechnungsprüfung zweieinhalb Jahre danach in seiner Haltung bestätigt fühlt, wie aus dem Schreiben hervorgeht. Darin erhebt der Altbürgermeister Forderungen, die unter anderem darauf abzielen, eine Stellungnahme des Marktes zu bekommen, „wie sich der Sachstand hinsichtlich einer Inregressnahme meiner Person aktuell beschreibt“.

Bürgermeister Josef Kufner merkte in der Sitzung dazu lediglich an, dass in Wagenpfeils Zeilen ein paar Aussagen enthalten seien, zu denen man sich überlegen könne, ob sie rechtlich zu prüfen seien. Es sei „wieder ein Ausflug in die Vergangenheit“, konterte das Marktoberhaupt. Kufner fügte hinzu, dazu aktuell nichts mehr sagen, „sondern zu gegebener Zeit mit belastbaren Fakten antworten“ zu wollen.

In einer Stellungnahme gegenüber dem Vilshofener Anzeiger äußerte sich Kufner am Tag nach der Sitzung deutlicher. „Das war unterste Schublade“, kreidet er Amtsvorgänger Wagenpfeil an, der seiner Überzeugung nach mit den aufgestellten Behauptungen „zu weit gegangen“ sei. Der Vorwurf der Verschleierung sei eine Verunglimpfung des Bürgermeisters als auch des Kämmerers. Der korrigierte Fehler stamme im Übrigen aus der Amtszeit Wagenpfeils, so Kufner unter Hinweis auf den entsprechenden Beschluss von 2019. Sein Fazit: „Alles das, was 2018 passieren hätte müssen, ist nicht passiert.“

Kritisiert seinen Vorgänger: Josef Kufner (CSU). − Foto: Archiv

 

 

 

Quelle: pnp.de —−− Bernhard Brunner

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Tragende Säule seit drei Jahrzehnten


Ehrende und Geehrte bei der Mitgliederversammlung: (v.l.) Franz Eder, Claudia Ellinger, Bürgermeister Josef Kufner, Regina Leizinger, Elfriede Moosbauer, Jürgen Blaschko, Renate Eder, Vorsitzende Katharina Schmidtmayer und Pfarrer Joseph Peedikaparambil. − Foto: Eder
Garham

Seit mittlerweile 30 Jahren gibt der Pfarrcaritasverein Garham (OCV) der Menschlichkeit des Glaubens in der Pfarrei einen Namen und ein Gesicht. Vorsitzende Katharina Schmidtmayer erinnerte an die Gründung vor drei Jahrzehnten.
Am 30. März 1993 wurde die Vereinssatzung beschlossen und unterschrieben. Mit dem Eintrag in das Vereinsregister am 12. August 1993 wurde der formale Gründungsakt abgeschlossen. Die Trägerschaft für den neuen Kindergarten in Garham war damals das wesentliche Ziel des Pfarrcaritasvereins. Seine Gründung und die Übernahme der Trägerschaft waren Voraussetzung für den Neubau in Garham.

In der Mitgliederversammlung im vorigen Jahr wurde beschlossen, dass der Ortscaritasverein ab 1. Januar 2023 die Verantwortung für diese Einrichtung an den Caritasverband für die Diözese Passau übertragen wird. „Für Laien wird es immer schwieriger, den Aufgaben gerecht zu werden“, war eine starke Begründung für den Trägerwechsel. Gestiegene Anforderungen machten es für Ehrenamtliche immer schwerer, diesen Anforderungen gerecht zu werden. Der Wechsel der Trägerschaft stelle damit eine zeit-, sach- und kindgerechte Lösungsvariante dar.

Pfarrer Dr. Joseph Peedikaparambil bedankte sich für die Zusammenarbeit. Die Stärkung der OCV-Gemeinschaft liege vermehrt in der Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit. Pfarrer Joseph sprach vom „Team der Zukunft“.
Bürgermeister Josef Kufner betonte, dass sich der Ortscaritasverein im Wandel seiner Aktivitäten befinde. Der Wegfall der Trägerschaft für den Kindergarten schaffe neue Möglichkeiten und andere Handlungsfelder.

Für die verhinderte Schatzmeisterin Kerstin Brill trug Katharina Schmidtmayer den Kassenbericht vor. Die wichtigsten Einnahmequellen des Vereins und damit der finanzielle Rahmen für die Hilfsaktionen sind die Mitgliedsbeiträge und die Frühjahrs- und Herbstsammlungen. Von den Haussammlungen verbleiben 40 Prozent in der Pfarrei und müssen für sozial-caritative Zwecke verwendet werden. Jürgen Blaschko und Franz Eder haben die Kasse geprüft, die einstimmige Entlastung war nur noch Formsache.Die Arbeit im Stillen hinterlässt viele positive Spuren. Dies verdeutlichte der Rechenschaftsbericht der Vorsitzenden.Seniorennachmittage und -ausflüge, Vereinsarbeit oder Kinderbasteln im Rahmen des gemeindlichen Ferienprogramms, sind nur einige Betätigungsfelder des Vereins, der 93 Mitglieder zählt.

Kindergartenleiterin Antje Duschl informierte über die Kita St. Nikolaus: Aktuell besuchen 76 Kinder den Garhamer Kindergarten, davon 13 die Krippe. Im nächsten Jahr wird der Kindergarten 30-jähriges Bestehen feiern.

Im Mittelpunkt der Versammlung standen die Ehrungen langjähriger Mitglieder durch die Vorsitzende Katharina Schmidtmayer, durch Pfarrer Joseph Peedikaparambil und Bürgermeister Josef Kufner. Jürgen Blaschko und Elfriede Moosbauer erhielten eine Dankurkunde für 25-jährige Mitgliedschaft.

30 Jahre und seit der Gründung dabei sind Irene Blaschko, Franz und Renate Eder, Claudia Ellinger und Regina Leizinger.

Mit dem Schlussgedanken nach Oscar Wilde „Am Ende wird alles gut. Und wenn es nicht gut ist, ist es noch nicht das Ende“ fasste Katharina Schmidtmayer die Arbeit des OCV zusammen und gab dies als Leitwort den Teilnehmern mit auf den Weg.

