Heute kommt ein Architekt nach Garham

Garham

Abgesehen von der Frage, ob die Begründung für das von drei Garhamer Initiatoren angekündigte Bürgerbegehren zur Verbesserung der Infrastruktur am Dorfplatz in Garham einem Bürgerentscheid standhalten würde, hat sich Bürgermeister Josef Kufner im Marktgemeinderat zuversichtlich gezeigt, zu den Kritikpunkten Lösungen zu finden. Er dankte am Dienstagabend Maximilian Seider, Franz Saugspier und Werner Lösl für die Gesprächsbereitschaft. Einen ersten Ortstermin mit einem Architekten gibt es bereits heute, Donnerstag, um 16.30 Uhr.

Die Fragestellung eines Bürgerbegehrens sollte darauf abzielen, ob die Wahlberechtigten für die Verbesserung der Infrastruktur des Garhamer Dorfplatzes durch Errichtung eines öffentlichen WCs, einer Trinkwasserstation, einer Unterstellmöglichkeit für Personen und mindestens drei Stromverteiler an den Ecken seien. In der Begründung heißt es, dass seit Schließung der letzten Gaststätte im Ort jede öffentliche Möglichkeit für einen Toilettengang und zudem Stromanschlüsse für Veranstaltungen fehlten, was schon bei der Veranstaltung „Winterzauber“ zwischen Weihnachten und Silvester 2024 ein Problem gewesen sei. Hingewiesen wurde auch auf weitere Veranstaltungen, für die der Dorfplatz regelmäßig genutzt werde.

Die Verwaltung in Hofkirchen stellte dazu fest, dass auch eine Gaststätte keine öffentlichen Toiletten zur Verfügung stelle, insofern deren Schließung keine grundsätzlich neue Bewertungssituation darstelle. Außerdem sei der „Winterzauber“ eine Pilotveranstaltung gewesen, deren Rahmen und Organisation sich erst weiter verfestigen müssten. „Dennoch konnten auch hier alle aktiven Betreiber ausreichend mit Strom versorgt werden“, ist der Stellungnahme aus dem Rathaus zu entnehmen. Wie bei allen größeren Veranstaltungen seien hier ohnehin Miet-Toiletten unumgänglich, was sie auch bei einem vorhandenen öffentlichen WC gewesen wären.

Die weiteren Veranstaltungen fänden am Dorfplatz – wenn überhaupt – nur in zeitlich sehr überschaubarem Rahmen statt, weshalb der Ausbau einer aufwendigen Infrastruktur „nicht in einem angemessenen Verhältnis“ stehen würde, so die Marktgemeindeverwaltung. Hingewiesen wird auch auf den neuen attraktiven Festplatz, wodurch Garham „bereits vor Umsetzung des Bürgerbegehrens einen hochwertigen wie auch bestens ausgerüsteten Veranstaltungsort in unmittelbarer Nähe mit hervorragender Infrastruktur“ habe. Hervorgehoben worden sind seitens der Verwaltung zudem nicht unerhebliche einmalige Aufwendungen mit Planungs- und Herstellungskosten ab 100.000 bis 150.000 Euro sowie laufende Mittel zum Beispiel für Unterhalt, Reinigung und Trinkwasserproben im Umfang von jährlich 4000 bis 5000 Euro „für einen überschaubaren Nutzen oder Mehrwert“.

Im Marktgemeinderat informierte Bürgermeister Kufner allerdings auch über ein Treffen zwischen den Initiatoren aus Garham und den Fraktionssprechern im Vorfeld der Sitzung, wobei ein Konsens erzielt worden sei, „eine gemeinsame Vorgehensweise zu entwickeln.“ Beispielsweise werde der Markt Hofkirchen die Verbesserung der Stromversorgung im Bereich des Garhamer Dorfplatzes überprüfen. Der Tagesordnungspunkt wurde von der Runde ohne Diskussion und ohne Beschluss zur Kenntnis genommen. Auch aus der Zuhörerschaft kamen dazu keine Anmerkungen mehr.

 

 

 

Quelle: pnp.de —Bernhard Brunner

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