ISEK-Konzept ist Thema
Hofkirchen
Quelle: pluspnp.de
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Bei der Spendenübergabe: Angelika Färber (v.l.) vo Lichtblick, Bürgermeister Josef Kufner und Anneliese Schreiber vom Schatzkiste-Team. −Foto: VA
Das neue Jahr kommt mit Kostensteigerungen und einer deutlich erhöhten Inflationsrate daher. Das macht sich ganz besonders für Senioren bemerkbar, die ohnehin mit den vorhandenen Mitteln kaum über die Runden kommen. Die kalte Jahreszeit, spürbar gestiegene Brennstoffkosten, explodierende Strompreise, dazu immer höhere Preise für Lebensmittel – die gesteigerte Not spürt auch der Verein Lichtblick Seniorenhilfe in Deggendorf, der bedürftige Rentner in Niederbayern unterstützt. Gerade bekommt er besonders viele neue Anfragen von Altersrentnern.
Der Verein hilft – ob eine neue Matratze, eine Brille, Ersatz für eine kaputte Waschmaschine oder wenn Geld für dringend benötigte Medikamente fehlt. Mit Einkaufsgutscheinen können bedürftige Senioren in Geschäften in ihrer Nähe kaufen, was sie zum Leben benötigen. Die Belege über ihren Einkauf im Supermarkt, Drogeriemarkt oder Bekleidungsgeschäft reichen sie bei Lichtblick ein. Oder es gibt über eine Patenschaft monatlich 35 Euro Zuschuss zur Rente, mit denen sich kleine Alltagswünsche erfüllen lassen. Alle Leistungen finanzieren sich über Spenden – wie von der Schatzkiste Hofkirchen. Sie hat gerade 2000 Euro übergeben. „Es hat schon Tradition, dass die erste Spende im Jahr an diese Einrichtung geht“, erklärte Anneliese Schreiber vom Schatzkisten-Team.
Die Schatzkiste in Hofkirchen spendet jeden Cent, der eingenommen wird. Das ist möglich, weil der kleine ständige Flohmarkt vielschichtige Unterstützung erfährt. Die Waren, die verkauft werden, wurden gespendet, die Gemeinde übernimmt die Betriebskosten für das Geschäft. Im Laden werkeln ausschließlich Ehrenamtliche. Die VR-Bank führt das Schatzkiste-Konto kostenlos. So entstehen dem Projekt keine Kosten und es kann alle Einnahmen ohne Abzug an soziale Einrichtungen in der Region weitergeben.
Öffnungszeiten der Schatzkiste in der Garhamer Straße 4: dienstags, 10 bis 12 Uhr, freitags, 16 bis 18 Uhr, und an jedem 1. Samstag im Monat von 10 bis 12 Uhr (außer an Feiertagen).
Quelle: pluspnp.de
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Harmonischer hätte der Start ins neue Sitzungsjahr im Rathaus nicht sein können: Ausnahmslos einstimmig hat der Bau- und Umweltausschuss des Marktgemeinderates vier Bauangelegenheiten befürwortet – darunter die Schaffung von zehn Wohnungen im Ortskern von Garham durch eine Privatinvestorin. „Das ist ein Lückenschluss im alten Dorf“, erklärte Bürgermeister Josef Kufner (CSU) dazu.
Auf einer Freifläche, die laut Josef Kufner schon länger zur Verfügung steht und für die es in der Vergangenheit bereits eine Planung mit einem nun entfallenen Bürotrakt gegeben hat, plant die Antragstellerin an der Hauptstraße einen Neubau als Hanghaus mit ausschließlich Wohneinheiten – zehn an der Zahl – und 15 Stellplätzen. Das Gebäude mit einem Abstand von fünf Metern zur Straße soll 22 Meter breit werden und 12,91 Meter in der Tiefe messen. Für die Anordnung der Parkplätze sei eine Terrassierung erforderlich, hieß es in der Sitzung.
Zweiter Bürgermeister Alois Wenninger (CSU) vertrat die Ansicht, dass die Anzahl der Stellplätze seitens der Bauherrenschaft großzügig angeboten werde. „Spannend“ wird nach Überzeugung von Marktratsmitglied Josef Leizinger (CSU) die Gestaltung der Einfahrt. Nachdem Nicole Bauer von der kommunalen Bauverwaltung den Entscheidungsträgern die vorgesehene Stellplatz-Lösung anhand der Planunterlagen detailliert gezeigt hatte, gab es keinerlei Bedenken mehr zu dem Projekt. Geschlossen sagte das Gremium Ja.
Trotz Abweichungen von den Festsetzungen des Bebauungsplans „Hochfeld-Ost II“, was Baugrenzen, Dachform und maximale Wandhöhe betrifft, zeigte sich der Bau- und Umweltausschuss auch mit einem privaten Bauantrag zum Neubau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage an der Herzog-Albrecht-Straße in Hofkirchen einverstanden. „Es gibt Bezugsfälle“, gab der Bürgermeister unter Hinweis auf ebenfalls zugestandene Befreiungen von den Richtlinien in der Siedlung zu bedenken. Aus Sicht des Landratsamtes sei das Vorhaben „zustimmungswürdig“, fügte er hinzu. Das Gebäude bekommt unter anderem ein Zeltdach statt eines eigentlich vorgeschriebenen Walmdachs. Auch ein direkter Nachbar hat bereits diese Dachform gewählt, wie Stefan Greiler (SPD) anmerkte.
„Wir heilen das jetzt“, bekundete Alois Wenninger zur vorliegenden Tekturplanung für den Neubau einer Doppelgarage im Bereich Leithen. Umliegende Nachbarn hatten die Änderung beim Landratsamt eingefordert, nachdem bei dem mit einem Pultdach versehenen Bauwerk die maximale Wandhöhe auf der höheren Seite um 66 Zentimeter überschritten worden war. Allerdings regelten die Festsetzungen in der betreffenden Ortsabrundungssatzung nur die Ausmaße der Wohngebäude, stellte Josef Kufner fest. Auch die Ausführung der Pflasterung vor der Doppelgarage war ein Kritikpunkt gewesen, den das Gremium einstimmig zurückwies und somit das Vorhaben nachträglich genehmigte.
Als problematisch könnte sich nach Ansicht des ersten Bürgermeisters die Errichtung einer Maschinenhalle mit einer Wohneinheit in Gsteinöd erweisen, da sich das Vorhaben im sogenannten Außenbereich befindet und dafür keine Privilegierung als landwirtschaftlicher Betrieb vorliegt. Aus einem in die Jahre gekommenen Bestand soll nach Josef Kufners Worten etwas Neues gemacht werden. „Eventuell ein Ersatzbau“, so fasste dessen Bürgermeister-Stellvertreter eine baurechtlich tragbare Möglichkeit in Worte. Die restlichen Ausschussmitglieder teilten diese Meinung. Das letzte Wort in der Bauangelegenheit hat nun der zuständige Kreisbaumeister im Landratsamt. —Bernhard Brunner
Interview: Helmuth Rücker
Quelle: pluspnp.de —Bernhard Brunner
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Am großen neuen Schreibtisch von Josef Kufner ist alles sauber aufgeräumt. Der Bürgermeister hat alles im Kopf; nur bei einer Zahl muss er beim Kassenleiter nachfragen. −Foto: Rücker
Wer schon länger nicht mehr im Rathaus von Hofkirchen war, muss sich neu orientieren. Nach dem Umbau bezog Bürgermeister Josef Kufner (40) im Dezember 2020 sein neues großzügiges Amtszimmer mit angegliedertem Besprechungsraum. „Alles gut“, sagt Kufner, der seit Mai 2020 im Amt ist. Die Fragen zum Verhältnis zu seinem Vorgänger Willi Wagenpfeil beantwortet er knapp: „Kein Kommentar.“
Sie haben einen schönen hellen Arbeitsplatz bekommen. Fühlen Sie sich wohl?
Kufner: Sowohl an meinem Schreibtisch als auch im Amt des Bürgermeisters. Ich glaube, inzwischen gut in dieser neuen Aufgabe angekommen zu sein. Allerdings hatte ich gehofft, als Bürgermeister viel mehr unter den Bürgern und auf Festen sein zu können. Diesen Teil des Bürgermeisters-Amtes hat mir Corona vermiest.
Dafür konnten Sie sich voll auf die Arbeit konzentrieren. Wenn Sie zurückschauen: Wurde 2021 alles erreicht?
Kufner: Das, was im Haushalt veranschlagt wurde, konnte realisiert werden.
Trifft das auch auf die „Neue Mitte“ von Hofkirchen zu?
Kufner: Da sind wir tatsächlich nicht soweit, wie wir uns das ursprünglich vorgenommen hatten. Vor der Umsetzung musste die Wasserversorgung quasi umgebaut werden, um die künftigen Anforderungen erfüllen zu können. Unter anderem wurden am Marktplatz drei zusätzliche Hydranten für die Löschwasserversorgung errichtet. Bisher hatten wir nur einen. Die Bürger wurden bezüglich der Pläne auf einer Bürgerversammlung informiert. In Kürze wird der Städtebauvertrag vorgelegt und das Projekt dann an den Investor Herrn Reckzeh übergeben. Im Frühjahr wird mit dem Abriss begonnen.
Um dann was zu erreichen?
Kufner: Vier Objekte werden verschwinden, es entsteht ein zusammenhängender Gebäudekomplex. Im Erdgeschoss wird es Geschäftseinheiten und eine Gastronomie geben, in den beiden oberen Stockwerken entstehen 22 Wohnungen. Das wird eine klassische Innenraumverdichtung. Nachdem gegenüber auch das Gasthaus Zur Post saniert wurde, wird unser Marktplatz und das Umfeld attraktiver – ein klarer Gewinn auch für den Tourismus.
Zweite Baustelle: Der Kunstrasenplatz in Reitern. Warum kam es da zur Verzögerung?
Kufner: Wegen des Wasserrechts. Wir haben ein Jahr auf den Bescheid gewartet. Am 23. Dezember ist er eingetroffen. Jetzt kann endlich die Ausschreibung für die wassertechnischen Anlagen erfolgen.
Was steht in diesem Jahr an?
Kufner: Zunächst einmal die Stabilisierungsmaßnahmen am Reuternbach in Hilgartsberg. Die Generalsanierung der Grundschule Garham soll heuer abgeschlossen werden. Den Westflügel haben wir 2021 hingekriegt, nun folgt der Ostflügel. Dort wird auch ein Fahrstuhl eingebaut. So erreichen wir für die 67 Schüler Barrierefreiheit.
Was passiert in Hofkirchen?
Kufner: Nachdem der Rathausvorplatz fertig ist, machen wir mit dem Städtebauprogramm weiter und kümmern uns um das Umfeld der Schule mit Gehweg zum Marktplatz und Sanierung der Schulgasse. Dazu gehören auch die Außensanierung der Turnhalle und der Bau eines Sozialgebäudes im Freibad. Das alles wird rund 2,1 Millionen Euro kosten abzüglich der staatlichen Förderung.
Stichwort Freibad: Was ist mit Garham?
Kufner: Da hatte ich ja die Bürger befragt, was sie sich wünschen. Doch dieses Projekt steht erst in den kommenden Jahren an. Bis dahin entscheidet der Gemeinderat, was und wie wir es machen.
Finanziell hat Hofkirchen ja keine Sorgen, oder?
Kufner: Unsere Finanzen sind nach wie vor stabil. Hofkirchen hat nach wie vor keine Schulden. Was überraschte: Die Einnahmen aus der Gewerbesteuer sind in den beiden vergangenen Jahren stabil geblieben. Jedes Jahr gab es 2,9 Millionen Euro Gewerbesteuer. Und auch der Anteil aus der Zuweisung der Einkommenssteuer der Arbeitnehmer ist stabil mit 1,8 Millionen Euro im Jahr 2020 und 2,0 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Die beiden Gewerbegebiete in Garham und Hofkirchen laufen gut. Vor allem gefällt mir die Mischung. Wir sind nicht einseitig aufgestellt.
Nachdem Sie finanziell keine Sorgen haben: Was macht Ihnen Sorge?
Kufner: Das ist nichts Materielles. Da geht es um den weichen Faktor. Seit meinem Amtsantritt im Mai 2020 gibt es Corona. Das hat dazu geführt, dass das normale dörfliche Leben in der Gemeinde nicht mehr stattfinden kann. Das Wir-Gefühl hat darunter sehr gelitten. Wenn die Blaskapelle Garham, bei der ich ja aktiv mitwirke, mal eine Probe hatte oder ein Ständchen gab – was sonst gang und gäbe war – , war das schon was Außergewöhnliches, etwas Besonderes.
Wie wollen Sie etwas an der Situation ändern?
Kufner: Ich hoffe, dass die Gemeinde mit Anstößen etwas für das Wir-Gefühl tun kann. Wir brauchen wieder Aktionen wie das Ramadama, ein gemütliches Beisammensein bei Blasmusik, einen Aktionstag im Freibad, ein Schulfest, ein Vorwaldfest, um wieder ein gutes Miteinander zu erreichen. Klar, es funktioniert alles. Aber mir geht das Gefühl ab, dass wir alle als Gemeinschaft zusammenstehen, wir Freude am Miteinander haben.
Vielleicht bei der Verabschiedung von Pfarrer Gotthard Weiß?
Kufner: Ja, das wäre ein solcher Anlass – aber der ist erst im September. Das muss schon im Frühjahr losgehen. Es stimmt: Unser jüngster Ehrenbürger Pfarrer Weiß hat in der Kirche und bei Versammlungen verkündet, dass er zum 1. September in den Ruhestand geht. Sein Ruhesitz wird leider nicht in unserer Gemeinde sein. Wo, das hat er noch nicht verraten.
Ein wunder Punkt dürfte sein, dass Sie und Ihr Vorgänger Willi Wagenpfeil nicht gut aufeinander zu sprechen seit. Hat sich zwischenzeitlich etwas am Verhältnis geändert?
Kufner: Kein Kommentar.
Ist es richtig, dass Herr Wagenpfeil eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen Sie gestellt hat?
Kufner: Kein Kommentar.
Sie haben im vergangenen Jahr die Jägerprüfung abgelegt. Warum diese zusätzliche Lernerei am Anfang Ihrer Amtszeit?
Kufner: Ich bin schon immer der Natur eng verbunden. Jetzt kam hinzu, dass ich Not-Jagdvorsteher in Garham geworden bin. Das hat mein Interesse verstärkt. Da ein Jagdvorsteher auch etwas über das Jagdrecht wissen muss, hat sich das gut ergänzt. Es geht ja als Jäger nicht vornehmlich um das Jagen, sondern mehr um die Hege. Ich lerne die Natur zu verstehen, wie sie funktioniert. Das Verhalten des heimischen Wildes zu beobachten, kann sehr erfüllend sein. Das ist ein toller Ausgleich zum Amt. Setzen Sie sich einmal auf einen Hochsitz: Sie kommen zur Ruhe, atmen ganz anders, können die Gedanken sortieren…
Und irgendwann einen Bock schießen?
Kufner: Das war bei mir im August soweit. Noch größer wiegt die Freude über das Kennenlernen neuer Leute in der Jägerschaft.
Interview: Helmuth Rücker
Quelle: pluspnp.de —Helmuth Rücker
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Tüfteln am Prototyp: Bei Nutzfahrzeuge Paul in Vilshofen steht das erste Modell des Wasserstoff-Lkw, das allerdings nur für die ITS vorbereitet wurde. Nachdem nun der Förderbescheid eingegangen ist, kann der Bau der ersten Serie mit 25 Fahrzeugen starten. −Foto: Paul
Auf diesen Bescheid haben die Beteiligten des Next Mobility Accelerator Consortiums händeringend gewartet. Denn ohne die Förderzusage des Bundesverkehrsministeriums kann die Wasserstoff-Mobilität aus dem Landkreis Passau nicht den nächsten Schritt gehen – die Umsetzung. Nach fast einem Jahr Wartezeit ist der Bescheid für den Bau von Nutzfahrzeugen mit H2-Brennstoffzellen eingetroffen. Das heißt: „Wir können mit dem Bau von 25 Lkw beginnen“, ist Josef Paul, der Geschäftsführer des gleichnamigen Nutzfahrzeug-Betriebs in Vilshofen (Lkr. Passau), durchaus erleichtert. Denn jeder Anfang in den Werkhallen wäre förderschädlich gewesen. Dabei wird der Mehraufwand für den Lkw, der seine Energie aus der Brennstoffzelle bezieht, die wiederum aus Wasserstoff gespeist wird, zu 80 Prozent gefördert. Und schon nächstes Jahr sollen die ersten 25 Lkw fertig sein.
Abnehmer der mittelschweren Fahrzeuge (bis 16 Tonnen) auf der Grundlage des „Atego“ von Mercedes-Benz ist der Kraftstoffkonzern Shell, der mit den beiden Mittelständlern aus dem Landkreis Passau – Paul Nutzfahrzeuge (170 Mitarbeiter) und Maier Korduletsch (120 Mitarbeiter) – das Next Mobility Accelerator Consortium bildet. Die Pläne sind längst fertig, alles steht in den Startlöchern. Die Firma Paul hat sich bereits eine umfassende Expertise für E-Nutzfahrzeuge erarbeitet, hat unter anderem Mercedes-Mehrsitzern für die Berliner Stadtgärtnerei und Stadtreinigung mit dem Einbau eines Elektro-Antriebs ein zweites Leben verschafft.
Zusammen mit „Nachbar“ Maier Korduletsch, wiederum einer der größten Shell-Partner Bayerns, wurde diese Idee einen Schritt entwickelt, nämlich Wasserstoff-betriebene Lkw auf die Straße zu bringen – und dabei wiederum das „Henne-Ei-Prinzip“ zu lösen. Das heißt: Es gibt sowohl Fahrzeuge einerseits als auch Tankstellen andererseits. Beides zu bauen ist aufwendig und wird nun in der Region umgesetzt.
Bereits vor Weihnachten waren die Geschäftsführer von Maier Korduletsch, Alexander und Lorenz Maier, in München, um von Bayerns Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) den Bescheid über die Förderung einer Wasserstoff-Tankstelle entgegenzunehmen. Diese entsteht in Autobahnnähe Passau-Sperrwies und soll ebenfalls Ende nächsten Jahres fertig sein. Mit dem Förderbescheid des Bundesverkehrsministeriums steht nun fest, dass auch Kunden kommen werden – nämlich die Wasserstoff-Lkw aus Vilshofen, die zu Testzwecken die rund 20 Kilometer von den Paul-Werkstätten nach Passau absolvieren.
Doch ohne diesen Bescheid in Händen zu halten, kann der Nutzfahrzeugbauer Paul nicht starten, nicht einmal Bestellungen für die Teile dürfen abgeschickt werden – und das in unsicheren Zeiten des Materialmangels. Es gibt zwar bereits einen Prototypen, der im Oktober auf dem ITS World Congress in Hamburg präsentiert wurde, doch mehr durfte nicht passieren, bis das Okay aus dem Ministerium da ist.
Das Interesse am mit Wasserstoff betriebenen Fahrzeug ist groß, berichtet Firmenchef Josef Paul: „Wir haben an die 50 Anfragen“, berichtet er und ist nun froh, dass es nach der Weihnachtspause im Betrieb losgehen kann.
Das Consortium ist stolz, dass der Förderbescheid „zu 100 Prozent positiv beschieden wurde, was für die Plausibilität unseres Ansatzes spricht“, sagt Alexander Maier. Die entsprechende Förderrichtlinie des Bundesverkehrsministeriums wurde noch in der Amtszeit von Andreas Scheuer (CSU) geschaffen. Ihm haben Maier und Paul bereits für die Unterstützung gedankt und ihn zum Besuch vor Ort eingeladen, um sich über den Fortgang der Innovation aus Niederbayern zu informieren. —Regina Ehm-Klier
Quelle: pluspnp.de —Regina Ehm-Klier
Mehr im Vilshofener Anzeiger vom 30.12.2021 oder unter PNP Plus nach einer kurzen Registrierung
MdL Walter Taubeneder (l.) hat für die dritte Jahrgangsstufe der Grundschule Garham kurz vor Weihnachten Christkind gespielt und einen Büchersatz des neuen Bandes der „Isar-Detektive“ übergeben. Der zweite Band des erfolgreichen Kinderbuchs des Bayerischen Landtags ist erst kürzlich auf den Markt gekommen und soll die Kinder spielerisch auf dem Weg der politischen Bildung begleiten. So machen sich die vier Detektive Elias, Metti, Flo und Balu in ihrem neuen Fall auf, ein Tierheim zu retten, das kurz vor der Schließung steht. Mit einer Petition beim Bayerischen Landtag wollen sie es erhalten. „Die Kinder sollen mit den ,Isar-Detektiven’ Freude am Lesen bekommen und zugleich mehr über den Landtag erfahren“, erklärt der Abgeordnete. Die 13 Drittklässler in Garham freuen sich schon auf den Krimi. „Das ist eine wirklich lesebegeisterte Klasse und wir werden uns Stück für Stück durch das Buch arbeiten“, freut sich auch Rektorin Astrid Pritz (r.). Darüber hinaus sollen auch die Kinder der vierten Jahrgangsstufe in den Genuss der Lektüre kommen. Klassenlehrerin Claudia Probst hat bereits bestellt. − va/Foto: Weishäupl
Quelle: pluspnp.de —a/Foto: Weishäupl
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Sicher ist sicher: Fahnenmutter Daniela Braidt erhält von Ehrenkommandant Franz Eder mit Abstand und Maske die Friedenslichtkerze. −Foto: fe
Zufriedene und frohe Gesichter zeichneten sich hinter den Masken der Garhamer Feuerwehrler ab: Die Drive-In-Aktion, mit der man im Corona-Jahr 2021 das Friedenslicht verteilte, fand großen Anklang. Über 100 Pkw fuhren diszipliniert an den beiden Übergabestationen vor. Kontaktlos und mit Mund- und Nasenschutz wurde das Friedenslicht an Fahrer oder Beifahrer mittels Übergabestab überreicht.
Zum 28. Mal hatte Ehrenkommandant Franz Eder mit seiner Frau Renate das Licht aus Bethlehem am Freitagvormittag in Breitenberg abgeholt, wo es eine kleine Delegation der oberösterreichischen Feuerwehr Aigen i.M. den Breitenberger Kameraden in der Pfarrkirche St. Raymund übergeben hat. Nach einer kurzen Andacht wurde die kleine Flamme an die anwesenden Feuerwehren verteilt.
Nachdem Rianna Danho aus Bethlehem das Friedenslicht in der Geburtsgrotte Jesu entzündet hat, wurde es mit Austrian Airlines nach Österreich transportiert. Im ORF-Studio Linz konnte dann das diesjährige oberösterreichische Friedenslichtkind Tobias Nußbaumer (11) das Friedenslicht übernehmen, um es an weitere Organisationen zu verteilen.
Die Übergabe an die Garhamer hat sich im Laufe der Jahre zu einem kleinen Fest entwickelt. Doch Empfang und Festakt am Garhamer Gerätehaus fielen heuer angesichts der Pandemie bereits zum 2. Mal aus. Auch Musikkapelle und Böllerschützen fehlten. Stattdessen übergaben zwei Feuerwehrler auf dem Vorplatz des Gerätehauses das Friedenslicht in gebührendem Abstand. Die Anweisung an die Abholer lautete: „Bitte mit dem Pkw vorfahren, Maske tragen und keine eigene Laterne mitbringen.“
Die Garhamer Wehr hat 160 Lichter mit einem Friedenslichtsymbol vorbereitet, die fast alle verteilt wurden. „Eine schöne Aktion in dieser schweren Coronazeit. Danke für euren Einsatz“ – so und ähnlich reagierten die Abholer, unter ihnen Bürgermeister Josef Kufner.
Und auch die Garhamer Wehr freute sich, die traditionelle Heilig-Abend-Aktion fortführen zu können, denn gerade in diesem erneuten Pandemie-Jahr wollte man ein Zeichen für Hoffnung, Gemeinschaft und Zusammenhalt setzen. „Am Sinn des kleinen Lichts ändert sich trotz Corona nichts: Friede in die Welt zubringen, einen Funken Hoffnung auf Besserung und ein harmonischeres Miteinander in schwierigen Zeiten“, fasst das Garhamer Friedenslicht-Team zusammen
Aus aktuellem Anlass stellt die Garhamer Wehr einen Teil der gesammelten Spenden der Familie Hillemann aus Walchsing zur Verfügung. Ein weiterer Teil geht an eine Familie in Oberfranken. Juliane, die Mutter, erkrankte hochschwanger aufgrund eines Zeckenstiches an FSME. Sie hat knapp überlebt, ist aber kopfabwärts nahezu gelähmt. − fe
Quelle: pluspnp.de —Franz X. Eder
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1. Vorstand Josef Leizinger, Neuzugang Florian Peter, Sportlicher Leiter Alois Eimannsberger
Wir sind aktuell sehr stolz darauf, uns in der Kreisliga Passau mit unserer sehr jungen Mannschaft behaupten zu können, auch wenn der Klassenerhalt in dieser anspruchsvollen Liga noch nicht gesichert ist. Gemeinsam mit der DJK Vornbach stellt der SV Garham aktuell die Mannschaft mit dem geringsten Altersdurchschnitt. Dieser lag je nach Aufstellung in der abgelaufenen Vorrunde zwischen 22,3 und 24,2 Jahren. Einen ähnlichen Altersschnitt erreicht auch die 2. Mannschaft in der A-Klasse Eging.
Ziel des Vereins ist es auch weiterhin, die gute sportliche Entwicklung der letzten Jahre in beiden Mannschaften voranzutreiben und den jungen einheimischen Spielern bestmögliche sportliche Entwicklungschancen und ein gesellschaftliches Zuhause zu bieten, in dem sich alle wohlfühlen und entfalten können. Dass dies derzeit gut umgesetzt wird, davon zeugen die bereits zum jetzigen Zeitpunkt erfolgten Zusagen fast aller Spieler der 1. und 2. Mannschaft für die kommende Saison.
Sicherlich könnte das Punktekonto beider Mannschaften noch etwas fülliger sein. Wir wissen aber, dass zur sportlichen Entwicklung auch Rückschläge und Fehler gehören. Sicherlich haben wir den einen oder anderen Punkt auch aufgrund unserer Unerfahrenheit abgeben müssen. Letztlich haben aber beide Mannschaften in punktelosen Phasen stets Moral und Zusammenhalt bewiesen. Dies zeigt auch eine außerordentliche Trainingsbeteiligung, wie wir sie im Verein bisher noch nie hatten. So waren seit der Sommervorbereitung in jedem Training zwischen 24 und 32 Spieler.
Sportlich und gesellschaftlich steht der SV Garham außergewöhnlich gut da. Einziger Wermutstropfen ist derzeit die zeitliche Verzögerung beim Bau des geplanten Kunstrasenplatzes. 120 Kinder und Jugendliche aus einer Spielgemeinschaft sowie drei Seniorenmannschaften mussten im Herbst auf benachbarten Fußballplätzen trainieren, da auf dem Hauptspielfeld keine Flutlichtanlage existiert und wegen der Baumaßnahme aktuell kein Trainingsplatz zur Verfügung steht. Wir hoffen, dass von den zuständigen politischen und bürokratischen Institutionen zeitnah unterstützende Entscheidungen und Maßnahmen forciert werden und den großen Worten von der Unterstützung des Ehrenamtes endlich mal Taten folgen.
In der Rückrunde wird uns nun Florian Peter, der zuletzt zwei Spielzeiten für die DJK Haselbach aktiv war, verstärken. Vor seiner Zeit in Haselbach war Florian Stammspieler in der Bezirksliga-Mannschaft des SV Schalding-Heining II. Wir freuen uns sehr über diesen Transfer-Coup, da weitere namhafte und zum Teil höherklassige Vereine um das Engagement des torgefährlichen Offensivspielers buhlten. Florian wird aufgrund seiner höherklassigen Erfahrung die Mannschaft in puncto Spielstärke, Cleverness und Variabilität nochmals verbessern.
Das Trainerteam mit Simon Weber, Jonas Moser (Kreisliga) und Thomas Farrenkopf (A-Klasse) sowie TW-Trainer Stefan Kufner konnte in dieser Saison beide Teams zu einer echten Einheit auf und neben dem Platz formen und spielerisch enorm entwickeln. Auch Florian Peter konnte das „sportliche Konzept zu 100% begeistern“. Daneben bestätigt Florian, dass „er sich in der Winterpause ohnehin neu orientieren wollte.“ „Die Anfrage des SV Garham und die große Mühe, die sich die Vereinsverantwortlichen gegeben haben“ überzeugten ihn schließlich. „Hinzu kommt“, so Florian, „dass ich in Garham einige Spieler kenne, zu denen ich bereits früher Kontakt hatte und dieser bis dato nie abgebrochen ist“.
Gleichzeitig möchte sich Florian noch „bei der DJK Haselbach für zwei unvergessliche Jahre bedanken und auch dafür, dass die Vereinsführung den Transfer ermöglicht hat.“ Florian weiter: „Der Mannschaft wünsche ich für die Zukunft das Beste, damit sie das Ziel Klassenerhalt noch erreicht.“
Scheckübergabe an die Tafel: Rosmarie Bruckmeier (v.l.) und Dr. Heinrich Fesl von der Tafel, Petra Söldner vom Schatzkiste-Team sowie Alois Wenninger, 2. Bürgermeister des Markts Hofkirchen. −Fotos: Franz X. Eder
Ziel erreicht: Die Schatzkiste Hofkirchen hat ihre Aktivitäten zugunsten sozialer Einrichtungen für 2021 abgeschlossen. Auf der Zielgeraden wurde es nochmal spannend. Doch es hat geklappt: 20000 Euro waren beisammen.
Letztmals in diesem Jahr öffnete das Team die Schatzkiste und zog eine 2000 Euro Spende zu Gunsten der Tafel Vilshofen heraus. 500 Euro gab es für die Tiertafel und Hunderettung Vilshofen. Außerdem wurden Sachspenden in Höhe von 650 Euro an die Tafel Vilshofen gegeben für Nikolaustüten an bedürftige Senioren in Hofkirchen und an die Bahnhofsmission Passau.
Um den Service der Tafel nutzen zu können, braucht man einen Bedürftigkeitsnachweis, den u.a. die Sozialämter ausstellen, wie Tafel-Vorsitzender Dr. Heinrich Fesl erklärt. Die 45 Ehrenamtlichen, die bei der Tafel mitarbeiten, seien das „größte Kapital“. Doch könnte es noch mehr sein: „Für die fünf wöchentlichen Sammeltouren bei den Supermärkten im Umkreis suchen wir dringend rüstige Rentner.“
Die Hälfte ihres 50000-Euro- Budgets muss die Tafel über Spenden hereinbekommen. Die Kunden zahlen pro Abholung – in Vilshofen immer mittwochs – zwei Euro. Aktuell werden rund 90 Menschen versorgt und zudem 14 Haushalte beliefert, die die Lebensmittel nicht selbst abholen können. Das Lieferauto ist nicht beschriftet, damit das Umfeld nicht auf den ersten Blick erkennt, dass jemand Essen von der Tafel bezieht.
Hofkirchens 2. Bürgermeister Alois Wenninger lobte die Initiativen beider Einrichtungen, denn: „Hofkirchen unterstützt gerne gute Ideen und sozialen Projekte.“ Die Schatzkiste bezeichnete er als Erfolgsmodell.
Die Schatzkiste in Hofkirchen gibt es seit Februar 2018. Die Verantwortlichen haben sich zum Ziel gesetzt, aus dem Erlös gespendeter Waren Bedürftigen zu helfen. Das Einzugsgebiet erweitere sich ständig, die Mund-zu-Mund-Propaganda funktioniere, stellen die Initiatoren fest. „Es werden nicht nur regelmäßig schöne Sachen für den Verkauf gespendet, sondern es kommen auch viele Schatzsucher, die im Laden fündig werden“, erzählt Mitbegründerin Gaby Asselberghs.
Die Schatzkiste spendet jeden Cent, der eingenommen wird. Das ist möglich, weil der kleine ständige Flohmarkt vielschichtig unterstützt wird: Die angebotenen Waren werden allesamt gespendet, der Markt Hofkirchen übernimmt die Betriebskosten für das Geschäft, im Laden werkeln ausschließlich Ehrenamtliche, die VR-Bank führt das Schatzkiste-Konto kostenlos. So entstehen dem Projekt keine Kosten.
Beachtlich ist der Schatz, der dadurch aus der Truhe kam: Im Gründungsjahr konnten schon 5000 Euro gespendet werden, 2019 waren es 12000 Euro, im Corona-Jahr 2020 dann 17300 Euro. Jetzt, im bereits zweiten Corona-Jahr, wurden 20000 Euro an soziale Projekte weitergegeben.
Die Schatzkiste in der Garhamer Straße 4 ist üblicherweise dienstags, 10–12 Uhr, freitags, 16–18 Uhr, und an jedem ersten Samstag im Monat, 10–12 Uhr, geöffnet.
Quelle: pluspnp.de —Franz X. Eder
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Ein großer Augenblick in der Sitzung des Marktgemeinderates Hofkirchen im ausklingenden Jahr: Bürgermeister Josef Kufner (l.) vereidigt im Rathaus Stefan Greiler (Mitte) von der SPD als neues Mitglied im Gremium und als Nachfolger des aus persönlichen Gründen zurückgetretenen Hans-Peter Binder (r.). −Foto: Brunner
Erst der dritte Nachrücker auf der SPD-Kandidatenliste für den Marktgemeinderat hat Ja gesagt, als es um die Neubesetzung des Postens von Hans-Peter Binder gegangen ist. Der Mitarbeiter des kommunalen Bauhofs und 1. Kommandant der Feuerwehr Hofkirchen hatte das Amt im November aus persönlichen Gründen durch „allgemeine Erkenntnisse“ – so seine offizielle Einlassung – niedergelegt. Der Neue, Stefan Greiler, ist am Dienstagabend durch Bürgermeister Josef Kufner (CSU) willkommen geheißen und vereidigt worden.
„Stefan Greiler hat die Nachfolge angenommen und sich bereiterklärt, den Eid zu leisten“, schickte Kufner diesem feierlichen Akt voraus. Nachdem der Nachrücker – Corona-konform mit Mund-Nasen-Maske – ihm die Eidesformel im Sitzungssaal des Rathauses nachgesprochen hatte, begrüßte ihn der Bürgermeister mit Handschlag auf eine gute Zusammenarbeit. Greiler wiederum ließ sich danach von seinem Vorgänger Binder per Handschlag gratulieren und blickte freudestrahlend in die Runde, aus der ihm Applaus gespendet wurde.
Zunächst aber musste das Ratsgremium zur Kenntnis nehmen, dass sowohl Julia Aschenbrenner als auch Dr. Gerhard Schlenk – auf sie waren bei der Kommunalwahl am 15. März vergangenen Jahres 651 bzw. 591 Stimmen entfallen – von der SPD erklärt hatten, das Amt nicht antreten zu können. Die Konsequenz: Der Marktgemeinderat war gezwungen, jeweils ein sogenanntes Amtshindernis festzustellen, was in beiden Fällen einstimmig erfolgte. So kam Stefan Greiler zum Zug, der vor knapp eindreiviertel Jahren 550 Wählerstimmen erzielt hatte.
In der Folge galt es, auch die Besetzung der Ausschüsse des Marktgemeinderates den neuen Gegebenheiten anzupassen. Demnach ist Stefan Greiler ab sofort Stellvertreter von Walter Doppelhammer im Haupt- und Finanzausschuss und auch Stellvertreter von Katrin Wagenpfeil im Rechnungsprüfungsausschuss sowie im Ausschuss für Soziales, Bildung und Kultur. Mit Sitz und Stimme gehört Greiler dem Bau- und Umweltausschuss an, wo er vom SPD-Fraktionsvorsitzenden Christian Pauli im Falle seiner Verhinderung vertreten wird.
Quelle: pluspnp.de —Bernhard Brunner
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Schulkinder und Kollegium der Garhamer Grundschule freuen sich mit Bürgermeister Josef Kufner und Rektorin Astrid Pritz über die Auszeichnung. −Foto: VA
Die Grundschule Garham ist wieder als Umweltschule zu Ehren gekommen. Und dies im vierten Jahr in Folge.
Die Schüler widmeten sich im Schuljahr 2020/21 verschiedenen Themen und setzten auch im Distanzunterricht Ideen um. „Umweltschule in Europa“ ist eine Auszeichnung, um die sich bayerische Schulen bewerben können. Sie müssen dazu innerhalb eines Schuljahres zwei Themenfelder aus den Bereichen Umwelt und Nachhaltigkeit bearbeiten, dokumentieren und einer Fachjury vorlegen. Diese Auszeichnungen werden als Impuls für umweltbewusste und nachhaltige Schulentwicklung genutzt.
Das Projekt „Umweltschule in Europa-internationale Nachhaltigkeitsschule“ wird in Bayern durch das bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert. Die Umweltschulen leisten einen Beitrag für mehr Umweltschutz im Schulalltag und tragen dazu bei, einen nachhaltig generationengerechten Lebensstil zu entwickeln.
Bereits Ende Oktober wurde die Grundschule Garham darüber informiert, dass sie wieder zur Umweltschule ernannt wurde. Im November konnte man die neue Flagge in Empfang nehmen.
Im vergangenen Schuljahr hatte sich die Grundschule mit folgenden Themen beworben: 1. Biologische Vielfalt in der Schulumgebung und 2. Regionalität – regionale(r) Ernährung, Konsum, Lebensstil. Jede Klasse durfte mit Unterstützung des Bauhofes der Marktgemeinde Hofkirchen ein Apfelbäumchen in der Streuobstwiese anpflanzen. Während der Zeit des Homeschoolings wurden Upcycling-Projekte umgesetzt. Saft- oder Milchtüten wurden umfunktioniert in Pflanzgefäße, kreativ gestaltet und jeder Schüler erhielt Kresse-Samen. Im Sommer hieß die Devise: „Wir bewegen uns viel – ohne Automobil“. Hier galt es vor allem auf das Auto zu verzichten und viele Kilometer zu sammeln, sei es zu Fuß, mit dem Roller oder dem Fahrrad. Über 5000 km schafften die Kinder in wenigen Wochen.
Verantwortlich für die Aktionen zeichneten sich Umweltbeauftragte Roswitha Kellner und Rektorin Astrid Pritz. Für die Durchführung waren jedoch in erster Linie die Schulkinder selbst verantwortlich bzw. ihre Eltern, die sie dabei unterstützten, vor allem in der Zeit des Distanzunterrichts. „Auf das Ergebnis können wir mit Recht sehr stolz sein“, lobte Schulleiterin Astrid Pritz die Schulfamilie. „Die Schule sensibilisiert die Kinder für Umwelt, Klima und Nachhaltigkeit. Die Umsetzung klappt jedoch nur, wenn die Eltern uns dabei unterstützen.“
Quelle: pluspnp.de —va
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Die Listennachfolge nach der Amtsniederlegung von Peter Binder (SPD) ist eines der Themen der Sitzung des Marktgemeinderates am kommenden Dienstag, 14. Dezember 2021, um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses in Hofkirchen. Im Mittelpunkt steht die Vereidigung von Nachrücker Stefan Greiler als neues Ratsmitglied. Nach sich zieht dies auch die Umbesetzung der Ausschüsse und die Änderung der Geschäftsordnung mit Anpassung von Wertgrenzen und Nachrückeregelung. Außerdem geht es um die rückwirkende Anpassung der Beitrags- und Gebührensatzung zum 1. Januar 2022 für den Kalkulationszeitraum im Bereich der gemeindlichen Wasserversorgung sowie um Bauanträge und Bauvoranfragen. Bekanntgaben, Informationen und Anfragen – sowohl aus dem Gremium als auch aus der Zuhörerschaft – runden wie immer den öffentlichen Teil der Tagesordnung ab. − bp
Quelle: pluspnp.de —bp
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Nach einer Pandemie-bedingten Pause im vorigen Jahr war die Freude bei Kindern und Eltern in und um Garham umso größer, dass sie heuer am Vorabend und am Festtag des Heiligen von Myra wieder Besuch vom Nikolaus bekamen. Nach langem Warten war es bei Einbruch der Dunkelheit soweit: Drei Nikolaus-Krampus-Paare der Garhamer Feuerwehr machten sich bei passender Winterkulisse zu den Familien auf, wo sie in den Gärten, auf den Terrassen oder vor deren Haustüren empfangen wurden. 70 Kinder freuten sich über das Lob des Bischofs Nikolaus. Aber auch tadelnde Worte und das Kettenrasseln des Krampus mussten sie erdulden, bis sie beschenkt wurden. Fragen des Nikolaus an die Kinder, „wie sie denn mit den Eltern oder Großeltern zufrieden sind“, beantworteten diese meist brav mit einem Lächeln. Die Familien empfingen den Nikolaus und den Krampus mit Fackeln, aufgestellten Kerzen oder am wärmenden Feuerkorb. Diese Atmosphäre gefiel den Nikoläusen. Vorsicht ließ man seitens der FF Garham walten, die sich seit Jahren um diese Tradition kümmert. − fe/Foto: Franz X. Eder
Quelle: pluspnp.de —fe/Foto: Franz X. Eder
Mehr im Vilshofener Anzeiger vom 10.12.2021 oder unter PNP Plus nach einer kurz…en Regist…rierung
Jedes Jahr am dritten Freitag im November wird mit einem Aktionstag ein Zeichen gesetzt für die Bedeutung des Vorlesens. Dieses Jahr stand das Thema „Freundschaft und Zusammenhalt“ im Mittelpunkt der Geschichten. An der Grundschule Hofkirchen traten die Elternbeirätinnen mit Vorleseaktionen für jede Klasse auf. Als Vorleseort wurde die Aula gewählt, die mit Sitzsäcken zum gemütlichen Zuhören einlud. Für die Klassen 1 und 2 las Silvia Heider die bezaubernde Geschichte vom „Grüffelo“ vor, der mutige Begegnungen erfolgreich meistert. Nachdem den jungen Zuhörern die Akteure bekannt waren, durften sie diese mit Stabfiguren nachspielen und den Refrain, der sehr schnell in die Ohren der Kinder ging, mitsprechen. Für die Klassen 3 und 4 las Elternbeiratsvorsitzende Martina Thalhauser (hinten) „Die Schule der magischen Tiere“. In dieser Geschichte verkündet die Klassenlehrerin, dass alle Schüler einen magischen Tierbegleiter bekommen. Diese zauberhaften Wesen werden zum besten Freund der Menschen und können sich sogar mit ihnen unterhalten. „So einen könnte ich auch brauchen“, meinte eine Schülerin. Mit begeistertem Applaus bedankten sich die Kinder und Schulleiterin Ingrid Weinzierl für das ehrenamtliche Engagement der Elternbeirätinnen. − va/Foto: VA
Quelle: pluspnp.de —va/Foto: VA
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Den ökumenischen Segen spendeten an der Gedenkstätte in Hofkirchen die beiden Geistlichen (vorn v.l.) Manfred Greinke und Gotthard Weiß. −Foto: Brunner
Zur Wachsamkeit, „um unsere Demokratie und unseren Rechtsstaat zu schützen“, hat Landrat Raimund Kneidinger anlässlich des Volkstrauertages aufgerufen, den er auch als Signal der Versöhnung zwischen den Völkern der Erde verstanden wissen wollte.
Zum Schluss der zentralen Gedenkfeier am Ehrenfriedhof bei Hofkirchen bekundete der CSU-Kommunalpolitiker: „Verneigen wir uns in Trauer vor den Toten. Bleiben wir ihnen verbunden im Bewusstsein unserer dauerhaften Verpflichtung, für Frieden, Freiheit und Menschlichkeit einzutreten.“
Eingangs seiner Ansprache hatte Kneidinger die Tatsache ins Gedächtnis gerufen, dass dieser Kontinent vor nahezu acht Jahrzehnten Schauplatz eines entsetzlichen Weltenbrandes war. „Heute, da nur noch wenige Zeitzeugen von dieser dunkelsten Epoche berichten können, tun wir uns schwer mit dem Erinnern und Gedenken“, räumte der Landrat ein und appellierte umso inniger an die Zuhörer: „Dabei haben wir allen Grund dazu, gerade als Europäer.“ Denn die Bevölkerung Europas lebe mit ihrer historisch langen Periode des Friedens „doch fast wie auf einer Insel“.
Der Volkstrauertag 2021 stehe im Zeichen der besonderen Erinnerung an den grausamen und verlustreichen Angriffskrieg in Osteuropa mit dem Überfall auf die Sowjetunion vor 80 Jahren, betonte Kneidinger. Die Tradition des Erinnerns und Mahnens ist nach seinen Worten Ehrensache und Verpflichtung für den Landkreis Passau. Die bittere Erkenntnis, zu welcher Verrohung des Denkens und Handelns Menschen fähig seien, dürfe nicht in den Hintergrund geraten, so der Landrat.
Als Lehre aus dem Vernichtungskrieg im Osten und aus den aktuellen Ereignissen auf der Welt, die auch 2021 voller Verfolgung, Konflikte und Kriege sei, formulierte es Kneidinger, sich beständig in allen Bereichen des Lebens um die Werte menschlicher Zivilisation zu bemühen. Seit den 1960er Jahren werde im Totengedenken am Volkstrauertag auch der Opfer politischer, religiöser oder rassistischer Verfolgung gedacht, merkte der Redner ergänzend an und rückte alle Menschen – Frauen, Männer und Kinder – in den Mittelpunkt, die in Zeiten von Krieg und Terror ihr Leben lassen mussten. Aber auch auf die Frage, ob „Volkstrauer“ zwei Generationen nach Kriegsende überhaupt möglich sei, ließ der Passauer Landrat nicht außer Acht. Die Antwort darauf gäben auch die Teilnehmer an dem Gedenkakt, die damit dokumentierten, Opfer und Mahnung des Krieges nicht zu vergessen. „Und das gilt für alle Kriege, für alle Akte der Gewalt, bei denen Menschen ihr Leben lassen müssen“, wie Kneidinger hinzufügte. Als tief empfundenes Bedürfnis bezeichnete er es, an den Untergriesbacher Josef Kronawitter zu erinnern, der 2010 im Alter von 24 Jahren zusammen mit drei Bundeswehr-Kameraden in Afghanistan Opfer eines heimtückischen Anschlags geworden ist. „Mit seinem Schicksal ist die grausame Realität von Krieg und Gewalt direkt vor unsere Haustüre gekommen“, gab der Landrat zu bedenken.