− fe

Quelle: pnp.de —−− Franz X. Eder/Foto: Franz X. Eder

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Jahresausflug nach Oberbayern

Garham

Bei herrlichem Oktoberwetter machten sich 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Garham und Eging auf zu einem Tagesausflug nach Oberbayern. Erstes Ziel war der Gemüsebau Steiner in Kirchweidach. Bei einer Fahrt durch die riesigen Gewächshäuser mit über vier Meter hohen Paprikastauden und noch längeren Tomatenpflanzen waren alle sehr beeindruckt. Bei der Führung gab es viele interessante Informationen, wie der Anbau nachhaltig erfolgen kann. Natürliche Schädlingsbekämpfung, eine Bewässerung mit Regenwasser und die Beheizung der Anlage durch heißes Wasser aus über 3000 Metern Tiefe erlauben eine fast ganzjährige Ernte. Als Geschenk konnten alle eine Kiste mit frischem Gemüse mitnehmen. Nach dem Mittagessen im Biergarten des Klosterhofes Raitenhaslach gab es eine Führung zur Geschichte des Klosters und der Klosterkirche. Anschließend machte die Gruppe noch einen kurzen Abstecher zur Wallfahrtskirche Marienberg, bevor man den schönen Tag bei einer Einkehr ausklingen ließ.

− va/Foto: Dachsberger

Quelle: pnp.de —−−va

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Eine Reise in die Vergangenheit

Hofkirchen

Die Seniorenbeauftragten der Marktgemeinde Hofkirchen haben zum Ausflug ins Museumsdorf Bayerischer Wald nach Tittling eingeladen. Maria Kufner und Anton Kurbatfinski freuten sich sehr über die rege Teilnahme, denn fast fünfzig Seniorinnen und Senioren aus dem Gemeindebereich waren gekommen und machten mit beim Spaziergang durch die historische Hauslandschaft. Besonderes Augenmerk legte man bereits bei der Auswahl des Ausflugsziels darauf, dass das Angebot vor Ort alle Teilnehmer erreicht und bei Bedarf auch mit Rollator oder Rollstuhl zugänglich ist. „Es ist wie eine Reise in die Vergangenheit“, stellte man fest. Wunderschöne, alte Bauernhöfe aus dem 17. bis 19. Jahrhundert, alte Kapellen, Mühlen, Sägen, farbenprächtige Bauerngärten gab es zu sehen. In den Gebäuden fand man eingerichtete Bauernstuben und Ausstellungen zum Leben von damals. Die Gebäude im Museumsdorf stammen aus dem gesamten Bayerischen Wald. Nach der Führung stärkte man sich im Gasthaus Mühlhiasl und ließ den Nachmittag mit Musik auf der Sonnenterrasse ausklingen.

− va/Foto: Kufner

 

Quelle: pnp.de —−−va

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Ein buntes Fest im Kirchenjahr

Erntedank ist ein buntes Fest: Pfarrer Joseph mit seiner Ministrantenschar am mit Erntegaben reich geschmückten Altar. − Foto: Franz X. Eder
Garham

Das Erntedankfest der Pfarrei Garham Sankt Nikolaus wurde mit einem feierlichen Gottesdienst und einer kleinen weltlichen Feier begangen. Die Erstkommunionkinder gestalteten den Gottesdienst zusammen mit den ukrainischen Christen, die Fürbitten vortrugen. Sie wurden vom Kirchenchor unter der Leitung von Bernarda Hartl musikalisch unterstützt.

Die Pfarrgemeinde freute sich über die diesjährige Ernte und dankte ganz besonders Gott für seine reichen Gaben. Pfarrer Dr. Joseph Peedikaparambil fand die richtigen Worte und sagte in seiner Predigt: „Da loben und preisen wir mit Wort und Tat unseren Herrn“. Die Festmesse an diesem Tag dankt besonders für das tägliche Brot und drückt die Verbindung des Menschen zur Natur aus. Den Erntealtar hatte der Garhamer Frauenbund mit Obst-, Garten-, Feld- und Waldfrüchten aus den heimischen Gärten dekoriert und die Pfarrkirche mit der neu gestalteten Erntekrone geschmückt.

Nach dem Erntedankgottesdienst lud der Pfarrcaritasverein ins Pfarrheim ein. Dort wurden Kuchen, Torten und Kaffee zum Verkauf angeboten. Auch die ukrainischen Mitbürger der Pfarrei haben sich am Erntedankfest beteiligt und Spezialitäten gebacken und hatten vor der Kirche eine informative Fotoausstellung über ihre Heimat aufgebaut.

− fe

 

Quelle: pnp.de —−−fe

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Schnäppchen gemacht


Im Zuge der Sanierung des Garhamer Freibades sind bereits die Streifenfundamente für das Becken betoniert worden.  − Foto: Brunner
Garham

Über ein Schnäppchen im Zuge der Sanierung des Freibades in Garham hat sich der Marktrat bei seiner Sitzung am Dienstagabend gefreut. Aus Lagerbeständen kam die Kommune an einen neuen Filterkessel, zahlte dafür statt 17000 nur 2000 Euro. Wie Ratsmitglied Christian Pauli (SPD) erklärte, handelt es sich um ein Exemplar, das von einer anderen Gemeinde bestellt, dann aber nicht abgenommen worden ist.

Zunächst hatte Bürgermeister Josef Kufner (CSU) das Gremium über die Vergabe der Beton- und Estricharbeiten sowie den Kauf des besagten Filterkessels im Rahmen einer sogenannten dringlichen Anordnung durch ihn informiert. Nach der Entfernung der alten Folie unter dem Becken war die Erneuerung der Beton-Streifenfundamente erforderlich geworden. Zusammen mit der Erstellung des Estrichs, was erst nach dem Winter erfolgen wird, und dem neuen Kessel zum Sonderpreis belaufen sich die Ausgaben auf insgesamt 17278,24 Euro einschließlich Mehrwertsteuer, wie es hieß. Die Verfüllung der Beckenumrandung wird laut Kufner ab kommender Woche durchgeführt.

Von der geplanten Beschaffung neuer Spielgeräte für die Kinderspielplätze in Garham berichtete der Bürgermeister ebenfalls. Damit würden die von Anwohnern im Rahmen eines Ortstermins mit dem Bau- und Umweltausschuss aufgenommenen Anregungen umgesetzt. Am Erlebnisspielplatz wird im Frühjahr 2024 ein neues Piratenschiff aufgestellt. Auf das Areal nahe dem Freibad kommt eine Balancier-Wippe namens „Groovie“ mit entsprechendem Fallschutz aus Hackschnitzel-Material. Die Aufträge dazu sind bereits erteilt. Zugleich gab der Bürgermeister die Termine für die Bürgerversammlungen bekannt: Mittwoch, 8. November, im Gasthaus Reischer in Hofkirchen und am Samstag, 11. November, in der EC-Halle in Garham. Beginn ist jeweils um 19 Uhr.
Stellung bezog Josef Kufner schon jetzt zur Grundsteuer-Reform, deren Umsetzung zum 1. Januar 2025 angedacht sei. Viele Grundstücks- und Hauseigentümer seien bekanntlich bereits veranschlagt. „Auf der Basis unveränderter Steuerhebesätze käme es zu einer erheblichen Mehrbelastung der Steuerpflichtigen“, so Kufner. Daher schlug er schon jetzt vor, durch die Verwaltung einen aufkommensneutralen Hebesatz erarbeiten zu lassen, um die Bürger nicht noch mehr zu belasten. Er regte an, rechtzeitig im kommenden Jahr eine Regelung im Zuge des Erlasses einer Hebesatz-Satzung für 2025 zu treffen.

