Nach zwei Jahren Wetterpech: Hofkirchner Faschingsumzug knackt wieder die 10.000-Besuchermarke
Ein dreifaches Helau an die Sonne! Zum 54. Hofkirchner Gaudiwurm (Landkreis Passau) ließ sie sich endlich wieder blicken. „Es ist herrlich“, freute sich Bürgermeister Josef Kufner. „Das haben wir uns echt verdient, nachdem wir die letzten beiden Jahre etwas Pech mit dem Wetter hatten.“
Der Rathaus-Chef führte den Umzug gemeinsam mit dem Faschingskomitee Hofnarria auf ihrem Hofburg-Wagen an. „Das ist der Höhepunkt des Jahres“, untermauerte Kufner seine Begeisterung und warf im Wikinger-Gewand Süßigkeiten in die Menge.
Über 30 Umzugswägen mit dabei
Ebenfalls mit an Bord war Hoffnaria-Präsident Stephan Dauscha. „Das ist wieder eine einzigartige Geschichte hier. Wir freuen uns, dass so viele Faschingsfreunde dabei sind“, gab er sich sehr zuversichtlich, dass die Marke von 10.000 Besuchern diesmal geknackt wurde. Reichlich kostümiert und dicht aneinandergedrängt jubelte das Publikum den über 30 kreativ gestalteten Wägen und zahlreichen Fußgruppen zu. Als Dank regnete es Popcorn, Lollis, Chips und haufenweise Lutschbonbons zurück.
XXL-Popcorneimer und Mini-Riesenrad verhelfen zum Sieg
Wie in den vergangenen Jahren prämierte eine zehnköpfige Jury die besten Wägen und Fußgruppen. Den Sieg holte sich diesmal der Schnupferclub Zaundorf mit ihrer spektakulären Konstruktions-Kombi, bestehend aus gigantischem Popcorneimer, Mini-Riesenrad und hinterherfahrendem Kettenkarussell. Aber für Hofnarria-Präsident Stephan Dauscha galt ohnehin: „Dabei sein ist alles. Die haben alle Spaß und das ist das Wichtigste.“
Diesjähriger Schlagerhit wohl gefunden
Derweil schallte „wär ich ein Möbelstück, wär ich ne‘ Lampe aus den Siebzigern“, aus gleich mehreren Lautsprechern entlang des Gaudiwurms. Der Song „Wackelkontakt“ vom bayerischen Musiker Oimara avanciert damit zur diesjährigen Faschingshymne und wird ab jetzt wohl auch in jedem Bierzelt zum Pflichtprogramm gehören.
„Etabliertes Sicherheitskonzept“
Als Sicherheitsvorkehrung blockierten diesmal schwere Bauhof-Fahrzeuge die wichtigsten Zufahrtsstraßen. Ansonsten mussten jedoch keine größeren Anpassungen vorgenommen werden, wie Einsatzleiter Michael Emmer von der Polizeiinspektion Vilshofen mitteilte: „Wir haben hier ein etabliertes Sicherheitskonzept. Die Gemeinde macht das super.“
Lidl-Tüten-Kostüm erfreut sich großer Beliebtheit
Dementsprechend ausgelassen feierte die närrische Meute bis in den späten Nachmittag. Auffällig oft waren Besucher zu sehen, die eine Lidl-Einkaufstüte über ihren Rumpf gestülpt hatten. Notdürftige Kostümierung für Kurzentschlossene oder doch subtile Kritik an der kapitalistischen Wegwerfgesellschaft? Das bleibt der Interpretation überlassen. Völlig eindeutig lässt sich hingegen sagen, wie es um die Stimmung in Hofkirchen bestellt war: Helau!
Mit ihrer fantasievoll gestalteten Meereswelt tauchten die Faschingsfreunde Außernzell bis auf Platz 2.
Die Prinzengarde der Hofnarria ließ es sich beim heimischen Umzug nicht nehmen, zu zeigen, was sie drauf hat. − Fotos: Georg Laudi
Hofnarria-Präsident Stephan Dauscha führte den Zug an.
Quelle: pnp.de —Nilklas Schneider
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