In den Fokus der Aufmerksamkeit rückte Kneidinger am Mahnmal bei Hofkirchen unter anderem auch 45 Opfer des Ersten Weltkrieges, 72 Frauen und 71 Kinder sowie russische Hilfswillige, die auf deutscher Seite kämpften. Er machte darauf aufmerksam, dass hier ebenso Gefallene, die vorher in 391 Gemeindefriedhöfen oder in Feldgräbern in Niederbayern sowie in der Oberpfalz bestattet gewesen seien, ihre würdige letzte Ruhestätte gefunden hätten. Die Namen der 2747 bekannten Toten seien in der Kapelle verewigt, berichtete der Landrat, der die Feier als Zeichen des Einsatzes für Freiheit und Sicherheit ansah. Diese Opfer hätten bis in die jüngste Vergangenheit gezeigt, „wie hoch der Preis dafür sein kann“.
Kneidingers Dank galt insbesondere dem VdK-Kreisverband Vilshofen mit seinem aus gesundheitlichen Gründen entschuldigten Vorsitzenden Willi Wagenpfeil, Altbürgermeister von Hofkirchen, und dessen Stellvertreter Hans Stetter sowie den ehemaligen VdK-Führungskräften Max Kloiber und Gerhard Bernkopf sowie allen Engagierten, die seit Jahrzehnten diese zentrale Gedenkveranstaltung organisieren und vorbereiten. Anerkennung zollte der Landrat ebenso dem Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge für dessen Bemühen um den Erhalt und die Pflege der deutschen Soldatenfriedhöfe und somit auch der vor 62 Jahren eingeweihten Gräberstätte bei Hofkirchen. Nicht unerwähnt blieb die Ehrenabordnung der Bundeswehr – Reservisten der Heimatschutz-Kompanie Niederbayern aus Bogen unter dem Kommando von Oberstleutnant der Reserve Alois Kreipl – für das Geleit zum würdevollen Gedenken.
In einer ökumenischen Andacht riefen der evangelische Pfarrer Manfred Greinke und Hofkirchens Ortsgeistlicher Gotthard Weiß – zum letzten Mal nach 25 Jahren – dazu auf, die Toten Mahnung für die Lebenden sein zu lassen. „Vater, vergib uns und lehre uns den Weg Deines Friedens“, betete Greinke. „Still sind die Gräber, aber die Seelen sind in Deiner Hand“, hob Pfarrer Weiß hervor. Zur Instrumentalbegleitung der Knappenkapelle Kropfmühl stimmten alle am Schluss die Bayern-Hymne und die Deutsche Nationalhymne an. —Bernhard Brunner
Quelle: pluspnp.de —−—Bernhard Brunner
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Stand Rede und Antwort in Garham: Hofkirchens Bürgermeister Josef Kufner. −Foto: Stadler
Schwierige Zeiten erfordern angepasste Maßnahmen: Die zweite Bürgerversammlung der „Großgemeinde“ Hofkirchen für den Ortsbereich Garham fand in der EC-Halle statt, die 80 Zuhörer, darunter die Bürgermeister-Stellvertreter Alois Wenninger und Georg Stelzer sowie SPD-Ortsvorsitzender Christian Pauli, verfolgten mit Maske und Abstand die Veranstaltung.
Bürgermeister Josef Kufner wartete zunächst mit Zahlen auf: 3793 Einwohner hat der Markt, drei mehr als 2020. 37 Kinder wurden heuer geboren – acht mehr als letztes Jahr. 51 Bauanträge gab es heuer bereits, sechs Bauvoranfragen liegen vor. Ebenso erfreulich sind die Zahlen aus Kindergarten und -krippe: In Garham sind 64 Kinder im Kindergarten, zwölf in der Krippe, in Hofkirchen sind es 54 und 13. Die Grundschule Garham besuchen 68 Schüler, die in Hofkirchen 72 Schüler. Die Finanzen sind super: Mit steigenden Einnahmen von 8,485 Millionen Euro, Ausgaben von 7,04 Millionen Euro, einer Zuführung zum Vermögenshaushalt von 1,445 Millionen Euro und null Euro Schulden hat die Kommune eine respektable „freie Finanzspanne“.
Die wichtigsten Ausgaben bezeichnete der Bürgermeister gleichzeitig als wichtigste Investition: 400000 Euro für den Kindergarten Garham, 530000 Euro für den in Hofkirchen, 158000 Euro für den laufenden Schulbetrieb in Garham (2020: 126113 Euro) und 155000 Euro in Hofkirchen (2020: 114341 Euro). Die Beteiligung an den Schulkosten in Vilshofen belaufen sich auf 205000 Euro.
Die anschließenden Informationen von Josef Kufner galten den Projekten in Garham und in Hofkirchen, darunter dem fertiggestellten Bienenwanderweg in Leithen, dem bezuschussten Kunstrasenplatz in Reitern für den 600 Mitglieder starken SV Garham, der anstehenden Sanierung der Garhamer Grundschule, die mit der Dachsanierung startet, und des Garhamer Freibades. Für letzteres stellte er drei Varianten vor: ein Salzwasserbad, das mit rund 1,8 Millionen Euro veranschlagt ist; alternativ ein Chlorwasserbad (Kosten: rund 1,5 Millionen Euro) oder ein Naturbad (Kosten: rund 1,2 Millionen Euro). Nach den ersten Gesprächen wurde bereits von dem Salzwasserbad Abstand genommen – zu kostspielig im Betrieb und bei der Bepflanzung. Das Naturbad hätte laut Bürgermeister den Vorteil, dass das Wasser klar bleibt und die Filtrierung über ein Sonderbecken geleitet werden kann. Nachteil hier: die maximale Wassertemperatur liegt bei 25 Grad. „Wie auch immer das neue Bad aussehen wird – die laufenden Kosten werden sich künftig erhöhen“, so Josef Kufner. Bis- her wurde das Bad von Christian Pauli ehrenamtlich betreut, nach einem Umbau bräuchte man bis zu drei Bademeister.
In nahezu allen 38 Landkreis-Kommunen kümmern sich Seniorenbeauftragte um die Anliegen und Belange der älteren Generation. Der neue Seniorenbeauftragte Anton Kurbatfinski, der mit der seit 25 Jahren tätigen Inge Schabl-Türnau das Amt ausübt, stellte sich und die Situation vor: Rund ein Drittel der Bevölkerung von Hofkirchen/Garham kann aktuell als „Senior“ bezeichnet werden, etwa drei Prozent sind über 75 Jahre alt. Das Duo will weiterhin neutrale Anlaufstelle für die Anliegen der Senioren sein. Zudem will Anton Kurbatfinski statt umgangssprachlicher Anglizismen Wert legen auf verständliche Worte. So könne man etwa statt Booster einfach Impfauffrischung sagen.
Abschließendes Thema war noch das WLAN im Gemeindebereich: In vier Bauphasen soll ein neues WLAN installiert werden, bis zu einem Gigabyte schnell. Hofkirchen ist dann bundesweit die erste Gemeinde, der dieses System zur Verfügung gestellt werde, so der Bürgermeister.
FRAGEN DER BÜRGER
Die anschließenden Bürgerfragen drehten sich vor allem um den teils starken Verkehr:
Max Türnau wollte wissen, wie es mit dem Ausbau von Gehwegen weiter vorangeht und sprach die schwierige Parkplatzsituation in Garham an. Josef Kufner verwies auf künftige Gespräche mit Grundstückseigentümern und der Polizeiinspektion Vilshofen. Generell hoffe die Verwaltung aber auch auf die Vernunft der Bürger und darauf, dass die Autos mehr in den Garagen als auf der Straße geparkt werden.
Hermine Maurer wollte einen genaueren Zeitplan für den Freibad-Umbau wissen. Der Bürgermeister erklärte, dass bei dem schrittweisen Umbau das Bad sicher für einige Zeit schließen müsse.
Die „traditionelle“ Nachfrage in Sachen Hundekot beantwortete Josef Kufner von sich aus: „Es werden fünf zusätzliche Standorte für die Behälter ausgewiesen und auch hier hofft die Verwaltung auf die Vernunft der Hundehalter.“ —Gisela Stadler
Quelle: pluspnp.de —−Gisela Stadler
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Einen Eindruck von Hofkirchens Neuer Mitte vermittelte die Präsentation in der Turnhalle. Von links: Bürgermeister Josef Kufner, Projektleiterin Maria Wögerbauer, 3. Bürgermeister Georg Stelzer, Architekt Jochen Reckzeh und 2. Bürgermeister Alois Wenninger. −Fotos: Sawilla
Das zweite Jahr im Amt und zum ersten Mal durfte Bürgermeister Josef Kufner die Zahlen des Marktes persönlich vorstellen bei der Bürgerversammlung. Denn letztes Jahr war sie Corona-bedingt ausgefallen, den Rechenschaftsbericht gab es lediglich in Form von Handouts. Heuer machten Voranmeldung, Maske und genügend Abstand in der Turnhalle der Grundschule die Präsenzveranstaltung möglich.
Josef Kufner startete mit dem Rechenschaftsbericht. Aktuell liegt der Markt bei 3793 Einwohnern, die Auslastung der Schulen sei gut, die Menschen wollen in der Gemeinde bauen, für die nächste Gemeinderatssitzung liegen wieder einige Bauanträge vor.
Gut steht der Markt auch finanziell da mit etwa 1,4 Millionen Euro Zuführung zum Haushalt und 0 Euro Schulden. Die Einnahmen stammten zum größten Teil aus der Gewerbesteuer, bei der mit 2,9 Millionen Euro in 2020 ein Höchststand erreicht wurde. Die Ausgaben flossen im vergangenen Jahr vor allem in Schule und Kindergarten sowie in die finanzielle Unterstützung der Bücherei und der drei Feuerwehren.
Im Rückblick auf die Jahre 2020/21 ging der Bürgermeister auf die Sanierung des Rathauses mitsamt Vorplatz ein, die innen wie außen abgeschlossen wurde. Darüber hinaus ist das Rathaus nun auch digital erreichbar für Meldebescheinigungen, Anmeldungen von Zuzug oder Umzug, Beantragung der Wahlunterlagen und Ähnliches. Fertiggestellt wurde im Herbst der Bienenerlebnisweg. Zum Schluss ging der Bürgermeister noch auf den Verbau der Hochdruckleitung am Marktplatz ein. Da dort innerhalb der nächsten zwei Jahre Hofkirchens „Neue Mitte“ entstehen soll, war ein Ausbau der Wasserversorgung nötig. Diese war „für ein Bauvorhaben dieser Dimensionierung nicht ausreichend gewesen“, erklärte Josef Kufner.
Nach dem Rückblick wurde Anton Kurbatfinski als neuer Seniorenbeauftragter vorgestellt. Dann folgte die Präsentation des ISEK, des integrierten, städtebaulichen Entwicklungskonzepts durch Architekt Erwin Wenzl. Dieser beschrieb das Konzept als „Vorgang, bei dem man der Entwicklung der Stadt ein Programm geben will“, und zwar sozial, ökologisch und ökonomisch. Er hoffe auf eine gute Bürgerbeteiligung.
Im Anschluss wurden die Bauprojekte für die kommende Zeit vorgestellt: Schon am nächsten Montag beginnt der Abriss des Hauses in der Kaiserstraße 10, was vor allem die Parkplatzsituation verbessern soll. Auch die Turnhalle, in der die Bürgerversammlung stattfand, spielt eine große Rolle in den Sanierungsvorhaben: Sie soll komplett erneuert werden. Ebenso wolle man das restliche Schulumfeld, sprich Zuwege, Schulgasse und Vorplatz, zeitnah angehen. Den Vorplanungen zufolge werde die Sanierung von Turnhalle und Umfeld etwa 900000 Euro kosten, wobei schon eine Förderzusage der Regierung über 50 Prozent der endgültigen Summe vorliegt.
Ein weiteres Großprojekt, das Freibad Hofkirchen, wird ebenso bald fortgeführt. Die Becken sind bereits erneuert worden, als nächstes ist das Sozialgebäude dran. Es wird von außen modern und schlicht mit Aluminiumlamellen und Glasfront, innen werden Kiosk, Sanitäranlagen und Umkleiden neu gemacht. Geschätzte Kosten: 900000 Euro. Allerdings sei nicht mit mehr als 20 Prozent Förderung zu rechnen.
Der Bürgermeister erwähnte ebenfalls die Umsetzung des geplanten Gemeinde-WLANs, das bis April nächsten Jahres zumindest in ganz Hofkirchen verfügbar sein soll.
Das größte Bauprojekt der nächsten Jahre aber ist Hofkirchens „Neue Mitte“. Mit insgesamt 23 Wohnungen zwischen 45 und 95 Quadratmetern, einer Gastronomie Richtung Marktplatz und drei weiteren Läden entlang der Vilshofener Straße ist das die größte Baumaßnahme am Marktplatz seit 150 Jahren.
Projektleiterin Maria Wögerbauer und Architekt Jochen Reckzeh, der das Projekt realisieren wird, stellten den Entwurf des Gebäudes vor. Es sollen kleingliedrige Module entstehen, aneinander gereiht mit Satteldächern und in polychromer Farbgebung, angepasst an die umstehenden Häuser, dazu ein Duplex-Parksystem mit geraden Parkplätzen auf Hebebühnen unter dem Gebäudekomplex. Für das Projekt wurde in diesem Jahr bereits die Versorgung mit Fernwärme in die Wege geleitet. „Ich bin schon ein kleines bisschen stolz, dass ich das begleiten darf“, gab Bürgermeister Josef Kufner zu.
Als letzten Punkt ging er schließlich noch auf den Anschluss des Abwassersystems an die Kläranlage Vilshofen ein, der sich auch in den Ausgaben für die Abwasserbeseitigung im Jahr 2021 deutlich bemerkbar machte. In diesem Rahmen wird in nächster Zeit die Auflassung der Kläranlage in Hofkirchen vorangetrieben.
Dreimal forderte Bürgermeister Kufner die Zuhörer auf, Fragen zu stellen. Es kamen nur zwei kurze Wortmeldungen: Ein von Zigarettenkippen überfüllter Blumentopf vor der Grundschule Hofkirchen möge durch einen Aschenbecher ersetzt werden. Ein Zuhörer störte sich an einem Holzstapel neben der Straße und erfuhr vom Bürgermeister, dass der Abtransport bereits in Auftrag gegeben sei. —Laura Sawilla
Weiße Namenszettel wiesen die Sitzplätze zu. Fast alle der rund 80 angemeldeten Besucher erschienen.
Quelle: pluspnp.de —−Laura Sawilla
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Die neue Vorstandschaft um Vorsitzende Franziska Kehrer (4.v.l.). Zu den ersten Gratulanten gehörte Dekanatsleiterin Renate Eder (l.). −Fotos: VA
Mit einem Gottesdienst für die verstorbenen Mitglieder begann die Jahreshauptversammlung des Frauenbundes Hofkirchen. In der Predigt bedankte sich Pfarrer Gotthard Weiß bei den Frauen für deren ständigen Einsatz, die Pfarrgemeinde zu stärken. Gerade in der jetzigen Zeit sei dieser Zusammenhalt von enormer Bedeutung.
Nachdem die Jahreshauptversammlung mit Neuwahlen wegen Corona 2019 ausgefallen war, stand der Punkt 2021 auf der Tagesordnung im Gasthaus Buchner. Franziska Kehrer begrüßte dazu neben den Mitgliedern auch Pfarrer Gotthard Weiß und Frauenbund-Dekanatsleiterin Renate Eder.
Nach dem gemeinsamen Abendessen stellte Schriftführerin Annette Käser den Tätigkeitsbericht von März 2019 bis Oktober 2021 vor. Daraus ging hervor, dass sowohl 2019/2020, als auch 2020/2021 viele Veranstaltungen abgesagt werden mussten. Der Kassenbericht von Patrizia Schatzl zeigte ganz klar, dass ohne Veranstaltungen auch keine Einnahmen zu verbuchen sind. Dennoch spendete der Verein insgesamt rund 3000 Euro an verschiedene Einrichtungen. Die Kassenprüferinnen Anita Penzenstadler und Brigitte Wagenpfeil attestierten eine einwandfreie und vorbildliche Kassenführung.
Die scheidende Leiterin der Mutter-Kind-Gruppe, Martina Weigl, erklärte der Versammlung ausführlich den Ablauf einer Gruppenstunde und berichtete von den Aktivitäten. Die Gruppe besteht derzeit aus sechs Kindern und wird künftig weiter geführt von Melanie Daniels.
Was bei der Hauptversammlung nicht fehlen durfte, waren die Ehrungen langjähriger Mitglieder: Für 50-jährige Zugehörigkeit zum Verein wurden Therese Förstl und Waltraud Käser ausgezeichnet, für 40-jährige Treue Anita Penzenstadler, für 20 Jahren Regina Burmberger, Angelika Knebl und Christina Jakob-Kreilinger.
Anschließend leitete Renate Eder unkompliziert und schnell die Neuwahlen: Aus dem bestehenden Vorstandteam standen Gabi Stocker und Ursl Braidt nicht mehr zur Verfügung. Die Vorsitzende bedankt sich bei ihnen für die sehr gute Zusammenarbeit in den vergangenen Jahren. Das Wahlergebnis: Vorsitzende bleibt Franziska Kehrer im Verbund mit der neugewählten Stellvertreterin Evi Datzmann. Das Amt der Schatzmeisterin übernimmt wie bisher Patrizia Schatzl, auch Annette Käser behält das Amt als Schriftführerin. Vertreterin des Verbraucherservice im KDFB ist Nicole Bauer, die Landfrauenvereinigung wird durch Susanne Wenninger neu besetzt. Als Beisitzerinnen wurden Eva Hoffner, Heidi Scheibengraber und Johanna Schuster bestätigt. Die Kassenprüfung übernehmen wieder Anita Penzenstadler und Brigitte Wagenpfeil.
Pfarrer Gotthard Weiß wünschte der neuen Vorstandschaft Erfolg für die kommenden Jahre.
Franziska Kehrer gab abschließend noch einen Ausblick auf die nächsten Termine – soweit möglich – und bedankte sich bei allen Anwesenden für die Unterstützung.− va
Ehrung langjähriger Mitglieder: (von links) Vorsitzende Franziska Kehrer, Pfarrer Gotthard Weiß, Anita Penzenstadler (40 Jahre Mitglied), Regina Burmberger (20 Jahre) und Dekanatsleiterin Renate Eder.
Quelle: pluspnp.de —−va
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Ununterbrochen groß war der Menschenauflauf vor dem Impfbus am Dienstag auf dem Rathausvorplatz in Hofkirchen. −Foto: Brunner
Geht doch – das wird sich so mancher Beobachter der Menschentrauben gedacht haben, die sich permanent rund um den am Dienstag vor dem Rathaus postierten Impfbus des Landkreises Passau bildeten. Bereits vor dem offiziellen Start um 11 Uhr standen potenzielle Impflinge aus allen Altersstufen ab zwölf Jahren Schlange.
„Es geht mir um die Sicherheit im Beruf, meine Familie, um mich selber und um die Freiheit“, beteuerte Julia Aschenbrenner, Erzieherin aus Garham. Seit Juli verfügt die 36-Jährige über die ersten beiden Covid-19-Impfungen. Nach kurzem Überlegen habe sie sich dazu entschieden. Für den sogenannten Booster – also die weitere Auffrischung – war es für die Garhamerin am Dienstag aber noch zu früh, weil ein halbes Jahr ab der zweiten Spritze verstrichen sein muss. Die niederschwellige Möglichkeit, sich zu schützen und einen Beitrag gegen die weitere Ausbreitung der Pandemie zu leisten, nutzte sie auf dem Rathausvorplatz in Hofkirchen jedoch für ihre Kinder, die Tochter (13) und den Sohn (15). „Sonst geht für die zwei ja gar nichts mehr“, betonte Julia Aschenbrenner angesichts der verschärften Zugangsbeschränkungen, beispielsweise auch zum Freizeitspaß wie dem Schlittschuhlaufen im Eisstadion.
Der Impfbus des Landkreises hat am Dienstag zum dritten Mal Station gemacht im Donaumarkt. „Bisher waren es im Schnitt hundert Impfwillige“, berichtete Katharina Jäger, Sanitätshelferin der IMS Rettungsdienst GmbH mit Hauptsitz in Riedlhütte (Lkr. Freyung-Grafenau). Zuletzt steigerte sich die Menge der Impflinge nach ihren Worten auf täglich um die 280. Die Summe bewege sich pro Termin zwischen 160 und 300. Reaktionen auf die steigende Corona-Inzidenzen und die bedenklich anwachsende Hospitalisierungsrate führte Katharina Jäger als Begründung für den zunehmenden Ansturm an.
Erfahrungsgemäß geht es bei rund der Hälfte der Interessenten bereits um die Booster-Impfung, aber auch Zweit- und Erst-Impfungen sind an der Tagesordnung, wie die IMS-Mitarbeiterin erklärte. Friederike Kohn, seit der ersten Tour des Landkreis-Impfbusses regelmäßig mit an Bord, spricht von einem „wahnsinnigen Anstieg“ des Zuspruchs. „Das Angebot wird sehr gut angenommen“, unterstrich die medizinisch-technische Assistentin von IMS, die den Piks bei den Besuchern vornahm. Schon nach dreieinhalb Stunden zählte sie in Hofkirchen etwa 70 Geimpfte.
„Die Leute haben einfach Angst“, nannte Friederike Kohn als Hauptursache für die enorm gewachsene Akzeptanz des Impfbusses gerade in den zurückliegenden Tagen. Dieselbe Entwicklung sei im stationären Impfzentrum des Landkreises in Salzweg feststellbar – neben der Inzidenz in Rekordhöhe natürlich auch zurückzuführen auf die drohenden Einschränkungen für Nichtgeimpfte, unter anderem beim Besuch öffentlicher Einrichtungen, von Restaurants und nicht zuletzt beim Gang in die Arbeit. Die Folge sind freilich etwas längere Wartezeiten am Impfbus, bis die Dosis gespritzt ist. Am Dienstag in Hofkirchen erhielten die Unter-18-Jährigen den Impfstoff von BionTech-Pfizer, der ebenso als Booster-Impfung verabreicht wurde.
Auf den dritten Pikser wartete auch Philip Obirei aus Garham geduldig. „Ich will einfach einen größeren Impfschutz haben“, beteuerte der 19-jährige Beamtenanwärter. Das schade nie, und man mache sich dadurch auch weniger Gedanken wegen einer möglichen Ansteckung, fügte der junge Mann hinzu. Nach kurzer Besinnung vor der Erstimpfung lautete seine innere Antwort: „Warum nicht?“ Ähnlich die Einstellung von Eugen Wider aus Hofkirchen. „Zweifel waren bei mir kein Thema“, erzählte der Rentner. Für den 67-Jährigen stand sofort und ohne Umschweife fest, sich impfen zu lassen, sobald es möglich war. Er freute sich am Dienstagmittag auch entsprechend auf die Dritt-Impfung. „Die wird wahrscheinlich auch wieder aufgefrischt werden müssen“, formulierte der seit 30 Jahren in der Marktgemeinde lebende Wahl-Niederbayer als Prognose.
Aufgrund ihrer Schwangerschaft hatte Annalena Eberhardt ihre Zweit-Impfung noch um einige Wochen aufgeschoben. Ihre Chance dazu nutzte sie am Dienstag im Impfbus in Hofkirchen, den sie „super“ findet, weil man zum Impfen nicht so weit zu fahren braucht. Die 23-jährige Krankenschwester hatte sicherheitshalber die Entbindung abgewartet, aber jetzt gleich die erstbeste Gelegenheit zur weiteren Immunisierung wahrgenommen. „Ich bin schon froh, wenn ich vollständig geimpft bin“, sagte die Windorferin, die sich – wie alle anderen mit FFP2-Maske – in die Menschentraube vor dem Rathaus einreihte. Zufrieden mit der guten Resonanz zeigte sich auch Hofkirchens Bürgermeister Josef Kufner. „Es geht richtig zu“, sagte er voller Lob für den Impf-Service des Landkreises.
Impfbus kommt nach Beutelsbach und EgingDer Impfbus des Landkreises ist weiter auf Tour. Am Freitag, 12. November, kommt er nach Beutelsbach. Von 11 bis 18 Uhr steht er auf dem Gelände des Bauhofs von Beutelsbach, Zum Reitholz 5.
Einen Tag danach, am Samstag, macht der Landkreis-Impfbus vor den Toren der Westernstadt Pullman City in Eging am See Station. Hier kann man sich von 12 bis 20 Uhr ohne Anmeldung impfen lassen. Zum Einsatz kommen die Impfstoffe der Hersteller BionTech/Pfizer (zugelassen ab 12 Jahren) sowie Johnson&Johnson (zugelassen ab 18 Jahren, von der STIKO empfohlen ab 60 Jahren). Diese Aktion werde angestoßen durch die Geschäftsführung Pullman City und das Landratsamt Passau, teilt die Westernstadt mit. „Die Vorgaben der Regierung in Bezug auf die Corona-Regeln gerade im Freizeitbereich sind streng und klar. 3G+ oder 2G. Da ist eine Impfung sowohl für unsere Gäste als auch für unsere Mitarbeiter wichtig.“, so Claus Six einer der geschäftsführenden Gesellschafter.
„Jeder, der an diesem Tag das Impfangebot annimmt, erhält ein Golden Ticket, das heißt freien Eintritt in die Westernstadt im Wert von 34 Euro. Wir unterstützen die Impfbus-Aktion zu 100 Prozent“, so Six weiter. Das Golden Ticket kann jederzeit unter Einhaltung der aktuell geltenden Corona-Regeln eingelöst werden.
Wie beim Impfbus allerorten üblich ist eine vorherige Registrierung oder Terminvereinbarung zur Impfung nicht notwendig. „Es handelt sich um ein offenes, wohnortunabhängiges Impfangebot für alle, im Rahmen der Zulassungsvorgaben der jeweiligen Impfstoffe“, teilt die Westernstadt mit. Erforderlich sei die Vorlage eines Ausweisdokuments (Personalausweis oder Reisepass) sowie der Impfpass, wenn vorhanden. Ansonsten werde eine Ersatzbescheinigung ausgestellt. Minderjährige (U18) müssen in Begleitung mindestens eines Erziehungsberechtigten erscheinen und eine entsprechende Einwilligungserklärung unterzeichnen.
Eine Vorlage der Einwilligungserklärung und weiterführende Informationen zur Corona-Schutzimpfung sind erhältlich unter www.landkreis-passau.de/impfzentrum. Dort erfährt man auch detaillierte Informationen über die Öffnungszeiten des Landkreis-Impfzentrums in Salzweg und die Stationen während der Impfbus-Tour. Darüber hinaus werden auch in Hausarztpraxen im Passauer Land Impfungen durchgeführt. − va
Quelle: pluspnp.de —−Bernhard Brunner
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Zwei Jahre ist das Foto vom Sturm aufs Vilshofener Rathaus alt – und auch heuer wird es wegen Corona kein aktuelles geben. −F.: heb/Archiv
„Der Sturm aufs Rathaus ist seit Anfang der Woche abgesagt“, bestätigt am Mittwoch Bürgermeister Florian Gams. Es ist das zweite Mal seit der Pandemie, dass Pleintinger Carnevalsverein und Vilusia ausgeladen wurden. Auch in Hofkirchen fällt der offizielle Faschingsstart der Hofnarria am 11. 11. um 11.11 Uhr aus.
Die Aktion zum Start in die Faschingssaison führen die beiden Vilshofener Faschingsvereine seit 2016 gemeinsam am 11. November durch. Dabei nehmen sie Bürgermeister Florian Gams symbolisch den Rathausschlüssel ab. Begleitet wird das humorige Spektakel auch von Garden, Elferrat und Prinzenpaaren. Doch angesichts der steigenden Inzidenz-Werte wird darauf heuer verzichtet. Wie die Faschingssaison generell aussehen wird? Keiner traut sich eine Prognose zu.
So geht es auch den Hofkirchnern: Am Dienstagabend hieß es noch: „Pünktlich um 11.11 Uhr heißt es am Donnerstag in Hofkirchen wieder: Auf unseren Fasching ein dreifach donnerndes Hofnarria Helau!“ Im Wirtshaus hätte das Faschingskomitee Hofnarria auf die anstehende Saison eingestimmt und das Prinzenpaar vorgestellt. „Es könnte einen Fasching 2022 geben – in welcher Form, stellt sich erst noch heraus“, hieß es. Doch am Mittwochmorgen haben die Verantwortlichen die Reißleine gezogen: „Es wird morgen keinen Faschingsauftakt geben. Wir sagen unsere Veranstaltung ab. Es geht einfach nicht.“
Auch die weitere Planung ist schwierig: „Die Gesundheit unserer Gäste und auch der tanzenden Jugendlichen hat absolute Priorität“, so Präsident Stephan Dauscha. Und wenn die Zahlen sind, wie sie sind, werde die Hofnarria nichts riskieren. Was wird dann mit dem Faschingsumzug Ende Februar? „Bis spätestens Weihnachten wollen wir entscheiden, ob er stattfindet. Denn dann wäre noch genug Zeit für die Vereine und Gesellschaften, einen Wagen für den Gaudiwurm zu bauen.“
Quelle: pluspnp.de —−Carmen A. Laux
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Die siegreichen Vereinsmeister: Helmut Moser/Annemarie Krieger (v.l.), Niklas Doppelhammer, Renate Saller, Jasmin Doppelhammer, Edwin Doppelhammer sowie Vorstand Walter Doppelhammer. −Fotos: VA
Nachdem Corona auch den EC Zaundorf ausgebremst hatte, konnte in diesem Jahr – auch wegen umfangreicher Fördermaßnahmen durch Gemeinde und BLSV – die Renovierung der Stockhalle in Angriff genommen werden.
Nachdem die Asphaltbahnen in die Jahre gekommen waren und zeitweise der Stock ohne Verschulden des Schützen nicht mehr dort landete, wo er hin sollte, entschloss sich die Vorstandschaft, für die Erneuerung der Bahnen eine auf das Pflastern von Stockbahnen spezialisierte Firma zu beauftragen. Mit Hilfe einiger Vereinsmitglieder waren die Pflasterarbeiten innerhalb drei Tagen erledigt. Ebenso wurde ein Geländer als Abgrenzung der Spielbahnen gezimmert. „Besonders erwähnenswert rund um die Hallenrenovierung sind die Arbeitsstunden, die Vorstand Walter Doppelhammer, Josef Macht und Michael Käser und Christian Lang aufgebracht haben“, heißt es seitens des Vereins.
Froh war man auch um den Zusammenhalt im Verein, wenn es um anstehende Kleinreparaturen, Pflege- und Reinigungsarbeiten oder Sachspenden ging. „Nun strahlt die Halle wieder in neuem Glanz und mit ihr die Schützen. Der neue Bahnbelag lockt wieder mehr Sportler an“, heißt es.
Nachdem die Bahnen eingeschossen waren, richtete der Verein gleich die Vereinsmeisterschaft aus. Die Beteiligung war mit 26 Mannschaftsschützen und 35 Einzelwertungen sehr erfreulich.
Ausgetragen wurde die Vereinsmeisterschaft im Modus Plattlschießen. In der Mannschaftswertung setzte sich das Team Annemarie Krieger/Helmut Moser mit 83 Punkten durch, gefolgt von Jasmin und Sonja Doppelhammer mit 75 Punkten. Dritter wurde Sepp Macht mit Peter Heider vor Team Marion Riesinger/Rupert Doppelhammer. Gleichzeitig wurden die erzielten Punkte für die Einzelwertungen gezählt. Der jeweils beste Durchgang zählte.
Einige Schützen erzielten ihre Punkte für die Einzelwertung anderntags, so dass es bei den Schülern U 8 einen Teilnehmer Lukas Greiler gab, der mit 44 Punkten seinen besten Durchgang bewertet bekam. Bei den Schülern U14 kämpften fünf Schützen um den Sieg. Diesen trug Niklas Doppelhammer mit 43/32 Punkten vor Alexander Heider (41/39 Punkte) davon. Dritter wurde Bastian Doppelhammer (40/37 Punkte) vor Benet Greiler (39/31 Punkte) und Simon Käser (37/33 Punkte).
Die Siegerliste bei der Jugend führte Jasmin Doppelhammer mit 43/41 Punkten vor Stefanie Doppelhammer (39/33), Tobias Doppelhammer (39/28) und Florian Käser (39/26) an.
Unter den zehn Teilnehmerinnen bei den Damen trug Renate Saller mit 48/40 Punkten den Sieg knapp vor Anita Meier mit 47/44 Punkten davon. Dritte wurde Hilde Lorenz (47/42 Punkte). Platz vier ging an Annemarie Krieger (46/45 Punkte).
Bei der Einzelwertung der Männer siegte Edwin Doppelhammer mit 48/46 Punkten vor Michael Käser mit 46/42 Punkten. Platz drei ging an Josef Käser mit 45/43 Punkten vor Walter Doppelhammer mit 44/43 Punkten. Fünfter wurde Peter Heider mit 44/41 Punkten. Hier gab es insgesamt 15 Teilnehmer.
Die jugendlichen Schützen durften einen Pokal mit nach Hause nehmen. Für die ersten Platzierungen in der Erwachsenenwertung gab es Sachpreise. Auch die beiden Wanderpokale fanden ihre neuen Besitzer. Im Vereinslokal Stanek lies man den gelungenen Abend ausklingen.
Einen weiteren Erfolg gab es für Jasmin Doppelhammer zu feiern. Sie platzierte sich bei der Bayerischen Meisterschaft im Einzelschießen auf Rang sechs, so dass sie sich für die Deutsche Meisterschaft in Kühbach qualifizierte. Mit insgesamt 213 Punkten auf zwei Durchgänge konnte sie auch hier Rang sechs erzielen. Der EC ist stolz auf den vereinseigenen Nachwuchs und hofft auf weitere jugendliche Schützen. Training ist jeden Freitag um 18 Uhr in der Halle in Zaundorf. − va
Der ganze Stolz des EC Zaundorf: Die Pandemie hat der Verein dazu genutzt, seine Halle zu renovieren.
Quelle: pluspnp.de —−va/Foto: VA
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Die Freude der rumänischen Kinder ist immer groß und geht zu Herzen, wenn sie ihre Weihnachtspäckchen aus dem Raum Passau bekommen.
Die Freude der Schulkinder an der Grundschule Hofkirchen war sehr groß, als Max Mühlbauer, Vorsitzender des Imkervereins Vilshofen-Hofkirchen zusammen mit dem Hofkirchner Imker Ottmar Bartel im Schulhof erschien und für jede Klasse zwei Gläser Honig übergab. Denn das cremig gerührte „Kulturgold“ heimischer Imker schmeckt den Kindern in einer besonderen Honigbrotpause immer s besonders gut. An der Umweltschule pflegt man schon lange und intensiv den Gedankenaustausch zwischen den Bienenexperten und den Schulkindern. So plant Rektorin Ingrid Weinzierl gemeinsame Aktionstage rund um die Biene. Auch der neu entstandene Bienenerlebnisweg wird für Wanderungen unter fachkundiger Erklärung für Kinder und Lehrer im Mittelpunkt der naturkundlichen Betrachtung stehen. Max Mühlbauer wird im Frühjahr die Schülergruppen an den einzelnen Informationstafeln sensibilisieren. − va/Foto: VA
Quelle: pluspnp.de —−va/Foto: VA
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Die Freude der rumänischen Kinder ist immer groß und geht zu Herzen, wenn sie ihre Weihnachtspäckchen aus dem Raum Passau bekommen.
Der DJK-Jugendförderverein Hofkirchen vergisst trotz Corona die Kinder in rumänischen Heimen und Dörfern nicht: „Wir wollen auch in der Pandemie wieder rund 200 Weihnachtspäckchen befüllen. Das kann aber nur mit der Unterstützung der Bevölkerung gelingen wie in den letzten Jahren auch“, so die Initiatoren.
Seit 24 Jahren gibt es diese Aktion, über 5000 Weihnachtspäckchen, 15 Tonnen Lebensmittel und zig Lkw-Ladungen mit Kleidung wurden seitdem nach Rumänien gebracht. „Für die Weihnachtspäckchen benötigen wir wieder Kinderbekleidung, Hygieneartikel, Schreib- und Malhefte, Stifte, Spielzeug und Süßigkeiten. Gerne nehmen wir auch Geldspenden entgegen, damit wir die Päckchen im Wert von rund 20 Euro bestücken können“, heißt es. Außerdem werden mit den Geldspenden Medikamente in Rumänien für Bedürftige gekauft. Auch haltbare Lebensmittel wie Mehl, Zucker, Reis, Nudeln, Kaffee nimmt der Jugendförderverein dankend an.
Organisiert wird der ehrenamtliche Transport von der Rumänienhilfe Wegscheid, die auch die Verteilung der Weihnachtspäckchen sowie der anderen gesammelten Sachen übernimmt. Noch vor Weihnachten werden die Helfer die Pakete in Heimen und Dörfern abgeben. „Die leuchtenden Augen der Kinder und die Dankbarkeit der Bevölkerung sind es allemal wert, den Aufwand zu betreiben“, berichten immer wieder die Überbringer der Hilfsgüter. Durch Corona sei die Not noch größer geworden, derartige Hilfstransporte deswegen wichtiger denn je. Die letzten Jahre wurden etwa die Diakonie Alba Julia, der Selbsthilfeverein Medias, die Taubstummenschule Klausenburg und das blaue Kreuz unterstützt.
An diesen Annahmestellen können Spenden abgeben werden: Josef Kühberger, Burgstall 8, Eging; Claudia Spirk, Kolpingstraße 10a, Rathsmannsdorf; Beate Stifter, Donaulände 12, Hofkirchen; Siegfried Geier, Ramperting 6, Außernzell. Annahmeschluss in diesem Jahr ist der 22. November. Auch die Schulen Eging am See, Garham, Hofkirchen, Windorf und Otterskirchen beteiligen sich wieder an der Spendenaktion. Hier wurden die letzten Jahre von den Schülern und Eltern hunderte Päckchen gepackt. Die Abgabetermine werden in den Schulen frühzeitig bekanntgegeben. − va/Foto: VA
Quelle: pluspnp.de —−va/Foto: VA
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Zum Kauf des neuen Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeugs (HLF 20) für die Feuerwehr Garham hat die Regierung von Niederbayern dem Markt Hofkirchen 125000 Euro als Zuschuss bewilligt. Die Mittel stammen aus der Feuerschutzsteuer, für die der Landtag im Bayerischen Feuerwehrgesetz eine zweckgebundene Verwendung im Feuerschutz festgelegt hat.
Mit einer Besatzung von neun Feuerwehreinsatzkräften ist das neue Fahrzeug für die selbstständige Brandbekämpfung, zum Fördern von Löschwasser und zur Durchführung technischer Hilfeleistungen konzipiert. Es verfügt über einen Löschwasserbehälter mit einer nutzbaren Wassermenge von mindestens 1600 Litern und eine Schnellangriffseinrichtung zur Bekämpfung von Entstehungsbränden. Die Bezeichnung HLF 20 steht für ein Löschgruppenfahrzeug mit erweiterter Beladung und Ausrüstung für die technische Hilfeleistung. − va
Quelle: pluspnp.de —−va
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Strahlende Gesichter: Lydia Weber (v.l.), Brigitte Engl-Müller, Birgit El Ghord, Evi Datzmann, Helmut Klamant, Pfarrer Gotthard Weiß, Michaela Schmid und Neumitglied Josef Kufner. −Foto: VA
Mit einem Jahr Verspätung lud der Kindergartenförderverein zur Hauptversammlung ins Gasthaus Reischer. Unter anderem standen Neuwahlen auf der Tagesordnung, wobei alle Mitglieder in ihren Ämtern bestätigt wurden.
Vorsitzende Evi Datzmann gratulierte eingangs dem ebenfalls anwesenden Pfarrer Gotthard Weiß zu seiner Ehrenbürgerschaft. Der wiederum dankte dem Verein dafür, Kinderwünsche zu erfüllen, die nicht in die Haushaltsplanungen passen. Mit Bedauern stellte er fest, dass dies das letzte Mal sei, dass er als Pfarrer von Hofkirchen seine Grußworte spreche, da er im kommenden Jahr in den Ruhestand versetzt werde. Er wolle aber dem Verein als ordentliches Mitglied erhalten bleiben.
Bürgermeister Josef Kufner würdigte die Leistungen des Vereins und den kurzen Dienstweg zwischen Vorstandschaft und Rathaus.
Über die vergangenen zwei Jahre berichtete dann die Vorsitzende. Neben einer Spende der Schatzkiste und des SPD-Ortsvereins konnte der Verein vor allem durch die Mitgliedsbeiträge Einnahmen erzielen. Damit wurden neben verschieden Spielgeräten auch ein Bollerwagen für die Kindergrippe angeschafft und Ausflüge der Kindergartenkinder gesponsert. Darüber hinaus steuerte der Verein wieder Selbstgebackenes zum Paulis Kirta 2019 bei. Man beteiligte sich außerdem an der Verabschiedung von Erzieherin Karin Pillmayer, die eine der Initiatoren für die Vereinsgründung war. Im Herbst 2020 trafen sich mehrere Mitglieder im Garten des Kindergartens und pflanzten neue Bäume, da die alten dem Umbau weichen mussten. Schließlich übernahm der Verein einen Teil der Kosten für die Luftreinigungsfilter, die auf Bestreben des Elternbeirates angeschafft worden waren. Bürgermeister Josef Kufner erklärte, dass dafür auch gemeindliche Fördermittel auf den Weg gebracht worden seien.
Kassiererin Lydia Weber stellte die Gewinn- und Verlustrechnung des Vereins von 2019 bis 2021 vor, deren Richtigkeit Kassenprüferin Brigitte Wagenpfeil auch im Namen von Anita Penzenstadler bestätigte.
Im Anschluss fanden die Neuwahlen statt unter Leitung des Pfarrers. Er hatte leichtes Spiel, da es keine Änderungen gab. Vorsitzende bleibt Evi Datzmann, 2. Vorsitzender Helmut Klamant, Kassiererin Lydia Weber, Schriftführerin Michaela Schmid, Beisitzer sind Brigitte Engl-Müller, Roswitha Saller, Anita Luger und Bernhard Pusch. Gotthard Weiß gratulierte der neuen, alten Vorstandschaft und wünschte allen dieselbe Freude und dasselbe Engagement wie bisher.
Auch der Bürgermeister bat den Verein um die gleiche Schaffenskraft und sagte seine volle Unterstützung zu, was er gleich bewies und sich als 78. Mitglied aufnehmen ließ. − va
Quelle: pluspnp.de —−va
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Ehre, wem Ehre gebührt: Hofnarria-Präsident Stephan Dauscha (v.l.), Ehrenpräsident Werner Fellner sowie zweiter Bürgermeister Alois Wenninger. −Foto: VA
Das erste Mal nach eineinhalb Jahren hat das Faschingskomitee Hofnarria wieder eine Veranstaltung abgehalten: Präsident Stephan Dauscha hieß zur Jahreshauptversammlung im Gasthaus zur Post 44 aktive Mitglieder willkommen. Dass die Corona-Schutzmaßnahmen eingehalten wurden, verstand sich von selbst. Mit dabei waren auch die Ehrenmitglieder Karl Kreilinger, Johann Weber und Rolf Britz, zweiter Bürgermeister Alois Wenninger sowie Pfarrer Gotthard Weiß.
Nach der Andacht an die verstorbenen Mitglieder blickten Präsidenten, Schriftführer und Schatzmeisterin auf die Faschingssaison 2019/20 und die pandemiebedingt ausgefallene Saison 2020/21 zurück. Der Vorsitzende berichtete zudem über die Ziele im kommenden Jahr: Natürlich wolle man weiter die jugendlichen Gardetänzer und Gardetänzerinnen fördern – deshalb wurde auch wieder eine neue Zwergerlgarde ins Leben gerufen. Ebenso wolle man das Brauchtum wieder pflegen und auch gemeinnützig in der Marktgemeinde Hofkirchen tätig bleiben. So seien diverse Veranstaltungen geplant. „Die kommenden Wochen sind entscheidend, in welcher Form sie durchführbar sind. Den Faschingsauftakt am 11.11. werden wir feiern – wenn auch unter Auflagen“, gab Stephan Dauscha bekannt.
Schriftführer Josef Schneider berichtete über die Mitgliederentwicklung: Mit 299 kratze man an der 300er Marke – trotz des ein oder anderen Austritts sei der Verein in Sachen Mitgliedern stabil. Sein Rückblick auf den Fasching 2019/2020 rief schöne Erinnerungen hervor und wurde mit Applaus bedacht.
Dem ausführlichen Kassenbericht, erstellt und verlesen von Schatzmeisterin Tina Scheingraber, verfolgte die Versammlung sehr interessiert. Fazit: „Wir haben auch in der letzten Zeit gut gewirtschaftet. Der Verein steht trotz der laufenden Kosten finanziell gesund da“. Dies bestätigte die Kassenprüfung.
Pfarrer Gotthard Weiß wünschte dem Verein das Beste für die Zukunft. Dem schloss sich zweiter Bürgermeister Alois Wenninger an und sicherte die Unterstützung der Gemeinde zu – sei doch der Hofkirchener Fasching überregional bekannt.
Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde einstimmig für die Zusammenlegung des Faschings 2019/20 und 2020/21 gestimmt und somit auch zum Aufschub der Neuwahlen auf 2022. Dann soll, so die Hoffnung, die Generalversammlung wieder ordnungsgemäß im Frühjahr durchführbar sein.
Zu besonderen Ehren kam Werner Fellner: Auf Vorschlag der Versammlung wurde er zum Ehrenpräsidenten des Faschingskomitees Hofnarria ernannt. „Werner ist eine nicht wegzudenkende Institution“, stellte der amtierende Präsident heraus und zählte auf: „Er steht dem Verein immer mit Rat und Tat zur Seite – als Teil des legendären Männerballetts, als Aktiver in der Vereinsführung, mit seiner Arbeit im ostbayerischen Faschingsverband, als Helfer am Faschingssonntag oder beim Bau der Unterstellhalle beziehungsweise des neuen Komiteewagens.“
Sichtlich gerührt nahm Werner Fellner die Ehrung entgegen, bedankte sich und schloss seine kurze Rede wie von ihm gewohnt mit einem Witz ab. Die Mitglieder applaudierten minutenlang.
Die Schlussworte gehörten traditionell Vizepräsidentin Heike Saller, die wie auch die Anwesenden auf eine schöne Faschingssession 2021/22 hofft. Den Abend ließ man dann in geselliger Runde ausklingen. − va
Quelle: pluspnp.de —−va
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Seit 50 Jahren ist die Spedition Würzburger für ihre Kunden unterwegs. Zu dem Firmen-Jubiläum gratulierte der stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Niederbayern, Thomas Graupe (l.), und überreichte eine IHK-Ehrenurkunde an Geschäftsführer Günter Würzburger und seine Frau Sonja. Gegründet wurde das Unternehmen 1971 von Hans Würzburger, dem Vater des heutigen Geschäftsführers. Damals fuhr der Chef selbst den einzigen Lkw und Ehefrau Annemarie kümmerte sich um Büro und Logistik. Über die Jahre ist der Familienbetrieb kontinuierlichgewachsen, beschäftigt heute 20 Mitarbeiter. Meilensteine der Firmengeschichte waren etwa der Bau der neuen Werkstatt samt Erweiterung des Bürogebäudes (2007), die größere Unterstellhalle für Lkw (2013) oder die Errichtung der neuen Salzhalle (2015). Heute sind 14 Lkw und zwei Silozüge im „Würzburger-Grün“ im nationalen und internationalen Güternah- und -fernverkehr unterwegs. Großen Wert legt das Unternehmen auch die regelmäßige Schulung seiner Fahrer – sie sind das wichtigste Kapital und gleichzeitig größtes Sorgenkind: Wie alle Unternehmen aus dem Logistikbereich sucht auch Würzburger händeringend Fachkräftenachwuchs, um den bisherigen Wachstumskurs fortsetzen zu können. Die Familie selbst kümmert sich aktiv um die Nachfolge: Sohn Alexander hat eine Ausbildung zum Speditionskaufmann begonnen, um einmal in dritter Generation den Betrieb weiterzuführen, und Tochter Sophie hilft bereits im Büro mit. − va/F.: IHK
Quelle: pluspnp.de —−va
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Schwerstkranke pflegebedürftige Kinder und deren Familien benötigen besondere Unterstützung. Seit 2016 gibt es den Verein „Intensivkinder sinnvoll helfend“, der Therapien wie z.B. Reittherapie, Klangschalenbett finanziert, die durch die Pflege- und Krankenkassen nicht erstattet werden. Der Verein hilft Kindern, die in der Intensivkinder-WG „Haus Sinnvoll“ in Pocking betreut werden, sowie allen anderen in gleicher Weise betroffenen Kindern, die zuhause leben. Damit wird auch den Familien unter die Arme gegriffen und schnell und unkompliziert geholfen, auch um soziale Notlagen im Einzelfall abzuwenden.
Die Organisation finanziert sich durch Mitgliedsbeiträge und Spenden. Die Schatzkiste Hofkirchen hat den Verein jetzt mit 2.000 EUR unterstützt. Bei der Spendenscheckübergabe: in der Mitte Monika Jakob, 1. Vorsitzende des eV, links Caro Schott und rechts Liane Hahn vom Schatzkiste-Team In der Schatzkiste Hofkirchen, einem kleinen ständigen Flohmarkt, wird ehrenamtlich gearbeitet. Die dort zum Verkauf stehenden Waren werden gespendet und bekommen ein neues Leben, wenn sich ein Liebhaber findet. Die Sachspenden sind oft viel zu schade zum Wegwerfen und machen dem neuen Besitzer wieder Freude. Durch die großzügige Unterstützung der Gemeinde entstehen dem Projekt keine Kosten, alle Einnahmen werden zu 100 % an soziale Einrichtungen in der Region weitergegeben. Das Warenangebot ist vielfältig, von Nützlichem wie Bettwäsche oder Tischdecken über Porzellan und Gläser gibt es eine große Auswahl an Deko-Sachen, und ganz aktuell ist Kindermode vom Feinsten im Angebot. Die Schatzkiste in Hofkirchen, Garhamer Str. 4 ist üblicherweise dienstags von 10–12 Uhr, freitags von 16–18 Uhr und an jedem 1. Samstag im Monat von 10–12 Uhr geöffnet. Am 06.11. gibt es in und vor der Schatzkiste von 10 bis 13 Uhr einen Weihnachtsmarkt mit allem, was das Herz des Weihnachtsfans höher schlagen lässt.
Was ist bloß in Hofkirchen los, fragen sich nicht nur politische Beobachter. Dass ein Altbürgermeister seinen Nachfolger in einem Leserbrief auffordert, sich bei ihm zu entschulden (wie in dieser Woche geschehen), lässt erahnen, wie sehr sich der alte und der junge Bürgermeister bekriegen. Können die beiden sich nicht wie zwei erwachsene Männer aussprechen?
Willi Wagenpfeil hat alles richtig gemacht: Er verließ die politische Bühne im Zenit seiner Karriere. Bau- und Gewerbegebiete florieren, die Marktgemeinde steht schuldenfrei da. Man zog, als er nach 18 Jahre ging, den Hut vor ihm.
Doch nun beginnt er, an seinem Denkmal zu kratzen. Wagenpfeil kann nicht loslassen. Er geht in jede Sitzung und jeden Ausschuss. Es wirkt, als ob der Alte den Neuen kontrollieren würde. Zudem erweckt er den Eindruck, währenddessen per Handy mit seiner Tochter (die im Gremium sitzt) in Kontakt zu stehen. Fraktionssitzungen finden auch in seinem Hause statt.
Das kann nicht gut gehen. Denn so bekommt Wagenpfeil mit, was wie läuft. Statt einen Schlussstrich zu ziehen und anzuerkennen, dass nun ein (gewählter!) Neuer dran ist und der sagt, wo’s langgeht (und auch seine Fehler machen darf), mischt sich Wagenpfeil ein. Das schaukelt sich allmählich hoch. So lud Josef Kufner seinen Vorgänger nicht zur Eröffnung des Bienenerlebniswegs ein. Vergessen, sagt er. Und auch wenn es so war – das geht nicht!
Wagenpfeil hält mit seiner Kritik an Kufner nicht zurück, wie er kürzlich an seinem 70. Geburtstag unter Beweis stellte. Wohin soll das führen? Wie man es wendet und dreht: Die Situation verschlimmert sich nur. Wagenpfeils großartige Arbeit, Hofkirchen glänzend dastehen zu haben, erleidet mit jeder Attacke Schaden.
Quelle: pluspnp.de —−Helmut Rücker
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Pünktlich zum 20-jährigen Bühnenjubiläum des aus Funk und Fernsehen (u.a. BR-Brettlspitzen) bekannten Kabarett-Duos Tom & Basti erscheinen das neue Konzertprogramm und die gleichnamige CD „zeitlang“. Die beiden Mauthler Volkssänger nutzten die spielfreie Lockdown-Zeit und machten sich – in gewohnt selbstironischer, augenzwinkernder und hintergründiger Manier – daran, einen waidlerischen Blick auf die Welt zu werfen.
Dabei werden Alltagssituationen, Liebenswürdigkeiten und Eigenheiten im „Kosmos Dorf“ in Wort und Ton auf die Schippe genommen.
Was erhält ein Dorf am Leben? Welche Charaktere findet man in jedem Dorf?
Mit ihrer humorvollen aber teils nachdenklichen Art geben die Musiker Einblick in eine Idylle, die durchaus von Ungereimtheiten durchzogen ist und so manch städtisches Landbild in seinen Grundfesten erschüttert.
Ob die Zeit auf dem Dorf nun nur aus Sicht eines Stadtbewohners sehr lang werden kann oder der Waidler einfach „zeitlang“ hat nach einer besseren, älteren oder neuen Zeit, kann jeder Zuhörer für sich selbst entscheiden.
Tom & Basti jedenfalls hatten „zeitlang“ nach dem Publikum – das hört und sieht man in jedem Ton, jeder Geste und in jedem Wort.
Dieses Verlangen nach echter, unverfälschter Wirtshausmusik wird sicher noch eine Zeit lang bleiben und die beiden weiterhin auf den Bühnen im bayerisch-sprachigen Raum begleiten.
Datum 05. Dezember 2021
Beginn 19 Uhr
Einlass 17 Uhr
Preis VVK 20 € (zzgl. VVG)
Abendkasse 24 €
Kinder bis 6 Jahre freier Eintritt
Kinder bis 14 Jahre 50% Ermäßigung
Tickets sind zu erhalten bei
Leizinger Josef 08541 / 7446
oder an bekannten VVK – Stellen
Ort Beheizte EC – Halle in Garham
Veranstalter
SV Garham e.V
Garham
Premiere im Garhamer Freibad. Im Rahmen des Kinderferienprogramms der Marktgemeinde Hofkirchen hat die Tauchschule Vilshofen – Fun Divers einen Tag gestaltet. Zwölf Kinder (fünf Mädchen und sieben Buben) im Alter von zehn bis 16 Jahren absolvierten aufgeteilt in drei Gruppen einen Schnuppertauchkurs. Als Tauchlehrer und Betreuer stellten sich Reinhard Weichselgartner und Robert Kriegl zur Verfügung. Die Idee: Schnuppertauchen ist eine sehr gute Gelegenheit, das erste Mal unter Wasser aus einem Atemregler Luft aus einer Pressluftflasche zu atmen und ein Gefühl fürs Tauchen zu „erschnuppern“. Nach der Theorie hieß es schon: „Lasst uns unter Wasser einfach ein bisschen herumschwimmen“, ermunterten Reinhard und Robert ihre Schützlinge. Die Schnuppertaucher spürten am eigenen Leib die „Schwerelosigkeit“ unter Wasser und genossen die ersten Atemzüge unter Wasser. „Voll cool“ – „schee“ – „etwas Neues“ strahlten die Kinder nach ihren ersten Tauchversuchen. Nebenbei wurde noch der Umgang mit einem Kompass geübt. Sechs Punkte mussten anhand von vorgegeben Koordinaten bei einer Schnitzeljagd gefunden werden. Dort galt es, verschiedene Schätz-, Wissens- und Scherzfragen zu lösen. Zielpunkt war der Eingang zum Freibad und damit der Zugang zum Schnuppertauchen. Nach dem aufregenden Tag erhielten die Absolventen eine Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme zum Intro-Diver-Schnuppertaucher. Auf dem Wunschzettel der Kinder steht nun ganz oben eine Wiederholung dieser Veranstaltung, spätestens beim Ferienprogramm 2022. − fe/Foto: Franz X. Eder
Quelle: pluspnp.de —−-fe/Foto: Franz X. Eder
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Pfarrer Gotthard Weiß segnete die Mädchen und Buben coronakonform im Freien. −Foto: Elsberger
Hofkirchen
„Jeder Schultag muss schön sein, aber der erste Schultag prägt“, sagt Ingrid Weinzierl. Die Schulleiterin der Grundschule Hofkirchen hat sich wie viele Kolleginnen und Kollegen im Raum Vilshofen einiges einfallen lassen, um ihre Erstklässler trotz Corona einen schönen ersten Schultag erleben zu lassen. 21 Schulanfänger und deren Familien hat sie gestern bei strahlendem Sonnenschein empfangen. Als Begrüßung gab es für die Buben und Mädchen ein „umweltfreundliches Feuerwerk“ im Freien mit bunten Bändern, die in die Luft geschleudert wurden. Anschließend gingen die Erstklässler mit jeweils einem Erziehungsberechtigten in die Aula, wo sie unter Anleitung von Ingrid Weinzierl einen Corona-Test machten. Um die Wartezeit aufs Ergebnis zu verkürzen, lud Weinzierl die Schüler zum Boogie-Woogie-Tanzen ein. Als klar war, dass alle Tests negativ sind, ging es weiter ins Klassenzimmer. Zum Abschluss des ersten Schultags segnete Pfarrer Weiß im Freien die Kinder.
Rund 450 Schüler im Vilshofener Raum hatten gestern ihren ersten Schultag. Für die Schulleiter war es der zweite Schulbeginn unter Corona-Bedingungen. Geändert zu letztem Jahr hat sich, dass die Schulanfänger getestet sein mussten, bevor es in die Klassenräume ging. In den ersten Schulwochen müssen alle im Schulhaus eine Maske tragen – auch am Sitzplatz.
Vor der Grundschule Aldersbach war am Montag ein Testzentrum für Schüler und Eltern aufgebaut. In den Grundschulen Aunkirchen und Garham musste in der Schule nur noch vereinzelt getestet werden. Die meisten hatten ihr negatives Testergebnis schon dabei. Die Kinder und Eltern hätten gut mitgemacht, alles sei reibungslos verlaufen, ist von allen Grundschulen zu hören. „Die Kinder haben das bravourös gemeistert“, sagt Hans Knittlmayer, Schulleiter der Grundschule Alkofen-Pleinting. —Katja Elsberger
SCHULANFÄNGER
Vilshofen: 73 Schulanfänger, drei Klassen
Sandbach: 23, eine Klasse
Alkofen: 24, eine Klasse
Pleinting: 11, Kombiklasse
Aunkirchen: 26, eine Klasse
Montessorischule: 19
Franz-Xaver-Eggersdorfer-Schule: 16
Garham: 23, eine Klasse
Hofkirchen: 21, eine Klasse
Eging: 39, zwei Klassen
Windorf: 23, eine Klasse
Otterskirchen: 23, eine Klasse
Ortenburg: 42, zwei Klassen
Neustift: 17, eine Klasse
Beutelsbach: 10, Kombiklasse
Aldersbach: 58, drei Klassen
Quelle: pluspnp.de —−-Katja Elsberger
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Mit einem Lächeln nahm Pfarrer Gotthard Weiß (2.v.l.) die gerahmte Urkunde zur Ernennung zum Ehrenbürger Hofkirchens aus den Händen von Bürgermeister Josef Kufner (l.) und seinen beiden Stellvertretern (v.r.) Alois Wenninger und Georg Stelzer in Empfang. −Fotos: Brunner
Hofkirchen
Die höchste Auszeichnung, die eine Kommune vergeben kann, ist am Sonntag, dem Fest Mariä Namen, dem Bischöflich Geistlichen Rat Gotthard Weiß in dessen „Wohnzimmer“, der spätgotischen Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt, zuteil geworden. Der Markt verlieh diese Würde laut Bürgermeister Josef Kufner „einer echten Persönlichkeit, einem ganz besonderen Menschen, der sprichwörtlich ein echter Segen für unsere Gemeinde ist.“ Die Bürgermedaille Hofkirchens durfte Alois Zauner, Bürgermeister der Partnergemeinde Hofkirchen an der Trattnach, in Empfang nehmen.
Gotthard Weiß, am 15. Juni 1996 in die Kommune an der Donau gekommen, sei damit bis zu seinem Ruhestand der Pfarrer, der am längsten in Hofkirchen gewirkt habe, sagte Kufner. Er verhehlte nicht, dass man sich „erst zusammenraufen“ habe müssen – wegen unterschiedlicher Vorstellungen in Sachen Gottesdienstgestaltung. „Sie dürfen dreimal raten, wer sich durchgesetzt hat“, fragte Kufner augenzwinkernd die Zuhörer nach dem Gottesdienst zur Feier des Tages.
Kufner schätze die Zusammenarbeit mit Weiß – sei es im kirchenmusikalischen Bereich, als Mitglied der Kirchenverwaltung und als Bürgermeister – „über alle Maßen“. Er würdigte Weiß als „Freund der Musik“, besonders der traditionellen Blasmusik. Pfarrer Weiß sei ein großer Förderer der Kirchenchöre Hofkirchen und Garham. Bei Gotthard Weiß komme auch das Gesellschaftliche bei Ausflügen mit Chor und allen Pfarrei-Bediensteten nicht zu kurz, sagte Kufner, der die Festrede im Altarraum hielt.
Besonderen Respekt zollte Kufner Weiß für dessen Engagement als Feuerwehrpfarrer des Bezirks Niederbayern und des Landkreises Passau. Zudem sei Weiß als Notfallseelsorger sowie als Seelsorger für die Bergwerk-Arbeiterfamilien Kropfmühl, Schausteller und Kaminkehrer tätig gewesen. In guter Erinnerung blieben die niederbayerische Feuerwehrwallfahrt nach St. Florian in Oberösterreich, der Festgottesdienst beim 150-jährigen Gründungsfest der in Freundschaft verbundenen Stadt Nagold in Baden-Württemberg sowie die Einführung der sogenannten Floriani-Gottesdienste in den Pfarreien Hofkirchen und Garham.
Gotthard Weiß sei ein Gönner der örtlichen Vereine. Die Gemeindepartnerschaft zu Hofkirchen/Trattnach sei von ihm aktiv mitgelebt worden. Als sichtbare Zeichen des Einsatzes von Gotthard Weiß in der Heimatgemeinde skizzierte Kufner die Neugestaltung von Pfarrhof/Apostelheim, die Ergänzung des Hofkirchener Kirchengeläuts um die bis dahin fehlende fünfte Glocke, die Errichtung von Urnenwänden in den Friedhöfen und die Kirchenrenovierungen – 1999 in Hofkirchen und zuletzt in Garham.
„Es gibt sicher noch viel mehr“, sagte Josef Kufner. Das Zusammenleben der Gesellschaft sei nur durch ein Miteinander möglich. „Diesen Geist verkörpern Sie. Sie leben uns das vor“, lobte der Bürgermeister. Pfarrer Weiß habe in den zurückliegenden 25 Jahren viel bewirkt. Wiederholt stellte Kufner fest: „Sie sind ein Segen für unsere Gemeinde.“
Gotthard Weiß reagierte bescheiden auf die hohe Auszeichnung. Er sagte kurz und knapp: „Danke. Mehr gibt es nicht zu sagen.“
45 Jahre Partnerschaft mit Hofkirchen/Trattnach
Am 28. August 1976 wurde die Partnerschaftsurkunde mit Hofkirchen an der Trattnach unterschrieben – vor 45 Jahren. „30 Jahre dieser Partnerschaft fallen in Deine Amtszeit“, wandte sich Kufner an seinen oberösterreichischen Amtskollegen Alois Zauner. Dieser wird bei den anstehenden Kommunalwahlen nicht mehr kandidieren. „Diese Partnerschaft wird gelebt und aktiv gestaltet“, bekundete Kufner. Zeugnisse dafür seien die vielen gegenseitigen Besuche zu kirchlichen und gesellschaftlichen Anlässen, Feuerwehrfesten und Faschingsbällen, aber auch viele über die Jahre gewachsene persönliche Freundschaften.
Musik verbindet, weiß Musiker Josef Kufner. Zuletzt habe das in Hofkirchen/Trattnach ausgerichtete Bezirksmusikfest Anlass zum Besuch gegeben – „und auch da waren wir zu Gast bei Freunden“. Als äußeres Zeichen des Dankes für die jahrzehntelange Partnerschaft, das Engagement, das gute Miteinander und die Verbundenheit zur Partnergemeinde überreichte Kufner an Zauner die Bürgermedaille.
Alois Zauner gratulierte Pfarrer Weiß zur Ehrenbürgerwürde und dankte ihm dafür, im Rahmen der Partnerschaft Vieles mitgestaltet zu haben. Vor allem mit den Altbürgermeistern Josef Weiß und Willi Wagenpfeil sei es gelungen, diese Verbindung auf tragfähige Füße zu stehen. Unter dem Applaus der Gastgeber sicherte er die Fortführung und den Ausbau der Partnerschaft über seine Amtszeit hinaus zu.
Glückwünsche namens des Landkreises übermittelte der stellvertretende Landrat Klaus Jeggle. Gotthard Weiß beschrieb er als einen Pfarrer, wie man ihn sich in Bayern wünsche – „Vorbild im Glauben, aber auch kritischer Geist“. Jeggles Dank galt dem segensreichen Wirken Weiß‘ als Feuerwehrpfarrer. „Menschen in Notlagen Trost und Hilfe zu spenden, ist weiß Gott nicht einfach.“ Der Landkreis begrüße Partnerschaften, weil sie Menschen zusammenbrächten und Grenzen überwänden. Damit solche Verbindungen gelebt würden, brauche es einen Kümmerer. „Und dieser war Alois Zauner“, stellte Klaus Jeggle fest.
Zur Überraschung von Ehrenbürger Gotthard Weiß hissten die Bürgermeister-Stellvertreter Alois Wenninger und Georg Stelzer mit ihrem Marktratskollegen Peter Binder eine weiß-blaue Flagge mit dem Hofkirchener Wappen an einem Fahnenmasten am Pfarrhof, umrahmt von der Blaskapelle Garham mit dem eigens einstudierten Konzertmarsch „Er weicht der Sonne nicht“. Den Festgottesdienst hatten die beiden Kirchenchöre Hofkirchen und Garham abwechselnd musikalisch gestaltet. Die Orgel spielte Roland Rimbeck.
Die Nadel zur Bürgermedaille steckte Hofkirchens Bürgermeister Josef Kufner (l.) seinem oberösterreichischen Amtskollegen Alois Zauner im Beisein von dessen Ehefrau Christine an.
Quelle: pluspnp.de —−-Bernhard Brunner
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Vorsitzende Elfriede Moosbauer mit den geehrten Mitgliedern Renate Eder (l.) und Cornelia Glessinger (r.). −Foto: Angelika Dachsberger
Garham
Ein halbes Jahr später als sonst konnte die Jahreshauptversammlung des Frauenbundes Garham stattfinden.
Obwohl Corona das geplante Programm gehörig durcheinanderbrachte, konnten doch gerade in den vergangenen Monaten wieder einige Veranstaltungen durchgeführt werden. Im Tätigkeitsbericht führte Angelika Dachsberger unter anderem aus, dass sowohl im vergangenen Jahr als auch heuer Palm- und Kräuterbuschen zuhause gebunden und dann an die Pfarrangehörigen abgegeben werden konnten.
Im Juli konnte die Geburtstagsfeier nach einem Jahr Pause mit 20 Jubilarinnen ebenso stattfinden wie das Sommerfest mit Ripperlessen im Garhamer Schulhof. Auch das Ferienprogramm im August wurde sehr gut angenommen. 18 Kinder filzten wunderschöne Windlichter, die sie anschließend stolz mit nach Hause nehmen konnten.
Nachdem die Kassenprüferinnen Tanja Sattler eine einwandfreie Kassenführung attestierten, erläuterte Katharina Schmidtmayer das Programm der Mutter-Kind-Gruppe. Da wegen Corona kaum Treffen in Innenräumen möglich waren, verlegten die „MuKis“ ihre Aktivitäten kurzerhand nach draußen. So wurden neben dem Garhamer Spielplatz der Ginkgo-Park, der Garten der Sinne in Eging, der Vogelpark oder das Wald-Spielgelände in Spiegelau mit den Kindern besucht.
Die Vorsitzende Elfriede Moosbauer dankte im Anschluss allen Mitgliedern für die vielfältige Unterstützung und ehrte drei Frauen für ihre langjährige Mitgliedschaft. Cornelia Glessinger und Christine Zimmermann sind seit zehn Jahren, die Dekanatsvorsitzende Renate Eder bereits seit 40 Jahren Mitglied im Verein.
Zum Schluss diskutierten die Mitglieder noch intensiv über die erfolgte Beitragserhöhung durch den Diözesanverband. − va
Quelle: pluspnp.de —−-va
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Die Feuerwehr Hofkirchen präsentiert sich mit KBM Christian Schneider (v.l.), 2. Vorstand Markus Markmüller, 2. Kommandant Florian Markmüller, Vorstand Josef Rauch, KBI Alois Fischl, Schriftführer Christian Lustig, Kommandant Hans-Peter Binder, Fahnenmutter Petra Moser, KBM und 3. Bürgermeister Georg Stelzer, Schatzmeisterin Michaela Weber, Beisitzer Martin Gotzler und Christian List, Altbürgermeister Willi Wagenpfeil, Beisitzer Marcel Kufner, Bürgermeister Josef Kufner, Josef Sitzberger, Paul Amand und 2. Bürgermeister Alois Wenninger.
Hofkirchen
Wie viele andere Vereine konnte auch die Freiwillige Feuerwehr Hofkirchen 2020 keine Jahreshauptversammlung abhalten. Im März 2020 war die letzte Versammlung mit Neuwahlen geplant, wurde aber kurz vor dem ersten Lockdown durch die Verantwortlichen abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben. Nun ließen es die aktuellen Vorschriften zu, die Wahlen im Gerätehaus nachzuholen.
Vorstand Josef Rauch durfte auch einige Ehrengäste begrüßen, darunter Fahnenmutter Petra Moser, Ehrenmitglied Josef Sitzberger, Ehrenkommandant, KBM und 3. Bürgermeister Georg Stelzer sowie die Ehrendamen Irene Britz und Annelise Rimbeck. Erstmals in seiner Funktion als Bürgermeister war auch Josef Kufner dabei. Gekommen waren auch sein Stellvertreter Alois Wenninger und der neue Altbürgermeister Willi Wagenpfeil. Von der Landkreisführung begrüßte der Vorstand Kreisbrandinspektor Alois Fischl sowie den ortsansässigen Kreisbrandmeister Christian Schneider. Besonders wurde Stadtbrandmeister a.D. Paul Amand der freundschaftlich verbundenen Feuerwehr Nagold aus Baden-Württemberger mit Familie willkommen geheißen.
Nach dem Totengedenken ging
Kommandant Hans-Peter Binder in seinem Tätigkeitsbericht auf 22 Einsätze in 2020 ein. Darunter ein schwerer Verkehrsunfall mit Todesfolge auf der Autobahn sowie der tödliche Badeunfall eines kleinen Jungen im Sommer. Dieses Ereignis hat die Vorstandschaft dazu bewegt, aus eigenen Mitteln für das Mehrzweckboot ein 3D Sonar anzuschaffen. Damit ist man im Ernstfall besser für eine Personensuche gerüstet. Größere und regelmäßigere Übungen mussten pandemiebedingt ausfallen, doch konnten einige Kameraden noch im Januar bis März 2020 einige Lehrgänge auf Landkreisebene abschließen. Ebenso mussten die Tätigkeiten der Jugendfeuerwehr heruntergefahren werden. Um hier wieder Schwung in die Truppe zu bringen, werben die Jugendlichen selbst für neue Mitglieder an ihrem Jugendtag am heutigen Samstag am Gerätehaus.
Vorstand Josef Rauch blickte auf ein stillstehendes Vereinsleben zurück: Zwar konnte im Januar noch die traditionelle Christbaumversteigerung stattfinden, doch mussten anschließend alle gewohnten Veranstaltungen und kameradschaftlichen Begegnungen auf ein Minimum heruntergefahren werden. Das Maibaumaufstellen und das Maifest mussten abgesagt werden. Ebenso das Ferienprogramm. Einzig der Nikolaus-Besuch und die Friedenslicht-Übergabe im Dezember konnten unter strengen Hygieneauflagen abgehalten werden.
Schatzmeisterin Michaela Weber, die das Amt interimsmäßig nach dem Tod des Kameraden Dieter Waas übernommen hatte, berichtete von einem positiven Kassenstand. Kassenprüfer Josef Sitzberger bescheinigte eine ordentliche Kassenführung des Verstorbenen – nicht nur in 2020 sondern über die vielen Jahre als Schatzmeister.
Dann wurde bekannt, dass Josef Sitzberger sich nicht mehr zur Wiederwahl stellen werde. Der Vorstand dankte dem Ehrenmitglied für seine insgesamt 37 Jahre als Kassenprüfer für den Feuerwehrverein sowie seinen gesamten Einsatz für die Wehr. Zusammen mit seinem Stellvertreter und den beiden Kommandanten überreichte er im ein Präsent.
In Sachen Beförderungen und Ernennungen berichtete der Kommandant, dass die meisten Beförderungen und Ernennungen schon im ersten Halbjahr stattgefunden haben. Im Beisein der Ehrengäste wurde Georg Stelzer für 40 Jahre aktiven Dienst geehrt.
Vor den Neuwahlen wurde noch die Satzung des Vereins in einigen Punkten angepasst und von der Versammlung bestätigt.
Leichtes Spiel hatte Bürgermeister Josef Kufner als Wahlleiter: Alle Ergebnisse waren einstimmig: Vorstand bleibt Josef Rauch, Stellvertreter Markus Markmüller, Schatzmeisterin Michaela Weber, Schriftführer Christian Lustig, EDV-Berater Christian Schneider, Beisitzer Martin Gotzler, Marcel Kufner und Christian List sowie die Kassenprüfer Christina Jakob-Kreilinger und Georg Stelzer.
Der Bürgermeister dankte in seinem Grußwort den gewählten Kameraden für die Übernahme dieser Ehrenämter. Zwar noch jung im Amt, habe er schon erkannt, welchen Stellenwert die Feuerwehren für die Marktgemeinde haben und wie sehr man sich auf sie verlassen kann. Besonders habe er dies bei den letzten Unwettern gemerkt, als Hofkirchen erstmals als Abschnittsführungsstelle aktiv wurde und beim Wasserrohrbruch in Winzer, als die Feuerwehr die Bevölkerung warnte und mit Getränken versorgte. So sei es selbstverständlich, die Feuerwehr bei der Erneuerung des Schulungsraum oder auch bei der Schulung für das 3D-Sonar zu unterstützen.
Da 2020 noch Willi Wagenpfeil noch im Amt war, sprach auch der Altbürgermeister ein Grußwort, gratulierte den Kameraden zur Neu- und Wiederwahl und betonte seine jahrelange tiefe Verbundenheit mit seinen Feuerwehren.
Kreisbrandinspektor Alois Fischl berichtete als Vertreter des Landkreises von der pandemischen Lage, die auch heute noch zu spüren ist. Man sei froh, mittlerweile mit besseren Vorzeichen üben zu können und Einsätze fahren zu dürfen. Er sprach von der Umstellung der Lehrgänge auf Landkreisebene mit Einführung des e-Learnings, um die Ausbildung noch effizienter gestalten zu können. Ihn freue es, dass die Feuerwehr Hofkirchen die zusätzlichen Aufgaben des Landkreises mit Messeinheit im Gefahrgutzug, Führungsunterstützung sowie Abschnittsführungsstelle so gut übernommen habe und ausführe.
Auf den offiziellen Teil folgte dann ein gemeinsames Mittagessen. − va
Dankeschön an Josef Sitzberger (v.r.) mit Josef Rauch, Hans-Peter Binder, Markus Markmüller und Florian Markmüller. −Fotos: Schneider
Quelle: pluspnp.de —−-va
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Das Garhamer „Familienfreibad“ ist beliebt und in die Jahre gekommen: Bürgermeister Josef Kufner (CSU) und SPD-Marktrat Christian Pauli (rechts), zuständig für Schwimmaufsicht und Kiosk, beim Lokaltermin zur künftigen Gestaltung der Freizeiteinrichtung. −Foto: Franz X. Eder
Garham
Das Garhamer Freibad aus dem Jahre 1974 ist beliebt und in die Jahre gekommen. 3266 Badegäste zählte die zum „Familienbad“ avancierte Freizeiteinrichtung im Jahr 2021. Bürgermeister Josef Kufner traf bei einem Lokaltermin die Garhamer zu einem ersten Gedankenaustausch über die künftige Neugestaltung des Freibades. Unter den rund 50 Anwesenden waren neben den regelmäßigen Freibadbesuchern und interessierten Bürgern auch engagierte Schulkinder, die ihre Wünsche äußern konnten.
Bürgermeister Kufner machte gleich zu Beginn klar, dass er zu den beiden Freibädern in Hofkirchen und Garham stehe. In Hofkirchen soll neben dem in 2017 sanierten Becken samt Umfeld nach dieser Badesaison bis zum Start im kommenden Jahr das dazugehörige Sozialgebäude saniert werden. „Damit ist die Sanierung des Freibads in Hofkirchen dann vollständig und abgeschlossen“, stellte der Bürgermeister fest.
Die Erneuerung des kleinen Freibads in Garham ist im Finanzplanungszeitraum des Marktes Hofkirchen für 2024/2025 vorgesehen. Für Kufner ist das der Anlass, schon jetzt die Bevölkerung einzubinden, um die Vorstellungen und Anforderungen des künftigen Freibads bei den Nutzern abzufragen. „Der ursprüngliche Gedanke bei der Entstehung des Garhamer Freibads war, dass unsere Kinder im Ort schwimmen lernen, das Schwimmbecken schulsporttauglich bleibt und Familien an heißen Sommertagen eine Abkühlung erfahren können. Dieser Grundgedanke soll erhalten bleiben“, sagte Kufner.
Darüber hinaus könnte auch der erweiterte Bereich um das Bad herum attraktiver gestaltet und aufgewertet werden. Konkret nannte Kufner die Anpassung des Fußballspielfeldes sowie neue und zeitgemäße Gerätschaften am Kinderspielplatz. Franziska wünscht sich eine Skaterbahn und ihr Bruder Michael vermisst momentan das 2. Tor auf dem Kinderspielplatz. Bürgermeister Kufner verspricht ihm, dass mit der Errichtung eines sicherheitsrelevanten Ballfangzaunes dieses fehlende Tor auch wieder aufgestellt wird.
Auf der Wunschliste der Freibadbesucher steht ein Badebereich für Kleinkinder, eine größere Wasserrutsche und etwas mehr Wassertiefe (80 Zentimeter anstatt der bisherigen 60 ) im Bereich der Nichtschwimmer, aber auch ein sanfter Einstieg ins Becken mit Möglichkeiten zum Festhalten. Auch die Farbe des Wassers wurde festgehalten. Blau soll es sein – also kein Edelstahlbecken.
Die Form über die Neugestaltung der Badestelle blieb bis zuletzt offen. Neben der klassischen Freibadsanierung mit den damit verbundenen Auflagen und Unterhaltskosten wurden auch Alternativformen wie ein „Naturbad“ oder ein „Salzwasserbad“ angeregt.
Jede Sanierungsform soll geprüft und abgewogen werden und auf der Bürgerversammlung im Herbst diskutiert werden, lautet der Auftrag an den Bürgermeister. Wichtig für ihn ist, dass das erneuerte Familienbad in Garham zukunftsfähig gestaltet wird. —Franz X. Eder
Quelle: pluspnp.de —−-Franz X. Eder
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Der Efeu von Berta Klingseis ist 25 Jahre alt. −Foto: Elsberger
Oberschöllnach
Wenn man von Vilshofen Richtung Hofkirchen unterwegs ist, fährt man durch Oberschöllnach, wo ein Gebäude an einer Seite unübersehbar von Efeu eingewachsen ist. Der Efeu wächst auf dem Anwesen von Berta Klingseis, er klettert an den Mauern der Gaststube ihres ehemaligen Wirtshauses nach oben. Vor 25 Jahren hat ein Nachbar ihr drei Efeu-Pflanzen gegeben. Was als kleines Pflänzchen begann, ist jetzt ein kaum zu bändigendes Gewächs geworden. „Der wächst sogar ins Holz rein“, erzählt Berta Klingseis. „Er macht mir schon viel Arbeit.“ Trotzdem liebt sie den Efeu. Amseln brüten darin und die Spatzen zwitschern. „Und bald blüht er wunderbar“, schwärmt die Oberschöllnacherin. − ekj/Foto: ElsbergerWissen Sie von einem mächtigen Grün? Melden Sie sich unter 08541 966121 bei der Redaktion. Wir kommen für ein Foto vorbei. Oder Sie senden ihr Foto mit Telefonnummer per Mail: red.vilshofen@pnp.de (Dateigröße bitte 1MB).
Quelle: pluspnp.de —−-
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Scheckübergabe beim Flohmarkt-Sonderverkauf in der Aula der Grundschule Hofkirchen: Bürgermeister Josef Kufner (v.l.), AKB-Beauftragter Josef Schicho, Liane Hahn und Gaby Asselberghs vom Schatzkisten-Team. −Foto: Franz X. Eder
Hofkirchen
Der Flohmarkt-Sonderverkauf bildete den passenden Rahmen für eine weitere Scheckübergabe. Die Schatzkiste Hofkirchen unterstützt die Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern – AKB mit 2000 Euro. Dafür bedankten sich AKB-Beauftragter Josef Schicho und Hofkirchens Bürgermeister Josef Kufner beim Schatzkisten-Team.
Die Schatzkiste in Hofkirchen gibt es seit Februar 2018. Mit diesem sozialen Projekt haben sich die Verantwortlichen zum Ziel gesetzt, aus dem Erlös gespendeter Waren Bedürftigen zu helfen. Betreut wird diese Art eines ständigen Flohmarktes ausnahmslos durch Ehrenamtliche mit Unterstützung der Marktgemeinde Hofkirchen. Für den Bürgermeister gabs gegen eine großzügige Spende in Anspielung auf sein neues Hobby eine „Jägerfigur“ aus Ton, die Gaby Asselsberghs extra für ihn herausgesucht hatte.
Schicho berichtet, dass Leukämie die häufigste Krebsart bei Kindern und Jugendlichen ist. Täglich erhalten nach Angaben der AKB rund 30 Menschen in Deutschland diese Diagnose. Für viele von ihnen ist eine Stammzelltransplantation die einzige Möglichkeit, geheilt zu werden. Doch jeder fünfte Leukämiepatient wartet vergeblich auf einen passenden Spender.
Schicho erzählt die Geschichte vom 13-Jährigen Franze aus Aicha (Landkreis Passau), der nach einer erfolgreichen Stammzellenspende geheilt ist (PNP berichtete). Franze sucht nun Lebensretter und wirbt für eine Typisierung. Die Typisierungsaktion in Aicha vorm Wald findet am kommenden Sonntag (12. September) von 11 bis 16 Uhr in der Grundschule, Schulstraße 10, statt. Organisiert wird sie von der Stiftung Aktion Knochenmarkspende Bayern mit der Kinderkrebshilfe Dingolfing-Landau-Landshut. Schirmherr ist Altlandrat Franz Meyer.
Aufgerufen sind alle gesunden Menschen zwischen 17 und 45 Jahren. Sie können sich als Stammzellenspender in die weltweit vernetzte Spenderdatei der AKB aufnehmen lassen. Aktuell sind rund 325000 Menschen aus Bayern dort registriert. Für die Aktion in Aicha wurde ein Hygienekonzept entwickelt. So wird die Probennahme nicht als Abstrich im Mund, sondern von geschultem Personal als Blutabnahme am Arm durchgeführt, damit alle die Maske durchgehend aufbehalten können.
Beachtlich ist der Schatz, der bisher aus der Truhe kam: So konnten im Gründungsjahr bereits 5000 Euro gespendet werden, 12000 Euro waren es 2019, stolze 17300 Euro im Coronajahr 2020 und 2021 wurden bereits 12000 Euro verteilt. Die Schatzkiste hat ihren Laden in der Garhamer Straße 4 in Hofkirchen und ist üblicherweise dienstags von 10 bis 12 Uhr, freitags von 16 bis 18 Uhr und an jedem 1. Samstag im Monat von 10 bis 12 Uhr geöffnet.
Quelle: pluspnp.de —−Franz X. Eder
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Die Verantwortlichen des TC waren sehr zufrieden mit dem hohen Zuspruch: (hi.v.l.) Vorstand Michael Heudecker, Sportwart Stefan Berger, Hygienebeauftragter Stefan Hohenegg sowie (vo.v.l.) Harry und Holger Leeb von der Turnierleitung
Hofkirchen
Ganz ohne Turnier geht es nicht, sagte man sich beim Tennisclub Hofkirchen – nachdem aufgrund der Pandemie-Bestimmungen im letzten Jahr der hochklassige Troiber-Cup abgesagt werden musste, organisierten die Verantwortlichen dieses Jahr das „1. Hofkirchner LK-Turnier“ für Damen und Herren. Um wenigstens einen Hauch von Turnierflair auf die Anlage bringen zu können, dehnte man die Wettbewerbe auf ein Wochenende aus.
Maximal 28 Teilnehmer waren bei der Herrenkonkurrenz zugelassen, im Vorfeld hatten sich bereits 31 online angemeldet. Über diesen Andrang war man in Hofkirchen sehr erfreut. Letztendlich spielten von früh morgens bis am Abend Akteure von der LK 6 bis 23. Zehn Damen kämpften um die begehrten LK-Punkte. Beim Tennisclub Hofkirchen war man begeistert vom großen Zulauf und freut sich bereits auf das nächste Jahr mit dann wieder – hofft man – zwei Turnieren.
Grundsätzlich setzten sich die höher eingestuften Spielerinnen und Spieler durch, nur in wenigen Fällen lief es andersherum. Bei den Herren traf sich eine für Leistungsklassenturniere der Region starke Konkurrenz, die höchste Einstufung brachte Nico Kufner (LK 6) aus Eging mit. Bei den Damen gab es bedauerlicherweise, so die Organisatoren, wie bei vielen Turnieren der Umgebung nur wenige Meldungen.− red
Herren /Hauptfeld
Zweifache Sieger waren Nico Kufner (Aicha v.W./LK6,1), Marvin Weinzierl (Deggendorf/ LK10,6), Christian Wagner (Röhrnbach/ LK 9,5), Sandro Scholz (Fürstenzell/ LK 14,4), Stefan Berger (Hofkirchen/ LK 14,3), Josef Fischl (Eging/ LK17,8), Mario Köppl (Eging/ LK15,7), Tobias Jüttner (Unteriglbach/ LK19,4), David Glombik (Hofkirchen/ LK18,0) und Andreas Sterr (Windorf/ LK 22,3).Damen
Hier gewann Christina Ehgartner (Hofkirchen/ LK16,5) ihre Spiele gegen Sara Winberger (Künzing/ LK 15,2) und Maria Graf (Wenzenbach/ LK17,9) und Claudia Leeb (Hofkirchen/ LK18,1) landete einen Doppelerfolg gegen Leonie Gisnapp (Postmünster/ LK17,0) und Vereinskollegin Sarah Stiglmayr (LK21,2).
Üblicherweise säumen beim Troiber-Cup viele Zuschauer die Anlage des TC Hofkirchen. Das gab’s Corona-bedingt auch heuer nicht, aber beim ersten Leistungsklassenbewerb wurde ebenfalls guter Sport geboten.
Quelle: pluspnp.de —−-red
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Alles sauber und ordentlich aufgereiht – das schätzen die Schnäppchenjäger beim Sonderverkauf der Schatzkiste in der Grundschule Hofkirchen. −Fotos: Laux
Hofkirchen
Woran erkennt man gute Flohmärkte? An den vielen Autos davor, den Kennzeichen von weiter her, an den Schlangen an der Kasse und an einem breitgefächerten Angebot, bei dem jeder etwas finden kann. So war es auch gestern in Hofkirchen, wo die Schatzkiste ihren Sonderverkauf in der Aula der Grundschule eröffnet hat. Heute, Samstag, und morgen, Sonntag, jeweils 10 bis 16 Uhr geht es weiter.
Doch vor dem Stöbern steht die Kontrolle: Nur wer geimpft, genesen oder getestet ist, darf rein – und bleibt dann erst einmal in der Aula stehen. Um sich zu orientieren und einen Überblick zu bekommen.
Fein säuberlich auf Biertischen, an Kleiderstangen und in Kisten ist alles geordnet. Man kann sich durch die Reihen hangeln, findet von Tassen und Gläsern über Bettwäsche und Kleidung bis hin zu Weihnachtsschmuck nahezu alles. Sogar zwei Rollatoren sind ausgestellt und etwas Werkzeug. Wer einen Preis wissen will – der fragt beim Schatzkisten-Personal nach. Man erkennt es an den T-Shirts beziehungsweise Ansteckern und findet immer jemandem, der Auskunft geben kann. „Das sind doch tausende Artikel – kennen Sie da wirklich jeden Preis“, wird Gabi Asselberghs gefragt. „Wir sind hier ein Flohmarkt. Da wird gehandelt“, antwortet die erfahrene Schatzkisten-Chefin. Und da der gesamte Erlös für soziale Zwecke gespendet wird, legen die Kunden eher noch etwas drauf, als die Preise unverschämt nach unten zu schrauben.
Mit den anderen Käufern kommt man schnell ins Gespräch: Teilweise kennt man sich von anderen Flohmärkten oder Auktionen, teilweise gefällt einem, was der andere schon für sich gefunden hat, teilweise freut man sich mit dem Vordermann an der Kasse über seinen günstigen und nachhaltigen Kauf. Die Stimmung unter den Schnäppchenjägern ist entspannt in Hofkirchen und nicht selten endet der Ratsch kurz vor dem Ausgang an der Theke, wo Kuchen verkauft wird – wegen Corona allerdings nur to go.