Einstimmig beschloss der Marktgemeinderat alle vorliegenden Bauanträge und Bauvoranfragen – auch ein eigenes Gesuch zur Errichtung eines Löschwasserbehälters bei Niederndorf. Zum Schutz des Bachverlaufs sei dort ein vorhandener Weiher aufgelassen worden, erklärte der Bürgermeister. In Abstimmung mit dem Grundeigentümer solle nun ein Behälter eingegraben werden. „Dann wäre die Versorgung wieder gegeben“, fügte Josef Kufner hinzu, der sich als Vertreter der Antragstellerin, der Marktgemeinde, selbst aus der Abstimmung ausschloss. Das Votum war mit 13:0 einmütig.

Einigkeit herrschte ebenso bei der Änderung des Bebauungsplans „Hofkirchen Ost“ in Sachen Gartenstraße 1 a und 1 b. Dort war bisher auf einem 1900 Quadratmeter großen Grundstück nur ein Wohnhaus vorgesehen. Im Sinne der Nachverdichtung sollen nun laut Bürgermeister, zwei Einzelhäuser oder auch ein Doppelhaus möglich sein. Dem wurde geschlossen zugestimmt.

Ohne Diskussion genehmigte der Marktgemeinderat die über- und außerplanmäßigen Ausgaben der Kommune im Haushaltsjahr 2022. Die Zahlen seien bereits in der Fraktionssprecherrunde erläutert worden, hob der Bürgermeister hervor. Auf Nachfrage von Christian Pauli zur Überschreitung beim Beschäftigtenentgelt im Zuge der Öffentlichkeitsarbeit räumte Rathaus-Geschäftsleiter Gerhard Deser ein, dass die Sachbearbeitung für das Gemeindeblatt beim Haushaltsansatz übersehen worden sei. Statt 13 Stunden handle es sich um einen Aufwand von 19 Stunden. Der Bürgermeister stellte fest, dass die Abweichung gerade mal ein Prozent ausmache.

 

 

 

Quelle: pnp.de —−−−Bernhard Brunner

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EC Garham gewinnt die Gemeindemeisterschaft

Garham

Ausrichter der Hofkirchener Gemeindemeisterschaft war dieses Jahr der EC Zaundorf. Es nahmen wie jedes Jahr je zwei Mannschaften von den Vereinen Garham, Hofkirchen und Zaundorf teil. Erster wurde der EC Garham. Den zweiten Platz sicherte sich der EC Zaundorf. Dritter wurde der EC Hofkirchen. Die Siegerehrung mit Brotzeit und gemütlichem Beisammensein fand beim Vereinswirt in Zaundorf statt. Den Pokal an die Siegermannschaft überreichte (v.l.) 3. Bürgermeister Georg Stelzer an Maximilian JakobGünther MeyerRene ZimmermannTobias LangnerMatthias KapfhammerChristian BieringerSebastian StögerEugen FüttererHeinz Lösl und Christian Langner.

− va/Foto: Doppelhammer

 

Quelle: pnp.de —−−va

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32 Jahre altes Feuerwehrauto symbolisch verabschiedet


Aus dem Wassertank des alten LF 16 fließt das Löschwasser zum Nachfolgefahrzeug HLF 20. − Foto: Franz X. Eder
Garham

Eine besondere und denkwürdige Monatsübung im Oktober hat es bei der Freiwilligen Feuerwehr Garham gegeben.

Im Rahmen des 150-jährigen Gründungsfestes erhielt das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF ) 20 kürzlich durch Pfarrer Joseph den kirchlichen Segen (VA berichtete). Ein straffes Ausbildungsprogramm absolvierten die Garhamer Feuerwehrdienstleistenden seither zum Kennenlernen und zur Handhabung des neuen Fahrzeuges. Nun wurde es offiziell in Dienst gestellt und das bisherige 32 Jahre alte Löschgruppenfahrzeug LF 16 verabschiedet.

Eine symbolhafte Übung hatte sich Kommandant Erwin Schöfberger mit seinen Gruppenführern einfallen lassen, die 2. Kommandant Josef Feilmeier leitete. Einen Entstehungsbrand im Lärchenweg 3 – dem alten Feuerwehrhaus – galt es zu bekämpfen. Altes und neues Löschfahrzeug rückten gemeinsam zu diesem Einsatz aus. Ehrenkommandant Franz Eder schlüpfte noch einmal in die Rolle des Gruppenführers des LF 16, mit dem er 18 Jahre als Kommandant gearbeitet hatte. Josef Wagner fungierte als Maschinist. Aus dem Wassertank des alten LF 16 wurde das neue HLF 20 mit Löschwasser versorgt, von dem aus die Brandbekämpfung erfolgte. Zahlreiche Besucher hatten sich eingefunden, um bei dieser Übung dabei zu sein.

 

 

Quelle: pnp.de —−−−− fe

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1000 Euro und viele Ehrungen


Der Herzenswunsch-Krankenwagen der Malteser wird von der Feuerwehr mit 1000 Euro unterstützt. Die Spende nehmen Sabine Grundmüller (v.l.), und Martin Lang von Festmutter Daniela Braidt und 2. Vorsitzendem Simon Seider entgegen. − Fotos: Laudi
Garham

Das Feierwochenende zum 150-jährigen Bestehen hat die Garhamer Feuerwehr erfolgreich hinter sich gebracht. Aber nicht nur Party war geboten.

Spendenübergaben, Gedenken und Ehrungen gaben den Tagen einen würdigen Rahmen. So trafen sich die Feuerwehrler am Samstag nach der Fahrzeugsegnung des neuen HLF 20 zu einer Gedenkfeier am Kriegerdenkmal für die gefallenen und gestorbenen Mitglieder.

Pfarrer Joseph sprach ein Gebet, für die verstorbenen Vereinsmitglieder seit dem 140-jährigen Gründungsfestes 2010. Für sie wurden Kerzen angezündet und ein Kranz niedergelegt. Die Blaskapelle Garham hat die Gedenkfeier musikalisch umrahmt.

Anschließend folgte ein Kameradschaftsabend mit Ehrungen im Festzelt. Die Laudatoren würdigten die über lange Zeit erworbenen hervorragenden Verdienste im Feuerwehrverein oder auf dem Gebiet des Feuerwehrwesens.

Über eine Spende durften sich am Sonntag die Malteser freuen. Da die Feuerwehr auf die üblichen Erinnerungsgeschenke verzichtete, konnten 1000 Euro an den Herzenswunsch-Krankenwagen übergeben werden. Dieser wird komplett aus Spenden finanziert und lebt vom Engagement der Beteiligten. Viele Festbesucher nutzten die Gelegenheit und besichtigten den Krankenwagen.

Auch die Feuerwehr durfte sich über eine Zuwendung freuen. Landrat Raimund Kneidinger hatte einen Scheck über 20000 Euro für das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 (HLF 20) dabei. Ein weiteres Kuvert hatte er dabei mit einem Scheck für die Nachwuchsarbeit in der Kinder- und Jugendfeuerwehr. Die Feuerwehr Garham ist stolz auf ihre aktive Kinder- und Jugendfeuerwehr. Allein bei der Jugendfeuerwehr werden aktuell 19 Jugendliche betreut, die das „Feuerwehr-Gen“ leben.

EHRENMITGLIEDER

Fünf langjährige verdiente Feuerwehrmitglieder durften sich über die Ernennung zum Ehrenmitglied freuen:

Luise Eckmüller wurde zur Ehrenfahnenmutter ernannt. Sie war Fahnenmutter des 125-jährigen Gründungsjubiläums mit Fahnenweihe (1995). Außerdem erhielt sie die Ehrenbrosche in Silber des Kreisfeuerwehrverbandes Passau, die ihr vom KFV-Vorsitzenden Stefan Drasch verliehen wurde.

Gotthard Weiß, Pfarrer in Rente, war von 1996 bis 2022 Pfarrer in Garham. Er war Initiator der jährlichen Florianigottesdienste, die abwechselnd bei den Feuerwehren des Marktes Hofkirchen in Garham, Hilgartsberg und Hofkirchen zelebriert wurden. Lange Jahre wirkte er als Bezirksfeuerwehrpfarrer und begleitete die Feuerwehren bei schwierigen Einsätzen.

Siegfried Langner war langjähriger 2. Kommandant und Atemschutzbeauftragter der Feuerwehr Garham. Außerdem war er viele Jahre lang Mitglied in der Vorstandschaft.

Michael Sittinger wirkte jahrelang als Gerätewart und kümmerte sich vorbildlich um die Pflege und Wartung der Feuerwehrfahrzeuge und der Gerätschaften. Zudem war er in der Vorstandschaft tätig.

Johann Hain war über 40 Jahre als Beisitzer in der Vorstandschaft.

EHRUNGEN

60 Jahre: Altbürgermeister Josef Weiß, Franz Xaver Saller und Rupert Neuhierl;
50 Jahre: Alois Zitzlsberger sen., Paul Seidl, Martin Drasch und Johann Zitzlsberger;
40 Jahre: Kommandant Erwin Schöfberger, Brigitte Riederer, Josef Eckmüller und Helmut Langner;
25 Jahre: Norbert Haselböck, Alois Zitzlsberger jun., Tanja Sattler, Anna Zitzlsberger und Christian Eckmüller;

− ekj


Die Geehrten und neuen Ehrenmitglieder der Feuerwehr mit Festmutter Daniela Braidt (l.) und Ehrenfahnenmutter Luise Eckmüller (2.v.r.).

Am Kriegerdenkmal haben die Feuerwehrler einen Kranz für die gefallenen und verstorbenen Vereinsmitglieder abgelegt.

 

 

Quelle: pnp.de —−−− ekj

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Garham in Feierstimmung


Den „letzten Schliff“ gaben Bürgermeister Josef Kufner und Festmädchen Kristina Maier den Fahnen.  − Fotos: Laudi
Garham

Ganz schön „Halligalli“ herrschte vergangenes Wochenende in Garham. Kein Wunder, es gab ja drei Gründe zum Feiern: Das 150-jährige Bestehen der Feuerwehr, ein neues Feuerwehrauto und noch dazu eine großzügige Spende. Dem festlich geschmückten Löschfahrzeug hat Pfarrer Joseph Peedikaparambil am Samstag den Segen gegeben.

„Aufgewärmt“ haben sich die Feuerwehrler am Freitagabend bei der Festzeltparty mit den „Stoapfälzer Spitzbuam“. Der Sonntag startete mit einem Kirchenzug zum Festgottesdienst am Garhamer Kirchplatz, den Pfarrer Joseph und Prof. Dr. Georg Kraus zelebrierten und der von der Musikkapelle Aurolzmünster musikalisch umrahmt wurde. Rund 1200 Teilnehmer und Besucher wohnten dem Kirchenzug und dem Gottesdienst bei. 60 Vereine, darunter der Patenverein, die Feuerwehr Schwarzhöring, gingen beim Kirchen- und Festzug mit – vorneweg Cabrios, in denen die „Feuerwehr-Senioren“ mitfahren durften. „Die Vorbereitung und die Organisation zeigt: Ihr lebt Zusammenhalt und Kameradschaft damals wie heute und der Dienst am Nächsten ist für euch Ehrensache“, lobte Bürgermeister Josef Kufner. Dies hob auch 1. Vorsitzender Ludwig Zitzelsberger hervor: „Verantwortung gegenüber Mitmenschen, Kameradschaft und Hilfsbereitschaft – diese Tugenden zeichnen die Feuerwehr Garham bis heute aus und verdienen in einer Zeit, die von Individualismus und Egoismus geprägt ist, besondere Anerkennung.“

Die Feuerwehr darf sich über eine Spende freuen. Den Scheck übergab Landrat Raimund Kneidinger. Auch die Feuerwehr will mit ihrem Fest Gutes tun. Ein Bericht dazu folgt in einer der nächsten Ausgaben.

− ekj

Bei der Schlüsselübergabe: Bürgermeister Josef Kufner (v.l.), Franz Eibl, Erwin Schöfberger, Markus Weinzierl, Marco Atzmüller, Christoph Seider, Dominik Unertl und Josef Feilmeier.

Dem festlich geschmückten neuen Feuerwehrfahrzeug hat Pfarrer Joseph am Samstagabend den Segen gegeben.