Behält den Überblick: Liane Hahn vom Schatzkisten-Team ist beim Sonderverkauf die Chefin über einen Berg an Kuscheltieren, Puppen, Eisenbahnen und anderen Kindersachen
Zinn – darauf hat es Manfred Dietrich abgesehen. Er kann sogar nur mit Tellerrändern etwas anfangen: „Die schmelze ich ein, mache darauf Skulpturen“, so der Plan des Hengersbergers
Verkaufsprofi: Gabi Asselberghs hat Sammler Anton Maurer glücklich gemacht mit einer Rosenthal-Vase ihrer Mutter. „Mit der Geschichte ist sie mir besonders wertvoll“, so der Vilshofener.
Quelle: pluspnp.de —−-Carmen A. Lux
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Bei der ersten Präsenzveranstaltung seit Corona (v.l.): Diana Königer, Thomas Erndl, Oliver Antretter, Stefan Zitzelsberger, Roland Kufner, Harald Troiber und Thomas Buchner. −Foto: dz
Winzer
Zur ersten Präsenzveranstaltung seit Corona hat sich der Arbeitskreis Schule, Bildung und Sport (AKS) der CSU Deggendorf kürzlich im Gasthaus „Zur Burgschänke“ in Winzer getroffen. Die Versammlung beinhaltete auch Neuwahlen, bei denen Roland Kufner als Vorsitzender im Amt bestätigt wurde.
Kufner begrüßte eingangs Mitglieder und Gäste. Unter ihnen waren AKS-Bezirksvorsitzende Diana Königer, CSA-Bezirksvorsitzender Oliver Antretter, CSU-Ortsvorsitzender Harald Troiber, JU-Kreisvorsitzender Stefan Zitzelsberger, die stellvertretende AKH- und AKS-Kreisvorsitzende Roswitha Kaufmann, Bundestagsabgeordneter Thomas Erndl, Bundestagslistenkandidat Thomas Buchner, die stellvertretende VLB-Landesvorsitzende Christina Wagner sowie Birgit Harant und Claudia Pritzl.
Diana Königer freute sich über die Veranstaltung, da coronabedingt in den vergangenen Monaten wenig möglich war. Oliver Antretter verwies auf den Zusammenhang zwischen Schule und Arbeit, da die Schule im Vorfeld der Arbeit eine wichtige Rolle spiele und es ihm ein Anliegen war, der Versammlung beizuwohnen.
In seinem Arbeitsbericht ging Roland Kufner auf Veranstaltungen der vergangenen Jahre ein – insbesondere auf eine bildungspolitische Gesprächsrunde mit Landrat Christian Bernreiter und die Besichtigung des St. Gotthard-Gymnasiums in Niederalteich. Eine besondere Herausforderung nannte Kufner die Corona-Pandemie, die nicht nur die Verbandsarbeit, sondern auch das Schul-, Bildungs-, Arbeits- und Gesellschaftsleben beeinflusst.
Darum gab es auch Verbandsaktivitäten in digitaler Form. Hervorzuheben ist unter anderem eine Gesprächsrunde mit Erwin Müller, Rektor der Grundschule Plattling, zum Thema „Gelbe Schule – eine Haltung zur sicheren persönlichen Verbindung“. Er würdigte die gute Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern aus den Gliederungen der CSU auf den verschiedenen Ebenen. Außerdem ist die Mitgliederzahl seit der letzten Kreisversammlung leicht gestiegen.
Diana Königer und Harald Troiber leiteten die Neuwahlen. Nachdem der Kreisvorstand von den Mitgliedern entlastet worden war, fand die Vorstandswahl statt. Roland Kufner wurde einstimmig wiedergewählt. Seine Stellvertreter sind Roswitha Kaufmann und Johannes Handlos. Schatzmeisterin wurde Waltraud Eder. Schriftführer ist Stefan Zitzelsberger. Beisitzer wurden Claudia Pritzl, Christina Ammerstorfer, Roland Stieglmeier-Maidl und Christian Wagner. Kassenprüfer sind Birgit Anna Rainer und Sebastian Rainer.
Kufner freute sich über die Wiederwahl. Beruflich wechselte er vom Schul- in den Hochschuldienst als Akademischer Rat an die Universität Passau. Er betonte das Anliegen des AKS, die Weiterentwicklung des bayerischen Bildungssystems wieder mitbegleiten zu wollen. Wichtig ist ihm, dass genügend Präsenzunterricht im kommenden Schuljahr stattfindet. Die Gesundheit aller Beteiligten im Bildungssystem hat einen hohen Stellenwert. Besonders die Themen Gleichklang von akademischer und beruflicher Bildung, Übergänge und Digitalisierung im Bildungssystem als auch die Stärkung der politischen Bildung sind wichtig.
Darüber hinaus bedankte sich Kufner für das Engagement der ausscheidenden Vorstandsmitglieder Kathrin Pfeffer (Beisitzerin), Dr. Ernst Schütz (Beisitzer), Simon Golombek (kooptiert) und Julian Hofmann (kooptiert). Sie bleiben aber als Mitglieder erhalten. Über Kooptationen wird die Vorstandschaft in der ersten Sitzung entscheiden.
Zur aktuellen Bundespolitik referierte der stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende Thomas Erndl, MdB, Mitglied im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages, stellvertretendes Mitglied im Bildungsausschuss. Ein wichtiges Ziel des Bundestagsdirektabgeordneten ist es, Wohlstand zu erhalten. Dazu brauche man Innovationskraft und Kreativität, die von der Bildung abhängen und einen Bezug zum AKS liefern.
Der Bund fördert einige Bereiche der Bildung, ohne dass er die Kulturhoheit der Bundesländer antaste, so Erndl. Neben dem Corona-Aufholprogramm des Bundes mit zwei Milliarden Euro nannte er den Digitalpakt mit fünf Milliarden Euro für die Digitalisierung an Schulen. Ein besonderes Plädoyer sprach er dem dualen Ausbildungssystem zu und stellte damit die berufliche Bildung heraus. Weiter investiert der Bund massiv in die Forschungsförderung. Erndl erwähnte die gesetzliche Verankerung der Betreuung im Grundschulalter. Das BAföG sieht er gut aufgestellt. Bewegt waren die Mitglieder um die Geschehnisse in Afghanistan, die eine Herausforderung seien. Um die Ziele der Außenpolitik von Frieden, Sicherheit und Stabilität zu erreichen, kann militärisches Engagement notwendig sein, deswegen muss die Bundeswehr auch gut ausgestattet sein.
Neben Erndl war auch Thomas Buchner aus Hofkirchen (Landkreis Passau) anwesend, der auf der Bundestagsliste kandidiert. Ihm ist es ein Anliegen, der Zweitstimme ein Gesicht zu geben. Buchner erwähnte auch, dass Carlo Schöpp aus dem Landkreis Freyung-Grafenau und somit aus demselben Wahlkreis auf der Liste steht.
Besonders freute sich Roland Kufner am Ende der Veranstaltung über ein neues Mitglied, da Thomas Erndl zum AKS beigetreten ist.
Quelle: pluspnp.de —−-
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Die Lage der künftigen Photovoltaik-Anlage in Arnetsried: Unmittelbar an die B85 grenzt das Grundstück (rote Fläche), auf dem rund 1,9 Hektar mit PV-Modulen bestückt werden sollen. −Repro: Hackl
Teisnach / Hofkirchen
Die Freiflächen-Photovoltaikanlage in Arnetsried kann gebaut werden. In seiner Sitzung in der vergangenen Woche hat der Teisnacher Marktgemeinderat der Aufstellung eines entsprechenden Bebauungsplans geschlossen zugestimmt.
Wie berichtet, hatte die Firma FIMA Projekt GmbH (Hofkirchen) im März dieses Jahres eine Änderung des Flächennutzungs- und Landschaftsplanes der Marktgemeinde Teisnach beantragt, um auf einem Grundstück bei Arnetsried eine Freiflächen-Photovoltaikanlage errichten zu können.
Der Geltungsbereich dieser Änderung umfasst eine Fläche von zirka 3,5 Hektar, davon sollen etwa 1,9 Hektar mit PV-Modulen überstellt werden. Die Leistungsfähigkeit der Anlage beträgt zwei Megawatt, wie Grundstücksbesitzer Michael Kraus in der Sitzung bestätigte. Das Grundstück liegt südlich der Ortschaft Arnetsried, die zu überbauenden Flächen grenzen unmittelbar an die B85 an. Das gesamte Areal ist bisher als intensiv bewirtschaftetes Grünland landwirtschaftlich genutzt.
Wie Bürgermeister Daniel Graßl in der Sitzung erläuterte, entspricht das Bauvorhaben den „Richtlinien des Marktes Teisnach für Freiflächen-Photovoltaikanlage“, die erst am 15. Juli dieses Jahres beschlossen worden sind. Von der Verwaltung wurde der Antrag dahingehend geprüft und die Zulässigkeit festgestellt.
Die betroffene Fläche befindet sich nicht im Landschaftsschutzgebiet. Durch die Lage südlich von Arnetsried und der B85 ist durch die Südausrichtung der Module auch nicht von einer erheblichen Blendwirkung auszugehen. Zudem befinden sich im Süden ausgedehnte Waldflächen, die die Sichtbarkeit des Standortes enorm einschränken. Durch die landwirtschaftliche Nutzung ist bereits eine ausreichende Verkehrserschließung gegeben, von der Bayern Netz GmbH liegt auch eine Einspeisezusage für die geplante Leistung der Anlage bereits vor.
Die Mitglieder des Marktgemeinderates waren mit der Thematik bereits vertraut und ausreichend informiert. Einstimmig wurde beschlossen, den Flächennutzungsplan durch ein entsprechendes Deckblatt für die Freiflächen-Photovoltaikanlage zu ändern. Die Kosten für die Bauleitplanung trägt der Auftraggeber. − hl
Quelle: pluspnp.de —−-hl
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Die Sanierung des Garhamer Freibads steht bevor. Was sich die Bürger in diesem Zusammenhang wünschen, will Bürgermeister Josef Kufner in der kommenden Woche bei einem Treffen vor Ort erfahren. −Foto: Brunner
Hofkirchen
Was wünschen sich die Bürger für ihr Freibad im Herzen von Garham? Diese Frage will Hofkirchens Bürgermeister Josef Kufner (CSU) aus erster Quelle beantwortet haben. Aus diesem Grund richtet er eine Einladung an die Bevölkerung, vor Ort mit ihm über Lösungsdetails für eine Sanierung zu diskutieren.
In einem anderen Punkt, der ebenfalls Garham betrifft, sind laut Josef Kufner die Würfel noch nicht gefallen: Es geht um die Zukunft des einzig verbliebenen Geldautomaten im Dorf.
Bürgermeister will Meinungen sammeln
„Ich möchte ein bisschen Meinungen sammeln“, erklärte der Bürgermeister in der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates zu seiner Absicht, am Garhamer Freibad die Nutzer selbst darüber zu Wort kommen zu lassen, was sie sich für die beliebte Freizeiteinrichtung wünschen. Er wolle die Interessenten in die Entscheidungsfindung mit einbinden. Als Termin für das Treffen nannte er den kommenden Donnerstag, 2. September, 18 Uhr, unmittelbar am Garhamer Freibad.
Weitergehen soll es bei der Sanierung des Sanitär- und Umkleidetraktes am Hofkirchener Freibad, wie der Bürgermeister andeutete. Das zuständige Planungsbüro habe die Verwaltung aufgefordert, die Aufträge für die anstehenden Arbeiten zügig zu erteilen. Konkret geht es um die Gewerke Heizung/Lüftung/Sanitär sowie Elektrotechnik. Nach einer Ortsbesichtigung zu Beginn des nichtöffentlichen Teils der Sitzung wollte sich das Gremium unter Ausschluss der Öffentlichkeit mit den Einzelheiten befassen.
Am Ende des öffentlichen Teils brachte Marktratsmitglied Christian Pauli (SPD) den offensichtlich bevorstehenden Wegfall des Geldautomaten der Volksbank-Raiffeisenbank Vilshofen eG in Garham, einzige Möglichkeit zum Abheben von Bargeld am Ort, zur Sprache. „Den soll es nicht mehr geben“, bekundete Christian Pauli und merkte ergänzend an: „Das wäre dramatisch.“ Josef Kufner verwies auf eine entsprechende Information seitens der Genossenschaftsbank, die er wie folgt kommentierte: „Das ist keine gute Entwicklung.“
Zur von Christian Pauli formulierten Mahnung, „das darf nicht passieren“, sagte der Bürgermeister, dass der Mietvertrag für den Raum mit dem Geldautomaten seitens der Bank zum Jahresende gekündigt wurde. Als Ersatz solle in Garhamer Geschäften ein System zum Geldabheben beim Einkauf installiert werden, was einige Markträte mit deutlichem Unmut quittierten. Er habe diese Information „eins zu eins zurückgespielt“, erwiderte der Bürgermeister und verwies auf seine Botschaft an die Spitze des Geldinstituts, dass der Abzug des Automaten „einen Riesenaufschrei geben wird“.
Christian Pauli rief Josef Kufner eindringlich dazu auf, in der Angelegenheit Druck zu machen. Für das Geldabheben ab einem Mindesteinkauf an der Kasse von Geschäften sah er eine Hemmschwelle. „Das letzte Wort ist von meiner Seite noch nicht gesprochen“, so der Bürgermeister. Günter Troiber (ÜW) vertrat die Auffassung, dass man das Gespräch mit der betreffenden Bank „mit Sicherheit suchen“ müsse. „Am allerliebsten hätten wir weiterhin einen Geldautomaten in Garham“, fasste Josef Kufner zusammen.
Unter dem Punkt Anfragen erkundigte sich Petra Söldner (SPD) nach dem Stand der Dinge bei der Ausstattung der Klassenräume in den beiden Grundschulen Hofkirchen und Garham mit Luftreinigungsgeräten. „Die sind bereits geliefert und installiert“, berichtete der Bürgermeister. Er zeigte sich erleichtert darüber, dass die Marktgemeinde in der Angelegenheit schnell reagiert habe. Er machte auf die gegenwärtigen Diskussionen in anderen Kommunen aufmerksam und fügte als Hinweis hinzu: „Derzeit explodieren die Kosten.“ Schließlich brachte er die Hoffnung zum Ausdruck, dass diese Technik den Schulkindern die nötige Freiheit gebe.
Christian Pauli bemängelte, bislang noch keine Rückmeldung von den Seniorenbeauftragten in der Frage der Gründung einer sogenannten Nachbarschaftshilfe erhalten zu haben. Der Bürgermeister machte ihm gegenüber deutlich, dass die SPD-Ratsfraktion der entsprechende Antragsteller gewesen sei und die Verwaltung nur ihren Beitrag dazu geleistet habe, indem aus Datenschutzgründen über sie das Anschreiben an die in Frage kommenden Bürger verschickt worden sei. „Ich kümmere mich darum“, versprach der SPD-Rat daraufhin.
Erfreuliche Nachrichten hatte der Bürgermeister zum Bienenerlebnisweg. Für den Pavillon seien die benötigten Bestandteile zur Montage inzwischen vorhanden – bis auf zehn noch fehlende Details in Form überdimensionaler Waben. Dann erfolge die entsprechende Möblierung. Auch die Flyer zu dem Projekt würden noch nicht vorliegen. Ebenso werde noch die für den Weg gespendete Statue des Heiligen Ambrosius mit entsprechender Schutzvorrichtung platziert. „Wir gehen mit Riesenschritten auf die Vollendung zu“, konstatierte Kufner. „Was lange währt, wird endlich gut“, meinte zweiter Bürgermeister Alois Wenninger (CSU) dazu. —−-Bernhard Brunner
Quelle: pluspnp.de —−-Bernhard Brunner
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Garham
Quelle: pluspnp.de —−va
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Bei der Spendenscheckübergabe vr: Hildegard Plaschzyk, 1. Vorsitzende vom Hospizverein Deggendorf, der das St. Ursula-Hospiz in Niederalteich betreibt, und Gaby Asselberghs vom Schatzkiste-Team
Hofkirchen
Quelle: pluspnp.de —−
Gemeinsam stärker: Hinter der Bäckerinnung Passau stehen Dieter Langmeyer (von links), Karl Schmid, Wilhelm Grünzinger, Wolfgang Stockinger, Obermeister Hans-Peter Wagner, Stellvertreterin Christina Jakob-Kreilinger, Thomas Schosser von der Kreishandwerkerschaft und Jürgen Landshuter. Die Vorstandsmitglieder dankten dem bisherigen Obermeister Peter Landshuter (4.v.r.). −Fotos: Wildfeue
Garham
Die Jahreshauptversammlung der Bäckerinnung Passau, die bei Bio-Wagner in Tiefenbach stattfand, hat Hans-Peter Wagner zum neuen Obermeister und Christina Jakob-Kreilinger aus Hofkirchen zur Stellvertreterin gewählt. Sie würdigten mit Thomas Schosser, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft und Georg Bachmeier von der Berufsschule Vilshofen die Verdienste des langjährigen Obermeisters Peter Landshuter, der 18 Jahre die Geschicke der Bäckerinnung Passau lenkte und zuvor bereits sechs Jahre Stellvertreter war.
„Peter Landshuter ist ein Schwergewicht in der Bäckerwelt“, sagte Nachfolger Hans-Peter Wagner. Es sei stets für ihn eine Freude gewesen, mit ihm zusammenzuarbeiten. Thomas Schosser, Chef der Kreishandwerkerschaft (KHS), würdigte den bisherigen Obermeister Peter Landshuter für sein 18 Jahre währendes Engagement an der Spitze der Bäckerinnung. „Er ist ein Urgestein“, sagte Georg Bachmeier von der Berufsschule Vilshofen. Landshuter habe immer ein sehr gutes Verhältnis zur Schule gepflegt. Als der Standort Vilshofen wackelte, habe er sich dafür eingesetzt, dass die Berufsschule weiterhin Bäcker sowie Bäckereiverkäufer beschulen konnte.
Peter Landshuter freute sich über die lobenden Worte. Er dankte für die gute Kooperation mit der Schule Vilshofen und der KHS sowie der Bäckerfamilie. Es seien schöne Jahre gewesen.
Zu Beginn gedachte die Innungsversammlung der verstorbenen Mitglieder der Bäckerfamilie, vor allem Heinrich Fenzl aus Untergriesbach, Hans Wagner aus Ruderting und Ehrenobermeister Hubert Ortinger. Die Corona-Krise habe auch die Bäckereibetriebe schwer getroffen, sagte Obermeister Peter Landshuter. Lieferungen an Gastronomie und Hotellerie seien nicht möglich gewesen. Auch jene Bäckereien, die ein Tagescafé betreiben, fuhren große Verluste ein. Die Innung habe sich daher an Ministerpräsident Markus Söder und Stellvertreter Hubert Aiwanger bezüglich der Überbrückungshilfe III gewandt. Die Kreishandwerkerschaft und der Landesinnungsverband informierten über Corona-Maßnahmen. Landshuter betonte die Unterstützung von KHS-Geschäftsführer Thomas Schosser. Er habe auch die Online-Vorstandssitzung im März mitorganisiert. Diese informierte über den neuen Landesinnungsmeister Heinrich Traubliner jun., der auf Heinz Hoffmann folgt, sowie den stellvertretenden neuen Landesinnungsmeister Günther Wagner, Obermeister aus Rottal-Inn.
Landshuter hob die gelungene Werbeaktion „Das Brot der Bayern“ im Bayerischen Fernsehen hervor. Er bedauerte, dass die Staatsehrenpreisverleihung 2020 nur im kleinen Rahmen stattfinden konnte.
KHS-Chef Schosser legte die Jahresrechnung 2020 vor, die mit Einnahmen in Höhe von 43443 und Ausgaben von 32567 abschließt und ein Plus von 10567 erzielte. Die „Hefekasse“ enthalte Einnahmen in Höhe von 107600 Euro. Die Ausgaben betrugen 97 Euro. Das Gesamtergebnis bezifferte Schosser auf 107502 Euro. Aus der „Hefekasse“ würden Hinterbliebene bei Sterbefällen bedacht. Kassenprüfer Dieter Langmeyer bestätigte einwandfreie Kassenführung. Einstimmig erteilte die Versammlung die Entlastung.
Schosser präsentierte den Haushaltsplan für 2021 mit Einnahmen und Ausgaben von 56249 Euro. Davon betreffen 12800 Euro Rücklagen. Der neue Beitrag setze sich aus einem Grundbetrag von 400 Euro und einem Zuschlag von 1,5 Promille nach Lohnsumme zusammen, erläuterte Schosser. Diese sei auf 600000 Euro gedeckelt. Langmeyer wandte ein, dass dies einem Betrieb mit 15 Mitarbeitern entspreche, es aber Betriebe mit mehr Mitarbeitern gibt. Der Obermeister gab zu bedenken, dass bei einer höheren Deckelung größere Betriebe der Innung den Rücken kehren. Der neue Innungsbeitrag sei in Ordnung. Über die Verwendung der Rücklagen entscheide die neue Vorstandschaft. Mit einer Gegenstimme nahm die Versammlung den Etatentwurf und Innungsbeitrag 2021 an.
WAHLERGEBNISSE
Bei den Neuwahlen wählten die Mitglieder einstimmig Hans-Peter Wagner aus Ruderting zum neuen Obermeister und Christina Jakob-Kreilinger aus Hofkirchen als Stellvertreterin. Als weitere Vorstandsmitglieder bestellten sie David Pilger aus Breitenberg, Franz Kloiber jun. aus Hinterschmiding, Wilhelm Grünzinger aus Hohenau, Karl-Theodor Schmid aus Freyung, Dieter Langmeyer aus Ortenburg, Jürgen Landshuter aus Haidmühle und Wolfgang Stockinger aus Obernzell. Dem Ausschuss für Lehrlingsstreitigkeiten gehören Susanne Szamosi (Passau) und Johann Pangerl (Hauzenberg) an. Rechnungsprüfer: Johannes Fenzl (Untergriesbach) und Peter Landshuter (Haidmühle). —Theresia Wildfeuer
Quelle: pluspnp.de —−Theresia Wildfeuer
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Bei der Urkundenvergabe zur 40-jährigen Vereinszugehörigkeit (v. li.): Johann Müller, Pfarrer Gotthard Weiß, Kassenwart Leopold Döttl und Bürgermeister Alois Wenninger. −Foto: Verein
Garham
Die Reservistenkameradschaft Garham übergibt die Ausrichtung des Sonnwendfeuers zukünftig „in jüngere Hände“, nämlich an den Stopselclub Gsteinöd. „Auch die Reservistenkameradschaft wird immer älter und hat Nachwuchssorgen“, heißt es im Bericht der Jahreshauptversammlung der Reservistenkameradschaft.
1. Vorsitzender Johann Müller begrüßte die anwesenden Kameraden, darunter Pfarrer Gotthard Weiß und 2. Bürgermeister Alois Wenninger und Ehrenvorsitzenden Ernst Schreck. Nach dem gemeinsamen Totengedenken mit aktuellem Anlass, da vor kurzem ein langjähriges Mitglied verstorben war, trug im Anschluss Schriftführer Robert Unrecht seinen Jahresbericht vor. Aus diesem ging hervor, dass die Mitglieder der Reservistenkameradschaft seit der letzten Jahreshauptversammlung bei ca. 32 Veranstaltungen und Anlässen und etlichen Monatsversammlungen zusammengekommen sind.
Beim Kassenbericht des Kassenwarts Leopold Döttl konnte dieser trotz des Ausfalls der letzten zwei Sonnwendfeuer einen stabilen Kassenstand vorweisen. Nachdem die beiden Kassenprüfer Ernst Schreck und Anton Hauzenberger nichts an der Vereinskasse zu beanstanden hatten, wurde die Vorstandschaft von den Mitgliedern einstimmig entlastet.
Bürgermeister Alois Wenninger fiel im Besonderen auf, wie sich die Zahl der Veranstaltungen im Jahresbericht seit der Corona-Pandemie verringert habe. Er merkte in seiner Rede an, dass die Reservistenkameradschaft bei den verbliebenen Veranstaltungen in der Gemeinde, trotzdem fast immer vertreten war.
Bei den Neuwahlen unter Wahlleiter Alois Wenninger wurde die aktuelle Vorstandschaft kurz, bündig und einstimmig im Amt bestätigt: 1. Vorsitzender Johann Müller, 2. Vorsitzender Thomas Schreck, Schriftführer Robert Unrecht und Kassenwart Leopold Döttl. Zu Kreisdelegierten wählten die Anwesenden Johann Müller, Ernst Schreck und Robert Unrecht, Kassenprüfer sind Ernst Schreck und Anton Hauzenberger. Bürgermeister Wenninger wünschte den gewählten alles Gute für die nächsten vier Jahre ihrer Amtszeit. Danach ehrte Johann Müller Kassenwart Leopold Döttl für dessen 40-jährige Mitgliedschaft im Reservistenverband mit einer Urkunde geehrt.
Zudem gab es die Siegerehrung für die 18. Vereinsmeisterschaft im Schießen, die die Reservistenkameradschaft am 26. September 2020 im Schützenhaus Kropfmühl mit Gewehr, Pistole und Kleinkalibergewehr ausgetragen hatte. Hier wurde allen Teilnehmern eine Urkunde überreicht und die ersten drei bekamen Präsentkörbe. Den ersten Platz belegte Johann Müller, Zweiter wurde Leopold Döttl und Dritter wurde Robert Unrecht. − va
Quelle: pluspnp.de —−va
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Über die Spende freuten sich v.l. Christine Mühldorfer, Leiterin der Kinder- und Jugendhäuser Hofkirchen, Liane Hahn vom Schatzkiste-Team und Joline. −Foto: Asselberghs
Hofkirchen
Die Schatzkiste Hofkirchen hat die Erziehungshilfe in Hofkirchen jetzt mit einer Spende von 400 Euro unterstützt.
Für Kinder und Jugendliche ist die Familie die Basis, um sich zu entwickeln und gesund erwachsen zu werden. Nicht immer sind die familiären Rahmenbedingungen dafür gegeben. Bei schwerwiegenden Problemen im Verhältnis zwischen Kindern und Eltern kann eine räumliche Distanz helfen, Lösungen zu finden.
„Die partnerschaftliche Erziehungshilfe in Hofkirchen bietet mit ihren voll ausgestatteten und bestens geführten Häusern den Rahmen, um Kinder und Jugendliche zu fördern und für einen guten Start ins eigene Leben zu rüsten. Die Schatzkiste hat der Einrichtung jetzt 400 Euro überreicht“, informiert die Schatzkiste. Joline, die in der Einrichtung wohnt, möchte eine Ausbildung als Kinderpflegerin beginnen und braucht für die Schule einen leistungsfähigen Laptop. Dafür soll die Spende verwendet werden.
Die Schatzkiste in der Garhamer Str. 4 in Hofkirchen ist dienstags von 10–12 Uhr, freitags von 16–18 Uhr und an jedem 1. Samstag im Monat von 10–12 Uhr geöffnet außer an Feiertagen. Außerdem findet vom 3. bis 5. September ein großer Flohmarkt-Sonderverkauf in der Aula der Grundschule Hofkirchen statt. − va
Quelle: pluspnp.de —−va
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Mit Bienenschleier und Imkerhaube konnten die Kinder das Bienenhaus aus der Nähe sehen. −Fotos: Kinderhaus
Hofkirchen
Aufgeregt machten sich die Kinder des Montessori- Kinderhauses Vilshofen am 6. August mit ihrer Erzieherin Gabi Baumann sowie einigen Eltern auf den Weg zum Imkerverein Vilshofen-Hofkirchen am Sechssessel. 1. Vorstand Max Mühlbauer und andere Imker erwarteten die Kinder dort.
Max Mühlbauer und die Bienenfachwirtin Margit Urlbauer erzählten den Buben und Mädchen viel Wissenswertes über die Bienen: Vom Aussehen über deren Lebens- und Haltungsweise sowie die Aufgaben eines Bienenvolkes.
Gleichzeitig durften auch die Kinder ihr Wissen über Bienen einbringen. Stolz erklärten sie, dass es drei Arten von Bienen gibt, nämlich die Arbeiterin, die Königin und die Drohne.Die Montessori-Kinder mit ihren Betreuern und den Imkern vom Imkerverein Vilshofen-Hofkirchen.
Ausgerüstet mit Imkerhaube und Bienenschleier gingen die Kinder zum Bienenhaus und beobachteten das Leben am Bienenkasten. Zum Abschluss durften die Montessori-Kinder Bienenwachskerzen drehen und den leckeren Bienenhonig mit frischem Brot verkosten. Die Kinder waren sich einig: Es war ein erlebnisreicher Vormittag. Und den Honig sollte es auch zukünftig zum Frühstück im Kinderhaus geben. − va
Die Montessori-Kinder mit ihren Betreuern und den Imkern vom Imkerverein Vilshofen-Hofkirchen
Quelle: pluspnp.de —−-va
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Bei der feierlichen Übergabe vorne links Gerhard Jende (Kreisehrenamts-Beauftragter Bezirk Niederbayern Ost) , Ehrenamtsbeauftragter Oliver Bender und Vorstand Sabine Maier. In der hinteren Reihe v.l. Pfarrer Gotthard Weiß, verdeckt von Gerhard Jende der Ehrenvorstand Reinhard Zaglauer, im weißen Hemd 3. Bürgermeister Georg Stelzer, 1. Bürgermeister Josef Kufner, Jugendleiter Alexander Hödl, 2. Bürgermeister Alois Wenninger, Vorstand Wolfgang Hartl, Gönner Xaver Troiber und Vorstand Finanzen Hans Schneider. −Foto: Bender
Hofkirchen
Dem SV Hofkirchen wurde am Sonntagnachmittag vom Bayerischen Fußballverband (BFV) die „goldene Raute mit Ähre“ verliehen. Damit bestätigt der Bayerische Fußballverband dem SV Hofkirchen, dass er die Anforderungen eines modernen Vereins mehr als erfüllt und sich in die Gruppe ausgezeichnet geführter Vereine einreihen kann.
Nachdem es coronabedingt zu mehreren Verschiebungen der Übergabe kam, fanden Kreisehrenamtsbeauftragter Gerhard Jende und der Ehrenamtsbeauftragte Oliver Bender des SV Hofkirchen am Sonntag den richtigen Zeitpunkt, die Auszeichnung im Rahmen eines Heimspieles zu übergeben.
Oliver Bender hatte den Antrag gestellt und erhielt mit den Leistungen und Qualitäten seines Vereines die Auszeichnung für den Verein bestätigt. Der SV Hofkirchen mit seinen aktuell 607 Mitgliedern kann sich erfolgreich der pandemiebedingten und aktuellen Gegebenheit dagegenstemmen. „Wir setzen auf Teamgeist im Verein“, sagt Oliver Bender. Durch Zusammenhalt und gegenseitiges Aufbauen jedes einzelnen sei es möglich, einen solchen Verein auch in schweren Zeiten am Leben zu halten. Es bringe nichts, Fehler aufzudecken und vorzuhalten. Bender: „Nein, im Gegenteil! Wir müssen daran arbeiten, Lösungen zu finden. Und das gelingt uns seit einigen Jahren sehr gut“, stellte Oliver Bender fest.
Gerhard Jende führte in seiner Laudatio an, wie stark das Potenzial des SV Hofkirchen ist. „Das arrangierte Vorstandsteam ist eine Einheit und gemeinsam seid ihr ein starkes Team mit Weitblick.“ Er wandte sich an alle Frauen und Männer, die im Verein eine Aufgabe haben. „Ihr seid große Idealisten mit Kampfgeist. Hier zählt nicht die Spielklasse, in der man kickt, beim SV Hofkirchen zählt das Kameradschaftliche sowie das Gesellige.“
Deshalb werde das Gütesiegel „Goldene Raute mit Ähre“ dem SV Hofkirchen überreicht. Diese Auszeichnung wird nur an Vereine verliehen, die in den vier Kategorien Ehrenamt – Jugendarbeit – Spitzen & Breitensport und Prävention ausreichend viele Punkte erzielen. „Euer SV Hofkirchen kann sich stolz und glücklich schätzen mit 39 von 40 Punkten einen Spitzenwert erreicht zu haben.“
Gerhard Jende führte aus: „Euch allen gebührt ein großes Dankeschön, denn das Ehrenamt ist sehr zeitaufwendig. Sich so stark einzubringen, setze beim Amateurfußball ein starkes Signal. Jeder Verein, jedes fördernde Mitglied – aktiv oder passiv – sind sind wichtig. Dazu gehöre auch der Vereinsehrenamtsbeauftragte als oberster Botschafter fürs Ehrenamt.“ Jende lobte Oliver Bender. „Er ist das Navi und das Sprachrohr für die positive Entwicklung im Verein.“ Der SV Hofkirchen habe ein gutes Image, das nach außen getragen werde. „Euer Sportverein ist im Ehrenamt sehr gut aufgestellt.“
Konkret wurde aufgeführt:
Jugendarbeit: Die Vereinsjugendleiter Stefan Eberhart und Alexander Hödl, die sehr oft im Rampenlicht stehen, haben mit ihren Jugendteams dazu beigetragen, dass der Ball in Hofkirchen rollt und rollt. Den Juniorentrainern gebühre hoher Respekt und Anerkennung. Sie würden ihre Freizeit opfern, um Talente auszubilden für spätere Aufgaben im Herrenbereich.
Breitensport: Auch im Freizeit- und Breitensport sei der SV aktiv. Es werde nicht nur Fußball gespielt. Jeder könne eine ihm gefällige Sportart finden. „Bleiben Sie auch weiterhin dem Freizeit- und Breitensport treu, denn wer Sport treibt, braucht kein Aspirin.“
Prävention: Im Präventionskatalog beteiligt sich der Sportverein bei Pro Amateur Schulungen – Steuerrecht – Pass & Spielrecht, Arbeitstagungen, Ehrenamtsschulungen. Zudem wurden die Übungsleiter mit Führungszeugnissen ausgestattet.
Gerhard Jende führte in seiner Laudatio aus: „Euer SV Hofkirchen hat sicherlich eine Vorbildfunktion für die sportlich-gesellschaftlichen und kulturellen Aktivitäten in der Gemeinde.“ Deshalb sei 1. Bürgermeister Josef Kufner mit seinen Markträten stolz auf den SV Hofkirchen. Jeder Bürgermeister sei sicherlich froh, einen Verein in der Gemeinde zu haben, der ein so großes Engagement zum Gemeinwohl aller Bürger an den Tag lege.
Gerhard Jende überreichte die Besitzurkunde „Goldene Raute mit Ähre“ an die Sportlerfamilie des SV Hofkirchen. Zudem erhielt der SV Hofkirchen einen Spiel-Ball für die Heimspiele. Jendes humorvoller Rat: „Schießt den Ball einmal öfter ins gegnerische Tor als dies der Gegner tut – dann gibt’s lauter Heimsiege.“
Oliver Bender bedankte sich für die ehrenwerte Auszeichnung seines Vereins und sicherte zu, dass sich der SV Hofkirchen weiter so aktiv betätigen werde. „Wir haben investiert: Eine neue Flutlichtanlage, eine Bewässerungsanlage, die Ballfangzäune wurden erneuert und weitere Projekt stehen im Fokus.“ Zum krönenden Abschluss konnte der SV Hofkirchen sein Heimspiel auch noch mit einem 3:2-Sieg beenden, so dass ein Grillfest in bester Laune den Abend abrundete. − red
Quelle: pluspnp.de —−-red
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Zum gemeinschaftlichen Foto ohne Maske stellten sich die Schar der Erstkommunikanten im Freien vor der Pfarrkirche auf. −Foto: F.X.Eder
Garham
Sechs Mädchen und zehn Buben aus der Pfarrei Garham St. Nikolaus empfingen – verteilt auf zwei Gottesdienste – ihre Erstkommunion aus der Hand von Pfarrer Gotthard Weiß und wurden somit eingegliedert in die Gemeinschaft der Kirche.
Groß war die Freude bei den Kommunionkindern und den Eltern, dass nach den Wochen und Monaten der Vorbereitung endlich gefeiert werden konnte. Von den Tischmüttern Simone Braidt, Nicole Daik, Kirstin Doppelhammer, Daniela Gsottberger, Bettina Käser und Sonja Neubauer waren sie auf diesen Tag vorbereitet worden.
Pfarrer Weiß stellte seine Predigt unter das Motto des Bibelspruches, in dem sich Jesus mit einem Weinstock vergleicht: „Ich bin der Weinstock – Ihr seid die Reben.“ Zur Veranschaulichung hatte er eigens eine Weinrebe vom Weinstock aus dem Garten des Pfarrhofes mitgebracht: „Wenn die Reben mit dem Weinstock verbunden sind, werden sie versorgt mit allem, was sie zum Leben brauchen.“
Musikalisch umrahmt wurden die feierlichen Gottesdienste vom Garhamer Kirchenchor in Corona-Besetzung unter der Leitung von Bernarda Hartl. An der Orgel spielte Roland Rimbeck und Cornelia Niederländer begleitete mit der Querflöte einzelne Lieder. Zum Schluss dankte Pfarrer Weiß allen, die zur Vorbereitung der Erstkommunion beigetragen haben. Den aufregenden Tag beschlossen die Kinder mit ihren Angehörigen in einer abendlichen Dankandacht.− fe
Quelle: pluspnp.de —−-fe
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Die Kläranlage Hofkirchen muss an die Ableitung des Abwassers nach Vilshofen angepasst werden, von rechts: Stadtwerke-Chef Karl Eibl, die Hofkirchener Fachkraft für Abwassertechnik, Thomas Kämpf, Diplom-Ingenieur Gerhard Schönbuchner aus Vilshofen sowie Hofkirchens Bürgermeister Josef Kufner. −Fotos: Brunner
Hofkirchen
Als blühendes Beispiel interkommunaler Zusammenarbeit ist die Anbindung der Kanalisation des Marktes Hofkirchen an das Entwässerungsnetz der benachbarten Stadt Vilshofen an der Donau zu sehen. Nach Überzeugung aller Beteiligten liegen die Vorteile sowohl im wirtschaftlichen Bereich als auch beim Umweltschutz. Umso mehr freute sich Hofkirchens Bürgermeister Josef Kufner bei einem Ortstermin am Klärwerk über den Vollzug der Kooperation. „Seit vergangenem Freitag laufen die neuen Pumpen unserer Kläranlage“, betonte er.
Damit ist der letzte Schritt einer Reihe von Maßnahmen getan. Deren Höhepunkt war die Unterdükerung der Donau zwischen der Marktgemeinde und dem Vilshofener Ortsteil Pleinting im Frühjahr. Damit wurde die Verbindung zwischen den Abwasserleitungen der beiden Kommunen zu schaffen. „Ich bin froh, dass ein maßgeblicher Teil des Projekts nun abgeschlossen ist“, bekundete Josef Kufner. Nach seinen Worten wird das komplette Abwasser aus Hofkirchen jetzt kontinuierlich unter der Donau hindurch nach Pleinting gepumpt und somit in Richtung der leistungsstarken und technisch ultramodernen Kläranlage im Osten der Stadt Vilshofen befördert.
Eine bemerkenswerte Zahl, um die Größenordnung zu verdeutlichen, hatte auch gleich der Planer der Maßnahme, Diplom-Ingenieur Gerhard Schönbuchner vom gleichnamigen Tiefbau-Büro in Vilshofen, parat. „Von Freitag bis Montagfrüh waren es 1,3 Millionen Liter Abwasser“, erklärte er. Es handle sich dabei um Fäkalien, aber auch um Oberflächenwasser, zumal in der Marktgemeinde Hofkirchen sehr viele Mischwasser-Kanäle zur Entwässerung von Baugebieten verlegt sind. Ein Vorteil der heutzutage nicht mehr gebräuchlichen und auch rechtlich nicht mehr zulässigen Kanalisationsweise ist die automatische Spülung der Leitungen durch Regenwasser. Zitiert wurde dazu ein alter Spruch aus diesem Bereich: „Regen ist des Klärwärters Segen.“
Mit zehn Litern pro Sekunde wird das Hofkirchener Abwasser über eine insgesamt 840 Laufmeter lange Verrohrung mit einem Innen-Durchmesser von 11,5 Zentimetern nach Pleinting gepumpt. Dort trifft es auf eine Menge von 20 Litern pro Sekunde, wie Karl Eibl, Geschäftsführer der Stadtwerke Vilshofen, berichtete. „Beide Anlagen kommunizieren miteinander“, sagte er. Bei einem Höchstanfall von Abwasser liefen parallel 30 Liter pro Sekunde in Richtung der Vilshofener Kläranlage. Sonst wird die anfallende Menge automatisch aufeinander abgestimmt – dank entsprechender Rückhaltung auf beiden Seiten der Donau. Die Kapazitäten dazu werden derzeit auf der Hofkirchener Abwasseranlage durch Rückbau des alten Tropfkörpers und dessen Umgestaltung zu einem Puffer geschaffen, wie es hieß. Insgesamt gibt es dort dann drei Behältnisse zur Zwischenspeicherung größerer Mengen – beispielsweise nach einem Starkregen, die sich in jüngster Zeit häufiger ereigneten.
Die Kläranlage Vilshofen ist auf 54000 Einwohnergleichwerte ausgelegt, während Hofkirchen 1900 Einwohnergleichwerte inklusive einer Zukunftsreserve aufweist – zum Beispiel für künftige Baugebiete, die dann aber im Trennsystem für Schmutz und Oberflächenwasser entsorgt werden würden. „In Vilshofen haben wir 15000 Einwohnergleichwerte Reserve, also kein Problem“, fügte Stadtwerke-Sprecher Eibl hinzu.
Die Alternative zur Anbindung an das Vilshofener Kanalnetz wäre für Hofkirchen der Bau einer neuen Kläranlage gewesen, wie Bürgermeister Kufner ohne Umschweife einräumte. Ein entsprechendes Investitionsvolumen wäre die Folge, so der Kommunalpolitiker.
Neben dem wirtschaftlichen Vorteil der Kooperation zwischen den benachbarten Kommunen verwies Gerhard Schönbuchner auch auf die qualitativ wesentlich bessere Ausreinigung von Fäkalien in einer großen Kläranlage, wie sie in Vilshofen besteht. „Das ist auch ein Umweltschutz-Aspekt“, unterstrich der Ingenieur und gab zu bedenken, dass dieser Gesichtspunkt „überwiegend mit Chemie zu tun“ habe. Hinzu komme die Nutzung des anfallenden Faulgases aus dem Fäkalschlamm für die Energieversorgung der Vilshofener Anlage, die rund 85 Prozent ihres Strombedarfs somit selbst erzeugt, wie Karl Eibl informierte. „Das sind circa 800000 Kilowattstunden pro Jahr“, bekundete er. Als zusätzlichen Pluspunkt nannte er die besseren Personal-Ressourcen in Vilshofen, wo beispielsweise ein Umweltingenieur für die Kläranlage verantwortlich ist. Nicht zu vergessen die eigene Klärschlamm-Pressung vor Ort – auch von anderen Abwasserbeseitigungsanlagen.
Besonders aufmerksam machte Karl Eibl auf die absolut transparente Vorgehensweise bei der Kooperation auf Basis einer Zweckvereinbarung zwischen der Stadt Vilshofen und dem Markt Hofkirchen. Diese sei sowohl mit der Rechtsaufsicht beim Landratsamt Passau als auch mit der überörtlichen Rechnungsprüfungsabteilung bei der Regierung von Niederbayern in Landshut abgestimmt. Das Fazit des Vilshofener Stadtwerke-Chefs: „Es ist ein Generationenprojekt, und als solches konzipiert.“ Das zustimmende Nicken von allen Seiten war Eibl sicher. —Bernhard Brunner
Den neuen Schaltschrank erklärt Thomas Kämpf (l.), Fachkraft für Abwassertechnik, dem Hofkirchener Bürgermeister Josef Kufner.
Quelle: pluspnp.de —−-Bernhard Brunner
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An die stolzen Antolin-Sieger überreichten Nicole Daik (hinten, v.r.), Anriett Kufner und Schulleiterin Astrid Pritz Geschenke und Urkunden
Hofkirchen
Buchgeschenke gab es am Ende des Schuljahres für die Garhamer Grundschüler mit den meisten Antolin-Punkten. Das Programm wurde viel genutzt und gibt Kindern und auch den Eltern Rückmeldung, wie genau gelesen wurde. Um die fleißigen Leser zu belohnen, hat der Elternbeirat um Anriett Kufner wieder Preise gesponsert.
Rektorin Astrid Pritz ehrte pro Klasse die beiden „Meist-Leser“ mit Urkunden und Geschenken. Auszeichnet wurden: Theresa Schläger und Isabell Türnau aus der ersten Jahrgangsstufe, Tobias Möllentin und Erik Bergmeier aus der zweiten Klasse, die Drittklässler Jonas Neubauer und Jan Türnau sowie Bastian Geier und Sophia Drasch von der vierten Klasse. Der Wunsch der Rektorin: „Hoffentlich ist das ein Anreiz, dass die Kinder auch im nächsten Schuljahr fleißig lesen und „Antolinpunkte sammeln.“ Eine Traumklasse nimmt Abschied: Die Viertklässler sind Vorbild in Sachen Zusammengehörigkeit und Hilfsbereitschaft.
In der kleinen anschließenden Feier, zu der auch Bürgermeister Josef Kufner kam, wurden auch die besten Schwimmer und Taucher des Schwimmfestes ausgezeichnet. Der Wettbewerb umfasste Brustschwimmen und Streckentauchen. Urkunden überreichte Initiator und Organisator Jotam Evenari an Urkunden an folgende Dritt- und Viertklässler: Elisa Braidt, Pia Döhnel, Valentin Maier, Simon Käser, Helene und Katharina Probst, Sophia Drasch, Leo Petermann, Ludwig Hauzenberger und Lukas Heider.
Zum Schluss hieß dann Abschied nehmen von einer ganz besonderen Jahrgangsstufe: Astrid Pritz lobte die Viertklässler, die sich hinsichtlich Klassengemeinschaft, Höflichkeit, Hilfsbereitschaft und Zusammengehörigkeit seit Jahren auszeichneten. Für ihre Zukunft an weiterführenden Schulen wünschte sie ihnen Glück, Erfolg, neue Freunde und gute Lehrer. Lehrerin Roswitha Kellner hatte für ein buntes Programm zusammengestellt, das auch Beiträge der Bläserklasse (Luisa und Lukas Heider, Michael Weinzierl, Ludwig Hauzenberger) sowie Akkordeon- und Keyboardstücke, gespielt von Theresa Braidt, Bastian Geier und Jonas Neubauer, umfasste. Die Klassen eins bis drei hatten Wünsche auf „Marienkäfern“ überreicht, Schmetterlinge mit Lollis gebastelt, Gedichte und Sprüche vorbereitet. Der Elternbeirat spendierte für jeden Viertklässler ein Buch, und auch die Damen der Mittagsbetreuung hatten für die Kinder eine Überraschung parat: Zu einzelnen Buchstaben auf Wimpeln ließ Lehrerin Roswitha Kellner die Grundschulzeit Revue passieren. Schließlich entstand der Satz: eine Traumklasse. Ein emotionaler Abschied, bei dem auch die ein oder andere Träne floss. − va
Eine Traumklasse nimmt Abschied: Die Viertklässler sind Vorbild in Sachen Zusammengehörigkeit und Hilfsbereitschaft
Die erfolgreichen Schwimmer und Weittaucher wurden von ihrem Sportlehrer Jotam Evenari (re) und Astrid Pritz (li) geehrt.
Quelle: pluspnp.de —−-va
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Hofkirchen
Die Grundschüler der 4. Klasse aus Hofkirchen verabschieden sich taktvoll bei einem rauschendem Abschlussfest aus ihrer Grundschule. Ob mit kulinarischen Köstlichkeiten des Elternbeirates oder den akustischen Schmankerln der Hofkirchner Bläsergruppe – die Kinder wurden gebührend gefeiert. Mit Klassenlehrerein Angelika Zitzelsberger hatten die Kinder Gedichte vorbereitet, mit Veronika Knott wurde getanzt, sogar Eltern, Schulhündin Lotti und Rektorin Ingrid Weinzierl wurden auf die Tanzfläche gebeten. Mit Walzer und Cha Cha Cha wurden die Viertklässler schwungvoll und mit ein paar Tränchen verabschiedet. Manches Mama-Herz schmolz dahin, als sich die Kinder im Chor bedankten für die niemals endende Unterstützung auch in den zurückliegenden schwierigeren schulischen Zeiten. Musikalisch untermalt wurde die Feier von der Band Campfire. Mit positiven Worten und besten Wünschen segnete Pfarrer Gotthard Weiß die Schulabgänger. Glücksklee-Anhänger, liebevoll von der Ersten Klasse gebastelt, überreichte Lehrkraft Andrea Mader. Am Ende erhielten die Kinder noch ein „Notfallpaket“ für den weiteren Schulweg mit kraft- und mutspendenden Süßigkeiten sowie ihre Hofkirchner Schultasse.
Quelle: pluspnp.de —−-va
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Geschicklichkeit war beim Rutschbasketball gefragt
Hofkirchen
Einen bewegungsreichen Vormittag mit lustigen Spielstationen erlebten die Kinder Grundschule Hofkirchen. Dazu hatte Schulleiterin Ingrid Weinzierl auch die künftigen Schulanfänger eingeladen, die pünktlich und mit erwartungsvollen Gesichtern auf der Spielfläche hinter der Turnhalle erschienen. Nach dem gemeinsamem Aufwärmen spielten die Kinder an 15 verschiedenen Geschicklichkeitsstationen, die souverän von der vierten Klasse betreut wurden. Es galt, bei Sockenweitwurf, Hackenschuss, Slalomhockey, Teppichfliesenrennen oder Rutschbasketball Punkte zu sammeln. Geschickt und engagiert kümmerten sich die Großen um die Kleineren und knüpften sehr schnell freundschaftliche Kontakte! Da kam keine Langeweile auf und als fleißige Mamas des Elternbeirats um Vorsitzende Mareike Greiler zum Obst- und Gemüsebuffet “ to go“ einluden, war der Jubel der Kinder groß. „Da möchte ich mir gleich nochmal etwas holen, so gut schmeckt mir das“, meinte Maximilian aus der ersten Klasse. “ Ich freu mich schon auf die Schule“, erzählte Schulanfänger Dominik. Und auch den Lehrern und Erziehern hat‘s gefallen: „Das war heute ein sehr gelungener Vormittag“, waren sie sich einig und lobten die große soziale Kompetenz der Kinder. Mit einem herzlichen Winken der Schüler wurden die Vorschulkinder aus dem Schulgelände verabschiedet. − va
Auf die Plätze, fertig, los: Spaß hatten die Kinder beim Teppichfliesenwettrennen. Betreut wurden die Stationen von Viertklässlern. −Fotos: VA
Quelle: pluspnp.de —−-va
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Hofkirchen
Spürbar zwiegespalten ist der Marktgemeinderat am Dienstagabend dem Bauantrag von Rosario Granata gegenüber gestanden, an der Straße „Zum Hochfeld“ einen Pizza-Verkaufsstand errichten zu dürfen.
Trotz des Wunsches, den Anbieter italienischer Spezialitäten am Ort halten zu wollen, und trotz der Überzeugung, dass Granatas Pizzen bestens schmecken und entsprechend beliebt sind, überwogen die Bedenken, das To-go-Projekt werde vor allem wegen des Zu- und Abfahrtsverkehrs zu Problemen in dem allgemeinen Wohngebiet führen. Am Ende war das No-Go eindeutig.
Die Abkürzung WA in Flächennutzungs- und über Bebauungsplänen steht für ein allgemeines Wohngebiet. Und als solches ist der von Rosario Granata ins Auge gefasste Standort für seine Pizza-Abholstelle baurechtlich ausgewiesen, wie Hofkirchens Bürgermeister Josef Kufner (CSU) deutlich machte. Er machte auf die zu erwartenden Schwierigkeiten dahingehend aufmerksam, dass durch die Kunden des beantragten Pizza-Verkaufsstandes zusätzlicher Verkehr durch die Zu- und Abfahrt verursacht würde. Hinzu kämen Emissionen, vor allem auch Geruch beim Zubereiten der angebotenen Speisen, argumentierte Kufner.
„Es ist nicht auszuschließen, dass es mit den Bewohnern zu Konflikten kommt“, sagte Kufner. Auch die baurechtliche Lage stellt sich problematisch dar, weil der als Entscheidungskriterium wichtige Punkt fraglich sei, ob die Warenpalette Granatas nur der Versorgung des Wohngebietes diene und somit zu genehmigen wäre. Kufner erinnerte daran, dass der Antrag dem Gremium schon einmal vorgelegen habe. Entgegen der ursprünglichen Version des Baugesuchs habe der Antragsteller inzwischen die einst vorgesehene Aufstellung von Tischen und Stühlen weggenommen.
Als Befürworterin des Projekts, jedoch an einem anderen Standort, trat Jung-Markträtin Katrin Wagenpfeil (SPD) auf. „Das Ganze steht und fällt mit den Anwohnern“, unterstrich die Tochter von Bürgermeister a.D. Willi Wagenpfeil (SPD), der einmal mehr als Zuhörer und Beobachter – neben vier weiteren Bürgern – die Sitzung verfolgte. Es wäre schön, wenn der Pizza-Anbieter am Ort bleiben könnte, fügte sie hinzu. Der Bürgermeister flocht ein, dass zu dem Antrag bislang keine Nachbar-Unterschriften vorliegen, was allerdings nach dem aktuellen Baurecht nicht mehr zwingend erforderlich sei.
Trotzdem plädierte Christian Pauli (SPD) dafür, mit den Anwohnern zu reden und dabei zu erfahren, was sie von dem Pizza-Verkaufsstand halten. Auch er vertrat die Auffassung, eine solche Einrichtung wäre durchaus eine Bereicherung für Hofkirchen. Doch noch besser wäre es, eine entsprechende Gastronomie in der Ortsmitte zu haben, meinte Pauli. Seine Befürchtung für die Realisierung am Hochfeld: „Das wird nur Wirbel geben.“ Dem Baugesuch könne man so nicht stattgeben. Kufner informierte, mit dem Antragsteller bereits gesprochen und ihn dabei auf die Problematik hingewiesen zu haben. „Es reicht ein Anwohner, der sich daran stört“, warnte Kufner vor einem Scheitern des Projekts, für das dann Probleme dauerhaft programmiert wären.
Als trügerisch stufte Johanna Feilmeier (ÜW) hingegen die Zustimmung der Anwohner ein, weil davon welche den Verkaufsstand später vielleicht dann doch als nervend empfinden könnten. „Im Wohngebiet kritisch“, lautete ihre Bewertung. Auch Michael Heudecker (CSU) sah Probleme programmiert. Walter Doppelhammer (SPD) berichtete von einem Telefonat mit einem Anwohner, der dabei angedeutet habe, zuzustimmen, wenn alles regelkonform wäre. „Der Standort ist nicht optimal“, erwiderte Josef Kufner – verbunden mit dem Bedauern angesichts der geplanten Neugestaltung der Hofkirchener Ortsmitte, eine Standort-Verlagerung dorthin momentan noch nicht anbieten zu können.
Schließlich verweigerte der Marktgemeinderat einstimmig das Ja zu dem Bauvorhaben. Der Bürgermeister legte aber Wert auf die Feststellung, dass an dem Gedanken festgehalten werden solle, dem Antragsteller eine entsprechende Alternative aufzuzeigen.
−Bernhard Brunner
Quelle: pluspnp.de —−-Bernhard Brunner
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Starten mit Elan in den Wahlkampf: Dr. Laura Wastlhuber aus Fürstenzell und Thomas Buchner aus Hofkirchen. −Foto: JU
Hofkirchen
Auf der CSU-Liste für die Bundestagswahl finden sich auch zwei Mitglieder der Jungen Union Passau Land wider. Thomas Buchner (24, Hofkirchen, Platz 89) und Dr. Laura Wastlhuber (30, Fürstenzell, Platz 36) vertreten die Region auf der Kandidatenliste.
Der Student der Betriebswirtschaft und die Regierungsrätin sind vielfach im Kreisverband aktiv und konnten sich gegen ein großes Bewerberfeld bei der Nominierungsversammlung Ende Juni in Nürnberg durchsetzen. „Wir freuen uns, dass wir gleich zwei Bewerber positionieren konnten und hoffen auf ein starkes Zweitstimmenergebnis der CSU in Bayern. Es wäre schön, wenn unser Passauer Land wie einst unter Dr. Klaus Rose, Gerlinde Kaupa und Andreas Scheuer wieder mit mehreren CSU-Abgeordneten in Berlin vertreten wäre“, so Kreisvorsitzender Stefan Meyer, der am Freitagabend aus Altersgründen aus der JU ausscheiden musste.
Voller Elan werden die beiden Kandidaten nun in den nächsten Wochen in den Zweitstimmenwahlkampf ziehen, und auch die Direktkandidaten Thomas Erndl (Wahlkreis Freyung-Deggendorf) und Andreas Scheuer (Wahlkreis Passau Land/Stadt) tatkräftig unterstützen. − red
Quelle: pluspnp.de —−-red
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Strahlende Gesichter unter den Schutzhelmen des Bauunternehmens „HERO BAU“ mit Sitz in Vilshofen am Projekt-Standort an der Deggendorfer Straße in Hofkirchen: v.l. Hofkirchens Bürgermeister Josef Kufner, Julia Lindmeyer vom Pflege-Unternehmen Plank für den künftigen „Curare Seniorengarten“, Geschäftsführer Dr. Georg Tüller von „HERO BAU“, Julia Kroneder und Investor Stephan Kroneder, Abbruch-Unternehmer Andreas Scheid und Margit Cruchten, Büroleiterin von „HERO BAU“. −Foto: Brunner
Hofkirchen
Die Tatsache, dass es in der Marktgemeinde bisher kein Angebot für Senioren gibt, ist Bürgermeister Josef Kufner schon lange ein Dorn im Auge. Bereits während der Phase seiner Bewerbung um den Chefsessel im Rathaus hat er dieses Thema energisch aufgegriffen. Umso mehr freut er sich jetzt über ein Konzept des in Vilshofen ansässigen Bauunternehmens „HERO BAU“ für einen Neubau an der Deggendorfer Straße mit integrierter Tagespflege-Einrichtung. „Damit wird eine Versorgungslücke geschlossen“, betont Kufner.
Mitte vergangenen Jahres war der wenige Wochen zuvor neu gewählte Hofkirchener Bürgermeister mit Investor Stephan Kroneder aus Vilshofen ins Gespräch gekommen, wobei die bis dato prekäre Situation auf dem Sektor Senioren thematisiert wurde. Weder einen Treff noch Angebote für Pflege beziehungsweise Tagespflege existieren bislang in der Kommune, wie Kufner mit Bedauern feststellte. Kroneder stellte sich daraufhin dem Marktgemeinderat vor, der sich nach den Worten des Bürgermeisters für das Projekt mit einer Art Zentrum zur Erfüllung der Bedürfnisse der älteren Generation begeistern hat lassen.
„Zum Jahreswechsel haben wir den Grunderwerb vollzogen“, erklärt Josef Kufner, laut dessen Aussage sich das leerstehende Gebäude am Standort für den vorgesehen Neubau-Komplex bereits im Eigentum der Marktgemeinde befunden hat. Dieses Anwesen habe man unter anderem aus städtebaulichen Aspekten erworben, fügt der Bürgermeister hinzu. Inzwischen ist das auf Erd- und Abbrucharbeiten spezialisierte Unternehmen Andreas Scheid aus Hebertsfelden im Landkreis Rottal-Inn, das auch schon die Beseitigung des baufälligen Gebäudes am Rathausvorplatz erledigt hat, mit dem Abriss an der Deggendorfer Straße beschäftigt.
Im Erdgeschoss des Neubaus soll eine teilstationäre solitäre Tagespflege-Einrichtung entstehen, die Herbert Plank mit seinem in Fürstenzell beheimateten und 1999 gegründeten Pflege-Unternehmen betreiben wird. Wie die bereits in Fürstenzell, Ruhstorf und Ortenburg bestehenden Tagespflege-Standorte soll auch Hofkirchen als vierter den Namen „Curare Seniorengarten“ tragen.
Plank führt ebenso einen privaten ambulanten Pflegedienst mit Sitz in Fürstenzell. Rund 80 Mitarbeiter kümmern sich um gegenwärtig knapp 250 Kunden beziehungsweise Pflegepatienten. „Der Mensch steht im Mittelpunkt“, unterstreicht Planks Tochter Julia Lindmeyer das Prinzip der Arbeitsweise des Familienbetriebs.
In den „Curare Seniorengärten“ findet eine umfassende und individuelle Betreuung statt, wie die Vertreterin des Tagespflege-Betreibers hervorhebt. Ziel sei es, in gemütlich gestalteten Räumen soziale Kontakte aufrecht zu erhalten und pflegende Angehörige zu unterstützen. Die Tagespflege stehe von 8 bis 17 Uhr zur Verfügung. Dazu könne der hauseigene Fahrdienst in Anspruch genommen werden.
Julia Lindmeyer verweist auf die langjährige Erfahrung des Unternehmens im Landkreis Passau. Das Pflegeteam bestehe aus fachlich qualifizierten und engagierten Mitarbeitern, „die unser Pflegeprinzip teilen und nach außen tragen“, so die Tochter des Inhabers. Der Aufenthalt in der Tagespflege-Einrichtung ist laut ihrer Aussage unabhängig von einer ambulanten Pflege oder einer Pflegeperson. Zur Finanzierung stünden ohne Kürzung des Pflegegeldes die vollen Sachleistungen des jeweiligen Pflegegrades zur Verfügung, merkt Julia Lindmeyer an.
Wie Investor Kroneder mitteilt, geht es nach dem Abbruch des Bestandsgebäudes in die Planungs- und Genehmigungsphase für den Neubau. Mit dem Baubeginn rechnet der Geschäftsführer der „HERO BAU“, Dr. Georg Tüller, für den Zeitraum 2022/23. Veranschlagt sei eine Bauzeit von etwa einem Jahr.
Im ersten Obergeschoss sind Seminarräume vorgesehen, die durch das Kolping-Bildungswerk Passau gemietet und für dessen Schulungsangebote genutzt werden sollen. Das zweite Obergeschoss soll nach dem bisherigen Planungsstand zwei qualitativ hochwertige und ökologisch nach dem neuesten Stand der Technik konzipierte Wohnungen beherbergen, die ebenfalls in die Vermietung gehen werden. —Bernhard Brunner
Quelle: pluspnp.de —−-Bernhard Brunner
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Im neuen Kleid: Frisch herausgeputzt die Garhamer Pfarrkirche St. Nikolaus. −Fotos: Franz X. Eder
Garham
Erhaben und zugleich beschützend, so ist das Erscheinungsbild der Garhamer Pfarrkirche St. Nikolaus, das einem schon von Vilshofen kommend den Weg nach Garham weist. Der Abschluss der Kirchenaußenrenovierung ist ein Höhepunkt in der über 700-jährigen Geschichte der Garhamer Kirche.
Der Kirchenpatron St. Nikolaus ist Schutzheiliger der Reisenden, Händler und Kaufleute. Er war Beschützer der Handelswege. Garham lag am alten Salzhandelsweg, der damals von der Donau herauf über den Bayerwald hinein ins Böhmische führte, der sogenannten „uralt gulden Straß“.
2019 wurde die umfassende Außenrenovierung begonnen. Die Corona-Krise verzögerte die planmäßige Fertigstellung. Auf über 300000 Euro werden die Kosten für die Außenrenovierung veranschlagt. Davon muss die Pfarrei selbst ein Drittel aufbringen.
Bei der Renovierung wurden folgende Arbeiten an der Kirche durchgeführt: Der Kirchturm erstrahlt bereits seit 2019 in neuem Glanz. Das Dach des Kirchenschiffes mit Schneefanggittern wurde erneuert. Einflugöffnungen für Fledermäuse mussten hergestellt werden. Einen neuen Anstrich erhielt die gesamte Fassade; Eisengitter, Geländer, Türen und Fenster wurden neu lackiert. Die Zifferblätter der Kirchturmuhr wurden neu bemalt und die Uhrzeiger vergoldet.
Das Missionskreuz am Kirchturm wurde restauriert und neu gefasst. Die gesamte Sickerung wurde erneuert und das Gebäude erhielt einen neuen Granitsockel. An der Südfassade der Garhamer Pfarrkirche strahlt wieder eine Sonnenuhr.
Bei der letzten Außenrenovierung Mitte der achtziger Jahre wurde die Sonnenuhr entfernt. Geblieben war nur das Halbrund, auf dem sie einmal aufgemalt war (VA berichtete).
Ein erstes Gotteshaus war im 14. Jahrhundert gebaut worden. Mauern davon sind noch der heutige Altarraum sowie im Untergeschoss des Kirchenturms, in dem sich auch Malereireste aus der damaligen Zeit finden.
Vor 270 Jahren wurde die Pfarrkirche St. Nikolaus vom 68. Bischof von Passau, Josef Dominikus Graf von Lamberg, am 7. Juni 1750 geweiht. Während seiner Amtszeit (1723 bis 1761) wurden viele Kirchen und Klöster im Fürstbistum neu erbaut oder umgebaut und von ihm geweiht. Der Fürstbischof kümmerte sich vor allem um den Aufbau des deutschen Schulwesens und unternahm etwa 100 Visitationsreisen.
Mitte des 18.Jahrhunderts wurde die heutige Kirche gebaut. 1834 wurde der Kirchenraum um die Länge der Orgelempore noch einmal vergrößert. 1888 wurden die Vorbauten an den Türen erstellt und die alte Seelenkammer als Sakristei umgebaut.
1904 endlich wurde der Kirchturm, der bis dahin mit einem Satteldach abgeschlossen war, nach oben hin verlängert und erhielt sein heutiges, weit ins Land hinausragendes charakteristisches Aussehen mit seinen vier Erkern und Balkonen. So wurde er zum Wahrzeichen Garhams. Ein „wunderschönes und baulich seltenes architektonisches Kunstwerk in unserem Jahrhundert“ nennt ihn 1986 ein Sachverständigenbericht des baulichen Zustands der Kirche.
1996 wurden der neue Mittelalter und der Ambo aufgestellt. Der verstorbene Bischof Franz Xaver Eder hatte damals die Weihe vorgenommen. Im Mai 2002 wurde im Rahmen der 72-Stunden-Aktion „Activity“ die Sakristei um einen Anbau für die Ministranten erweitert.
Eine umfangreiche Innenrenovierung mit Restaurierung der Kirchenorgel wurde in den Jahren 2010 bis 2012 durchgeführt. 2013 stand die Weihe der neuen Nikolausglocke und Marienglocke im Mittelpunkt, die die beiden alten Stahlglocken ersetzten. Die Kreuzkugel und das Turmkreuz auf den Zwiebelturm mussten 2014 erneuert werden.
Ein großes Abschlussfest mit Festgottesdienst wird es erst nächstes Jahr geben. 2022 kann die Pfarrei Garham dann ihren 125. Geburtstag feiern. Am 15. September 1897 unterzeichnete der damalige Bischof Michael Rampf die Errichtungsurkunde der Pfarrei Garham. Dies war die Geburtsstunde der eigenständigen und bis dahin von der Pfarrei Hofkirchen betreuten Seelsorge. —Franz X. Eder
Das Missionskreuz am Kirchturm wurde restauriert und neu gefasst
Quelle: pluspnp.de —−Franz X. Eder
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In Unterstaudach in der Gemeinde Hofkirchen werden Wochenendhäuser dauerhaft bewohnt. Nach einem Gerichtsurteil dürfte das auf Dauer nicht mehr möglich sein. −Foto: Elsberger
Hofkirchen
Der Kläger gegen den Plan der Gemeinde, zu versuchen, das endgültige Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs doch noch irgendwie rückgängig machen zu können (VA berichtete nach der jüngsten Sitzung des Gemeinderats), ist empört. Sein Rechtsanwalt Dr. Wolfgang Patzelt aus München lässt in einer Stellungnahme das Urteil des Gerichts für sich sprechen.
Die Absicht der Gemeinde, den Bebauungsplans Wochenendhausgebiet Unterstaudach durch Deckblatt Nr. 4 zum Teil aufzuheben, sei unwirksam. Denn der Markt Hofkirchen habe – so das Gericht – „Motive verfolgt, die sich auf rechtlich korrektem Weg nicht erreichen lassen“. Wie der Bayerische Verwaltungsgerichtshof (VGH) geurteilt habe, sei sehr deutlich, so Dr. Patzelt. (Urteil vom 9.6.2021, Az.: 15 N 20.1412, Rn. 62).
Doch der Markt Hofkirchen wolle das nicht wahrhaben. „Den Empfehlungen des eigenen Rechtsanwalts und des Landratsamts zum Trotz wird er eine Nichtzulassungsbeschwerde gegen das Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs einlegen“, fasst Dr. Patzelt zusammen. Eine „Entscheidung für die Menschlichkeit und Bürgernähe“, wie es Bürgermeister Kufner nun darstelle, sei dies gewiss nicht. Im Gegenteil, heißt es in der Stellungnahme: „Der Markt Hofkirchen setzt sich auf Kosten der Steuerzahler über Recht und Gesetz hinweg, zugunsten einzelner Spekulanten, die sich vom Altbürgermeister Wohnbaurecht versprechen ließen. Statt den Fehler endlich einzugestehen und Frieden einkehren zu lassen, verrennt sich der Markt Hofkirchen auf Kosten seiner Bürger in aussichtslose Verfahren“, schriebt Dr. Wolfgang Patzelt.
Das Urteil lasse insoweit keine Zweifel offen: Das Ziel, im Bereich des Wochenendhausgebiets Dauerwohnen im Außenbereich zuzulassen, sei von Anfang an rechtswidrig und zum Scheitern verurteilt gewesen. Zum Streitthema sei das Wochenendhausgebiet erst im Jahr 2017 geworden, „als Altbürgermeister Wagenpfeil sich bemühte, das Plangebiet in ein Allgemeines Wohngebiet umzuwandeln“. Der Rechtsanwalt weiter: „Diese Planungen, die falschen Versprechungen an die Anwohner und, wie es der Verwaltungsgerichtshof ausdrückt, eine ,einkalkulierte oder sogar im Vorhinein abgesprochene (aber materiell rechtswidrige) Genehmigungspraxis des Landratsamts als Baugenehmigungsbehörde‘ (…) haben seither zu erheblichen Schäden geführt“.
Spätestens, nachdem die Regierung von Niederbayern und der Regionale Planungsverband Donau-Wald Anfang 2019 gegen die Umwandlungsplanung eingewandt hätten, Dauerwohnen sei mit dem Anbindegebot des Landesentwicklungsprogramms nicht vereinbar, hätte das Vorhaben aufgegeben werden müssen, ist die Position des Klägers. Der Markt habe dies nicht wahrhaben wollen und habe die Umsetzung durch die Hintertür weiterverfolgt. Dr. Wolfgang Patzelt: „Dazu gaukelte er der Regierung von Niederbayern vor, er wolle in Unterstaudach jede bauliche Nutzung unterbinden und den teils bebauten Bereich landwirtschaftlich nutzen.“
In der Stellungnahme der Klägerseite geht man ins Detail: „So setzte der Markt Hofkirchen am 30. März 2020 im Flächennutzungsplan für den gesamten Wochenendhausbereich eine ,Fläche für Landwirtschaft‘ fest. Zwei Tage später folgte am 1. April 2020 die Aufhebung des Wochenendhausbebauungsplans im Norden durch Deckblatt Nr. 4, um dort vermeintlich landwirtschaftliche Nutzung zuzulassen. Zeitgleich erteilte der Markt Hofkirchen genau für diesen Bereich das gemeindliche Einvernehmen für Nutzungsänderungen in Wohnnutzung. Wie passt das zusammen? Einer Genehmigungserteilung für Dauerwohnen hatte vor dessen Teilaufhebung am 1. April 2020 der Bebauungsplan, der nur Wochenendhausnutzung zuließ, entgegengestanden. Einen Tag nach der Aufhebung des Bebauungsplans im Norden, am 2. April 2020, erteilte das Landratsamt in Absprache mit dem Markt auf diesen angeblichen Landwirtschaftsflächen Genehmigungen für die Nutzungsänderung bestehender Wochenendhäuser in Dauerwohnhäuser. Rechtlich nennt man das nüchtern einen ,Zielwiderspruch‘, der zur Unwirksamkeit der Planung führt“, führt Dr. Patzelt aus.
Er spricht von einem „dreisten Versuch“, dem der VGH nun endgültig einen Riegel vorgeschoben habe. Im Urteil heißt es: „Das auf den Seiten 2 und 8 der Planbegründung für die städtebauliche Erforderlichkeit angegebene Ziel […], steht in einem nicht auflösbaren Widerspruch zu der tatsächlichen – sich offen aus der Abwägung und aus anderen Passagen der Planbegründung ergebenden – Motivation, im betroffenen Bereich eine weitere städtebauliche Verdichtung und bauliche Nutzungsintensivierung zu erreichen.“
Und weiter: „Der Antragsgegner [Anm.: der Markt Hofkirchen] verfolgt im ,reduzierten‘ nördlichen Teil gerade nicht – wie ausgeführt – die Korrektur einer von der höheren Landesplanungsbehörde [Anm.: Regierung von Niederbayern] monierten städtebaulichen Fehlentwicklung sowie eine Begrenzung auf den durch bestehende Altgenehmigungen bestandsgeschützten Gebäudebestand, sondern geradezu das Gegenteil.“
Klargestellt hätten die Richter darüber hinaus auch, die Strategie des Markts Hofkirchen unterliege „diversen Rechtsirrtümern hinsichtlich des bauplanungsrechtlichen Umgangs mit Wochenendhäusern im bauplanungsrechtlichen Außenbereich“. Die Voraussetzungen für die später geplante Aufstellung einer Außenbereichssatzung liegen, so der VGH, rechtlich nicht vor, auch die vom Markt geplante Außenbereichssatzung wäre unwirksam.
Eine Umnutzung der als Wochenendhäuser genehmigten Gebäude in Dauerwohnhäuser sei, so der VGH, legal über § 35 Abs. 2 BauGB nicht möglich. Selbst bauliche Erweiterungen und Ersatzbauten sind nach materieller Rechtlage rechtswidrig, heißt es in der Stellungnahme von Dr. Patzelt.
Das bedeutet, die beim Verwaltungsgericht Regensburg anhängigen Klagen gegen die am 2. April 2020 erteilten Umnutzungsgenehmigungen werden Erfolg haben, ebenso wie die Klagen auf Untersagung der bereits ausgeübten Dauerwohnnutzungen. Das Fazit von Dr. Patzelt: „Niemand wird in Unterstaudach mehr dauerhaft wohnen können.“
Der Verwaltungsgerichtshof hat nicht nur die von den Klägern angegriffene Aufhebung des Wochenendhausbebauungsplan aufgehoben. Er hat laut Dr. Patzelt weit darüber hinaus das gesamte Konzept des Marks Hofkirchen als rechtswidrig und endgültig nicht durchführbar erklärt.− red
Quelle: pluspnp.de —−-red
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Hofkirchen
Einen künstlerisch-kreativen Vormittag haben die Dritt- und Viertklassler der Franz-Xaver-Eggersdorfer-Schule erlebt. Klassenlehrerin Angelika Zitzelsberger hat den freischaffenden Künstler Manfred Völkel aus Kemathen bei Arnstorf zu einem Zeichenseminar an die Grundschule Hofkirchen eingeladen. „Die Freude der Kinder war groß und sie waren voller Schaffenskraft“, schreibt das Sonderpädagogische Förderzentrum. Die Anweisungen, wie eine Zeichnung an Tiefenwirkung gewinnt oder wie durch unterschiedlichen Druck der Malstifte Plastizität erzeugt werden kann, setzten die Kinder nach bestem Geschick um. Die Drittklassler malten einen Wiesenblumenstrauß in abgestuften Blautönen. Bei den Schülern der 4.Klasse war es ein Obstkorb. Ihre Zeichnungen, durften sie mit ihren Namen signieren. Bis zum Ende des Schuljahres werden diese im Schulhaus ausgestellt. Rektorin Ingrid Weinzierl staunte über die schönen Zeichnungen. Malen wäre auch eine sinnvoller Zeitvertreib für die Sommerferien, findet sie. „Ihr werdet staunen, welche Talente in euch schlummern!“, sagte die Schulleiterin. Bei einem virtuellen Rundgang durch die Malschule und Landhausgalerie von Künstler Völkel durften die Kinder seine Landschafts-, Tier- und Blumenbilder ansehen. Am meisten waren die kleinen Künstler von der Wandmalerei an seinem Haus beeindruckt: Eine blühende Wiese, vor der sich ein Reißverschluss immer enger zusammenzieht. − va/Foto: Schule
Quelle: pluspnp.de —−-VA
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Garham
Jahresfest an die Gefallenen und Vermissten der Weltkriege sowie der verstorbenen Kameraden des Vereins – in Zeiten der Corona-Pandemie mit einer Gedenkfeier auf dem Dorfplatz ohne Festzug und Festmesse. Die Männer um Vorstand Franz Erhard und Hauptmann Josef Feilmeier hatten sich entschlossen, ihren Veteranenjahrtag im Rahmen des Möglichen mit einem kleinen aber würdigen Festakt abzuhalten, bereits zum zweiten Mal in dieser reduzierten Form in der 154-jährigen Vereinsgeschichte. Veranstaltungen wie diese sind wichtig, damit die Schrecken des Krieges nicht in Vergessenheit geraten, waren die wesentliche Botschaft der Redner.
Namentlich hieß KSV-Vorsitzender Franz Erhard Fahnenmutter Johanna Feilmeier, Bürgermeister Josef Kufner, 2. Bürgermeister Alois Wenninger, die Markträte Matthias Braidt Johanna Feilmeier, Fabian Kapfhammer und Josef Leizinger willkommen.
Franz Erhard blickte in seiner Ansprache 105 Jahr zurück. An einem Beispiel des Jahres 1916 verglich der Veteranenvorstand die Widersprüchlichkeit des menschlichen Geistes. Albert Einstein hat in diesem Jahr die Allgemeine Relativitätstheorie veröffentlicht, ein Meilenstein im menschlichen Denken. Gleichzeitig tobten die verlustreichen Schlachten des 1. Weltkrieges in Verdun und an der Somme in Nordfrankreich.
„Hass, Hochmut und Unvernunft erzeugen Krieg – Gedenken und Nachdenken erhalten den Frieden“, sagte Erhard weiter. „Darum wollen wir uns erinnern, an die, die auf den Schlachtfeldern ihr Leben ließen und an die, die in Gefangenschaft gerieten und nicht mehr heimkehrten.“ Besonders wurde an Vereinsmitglied Willi Zeindl gedacht, der 2020 im Alter von 94 Jahren verstorben ist. Er war der letzte noch verbliebene Kriegsteilnehmer und damit Zeitzeuge aus der früheren Gemeinde Garham.
Ortspfarrer Gotthard Weiß kennzeichnete den Jahrtag mit Erinnerung, Mahnung und Dankbarkeit. „Jeder einzelne Name auf den Tafeln des Kriegerdenkmals ist mit dem Schicksal von Familien, Gewalt, Not und Elende verbunden.“ Für die Opfer der Kriegshandlungen betete er, dass Gott ihnen den Frieden schenke, den sie auf Erden nicht erleben durften.
Bürgermeister Josef Kufner dankte dem KSV Garham dafür, dass man sich mit dem Jahresfest gegen das Vergessen stemmt. Den Jahrtag bilanzierte er mit der Formulierung: „Heute, 76 Jahre nach Kriegsende, verblasst das Erinnern an den Krieg und den Nationalsozialismus. Nachdenken und Mahnen für Frieden und Freiheit ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr. Die heutige Gedenkfeier soll ein Erinnern, Nachdenken und Mahnen sein – aber auch ein Ermutigen beinhalten.“
Die Kranzniederlegung am Kriegerdenkmal für die Toten des 1. und 2. Weltkrieges bildete den Abschluss des Festaktes am Dorfplatz. Julia Schöfberger und Josef Kufner von der Blaskapelle Garham spielten mit ihren Trompeten das Lied vom „guten Kameraden“ und die Nationalhymne. Mit einer Abordnung war die Freiwillige Feuerwehr Garham dabei, sie sorgte auch dafür, dass die Veranstaltung reibungslos über die Bühne gehen konnte. —fe
Pfarrer Gotthard Weiß spricht ein Gebet vor dem Kriegerdenkmal. Die Reservistenkameradschaft Garham stellt die Ehrenwache. −Fotos: Eder
Der Festakt am Dorfplatz mit Böllerschüssen, Totengedenken und Kranzniederlegung für die Toten des 1. und 2. Weltkrieges war ein Höhepunkt des Jubiläums. −Fotos: Eder
Quelle: pluspnp.de —−-fe
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Garham
Einen besonderen Schultag erlebten die Schüler der Grundschule Garham. Sie feierten ein großes Schwimmfest im Garhamer Freibad. Alle vier Klassen machten sich bei bestem Wetter auf den Weg zum Freibad. Lehrer Jotam Evenari hatte im Vorfeld ein Programm erarbeitet, das allen Schulkindern gerecht werden konnte. In der der musikalisch untermalten Aufwärm- und Wassergewöhnungsphase zeigte Jotam Evenari sein Talent zum Animateur und gab zu Macarena-Rhythmen eine Tanzeinlage zum Besten. Die Kinder führten im Schwimmbecken hochmotiviert und unter viel Gelächter dieses Aquajogging durch, was beinahe den Titel Wasserballett verdiente. Zum Wettkampf im Brustschwimmen traten die 3. und 4. Klasse an. Die Lehrkräfte Johanna Schwaiberger, Jotam Evenari sowie Schülermutter Angelika Lechl konzentrierten sich auf den Anschlagsmoment. Das Tempo so mancher Schüler überraschte Kinder wie Lehrkräfte. Die Viertklässler Sophia Drasch sowie Leo Petermann und die Drittklässler Pia Döhnel und Valentin Maier überzeugten durch ihre Schnelligkeit. Einen Staffelwettbewerb absolvierten die Erst- und Zweitklässler und mussten möglichst schnell durch hüfthohes Wasser „laufen“ und einen Ring transportieren. Ein Tauchwettbewerb schloss sich an. Nach einer Brotzeit- und Eispause kam das Highlight für die Kinder, die Sprungkunststücke: Wer schafft den lustigsten Sprung? Grimassen, geniale Körperverdrehungen und akrobatische Kunststücke trugen zu einer sehr fröhlichen Stimmung bei (Foto). Spaß-Sport-Spiel waren die Leitziele des Schwimmfestes, erklärt Schulleiterin Astrid Pritz. − va
Quelle: pluspnp.de —−-VA
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Das wiedergewählte Führungsteam vor der historischen Saug- und Druckspritze aus dem Jahre 1892 (v.l.): Bürgermeister Josef Kufner, Andreas und Natalie Schöfberger, Alois Bircheneder, Alois Gotzler, Johanna Feilmeier, Christa Schmid, Ludwig Zitzelsberger und Franz Eder. −Foto: Eder
Garham
Zwölf Jahre gibt es den Förderverein Florian Garham LF8. Die Mitgliederversammlung war das erste Treffen nach 2019, das die Coronabestimmungen jetzt erlaubte. Vorsitzender Franz Eder konnte trotzdem eine positive Bilanz präsentieren: Veranstaltungen sind zwar ausgefallen – sechs neue Mitglieder konnten für den Verein gewonnen werden.
Nach dem Totengedenken ließ Franz Eder in seinem Bericht – veranschaulicht mit einer Bilder-Show – wesentliche Ereignisse des jungen Vereins Revue passieren. So waren 2019 zum Oldtimertreffen, das gemeinsam mit dem SV Garham organisiert worden war, trotz einsetzendem Regen 125 Teilnehmer mit ihren Fahrzeugen gekommen. „Vom Moped, Motorrad, Auto und Traktor bis zum Feuerwehrfahrzeug reichte die Palette“, freute sich der Vorsitzende über das große Teilnehmerfeld. Im September 2019 konnte mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche St. Nikolaus und einem Frühschoppen auf dem Lehner-Hof das „Zehnjährige“ gefeiert werden.
Viel Zeit und Arbeit wurde in die Renovierung des alten Feuerwehrfahrzeuges und den Erhalt alter Ausrüstungsgegenstände investiert. „Die Gründung des Vereins ist richtig gewesen“, stellte Franz Eder fest. Der Förderverein wurde im März 2009 ins Leben gerufen und hat mittlerweile 45 Mitglieder. Zwölf Jahre kümmert sich der junge Verein um die Pflege alter Feuerwehrfahrzeuge und -gerätschaften. Aufgabe des Vereins ist es, historisch wertvolles feuerwehrtechnisches Material, insbesondere Feuerlöschkraftfahrzeuge, in möglichst betriebsfähigem Zustand zu erhalten und für eine dauerhafte Unterbringung zu sorgen. Außerdem soll das Interesse der Öffentlichkeit für Zeugnisse der technischen Entwicklungsgeschichte geweckt und gefördert werden.
Der betreute Daimler Benz mit seiner Frontpumpe – ein Löschgruppenfahrzeug LF 8 – hat mit seinen mittlerweile 45 Jahren das Prädikat „Oldtimer“ erreicht, die zugehörige Tragkraftspritze ist 61 Jahre alt. Die restaurierte Saug- und Druckspritze aus dem Jahr 1892 hat mittlerweile im Foyer des neuen Feuerwehrgerätehauses nach wechselnden „Unterkünften“ ihren endgültigen Stellplatz gefunden.
Beruhigende Zahlen und Fakten legte Kassenwart Andreas Schöfberger vor. Die Revisoren Johanna Feilmeier und Christa Schmid attestierten ihm eine gute Arbeit.
Premiere und eine leichte Aufgabe als Wahlleiter hatte Bürgermeister Josef Kufner mit seinen jungen Helfern Josef Bircheneder jun. und Michael Niederländer. Die Wahl der Vorstandschaft, die zügig abgewickelt wurde, brachte folgendes Ergebnis: Vorsitzender Franz Eder wurde ebenso in seinem Amt bestätigt wie Stellvertreter Martin Drasch, Kassenwart Andreas Schöfberger und Schriftführerin Natalie Schöfberger. Gerätewart bleibt Alois Bircheneder − bei ihm ist auch das historische Fahrzeug untergestellt. Alois Gotzler und Ludwig Zitzelsberger sind weiterhin Beisitzer. Kassenprüferinnen bleiben Johanna Feilmeier und Christa Schmid.
Bürgermeister Josef Kufner lobte die Vorstandschaft für das Engagement. Er dankte den Verantwortlichen und Mitgliedern für die Pflege der alten Feuerwehrfahrzeuge, die Fortsetzung der Tradition und für Teilnahme am öffentlichen Leben.
Ludwig Zitzelsberger, Vorsitzender der Feuerwehr Garham, betonte die gute Zusammenarbeit der beiden Vereine. Das bestätige auch das jährliche Oldtimertreffen, das zu einem Höhepunkt im Garhamer Vereinsleben geworden sei. „Ich freue mich auf ein weiteres und gutes Miteinander“, sagte Zitzelsberger.
Der Vorsitzende des SV Garham, Josef Leizinger, stellte fest, dass das Oldtimertreffen sowohl bei den Teilnehmern als auch bei den Zuschauern hervorragend angenommen wird und ein fester Bestandteil des Vorwaldfestes geworden ist: „Ohne die Hilfe, Organisation und die Arbeit des Fördervereins wäre das Oldtimertreffen nicht das, zu dem es sich in den letzten Jahren entwickelt hat.“
In seinem Schlusswort freute sich Eder auf eine Neuauflage des Oldtimertreffens im Juli 2022. Geplant sind Vorführungen mit dem „alten LF 8“ bei der Kinder- und der Jugendfeuerwehr Garham. − fe
Quelle: pluspnp.de —−-fe
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Mit einem Blumenstrauß gratulierten (von links) Bürgermeisterin Liane Sedlmeier, Schulamtsdirektorin Christiane Niedermeier und Schulleiterin Susanne Weller (rechts) der neuen Konrektorin der Grundschule Altenmarkt, Michaela Schmid, zur Beförderung. −Foto: Schiller
Osterhofen / Hofkirchen
An der Grundschule Altenmarkt dreht sich das Personenkarussell: Michaela Schmid, bislang Mitarbeiterin in der erweiterten Schulleitung, ist neue Konrektorin, ihre Vorgängerin Tanja Anthofer tritt zum Schulbeginn ihre neue Stelle als Rektorin an der Grundschule in Moos an.
Schulamtsdirektorin Christiane Niedermeier war extra aus Deggendorf angereist, um Michaela Schmid im Osterhofener Rathaus gemeinsam mit Bürgermeisterin Liane Sedlmeier und Schulleiterin Susanne Weller zur Beförderung zu gratulieren. Die Rektorin stellte dabei heraus, wie vorteilhaft es für die Personalentwicklung sei, Lehrkräfte frühzeitig ins Team der erweiterten Schulleitung zu integrieren. „So sind sie mit den Organisationsstrukturen vertraut und wie Michaela ab dem ersten Tag voll ein setzbar“, erläuterte sie.
Schulrätin Christiane Niedermeier lobte den offenen und ehrlichen Umgang zwischen Stadt, Schulleitung und dem Staatlichen Schulamt. „Die Eltern erwarten eine gute frühkindliche Bildung“, stellte die Bürgermeisterin fest und hob die gute Zusammenarbeit mit Michaela Schmid hervor. Diese war die Wunschkandidatin der Rektorin, da sie die Schule innen wie außen gut repräsentiere sowie zuverlässig, loyal und perfektionistisch arbeite. Der Stadt und besonders Kämmerer Bernhard Thaller dankte Susanne Weller für die Finanzierung notwendiger Baumaßnahmen.
Michaela Schmid wohnt mit ihrem Mann und zwei erwachsenen Kindern in Hofkirchen. Bereits als Lehramtsanwärterin hatte sie von 1994 bis 1996 an der Grundschule Altenmarkt unterrichtet, 2005 kehrte sie als Lehrerin zurück, seit 2014 ist sie Mitglied der erweiterten Schulleitung. Die vielseitige Sportlerin und passionierte Schwimmerin übernimmt traditionell die Ganztagsbetreuung der Klassen drei und vier, als Klassleiterin unterrichtet sie alle Fächer.
„Ich bin gut vorbereitet und freue mich auf diese Aufgabe“, erklärte Michaela Schmid. Die offizielle Ernennung zur stellvertretenden Schulleiterin erfolgt zum 1. August, die Urkunde wird demnächst nachgereicht. − sch
Quelle: pluspnp.de —−-sch
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Zum Dank für einen Unwettereinsatz gibt’s eine Uhr für die Garhamer Wehr (v.l.): Andreas Schöfberger, Vorsitzender Ludwig Zitzelsberger, Kommandant Erwin Schöfberger, Manuel Koijc, Johanna Feilmeier, Sonja Neubauer, Fabian Kapfhammer und Rene Kunze. −Foto: Franz X. Eder
Garham
Überraschung und Freude bei der Garhamer Feuerwehr: Für einen Feuerwehreinsatz gab es zum Dank eine Uhr. Dieses Geschenk wird im Foyer des Feuerwehrgerätehauses ihren Platz finden.
„Alarm für die Feuerwehr… – Stichwort Unwetter – Kommen Sie zum Feuerwehrgerätehaus“, so oder so ähnlich wurden die Feuerwehren in den vergangenen Wochen und Tagen häufig zum Einsatz gerufen – auch die Freiwilligen Feuerwehren des Marktes Hofkirchen. Die Feuerwehr Garham wurde zu einem Einsatz „Wasser im Keller“ nach Hofkirchen beordert. Mit Wassersauger und entsprechendem Gerät wurde der Keller ausgepumpt.