 

 

Quelle: pnp.de —−−

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Florian Garham LF8: ein Auto, ein Verein

Vorsitzender Franz Eder und Gerätewart Alois Bircheneder (v.l.) präsentieren das Löschgruppenfahrzeug des Fördervereins Florian Garham LF8.
Garham

Nächstes Jahr wird der Förderverein Florian Garham LF8 15 Jahre alt. Sein Herzstück ist ein altes Löschgruppenfahrzeug von 1976, von dem sich die Feuerwehrler 2008 nicht trennen wollten. Der Vorsitzende des Vereins ist Franz X. Eder, der gerne von dem alten Garagenschatz und dem jungen Verein berichtet.

Die Idee zur Gründung war entstanden, als die benachbarte Feuerwehr in Hofkirchen ein neues Einsatzfahrzeug erhalten hatte und das alte, aber noch voll funktionsfähige LF 8 verkauft werden sollte. Schon früh hatten die Garhamer Feuerwehrler Interesse an dem Fahrzeug angemeldet, das früher bereits für 16 Jahre ihr Eigentum war. Nach jener Zeit hatten sie es an Hofkirchen weitergereicht, wo es genau so lange seinen Dienst tat. Als es im Jahr 2008 schließlich außer Dienst gestellt wurde, beschloss die Garhamer Wehr, es zurückzuholen.

Damit fügte sich eins zum anderen, denn die Garhamer waren bereits in Besitz einer alten vierrädrigen Saug- und Druckspritze aus dem Jahr 1892. Diesen historischen Bestand wollten sie nun mit dem LF8 erweitern.

Dazu gründeten die Feuerwehrler am Ende März 2009 den Förderverein Florian LF8, der mittlerweile 45 Mitglieder und eine siebenköpfige Vorstandschaft hat. Vorsitzender Franz Eder erinnert sich wie heute an das „Gänsehaut-Feeling“ bei der Gründungsversammlung. Aufgabe des Vereins sei es, historisch wertvolles, feuerwehrtechnisches Material, insbesondere Feuerlöschkraftfahrzeuge, in möglichst betriebsfähigem Zustand zu erhalten und für eine dauerhafte Unterbringung zu sorgen, erklärt Eder.

Er und seine Mitstreiter steckten viel Zeit und Arbeit in die Renovierung des alten LF8 der Marke Daimler Benz. Genauer handelt es sich um Typ MB LF 911/B36 mit den technischen Daten: 130 PS, 5638 cm³; 6 Zylinder-Dieselmotor, 7,5 Tonnen schwer, Erstzulassung am 6. Mai 1976, außer Dienst gestellt am 22. August 2008.

Das letzte amtliche Kennzeichen lautete PA- VD 129, der letzte Funk-Rufname war „Florian Hofkirchen 42/1“, wie Franz Eder weiter berichtet. Auf dem Tacho stehen 21509 km. Zum LF8 gehört eine Frontpumpe mit 800 l/min bei 8 bar, eine TS 8/8.

Über den Erhalt und die Pflege des LF8 und seiner Ausstattung hinaus liegt dem Förderverein viel daran, zusammen mit dem Markt Hofkirchen, anderen Vereinen und der Kraftfahrzeugindustrie das Interesse der Öffentlichkeit für die technische Entwicklungsgeschichte zu wecken und zu fördern. Das LF8 mit seiner Frontpumpe habe mit seinen mittlerweile 46 Jahren längst das Prädikat „Oldtimer“ erreicht, sagt der Vorsitzende. Die zugehörige Tragkraftspritze sei 63 Jahre alt.

Franz Eder freut sich noch immer über den Abschlussbericht der Bewertungskommission des Bezirksentscheides 2011 „Unser Dorf hat Zukunft“, bei dem Garham die Silbermedaille gewonnen hat. Dort wird in der Rubrik „Soziales und kulturelles Leben“ die Sammlung von alten Feuerwehrfahrzeugen und das Organisieren eines Oldtimertreffens lobend hervorgehoben. „Die Gründung des Vereins ist richtig gewesen und wurde hier gewürdigt“, stellt Eder heute zufrieden fest.

Beim jährlichen Oldtimertreffen, das der Förderverein Florian LF8 mit dem SV Garham organisiert, bei Aktionstagen und bei Tagen der offenen Tür präsentieren die Garhamer Feuerwehrler ihren Oldtimer regelmäßig der Öffentlichkeit. Mit viel Aufwand und großem Engagement wird das Fahrzeug seit zehn Jahren von Alois Bircheneder als „Gerätewart“ und verschiedenen Helfern betreut und gepflegt.

Franz Eder freut sich noch immer über den Abschlussbericht der Bewertungskommission des Bezirksentscheides 2011 „Unser Dorf hat Zukunft“, bei dem Garham die Silbermedaille gewonnen hat. Dort wird in der Rubrik „Soziales und kulturelles Leben“ die Sammlung von alten Feuerwehrfahrzeugen und das Organisieren eines Oldtimertreffens lobend hervorgehoben. „Die Gründung des Vereins ist richtig gewesen und wurde hier gewürdigt“, stellt Eder heute zufrieden fest.

Beim jährlichen Oldtimertreffen, das der Förderverein Florian LF8 mit dem SV Garham organisiert, bei Aktionstagen und bei Tagen der offenen Tür präsentieren die Garhamer Feuerwehrler ihren Oldtimer regelmäßig der Öffentlichkeit. Mit viel Aufwand und großem Engagement wird das Fahrzeug seit zehn Jahren von Alois Bircheneder als „Gerätewart“ und verschiedenen Helfern betreut und gepflegt.

Er schwärmt heute noch vom historischen Feuerlöschzug, gezogen mit Kutschpferden beim Tag der Hilfsorganisationen in Pullman City im Juni 2008. Dabei wurden die Einsatzmöglichkeiten im Brandfall aus vergangenen Zeiten gezeigt. Die vierrädrige Saug- und Druckspritze für Pferdezug Typ Nr. 3 – Wagen ohne Federn, wurde 1892 für 1380 Mark gekauft. Sie stammt aus der Justus Christian Braun Feuerlöschmaschinenfabrik Nürnberg, hat einen „Cylinder-Durchmesser“ von 110 mm und schafft eine Leistung von 55 Doppelhub/Minute.

Bedient wurde die Spritze von zehn Mann. Die Wasserlieferung beläuft sich auf 250 Liter, die Wurfweite aus einem Rohr beträgt zirka 30 Meter, aus zwei Röhren etwa 23 Meter. „Inbegriffen sind sieben Meter Saugschläuche in drei Abteilungen, 30 Meter Hanfschläuche mit drei Gewinden, zwei Strahlröhren mit vier Mundstücken, die erforderlichen Schraubenschlüssel, ein metallener Seiher zum Abschrauben mit Weidenschutzkorb, Ölkanne und Holzhammer. Die Saugschläuche sind behufs Schonung derselben mit einer starken Schnur umwickelt“, zitiert Franz Eder aus einer – ebenfalls historischen – Beschreibung

Standesgemäß untergebracht im Foyer des Garhamer Feuerwehrhauses: die vierrädrige Saug- und Druckspritze aus dem Jahr 1892.

Historischer Feuerlöschzug – von Kutschpferden gezogen – beim Tag der Hilfsorganisation in Pullman City am 14. Juni 2008.

Historische Fahrzeugübergabe am 8. November 2008 in Hofkirchen: Der damalige Kommandant Alois Penzenstadler der FF Hofkirchen (v.l.) und von der Garhamer Feuerwehr Vorstand Ludwig Zitzelsberger, Christoph Seider, Alois Bircheneder, Ehrenkommandant Max Seider (+), Kommandant Franz Eder sowie Kreisbrandmeister Georg Stelzer und Bürgermeister Willi Wagenpfeil. − Fotos: Franz X. Eder

 

 

Quelle: pnp.de —−− Simone Kuhnt

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Feuerwehr Garham hat doppelt Grund zum Feiern


Die Garhamer Feuerwehr freut sich auf ihre dreitägige Feier am kommenden Wochenende. −Fotos: Georg Laudi

 

 

Garham.

Die Freiwillige Feuerwehr hat am kommenden Wochenende allen Grund zu feiern. Auf 150-jähriges Bestehen kann sie in diesem Jahr zurückblicken. Eigentlich sind es schon 153 Jahre, denn gegründet wurde die Feuerwehr bereits 1870 von 13 Männern. Geplant war dieses Jubiläumsfest am 20. September 2020 groß zu feiern. Die Vorbereitungen liefen auf „Hochtouren, die Fahne aus dem Jahre 1970 war restauriert, das Fahnenmutterbitten wurde 2019 erfolgreich absolviert, das Schirmherrnbitten terminiert und das Patenvereinsbitten war geplant. Coronabedingt findet das Fest jetzt mit drei Jahren Verspätung statt.

Die Stoapfälzer Spitzbuam eröffnen am Freitag mit einer Zeltparty das Festwochenende auf dem neuen Garhamer Festplatz. Zeltbetrieb ist ab 18.30 Uhr. Die Spitzbuam sorgen ab 20 Uhr für Partystimmung.

Am Samstag beginnen die Feierlichkeiten um 16.30 Uhr am Festzelt mit einem Standkonzert der Blaskapelle Garham. Nach dem Empfang der Fahnenmutter Daniela Braidt, des Schirmherrn, der Ehrengäste und des Patenvereins FF Schwarzhöring wird zum Dorfplatz marschiert.

Dort erfolgt um 17.30 Uhr die Fahrzeugsegnung des neuen HLF20, das am 31. August noch rechtzeitig vor dem Jubelfest in Garham angekommen ist (VA berichtete). Nach der Gedenkfeier für die gefallenen und verstorbenen Vereinsmitglieder am Kriegerdenkmal gibt es um 19 Uhr einen Kameradschaftsabend mit Ehrungen im Fetzelt. Das Quartett „Ausnahmsweise“, das sich extra für diesen Abend aus Garhamer Musikern zusammengefunden hat, umrahmt die Veranstaltung.

Am Sonntag feiert die Garhamer Wehr mit 60 Vereinen und vielen Ehrengästen ihr Jubiläum, zu dem die gesamte Bevölkerung eingeladen ist. Der Höhepunkt wird die Segnung der restaurierten Vereinsfahne sein. Gegen 8 Uhr werden die Fahnenabordnungen empfangen, bevor sich der Kirchenzug um 9.15 Uhr durch das Dorf zum Kirchenplatz begibt. Dort wird Pfarrer Dr. Joseph Peedikaparambil in einem feierlichen Gottesdienst die Fahne und die Fahnenbänder segnen.

Der Festgottesdienst beginnt um 10 Uhr und wird von der Marktmusikkapelle Aurolzmünster musikalisch gestaltet. Danach zieht der Festzug zurück in das Festzelt zum Mittagessen. Anschließend sorgt die Blaskapelle „Krach und Fürchterlich“ für Unterhaltung und ein gemütliches Beisammensein. So kann das Fest gegen Abend ausklingen.

Für die Zukunft gerüstet

Die Garhamer Wehr ist für die Zukunft bestens gerüstet. Der Verein hat mittlerweile 223 Mitglieder, aktiv sind 46 Feuerwehrdienstleistende. Besonders stolz ist man auf den Nachwuchs, die Garhamer Feuerdrachen mit sechs Kindern, und die Jugendfeuerwehr mit 19 Jugendlichen.

2018 erfolgte der Umzug vom 42 Jahre alten Gerätehaus in einen funktionalen Neubau mit drei Stellplätzen. Das neue Hilfeleistungsfahrzeug HLF 20 löst das Löschgruppenfahrzeug LF 16/12 aus dem Jahr 1992 ab. Außerdem stehen noch Mehrzweckfahrzeug, ein Verkehrssicherungsanhänger und der Gerätewagen Logistik 1 zum Einsatz bereit.

Die Garhamer Wehr hat eine rasante Entwicklung und Erweiterung ihres Aufgabengebiets seit der Gründung vor 153 Jahren mitgetragen und sich den neuen Aufgaben gestellt. Bestand die Aufgabe ursprünglich lediglich in der Brandbekämpfung, erfüllt sie jetzt das ganze Spektrum unter dem Motto „retten, löschen, bergen, schützen“. Die FF Garham ist auch zu einer tragenden Säule des gesellschaftlichen Lebens geworden. In einer umfangreichen Festschrift zum Gründungsfest kann man sich detailliert über die Feuerwehr Garham informieren.


Die aktive Kinder- und Jugendfeuerwehr mit ihren Verantwortlichen.

Quelle: pnp.de —−− Franz X. Eder

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Kunstrasen in Schweizer Präzisionsarbeit


Zufrieden mit der Verlegung des Kunstrasens in Reitern zeigen sich (v.r.) Unternehmer Albert Beerli von der Firma XL Turf, SV-Vorsitzender Josef Leizinger, Vize-Bürgermeister Alois Wenninger und SV-Vorstandsmitglied Thomas Maier. −Fotos: Bernhard Brunner

 

 

Garham.