Nachdem sich der erste Schreck gelegt hat, lobt jetzt Manuel Kojic die Arbeit der Feuerwehrdienstleistenden. „Aus meiner Sicht war das eine Top-Arbeit von allen. Super schnell und professionell. Ich habe mich sofort sicher und in besten Händen gefühlt. Auch das umsichtige und vorsichtige Verhalten war beeindruckend. Die Aktiven strahlten eine unglaubliche Ruhe und Professionalität aus“, schildert Manuel Kojic das Ereignis in jener Nacht. Als Dankeschön brachte er für die Garhamer Wehr eine Uhr mit, die er eigenhändig zusammengebaut hat. Mit Freude nahm Kommandant Erwin Schöfberger mit seinen Aktiven die Uhr in Empfang.
Ehrenkommandant Franz Eder merkt dazu an: „Das ist ein positives Beispiel, um die Arbeit der Ehrenamtlichen zu würdigen, nachdem in letzter Zeit ja öfter das enorme freiwillig Engagement der Feuerwehren von manchen Menschen so nicht mehr gesehen wird.“ − fe
Quelle: pluspnp.de —−-fe
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Die Häuser im Wochenendhaus-Sondergebiet sind teils sehr zugewachsen. Zwei Schotterwege führen zu den Grundstücken. Einige sind gerade dauerhaft bewohnt. −Foto: Elsberger
Hofkirchen
Seit 17 Jahren ist das Wochenendhausgebiet in Unterstaudach bei Hofkirchen ein Streitthema. Durchgehendes Wohnen war im Bebauungsplan nicht festgelegt. Dennoch zogen mehrere Eigentümer dauerhaft ein. Um Dauerwohnen offiziell festzumachen, wollte die Gemeinde Hofkirchen den Bebauungsplan aufheben und eine Außenbereichssatzung erstellen.
Ein Landwirt hat dagegen eine Normenkontrollklage beim Bayerischen Verwaltungsgerichtshof eingereicht. Ihm gehört ein Teil des Gebiets. Er wünscht sich dort kein dauerhaftes Wohnen.
Wie jetzt bekannt wurde, hatte er mit seiner Klage Erfolg: Das Verfahren, wie es die Gemeinde vorsah, ist in der Form nicht möglich, entschied das Gericht. Der Plan der Verwaltung ist gescheitert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
In der Folge wäre der Bebauungsplan „Wochenendhaus-Sonderbaugebiet Unterstaudach“ auf dem aktuellen Stand für unwirksam erklärt. Stattdessen wäre die Version aus 1985 gültig. Das hieße: Dauerwohnen wäre nicht erlaubt, Häuser dürften nicht über 50 Quadratmeter haben. Es bräuchte daher eine neue Grundlage für das Dauerwohnen in Unterstaudach.
Die SPD-Fraktion des Marktrates hat den Antrag gestellt, eine sogenannte Nichtzulassungsbeschwerde beim Verwaltungsgericht einzulegen. Es ist das letzte Rechtsmittel, das die Gemeinde in der Hand hat. Die Chancen auf Erfolg seien gering, sagen der Anwalt, der die Gemeinde vertritt, und das Landratsamt. Deshalb wollte die Gemeinde diesen Schritt nicht gehen. „Auch wenn die Erfolgsaussichten nur als gering bewertet werden, soll der Markt Hofkirchen diese Möglichkeit nicht verstreichen lassen“, heißt es im SPD-Antrag. Er stand als Einziges auf der Tagesordnung der Marktratssitzung am Freitagabend.
Die Fraktionssprecher im Marktrat sprachen sich für eine Nichtzulassungsbeschwerde aus: „Eine verlorene Schlacht ist kein verlorener Krieg“, sagte Christian Pauli (SPD). Die Rechtsmittel nicht auszuschöpfen, wäre laut Pauli falsch. Man müsse es versuchen, pflichteten ihm Josef Leizinger (CSU) und Georg Stelzer (ÜW) bei. Das sahen die anderen Markträte genauso. Sie beschlossen einstimmig, die Marktgemeinde soll Beschwerde einlegen.
Was passiert, wenn die Beschwerde nicht durchgeht? Bürgermeister Josef Kufner sagt: „Die Frage ist ungeklärt.“ Es bestehe die Gefahr, dass dann keine Dauerwohnen mehr akzeptiert ist. Für die Kontrolle wäre das Landratsamt Passau zuständig. „Inwieweit das kontrolliert wird, kann ich zum jetzigen Stand nicht abschätzen.“
Menschen, die dort ihren Erstwohnsitz haben, könnten eventuell ihr Zuhause verlieren – ein Grund, warum das Thema emotionsgeladen ist. Ein Bewohner der Dauerwohnsiedlung, der an der Sitzung teilnahm, bedankte sich für den einstimmigen Beschluss: „Aus meiner Sicht wohnt dort keiner zu Unrecht.“ Bürgermeister Josef Kufner lobte die „Entscheidung für die Menschlichkeit und die Bürgernähe“.
Zur Vorgeschichte: Vor rund 50 Jahren wurde der abgelegene Ort Unterstaudach bei Grubhof (Markt Hofkirchen) als Wochenend-Wohngebiet mit 18 Parzellen ausgewiesen. Einige Bewohner blieben dort allerdings dauerhaft.
Das Gebiet war aber nicht darauf ausgelegt, weshalb Trinkwasser, Abwasser und Zufahrten nicht den Anforderungen entsprochen haben. Das Landratsamt monierte das 2005. Gegen die Grundstückseigentümer hat es ein Nutzungsuntersagungsverfahren eingeleitet. Es wurde gefordert, dass die Anwohner die Missstände beheben.
Der Markt Hofkirchen beschloss 2007 eine Kompromisslösung: Alle Haushalte der Anlage wurden ans öffentliche Wassernetz angeschlossen und die Abwasserbeseitigung über eine biologische Kläranlage geregelt. Bürger, die dort bereits ihren Hauptwohnsitz gemeldet hatten, durften bleiben. Man hat ihnen ihr Bleiberecht in der Vergangenheit zugesagt. Jetzt steht es durch das Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs wieder auf der Kippe.
Quelle: pluspnp.de —−-Katja Elsberger
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Aufwärmen auf dem roten Platz: Vor den Leichtathletik-Wettkämpfen bewegten sich die Kinder zu rhythmischer Musik. −Fotos: VA
Hofkirchen
Die Aufregung war groß an der Grundschule Hofkirchen, denn am vergangenen Donnerstag konnten die 66 Schülerinnen und Schüler beim Sport- und Schwimmtag zu verschiedenen Wettkämpfen antreten.
Nach einigen Wochen der intensiven Vorbereitung kam es zunächst zum sportlichen Kräftemessen in den leichtathletischen Disziplinen Weitsprung, Weitwurf und 50 Meter Lauf. Die Aufwärmphase übernahm Teamlehrerin Bianca Ilg auf dem roten Platz hinter der Turnhalle. Zu rhythmischer Musik bewegten und streckten sich die motivierten Kinder. Schließlich ging es darum, Freude an der Bewegung zu haben und im fairen Wettkampf gute Leistungen zu zeigen. Manch ein Schüler war selbst von seinen eigenen Leistungen überrascht und stellte seine vorherigen Trainingsergebnisse in den Schatten.
Die Wettkämpfe wurden in jahrgangsgleichen Riegen ausgetragen, für die Lehrerin Angelika Zitzelsberger verantwortlich war. Beim Weitwurf mit den 80g schweren Bällen gab es ganz unterschiedliche Weiten. Diese richtig abzulesen war die Aufgabe von Lehrerin Veronika Knott, die dabei vermutlich einige Kilometer zurücklegte. Beim Weitsprung hatte jeder Schüler drei Versuche. Hier war es wichtig, genau innerhalb einer vorgegebenen Absprungzone abzuspringen. Rektorin Ingrid Weinzierl betreute mit genauem Blick und Maßband diese Disziplin. Eis verteilen Mitglieder des Jugendfördervereins an die Kinder.
Während der gemeinsamen Pause im schattigen Grün der Sportanlage überraschte der Jugendförderverein Hofkirchen alle Teilnehmer mit einem Eis. Das war eine gelungene, süße Erfrischung, für die sich die Kinde freudig bedankten.
Zum zweiten Teil des Sportvormittags gingen alle Schulkinder in das Hofkirchener Freibad. Dort zeigten sie ihr Können in Schwimmwettkämpfen und verschiedenen Spielen im Wasser. So konnten sich die Kinder mit der „Schwimmnudelrikscha“ durchs Wasser tragen lassen oder beim „Maulwurfpaddeln“ ihre Geschicklichkeit unter Beweis stellen. Natürlich gab es für die tauchfreudigen Kinder einen Tauchparcours und an der Freibad-Rutsche durfte jeder seine Rutschkunststücke vorführen.
„Das war heute ein schöner Sporttag!“ und „Das müssen wir bitte öfter machen!“ fanden die Kinder am Ende des Vormittags. Das Lehrerkollegium zeigte sich erleichtert, dass der Sport- und Schwimmtag verletzungsfrei ablief und lobte die Schülerinnen und Schüler für die gute Disziplin. − va
Im Hofkirchener Freibad tobten sich die Kinder im Wasser aus
Eis verteilen Mitglieder des Jugendfördervereins an die Kinder
Quelle: pluspnp.de —−-va
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Ist eine Fledermaus in der Nähe? Konzentriert lauschen Susanne Morgenroth und ihre 15 Begleiter den Geräuschen des Bat-Detektors. −Fotos: Elsberger
Hofkirchen
Fledermäuse sind so laut wie ein Presselufthammer. Trotzdem hören wir sie nicht. Sie orientieren sich mit der Ultraschall-Echoortung. Um die Tiere aufzuspüren, benutzt Fledermaus-Expertin Susanne Morgenroth deshalb einen so genannten Bat-Detektor. Er wandelt ihre hochfrequenten Töne in Laute um, die auch für Menschen hörbar sind.
Seit 30 Jahren forscht Susanne Morgenroth im Auftrag des Naturparks Bayerischer Wald an den Tieren, genauso lange ist sie schon Fledermaus-Expertin im Landkreis Passau: Sie berät, wenn die geschützten Tiere im Garten oder am Haus nisten und hilft bei Umsiedlungen. 20 bekannte Arten gibt es bei uns. Morgenroth gibt ihr Wissen gerne weiter, macht Führungen in die Natur. Dorthin, wo sich Fledermäuse gerne aufhalten: An Gewässern.
Mit 15 Kindern und Erwachsenen steht sie abends am Donau-Altwasser bei Hofkirchen. Mit dem Bat-Detektor will sie für die Teilnehmer der Nachtwanderung die nachtaktiven Wesen aufspüren. Mit dabei sind Anton Schreiegg, Fledermaus-Berater in Vilshofen, und Ralf Braun-Reichert. Der Biologe ist Leiter des „Haus am Strom“, das zusammen mit der Grundschule Hofkirchen diese Wanderung organisiert hat.
„Manche klingen wie Herzklopfen, andere wie das Tropfen eines Wasserhahns und wieder andere wie ein Schnalzen“, erklärt Morgenroth die Geräusche der Tiere. Sind Fledermäuse auf der Jagd, senden sie ständig Ultraschall aus. Am Echo erkennen sie, ob etwas lecker ist.
Es ist 22 Uhr und mittlerweile dunkel. Das Gras in den Auen ist hochgewachsen. Lichtkegel wandern umher. Sebastian (10) stapft neben seinen Vater Christoph Fuchs durchs Gras. Eifrig schaut sich der Bub um. Er will unbedingt mal eine Fledermaus sehen – so wie sein Papa, wenn er abends am Bankerl vorm Haus sitzt. Auch die anderen Kinder suchen tatkräftig mit. „Wir brauchen Adleraugen und viel Geduld“, sagt Morgenroth. Denn in der Dunkelheit sind die Tiere gut getarnt.
Fledermäuse sind die einzigen Säugetier, die aktiv fliegen – und darin sind sie Spezialisten. „Ihr ganzer Körper ist mit einer Flughaut umspannt“, erklärt Morgenroth. Darunter sind viele Muskeln. „Sie haben eine richtige Bodybuilderfigur.“
Immer wieder bleibt die Fledermaus-Expertin stehen und horcht. An diesem Nebenarm fließt das Wasser ruhig dahin, wird teilweise aufgestaut. Auf beiden Uferseiten stehen Bäume, wo die Fledermäuse hin- und herfliegen könnten. „Hört ihr das?“, fragt Morgenroth. Augenblicklich wird es ruhig. Der Bat-Detektor rauscht. Sie erhöht die Frequenz – das Geräusch wird deutlicher. Es klingt wie Vogelgezwitscher. Morgenroth vermutet eine Wasserfledermaus. Normalerweise fliegen sie direkt über der Oberfläche, um Insekten zu fangen. „Hier ist es aber sehr trüb. Sie fliegen bestimmt höher, weil auch die Insekten nicht so nah am Wasser sind“, erklärt sie.
Mit der Taschenlampe sucht die Expertin die Umgebung ab. Morgenroth weiß, dass dieses Jahr kein Leichtes für die Tiere ist. Die Gründe: „Es war sehr kalt im Frühjahr und das Wetter ist instabil.“ Deshalb gebe es zu wenig Insekten und damit zu wenig Nahrung.
„Finden wir die Fledermaus gemeinsam?“, regt sie die Kinder an, mitzusuchen. „Da ist sie!“ Morgenroth zeigt auf eine Fledermaus mit weißem Bauch die blitzartig über das Wasser schießt. Zwei, drei Sekunden dauert das Erlebnis, dann ist sie wieder weg. Tatsächlich: Es war eine Wasserfledermaus. Die „Fledermaus-Jäger“ sind angefixt – sie entdecken noch viele weitere. „Jetzt haben wir schon 17“, sagt Sebastian. Mit seinem Kumpel Oliver Vogl (7) zählt er jede mit.
Weiter geht es zur nächsten Stelle: Ein Teich, dicht umrandet von Bäumen. Morgenroth passt die Frequenz an – hier vermutet sie eher Abendsegler. Aber das Geräusch klingt anders, eher wie ein schnell tropfender Wasserhahn. „Das gibt es doch gar nicht. Das hört sich an wie eine Mückenfledermaus“, sagt Morgenroth. Sie kann es kaum glauben. In Passau und Vilshofen weiß sie von der Art, aber in Hofkirchen sei dies der erste Nachweis. Sie wird ihn in die Datenbank vom Landesamt für Umweltschutz eintragen.
Zufrieden geht die Gruppe zurück: 21 Fledermäuse ergibt am Ende Olivers und Sebastians Zählung. Darunter sogar eine „Neuentdeckung“.
Weil wegen der begrenzten Teilnehmerzahl einigen abgesagt werden musste, hat Morgenroth vor, bald wieder eine Nachtwanderung zu unternehmen. Infos dazu unter www.hausamstrom.de.
Quelle: pluspnp.de —−-Katja Elsberger
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Treten an bei der Bundestagswahl: CSU-Direktkandidat Thomas Erndl (Mitte) mit den beiden Kandidaten für die CSU Landesliste, Thomas Buchner aus dem Landkreis Passau und Carlo Schöpp aus dem Landkreis Freyung-Grafenau). −Foto: VA
Ortenburg / Hofkirchen
Der CSU-Direktkandidat für den Bundeswahlkreis Deggendorf, Thomas Erndl, hat für die diesjährigen Bundestagswahlen erneut auf einen Listenplatz verzichtet. Im Nachgang zur Aufstellung der CSU-Landesliste in Nürnberg zeigte sich der MdB entschlossen: „Ich möchte meine Heimat wieder als direkt gewählter Abgeordneter vertreten.“
Thomas Erndls Wahlkreis umfasst die Landkreise Deggendorf, Freyung-Grafenau sowie vier Passauer Gemeinden Aicha v. W., Eging, Fürstenstein und Hofkirchen. „Diese Region liegt mir sehr am Herzen. In den vergangenen vier Jahren haben wir gemeinsam viel erreicht. Ich möchte weiterhin beitragen, dass unsere Heimat attraktiv und zukunftsfähig bleibt“, betont der 46-jährige Familienvater und Ingenieur, der 2017 erstmals für den Wahlkreis Deggendorf in den Bundestag gewählt wurde.
Zusätzlich wird der Wahlkreis stark auf der Landesliste der CSU vertreten sein: Thomas Buchner aus Hofkirchen (24) und Carlo Schöpp (32) aus Schönberg sind dabei. „Ich freue mich sehr, dass zwei talentierte Nachwuchskräfte aus unserer Heimat auf die Liste gewählt wurden. Gemeinsam kämpfen wir jetzt für ein gutes Ergebnis bei der Bundestagswahl am 26. September,“ sagt Thomas Erndl MdB.
Die Landesliste der CSU wird in diesem Jahr von Alexander Dobrindt und Dorothee Bär als Spitzenkandidaten angeführt. − va
Quelle: pluspnp.de —−-va
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Begeisterte Frauen gestalteten mit Pfarrer Gotthard Weiß den Wallfahrtsgottesdienst in Hofkirchen (v.l.): Angelika Dachsberger, Monika Petermann, Dekanatsvorsitzende Renate Eder, Franziska Kehrer, Johanna Schuster, Pfarrer Gotthard Weiß, Annette Käser und Nicole Bauer. −Fotos: Eder
Hofkirchen
Sie ist ein Großereignis, das im Kalender hunderter Frauenbund-Frauen normalerweise einen festen Platz hat: Die traditionelle KDFB-Diözesanwallfahrt nach Altötting. Alle zwei Jahre tragen die Frauen ihre Anliegen am 2. Juli, dem Festtag Mariä Heimsuchung, zur Gnadenmutter und feiern miteinander Gottesdienst. In diesem Jahr allerdings hat die Wallfahrt anders als gewohnt stattgefunden.
Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie verzichtete der Diözesanverband auf eine zentrale, diözesanweite Wallfahrt. Stattdessen wurden in den Dekanaten und Zweigvereinen kleinere Wallfahrten zu regionalen Zielen organisiert.
Die Zweigvereine Garham und Hofkirchen planten einen Wallfahrtsgottesdienst vor der Burgkapelle Sankt Georg in der Burgruine Hilgartsberg. Wegen der ungünstigen Witterung wurde die Feier in die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt nach Hofkirchen verlegt.
Pfarrer Gotthard Weiß zelebrierte die Eucharistiefeier. Engagierte Frauen aus Garham und Hofkirchen gestalteten den Gottesdienst mit eindrucksvollen Gesten, anschaulichen Texten und einprägsamen Fürbitten. Roland Rimbeck an der Orgel und die kräftigen Stimmen der Garhamer Kirchenchorfrauen beim Gesang hatten Gewicht. „Die Mitfeiernden fanden dies sehr festlich“, sagte eine Besucherin. Beim Gottesdienst kam für die Teilnehmerinnen jene Gemeinschaft zum Ausdruck, die ein Zeichen von Begeisterung und Glaube ist.
Pfarrer Weiß bestätigte, dass der Frauenbund eine tragende Säule der Glaubenden in der Kirche ist. „Die Gemeinschaft der beiden Frauen Maria und Elisabeth könnten schon auf den Frauenbund hindeuten“, zog er einen Vergleich. Wie wichtig die Begegnung der Menschen untereinander ist, wurde zu Beginn des Gottesdienstes dargestellt.
In der Lesung wurde die Geduld in der Bedrängnis, die Beharrlichkeit im Gebet und die Freude in der Hoffnung verkündet. Das Evangelium erzählte den Besuch von Maria bei Elisabeth. In dem anschließenden Gespräch einer Frau von heute mit Elisabeth wurden die damaligen Gefühle der beiden Frauen bei ihrer Begegnung deutlich. Es war schon etwas Besonderes und die beiden Frauen spürten Gottes Gegenwart und bewahrten sich das Vertrauen: „Gott wohnt in uns, auch wenn wir das nicht immer spüren.“
Zur Gabenbereitung wurden neben Brot und Wein symbolisch noch andere Gegenstände an den Altar gebracht: Eine warme Decke, um der Kälte der Welt mit Güte und Warmherzigkeit zu begegnen oder ein verknotetes Seil, um in den Verwirrungen dieser Zeit Suchende zu sein und offen zu bleiben.
„Als Frauenbund können wir in unserer Gemeinschaft der Kraft der Verheißung vertrauen und Frieden und Versöhnung leben“, heißt es im Frauenbund-Friedensgebet der Eucharistiefeier.
Die Kollekte geht an den Fonds des KDFB-Diözesanverbandes „Frauen in Not“. Mit diesem Fonds wird notleidenden und hilfsbedürftigen Frauen schnell und gezielt geholfen. Die Frauen aus beiden Zweigvereinen wollen sich wieder zu einer gemeinsamen Veranstaltung treffen. —Franz X. Eder
Zur Gabenbereitung: Dekanatsvorsitzende Renate Eder brachte verschiedene symbolische Gegenstände an den Altar
Quelle: pluspnp.de —−-Franz X. Eder
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28 Persönlichkeiten, die mindestens 18 Jahre kommunalpolitisch tätig waren, wurden mit einer Dankurkunde des Freistaates geehrt. Zum Festakt in Ortenburg waren auch alle 1. Bürgermeister der jeweiligen Heimatgemeinde gekommen. Neben Einzelfotos gab es am Schluss im Innenhof vor einem kleinen Empfang ein obligatorisches Gruppenfoto. −Foto: Rücker
Ortenburg / Hofkirchen
Wer 18 Jahre im Gemeinderat, im Stadtrat oder im Kreistag politisch aktiv war, erhält vom Freistaat eine Dankurkunde als Anerkennung für sein kommunalpolitisches Engagement. Ein solcher Festakt findet gewöhnlich zeitnah nach den Wahlen statt. Doch Corona verhinderte auch dies.
Am Montag Vormittag wurde die Ehrung und Würdigung der langjährigen Kommunalpolitiker auf Schloss Ortenburg nachgeholt. Der Rittersaal war festlich hergerichtet worden. Die Haferinger Hausmusik unter der Leitung von Barbara Wimmer spielte fröhliche Klänge. Ein gut gelaunter Gastgeber Bürgermeister Stefan Lang und Landrat Raimund Kneidinger verbreiteten eine gute Stimmung.
In einer Vitrine an einer Wandseite des Rittersaals werden frühere Haushaltswaren gezeigt, darunter auch gestickte Küchentücher. „Sei gut gelaunt“ stand da ebenso wie „Mein Herd, mein Stolz“. Abgewandelt hätte es auch heißen können: „Meine Gemeinde/meine Stadt, mein Stolz.“ Die Geehrten haben aus Heimatverbundenheit über fast zwei Jahrzehnte Verantwortung übernommen. Als sie ihre Urkunde entgegennahmen, war manchem dieser Stolz auf seine Gemeinde anzusehen.
Bürgermeister Stefan Lang drückte dies in der Begrüßung so aus: Im Rittersaal seien wegweisende Entscheidungen für die Grafschaft getroffen worden. Nun würden Menschen geehrt, die ebenfalls wegweisende Entscheidungen für die Heimat getroffen hätten. Dabei könne man durchaus anderer Meinung sein, entscheidend sei, dass man sich hinterher in die Augen schauen könne und den Respekt voreinander bewahre.
So sah dies auch Landrat Raimund Kneidinger. Er sprach von einer kommunalpolitischen Familie, die zusammenhalte. Jeder habe seinen eigenen Kopf, doch über allem stehe der gegenseitige Respekt. Ein offenes Wort sei wichtig, es solle stets der Sache dienen. Mit Vertrauen zueinander gelinge eine gute Zusammenarbeit zum Wohl der Gemeinde bzw. der Stadt.
Raimund Kneidinger dankte den Persönlichkeiten, die mindestens drei Perioden in einem Gremium vertreten waren und teilweise noch sind. Er sprach ihnen Anerkennung aus und überreichte die kommunale Dankurkunde. Nicht alle Eingeladenen konnten kommen. Ihnen wir die Urkunde bei einem anderen Festakt (der Landkreis veranstaltet drei) überreicht.
AIDENBACH
Wolfgang Joosz, Marktgemeinderat von 2002 bis dato, 3. Bürgermeister von 2014 bis 2020.
Richard Detter, Marktgemeinderat von 2002 bis 2020.
Augustin Thalmeier, Marktgemeinderat von 2002 bis 2020.
BAD GRIESBACH
Dr. Nicole Reinelt, Stadträtin von 2002 bis 2020.
Bernhard Heidingsfelder, Stadtrat von 2002 bis heute.
Alois Immerfall, Stadtrat von 2002 bis heute.
Werner Münichsdorfner, Stadtrat von 2002 bis heute.
Manfred Bachmeier (entschuldigt), Stadtrat von 2002 bis heute.
BEUTELSBACH
Michael Diewald, Gemeinderat von 2002 bis heute. 1. Bürgermeister von 2012 bis heute.
Anna Gerstl, Gemeinderätin von 2002 bis 2020.
Hermann Treipl, Gemeinderat von 2002 bis heute.
Ludwig Wagmann, Gemeinderat von 2002 bis heute.
HOFKIRCHEN
Anita Penzenstadler, Marktgemeinderätin von 2002 bis 2020.
Ingrid Weinzierl, Marktgemeinderätin von 2002 bis 2020.
Werner Lösl, Marktgemeinderat von 1996 bis 2002 und 2008 bis 2020; 3. Bürgermeister von 2014 bis 2020.
Dr. Thomas Buchner (entschuldigt), Marktgemeinderat von 2002 bis 2020.
ORTENBURG
Norbert Eizenhammer, Marktgemeinderat von 2002 bis heute.
Johann Kalhammer, Marktgemeinderat von 2002 bis heute.
Dieter Langmeyer, Marktgemeinderat von 2002 bis 2020.
VILSHOFEN
Waltraud Desch, Stadträtin von 2002 bis 2020.
Anita Hofbauer, Kreisrätin von 2002 bis heute.
Siegfried Steinbauer, Stadtrat von 2002 bis 2020.
Christian Gödel (entschuldigt), Stadtrat von 2002 bis 2020, 2. Bürgermeister von 2008 bis 2020 und Kreisrat von 2008 bis 2020.
WINDORF
Walter Dankesreiter, Marktgemeinderat von 2014 bis heute, Kreisrat von 1990 bis 2002 und 2014 bis heute.
Josef Mader, Marktgemeinderat von 2002 bis 2020.
Otto Schrimpf, Marktgemeinderat von 2002 bis heute.
Quelle: pluspnp.de —−-Helmuth Rücker
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Das Fundament für den neuen Masten ist schon gegossen. Er wird den alten Sendemasten, der nur ein paar Meter daneben liegt, um 20 Meter überragen. −Foto: Elsberger
Hofkirchen
Der Bau des neuen 5G-Funkturms in Gsteinöd bei Hofkirchen hat Anfang der Woche begonnen. Der Betonsockel ist gegossen. 40 Meter hoch wird der Sendemast auf der Wiese am Waldrand werden, sagt Hofkirchens Bauamtsleiterin Nicole Bauer.
Im Dezember 2019 hatten die Hofkirchener Gemeinderäte einstimmig ihr Einvernehmen zum Funkmasten erteilt, im Oktober 2020 hat ihn das Landratsamt genehmigt. Trotzdem kam der Bau für die Gsteinöder offenbar überraschend, wie eine telefonische Umfrage in der Nachbarschaft zeigt. „Wir haben den Betonsockel gesehen und uns gefragt: Was wird das denn werden?“, sagt eine Anwohnerin.
Ein Gsteinöder, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen möchte, hat Einspruch eingelegt. Er ist der Meinung, dass die Abstandfläche zu seinem Grundstück nicht eingehalten werde.
Der Weiler, der zum Markt Hofkirchen gehört, liegt direkt an der A3. Der 5G-Sendemast soll auf diesem Autobahnabschnitt die Telefonverbindung verbessern, für Autofahrer und für Rettungskräfte. Es gibt ein entsprechendes Programm der Bundesregierung, mit dem alle Lücken in der Mobilfunkversorgung entlang von Autobahnen geschlossen werden sollen. Bei dem Masten handelt es sich laut Bauamt um ein „privilegiertes Vorhaben“. Deshalb dürfe ein solcher Sendemast auch im Außenbereich gebaut werden.
Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats kritisierte Christian Pauli, dass der Funkmast ohne weitere Information errichtet werde. Er hat 2019 dafür gestimmt. „Die Bagger sind angerollt, ohne dass vorher mit den Leuten gesprochen wurde.“ Die Gemeinde, aber auch die Funkturm GmbH, hätten auf die Anwohner zukommen müssen, findet Pauli.
Bürgermeister Josef Kufner: „Eine Baubeginnsanzeige wird dem Landratsamt mitgeteilt. Die kriegen wir dann nicht mehr ins Haus.“ So kam der Baubeginn für ihn ebenso überraschend wie für die Anwohner.
Gebaut wird der Funkmast neben dem alten 20 Meter hohen Sendemasten. Was mit diesem Masten passiert – ob er stillgelegt oder abgebaut wird – gehe aus dem Bauantrag nicht hervor, heißt es im Bauamt. —Katja Elsberger
Quelle: pluspnp.de —−-Katja Elsberger
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Mutige Kletteraktion: Pfarrer Gotthard Weiß steigt auf die Leiter, um die neue Sonnenuhr an der Südfassade der Garhamer Kirche St. Nikolaus segnen zu können. −Fotos: Franz X. Eder
Hofkirchen
Quelle: pluspnp.de —−red/Foto: Asselberghs
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Mutige Kletteraktion: Pfarrer Gotthard Weiß steigt auf die Leiter, um die neue Sonnenuhr an der Südfassade der Garhamer Kirche St. Nikolaus segnen zu können. −Fotos: Franz X. Eder
Garham
An der Südfassade der Garhamer Pfarrkirche St. Nikolaus strahlt wieder eine Sonnenuhr (VA berichtete). Am Fest des Heiligen Johannes des Täufers wurde sie nun nach der Abendmesse von BGR Pfarrer Gotthard Weiß gesegnet. Denn in den Tagen der Sommersonnenwende zeigt sie die Stunden am genauesten an. Für Pfarrer Gotthard Weiß und die Kirchenverwaltung ist damit ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. Ein – Corona-bedingt – kleiner Kirchenchor umrahmte die Werktagsmesse, die zur Festmesse wurde.
Pfarrer Gotthard Weiß erinnerte im Beisein von Bürgermeister Alois Wenninger, der die politische Gemeinde vertrat, an die Entstehungsgeschichte der Sonnenuhr. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts beschränkten sich diese Uhren noch auf die Anzeige der Mittagsstunde. „Die Zeit prägt unser Leben und unseren Glauben“, sagte Weiß verwies auf die Inschrift der Sonnenuhr „Selbst das größte ewige Heil kann sich in der gegenwärtigen Stunde entscheiden.“
Der Pfarrer bedankte sich bei Stephan Zitzelsberger, der als Bautechniker die Kirchenaußenrenovierung begleitete, die Winkel des Schattenstabes berechnete und den Polstab einmauerte. Kirchenpfleger Max Zitzelsberger hat die Stunden mit Bleistift gekennzeichnet und über längere Zeit geprüft. Bild und Stundenband hat der Garhamer Künstler Stefan Bircheneder entworfen und in den vergangenen Wochen aufgemalt.
Für eine Überraschung sorgte Reinhart Sitter aus Passau, ehemaliger Mitarbeiter der Sternwarte Passau und in der der Deutschen Gesellschaft für Chronometrie (DGC), Fachkreis Sonnenuhren, engagiert. Die DGC widmet sich der Dokumentation, Bewahrung und Erforschung der Zeitmessung. „Seit dem 21. Juni ist die Garhamer Sonnenuhr unter der Nr. DGC 19248 katalogisiert“, überbrachte der Experte die Neuigkeit und übergab an Pfarrer Weiß das entsprechende Dokument. „Eine Sonnenuhr zu fertigen ist nicht einfach“, stellte Sitter fest. Interessant ist auch noch die Tatsache, dass in ganz Bayern nur noch an der Chorwand der Pfarrkirche in Unterammergau eine „Nikolaussonnenuhr“ zu finden ist.
Die Feier wurde mit einem kleinen Umtrunk und Imbiss, den der Pfarrgemeinderat Corona-konform vorbereitet hatte, abgeschlossen. Die segnende und schützende Hand, die der Heiligen Nikolaus auf der Sonnenuhr symbolisch über die Garhamer Kirche hält, reichte für die kleine Feier aus, bevor ein nahendes Gewitter die Veranstaltung beendete.
DETAILS ZUR UHR
Zu sehen ist der Pfarr- und Kirchenpatron, der Heilige Nikolaus, wie er seine segnende und schützende Hand über die Garhamer Kirche hält. Aufgrund weniger historischer Anhaltspunkte musste ein Entwurf entstehen, der sich folgerichtig in die barocke Tradition der Kirche in Farbigkeit und Dramatik einfügt.
In der Darstellung ist ein von Pfarrer Weiß erdachter lateinischer Spruch eingeschrieben: MAXIMA SORS AETERNA EX HORA PRAESENTI. Übersetzt bedeutet dies: „Selbst das größte ewige Heil kann sich in der gegenwärtigen Stunde entscheiden.“
Im Chronogramm sind die Buchstaben, die gleichzeitig römische Ziffern bedeuten, größer und farbig eingeschrieben und ergeben zusammen die Jahreszahl MMXXII (2022).
Diese Jahreszahl weist auf das kommende Jahr 2022 hin: Die Pfarrei Garham besteht dann 125 JahreÜberraschung: Reinhart Sitter erklärt, dass die Sonnenuhr ins DGC-Verzeichnis aufgenommen ist. —Franz X. Eder
Überraschung: Reinhart Sitter erklärt, dass die Sonnenuhr ins DGC-Verzeichnis aufgenommen ist
Freude über die Nikolaus-Sonnenuhr: Pfarrer Gotthard Weiß (v.l.), Künstler Stefan Bircheneder, Bernhard Straßl von der Kirchenverwaltung, Kirchenpfleger Max Zitzelsberger und Bautechniker Stephan Zitzelsberger
Quelle: pluspnp.de —−Franz X. Eder
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Garham
Quelle: pluspnp.de —−va
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Das macht Spaß: die zweite Klasse beim Schwimmnudel-Karussell in Hofkirchen. −Foto: VA
Hofkirchen
Bei diesen hochsommerlichen Temperaturen steht der Schwimmunterricht ganz oben auf der Liste der Grundschule Hofkirchen. Der Vorteil für die Schule: Das Freibad ist nur ein paar Schritte von der Schule entfernt und bietet somit beste Voraussetzungen für den schulischen Schwimmunterricht. Ziel von Rektorin Ingrid Weinzierl ist, jedem Kind das Schwimmen zu lernen. Diese Fähigkeit ist lebenswichtig und wird aktuell mit Nachdruck durchgeführt. Die Schwimmausbildung fiel wegen der Corona im letzten Sommer total ins Wasser, so dass es heuer großen Nachholbedarf gibt. Neben Wassergewöhnung, Gleit- und Tauchübungen findet die Schulung der korrekten Arm- und Beinbewegungen für das Brustschwimmen statt. Natürlich kommen verschiedene Spiele im Wasser nicht zu kurz. „Sie bereiten den Schülern großen Spaß und das lange vermisste soziale Miteinander kann endlich wieder gelebt werden“, freut sich die Rektorin mit den Grundschülern.
Nach einer DLRG-Studie aus dem Jahr 2017 sind bundesweit 59 Prozent der Mädchen und Jungen keine sicheren Schwimmer, wenn sie die Grundschule verlassen. Ihnen fehlt das Jugendschwimmabzeichen in Bronze, 23 Prozent haben noch nicht einmal das Seepferdchen. − va
Quelle: pluspnp.de —−va
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Vor dem Rettungsboot präsentiert die Feuerwehr ihr 5500 Euro teures Gerät, v.r. 2. Vorstand Markus Markmüller, 2. Kommandant Florian Markmüller, Sonar-„Chef“ Julian Binder, Vorstand Josef Rauch, 1. Kommandant Peter Binder und Bürgermeister Josef Kufner. −Foto: Rücker
Hofkirchen
Wer wissen will, wie sehr die Arbeit bei der Feuerwehr begeistern kann, sollte in Hofkirchen vorbeischauen. Dort haben sie am vergangenen Wochenende ihr neues Sonar in Betrieb genommen. Das technische Gerät soll dabei helfen, Menschen zu helfen, die in der Donau in eine Notlage geraten sind. So etwas als einzige Feuerwehr in der Region anbieten zu können, macht die Hofkirchener stolz und glücklich.
Dass sie aber dann auch noch bei der Schulung mit dem Gerät im übertragenen Sinn einen dicken Fisch an Land ziehen, stimmt sie ein wenig euphorisch. „Einen besseren Start hätten es gar nicht geben können für dieses Gerät“, meint 1. Kommandant Peter Binder. Der „dicke Fisch“ ist ein Stahlgerippe, das auf dem Grund der Donau liegt, eindeutig das Wrack eines gar nicht so kleinen Bootes. Bisher unentdeckt, „und wir finden es gleich!“, sagt Julian Binder. Er war bereit, die Hauptverantwortung für das teure Gerät zu übernehmen.
Wieso kam die Feuerwehr Hofkirchen überhaupt auf die Idee, für 5500 Euro ein Sonar-Gerät zu kaufen? Kommandant Binder: „Wir hatten doch im vorigen Jahr dieses traurigen Badeunfall, bei dem ein vierjähriger Bub in der Donau ertrunken ist. Wir waren bei der Suche beteiligt. Ein Sonar-Gerät hätte ihm vielleicht das Leben retten können.“ Mit dieser Erkenntnis habe man nicht lange gezögert. Auf dem Sparbuch des Feuerwehr-Vereins war noch ein schönes Guthaben von der Christbaumversteigerung. „Das Geld verwenden wir immer für unsere Ausrüstung“, sagt Vorstand Josef Rauch. Gesagt, getan.
Am vergangenen Wochenende wurden zehn der 58 Aktiven der Feuerwehr geschult. Thomas Schlageter kam aus Ostwestfalen an die Donau und trainierte in Theorie und Praxis. Die Feuerwehrler haben sich einen Tag Urlaub, um dabei sein zu können.
Vor allem muss der Blick für das, was der Feuerwehrler auf dem Sonar-Bildschirm sieht, geschärft werden. Ein Autoreifen auf Höhe des Wohnmobilplatzes in Vilshofen lässt sich nicht gleich als Autoreifen erkennen. „Ist das da ein Felsen?“ Jeweils drei Einsatzkräfte (plus Ausbilder) waren auf dem Boot. Während der Sonar-Messung darf das Boot nur 3 km/h fahren. Allein das zu beherrschen, ist kein Kinderspiel.
In der 2. Gruppe, die aufs Wasser ging, plötzlich die große Entdeckung auf einem Abschnitt der Donau unterhalb von Vilshofen: Ein Wrack, ein untergegangenes größeres Boot. Ausbilder Schlag-eter war ganz aus dem Häuschen. Er habe schon vieles gefunden – von versenkten Autos bis hin zu Leichen. „Aber ein Schiffswrack war noch nicht dabei. Verständlich, dass die Stelle nicht nur einmal angefahren und mit Screenshots festgehalten wurde.
Viel mehr wissen die Entdecker nicht. Mit Hilfe des Sonar-Geräts konnten zumindest die Maße des Wracks gemessen werden: 22 Meter lang und fünf Meter breit. Es liegt außerhalb der Schifffahrtsrinne 4,50 Meter tief und rund drei Meter unterhalb der Wasseroberfläche. Die genauen Koordinaten sind Geheimsache, „damit sich nicht alle möglichen Leute dort tummeln“, wie Kommandant Binder erklärt. Egal, wen er gefragt hat, „an eine Havarie mit gesunkenem Schiff in den vergangenen 50 Jahre konnte sich niemand erinnern“. Angeblich will eine DLRG-Gruppe eine Tauchübung in der Nähe der Fundstelle vornehmen.
Zurück zum Sonar: Es gehört fortan zur Ausrüstung der Freiwilligen Feuerwehr Hofkirchen, wird von Julian Binder betreut, die zehn Aktiven werden laufend geschult. Da es sich um das einzige derartige Gerät in der Region handelt, kann die Feuerwehr Hofkirchen gerufen werden, sollte es irgendwo – beispielsweise am Eginger See – benötigt werden. Denn das Hauptaugenmerk besteht nach wie vor darin, Menschen aus einer Notlage zu retten. —Helmuth Rücker
Quelle: pluspnp.de —−Helmuth Rücker
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Hofkirchen
Quelle: pluspnp.de —−red
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Wenn die Glocke 12 Uhr schlägt, zeigt auch die Sonnenuhr Punkt 12 Uhr an. Das Motiv zeigt den Hl. Nikolaus, wie er seine segnende und schützende Hand über die Kirche hält. Pfarrer Gotthard Weiß ersann den lateinischen Spruch „Selbst das größte, ewige Heil kann sich in der gegenwärtigen Stunde entscheiden.“ −F.: Eder
Garham
Bei diesen hochsommerlichen Temperaturen steht der Schwimmunterricht ganz oben auf der Liste der Grundschule Hofkirchen. Der Vorteil für die Schule: Das Freibad ist nur ein paar Schritte von der Schule entfernt und bietet somit beste Voraussetzungen für den schulischen Schwimmunterricht. Ziel von Rektorin Ingrid Weinzierl ist, jedem Kind das Schwimmen zu lernen. Diese Fähigkeit ist lebenswichtig und wird aktuell mit Nachdruck durchgeführt. Die Schwimmausbildung fiel wegen der Corona im letzten Sommer total ins Wasser, so dass es heuer großen Nachholbedarf gibt. Neben Wassergewöhnung, Gleit- und Tauchübungen findet die Schulung der korrekten Arm- und Beinbewegungen für das Brustschwimmen statt. Natürlich kommen verschiedene Spiele im Wasser nicht zu kurz. „Sie bereiten den Schülern großen Spaß und das lange vermisste soziale Miteinander kann endlich wieder gelebt werden“, freut sich die Rektorin mit den Grundschülern.
Nach einer DLRG-Studie aus de
Ein lang gehegter Wunsch von Bischöflich Geistlichem Rat Pfarrer Gotthard Weiß, geht in Erfüllung: An der Südfassade der Garhamer Pfarrkirche St. Nikolaus strahlt wieder eine Sonnenuhr.
Bei der Außenrenovierung Mitte der achtziger Jahre wurde die Sonnenuhr an der Garhamer Pfarrkirche entfernt. Geblieben aber war das Halbrund, auf dem sie einmal aufgemalt war. Im Zuge der nun fast abgeschlossenen Renovierung wurde sie wieder angebracht und zeigt jetzt bei Sonnenschein die Stunden an.
Stephan Zitzelsberger, der als Bautechniker die Baumaßnahme begleitete, berechnete die Stellung des Schattenstabes und mauerte ihn ein. Die Stunden wurden mit Bleistift gekennzeichnet und über längere Zeit geprüft. Schon sehr bald stand fest, dass sie mit der Kirchturmuhr übereinstimmten. Dabei wird der Mittag um 12 Uhr Normalzeit (Winterzeit) in „Garhamer Ortszeit“ gezeigt. Diese weicht ein paar Minuten von der mitteleuropäischen Zeit ab. Der Schatten steht dann genau senkrecht, wenn die Sonne den Höchststand über Garham erreicht hat.
Bild und Stundenband wurden vom Garhamer Künstler Stefan Bircheneder entworfen und in den vergangenen Wochen aufgemalt. Zu sehen ist der Pfarr- und Kirchenpatron, der Heilige Nikolaus, wie er seine segnende und schützende Hand über die Garhamer Kirche hält. Die Rekonstruktion gestaltete sich schwierig. Aufgrund weniger historischer Anhaltspunkte musste ein Entwurf entstehen, der sich in Farbigkeit und Dramatik in die barocke Tradition der Kirche einfügt.
In der Darstellung ist ein von Pfarrer Weiß erdachter lateinischer Spruch eingeschrieben: MAXIMA SORS AETERNA EX HORA PRAESENTI. Zu Deutsch bedeutet diese Inschrift so viel wie: „Selbst das größte ewige Heil kann sich in der gegenwärtigen Stunde entscheiden.“ Im Chronogramm sind die Buchstaben, die gleichzeitig römische Ziffern bedeuten, größer und farbig eingeschrieben und ergeben zusammen die Jahreszahl MMXXII (2022). Diese Jahreszahl weist auf das 125-jährige Bestehen der Pfarrkirche hin, das im kommenden Jahr gefeiert werden kann.
Am kommenden Donnerstag, dem Fest des Heiligen Johannes des Täufers, wird die Sonnenuhr nach der Abendmesse gesegnet, weil sie zu diesen Tagen der Sommersonnenwende die Stunden am genauesten anzeigt. Beginn des Gottesdienstes ist um 19 Uhr, anschließend segnet Pfarrer Weiß die Sonnenuhr. Die Feier wird abgeschlossen mit einem kleinen Umtrunk und Imbiss in Corona-gerechtem Rahmen. −Franz X. Eder
In der Planungsphase wurde jede jede volle Stunde der Schattenstand des Zeigers markiert.
Flauschige Wolken, opulenter Faltenwurf: Stefan Bircheneder orientierte sich am Barockstil.
Quelle: pluspnp.de —−Franz X. Eder
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Thomas Heilmeier
Hofkirchen
Auf der Aufstellungsversammlung für den Direktkandidaten für die Bundestagswahl am Samstag im Hafenstüberl in Hofkirchen wurde Thomas Heilmeier einstimmig für den Wahlkreis 229 Passau gewählt. Das geht aus einer Mitteilung der Partei hervor. Geleitet wurde die Wahl von Kreisrat Thomas Pfeffer aus Deggendorf, der die Bundestagsliste als Spitzenkandidat in Bayern anführt.