Die freudigen Anlässe nehmen kein Ende beim SV Garham. So sind die Fußballer der ersten Mannschaft in die Bezirksliga aufgestiegen und dort bereits gut in die neue Saison gestartet. Dazu kam das Jubiläum 50 Jahre Vorwaldfest auf dem neuen Festplatz. Und nun geht der sehnliche Wunsch nach einem Kunstrasenplatz in Reitern in Erfüllung – mit umweltfreundlichem Belag. „Wir machen uns schon Gedanken in Richtung Nachhaltigkeit“, unterstreicht der SV-Vorsitzende und Marktrat Josef Leizinger.

Begeistert beobachten 2. Bürgermeister Alois Wenninger – er vertrat Rathauschef Josef Kufner – sowie Josef Leizinger, dessen SV-Vorstandskollege Thomas Maier und Marktratsmitglied Walter Doppelhammer, wie der Kunstrasen auf der vorbereiteten Fläche mit einer Dimension von über 6000 Quadratmetern „wächst“ – mit Schweizer Präzision.

Ein besonders wachsames Auge wirft ein Mann in kurzer Jeans, T-Shirt auf die Szenerie: Albert Beerli, wie der Name schon vermuten lässt, ein waschechter Eidgenosse, dem man – auch dank seiner ungebrochenen Sportleidenschaft, die ihn nach eigenen Worten immer noch Fußball spielen lässt – sein Alter von 82 Jahren kaum glauben will.

Vor etwa 20 Jahren begann der findige Unternehmer über das Thema Kunstrasenplatz zu tüfteln. Über mehrere Winter hindurch testete er die Funktionalität verschiedener Materialien für Kunstrasenplätze und fand schließlich die Lösung: Polyethylen-Thermoplast. „Das ist voll recycelfähig und als Rohstoff wiederverwendbar, wenn auch nicht mehr für Sportplätze“, bekundet Beerli. Zusammen mit seinem Sohn hat er dann den innovativen Belag entwickelt. Mit dem international renommierten Hersteller Condor Grass in den Niederlanden fand Beerli einen Produktionspartner. Seitdem realisiert er jährlich zwischen April und Anfang Oktober Plätze in ganz Europa. Auch darüber hinaus ist XL Turf ein Begriff in der Fach- und Sportwelt.

25 Jahre Haltbarkeit

Der Schweizer ist überzeugt, dass er auf absehbare Zeit keinen Mangel an Aufträgen erleiden wird, denn seine Prognose lautet: „6000 Gummiplätze in Deutschland werden von Amts wegen bis Ende dieses Jahrzehnts ersetzt werden müssen.“ Der Grund für diese staatlich verordnete Renovierungsflut ist das Ausschwemmen des Granulats, mit dem die allermeisten Kunstrasenplätze bislang verfüllt sind. Dieses Mikroplastik gelangt über Bäche und Flüsse letztlich in die Weltmeere.
Als weitere Vorteile seines Produkts nennt Albert Beerli neben der bereits erwähnten Recycelbarkeit des Kunstrasenbelags eine längere Lebensdauer als bei bisherigen Varianten und die garantierte Rücknahme, wenn die Flächen verschlissen sind. Der Chemie- und Kunststoff-Ingenieur betont gegenüber den Verantwortlichen des SV Garham, dass die Auflage in Reitern 25 Jahre mindestens halten sollte.

Hinzukommt als Plus, dass sich besonders stark strapazierte Bereiche – beispielsweise der Anstoßkreis oder der Fünf-Meter-Torraum – bei Bedarf herausschneiden und ersetzen lassen. Der bisher älteste von Beerli in Deutschland geschaffene Kunstrasenplatz befinde sich im Spessart, sei Baujahr 2006 und bereite bislang noch keinerlei Probleme, sagt er.

Da er selbst Fußballer ist, ist Beerli bei der von ihm umgesetzten Bauweise wichtig zu erwähnen: die luftgefederte Dämpfungsplatte mit elastischer Verformung unter dem Kunstrasen.

Um den Platz vor unbefugter Nutzung oder gar Missbrauch zu nutzen, wird er eingezäunt und abgesperrt, wie die Verantwortlichen des SV Garham versichern, die sehr wohl wissen, was sie an der neuen Errungenschaft haben. „Für einen Verein ist eine solche Baumaßnahme schon eine Herausforderung“, sagt Josef Leizinger. Bereits vor zehn Jahren habe sich der SV dazu entschlossen, Kunstrasen auf dem bisherigen Sandplatz verlegen zu lassen, um eine optimale Bespielbarkeit bei einfacher Pflege zu erreichen.

Bereits zu diesem Zeitpunkt habe es Diskussionen gegeben über mit Granulat, unter anderem aus geschredderten Altreifen, verfüllte Kunstrasenplätze – mit der klaren Absichtsbekundung im Verein: „So etwas wollen wir nicht.“

Mit Beerli hat sich die SV-Vorstandschaft in Burghausen getroffen, wo von ihm 2019 zwei Plätze gebaut wurden. „Wir sind davon überzeugt gewesen“, erinnert sich Leizinger. Freilich sei die Ausführung von XL Turf etwas teurer, aber zweifellos die nachhaltigere Variante.

Kunstrasen „ohne ökologische Folgen“

Diese Ansicht teilt auch Vize-Bürgermeister Alois Wenninger: „Wichtig ist, dass man die neueste Technik verbaut.“ Aus Sicht der Marktgemeinde sei auch die Regenrückhaltung durch die 350 Kubikmeter fassende Zisterne von Bedeutung gewesen, um den großen Bedarf zur Bewässerung des mehrere tausend Quadratmeter großen Hauptrasenplatzes nicht aus Trinkwasser decken zu müssen, ebenso der Schutz des vorhandenen Biotops in unmittelbarer Nähe.

Besonders erfreut zeigt sich Wenninger darüber, dass der Kunstrasenplatz „ohne ökologische Folgen“ bleiben und wenig Folgeaufwand verursachen werde. Auch dank der bereits 2009 auf dem neuen Vereinsheim installierten Photovoltaikanlage und der Solaranlage für die Brauchwasser-Erwärmung sei der SV Garham nun gleichsam ein „Selbstversorger“.

Angedacht ist nach den Worten des Vorsitzenden Josef Leizinger darüber hinaus ein Fernwärme-Anschluss an ein benachbartes Unternehmen. Bereits fix ist für das Jahr 2024 die Aufstellung von Ladesäulen zur Stärkung der E-Mobilität im Zuge der Instandsetzung der Parkplätze entlang der Ortsdurchfahrt von Reitern, zugleich vielbefahrener Autobahnzubringer zur A3. „Wir sind auch hier Vorreiter“, merkt Leizinger an.