Pfeffer ging auf das Programm der Bayernpartei ein. Neben dem weiteren Ausbau der Bundesstraßen zählen für Pfeffer als wichtigste Themen der 3-spurige Vollausbau der Autobahn A3 sowie eine Verbesserung der Haupt-Bahnlinien in Bayern. Gefordert wird eine finanzielle Unterstützung für den Waldumbau. Allgemein kritisiert Pfeffer das fehlende Interesse der Bundesregierung an der Landwirtschaft, obwohl diese nach Ansicht des Bayernpartei-Listenersten „massiv Not leidet“. Pfeffer fordert weniger Bevormundung der Landwirtschaft aus Berlin, dezentralere Strukturen, eine stärkere Förderung der bäuerlichen Betriebe in Niederbayern statt Subventionen für Agrargroßbetriebe im Osten Deutschlands. In Berlin werde die Bayernpartei dafür kämpfen, dass die Krankenhauslandschaft nicht weiter ausgedünnt wird, heißt es in der Pressemitteilung der Bayernpartei.
Nicht nur der Kompetenzverlust Bayerns ist dem Lallinger Thomas Pfeffer ein Dorn im Auge. Auch in der Sozialpolitik beobachte er große Verwerfungen und Versäumnisse: Pfeffer sieht es als riesen Unding an, dass viele Arbeitnehmer nach über 40 Beitragsjahren nur eine mickrige Rente erhalten, die kaum zu einem würdevollen Leben reiche. Daher sollten aus Sicht der Bayernpartei in das staatliche Rentensystem alle einzahlen – auch Politiker, Selbstständige und Beamte.
Ebenfalls anwesend war Bezirksrat Anton Maller. Neben der CSU, dem traditionellen Gegner der Bayernpartei, werde auch die Partei Grüne/Bündnis90 ein Wahlkampfgegner sein. Man wünsche sich, so Bezirksrat Anton Maller, einen ideologisch freien Wahlkampf und später eine Regierung, die sich an Sachthemen orientiert und nicht an Ideologien.
Der Mittelstand sei nicht nur durch Corona gefährdet, sondern auch durch „unsinnige Vorschriften und Bürokratie“, die man angeblich versuche zu verringern, aber dabei immer neu Bürokratiemonster erzeuge, heißt es in der Mitteilung.
Beim Thema Zuzug müsse eine Diskussion möglich sein, ohne öffentlich gleich in die rechte Ecke gestellt zu werden. Deutschland sei zwar reich, doch auch in Deutschland gebe es viele Bürger am unteren Rand des Einkommens. Ein ungebremster Zuzug würde neben einer weiteren Entfremdung in Deutschland auch die sozialen Probleme verschärfen, kritisierte Bezirksvorsitzender Anton Maller. Die Bayernpartei trete dafür ein, vor Ort zu helfen, da man dort mehr Menschen mit den gleichen Mitteln erreiche.
Nicht eingegangen wird in der Mitteilung auf den Kandidaten Thomas Heilmeier (Jg. 1975). Der aus Passau kommende Heilmeier ist selbständiger Musiker und Mediengestalter und kandidierte bereits 2013 und 2018 für die Landtagswahlen in Bayern. 2013 erreichte er 2,13 Prozent. − red
Quelle: pluspnp.de —−red
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Bei der offiziellen Spendenübergabe v.l. Bank-Prokurist Florian Geier, Vereinsvorstand Wolfgang Hartl, Kathrin Wagner vom Marketing der Volksbank-Raiffeisenbank Vilshofen, Tobias Anzenberger, der Marktbereichsleiter Hofkirchen , und Jugendtrainer Oliver Bender. −Fotos:
Hofkirchen
Am Fußballplatz vom SV Hofkirchen toben Kinder in Fußballtrikots durch sprühendes Wasser. Es ist ein heißer Tag und sie genießen es sichtlich. Es kommt aus der neuen automatischen Beregnungsanlage für die beiden Rasenplätze des Vereins. Die 40000 Euro teure Anlage konnte sich der Verein nur zulegen, weil ihm die Crowdfunding-Aktion der Volksbank-Raiffeisenbank Vilshofen 15455 Euro einbrachte. 153 Menschen haben bis Ende Mai gespendet. Ein voller Erfolg für den SV Hofkirchen. Denn das Spendenziel von 15000 Euro wurde sogar übertroffen.
„Ich würde da jetzt auch gerne durchlaufen“, sagt Kathrin Wagner und lacht. Die Marketing-Leiterin der Volksbank-Raiffeisenbank Vilshofen steht mit ihren Kollegen Tobias Anzenberger, Bereichsleiter Hofkirchen, und Prokurist Tobias Geier mit zufriedener Miene am Spielfeldrand. „Nur zu“, antworten Vereinsvorstand Wolfgang Hartl und Jugendtrainer Oliver Bender. „Unsere Spieler lieben es auch, da durchzuspringen und sich im Sprühregen abzukühlen.“
Der Sprühregen ist aber nicht nur für die erhitzten Fußballer eine willkommene Abkühlung. Für den Verein hat die neue Sprinkleranlage vor allen Dingen einen praktischen Zweck: Die Rohre sind 60 Zentimeter frostsicher in der Erde vergraben. Über die beiden Fußballplätze verteilt sind Düsen im Boden. 12000 Liter Wasser schießt pro Stunde aus ihnen raus. Das Wasser kommt aus einem Brunnen. „Es bewässert da, wo der Rasen Wasser braucht“, sagt Hartl. An einem Steuerpult im Vereinsheim – oder auch per App von daheim aus – lässt sich genau einstellen: Wie viel Wasser, wann und wo. Ein Pluspunkt, denn davor war die Bewässerung der Rasenplätze wenig nachhaltig.
Die alte Anlage, circa 30 Jahre im Betrieb, war ein Gartenschlauch mit Düse. „Den musste man alle zwei bis drei Stunden an eine andere Stelle schleifen“, erzählt Hartl. Das war zehn Jahren seine Aufgabe. „Nervig“ und „schlecht zu planen“ sei es gewesen. So sei es teils vorgekommen, dass der Schlauch die ganze Nacht an der gleichen Stelle gelegen sei. „Oder das Wasser ist gelaufen, obwohl es eh geregnet hat“, sagt Bender. Das wollten die Vereinsvorstände verbessern.
Im September 2020 hat der Bau der neuen Anlage begonnen. Der SV Hofkirchen hat sie erst einmal vorfinanziert. Aber 40000 Euro schüttelt ein Verein nicht einfach aus dem Ärmel. „Wegen Corona konnten wir unsere Feste, zum Beispiel die Christbaumversteigerung, nicht veranstalten. Rund 40000 Euro hätten wir mit den Festen eingenommen“, schätzt Bender. Wo also Geld herbekommen? Es kam ihm die zündende Idee, das Projekt beim Crowdfunding der Volksbank-Raiffeisenbank Vilshofen „Viele schaffen mehr“ anzumelden. Jede Spende bis 50 Euro verdoppelt die Bank. Das heißt: 7175 Euro, also rund die Hälfte der Spendensumme von 15455 Euro, hat die Volksbank-Raiffeisenbank Vilshofen final dazu gegeben.
Oliver Bender leitete das Projekt und war als Ansprechpartner der „direkte Draht zur Bank“. Er hat auch die Texte auf der Plattform geschrieben. Damit ist es aber nicht getan. Der Verein musste für sein Projekt die Werbetrommel rühren. „Wir, unsere Spieler und ihre Familien haben das herumerzählt“, sagt Bender. Über 500 Mitglieder hat der Verein, darunter 190 aktive Fußballer. Aber ein Selbstläufer sei die Crowdfunding-Aktion nicht gewesen. „Wir mussten schon dahinter sein, damit es vorangeht.“ Dreimal konnten die Hofkirchener in ihrem „Gmoablattl“ davon lesen. Die höchste Spende waren 500 Euro.
„Wir finden das Ergebnis top“, sagen die Vorstände. So auch ihre Sportler. Das bestätigt Fußballer Hamid, der gerade mit seiner Mannschaft trainiert. Der 15-Jährige streicht seine verschwitzten Haare aus der Stirn. Wie findet er die Sprinkleranlage? „Ich weiß noch, wie wir den Schlauch rumgeschleppt haben. Das war anstrengend. Die neue Anlage ist echt cool und praktisch. Und ein paar Mal bin ich schon durchgerannt“, erzählt er mit strahlendem Gesicht. Trainer Oliver Bender und Hamid nicken sich bestätigend zu, bevor der Jugendliche wieder mit seinem Ball davondribbelt.
Hamid (15) findet die Anlage „echt cool und praktisch“
Auch das kann eine Beregnungsanlage: Kindern zwischendurch Spaß bereiten. Vornehmlich dient sie jedoch der Rasenpflege des Sportplatzes
Quelle: pluspnp.de —−Katja Elsberger
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Virtuell wurde den sieben Gemeinden das Siegel durch Landrat Raimund Kneidinger übergeben. −Foto: Landratsamt
Hofkirchen
Sieben weitere Kommunen im Landkreis Passau haben hat das Siegel „Kommunale IT-Sicherheit“ erworben, teilt das Landratsamt mit. „Ein auf die Größe der Organisation angepasster Basisschutz der IT-Systeme ist damit erreicht“, heißt es in der Mitteilung. Der Präsident des Landesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI), Daniel Kleffel, übergab jetzt in einer gemeinsamen Videokonferenz mit Landrat Raimund Kneidinger und dem IT-Sicherheitsbeauftragten am Landratsamt Christian Krenn die Siegelurkunde virtuell an die Bürgermeister Georg Hatzesberger (Aicha vorm Wald), Adolf Barth (Breitenberg), Walter Bauer (Eging), Stephan Gawlik (Fürstenstein), Josef Kufner (Hofkirchen), Christian Grünberger (Hutthurm) und Ludwig Prügl (Obernzell).
Für Kneidinger „sind die Gemeinden des Landkreises bestens unterwegs, um sowohl die Chancen als auch die Risiken der Digitalisierung optimal im Blick zu behalten“. Er würdigte die Bereitschaft der Kommunen, sich dieser Herausforderung zu stellen. Das Landratsamt könne hier sehr partnerschaftlich und effektiv mit den Rathäusern zusammenarbeiten.
Seit 2019 konnte das Siegel inzwischen an 13 Gemeinden des Landkreises überreicht werden. Daniel Kleffel stellte bei der Videokonferenz fest: „Ein Mindestmaß an IT-Sicherheit ist grundlegend für eine einsatzbereite Verwaltung ebenso wie für den Schutz der oft sensiblen Daten in den Kommunalverwaltungen. Angriffe von Cyberkriminellen oder Schwachstellen in IT-Produkten verlangen nach entsprechender Abwehrtechnik, festgelegten Organisationsprozessen und geschulten Beschäftigten. Diese drei Schwerpunkte werden durch das Siegel abgedeckt und bestätigen dabei die gesetzeskonforme Umsetzung der IT-Sicherheitskonzepte. Das LSI unterstützt als Partner die bayerischen Kommunen bei dieser Aufgabe.“
Schadprogramme stellen eine große Bedrohung für Behörden ebenso wie für Unternehmen und Privatanwender dar. Jede Organisation, die für ihre Abläufe von einer funktionsfähigen IT abhängig ist, müsse sich vor Datendiebstahl, Datenveränderungen oder Sabotageakten, die zum Ausfall der notwendigen IT-Prozesse führen, schützen. Durch die einfache Verfügbarkeit baukastenartig zusammenstellbarer Schadprogramme verlieren klassische Abwehrmaßnahmen aber an Wirksamkeit. IT-Sicherheit müsse als Gesamtkonzept verstanden und umgesetzt werden. Das Bayerische E-Government-Gesetz verpflichte Kommunen ebenso wie alle Behörden des Freistaats zur Einführung von Informationssicherheitskonzepten. Solche auf die Gegebenheiten vor Ort angepasste Konzepte hätten dabei den systematischen Schutz der drei Grundwerte der Informationssicherheit – Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit – sicherzustellen. „Die Umsetzung von IT-Sicherheit ist eine wachsende und fachlich komplexe Aufgabe, die vor allem die Gemeinden vor Herausforderungen stellt. Die Kommunen im Landkreis werden durch das Behördennetz des Landkreises und den Informationssicherheitsbeauftragten Christian Krenn im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft Informationssicherheit unterstützt und machen den Gewinn von interkommunaler Zusammenarbeit im IT-Bereich deutlich“, stellte Kleffel fest.
DAS LSI BAYERN
Bayern hat mit dem Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (LSI) als erstes Bundesland eine eigenständige IT-Sicherheitsbehörde gegründet. Eine der Kernaufgaben ist der Schutz und die Gefahrenabwehr für staatliche IT-Systeme. LSI berät die Kommunen und öffentliche Betreiber kritischer Infrastrukturen wie Krankenhäuser und kommunale Wasserversorger in allen IT-Sicherheitsfragen. Die Zahl der LSI-Mitarbeiter soll von aktuell mehr als 100 auf 200 IT-Experten erhöht werden. − red
Quelle: pluspnp.de —−red
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Hofkirchen
Quelle: pluspnp.de —−red/Foto: privat
Lachende Gesichter: Michael Bircheneder von der Volksbank-Raiffeisenbank Vilshofen eG überreicht den Spendenscheck an Schützenmeister Helmut Saller (l.) und Jugendleiter Johannes Waas (r.). −Foto: Wagner
Hofkirchen
„Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele gemeinsam“ – unter diesem Motto hat die Volksbank-Raiffeisenbank Vilshofen eG eine Crowdfunding-Plattform ins Leben gerufen. Ziel ist es, damit Vereine und gemeinnützige Organisationen bei Projekten finanziell zu unterstützen.
Die Idee hinter der Spenden-Plattform ist schnell erklärt: Wenn sich viele einzelne Unterstützer zusammenschließen, um eine gute Idee gemeinsam umzusetzen, wird möglich, was vorher unmöglich schien. Das Besondere an dieser Spenden-Aktion: Auch die Volksbank-Raiffeisenbank Vilshofen beteiligt sich, verdoppelt jede Spende bis zu einem Betrag von 50 Euro. Um das Spendenprojekt erfolgreich zu realisieren, müssen 100 Prozent der eingereichten Projektsumme erreicht werden. Mindestens.
Die Verantwortlichen der Donauschützen Hofkirchen um Schützenmeister Helmut Saller und Jugendleiter Johannes Waas waren von der Idee des Crowdfundings sofort überzeugt. Man sammelte die nötigen Unterlagen, erstellte eine ausführliche Projektbeschreibung und reichte das Spendenprojekt auf der Plattform ein. Mit dem Titel „Zukunft sichern – Jugend fördern“ und einem Finanzierungszeitraum von drei Monaten ging man Mitte Februar an den Start.
Bei den Donauschützen wird die Jugendarbeit groß geschrieben, denn: „Ohne Jugend, keine Zukunft“. Wegen der immer noch andauernden Pandemie fehlen dem Verein einerseits Einnahmen, andererseits ist gerade die Jugendarbeit im Schützenwesen sehr kostspielig. „Die Anschaffung von Sportwaffen, Schießbekleidung, Munition und Co. ist sehr teuer. In den vergangenen zwei bis drei Jahren haben wir rund 10000 Euro in den Ausbau unserer Jugendarbeit gesteckt“, sagen die Verantwortlichen. Denn der Verein will Teenagern kostenlos ermöglichen, in den Schießsport hinein zu schnuppern und erste Erfahrungen im verantwortungsbewussten Umgang mit Sportwaffen zu sammeln. Und auch im gesellschaftlichen Bereich wollen die Hofkirchner Schützen in der Jugendarbeit breit aufgestellt sein. „Mit Ausflügen, Spieleabenden oder unserem Radl-Biathlon wollen wir den Jugendlichen ein breites Freizeitangebot zur Verfügung stellen“, berichtet Helmut Saller.
Auf Instagram, über Whats-App-Gruppen und im Gemeindeblatt hat der Verein für die Spendenaktion geworben, um Unterstützer zu erreichen. Der Aufwand hat sich gelohnt: Mit einem Schlussergebnis von 2425 Euro konnte die angestrebte und eingereichte Projektsumme von 2000 Euro deutlich überboten werden. Insgesamt unterstützten 36 Personen das Spendenprojekt.
Der Dank der Donauschützen geht aber auch an die Bank: Ihr Co-Funding-Anteil liegt bei 1070 Euro plus die Beratung durch Kathrin Wagner während der gesamten Projektphase.
Zur symbolischen Scheckübergabe traf man sich kürzlich im Vereinsheim. Dabei freuten sich die Donauschützen vor allem darauf, dass sie mit dem „Corona-Restart“ endlich wieder loslegen und viele Projekte der Jugendarbeit aktiv umsetzen können. − va
Quelle: pluspnp.de —−va
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Seine Ideen zur Gründung einer Nachbarschaftshilfe für das Gebiet der Marktgemeinde Hofkirchen brachte der Seniorenbeauftragte Helmut Runge (vorne) in der Sitzung des Sozialausschusses zu Gehör. −F.: Brunner
Hofkirchen
Nachdenklich gemacht hat die Verantwortlichen der Marktgemeindeverwaltung der geringe Rücklauf auf erste Aufrufe, sich in einer möglichen Nachbarschaftshilfe zu engagieren. Nur sechs Interessenten haben bisher auf zwei Veröffentlichungen im Gemeindeblatt und eine in der lokalen Presse ihre Bereitschaft bekundet, an einem solchen Projekt – angestoßen durch einen Antrag der SPD-Marktratsfraktion – mitzuwirken. Der Ausschuss für Soziales, Bildung und Kultur einigte sich jetzt darauf, in einem neuerlichen Rundschreiben den Bedarf an einem solchen Hilfsangebot zu ermitteln und zugleich weitere Helfer zu rekrutieren. „Danach wird über weitere Schritte beraten“, kündigte Bürgermeister Josef Kufner (CSU) an.
„Das Thema beschäftigt uns doch schon ein paar Wochen“, betonte Kufner zu Beginn der Sitzung im Rathaus. Er erinnerte an den SPD-Antrag und auch an die zwei bereits abgehaltenen Treffen mit den sechs Interessenten, wobei versucht worden sei, das Wirkungsfeld zu definieren und den Rahmen abzustecken.
Vier Bereiche skizzierte der Bürgermeister: Haushaltshilfe, Gartenpflege, Fahrdienste und Unterstützung im Antragswesen. Er räumte ein, dass es aus seiner Sicht noch „einfach zu wenig Manpower“ gebe, um solche Angebote zu gewährleisten, und brachte die Hoffnung zum Ausdruck, sich nun auf eine weitere Verfahrensweise zu verständigen, was das Vorhaben an sich, das mögliche Leistungspaket und die Durchführbarkeit betreffe. Im Ausschuss werde aktuell aber kein Beschluss gefasst werden, fügte Kufner hinzu.
Helmut Runge, neben Inge Schabel-Türnau Seniorenbeauftragter der Marktgemeinde Hofkirchen, ließ die Runde wissen, dass er sich seit der Übernahme dieses Ehrenamtes bereits Gedanken in die Richtung mache, wie sich eine Organisation finden ließe, die seine Arbeit unterstütze. Seit einigen Jahren sei er in der Sache auch bereits mit dem Roten Kreuz in Kontakt – konkret mit dem BRK-Fachbereich für Wohlfahrt und Soziales. Ein Teil der Ideen für eine Nachbarschaftshilfe decke sich mit den Aspekten dieser Institution, berichtete Runge und begründete damit seine Vorsicht, weil ein Engagement in vielen Bereichen „ins Handwerkliche“ gehen würde und auch die Gefahr von Schwarzarbeit bestehe. Als ein Beispiel führte er die in Regensburg aktiven sogenannten Kümmerer an, die – wie die Bezeichnung schon erkennen lässt – sich um Belange Betroffener kümmern.
Sein Ansatz, so der Seniorenbeauftragte, sei vielleicht ein bisschen anders. Er plädierte für die Gründung eines Vereins für Nachbarschaftshilfe, dann für die Anwerbung von Mitgliedern und den Aufbau nach und nach, „so dass es auch funktioniert.“ Als Grundproblem führte Runge an, dass man gegenwärtig nicht wisse, „was der Bedarf ist“. Daher sollten jetzt Fragebögen in der Marktgemeinde verschickt werden, um einerseits die Erwartungen und Bedürfnisse zu erfahren, andererseits aber auch die Bereitschaft zur Mitarbeit zu klären. Die Nachbarschaftshilfe soll seiner Überzeugung nach in der ganzen Kommune auf die Füße gestellt werden, um beispielsweise auf ein Problem zu reagieren: Einsamkeit. Viele Bürger bekundeten oft, „ich bin so allein, es kommt keiner“, weshalb Runge den Gesichtspunkt „Besuchsdienste“ – natürlich nur durch vertrauenswürdige Personen – ins Licht rückte.
Zu bedenken gab der Seniorenbeauftragte ebenso, dass es auch in Hofkirchen „verschämte Armut“ gibt – also zurückhaltende Personen, denen man bei der Finanzierung von Alltagsdingen unter die Arme greifen müsste. Runge schwebt vor, wie er sagte, ein kleines Gremium ins Leben zu rufen, das sich mit diesen Belangen beschäftigt und entsprechende Informationen einholt. Vielleicht sei schon eine Gründungsversammlung möglich, wenn Corona zu Ende sei, merkte Runge ergänzend an und unterstrich seine Bereitschaft, mitzuarbeiten und mitzuhelfen.
Ein paar wesentliche Punkte griff der Bürgermeister auf. Kufner regte aber auch einen Austausch mit benachbarten Nachbarschaftshilfe-Organisationen an und schlug vor, durch die Namensgebung ein möglichst breites Spektrum abzudecken – „nicht nur für Senioren“. Der Markt Hofkirchen würde Starthilfe geben, in welcher Form auch immer, ebenso finanziell, sicherte er zu.
Schwierigkeiten, die beabsichtigte Nachbarschaftshilfe über einen Verein laufen zu lassen, sah Marktrat Christian Pauli (SPD), signalisierte aber ebenfalls seinen Willen mitzumachen. „Es soll unbürokratisch laufen“, hieß es in einer Wortmeldung aus der Gruppe der schon jetzt feststehenden Interessenten an einer aktiven Mitwirkung. Petra Söldner (SPD) machte auf die vielen Regularien einer Vereinsgründung aufmerksam und zeigte sich skeptisch. Die Breite eines Hilfsangebots umfasst nach ihren Worten zum Beispiel auch den Mutter-Kind-Sektor oder Patenschaften für Geflüchtete – viele Ideen, die es zu bündeln gebe. Als Medium für eine Auflistung der entsprechenden Anlaufstellen eignet sich in den Augen der Markträtin die Homepage der Kommune. Christian Pauli verteilte einen von ihm entworfenen Fragebogen, um den Bedarf und die Existenz von Helfern zu ermitteln. „Ich brauche einen Ansprechpartner“, forderte er namens Hilfsbedürftiger.
Marianne Graf (CSU) hob hervor, dass es bereits Dienste und Hilfsmöglichkeiten gebe, die viele Dinge abdecken und auch abgerechnet werden können. Ihr Standpunkt: „Viele brauchen Leute, die sich für jemanden Zeit nehmen.“ Oft bestehe nur Bedarf am Reden und an einem Gegenüber, der zuhöre. „Einsamkeit ist das größte Problem“, erklärte die Markträtin, die auch die meist vorhandene Hemmschwelle Bedürftiger aufzeigte. Florian Kapfhammer (CSU) empfahl, Telefonnummern von Ansprechpartner bekanntzumachen, anstatt solche Anlaufstellen offiziell über die Kommune zu schaffen. Aus der Zuhörerschaft kam die Anregung, auch den Frauenbund, den VdK und die Pfarrei entsprechend einzubinden. Die Bündelung dieser Informationen auf der Homepage und in Rundbriefen an die Haushalte favorisierte Petra Söldner als „Übergangslösung zwischen nix und einem Verein“.
„Vieles ist für uns nicht leistbar“, erwiderte der Bürgermeister mit Blick auf seinen „Verwaltungsapparat“ mit sechseinhalb Planstellen im Rathaus. Ein weiteres Problem: Wo ein Geldfluss für Leistungen entstehen würde, könne dies nicht von der Gemeinde verbucht werden, so Kufner. Auch Versicherungsfragen bräuchten einen koordinierten Rahmen. Nicht zu vergessen wären ebenso datenschutzrechtliche Punkte. Schließlich sagte der Seniorenbeauftragte zu, die Auswertung des Rücklaufs eines Rundschreibens an die Bürger – aufgeteilt nach Garham und Hofkirchen – zu übernehmen. Um die Formulierung dieses Briefes will sich Christian Pauli kümmern. —Bernhard Brunner
Quelle: pluspnp.de —−Bernhard Brunner
Mehr im Vilshofener Anzeiger vom 22.05.2021 oder unter PNP Plus nach einer kurzen Registrierung
Freudestrahlend präsentieren Bürgermeister Josef Kufner (l.) und Gemeindekämmerer Michael Rieger das Siegel „Kommunale IT-Sicherheit“. −Foto: Markt Hofkirchen
Hofkirchen
Ein Nachspiel hat der Rauswurf des Marktes Hofkirchen aus dem kommunalen Digital-Behördennetz des Landkreises im Sommer 2020 in der jüngsten Ratssitzung gehabt. Dieser Schritt erfolgte, wie Kämmerer Michael Rieger andeutete, nach zwei Monaten im Echtzeitbetrieb ohne Vorankündigung, so dass die Verwaltung für längere Zeit abgekoppelt und in ihrer Arbeit erheblich beeinträchtigt war. Die Konsequenz daraus: Die Kommune löst die Zweckvereinbarung mit dem Landkreis Passau zum nächstmöglichen Termin auf und kümmert sich um eine Alternativ-Lösung.
Wie Rieger berichtete, sind nach aktueller Rechtslage bayerische Kommunen verpflichtet gewesen, bis 1. Januar vergangenen Jahres ein Informationssicherheitskonzept einzuführen und zu betreiben. Zu diesem Zweck habe der Landkreis Passau eine Arbeitsgruppe gegründet, um die kreisangehörigen Gemeinden bei dieser Pflichtaufgabe zu unterstützen. Der Hofkirchener Marktgemeinderat habe mit Beschluss vom 27. März 2018 dieses Angebot angenommen und den ersten Bürgermeister formal zur Unterzeichnung der Zweckvereinbarung zur Koordinierung von Informationssicherheitskonzepten im Landkreis Passau ermächtigt, so der Kämmerer.
Keinen Hehl machte Rieger daraus, dass es „gewisse Verwerfungen mit dem Landratsamt“ gegeben habe, vor allem wegen des Outsourcings der gemeindlichen Informationstechnik. Auch nach Abstimmung über einen Zeitraum von mehr als 18 Monaten bestanden noch kontroverse Auffassungen hinsichtlich der unterschiedlichen Konzeptionen zur Gewährleistung der Datensicherheit, wie es in der Tischvorlage für die Marktratsmitglieder hieß. Deshalb sei die Beteiligung am Kommunalen Behördennetz des Landkreises Passau bereits mit Vollzug des Beschlusses vom 22. September 2020 per Kündigung aufgelöst worden.
Die Unterstützung der Kreisbehörde bei der Erstellung des gemeindlichen Informationssicherheitskonzeptes sei „nicht oder nur mehr sporadisch möglich“ gewesen, erfuhr das Gremium – ebenso wie die Tatsache, dass dieses Konzept mittlerweile mit externer Hilfe erstellt worden ist. Insofern sei die Mitgliedschaft in der Arbeitsgruppe Informationssicherheit des Landkreises nicht mehr erforderlich. „Das hat auch wirtschaftliche Gesichtspunkte gehabt“, fügte Kämmerer Rieger mit Blick auf die nunmehr vorliegende Kostenersparnis von rund 2000 Euro pro Jahr hinzu. Die Kommune habe jedoch immer gesagt, eine gemeinschaftliche Lösung zu wollen.
„Wir haben externe Hilfe organisiert“, merkte Bürgermeister Josef Kufner zu der Angelegenheit ergänzend an. Der Marktgemeinderat folgte geschlossen der von der Verwaltung vorgeschlagenen Vorgehensweise. Inzwischen hat die Kommune für ihre IT-Infrastruktur mit Vollauslagerung in ein externes Rechenzentrum vom Landesamt für Sicherheit in der Informationstechnologie – kurz LSI genannt – das Siegel „Kommunale IT-Sicherheit“ verliehen bekommen. —Bernhard Brunner
Quelle: pluspnp.de —−Bernhard Brunner
Mehr im Vilshofener Anzeiger vom 21.05.2021 oder unter PNP Plus nach einer kurzen Registrierung
Hofkirchen
Für viele Menschen ist ein Haustier ein liebgewordener Wegbegleiter. Aber es gibt auch Menschen, die Tieren nicht gut tun. Einige Tiere, die aus schlechter Haltung oder unverantwortlichen Tiertransporten im Raum Passau gerettet oder verwahrlost aufgegriffen werden, kommen im Tierheim Wollaberg unter. Es gehört zur Tierschutzliga „Stiftung Tier und Natur“. Die Stiftung setzt sich für die artgerechte Heim- und Haustierhaltung ein und betreibt elf Einrichtungen bundesweit. Die Schatzkiste Hofkirchen hat das Tierheim Wollaberg jetzt mit einer Spende von 2000 Euro unterstützt.
Seit fast sechs Monaten ist die Schatzkiste geschlossen, die Einnahmen im Flohmarkt sind zwangsläufig deutlich zurückgegangen. Umso größer ist die Freude, dass trotzdem – im wesentlichen über den Verkauf nach dem „Click & Collect“-Prinzip – in diesem Jahr immerhin die dritte Spende über 2000 Euro möglich geworden ist. Und die Aussichten sind durchaus erfreulich: Die regionalen Inzidenzwerte sinken, ab einer stabilen Inzidenz unter 100 sind wieder Streifzüge durch die Schatzkiste möglich, gegebenenfalls nach Terminabsprache. Der bevorstehende Sommer lässt außerdem auf weitere Lockerungen hoffen, so dass ein Flohmarkt-Sonderverkauf am 4. und 5. September in der Aula der Grundschule Hofkirchen in Planung ist.
Gerade in der Zwangspause hat sich bestätigt, wie wertvoll die Unterstützung der Schatzkiste durch die Gemeinde ist. Wenn Miete und Nebenkosten bezahlt werden müssten und keine Einnahmen da sind, steht ein solches Projekt schnell auf der Kippe. „Aber so kann es weitergehen und viele soziale Projekte in der Region dürfen sich auf eine Spende freuen“, sagt Initiatorin Gaby Asselberghs. Die Schatzkiste in der Garhamer Straße 4 ist dienstags und jeden ersten Samstag im Monat von 10 bis 12 Uhr, sowie freitags, 16 bis 18 Uhr, geöffnet. Infos: 0151/ 55535140. − va
Quelle: pluspnp.de —−va
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Die Skizze zeigt gelb schraffiert das sogenannte alte Dorf von Garham, wo sich in einer früheren Erhebung bereits 62 Interessenten an einer Fernwärme-Versorgung gemeldet haben. Die neuerliche schriftliche Befragung der Haushalte betrifft das grün markierte Gebiet. Die neuere Siedlung im Westen – braun schraffiert – scheidet wegen der überwiegenden Neubauten mit entsprechend modernen Heizungsanlagen aus. – Skizze: Markt Hofkirchen
Garham
Die Marktgemeinde Hofkirchen möchte herausfinden, wer sich für eine Umstellung seiner veralteten Heizungsanlage auf Fernwärme-Versorgung erwärmen kann. Entsprechende Schreiben gingen an Haushalte im Bereich Garham. „Wir haben im Dezember 2020 ein Thema von vor drei Jahren nochmals aufgegriffen“, erklärt Bürgermeister Josef Kufner. Versorgungsnetze dieser Art gibt es in bereis in Hofkirchen und Zaundorf. Sobald ein ausreichendes Interesse vorliegt, soll die „Arbeit mit Hochdruck“ für das Projekt losgehen.
„Wir sind noch in der Findungsphase“, sagt Kufner. Die Initialzündung ging von einem örtlichen Gewerbebetrieb aus. Es möchte das Projekt realisieren und betreiben – eventuell mit Partnern. Eine erste Umfrage unter Garhamer Hausbesitzern im sogenannten alten Dorf hat ergeben, dass sich viele einen entsprechenden Umstieg auf diese neue Form des Bezugs von Heizenergie von extern vorstellen können. Als zentrale Wärmequelle dafür würde die thermische Verwertung von Hackschnitzeln – also die Nutzung nachwachsender Rohstoffe – in Frage kommen.
Die Ausgangslage sei nahezu ideal, meint Kufner. Viele der nun zusätzlich für eine Anbindung ins Auge gefassten Immobilien sind rund 20 Jahre alt oder älter. Die Heizungen gehören modernisiert oder erneuert. „Es gibt bereits 62 Interessenten“, informiert der Hofkirchener Bürgermeister. Zudem beabsichtigt die Kommune, ihre eigenen Liegenschaften in Garham an das mögliche Fernwärme-Versorgungsnetz anzuschließen. Hinzukommt, dass die Marktgemeinde auch ihr vorhandenes Straßen- und Wegenetz für die Verlegung der Warmwasser-Zuleitungen zur Verfügung stellen würde.
Nach Ansicht von Fachleuten gestaltet sich gerade die Erneuerung von Ölheizungen in absehbarer Zeit als äußerst schwierig angesichts zu erwartender hoher gesetzlicher Hürden beim Klimaschutz. Hinzukommt der steigende CO2-Preis, der gegenwärtig bei rund 25 Euro pro Tonne liegt, das sind sechs bis sieben Cent je Liter Heizöl, wie Bernhard Pex von der Abteilung Festbrennstoffe des Centralen Agrar-Rohstoff Marketing- und Energie-Netzwerks im Kompetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe in Straubing – kurz als C.A.R.M.E.N. e.V. bezeichnet – vorrechnet. Dieser gemeinnützige Verein, 1992 auf Initiative des Bayerischen Landtags gegründet, koordiniert die Zusammenarbeit zwischen Staat, Wissenschaft, Land- und Forstwirtschaft sowie Unternehmen auf dem Gebiet Nachwachsende Rohstoffe, Erneuerbare Energien und nachhaltige Ressourcen-Nutzung von neutraler Warte aus.
Nach Pex‘ Worten ist für Fernwärme-Projekte eine sehr lukrative und hohe staatliche Förderung durch den Freistaat und den Bund zu erwarten. Die Vorteile für die Hauseigentümer: keine Wartung, keine Reparaturkosten, keine Wärmeverluste innerhalb der eigenen Immobilie und – dank des Verzichts auf Heiz- und Lagerräume für Heizöl – mehr Raum im Keller. Installiert werden müsste nur ein Übergabepunkt für die in Form von warmem Wasser ankommende Fernwärme. „Vorhandene solarthermische Anlagen lassen sich jederzeit mit einbinden“, informiert Energieberater Pex.
In einem Vergleich der Heizkosten durch C.A.R.M.E.N. zwischen der Fern- beziehungsweise Nahwärmeversorgung und einer mit Heizöl betriebenen eigenen Heizanlage schneidet erstgenannte Variante deutlich besser ab. Einen jährlichen Heizölverbrauch von rund 3000 Litern in einem Einfamilienhaus zugrunde gelegt, reduzieren sich die Ausgaben für Wärmeenergie von bisher über 3500 Euro auf etwas mehr als 2500 Euro – die staatliche Förderung bereits berücksichtigt.
Ein Umstieg ist allerdings nur möglich, wenn sich möglichst viele Hausbesitzer dazu entschließen. Nur so lässt sich eine Wirtschaftlichkeit zu erzielen. Aus diesem Grund hat die Marktgemeinde den mittleren Siedlungsabschnitt in Garham – rund 60 Haushalte – in die neuerliche schriftliche Befragung aufgenommen.
Das jüngste Wohngebiet im Westen wurde von der Erkundung ausgespart, weil in den Neubauten jeweils moderne Heizanlagen vorhanden sind und die Notwendigkeit eines Wechsels somit ausscheidet. Kufner richtet einen Appell an die Bürger von Garham, die bislang noch kein Interesse an einer Umstellung ihrer Heizung auf Fernwärme bekundet haben oder bei denen sich eine aktuelle Änderung bei der Heiztechnik ergibt, sich bei der Marktgemeinde Hofkirchen zu melden. Die gesammelten Daten werden dann an den künftigen Erbauer der zentralen Hackschnitzel-Heizanlage und des Versorgungsnetzes bzw. an die neutrale Energieberatung C.A.R.M.E.N. e.V. weitergegeben. „Wir wollen durch den Aufruf Planungssicherheit und eine Netzverdichtung erreichen“, sagt der Bürgermeister. —Bernhard Brunner
Von den Vorzügen einer Fernwärme-Versorgung überzeugt sind Hofkirchens Bürgermeister Josef Kufner (l.) und Bernhard Pex vom unabhängigen Energieberatungsnetzwerk C.A.R.M.E.N. e.V. . −Foto: Brunner
Quelle: pluspnp.de —−
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Nach langen Diskussionen hat der Marktrat die Änderung der Beitrags- und Gebührensatzungen zu den Entwässerungseinrichtungen Hofkirchen und Garham (Foto) beschlossen. −Foto: Brunner
Hofkirchen
Die kürzlich beschlossenen Beitrags- und Gebührenkalkulation der beiden Abwassereinrichtungen sind das Thema im Markt – und in der Zeitung. Angesichts der unterschiedlichen Darstellungen – unter anderem haben sich Leser zu Wort gemeldet und die ehemalige Kämmerin – will Bürgermeister Josef Kufner Klarheit für den Bürger schaffen und die wesentlichen Fakten aufzuzeigen.
„Im Dezember 2019 wurde der Beschluss gefasst, dass ein erfahrenes Ingenieurbüro beauftragt werden soll, den nachweislich fehlerhaften Anlagennachweis beider Anlagen in Hofkirchen und Garham neu zu erstellen“, erklärt Josef Kufner. Der vorhandene Anlagennachweis sei im Prüfbericht des staatlichen Rechnungsprüfers vom August 2017 beanstandet worden. „Die Anlagennachweise für die beiden Kläranlagen und die gemeindliche Wasserversorgung bilden jeweils die wesentliche Grundlage für die darauf aufbauenden Beitrags- und Gebührenkalkulationen“, so der Bürgermeister. Vier Monate habe die intensive Aufarbeitung durch die Verwaltung auf Basis gerichtssicherer Anlagenachweise und in enger Abstimmung mit dem staatlichen Rechnungsprüfer und der Kommunalaufsicht am Landratsamt Passau gedauert. „Die Kalkulation beschreibt kein ,Politikum’ mit beliebigem Ermessensspielraum der Verantwortlichen, vielmehr gibt es eine klare Vorgehensweise für die Verwaltung, wonach kostendeckende Einrichtungen kalkuliert werden müssen“, stellt Josef Kufner klar. .
Entgegen anderslautender Schilderungen hätten – richtigerweise – folgende Grundlagen und rechtliche Rahmenbedingungen Anwendung gefunden:
1. In Bayern gilt, dass Abschreibungen und Verzinsung der Restbuchwerte sowohl von den tatsächlichen Herstellungskosten (Anschaffungskosten) als auch von den Wiederbeschaffungszeitwerten erfolgen können. In der Gemeinde Hofkirchen wurde der Anlagenachweis nicht wie zuletzt beschrieben nach den teureren Wiederbeschaffungszeitwerten, sondern auf Basis der Anschaffungskosten erstellt. Die Nutzungsdauer wurde für alle Anlageteile auf eine lange Laufzeit ausgelegt, damit der Abschreibungssatz, der in die Gebührenkalkulation einfließt, so niedrig wie möglich ausfällt.
2. Kosten, die nicht aus bestehenden Abrechnungsunterlagen entnommen werden konnten (fehlende, unvollständige Unterlagen nach Ablauf der Aufbewahrungsfristen) wurden durch das gerichtsfeste „Indexverfahren“ berechnet und nicht geschätzt. Dabei werden zunächst die ortsüblichen Preise für die Herstellung von Kanalisationsmaßnahmen hergenommen und berechnet. Anschließend wird mit einem vom staatlichen statistischen Bundesamt in Wiesbaden jährlich festgesetzten Baukostenindex auf das tatsächliche Baujahr zurückgerechnet. Rückrechnungen mit vorhandenen Anschaffungskosten ergaben laut dem Ingenieurbüro stets entsprechende Übereinstimmungen.
3. Dass die Gebühren rückwirkend zum 1.1.2021 erlassen und die Zähler der Bürger nicht extra abgelesen wurden, entspricht gängiger Praxis sowie geltendem Recht. Zulässig ist weiter, den Verbrauch bei einem Wechsel der Gebühr monatsanteilig zu schätzen (vgl. u. a. § 162 Abs. 1 AO i. V. m. Art. 13 Abs. 1 Nr. 4 b) aa) KAG). Eine weitere Ablesung zum 31.12.2020 ist daher nicht erforderlich. Das würde im Übrigen unnötige Verwaltungskosten verursachen, die am Ende wieder dem Gebührenzahler auferlegt werden müssten.
Was bedeutet das nun alles für den Gebührenzahler? „Für den durchschnittlichen Haushalt mit einem jährlichen Wasserverbrauch von 100 Kubikmeter pro Jahr bedeutet die Erhöhung der Grund- und Einleitungsgebühr zusammen eine monatliche Mehrbelastung von rund 14 Euro für die Garhamer und rund 18 Euro für die Hofkirchener Haushalte“, fasst Josef Kufner zusammen.
Rechenmodelle mit beispielhaften Wasserverbrauchszahlen seien in der aktuellen Ausgabe des Gemeindeblattes abgedruckt, um die tatsächlichen Mehrkosten für den eigenen Haushalt besser abschätzen zu können. Eine digitale Ausfertigung gebe es kostenlos auf der Homepage des Marktes.
Weiter weist Josef Kufner darauf hin, dass „die neu kalkulierten Herstellungsbeiträge entgegen mancher Wahrnehmung nur auf Baumaßnahmen Anwendung finden, die ab 1.1.2021 bezugsfertig hergestellt werden. Für alle bestehenden oder bereits vor diesem Zeitpunkt fertiggestellten Bauten gelten die bisherigen Beitragssätze. Es entstehen also keine Nachzahlungen für Bestandsbauten.“
Die Kalkulationsunterlagen wurden im Vorfeld dem amtierenden Marktratsgremium in ausführlichem Umfang zur Verfügung gestellt. Die Erklärung und Erläuterung der Unterlagen erfolgte durch das beauftragte Ingenieurbüro, den Kämmerer und Bürgermeister im Rahmen einer vorberatenden Sitzung des Haupt- und Finanzausschuss. Für mögliche verspätete Fragen standen Bürgermeister und Verwaltung den Markträten stets zur Verfügung, betont der Bürgermeister. Dazu komme weiter die Möglichkeit, dass vor der beschließenden Marktratssitzung im Rahmen der Fraktionssprecherrunde oder auch kurzfristig aus der Fraktionsrunde der Parteien mögliche Anliegen hätten formuliert werden können. „Abschließend bleibt festzuhalten, dass Anlagennachweis und Kalkulation nun auf einer soliden und umfangreichen sowie rechtssicheren Grundlage basieren und sämtliche Möglichkeiten, die zur Entlastung der Gebührenzahler dienen sollen, ausgeschöpft wurden“, betont Kufner.
Das aufgelaufene Defizit im Zeitraum 2016 bis 2020 in Höhe von 995761 Euro müsse gemäß den gesetzlichen Bestimmungen über die Gebührenkalkulation umgelegt werden. Defizite (sog. Kostenunterdeckungen), die sich am Ende eines Bemessungszeitraums ergeben, müssten nach Art. 8 Abs. 6 KAG innerhalb des folgenden Bemessungszeitraums ausgeglichen werden. „Eine Versicherung würde für solche Forderungen also nicht haften. Die weiteren Kostenunterdeckungen aus dem vorherigen Kalkulationszeitraum 2012 bis 2015 in Höhe von insgesamt 289177 Euro können dagegen nicht mehr umgelegt werden. Diese Defizite stellen daher einen Einnahmeausfall und Schaden im allgemeinen Gemeindehaushalt dar“, so Josef Kufner.
Der Markt Hofkirchen beauftragte zuletzt mit einstimmigem Beschluss des Gemeinderats die Verwaltung, entsprechend dem Prüfbericht des staatlichen Rechnungsprüfers eine Schadensanzeige bei der Kassenversicherung einzureichen. Hierzu soll auch eine externe fachanwaltliche Prüfung, Begutachtung oder Begleitung hinzugezogen werden.
„Den Markträten und mir als Vertreter der Bürgerschaft des Marktes Hofkirchen liegt es wirklich fern, in diesen pandemischen Zeiten zusätzliche Belastungen für die Menschen in unserer Gemeinde herbeizuführen“, betont Josef Kufner. Die Beitrags- und Gebührenkalkulation der gemeindlichen Abwassereinrichtungen sei eine klare, sachliche Angelegenheit, der man sich anzunehmen habe. „Ich habe vor gut einem Jahr geschworen, die Gesetze zu achten, einzuhalten und umzusetzen. An diesem Schwur möchte ich festhalten. Das bedeutet in diesem Fall auch eine unangenehme Entscheidung zu vertreten. Der Bürger hat mein Wort, dass wir unserer Ansicht nach alles getan haben, um die Erhöhungen, wo es nur möglich war, für ihn abzumildern“, beteuert Josef Kufner. Sollte dennoch Beratungsbedarf bestehen, stehe man im Rathaus zu den bekannten Öffnungszeiten nach vorheriger Terminvereinbarung zur Verfügung.