Finanziert wird der neue Fußballplatz von der Marktgemeinde im Rahmen der Zuschussregeln, vom Landessportverband und vom Verein selbst. Einen entscheidenden Beitrag dazu liefert das mehrtägige Vorwaldfest, das der SV jährlich ausrichtet und in diesem Jahr von rund 5000 Gästen besucht worden ist. „Auch das läuft alles in Eigenleistung“, sagt der Vorsitzende.

Nicht zuletzt kam beim Projekt Kunstrasenplatz auch noch Losglück hinzu. Bei einem Preisausschreiben des Stromversorgers Bayernwerk gewann Bürgerin Martina Kutz eine LED-Flutlichtanlage im Wert von mehreren tausend Euro für den Verein.

Ein Nebeneffekt, wodurch das Projekt sich etwas verzögert hat, war das angestoßene Wasserrechtsverfahren für die Ortschaft Reitern. Dieser Verwaltungsakt wäre jedoch ohnehin bald notwendig gewesen, sagt Wenninger. Auch dafür habe es staatliche Fördermittel gegeben, fügt er hinzu. „Ende September, Anfang Oktober“ soll das erste Spiel auf dem neuen Kunstrasen stattfinden, freut sich Josef Leizinger.

 

Entwickler Albert Beerli zeigt die weiß eingefärbten Linien aus Kunstfasern für das Spielfeld.

Quelle: plus.pnp.de —−− Bernhard Brunner

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160 Seiten für 150 Jahre Feuerwehr


Das Festschriftteam hat sich mit der Festschrift zum Jubiläum 150 Jahre viel Mühe gegeben. Die Verantwortlichen freuen sich über das gelungene Werk: 2. Kommandant Josef Feilmeier (v.l.), Schirmherr Willi Wagenpfeil, Kommandant Erwin Schöfberger, Johanna Feilmeier, Festausschussvorsitzender Simon Seider, Franz Eder, Natalie Schöfberger, Amanda Messerer (Mediendesignerin Donaudruck), Vorstand Ludwig Zitzelsberger, Fahnenmutter Daniela Braidt, Bürgermeister Josef Kufner, Renate Eder und Franz Schöfberger. −Fotos: Franz X. Eder

 

 

Garham.

Auf 150-jähriges Bestehen kann in diesem Jahr die Freiwillige Feuerwehr Garham zurückblicken. Eigentlich sind es 153 Jahre, gegründet wurde die Feuerwehr bereits 1870: Das wird natürlich groß gefeiert. Vom 15. bis 17. September ist es so weit. Ein neunköpfiges Redaktionsteam hat sich mit der Erstellung einer 160-seitigen Festschrift beschäftigt. Der Verantwortliche Franz Eder hat sie nun dem Festausschuss vorgestellt.

Er nannte als eines der Ziele der Macher des Heftes, die lange Geschichte der Wehr in ein zeitgemäßes Äußeres zu verpacken mit aussagekräftigen Bildern und Textbeiträgen zu veranschaulichen.

Neben den obligatorischen Grußworten beinhaltet diese Festschrift auch das Festprogramm vom 15. bis 17. September. Aktuelle Fotos von Fahnenmutter Daniela Braidt mit den Festdamen Nina Daik, Nadine Unertl, Maria Bircheneder, Kristina Maier und Pia Müller, Festgefolge, den Fahnen und vom Jubelverein sind ein farbiger Hauptabschnitt. Die „Chronik 1995-2023“ befasst sich mit wesentlichen Ereignissen der Garhamer Wehr in dieser Zeit. Die „Vereinschronik“ beleuchtet die Geschehnisse des Vereins ab dem Gründungsjahr 1870 mit Fahnenweihen, anderen Festen, Gründung der Jugend- und der Kinderfeuerwehr oder des Fördervereins Florian Garham LF8. Ein Abschnitt beschäftigt sich mit dem Bau der Feuerwehrgerätehäuser, des Fuhrparks, der feuerwehrtechnischen Ausstattung und anderen wichtigen Daten und Fakten. „Feuerwehrblitzlichter“ und „Impressionen“ lassen den Weg zum Fest noch einmal Revue passieren.

Besonders stolz ist Eder auf das Kapitel „Feuerwehranekdoten und Kuriositäten“, in dem „Besonderheiten“ festgehalten sind und die Neugierde zum Lesen wecken sollen. Eine Liste der Kommandanten und Vorsitzenden der Feuerwehr Garham von ihren Anfängen bis heute kann ebenfalls erforscht werden. Außerdem kann ein Auszug der Gründungsversammlung mit den Gründungsmitgliedern studiert werden.

„Die Festschrift 2023 ergänzt die Festschrift zum 125-jährigen Gründungsjubiläum aus dem Jahre 1995. Beide Schriften zeigen einen Querschnitt über erfolgreiche 153 Jahre Freiwillige Feuerwehr Garham“, sagte Eder. Das erste Exemplar überreichte er Fahnenmutter Daniela Braidt. Blumen bekam Amanda Messer, die als Mediendesignerin für das Layout verantwortlich zeichnet. Festausschussvorsitzender Simon Seider lobte die Arbeit und das gelungene Werk des Redaktionsteams. Die Festschrift kann ab sofort bei der Feuerwehr Garham gekauft werden.

− fe

Die Vorderseite der 160-seitigen Festschrift zeigt Fahnenmutter Daniela Braidt mit ihren Festdamen auf der historischen Saug- und Druckspritze aus dem Jahr 1892.

Quelle: plus.pnp.de —−− fe

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Kinder malen mit Garhamer Künstlerin

Garham.

Das Malen mit Kindern im Rahmen des Ferienprogramms der Marktgemeinde Hofkirchen war ein voller Erfolg: 20 Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren hatten sich dazu bei der Garhamer Künstlerin und Kulturpreisträgerin Regina Schmidtmayer (hinten, l.) angemeldet. Wegen des Wetters konnte der Garten nicht als Atelier herhalten, also wich man kurzerhand aus in das Garhamer Pfarrheim. Mit Unterstützung von Katharina Schmidtmayer (r.) und den Enkelinnen Laura und Alina wurden Leinwände, Acrylfarben und Pinsel ausgelegt. Um Impulse zu geben, hatte Regina Schmidtmayer Fotos ausgedruckt. Zwar erfolgten Tipps seitens der Künstlerin, jedoch verwirklichten die Kinder ihre eigenen Ideen, teils unbeirrt und mit erstaunlicher Kreativität. Es entstanden Bilder, die meist die Lieblingstiere der Kinder zeigten, aber auch Abstraktes und Fantasielandschaften. Am Ende nahm jedes Kind mehrere Werke mit nach Hause.

− fe/Foto: Eder

 

Quelle: plus.pnp.de —−− fe/Foto: Eder

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