Nimmt Stellung zum Defizitausgleich: Bürgermeister Josef Kufner
Quelle: pluspnp.de —−
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Freuten sich gemeinsam über die feierliche Maiandacht. Der Ortenburger Frauengsang „Pomp A Dur“, eingerahmt von Pfarrer Gotthard Weiß (l.) und Kirchenpfleger Johann Kallinger (r.). −Foto: Johann Kallinger
Hofkirchen
Im „Marien-Monat“ Mai wird in der Pfarrei Hofkirchen vor dem Marterl in Oberschöllnach eine Maiandacht zur Ehre der Gottesmutter Maria gefeiert. Dass auch in Zeiten von Corona die feierliche und würdevolle Gestaltung einer Maiandacht möglich ist, zeigten die Oberschöllnacher um Kirchenpfleger Johann Kallinger. Auf dessen Einladung übernahm der Ortenburger Frauengsang „Pompadur“ die musikalische Gestaltung der Maiandacht mit verschiedenen Marienliedern und sorgte damit für einen stimmungsvollen Rahmen.
In einer kurzen Ansprache und mit einem Gebet gedachte Pfarrer Gotthard Weiß der Verstorbenen des vergangenen Jahres aus Oberschöllnach. Dabei erinnerte er im Besonderen an den kürzlich verstorbenen Peter Atzinger. Dieser war im Jahre 1964 ein Hauptinitiator für den Bau und die Errichtung des Marienmarterls. Weiterhin bedankte sich Pfarrer Weiß bei all denjenigen, die den Bildstock über das gesamte Jahr hin liebevoll pflegen und instand halten. Ein Dankeschön erging auch an Bürgermeister Josef Kufner und die Gemeinde Hofkirchen für die schnelle und unkomplizierte Erneuerung des „Bankerls“ neben dem Marien-Bildstock.
Im Hinblick auf den bevorstehenden Muttertag sang das Ortenburger Musik-Trio zum Abschluss der Maiandacht noch ein kleines Muttertagslied. Die Maiandacht fand natürlich unter den geltenden Abstands- und Hygienevorschriften statt. Ein Dank gilt auch der Freiwilligen Feuerwehr Hofkirchen, die den Bereich für die Maiandacht absperrte und somit sicherstellte, dass die Andacht ungestört ablaufen konnte. − va
Quelle: pluspnp.de —−va
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Hat bislang überzeugt: Bürgermeister-Neuling Josef Kufner. Aktuell hat er die erste Bewährungsprobe zu bestehen – die viel diskutierte und umstrittene Erhöhung der Kanalgebühren. −Foto: VA/Archiv
Hofkirchen
Seit einem Jahr ist Josef Kufner Bürgermeister, regiert mit absoluter Mehrheit. Denn im 16 Mitglieder starken Gemeinderat hat die CSU acht Sitze (plus Bürgermeister), die SPD, die über viele Jahre dominant war in der Kommune, verfügt noch über fünf Sitze. Drei Mandate halten nach wie vor die ÜW. Und? Wie hat sich der 40-Jährige bislang geschlagen? Das können Freund und Feind wohl am besten beurteilen. Obwohl – einen wirklichen Feind gibt es nicht, wie die Umfrage zeigt. Auch nicht im anderen politischen Lager.
Stimmen aus der SPD:
„Ich kann nichts Negatives sagen, bin zufrieden, auch wenn ich einer anderen Partei angehöre“, sagt Peter Binder. Er kennt Josef Kufner nicht nur als Bürgermeister, sondern auch als Chef, da er beim Bauhof der Gemeinde angestellt ist.
„Er schlägt sich gut, steht jetzt allerdings vor seiner ersten großen Bewährungsprobe wegen der Gebührenerhöhung. Da muss er sich beweisen“, erklärt Katrin Wagenpfeil. Die Markträtin geht davon aus, dass der Bürgermeister das Thema noch einmal ordentlich aufrollt. „Dem Bürger muss man eine gründliche Aufarbeitung zugestehen“, so die Tochter des Bürgermeister-Vorgängers.
„Wegen der aktuellen Diskussionen möchte ich mich öffentlich nicht äußern“, bittet Marktrat Walter Doppelhammer.
Für eine Stellungnahme nicht erreichbar waren die SPD-Gemeinderäte Christian Pauli und Petra Söldner.
Stimmen von den ÜW:
„Er hat einen moderaten Führungsstil, setzt uns stellvertretende Bürgermeister für Aufgaben und Projekte ein, sagt selbst, dass er nicht alles alleine machen muss. Und – das gilt auch für den Marktrat – er nutzt die Kompetenzen des Einzelnen, um das Optimale für die Gemeinde zu erreichen. Das ist eine Aufwertung des Gremiums, das er im Übrigen in Sachen Information immer auf dem aktuellen Stand hält“, lobt 3. Bürgermeister Georg Stelzer. Was den ÜW-Fraktionssprecher außerdem beeindruckt: „Auch wenn Großprojekte immer populärer und öffentlichkeitswirksamer sind: Josef Kufner nimmt auch die kleinen Anliegen der Bürger sehr ernst, kümmert sich mit Herzblut um eine Lösung – oft innerhalb eines Tages.“
Johanna Feilmeier schließt sich den Aussagen des ÜW-Fraktionssprechers an.
„Im ersten Jahr hat man sich abgetastet. Es gab keine problematischen Themen, nichts, wo man als Opposition anderer Meinung war. Erst jetzt mit den Abwassergebühren wird‘s schwierig. Und es werden noch weitere Stürme kommen. Daran wird man sehen, wir agil Josef Kufner ist und welches Geschick er beweist“, sagt Günter Troiber.
Stimmen aus der CSU:
„Er ist jung, hat Elan und Ideen, ich bringe eine über 30-jährige Erfahrung als Gemeinderat mit – das passt sehr gut zusammen“, findet Alois Wenninger. Der langjährige CSU-Marktrat und aktuell 2. Bürgermeister ist mit 69 Jahren das älteste Mitglied im Gremium, hat Josef Kufner am 14. Mai 2020 bei der konstituierenden Sitzung vereidigt und konstatiert dem Bürgermeister: „Er hat sich sehr schnell eingearbeitet, hat die Corona-Herausforderungen sehr gut gemeistert, hält die Diskussionen auf sachlicher Ebene. Die Zusammenarbeit ist sehr befruchtend.“
Nichts zu mäkeln hat Josef Leizinger: „Auch wenn Josef Kufner wegen der Pandemie keinen einfachen Start hatte, macht er‘s sehr gut. Er führt Angefangenes konsequent fort und geht Neues mit Engagement an. Ich bin sehr zufrieden.“
„Er lebt das Amt des Bürgermeisters zu 100 Prozent – so, wie es sein muss. Er hat sich sehr gut eingearbeitet und bewiesen, dass er Bürgermeister kann“, sagt Kufners Partei-Kollege Michael Heudecker. Als Marktrat fühle er sich bestens informiert und mitgenommen, bei den Bürgern komme die ruhige, aber zielstrebige Arbeit des Bürgermeisters sehr gut an.
„Er ist Bürgermeister mit Leib und Seele, macht seinen Job sehr, sehr gut. Er hat immer ein offenes Ohr, versucht zu helfen, wo es geht, erledigt teilweise am gleichen Tag noch die Aufgaben und findet immer eine Lösung – egal wie knifflig eine Situation ist“, fasst Marianne Graf zusammen. Und Josef Kufner überrascht sie immer wieder: „Mit 40 Jahren ist er recht jung. Aber in Sachen akribischer Vorbereitung, Sachverstand, Fleiß und Kollegialität steht er Erfahrenen in nichts nach. Im Gegenteil: Er hält alle immer auf dem Laufenden und ist einfach ein toller Teamplayer.“
„Ohne Vorerfahrung, ohne entsprechende Schulungen, die wegen Corona ausgefallen waren, macht er seine Sache echt gut und schlägt sich wacker“, findet Gerold Schöfberger. Was ihn zudem überzeugt: „Josef Kufner hat keine vorgefertigten Meinungen, die er durchdrücken will. Er hört alle Argumente, versucht, die unter einen Hut zu bringen.“
„Es ist jung, dynamisch, korrekt. Dass er wegen der Pandemie keinen leichten Start hatte, merkt man nicht. Er macht‘s gut“, so das Fazit von Matthias Braidt.
Selbst ein Neuling in der Kommunalpolitik ist Christian Pritzl. „Ich finde, Josef Kufner macht‘s hervorragend. Zum einen sorgt er dafür, dass parteiübergreifend zusammengearbeitet wird, zum anderen setzt er die Versprechen aus unserem Wahlprogramm um. Das ist nicht von heute auf morgen möglich, aber er bleibt dran.“
Als JU-Ortsvorsitzender kennt Fabian Kapfhammer Josef Kufner schon aus der Zeit, als er „nur“ CSU-Vorsitzender war. „Er ist nach wie vor ein 24/7-Mensch: Jederzeit erreichbar, jederzeit für Nachfragen offen. Er hat sich wahnsinnig schnell in das Amt eingearbeitet. Respekt.“
Das sagen Sitzungsbesucher:
Willi Wagenpfeil (SPD) war der Bürgermeister vor Josef Kufner, lenkte 18 Jahre lang die Geschicke des Marktes, kandidierte 2020 nicht mehr, besucht aber regelmäßiger als Zuhörer die Marktratssitzungen. Auf die Frage, wie sich seiner Meinung nach Josef Kufner als Bürgermeister macht, antwortet er knapp: „Aufgrund der aktuellen Situation werde ich mich dazu nicht äußern.“
Wer auch kaum eine Sitzung verpasst, ist Bernhard Brunner. Der Journalist berichtet für den Vilshofener Anzeiger. Sein Fazit: „Josef Kufner hat eine ähnlich straffe Sitzungsleitung wie sein Vorgänger. Er ist bestens informiert, hat sich als Newcomer schnell in Themen und Verwaltungsabläufe eingearbeitet, ist auf größtmögliche Transparenz bedacht – auch gegenüber der Presse. Josef Kufner gibt sich nicht nur bürgernah, man spürt auch, wie sehr er in seiner Heimatgemeinde verwurzelt ist.“ —Carmen A. Laux
Quelle: pluspnp.de —−Carmen A. Laux
Mehr im Vilshofener Anzeiger vom 06.05.2021 oder unter PNP Plus nach einer kurzen Registrierung
Hofkirchen
Das Kanal-Defizit in Millionenhöhe und die Neu-Kalkulation der Gebühren für Hofkirchen und Garham ist das Thema in der Marktgemeinde. Jetzt meldet sich Christian Höllring zu Wort. Sie war von 2015 bis 2018 die Kämmerin in Hofkirchen.
„Durch eine fehlerhafte Kalkulation soll ein Defizit von rund einer Million Euro aufgelaufen sein. Um dies besser einschätzen zu können, sollte man sich zuerst die Kalkulationszeiträume anschauen“, sagt sie und blickt zurück: Die letzte Kalkulation wurde 2016 erstellt. Hier wurden die Gebühren ab 1. November 2015 erhoben. Die Beanstandung des überörtlichen Rechnungsprüfers folgte im Jahre 2017 – also nach der Kalkulation. „Diese hätte dann in 2020 vom derzeitigen Kämmerer eingearbeitet werden müssen. Eine neue Kalkulation hätte spätestens in 2020 mit Gebührenerhebung ab 1. November 2019 erstellt werden müssen, was offensichtlich nicht erfolgt ist“, so Christiane Höllring. Und weiter: „Bei einer stark fehlerhaften Kalkulation hätte der Rechnungsprüfer eine sofortige Neukalkulation angeordnet. Dies war in 2012 schon einmal der Fall.“
Beanstandet wurden vom Rechnungsprüfer in 2017 – aus Sicht der damaligen Kämmerin zurecht – die langen Abschreibungszeiträume, die zu Beginn der Gebührenerhebung in den 1970-er Jahren festgelegt wurden. Allerdings stellt sie klar: „Hierdurch geht kein Geld verloren, da die Summe nur über einen längeren Zeitraum in den Haushalt zurückgeführt wird.“
Wo kommt aber dann das vermeintliche Defizit her? „Es gibt, wie in Unternehmen auch, unterschiedliche Rechenarten“, erläutert Christian Höllring. Gemäß Art. 8 Abs. 3 S. 2 KAG seien den Abschreibungen entweder die Anschaffungs- und Herstellungskosten oder Wiederbeschaffungszeitwerte zugrunde zu legen. Bis 31. Juli 2013 wären rechtlich ausschließlich die Abschreibungen nach den Anschaffungs- und Herstellungskosten erlaubt gewesen. Danach habe man als Gemeinde die Wahl gehabt, für welche der vorgenannten Abschreibungsmethode man sich entscheidet; die für den Bürger teureren Wiederbeschaffungszeitwerte oder die bisherige Methode.
„Hofkirchen war zumindest zum damaligen Zeitpunkt eine finanziell gut gestellte Gemeinde. Bisher hatte man die kalkulatorische Abschreibung auf das Anlagevermögen der Entwässerungsanlagen von den tatsächlichen Kosten genommen. Nun hat die Gemeinde auf Wiederbeschaffungszeitwerte umgestellt“, erklärt sie. Bei der Preisentwicklung sei es nicht verwunderlich, dass die Kosten heute viel höher seien als in den letzten 40 Jahren. „Das Ingenieurbüro selbst spricht von einst 11,5 Millionen Euro Herstellungskosten, die heute 20 Millionen Euro Wert sind. Die kalkulatorische Abschreibung leitet sich direkt aus diesen Werten ab. So kommen dann auch viel höhere Abschreibungen sowie höhere kalkulatorische Zinsen zustande“, sagt Christiane Höllring.
Außerdem seien laut Aussage des Ingenieurbüros nur 36 Prozent der Belege gefunden worden. „Der Rest des Anlagevermögens wurde zu den Wiederbeschaffungskosten nach der Indexmethode geschätzt. Das heißt: Die Kosten sind in dieser Höhe tatsächlich nie entstanden. Rechtlich möglich, aber kein Muss“, so die damalige Kämmerin. Wenn alte Rechnungen nicht gefunden oder gar nicht erst gesucht würden, fahre man mit dem Wiederbeschaffungswert deutlich besser, wenn man die Gebühr in die Höhe treiben wolle. „Was man den Bürgern aber verschwiegen hat – bewusst oder aus Unwissenheit sei dahingestellt: Die Abschreibung vom Wiederbeschaffungswert zu nehmen ist eine Wahl-Option, die vor allem klamme Gemeinden ziehen“, weiß sie. Dass eine schuldenfreie Gemeinde diese Wahl-Option in Anspruch nehme und die Bürger hier mit einer enormen Gebührenerhöhung belaste, sei eine politische Entscheidung, kein Muss. „Den schwarzen Peter jetzt den Vorgängern in die Schuhe zu schieben, ist mehr als dreist“, so Christiane Höllring.
Sie räumt ein, dass es viele mögliche Fehlerquellen bei Kalkulationen gebe, vor allem bei komplexen Sachverhalten. „So wurde wohl auch der abgelaufene Kalkulationszeitraum der Gebührensatzung für Kanal Hofkirchen, Kanal Garham und letztlich auch die Wasserversorgung übersehen. Diese wären zum 1. Januar 2020 zu kalkulieren gewesen. Es wurden zum 01.07.2020 für die genannten 3 Einrichtungen neue Satzungen mit den alten Gebühren – kalkuliert zum 1. November 2015 – ohne jegliche Kalkulation erlassen. Die Kalkulation der Wasserversorgung steht selbst jetzt noch aus“, erklärt sie. Zudem wurden die neuen Gebührensatzungen rückwirkend zum 1. Januar 2021 erlassen. Fraglich sei hier, ob die Gemeindeverwaltung im Dezember 2020 die Zähler der Bürger ablesen ließ.
„Und zu guter Letzt will noch gesagt sein, dass das Ingenieurbüro bestimmt einen mittleren fünfstelligen Eurobetrag gekostet haben könnte, der 1:1 in die Gebühr einfließen muss“, so Christiane Höllring. Bei rund 130000 m³ Schmutzwasser in Hofkirchen und Garham ergebe dies alleine bei einer Kalkulationszeit über vier Jahre eine Gebührenerhöhung von fast 10 Cent pro Kubikmeter Abwasser (50000 Euro/4 Jahre = 12500 € / 130000 m³ = 9,6 Cent je Kubikmeter Abwasser; die Zahlen seien geschätzt).
„Falls es wirklich ein Defizit in den letzten 15 Jahren gegeben hätte, müsste dieses im Falle der Fahrlässigkeit die Kassenversicherung tragen, aber niemals der Bürger. Die jetzt stark gestiegene Gebühr liegt zum Großteil an der Umstellung der Abschreibungsmethode auf Wiederbeschaffungszeitwerte nach dem Indexverfahren. Diese Umstellung bei einer gesunden Gemeinde hätte es bei der früheren Verwaltung nicht gegeben“, ist Christiane Höllring überzeugt.− va
Quelle: pluspnp.de —−va
Mehr im Vilshofener Anzeiger vom 01.05.2021 oder unter PNP Plus nach einer kurzen Registrierung
Beste Aussichten haben die Störche auf dem Spänebunker der Schreinerei Klamant in Hofkirchen. Das erste Küken ist am Mittwoch geschlüpft, wie unser Fotograf mit der Drohnenkamera festgehalten hat. −Foto: Laudi
Hofkirchen / Windorf
„Vorsicht, Storch quert!“ – Es kann jetzt durchaus vorkommen, dass Wanderer, Spaziergänger und Radfahrer im Bereich der Gemeinde und in Donaunähe auf die eleganten Vögel treffen. Wie Bürgermeister Josef Kufner. Er hat beobachtet, „dass ihre Einflugschneise auch über den Bauhof führt“. Wo sie landen, ist ebenfalls bekannt: auf dem Spänebunker der Schreinerei Klamant im Gewerbegebiet. „Die Störche waren auch schon letztes Jahr da und sind über den Winter geblieben“, berichtet Manfred Klamant. Wird es zum Winter hin kalt, fliegt (in diesem Fall) der Weißstorch üblicherweise nach Afrika. Eher mildere Winter ersparen ihm die weite Reise, und Storchenpaare visieren in der Regel jedes Jahr das gleiche Nest an, um es zu „renovieren“ und aufzustocken, wie Klamant miterleben konnte.
Er war es auch, der beim Landratsamt und in der Gemeinde das Aufstellen von Hinweisschildern an den Wegen in Donaunähe initiiert hat. Hundebesitzer sind angehalten, ihre Vierbeiner anzuleinen, um die Störche – wie auch Bodenbrüter und andere Wildtiere – nicht aufzuscheuchen bzw. bei der Nahrungssuche zu stören. Der Unternehmer weiß weitere Details über seine gefiederten Dauergäste. „Im letzten Jahr waren sie offenbar noch nicht geschlechtsreif, aber jetzt ist zu sehen, dass immer ein Storch im Nest sitzt.“ Am Mittwoch ist der Vermieter sozusagen „Taufpate“ geworden.
Dieses Kinder-Glück war schon im Vorjahr ein paar Kilometer donauabwärts der Unternehmerfamilie Zitzelsberger in Windorf beschieden. Auch dort hatten Weißstörche ihren Horst auf dem Spänesilo der Fensterfabrik angelegt. „Sie hatten drei Junge“, erzählt Alfons Zitzelsberger jun. Beeindruckend sei die Szene gewesen, als nach dem Flüggewerden das Trio praktisch ohne Testflug zur gleichen Zeit abgehoben sei. Ebenfalls in Erinnerung hat Vater Alfons Zitzelsberger sen. eine amüsante Begebenheit: „Die Störche laufen bei uns auf dem Betriebsgelände rum. Einer von ihnen hat auf eine Autoscheibe gepickt. Anscheinend hat er sein Spiegelbild als Rivalen gesehen.“
Seit März ist die luftige Bleibe erneut belegt. „Am Anfang waren’s zwei Paare“, erzählt der Sohn. „Sie haben sich um das Nest gestritten.“ Die Zitzelsbergers vermuten, dass die alten Besitzer das Duell gewonnen haben.
In jedem Fall sehen die Windorfer wie auch die Hofkirchner Unternehmer ihre anmutigen Gäste gerne in ihrer Nähe. „Ein Erlebnis“ ist es auch für Hofkirchens Bürgermeister Josef Kufner, die über einen Meter großen, gefiederten Mieter beobachten zu können: „Ein schönes Bild. Wir würden die Störche gerne bei uns behalten.“
Störche sind Fleischfresser. Sie lieben die Nahrungsvielfalt, bringen Frösche, Fische, Mäuse, Hamster und Maulwürfe, Kaulquappen, Schlangen, Eidechsen, Würmer und Insekten auf den „Tisch“. In afrikanischen Winterquartieren laben sie sich auch an Heuschrecken.
Nach dem Nestbezug werden drei bis fünf Eier gelegt, von beiden Eltern rund einen Monat lang bebrütet und von beiden auch mit Nahrung versorgt. In etwa drei Monaten sind die Jungstörche flugbereit. —Bernhard Rössler
Quelle: pluspnp.de —−Bernhard Rösler
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Nach langen Diskussionen hat der Marktrat bei drei Gegenstimmen die Änderung der Beitrags- und Gebührensatzungen zu den Entwässerungseinrichtungen Hofkirchen und Garham (Foto) beschlossen. Zum Defizitausgleich müssen die Bürger nun deutlich mehr zahlen. −Foto: Brunner
Hofkirchen
Mit Kopfschütteln quittierte Kämmerer Michael Rieger das Abstimmungsverhalten von drei SPD-Markträten zur neuen Beitrags- und Gebührenkalkulation für die Entwässerungseinrichtungen Hofkirchen und Garham. Massive Anhebungen sind nötig, um das in den zurückliegenden Jahren aufgelaufene Defizit von knapp einer Million Euro auszugleichen. Christian Pauli, Petra Söldner und Katrin Wagenpfeil votierten gegen die Erhöhung, obwohl Rieger nach der Haupt- und Finanzausschuss-Sitzung eine Woche zuvor – zusammen mit dem sachverständigen Ingenieur Klaus Peter Gaul aus Bamberg – erneut die Unerlässlichkeit dieses Schrittes auf Drängen der überörtlichen Rechnungsprüfung verdeutlicht hatte.
Vor Eintritt in die Tagesordnung mit dem heiklen Thema an erster Stelle äußerte Christian Pauli den Wunsch, etwas richtigzustellen, und begann mit der Verteilung eines von ihm verfassten Schriftstücks. Darin begründete er, wie der Marktgemeinderat 2015 dazugekommen sei, die Gebühren zu senken. Nach seinen Ausführungen ist damals bei den Einnahmen aus den Kläranlagen Hofkirchen und Garham ein Plus von rund 20000 Euro angefallen, weshalb für Hofkirchen der Satz gesenkt und für Garham – mit immer schon höheren Kosten – erhöht worden sei.
Bürgermeister Josef Kufner (CSU) stieg in die Behandlung des Tagesordnungspunktes ein und verwies auf die Neukalkulation auf Basis eines in Abstimmung mit dem Landratsamt Passau festgelegten Zinses von 2,25 Prozent. Es hätten sich neue Gebühren nach der Finanzausschusssitzung ergeben, so Kufner.
Verwundert angesichts des von Christian Pauli verteilten Papiers zeigte sich der Kämmerer. Er habe vergangene Woche in aller Ausführlichkeit und Deutlichkeit dargelegt, dass kostenrechnende öffentliche Einrichtungen weder Überschüsse noch Verluste erwirtschaften dürfen. Es handle sich sonst um eine versteckte Verschuldung im Haushalt, wenn, wie seit 2011 in Garham der Fall, eine Unterdeckung entstanden sei. Die von Pauli genannte Summe von 120000 Euro für die Kläranlage Hofkirchen sei eine Rücklage gewesen, auf die nicht zugegriffen werden dürfe. Die von dem SPD-Fraktionsvorsitzenden verwendeten Zahlen hielt Rieger für „völlig aus der Luft gegriffen“. Nicht umsonst habe er sich im Finanzausschuss drei Stunden lang „den Mund fransig geredet“, und schließlich sei Klaus Peter Gaul als Gutachter eigens 600 Kilometer dazu angereist.
„Mit gutem Gewissen so entschieden“ zu haben, nicht wissend, „was die Folgejahre passiert“, beteuerte Christian Pauli, nachdem man im Marktgemeinderat seinerzeit die Zahlen so vorgelegt bekommen habe. „Dafür sind wir nicht ausgebildet“, versuchte er die Entscheidungsträger
in Schutz zu nehmen. „Es ist ein Minus aufgelaufen, das hätte man so sehen müssen“, konterte Michael Rieger, seit 2019 als Kämmerer im Hofkirchener Rathaus tätig. „Irgendwann kommt die Rechnung“, merkte er ergänzend an und gab zu bedenken, dass das Defizit von einer Million Euro ohnehin nicht vollständig vom Gebührenzahler zurückgefordert werden könne. Sein Fazit: „Es ist ein Vermögensschaden im mittleren sechsstelligen Bereich entstanden.“ Die Neukalkulation sei das Maximale, was man den Bürgern an Zahlung zumuten könne, so Rieger.
Der Kämmerer korrigierte zudem Feststellungen, die der frühere Bürgermeister Willi Wagenpfeil (SPD) in einem Leserbrief gemacht hatte. Ingenieur Klaus Peter Gaul, von dem der Anlagennachweis für den Markt Hofkirchen als Grundlage für die Neukalkulation stammt, führe sein Ingenieurbüro seit 25 Jahren und erarbeite gerichtsfeste Nachweise. Rieger vertrat die Auffassung, dass sich der Bürger eher fragen müsse, warum er die letzten 15 Jahre so wenig bezahlt habe. „Jetzt liegt es an der Verwaltung und am Marktrat, alles sauber abzuarbeiten, zu beschließen und es in Zukunft richtig zu machen“, so der Kämmerer. Der Bürgermeister würdigte sein mehrmonatiges Engagement in dieser Sache und forderte Applaus aus der Runde dafür ein.
„Wir werden’s in vier Jahren aufgearbeitet haben“, prognostizierte der Bürgermeister, ehe Petra Söldner Corona-bedingt für eine Streckung des Kalkulationszeitraums auch für Hofkirchen
auf vier Jahre plädierte. Wegen der gegenwärtigen Arbeiten an der dortigen Kläranlage samt Anschluss ans Kanalnetz der Stadt Vilshofen seien nur zwei Jahre als Maximum möglich, entgegnete der Kämmerer. Man habe bewusst die Regelung zwei plus zwei Jahre gewählt, weil die Kosten der laufenden Investitionen noch nicht ermittelbar seien, warf Kufner ein.
Laut Aussage von Michael Rieger sind im Bedarfsfall mit entsprechender Begründung sehr wohl Stundungen der Beiträge und Gebühren möglich. Das habe es auch in der Vergangenheit gegeben. Der Kämmerer ließ auf ein Nachhaken von Christian Pauli hin wissen, dass jederzeit ein Informationsangebot seitens der Verwaltung bestanden habe. Kufner machte zudem auf das umfangreiche Info-Material aufmerksam.
Matthias Braidt (CSU) kritisierte die fehlende Reaktion auf den „Warnschuss“ der überörtlichen Rechnungsprüfung von 2016: „Das verstehe ich nicht.“ Katrin Wagenpfeil – ihr Vater war bis 2020 Bürgermeister und verfolgte die Diskussion als Zuhörer – meinte, beim Blick auf die seinerzeitigen Zahlen, nachvollziehen zu können, „dass 2016 so entschieden wurde“. Dies sei nur die halbe Wahrheit, kommentierte der Kämmerer diese Äußerung. Günter Troiber (ÜW) wollte wissen, ob das Ratsgremium Berichte der überörtlichen Rechnungsprüfung zur Verfügung gestellt bekommt. „Das ist zwingend“, antwortete Michael Rieger, was dritter Bürgermeister Georg Stelzer (ÜW) bestätigte: „Wir hatten natürlich Einsicht in die Berichte.“
Nach den fälligen Beschlüssen – die neuen Sätze sind identisch mit den bereits im Haupt- und Finanzausschuss festgelegten Beträgen (der VA berichtete ausführlich) – wollte sich Franz Saugspier als Zuhörer unter dem Punkt „Bürgeranfragen“ noch zu der Thematik äußern. Er zweifelte die Richtigkeit der vor Jahren vorgelegten Zahlen an. Jedem Marktrat hätte auffallen müssen, dass zu niedrige Gebühren angesetzt gewesen seien. Das sei eine „Schlamperei“ gewesen. Die Fehler lägen im Rathaus, „aber der Bürger muss die Zeche zahlen“.
− F.: Brunner
Quelle: pluspnp.de —−Bernhard Brunner
Mehr im Vilshofener Anzeiger vom 29.04.2021 oder unter PNP Plus nach einer kurzen Registrierung
Die Umgestaltung der sogenannten Neuen Mitte Hofkirchens (Bild), wo bereits private Baumaßnahmen im Gang sind, wirft mit Blick auf den Haushalts- und Investitionsplan der Kommune ihre Schatten voraus. Allein für die Verbesserung der Situation bei der Wasserversorgung in der Ortsmitte sind für das laufende Jahr Ausgaben von 130000 Euro vorgesehen. −Foto: Brunner
Hofkirchen
Von einem wirklich guten Jahr 2020, das zu verzeichnen gewesen sei, hat Bürgermeister Josef Kufner (CSU) im Haupt- und Finanzausschuss des Marktgemeinderates gesprochen. Mit Blick auf die trotz der Corona-Krise verbuchten Mehreinnahmen bei der Gewerbesteuer richtete er Worte des Dankes vor allem an die Unternehmer. „Wir werden versuchen, den Überschuss gleich wieder einzuarbeiten“, kündigte Kufner an, verhehlte zugleich aber nicht die „bittere Pille“ aus der Misere um die Abwassergebühren für Hofkirchen und Garham.
Vor der Vorberatung über den kommunalen Haushaltsplan 2021 und die Investitionsplanung für die Folgejahre hatte sich das Gremium ausführlich mit der notwendigen Neukalkulation von Gebühren und Beiträgen zur Entwässerung befasst, bei der aufgrund von über Jahre zu niedrig angesetzten Beträgen zur Zahlung durch die Anschlussnehmer ein Defizit von rund einer Million Euro aufgelaufen ist. Die fehlende Summe muss nun über Kalkulationszeiträume von vier Jahren (Garham) und zwei plus zwei Jahren (Hofkirchen) auf Basis deutlich anzuhebender Gebühren- und Beitragssätze ausgeglichen werden (der VA berichtete).
„Wir können trotzdem in den kommenden Jahren einen guten Haushalt vorzeigen“, gab sich der Bürgermeister überzeugt. Massiv zu Buche schlagen werden im laufenden Jahr erneut die Sanierungsmaßnahmen an den Schulen in Hofkirchen, wobei auch bereits Planungskosten für die Renovierung der Turnhalle in Höhe von 40000 Euro enthalten sind, und in Garham mit Schwerpunkt auf dem Westflügel (250000 Euro). Schon jetzt machte Kufner angesichts des Investitionsplans unter anderem auf die 2022 vorgesehene Anschaffung eines neuen Bootes für die Feuerwehr Hofkirchen (120000 Euro) aufmerksam.
Angesetzt sind im laufenden Jahr 40000 Euro an Ausgaben für den Bienenerlebnisweg, angedacht weitere 40000 Euro für den neuen Festplatz. Für 75000 Euro soll es weitere Sanierungsmaßnahmen am Kindergarten Garham geben, wo unter anderem Fenster defekt sind. Auf 400000 Euro beläuft sich der Ausgabenansatz für weitere Arbeiten am Freibad Hofkirchen mit Schwerpunkt auf dem Sozialgebäude. „Dann ist das Gesamtbild komplettiert“, merkte der Bürgermeister dazu an. Restkosten von 15000 Euro sind für das Rathaus-Umfeld berücksichtigt.
Beim Bauabschnitt I für das Rathaus mit einer Abrechnungssumme von knapp unter 593000 Euro seien gegenüber dem Kostenansatz rund 67000 Euro eingespart worden – davon allein etwa 15000 Euro als Effekt aus der wegen Corona reduzierten Mehrwertsteuer. „Ein erfreuliches Ergebnis“, wie Kufner hervorhob, der die „sehr gute Begleitung“ des Projekts durch das Vilshofener Ingenieurbüro Schönbuchner lobend erwähnte. Laut Auskunft von Kämmerer Michael Rieger beläuft sich die staatliche Förderung auf 90 Prozent.
98000 Euro an voraussichtlichen Ausgaben enthält der Investitionsplan für die Städtebaumaßnahme „Hofkirchen Mitte“ – explizit für das Projekt Kaiserstraße 10 – samt jeweils 15000 Euro für die Positionen „Planung Gaststätte“ und „Abriss Kaiserstraße 10“. Anschaffungen für den Bauhof in Hofkirchen sind auf 30000 Euro – vor allem für eine neue Rüttelplatte und eine Eisenbandsäge – veranschlagt, wobei der Bürgermeister weit vorausblickte und den Kauf eines neuen Unimog für 225000 Euro prognostizierte, konkret ins Auge gefasst für 2025.
Geländer und Gabionen sind noch zu errichten an der Linksabbiegespur beim Gewerbegebiet Garham (50000 Euro). 140000 Euro weist der Investitionsplan im laufenden Jahr für die Zufahrt zum Regenrückhaltebecken einschließlich Feinteerung im Zuge von Bauabschnitt II des Baugebiets „Garhamer Feld II“ aus. Die größte Ausgaben-Position im Haushalt 2021 bedeutet die Erweiterung mit Neu-, Um- und Ausbauten der Kläranlage Hofkirchen mit einer Summe von 1,35 Millionen Euro. 12000 Euro muss die Marktgemeinde in die Kläranlage Garham stecken, 10000 Euro in den DSL-Ausbau von Klafterding.
Nicht verschont bleiben wird die Kommune von Investitionen in die Wasserversorgung, wo allein die Verbesserung der Situation im Bereich der Neuen Mitte von Hofkirchen voraussichtlich 130000 Euro verschlingen wird. Die Sanierung der Gemeindehäuser wird sich die Verwaltung 15000 Euro kosten lassen. Für Optimismus sorgen die Zahlen des Einzelplans 9 mit einer pauschalen Investitionszuweisung vom Land in Höhe von 126500 Euro auf der Einnahmenseite. „Mit Vorsicht zu genießen“ ist laut Aussage von Kämmerer Rieger der Ansatz für die Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt, den er „grob“ auf 900000 Euro beziffert hat. Beschließen wird der Marktgemeinderat den Haushalts- und Investitionsplan in einer der nächsten Sitzungen.
− F.: Brunner
Quelle: pluspnp.de —−Bernhard Brunner
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DStrahlende Gesichter bei der Übergabe des SELECTRIC COLUMBUS Navigationsgeräts an die Feuerwehr Hofkirchen für den Mannschaftstransportwagen: v.l. der Vorsitzende Josef Rauch, zweiter Vorsitzender Markus Markmüller, zweiter Kommandant Florian Markmüller, erster Kommandant Hans-Peter Binder, SELECTRIC-Fachhandelspartner Stefan Weinfurtner und Bürgermeister Josef Kufner. −Foto: Brunner
Hofkirchen
Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren kennen das Szenario nur zu gut, wenn es ums eilige Ausrücken zu einem Brandherd oder Unglücksort geht: Um das Ziel exakt zu lokalisieren, bräuchte der Mann am Steuer des Löschfahrzeugs oder Mannschaftstransportwagens (MTW) eigentlich drei Hände, damit er zugleich lenkt, schaltet und den Funk bedient. Dadurch entsteht zusätzlicher Stress mit erhöhtem Gefahrenpotenzial. Nicht so, wenn die SELECTRIC COLUMBUS Einsatznavigation im Führerhaus verbaut ist, wie im MTW vom Typ VW Crafter der Hofkirchener Wehr. „Das ist schon eine riesige Erleichterung“, schwärmt Kommandant Hans-Peter Binder.
Was früher einer teils komplizierten Kommunikation mit der Integrierten Leitstelle am Fernsehturm in Passau bedurft hat, erledigt sich nun mit einem kurzen Tastendruck auf „Status 3“ am Touch-Display mit Sieben-Zoll-Diagonale. Danach läuft die automatische Lotsung zum Einsatzort. Falls weiterer Gesprächsbedarf besteht, geht das bequem und sicher über die Mikrofone der über dem Cockpit sowie über der hinteren Sitzreihe des Löschgruppenfahrzeugs verbauten Freisprecheinrichtung. Das lernfähige System „OpenStreetMap“, bei dem die Feuerwehr eigene Zielorte und sogar Standorte aller verfügbaren Hydranten zur Löschwasserversorgung hinterlegen kann, garantiert über die außenliegende, externe GPS-Antenne eine zuverlässige Navigierung.
„Nach der Feuerwehr Vilshofen sind wir die ersten im Landkreis, die SELECTRIC COLUMBUS bekommen haben“, freut sich Binder über die rund 1500 Euro teure Anschaffung. Seines Wissens profitieren auch die Kollegen der Passauer Stadtwehren bereits davon. Der Hauptgrund für diese über die Marktgemeinde finanzierte Investition ist die Aufgabe der Hofkirchener Wehr als sogenannter Gefahrgutzug Nord als Messeinheit und zur Führungsunterstützung – schwerpunktmäßig bei Zwischenfällen auf der Autobahn oder in Firmen der Gewerbegebiete des Marktes und der Umgebung.
Den „Status 3“ am Farbbildschirm einmal berührt, erscheint darauf blitzschnell die direkte Anfahrtsroute zur Einsatzstelle mit bestens verständlicher Sprachdurchsage als Navigation. Das System besitzt frei programmierbare Buttons und arbeitet sehr anwenderfreundlich. „Alles auf einer Ebene sofort, zuverlässig und griffbereit“, sagt Stefan Weinfurtner von der gleichnamigen Fachhandels-Firma in Künzing. —−Bernhard Brunner
Quelle: pluspnp.de —−Bernhard Brunner
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Den Mitgliedern des Hofkirchner Bau- und Umweltausschusses, allen voran Bürgermeister Josef Kufner (vorn l.) und dessen Stellvertreter Alois Wenninger (vorn r.) – erklärte Planer Gerhard Schönbuchner die Einzelheiten zur Unterdükerung der Donau mit Anbindung an das Abwassernetz der Stadt Vilshofen. −F.: bp
Hofkirchen
Heute, Donnerstag, 9 Uhr, geht das öffentliche Corona-Testzentrum in Hofkirchen in Betrieb. Auf Initiative der Marktgemeinde Hofkirchen hat die Marien-Apotheke Vilshofen die Einrichtung am Sportplatz an der Vilshofener Straße errichtet. „Das kann man nur begrüßen“, sagt Bürgermeister Josef Kufner. Die Lokalität stellt der Sportverein Hofkirchen um Vorsitzenden Wolfgang Hartl zur Verfügung.
Jeden Donnerstag zwischen 9 und 16 Uhr besteht in dem Zentrum mit Anschrift Vilshofener Straße 35 für alle Interessierten, die keine Symptome haben, die Möglichkeit, Corona-Antigen-Schnelltests machen zu lassen. Laut Information aus dem Rathaus werden kostenfreie Tests auf Basis der Coronavirus-Testverordnung – kurz TestV genannt – des Bundes durchgeführt. Danach haben alle Personen mit Wohnsitz in Deutschland mindestens einmal wöchentlich an der kostenfreien Bürgertestung teilzunehmen. Auch Tests für Selbstzahler werden durchgeführt – für jeweils 29 Euro.
Als Anlaufstelle gedacht ist das Testzentrum auch für Kontaktpersonen mit Erstkontakt nach Aufforderung durch das Gesundheitsamt sowie für Personen, die über die Corona-Warn-App auf ihrem Smartphone eine Warnmeldung mit dem Inhalt „Erhöhtes Risiko“ erhalten haben. Geeignet ist das Angebot darüber hinaus für Schüler mit Schulkontakt zu positiv getesteten Schülern – sogenannte Cluster-Schüler – oder für Haushaltsangehörige von SARS-CoV-2-Infizierten.
Eine Online-Anmeldung für den Test ist möglich unter der Adresse https://03.apo-schnelltest.de/onsitetest?a=235 über das Internet. Der Code, der dabei einzutragen ist, lautet 235QZZ1024. − F.: Brunner
Quelle: pluspnp.de —−Bernhard Brunner
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Den Mitgliedern des Hofkirchner Bau- und Umweltausschusses, allen voran Bürgermeister Josef Kufner (vorn l.) und dessen Stellvertreter Alois Wenninger (vorn r.) – erklärte Planer Gerhard Schönbuchner die Einzelheiten zur Unterdükerung der Donau mit Anbindung an das Abwassernetz der Stadt Vilshofen. −F.: bp
Hofkirchen
Freudige Gesichter im Bau- und Umweltausschuss des Marktgemeinderates beim Ortstermin an der Hofkirchener Kläranlage: „Wir haben den Durchstich geschafft“, berichtete Gerhard Schönbuchner vom gleichnamigen Ingenieurbüro in Vilshofen über die erfolgreiche Unterdükerung der Donau aus Richtung Pleinting. Sie war nötig, um die Abwasserentsorgung Hofkirchens an das Kanalnetz und die Kläranlage von Vilshofen anzubinden. Das eigene Klärwerk soll nach dem Rück- und Umbau künftig als Schlamm-Zwischenspeicher und Pumpwerk fungieren.
Am 22. März war mit der Druckspülbohrung unter Einsatz eines Spezialgeräts mit Namen „Ditch Witch“ jenseits des Stroms begonnen worden, wie Bürgermeister Josef Kufner vor Ort erinnerte. Froh zeigte sich der Planer, den Verantwortlichen der Marktgemeinde vor einer so entscheidenden und weitreichenden Baumaßnahme den Sachstand darlegen zu können. Die Einbringung der Abwasserdruckleitung unter der Donau mit Anbindung an das Kanalnetz der Stadt Vilshofen durch die Firma Rädlinger skizzierte Schönbuchner als Bauabschnitt I. Die Pilotbohrung mit dem Diamantbohrer sei vollzogen, so der Diplomingenieur, der als nächsten Schritt das planmäßige Einziehen der Abwasserleitung ankündigte.
„Das interessiert mich“, gestand Hofkirchens Pfarrer Gotthard Weiß und begründete damit seine Teilnahme als einziger Zuhörer an der Besichtigung der Maßnahme, für die bereits vier große Rollen des Leitungsmaterials aus Polyethylen in Ufernähe bereitliegen. In rund fünf Metern Tiefe unter der Flusssohle sei genau das Material vorgefunden worden, das auf Basis einer Probebohrung vorhergesagt worden sei, berichtete Gerhard Schönbuchner. Den „Riesendüker“ beschrieb er dem Verlauf nach permanent zur Mitte der Donau hin sinkend und danach in Richtung Pleinting wieder ansteigend. Mehrere Hoch- und Tiefstellen würden aus technischen Gründen bewusst vermieden, fügte der Planer hinzu.
An der Hofkirchener Kläranlage entsteht nun als Bauabschnitt II, ausgeführt durch die Firma Neulinger, im Straßenbereich ein sogenannter Abgabeschacht mit einem Durchflussmengenzähler zur Ermittlung des an das Vilshofener Klärwerk abgegebenen Abwassers. Zum reibungslosen Betrieb ist nach Schönbuchners Worten eine Fördermenge von zehn Litern pro Sekunde erforderlich. Falle beispielsweise aufgrund von Starkregen mehr Abwasser an, sei ein sogenannter Zwischenspeicher nötig, der aus drei Behältnissen bestehe. Die gesamte Lagerkapazität bezifferte er auf 1200 Kubikmeter – seiner Überzeugung nach ein für über zehn Jahre ausreichendes Volumen zur Entwässerung der kompletten Marktgemeinde.
Um den Wartungsaufwand wunschgemäß möglichst gering zu halten, dient das vorhandene große Schlammbecken der in den 1970er-Jahren errichteten Hofkirchener Kläranlage, deren Hochbauteil komplett abgebrochen wird, nur noch als „eiserne Reserve“, wie Schönbuchner deutlich machte. Der entscheidende Aspekt sei auch hier, das anfallende Abwasser möglichst schnell einer Kläranlage zuzuführen. „Das ist hier gewährleistet“, konstatierte er und sicherte zu, dass für den „Worst Case“ – zum Beispiel Starkregen – ein Notablauf des Abwassers gewährleistet bleibt.
Das asphaltierte Bestandsbecken müsse nicht, wie ursprünglich vorgesehen, mit Spritzbeton saniert werden. Eine Versiegelung mit Bitumen durch den kommunalen Bauhof in Eigenleistung reiche aus, so der Fachmann. Dadurch sei ein Betrag von 45000 Euro aus der im Bauvertrag festgeschriebenen Investitionssumme herausgefallen. Freilich verbleiben die für die Tätigkeiten der Bauhof-Mitarbeiter anfallenden Kosten, so der Bürgermeister. —Bernhard Brunner
Quelle: pluspnp.de —−Bernhard Brunner
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Hofkirchen
„In der Gemeindebücherei Hofkirchen haben wir über 6000 Medien, aufgeteilt in Kinder- und Jugendbücher, Schöne Literatur und Sachbücher sowie Hörbucher“, sagt Peterlick. „Da ist für jeden etwas dabei! Bei den Erwachsenen sind regionale Krimis von Autoren wie Jutta Mehler sehr beliebt, ebenso wie Bücher aus der Reihe ‚Die sieben Schwestern‘. Ich lese sehr gerne Thriller. Kinder freuen sich über ‚Gregs Tagebuch‘, ‚Woodwalkers‘ oder ‚Die Pfotenbande‘.“
Die Gemeindebücherei Hofkirchen ist gewöhnlich dienstags von 15 – 17 Uhr und freitags von 17 – 19 Uhr geöffnet. Eine Mitgliedschaft für Kinder und Jugendliche ist kostenlos, Erwachsene zahlen 5 Euro im Jahr. − fh
Quelle: pluspnp.de —−fh
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